Iran: Christen über Weihnachten und Neujahr verhaftet – Hausgemeinden verfolgt

Die iranischen Sicherheitsbehörden ließen in der Kleinstadt Karaj vier iranische Christen festnehmen, die in einer Privatwohnung das Neujahrsfest mit einem Gebet feiern wollten. BILD0167

Polizeibeamte drangen in die Wohnung ein und nahmen Sara Rahimi-Nejad, Mostafa Nadri, Majid Sheidaei und George Isaia fest, um sie an einen unbekannten Ort zu bringen. Dies teilt die iranisch christliche Nachrichtenagentur “Mohabat News” mit.

Die Polizeibeamten sollen auch persönliche Gegenstände, Bücher, Aufzeichnungen, Computer, CDs und DVDs beschlagnahmt haben. In den vergangenen Tagen wurden die Angehörigen beim Versuch in der Haftanstalt in Evin Auskünfte über ihre Verwandten zu erfragen abgewiesen worden sein.

Auch während der Weihnachtszeit waren Christen festgenommen worden: es handelt sich um Faegheh Nasrollahi, Mastaneh Rastegari, Amir Hossein-Nematollahi, Ahmad Bazyar und Hosseini, die in einer so genannten Hauskirche in Teheran zusammengekommen waren.

Wie Beobachter berichten wurde der Druck auf iranische Christen an Weihnachten und Neujahr erhöht: Gläubige, die sich in sog. “Hauskirchen” versammeln, sollen eingeschüchtert werden.

Oft versuchen die Polizeibeamten, Geständnisse zu erwirken, in denen die Christen bestätigen, dass sie „für die Unterstützung des Christentums im Iran vom Ausland bezahlt werden”.

Quelle: Fidesdienst

Gemälde: Evita Gründler


ZDF-Moderator Peter Hahne kritisiert zeitgeistig angepaßte Weihnachtspredigten

Kritik an freudlosen Predigten zur Weihnachtszeit übt der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne.

In seiner Kolumne in der Zeitung „Bild am Sonntag“ vom 29. Dezember zitiert er einen Kollegen, der seit Jahren zum ersten Mal wieder am Christfest eine evangelische Kirche besucht hat: „Die Botschaft war nicht froh, sondern das Pädagogen-Gelaber eines Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragten.“ 109fab9abe

Dabei laute die Botschaft des Engels in der Heiligen Nacht doch „Siehe, ich verkündige euch große Freude“ und nicht „Ich verkündige euch große Probleme“. Zwar dürfe und müsse die Kirche auch politisch sein, so Hahne. Doch habe Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) recht mit seinem Wunsch: „Eine Predigt ist etwas anderes als die Tagesschau.“

Der evangelische Theologe Hahne  –  er war von 1992 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD  –   fragt, warum die Kirchen nicht die einzigen überfüllten Gottesdienste des Jahres zur Werbung für sich selbst und für die „tolle Botschaft von Freude und Hoffnung“ machen.

Stattdessen würden „blutleere Vorträge gehalten, wie sie jeder Krankenkassenfunktionär und jeder Parteipolitiker besser hinbekommt“.

Jedenfalls sei sein Kollege so niedergeschlagen von der „Weltenmoral des Herrn Pfarrers“ gewesen, dass er nie mehr eine Kirche betreten wolle. Hahnes Fazit: „Ich kann das bedauern, verdenken kann ich es ihm nicht.“

Quelle: http://www.idea.de


Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

WIEN: Die “Initiative für Ungehorsam und Dauerrevolution, wie Jesus sie gewollt hat” möchte dem Papst bei seinem Kampf gegen Hierarchie und Drohbotschaft unterstützen. Deswegen will sie in 2014 Pfarrkommittees gründen, in denen alle Punkte besprochen werden sollen, die von der Kurie in der Umfrage unterschlagen wurden, wie die polygame Ehe, die Einführung der Bibel in gerechter Sprache für den Gottesdienst, die Priesterinnenweihe und die Entfernung der Kreuzigung Christi aus der Heiligen Schrift. 0022

KÖLN: Die “Gemeinschaft für eine menschenwürdige Kirche” verteidigte den Auftritt der Femen-Aktivistin im Kölner Dom. Die Menschen müssten endlich aus ihrer Trägheit aufgerüttelt und zum konkreten Taten gegen die patriarchale Gewaltherrschaft motiviert werden. Die Gemeinschaft hofft daher, dass bald ein Sturm von Femen über die deutschen Bistumskirchen kommen werde.

BRÜSSEL: Der Kommissar für Menschenrechte, Gleichmacherei und Vernichtung ungegenderten Denkens verlangt die Umbenennung von Weihnachten in “Fest der Vertrautheit”.  – Als neue Traditionen sind gedacht: Das Beschenken von diskriminierten Menschen wie Homosexuellen, Polygamisten, Frauen, Ausländern und EU-Beamten. Das öffentliche Absingen von Liedern wie “Heller Tag, strahlende Morgenröte”, “Oh Gleichheitsbaum, oh Gleichheitsbaum” und der gemeinsame Gang zu einem “Zentrum für Brüderlichkeit”. Besagte Zentren sollten in nicht sinnvoll genutzten Gebäuden wie den Kirchen eingerichtet werden.

Quelle und vollständiger Text hier: Samstäglicher Newsticker


Direkt nach der Weihnachtsromantik: Gedenken an den Erzmärtyrer Stephanus

Heute ist zweiter Weihnachtsfeiertag  und ein Blick in den Heiligenkalender verrät: Jetzt bekommt das Christfest eine andere Note, denn heute ist der Gedenktag für den hl. Stephanus, den ersten christlichen Märtyrer.

Stephanus war der erste von sieben Diakonen der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem, zuständig für die Glaubensverkündigung und die sozialen Belange der Gemeinde.

Wie die Apostelgeschichte erzählt, war Stephanus ein Mann „voll Gnade und Kraft, er tat große Wunder und Zeichen unter dem Volke“.

Doch eine seiner Predigten wurde ihm zum Verhängnis: Er geriet mit den hellenistischen Juden in Jerusalem in Konflikt. Ihr Vorwurf lautete: „Reden wider die heiligen Stätten und das Gesetz.“

Vor den Richtern des Hohen Rats hielt Stephanus eine flammende Verteidigungsrede. An deren Ende, erfüllt vom Heiligen Geist, hatte er folgende Vision: „Ich sehe den Himmel offen stehen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“

Da brandmarkte ihn die empörte Menge als “Gotteslästerer”, trieb ihn vor die Tore der Stadt und steinigte ihn. Stephanus’ Hinrichtung war der Auftakt einer großen Christenverfolgung in Jerusalem.

Der Leichnam des ersten christlichen Märtyrers liegt heute in Rom in der Basilika San Lorenzo begraben.

Bereits seit der Einführung des Weihnachtsfestes wird am Tag danach an den hl. Stephanus erinnert: ein Zeichen dafür, wie eng die Freude über die Geburt des HERRN und das Gedenken an die verfolgten Christen zusammenliegen.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/


Der HERR tröstet sein Volk, ER erlöst Jerusalem; brecht in Jubel aus!

Heutige liturgische Festtags-Lesung der kath. Kirche: Jes 52,7-10:

Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.  top8_003

Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der HERR nach Zion zurückkehrt.

Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Jerusalems!

Denn der HERR tröstet sein Volk, ER erlöst Jerusalem. Der HERR macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker.

Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

Foto: Krippenmuseum in Telgte


Unser Land hat die weihnachtliche Kultur weltweit mitgeprägt

Mathias von Gersdorff

Es war einer Frage der Zeit, daß auch Weihnachten von der Multi-Kulti- bzw. Political-Correctness-Lobby angegriffen werden würde. Das Argument: Weihnachten und die dazugehörenden Bräuchen könnten diskriminierend auf nicht-christliche Menschen wirken. 6a40d593df - Kopie

In diesem Geist plante das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart statt einer traditionellen Weihnachtsfeier dieses Jahr eine „Multikulturelle Feier zum Fest der Werte“. Glücklicherweise gab es so viel Protest, daß die Multi-Kulti Feier abgeblasen wurde, zumindest in der Kirche.

Ein Kinderzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Homburg/Saar organisierte dieses Jahr keinen Weihnachtsbasar, sondern einen „Markt der bunten Vielfalt“. In Bremen durfte eine Weihnachtsfeier nichts Religiöses enthalten. In Berliner Stadtteilen wurden die Weihnachtsmärkte unbenannt und so weiter.

Diese Angriffe auf Weihnachten geschehen allerdings nur in Bereichen, in denen nach politischen Kategorien entschieden werden kann. Denn in der normalen Welt erlebt Weihnachten einen Boom.

Im Jahr 2012 pilgerten nämlich 85 Millionen Menschen zu den deutschen Weihnachtsmärkten. Vor zwölf Jahren waren es nur 50 Millionen! Das ist ein Anstieg von 70 Prozent. 109fab9abe

Aus diesem Grund ist ein regelrechter Weihnachtsmarktwettbewerb zwischen den Städten entstanden. An der Spitze liegt nicht Nürnberg, sondern Köln mit 5 Millionen Besuchern. Kleinere Städte päppeln ihre Märkte auf, um Besucher anzulocken. Diese kommen inzwischen aus ganz Europa: Frankreich, den Niederlanden, Belgien. In Italien werden Bustouren zu den süddeutschen Weihnachtsmärkten organisiert.

Deutsche Weihnachtsmärkte: Exportschlager weltweit

Der allerbeste Weihnachtsmarkt ist natürlich nach wie vor der in Frankfurt am Main, und das wird sich wohl kaum ändern lassen. Die Finanz- und Handelsstadt Frankfurt wäre nicht Frankfurt, wenn es den Weihnachtsmarkt nicht zum Exportschlager gemacht hätte. So gibt es inzwischen den Frankfurter Weihnachtsmarkt in London und in Birmingham. Mini-Weihnachtsmärkte nach deutschem Stil gibt es inzwischen auch in den Vereinigten Staaten, Japan und Italien.

Südamerikanische Länder mit deutscher Einwanderung haben ebenfalls Weihnachtsmärkte im deutschen Stil, die von allen und nicht nur von Deutschstämmigen besucht werden. Denn eines ist für Brasilianer und Chilenen klar: Weihnachten ohne Tannenbaum, ohne „Stille Nacht“ und ohne Stollen ist nicht Weihnachten. geburt-christi-bethlehem-stall

Deutschland hat die weihnachtliche Kultur bis in die letzten Winkel dieser Erde beeinflusst.

Bachs Weihnachtsoratorium wird zu Weihnachten von Alaska bis Patagonien gehört. Auf der ganzen Welt hören die Menschen, wie die Regensburger Domspatzen oder die Wiener Sängerknaben „Oh, du fröhliche“ singen. Bayerische Kirchen mit Zwiebelturm in Schneelandschaft sind das Lieblingsmotiv für Weihnachtskarten auch in Ländern, die Weihnachten bei einer Hitze von über 30 Grad feiern müssen.

Der symbolisch dunkelste Tag des Jahres

Warum ist das so?  -  Deutschland bzw. der deutsche Kulturraum hat wohl am besten die psychologische Bedeutung von Weihnachten erfaßt: Der 24. Dezember ist symbolisch der dunkelste Tag des Jahres und der Winter ist schon so fortgeschritten, daß die Natur wie völlig ausgestorben aussieht.

Es ist also der Zeitpunkt des Jahres, in dem die Umwelt am bedrohlichsten ist und sich am wenigsten gütig und hilfreich für die menschliche Existenz zeigt. Just in diesem Moment wird ein Kind geboren, das die Verheißung mitbringt, das Böse zu besiegen und damit den Menschen neue Hoffnung und neuen Lebenssinn einhaucht. media-375476-2

Diese Botschaft ist so stark, daß sich ihr kaum jemand entziehen kann. Sie ist deshalb so stark, weil sie ein Grundbedürfnis des Menschen vollkommen befriedigt: Im Moment der tiefsten Not, der völligen Einsamkeit, der absoluten Hilflosigkeit kommt ein Retter.

Diese Botschaft ist so stark und tiefgreifend, daß das Weihnachtsfest immer neu bleibt.

Die Freude, die Hoffnung, der Trost dieser Begebenheit ist dermaßen überwältigend, daß seit hunderten von Jahren Musiker, Maler, Schriftsteller inspirieren ließen, große Kunstwerke zu erschaffen. Das Weihnachtsfest erzeugte eine Kultur, die fast die ganze Welt mit Reichtümern ausfüllt.

Ein ganzes Menschenleben reicht nicht aus, um alles kennenzulernen, was Menschen anlässlich Weihnachten erschaffen haben. Und die Deutschen dürfen stolz sein, besonders viel dazu beigetragen zu haben.

Weihnachtskultur bereitet Freude und Trost

Wenn man sich diese Kultur, die den Menschen seit zwei Jahrtausenden so viel Freude, Hoffnung und Trost bereitet hat, vor Augen führt, kann man im etwa ermessen, von welcher Bosheit, Verbitterung und Argwohn man ergriffen sein muß, diese ausradieren zu wollen.

Als die Engel die Geburt Christi den Hirten verkündeten, sangen sie „Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis“: Durch Christus kommt also der Friede nicht zu allen Menschen, sondern zu denen guten Willens.

Das sollte für uns eine Warnung sein, denn obwohl Weihnachten und seine Kultur Milliarden von Menschen Freude bringt, gibt es unter uns welche, die dieses Fest samt der gesamten christlichen Zivilisation hassen und auslöschen wollen.

Heute Nacht dürfen wir uns aber freuen und ausgelassen Weihnachten feiern. Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr!

Mathias von Gersdorff ist kath. Publizist und Leiter der Aktion “Kinder in Gefahr” in Frankfurt

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


Stuttgart: Multikultifeier als Ersatz fürs Weihnachtsfest wurde abgesagt

Das Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Gymnasium hat ein geplantes Multikultifest in einer Kirche abgesagt. Die Schulleitung begründete die Entscheidung mit einer Vielzahl von Protest-Mails. Akelei-DSC_0789-3-2

Anstatt einer christlichen Weihnachtsfeier wollte das Gymnasium zuvor eine multikulturelle „Feier der Werte“ in dem Gotteshaus abhalten. Damit sollte Rücksicht auf die nichtchristlichen Schüler genommen werden.

Aus Sicherheitsgründen soll die Feier nun im Schulgebäude stattfinden. Die Protest-Nachrichten seien von der Schule „als eine Art Drohkulisse verstanden“ worden, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums in Stuttgart dem SWR. Die Entscheidung sei deswegen „nicht zu kritisieren“.

Organisiert wird die Veranstaltung von Vertretern der ökumenischen Fachschaft Religion und Ethik. Am Gymnasium „lernen Menschen aus über 20 verschiedenen Nationen“, heißt es auf der Internetseite der Schule. 

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Unions-Fraktionschef Volker Kauder besuchte koptisches Kloster in Höxter

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder hat am gestrigen Sonntag am Fest zum 20-jährigen Bestehen des koptisch-orthodoxen Klosters der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius in Höxter teilgenommen.

Dort traf er erneut mit dem koptischen Papst Tawadros II. (siehe Foto) zusammen, der im Rahmen seines Deutschlandbesuchs die Taufkapelle des Klosters weihte. banner-copticpope-copy2

Für Februar kündigte der Fraktionschef eine Reise nach Ägypten an, um sich vor Ort über die Lage der Christen zu informieren. Zur Situation der Kopten in Ägypten und der verfolgten Christen weltweit erklärte Volker Kauder:

„An Weihnachten denken wir besonders an die Christen weltweit, die wegen ihres Glaubens verfolgt oder bedrängt werden. In vielen Ländern ist ihre Situation bedrohlich – beispielsweise in Nordkorea, wo schon das Bekenntnis zum Christentum und der Besitz einer Bibel Grund für eine Verhaftung sein kann.

Auch in Irak und Nigeria, wo sie dem Terror islamistischer Extremisten ausgesetzt sind, leben Christen in ständiger Gefahr.

Anlass zu großer Sorge gibt auch die Lage in Syrien. Der syrische Bürgerkrieg nimmt allmählich den Charakter eines religiösen Konfliktes an, in dem sich verschiedene Fraktionen muslimischer Parteien bekämpfen und die Christen zwischen allen Stühlen sitzen.

Wir dürfen deshalb nicht nachlassen, uns für Religionsfreiheit einzusetzen. Wir müssen unsere Stimme erheben, um den bedrängten Glaubensschwestern und –brüdern zu helfen.

Beim Umgang mit der Frage bedrohter Christen ist es wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen. Schon indem wir öffentlich auf ihre Situation aufmerksam machen, können wir Zeichen setzen. Und wenn wir bei Regierungsvertretern der betreffenden Länder immer wieder nachhaken, können wir Erleichterungen für die Christen erreichen.

Speziell in Ägypten gibt es Hoffnung, dass sich mit der neuen Verfassung, die Mitte Januar in einem Referendum beschlossen werden soll, die Situation für die koptischen Christen verbessert. Der Entwurf definiert zwar  –  wie auch die vorausgegangenen Verfassungen  -  den Islam als offizielle Staatsreligion, er enthält aber ein Bekenntnis zu den meisten Grund- und Menschenrechten.

Daher sollte man davon ausgehen können, dass auch die Rechte der christlichen Minderheit nun stärker zur Geltung kommen. Was am Ende zählt, ist die Verfassungswirklichkeit, nämlich dass Christen in Frieden mit ihren Mitmenschen dort leben und sich zu ihrem Glauben bekennen können.

Im Anschluss an das Verfassungsreferendum sind in Ägypten Neuwahlen des Parlaments und des Präsidenten vorgesehen. Wir sind weiterhin bereit, Ägypten zur Seite zu stehen, wenn dort demokratische Regeln, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. Wir verlangen nicht viel, aber für uns ist wichtig, dass die neue Regierung die Christen schützt.“

Hintergrund:
Für Volker Kauder und Tawadros II. war es bereits die zweite Begegnung. Drei Monate nach seiner Wahl zum weltweiten Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche am 4. November 2012 hatte Tawadros II. Volker Kauder als ersten deutschen Politiker in Kairo empfangen.

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende ist im Verlauf der vergangenen Jahre – insbesondere in Zusammenhang mit dem arabischen Frühling – bereits dreimal nach Ägypten gereist, um sich ein Bild von der Lage der koptischen Christen im Land zu machen. Er sprach dabei jeweils mit Vertretern von Regierung und Opposition sowie von Kopten und Muslimen. In Höxter kündigte Kauder eine weitere Reise nach Ägypten im Februar an.

Von den 80 Millionen Einwohnern Ägyptens sind knapp zehn Prozent Christen, die meisten gehören der koptisch-orthodoxen Kirche an. Sie leiden unter Diskriminierung und immer wieder auch unter Angriffen von Seiten islamistischer Extremisten.

In Deutschland leben schätzungsweise 6000 Kopten. Das Kloster in Höxter in Ostwestfalen ist die Zentrale der koptischen Gemeinschaft in Deutschland, deren Oberhaupt Bischof Anba Damian dort residiert.


Der ADVENT: eine Zeit der Buße und Besinnung – und nicht des Frohsinns

Von Jörgen Bauer

Dieser Tage stieß ich auf ein nettes Adventsgedicht von Ulrike Rosenreich, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: Akelei-DSC_0789-3-2

Zwischen Erntedank und Karneval     
kommst du in diese Welt.
Im Supermarkt im Keksregal
wirst du dann ausgestellt.
Mit Wiege, Englein, süßem Kind
stößt man den letzten drauf,
dass jetzt die Weihnachtszeit beginnt,
die beste Zeit zum Kauf.

Auch wenn ich jedem die Vorfreude und den Besuch des Weihnachtsmarktes gönne: Aber die Adventszeit ist eigentlich keine Zeit für Lichterglanz und Frohsinn, wie er uns in den Kaufhäusern, Super- und Weihnachtsmärken vermittelt wird.

Die kirchliche, liturgische Farbe ist im Advent violett. Violett bedeutet Buße und Einkehr. Es ist dieselbe Farbe, wie in der Passionszeit. Fröhlichkeit und Lichterglanz sind erst an Weihnachten, bei der Ankunft Jesu Christi, angesagt.

In den heutigen Versen geht es auch um Advent. Wir leben in der Zeit des Zweiten Advents. Wir erwarten die Wiederkunft des HERRN, der diesmal nicht als armes Kind in der Krippe, sondern als Herr aller Herren und König aller Könige für alle Welt unübersehbar in Erscheinung treten wird.  chrkn

Fröhlichkeit, Lichterglanz und Herrlichkeit sind erst dann angesagt, wenn der HERR da ist. Allerdings nur für die, die zu IHM gehören. Die Zeit davor ist einmal eine Zeit der Bedrängnis, aber auch der Einkehr und Umkehr.

So wie beim Sterben Jesu Christi am Kreuz auch die Schöpfung, mit Verfinsterung der Sonne und Erdbeben, reagierte, wird es auch sein, wenn der Herr wiederkommt. Nur in einem erheblich stärkeren, Angst und Entsetzen auslösenden Maße.

Es steht dazu geschrieben, dass Sonne, Mond und Sterne beteiligt sind und die Kräfte der Himmel ins Wanken kommen, also auch der Kosmos reagiert, und bei diesem Gedanken kann einem schon schwül werden:

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen, und den Völkern wird bange sein und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die da kommen sollen über die ganze Erde, denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.   (Lk 21, 25 f)

Wir fühlen uns auf der Erde ziemlich sicher. Naturkatastrophen, die nur die Erde betreffen, sind zwar schlimm genug, aber sie bringen die Erde nicht ins Wanken. Aber wenn das, was wir als absolut unwandelbar ansehen, wie der Schein der Sonne und der Lauf der Gestirne, ins Wanken kommt, dann muss das menschliche Entsetzen und Ohnmachtsgefühl furchtbar sein.

Dieser Tage sah ich wieder eine Sendung in BR-alpha. Der bekannte Professor Lesch sprach über Schwerkraft und auch darüber, dass unser Sonnensystem im Kosmos ziemlich einmalig sein dürfte, weil hier alles gewissermaßen “auf Kante genäht” ist.

Die Planeten bewegen sich hinsichtlich der Schwerkraft auf einem ganz schmalen Grat, auf dem stabile und gleichmäßige Umlaufbahnen um die Sonne möglich sind. Schon das Fehlen eines Planeten könnte das genau austarierte Verhältnis ins Wanken bringen. Eigentlich ein Wunder, dass trotz störender Einflüsse, durch die Schwerkraft anderer Himmelskörper, alles seinen geordneten Gang geht. Aber dabei muss es nicht bleiben.

Auch wenn das Wunder unseres genau austarierten Planetensystems auf einen Schöpfer weist, ist die Blindheit des Unglaubens doch so groß, dass man lieber von einem “Zufall” ausgeht, so wie er vorläge, wenn man das ganze Jahr über an jedem Wochenende 6 Richtige mit Zusatzzahl im Lotto hätte.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Die meisten US-amerikanischen Christen glauben an die Jungfrauengeburt

Zustimmungsrate bei Evangelikalen höher als bei Katholiken

Fast drei Viertel der erwachsenen US-Amerikaner (73 Prozent) glauben, daß Christus von einer Jungfrau geboren wurde. Das hat eine repräsentative Umfrage des Pew-Forschungsinstituts ergeben. 19 Prozent teilen diese Auffassung nicht, sieben Prozent wollten sich nicht dazu äußern oder sagten, daß sie es nicht wüßten. img_2818_krippe+grossMA28461160-0083

Am meisten ausgeprägt ist der Glaube an die jungfräuliche Empfängnis Christi unter weißen Evangelikalen (97 Prozent), farbigen Protestanten (94 Prozent) sowie weißen Katholiken: 88 Prozent. (Die Evangelikalen sind theologisch konservative Protestanten.)

Insgesamt betrachtet liegt die Zustimmungsrate bei den Protestanten bei 87 Prozent und bei den Katholiken bei 86 Prozent. Auch 32 Prozent der religiös Ungebundenen gaben an, daß sie an die Jungfrauengeburt glauben.

Bei jungen US-Amerikanern fällt die Zustimmung zu dieser Frage geringer aus als bei Älteren: Unter den 18- bis 29-Jährigen US-Amerikanern sind genau zwei Drittel der Überzeugung, daß sich dieses Wunder ereignet hat. Bei allen, die 30 Jahre und älter sind, liegt die Zustimmung bei 76 Prozent.

Quelle: http://www.idea.de

 

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