Erzgebirge: Sächsische CDL protestiert gegen Abtreibung und Euthanasie

Mit dabei: Steffen Flath, sächsischer CDU-Fraktionschef

Trotz naßkalter Witterung haben sich am vorigen Montag etwa 300 Teilnehmer dem “Schweigemarsch für das Leben” in der Erzgebirgskreisstadt Annaberg-Buchholz angeschlossen, den die “Christdemokraten für das Leben” (CDL) organisierten. 

Unter der Überschrift “Abtreibung stoppen! Menschenwürde achten!” protestierten sie gegen die deutsche Abtreibungs- und Sterbehilfepraxis. SONY DSC

Weil die Deutschen die kommunistischen und nationalsozialistischen Diktaturen des letzten Jahrhunderts nie wieder vergessen wollten, hätten sie in Artikel 1 und 2 im Grundgesetz die Unantastbarkeit der Menschenwürde und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit vorangestellt, betonte der CDL-Vorsitzende im Freistaat Sachsen, Joachim Hadlich, zur Abschlußkundgebung.

Er forderte Bundesregierung, Gerichte, Parlament und Parteien auf, den “abscheulichen Zustand” der jährlichen Tötung von schätzungsweise 200.000 ungeborenen Kindern zu beenden und “zu einer gesitteten Rechtsordnung” zurückzukehren, die Grundgesetz und Lehren der Vergangenheit berücksichtigen.

“Beratungsscheine”, so Hadlich, würden nach “sogenannter wertneutraler Beratung“ ausgestellt und dienten nur dem Zweck, “Straffreiheit für die Tötung eines Kindes zu erlangen”.

“Assistierter Suizid” bedeutet Euthanasie

Viele Menschen hätten eine mögliche Abtreibung überstanden, liefen aber am Ende ihres Lebens Gefahr, “von Erben, Pflegern oder sogar Ärzten aus dem Leben abgetrieben zu werden“, weil sie “krank, pflegebedürftig, einsam und lebensmüde oder in unserer Leistungsgesellschaft nutzlos und überflüssig geworden sind”, betonte Hadlich.

Hinter dem “verschleierten Wort `assistierter Suizid`” verberge sich nichts anderes als die Euthanasie. Deshalb forderten die Christdemokraten für das Leben “ein Verbot jeglicher Sterbehilfe”:

“Alte, kranke, einsame und depressive Menschen brauchen nicht Hilfe zum Selbstmord, sondern Zuwendung und palliativmedizinische Betreuung”, mahnte Hadlich.

Hebammen: aus Gewissensgründen gekündigt

Die Hebammen Tamar Küchler und Aline Queck berichteten, wie sie zusammen mit zwei anderen Hebammen ihren Arbeitsplatz in der Chemnitzer Frauenklinik “aus Glaubens- und Gewissensgründen” aufgegeben hatten. Sie hätten es nicht mehr ertragen können, daß Leben zerstört wird.

In einem Film habe man ihnen gezeigt, wie sich das Kind im Mutterleib wehrt, sobald die Abtreibungswerkzeuge in die Gebärmutter der Schwangeren eindringen. Küchler sagte dazu: “Die Augen, die mich aus dem Kopf eines abgetriebenen Kindes anschauten, werde ich niemals vergessen”.

Es gebe, so Queck, keine ausweglosen Situationen und es sei wichtig, werdenden Müttern Mut zum Kind zuzusprechen. Küchler gründete in Annaberg-Buchholz das Geburtshaus “Glühwürmchen”. Von Beginn einer Schwangerschaft an können sich dort Frauen informieren und sich von Hebammen beraten lassen. Hebammenhilfe kann von jeder Frau in Anspruch genommen werden und wird von den Krankenkassen bezahlt.

Unterschriftenaktion “EINER VON UNS”

Das Mitglied der CDL, Marc Schneider, ermutigte die Demonstranten, sich an der Europäischen Bürgerinitiative “EINER VON UNS” (www.1-von-uns.de) zu beteiligen. Diese wolle erreichen, dass die EU sich an ihr eigenes Recht hält. Dazu gehöre auch, die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten zu beenden, welche zur Tötung menschlicher Embryonen führten. Dies betreffe verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen.

Schneider betonte: “Der Mensch ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch.” Das habe der “Europäische Gerichtshof 2011 erstmals höchstrichterlich festgestellt”.

Für den Erfolg der Bürgerinitiative müssten in Deutschland bis zum 1. November 2013 mindestens 80.000 Unterschriften gesammelt werden. EU-weit brauche man bis zu diesem Zeitpunkt eine Million Unterschriften. Davon seien bisher in Europa bereits über 450.000 gesammelt worden.

Botschaft der BIBEL: Mensch von Anfang an!

Wer die Bibel lese, werde feststellen, dass der Mensch Gottes Schöpfung sei und “kein Zufallsprodukt”, sagte der CDL-Vorsitzende im Erzgebirge, Thomas Schneider. Gott selbst habe zu Jeremia, einem der großen Propheten im Alten Testament gesagt: „Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete.“ header_buch

Bevor ein Mensch überhaupt einen Gedanken daran verschwenden könne, daß neues Leben entstehe, wisse Gott bereits davon. Wenn ein Mensch umgebracht werde, den Gott bereits vor seinem Entstehen kenne und ihm alle Anlagen geschenkt habe, dann sei das in der Sprache der Bibel “Mord”, so Schneider. In der Heiligen Schrift stehe aber auch, dass “jeder Mensch Vergebung durch Jesus Christus erfahren könne; sei es der Arzt, der die Abtreibung eines Kindes zu verantworten hat, sei es die Mutter, die ihr Kind töten ließ oder sei es der Mensch, der einen anderen am Ende seines Lebens zum Selbstmord verhalf”.  

Nächster “Schweigemarsch” am 26. Mai 2014

Mit einem Gebet schloß Versammlungsleiter Thomas Schneider die Veranstaltung, dankte allen Mitwirkenden und den Einsatzkräften von Polizei, Kreis- und Stadtverwaltung. Bereits zum vierten Mal in Folge organisierte der Kreisverband der Christdemokraten für das Leben (CDL) im Erzgebirge einen Schweigemarsch, an der auch Pfarrer und Mitarbeiter aus Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens teilnahmen.

Unter den Demonstranten und Unterzeichnern der Unterschriftensammlung “EINER VON UNS” war auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Sächsischen Landtag, Steffen Flath.

Der 5. “Schweigemarsch für das Leben” findet am Montag, dem 26. Mai 2014 in Annaberg-Buchholz statt. 

Quelle: http://cdl-erzgebirge.de/2013-05/schweigemarsch-fuer-das-leben-mit-300-teilnehmern/
Foto: Uwe Zenker

Heute im Erzgebirge (Sachsen): Lebensrechts-Demo in Annaberg-Buchholz

CDL-Bundesvorsitzende M. Löhr bei der Abschlußkundgebung

Am heutigen Montag, dem 27. Mai, treffen sich engagierte Bürger für den Lebensschutz in Annaberg-Buchholz zum “Schweigemarsch für das Leben”.  –  Start ist um 18 Uhr gegenüber dem Erzgebirgs-Klinikum.

Es ist bereits der vierte Schweigemarsch, der vom Kreisverband der Christdemokraten für das Leben (CDL) im Erzgebirgskreis organisiert wird. Im vergangenen Jahr beteiligten sich etwa 400 Menschen am Marsch durch die Annaberger Innenstadt. _DSC4662

In diesem Jahr steht die Lebensrechtsaktion unter der Überschrift “Abtreibung stoppen! Menschenwürde achten!”   –  Dabei geht es nach Aussage des stellv. CDL-Landesvorsitzenden Thomas Schneider um die Achtung der Menschenwürde nach Artikel 1 des Grundgesetzes, die “mit Füßen getreten” werde.

“Gottes Gebot `Du sollst nicht töten´ kann kein Mensch dieser Welt außer Kraft setzen“, erklärte der 56-jährige Referent der Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen und CDU-Kreisrat.

Zur Abschlußkundgebung auf dem Marktplatz der Erzgebirgskreisstadt werden auch zwei Hebammen vom Geburtshaus “Glühwürmchen” in Annaberg-Buchholz und die CDL-Bundesvorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) sprechen.

Außerdem werden Mitglieder des Bundestages, des Landtages und des Kreistages erwartet.


Ist die “Bundeszentrale für politische Bildung” auf dem linken Auge blind?

Von Thomas Schneider

Die “Bundeszentrale für politische Bildung” (BpB) feiert am 25. November ihren 60. Geburtstag. Die aus der Weimarer Republik hervorgegangene “Reichszentrale für Heimatdienst” war beginnend von 1952 elf Jahre lang unter dem Namen “Bundeszentrale für Heimatdienst” bekannt und trägt seit 1963 die heutige Bezeichnung.

Von Anbeginn sollte dieser Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern (BMI) einen Beitrag zur Erziehung zur Demokratie leisten. Im Erlass des BMI ist die Aufgabe der BpB so formuliert:

„Die Aufgabe der Bundeszentrale für politischen Bildung/bpb ist es, Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken“.

Frankfurter Buchmesse 2012. Ich stehe am großflächigen BpB-Messestand und suche vergeblich Publikationen zur Entwicklung des Linksextremismus in Deutschland. Da ich nicht fündig werde, bitte ich eine Mitarbeiterin vom Standpersonal um Beratung. „Da muss ich selbst erst einmal schauen“, meint sie und verschwindet zwischen den Regalen.

Nach etwa fünf Minuten kommt sie zurück und entschuldigt sich mit den Worten “Tut mir leid. Da haben wir nichts.”  – Auch nach Rücksprache mit ihrem Vorgesetzten muss sie passen. Dabei hatte doch die BpB ihre Besucher mit dem Werbetext eingeladen, man könne “das Angebot der BpB in seiner ganzen Bandbreite kennenlernen”.

Wird die “Bandbreite” bewusst in Grenzen gehalten? Unübersehbar prangt am BpB-Messestand mit weißer Schrift auf rotem Grund die Sprechblase “Rechtsextremismus”.  – Die BpB-Praxis sieht also nachweisbar ganz anders aus, als vom BMI gefordert!

Fortsetzung des Artikels hier: http://www.schneider-breitenbrunn.de/2012-11/60-jahre-bundeszentrale-fuer-politische-bildung-ausgewogenheit-und-rechtsstaatliche-distanz/

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 271 Followern an