Kommunistisches Kuba: Diktator Castro ließ am Dreikönigs-Sonntag 80 Bürgerrechtler samt Kindern festnehmen

Anläßlich des gestrigen „Tags der Heiligen Drei Könige“ („Día de los Reyes Magos“) haben die kubanischen Behörden Bürgerrechtler und deren Kinder verhaftet. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet von insgesamt 80 Personen.

Wie die IGFM erläutert, hat der Dreikönigstag in Kuba eine ähnliche Bedeutung wie Weihnachten, da die Kubaner sich an diesem Tag beschenken.

Die kubanische Regierung ging vor allem in der ostkubanischen Provinz Santiago de Cuba hart gegen Bürgerrechtler vor, um aus Angst vor Protestkundgebungen Feierlichkeiten zu verhindern.  IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Mitglieder der kubanischen Demokratiebewegung, vor allem die „Patriotische Union Kubas“ (UNPACU) und die christliche Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“ hatten zahlreiche Feierlichkeiten in mehreren Teilen Kubas organisiert.

Dabei wurden in Havanna, Pinar del Rio, Matanzas, Villa Clara und Santiago de Cuba Spielzeug, Kuchen und Getränke an die teilnehmenden Kinder verteilt. Da vor allem Spielzeug in Kuba sehr teuer und schwer erhältlich ist, hatten im Ausland lebende Exil-Kubaner das Spielzeug für die Feste gespendet.

Die Verhafteten, Bürgerrechtler und deren Kinder, befanden sich nach Angaben der IGFM überwiegend auf dem Weg zu diesen Veranstaltungen und wurden vorübergehend auf Polizeistationen gefangen gehalten.

In Bayamo, der Hauptstadt der ostkubanischen Provinz Granma, warnten Polizisten in Zivil bereits am Samstag davor, die von Bürgerrechtlern organisierten Feierlichkeiten zu besuchen.

Die IGFM verweist in diesem Kontext auf den dramatischen Anstieg der politisch motivierten Verhaftungen. Nach Informationen des prominenten kubanischen Menschenrechtsverteidigers Elizardo Sánchez sind im Jahr 2012 mindestens 6602 willkürliche Verhaftungen bekannt geworden. 2011 lag die Zahl bei 4123.

Auch Weihnachten sollte auf Kuba abgeschafft werden

Die IGFM weist darauf hin, daß der kommunistische Diktator Fidel Castro das Weihnachtsfest 1969 als offiziellen Feiertag abschaffte. Wer sich dennoch beim Feiern erwischen ließ, wurde verwarnt oder gar bestraft. Geschenke für die Kinder sollte es stattdessen an einem „Kindertag“ im Juli geben. Davor wurde in Kuba der „Heilige Abend“ („La Nochebuena“) mit Festessen gefeiert, Geschenke gab es dann am 6. Januar von den Heiligen Drei Königen.

Nach rund 30 Jahren führte Castro den 25. Dezember 1998 als offiziellen Feiertag wieder ein – zunächst nur als Ausnahme für dieses Jahr. Auch Feierlichkeiten waren wieder offiziell erlaubt. Grund dafür war der Besuch von Papst Johannes Paul II. auf Kuba. Im Jahr darauf wurde Weihnachten wieder in den revolutionären Feiertagskalender aufgenommen – bisher dauerhaft.
Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


Für 200 Millionen Christen beginnt jetzt die ostkirchliche Weihnachtszeit

Mehr als 200 Millionen orthodoxe Christen in aller Welt haben am Sonntagnachmittag mit den ostkirchlichen Weihnachtsfeiern begonnen. Beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz richtete Papst Benedikt XVI. Grüße an die Schwesterkirchen, die nach dem Julianischen Kalender feiern.

Zehntausende christliche Pilger aus Palästina und Jordanien, aber auch viele Russen und Äthiopier, trafen am Sonntag in Bethlehem ein, das derzeit von einer Kältewelle heimgesucht wird. 1_0_651687

Vor der orthodoxen Patriarchal-Liturgie in der Geburtskirche  -  das Gotteshaus gehört dem orthodoxen Patriarchat von Jerusalem  – kamen die Bischöfe der Syrer, Kopten und Äthiopier zum Gebet in die Basilika.

Der Unterschied zum Weihnachtstermin der katholischen und evangelischen Kirchen – rund zwei Milliarden Christen weltweit akzeptieren ihn – hängt mit den unterschiedlichen Kalendern zusammen:

Zahlreiche orthodoxe Kirchen richten sich nach wie vor nach dem alten Julianischen Kalender, demzufolge der 24. Dezember auf den 6. Jänner westlicher Zeitrechnung fällt. Die Differenz zwischen beiden Zeitrechnungen beträgt 13 Tage.

Nach dem Julianischen Kalender, der auf Julius Caesar zurückgeht, richten sich die orthodoxen Kirchen im Heiligen Land, in Russland, Serbien, Polen, Georgien, der Tschechischen Republik und der Slowakei. Auch die koptisch-orthodoxe Kirche, die nach den Umbrüchen in Ägypten in das öffentliche Interesse gerückt ist, feiert die Geburt Jesu am 6./7. Januar. Den Julianischen Kalender befolgen aber auch Syrer, Armenier und Äthiopier.

Andere orthodoxe Kirchen feiern Weihnachten zum gleichen Termin wie die westlichen Kirchen. Dies tun etwa die Kirchen von Konstantinopel (Ökumenisches Patriarchat), Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Albanien und Finnland.

Hintergrund der unterschiedlichen Daten ist die Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582 durch Papst Gregor XIII. Der Papst reagierte damit auf Ungenauigkeiten des Julianischen Kalenders, die zu erheblichen Problemen im Alltag geführt hatten. Da ein Julianisches Kalenderjahr mit seinen durchschnittlich 365,25 Tagen um etwa elf Minuten länger ist als das Sonnenjahr, verschob sich der astronomische Frühlingsanfang etwa alle 130 Jahre um einen Tag auf ein früheres Kalenderdatum. Bis 1582 machte die Differenz bereits mehr als zehn Tage aus.

Wegen der Spannungen zwischen den christlichen Kirchen nahmen verschiedene Konfessionen und Länder die Kalender-Reform erst später oder überhaupt nicht an. Russland beispielsweise führte den Gregorianischen Kalender erst nach der Oktoberrevolution im Jahr 1918 ein. Die russisch-orthodoxe Kirche machte diesen Schritt allerdings nicht mit.

Quelle: Radio Vatikan

 


Der tiefe Zusammenklang von Altem und Neuem Bund, von Maria als Jungfrau und Mutter, von Krippe und Kreuz, von Himmel und Erde

Nachdenkliches zum Weihnachtsgeheimnis von Papst Benedikt:

Die ostkirchliche Weihnachts-Ikone hat ihre Gestalt im Wesentlichen bereits im 4. Jahrhundert erhalten und darin das ganze Weihnachtsgeheimnis eingefangen: 75743_14122011

Sie stellt den tiefen Zusammenhang von Weihnachten und Ostern dar, von Krippe und Kreuz, den Zusammenklang von Altem und Neuem Testament, das Zusammen von Himmel und Erde im Gesang der Engel und im Dienst der Hirten. Jede Gestalt hat auf ihr ihre tiefe, hintergründige Bedeutung.

Ganz eigentümlich ist dort die Funktion, die dem hl. Joseph zugewiesen wird:

Er sitzt abseits, in tiefes Nachdenken versunken. Vor ihm steht, als Hirte verkleidet, der Versucher und redet ihn nach den Texten der Liturgie so an: „So wie dein Stock keine Blätter tragen kann, so wie ein alter Mann nicht mehr Vater werden kann, so kann die Jungfrau nicht gebären.“

Die Liturgie fügt hinzu: In seinem Herzen tobte ein Sturm widersprüchlicher Gedanken, er war verwirrt  -  aber erleuchtet durch den Heiligen Geist singt er: Alleluja.

Die Gestalt des hl. Joseph zeigt unser eigenes Drama des Glaubens

In der Gestalt des hl. Joseph stellt so die Ikone ein Drama dar, das immer wiederkehrt  –  unser Drama. Es ist immer das Gleiche. Immer wieder sagt uns der Versucher: Es gibt nur die sichtbare Welt und es gibt keine Menschwerdung Gottes und es gibt keine Geburt aus der Jungfrau.

Dies ist die Absage daran, daß Gott uns liebt, daß er fähig ist, in dieser Welt zu wirken. So ist es im tiefsten die Absage an die Ehre Gottes. Es ist die Versuchung unserer Zeit, die mit so vielen gescheiten und scheinbar ganz neuen Gründen auftritt, daß sie unwiderstehlich scheint  -  und doch ist es die immer alte Versuchung.

Bitten wir den gütigen Gott, dass er auch uns schenkt, aus der Verbohrtheit unseres Sinnens herauszutreten, sein Licht voll Freuden zu sehen und zu singen: Alleluja  – Christus ist wahrhaft geboren, Gott ist Mensch geworden.

Quelle: Joseph Kardinal Ratzinger in seinem Buch “Mitarbeiter der Wahrheit”, S. 412 f.


Weihnachtsgruß von Pfarrer Guido Rodheudt an seine Gemeinde

Seit Monaten ist der katholische Pastor von Herzogenrath, Dr. Guido Rodheudt (siehe Foto), äußerst unfairen Medienangriffen ausgesetzt, die vor allem auf Dr. David Berger zurückgehen, den  -  wie er sich selber nennt  -  “schwulen Theologen”.

Foto: HP der Pfarrei St. Gertrud

Dieser Liebling der linken Presse nutzt eine  – an sich berechtigte  -  Kritik am (inzwischen abgestellten) Radauportal “kreuz.net” für seine antikirchlichen Zwecke, versteigt sich in wüste Attacken gegen Papst Benedikt und attackiert insbesondere das glaubenskonservative “Netzwerk katholischer Priester”.

In den letzten Wochen hat Berger vor allem Pfarrer Rodheudt im Bistum Aachen mit polemischen Rundumschlägen und Verunglimpfungen angeprangert, so daß der Geistliche kürzlich bei der Staatsanwaltschaft einen Strafantrag wegen diverser Falschbehauptungen und Beleidigungen stellte.

Wir dokumentieren nun den Weihnachtsgruß, den Pastor Rodheudt an seine Pfarrgemeinde St. Gertrud richtete:

Liebe Pfarrangehörige, Freunde und Förderer von St. Gertrud!  e65cd6a1c152f162ffff8100fffffff2

Ich verhehle nicht, daß meine Weihnachtsgrüße in diesem Jahr nicht so flüssig aus der Feder fließen wie in anderen Jahren. Zu vieles liegt auf der Seele, aufgetürmt von mächtigen Agenturen, die die Wahrheit in Gefangenschaft genommen haben.

Aber eigentlich kann das doch kein Grund sein, die Weihnachtsfreude zu trüben  -  oder?

Denn es ist auch eine Erfahrung, daß Gott sich dort am nächsten zeigt, wo die Nacht am dunkelsten ist. Dort erst strahlt Sein Stern am hellsten und dort wird auch die Sehnsucht am größten, das Licht zu ergreifen, das die Nacht beendet.

Mein Gruß geht deswegen ganz besonders zu den Kranken und Gebrechlichen und zu allen, die manche Nacht erdulden müssen, gegen die kein menschliches Licht mehr gewachsen ist.

Aber es ist auch mein Wunsch für die Vielen, die in unserer Pfarrei das Jahr über leben und arbeiten, beten, helfen, anpacken und Zeugnis geben, daß Sie alle ergriffen werden mögen von dem Stern, der heller ist als alle anderen, damit Sie auch im Neuen Jahr die Orientierung nicht verlieren, gegen die heute die kalten geschaffenen Lichter der Ablenkung und des Machens anleuchten.

Gott segne Sie und Ihre Familien zum Fest des Lichtes, zum Fest der Weihnacht!

Er lohne Ihren Einsatz und Ihre Mühe, Ihre Gaben, die Sie für andere weggeschenkt haben und Ihre Treue zu unserer Pfarrei, in der wir gemeinsam das Kind anbeten, das uns Sein Lächeln zeigt, wenn wir es suchen.

Von Herzen stets
Ihr Pastor Dr. Guido Rodheudt

Quelle (Text/Fotos): http://www.st-gertrud.info/


Indonesien: Christen wurden mit Gewalt an Christmesse gehindert – Anti-Weihnachts-Fatwa erneut eingeschärft

Mit Gewalt haben rund 200 radikale Muslime im indonesischen Bekasi Christen an der Feier des Weihnachtsgottesdienstes gehindert. Die Randalierer bewarfen die Christen am Dienstag nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit faulen Eiern, Jauche und Urinbeuteln. Die gewalttätigen Muslime seien dabei von Polizisten unterstützt worden.

Das höchste islamische Gremium des Landes hatte zuvor die Muslime aufgefordert, nicht an Weihnachtsveranstaltungen teilzunehmen und Christen auch nicht zu beglückwünschen. 

Ma’ruf Amin, Chef der Abteilung für Richtsprüche (Fatwas) beim Indonesischen Rat der Rechtgelehrten (Ulamas), erinnerte daran, daß noch immer die Anti-Weihnachts-Fatwa aus dem Jahr 1981 gelte.

Knapp 90 Prozent der 240 Millionen Indonesier gehören dem Islam an. Damit ist der Inselstaat das bevölkerungsreichste von allen muslimisch geprägten Ländern der Welt.

Quelle: Ucanews, Radio Vatikan


“Verfolgte Weihnachten” – damals und heute!

Von Prinz Philip Kiril von Preußen

Prinz Philip,  vielfacher Familienvater und Theologe, schrieb in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT  (Nr. 52/2012)  jenseits einer nur sentimentalen Weihnachtsromantik einen klaren, glaubensvollen Beitrag über Millionen Christen in aller Welt, die auch jetzt unter Bedrängnis und Unterdrückung leiden, die also “verfolgte Weihnachten” erleben.  

Wir wollen unsere Glaubensgeschwister gerade am heutigen Festtag des hl. Erz-Märtyrers Stephanus  nicht vergessen;  daher folgen hier die wichtigsten Auszüge aus dem eindringlichen Artikel des preußischen Prinzen und evangelischen Pastors aus Oranienburg:

Advent, die Wochen vor Weihnachten  –  die gemütliche, heimelige Zeit. Draußen werden die Straßen und Tannenbäume wunderschön beleuchtet und man genießt abends im Vorbeifahren die jedes Jahr schöner erhellten Fenster und Vorgärten auf dem Weg nach Hause. Drinnen brennen die Kerzen am Adventskranz, und der Herrnhuter Stern leuchtet in den Garten hinaus.

Von frohen Weihnachten weit entfernt sind viele Menschen weltweit.Friedliebende Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Von ihnen berichten die meisten Medien merkwürdig wenig. imm003_1

Die jahrelange mediale Gleichgültigkeit hierzulande endete erst, als  ein islamistischer Bombenanschlag am 1. Januar 2011 im ägyptischen Alexandria nach einem Neujahrsgottesdienst 23 koptische Christen grausam in den Tod riß.

Zu denken ist auch an den dramatischen Exodus der jahrtausendealten assyrischen Kirche im Irak, wo nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein die wiedererstarkten radikalen Islamisten zur Verfolgung der Christen aufriefen. Die Kirchen dort, gebaut schon lange, bevor die ersten Moscheen und Minarette entstanden, wurden reihenweise in Schutt und Asche gelegt. Und das Schicksal der Christen lautete dort: sterben oder fliehen. Von 1,5 Millionen zu Zeiten Saddams waren Anfang 2011 aufgrund von Ermordung, Flucht und Vertreibung nur noch rund 335.000 übrig. Ähnliches befürchten jetzt auch die acht Millionen christlichen Kopten in Ägypten.

Christen stellen mit über zwei Milliarden Gläubigen die größte Religion. Doch seltsamerweise werden sie, auf deren Fahnen die Gottes- und Nächsten-, ja sogar Feindesliebe steht, am meisten verfolgt. Unabhängige Organisationen wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte bestätigen das. Für jeden zehnten Christen weltweit sind „frohe Weihnachten“ nur eine Glaubenshoffnung, die grausame Realität sieht anders aus.

Dennoch wird die Christenverfolgung sowohl in den Medien als auch in Gottesdiensten kaum oder selten thematisiert. Was mag der Grund dafür sein? Bei den Medien gibt es eine einfache Erklärung: Die meisten Journalisten sind vermutlich keine tief im Glauben verankerten Christen. Verfolgte Tibeter und chinesische Menschenrechtler stehen ihnen offenbar näher.

Kann es selbst unter Verfolgung „frohe Weihnachten“ geben? Die Antwort geben uns die Christen unter Nero  –  sie sangen Lieder im Angesicht des Todes; und die schwarzen Sklaven  –  von der Antwort handeln ihre Gospels; und die oft fast so brutal wie in Nordkorea verfolgten Untergrundkirchen in China  –  erstaunlicherweise wachsen ihre Gemeinden exponentiell. – Ihrer aller Antwort lautet: Ja!

Es gibt, man mag es kaum aussprechen, „frohe, verfolgte Weihnachten“!

Verstehen kann das nur, wer sich entscheidet, an Jesus zu glauben als den „Heiland“, den Messias; denn der begreift, warum den Hirten gesagt wurde: “Ich verkündige euch große Freude.” -  Der erkennt, welches Paradies gemeint ist, als Jesus dem, der neben ihm sterbend hängt, sagt: “Heute wirst du mit mir im Paradies sein.”

Quelle:  www.jungefreiheit.de


Regensburg: Pontifikalamt im Dom zum Hochfest der Geburt Christi

Im vollbesetzten Dom St. Peter feierte Weihbischof Reinhard Pappenberger mit den Gläubigen das Pontifikalamt zum Hochfest der Geburt des HERRN.

Die Regensburger Domspatzen gestalteten unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner die Meßfeier musikalisch. Domorganist Prof. Josef Stoiber spielte die Orgel.

In seiner Predigt nahm der Weihbischof Bezug auf die Krippe der Kathedrale am Ursula-Altar:  Weihnachtsfeiertag 25 Predigt WB Pappenberger

„Da stimmt etwas nicht, mag sich mancher angesichts der Krippe in der Kathedrale denken. Haben sie die Hirten vergessen? Seit Weihnachten 2008 sind im Baldachin des Ursula-Altares die spätbarocken Figuren der Heiligen Familie und der höfisch eleganten Könige aufgestellt. Ursprünglich für das Damenstift Obermünster geschaffen, waren diese Krippenfiguren nach der Säkularisation im Besitz des Bischöflichen Knabenseminars, und kamen schließlich nach der Restaurierung aus dem Diözesan-Museum in den Hohen Dom.

Das Fehlen der Hirten mag uns nachdenklich machen für das Anstößige, das in der Weihnachtsbotschaft liegt:

Da ist ja der Hirte! In der Krippe liegt er, von dem der Prophet Micha voraussagte, aus Betlehem werde hervorgehen, der Israel weiden soll.

Im Bild des Guten Hirten wird die Kirche das Geheimnis des Menschgewordenen deuten: Den Sohn Gottes leidet es nicht im Himmel; er kann den Menschen in seiner Not nicht stehen lassen. Er steht selber auf, verlässt die Herrlichkeit,  um das verlorene Schaf zu finden. Er lädt es auf die Schulter, „er trägt unser Menschsein, er trägt uns  –  er ist der wahre Hirt, der für uns sein Leben gibt“ (Benedikt XVI.).

Von Geburt an gehört er nicht dem Bereich dessen zu, was in der Welt wichtig und mächtig tut. Zur Krippe kommen heißt, wie die Könige weggehen von dem, was alle angeblich denken und wollen, bedeutet ins Licht der Wahrheit über unser Leben treten, hilft im Menschsein stimmig zu sein.  Weihnachtsfeiertag 25 Krippe

Die Macht des Christkinds besteht darin, unser zu Machtspielen neigendes Herz zu „wandeln“ und uns in seiner Nachfolge zu „Hirten“, zu „Behütern füreinander“ zu machen. Das ist eine verantwortungsvolle „königliche“ Aufgabe für uns alle.

Wer vor das Kind in der Krippe tritt, wird herausgefordert. Sein Königtum heißt Hirtesein. Er liebt uns bis zum Äußersten und zeigt uns auf, was wir alle sein können mit Gottes Hilfe: Hirte sein. Behüter für Andere sein.

So hat auch unser künftiger Bischof, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer in seiner ersten Begegnung im Regensburger Dom gebetet:

„Gott, du unser Hirte von Ewigkeit her,in deiner Treue zu uns Menschen führst du die Kirche in Liebe und teilst in ihr Dienste und Ämter zu. Hilf mir,als guter Hirte im Auftrag Christi deine Herde zu leiten.“ 

Wir alle wollen ihm dabei helfen, diesen Worten Taten folgen zu lassen“, so der Weihbischof.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Der Lobgesang des Priesters Zacharias: Das BENEDICTUS-Gebet

Der Lobgesang des alttestamentlichen Priesters Zacharias (Lk 1,68-79) beginnt mit den Worten “Gepriesen sei der HERR”  – daher entstand der Name “Benedictus” ( = Gepriesen) für dieses erhabene Gebet, das die Heilsgeschichte des Ewigen ebenso knapp wie wunderbar zusammenfaßt.

Das Benedictus ist ins amtliche liturgische Morgengebet (Laudes) der Kirche eingegangen. So beginnt für die kath. Kirche der Tag mit den Worten des Vaters von Johannes dem Täufer: “Gepriesen sei der HERR”:

Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels!
Denn ER hat sein Volk heimgesucht und ihm Erlösung bereitet.   weihnachten-maria-jesuskind
ER hat uns ein Horn des Heils aufgerichtet
im Hause Davids, seines Knechtes,
wie ER verkündet hat von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten,
um uns Rettung zu schaffen vor unseren Feinden 
und aus der Hand derer, die uns hassen.
 
Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern 
und seines heiligen Bundes zu gedenken, des Eides,
den ER unserem Vater Abraham geschworen hat,
uns zu verleihen, daß wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde,
ohne Furcht ihm dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit
all unsere Tage.
 
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten genannt werden;
denn du wirst dem HERRN vorangehen, zu bereiten seine Wege,
um seinem Volk die Erkenntnis des Heiles zu schenken
in der Vergebung seiner Sünden,
durch das innige Erbarmen unseres Gottes,
mit dem ER uns besuchen wird als Aufgang aus der Höhe,
zu leuchten denen, die in Finsternis und in Todesschatten sitzen  - 
und unsere Füße zu lenken auf den Weg des Friedens.


Regensburg: 2000 Gläubige feiern mit Weihbischof Reinhard Pappenberger die Christmette im Dom St. Peter

Rund 2000 Gläubige sind in der Nacht des 24. Dezembers 2012 in den Hohen Dom zu Regensburg gekommen, um mit Weihbischof Reinhard Pappenberger in der traditionellen Christmette die Geburt Christi zu feiern.

Christbäume mit Kerzenschein und Strohsternen schmückten den Altarraum festlich. Die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner sangen u.a. die Missa brevis „Cantate Domino“ sowie „Machet die Tore weit“. Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber spielte an der Orgel.   Christmette Dom 2012

Nach der feierlichen Pontifikalmesse verweilte das Kirchenvolk  noch auf dem Domplatz, um sich gegenseitig gesegnete Weihnachten zu wünschen.

In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf die Darstellung der Geburt Christi in der Sailerkapelle des Regensburger Doms:

„Seit zweitausend Jahren sprechen Generationen von Christen „Betlehem“ mit tiefer Ergriffenheit und großer Freude aus. Wie die Hirten und die Könige sind auch wir in dieser Christnacht gekommen, um uns vor dem Kind in der Krippe einzufinden. Staunend und anbetend stehen wir vor dem Wunder, das geschehen ist: Das ewige Wort, Gott von Gott, Licht vom Licht, ist Mensch geworden!

Die daraufhin in der Heiligen Nacht von Engeln besungene Freude ist nicht Vergangenheit. Sie erfüllt auch unsere Gegenwart und Zukunft.

„Da ist ja immer Weihnachten!“  -  Mit dieser Feststellung hat drüben in der Sailerkapelle ein Kind bei einer Begegnung mit unserem Bischof em. Gerhard Ludwig die Anwesenden überrascht. Ja, der Dom ist eine Weihnachtskirche.

Dort, wo der erste Altar der gotischen Kathedrale geweiht wurde, befindet sich über dem Tabernakel eine Darstellung der Geburt des Herrn. Der Regensburger Hans Kranzberger hat es 1838 gemalt. Das Weihnachtsbild und der Tabernakel erinnern jeden, der in den Dom kommt: Christ, der Retter ist da!

Jeden Tag  im Jahr sind Besucherströme fasziniert von der Schönheit der jahrhundertealten Bischofskirche mit ihren Kunstwerken. Dieses Angerührtwerden durch Edles und Kostbares ist etwas wichtiges, gerade für unsere Zeit. Aber es ist nicht das eigentliche Ziel des Ganzen.

Wir sollen uns durch die Botschaft dieses Raumes, ob verkündet, gesungen, gemalt oder in Stein gemeißelt dahin führen lassen, zu sehen und zu begreifen: Hier ist Betl-hehem, d.h. „Haus des Brotes“. Wenn wir Eucharistie feiern, Christus empfangen, sind wir in Betlehem –  in dieser Weihnacht und immer.“

Quelle (Text/Foto):
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 / 93047 Regensburg

Fon: 0941/597-1061    Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


So feiern Christen im Heiligen Land das Weihnachtsfest

Das Land Israel war schon vor Christi Zeit vom Römischen Reich besetzt (davor vom hellenistischen Heidentum unterdrückt). Die Zerstörung des Tempels erfolgte 70 nach Christus. Die Besatzer wechselten. Über Jahrhunderte hinweg hatten islamische bzw. türkische Herrscher im Heiligen Land das Sagen. Erst seit 1948 hat Israel eine eigene Souveranität als jüdischer Staat. 23

Die kleine Minderheit der christlichen Araber lebte lange Zeit unter der Besatzung nicht-christlicher Herrschern. Selbst in dieser Situation haben die Christen versucht, ihren Glauben und ihre Tradition zu bewahren.

Die Mehrheit der Christgläubigen in Israel gehört entweder zur melkitischen Ostkirche (eng verbunden mit der römisch-katholischen Kirche), die von Antiochien in Syrien bis nach Alexandria in Ägypten einflußreich ist  -  oder zur orthodoxen Kirche.IMG_4152

Man kennt in Israel offiziell keine Adventszeit. Wenn die Mehrheit der Bewohner christlich ist, werden die Straßen geschmückt. Nicht geschmückte Gegenden deuten auf eine christliche Minderheit hin. In manchen Gegenden leben auch überhaupt keine Christen.

Die vielen Missionare aus der westlichen Welt, die in Israel tätig waren, haben ihre Tradition mitgebracht, so daß man in Israel an Weihnachten einen Baum  -  in der Regel einen Wacholder- oder Pinienbaum  –   schmückt.

An Heiligabend gehen die meisten Christen zur Kirche. Die Kirche ist ihre soziale Identität und bedeutet viel für die Integration und den Zusammenhalt. Danach wird in den großen Familien reichlich gegessen (es gibt aber keine spezifischen Speisen) und gefeiert. Oft liest das Familienoberhaupt die Weihnachtsgeschichte vor und es werden Lieder gesungen, die hauptsächlich aus dem europäischen Liedgut übersetzt worden sind.

Danach kommt der Nikolaus auf einem Roller (Lieferservice vom Geschenkladen) und bringt den Kindern die von ihren Eltern bestellten Geschenke. Am Weihnachtsmorgen, 25. Dezember, gehen die Christen wieder zur Kirche. Die umliegenden Straßen werden mit Lautsprechern ausgestattet, so daß die Masse der Menschen von den Gebeten und der Predigt etwas mitbekommen können. 

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Die Kirchen sind an den Feiertagen auch soziale Begegnungsstätten der Gläubigen. Nach dem Gang zur Kirche werden die Kranken besucht und auch jene trauernden Menschen, die seit dem letztjährigen Christfest einen nahen Angehörigen verloren haben.

Nach dem zweiten Weihnachtstag wird  -  abhängig davon, welche Religion in der Nachbarschaft dominiert und welchen Glauben der Arbeitgeber hat  -  wieder zur Arbeit oder zur Schule gegangen und der Alltag etabliert sich wieder  –  oder es wird noch Weihnachten gefeiert.   

Quelle: Webseite “Kopten ohne Grenzen”


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