Unser neues PFINGST-Plakat 2015

Poster aus dem ECCLESIA-Plakatdienst des KOMM-MIT-Jugendverlags in Münster:

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Früchte des Geistes: Wenn wir aus dem Hl. Geist leben, wollen wir IHM auch folgen

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Gal 5,16-25:

Brüder! Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, so dass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. afc127c26a

Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.

Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.

 


“Kölner Kirchenzeitung” übt deutliche Kritik am ZdK-Papier zu Ehe und Familie

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Siegbert Klein schrieb in der „Kölner Kirchenzeitungeinen bemerkenswerten Artikel, der die jüngste Stellungnahme des ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) kritisiert. Das Zentralkomitee gebärdet sich als Stimme des „Volkes Gottes“.

Dazu schreibt der erwähnte Autor:

43 Prozent der 226 Mitglieder werden aus den Reihen katholischer Verbände und Organisationen gewählt. Je drei Delegierte entsendet jeder Diözesanrat eines Bistums ins ZdK, egal ob das Bistum wie Görlitz nur 28.500 Katholiken oder wie Köln 2,1 Millionen Katholiken zählt. Das sind 84 Männer und Frauen (37 Prozent).

Ihre Legitimation haben sie durch die Pfarrgemeinderatswahlen erhalten. Die Wahlbeteiligung betrug bei der letzten Wahl im Erzbistum Köln 4,6 Prozent. Zusammen wählen diese 181 Mitglieder weitere 45 Einzelpersönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Diese machen 20 Prozent der Mitglieder aus. Die Fakten sprechen für sich.“

Schon aus diesem Grund ist nicht nachvollziehbar, wieso die „Deutsche Bischofskonferenz“ dem ZdK eine Rolle als „Stimme des deutschen Katholizismus“ zuweist.  

Siegbert Klein verdeutlicht zudem, dass das ZdK päpstliche Stellungnahmen verbiegt, um damit eigene Ansichten zu rechtfertigen:

Wer genau liest, stellt schnell fest, dass das ZdK einen gewaltigen Nebel mit wohlfeilen und den Ohren schmeichelnden Formulierungen erzeugt, um zu verschleiern, dass man anscheinend eine andere Kirche will. Es geht dem ZdK nicht darum, den Glauben weiterzugeben oder gar aus dem Glauben zu leben, um damit Politik und Gesellschaft zu gestalten. Geschickt wird auch die Lehre der Kirche gegen das Lehramt des Papstes ausgespielt:

„Wir stellen eine Spannung und vielfach eine große Kluft zwischen Aussagen des päpstlichen Lehramtes zu Ehe und Familie und der von pluralen Familienformen geprägten heutigen Lebenswelt der Gläubigen fest.“  –  Mit anderen Worten: Die Lehre der Kirche wird als die des Papstes umgedeutet. Da ein Mensch fehlbar ist, hat man jetzt einen Hebel, die Lehre als falsch zu bezeichnen.Warum geht das ZdK derart vor? Kleins Antwort ist knapp und bündig:Die Mitglieder des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben mit [der deutschen] Lebenswirklichkeit keine Probleme. Einstimmig forderten sie jetzt auf ihrer Vollversammlung in Würzburg in einer Erklärung zu Ehe und Familie eine „Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften (und) neuer Partnerschaften Geschiedener“.

Im Klartext: Dem ZdK ist die katholische Lehre über Ehe und Familie egal. Die Mitglieder des Laiengremiums vertreten im Grunde keine katholischen, sondern weltliche Interessen.

Der einzige Grund, wieso das ZdK im deutschen Katholizismus noch eine Rolle spielt: Weil auch manche Bischöfe die komplette Verweltlichung der katholischen Kirche in Deutschland verwirklicht sehen wollen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter “Aktion Kinder in Gefahr”  – seine aktuellen Stellungnahmen erscheinen regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Syrien: Wurde wieder ein Pater des Klosters Mar Elian von Islamisten verschleppt?

Der Prior des Klosters Mar Elian, Pater Jacques Murad, wurde Mitte Mai von zwei bewaffneten Männern aus dem Kloster verschleppt.  BILD0191

Pater Jacques soll von den Entführern gezwungen worden sein, sich an das Steuer seines Autos zu setzen, um dann zu einem noch unbekannten Ziel zu fahren. Bei den Entführern könnte es sich um Salafisten handeln, die in der Region aktiv sind.

Unterdessen wurde die Nachricht heute von der syrisch-katholischen Erzdiözese Homs bestätigt, die um das Gebet für die Freilassung bittet. Zusammen mit Pater Jacques könnte auch der Diakon Boutros Hanna entführt worden sein. Dies wurde jedoch von der Erzdiözese Homs nicht bestätigt.

Pater Jacques Murad betreut als Seelsorger auch die Gemeinde Qaryatayn, rund 60 Kilometer südlich von Homs. Das Kloster Mar Elian befindet sich am Stadtrand von Quaryatayn und ist eine Zweigstelle des von dem italienischen Jesuitenpater Paolo Dall’Oglio gegründeten Klosters Deir Mar Musa.

Pater Dall’Oglio wurde am 29. Juli 2013 in das seit mehreren Jahren vom Islamischen Staat gehaltenen Rakka verschleppt.

Seit Ausbruch des Konflikts wurde Qaryatayn mehrmals von syrischen Rebellen erobert und von der syrischen Armee bombardiert. Pater Jacques war zusammen mit einem sunnitischen Anwalt als Mittler tätig geworden und konnte durch Verhandlungen erreichen, dass die Stadt mit ihren 35.000 Einwohnern lange von Gefechten verschont blieb.

Im Kloster Mar Elian sind hunderte Flüchtlinge untergebracht, darunter auch viele Kinder. Pater Jacques versuchte auch mit Hilfe muslimischer Wohltäter, das Überleben der Flüchtlinge zu sichern.

Quelle: Fidesdienst / Gemälde: Evita Gründler


Hl. Paulus: Christus ist die “Hoffnung Israels”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 28,16-20.30-31:

Nach unserer Ankunft in Rom erhielt Paulus die Erlaubnis, für sich allein zu wohnen, zusammen mit dem Soldaten, der ihn bewachte. Drei Tage später rief er die führenden Männer der Juden zusammen. Als sie versammelt waren, sagte er zu ihnen: Kreuzkuppel

Brüder, obwohl ich mich nicht gegen das Volk oder die Sitten der Väter vergangen habe, bin ich von Jerusalem aus als Gefangener den Römern ausgeliefert worden. Diese haben mich verhört und wollten mich freilassen, da nichts gegen mich vorlag, worauf der Tod steht.

Weil aber die Juden Einspruch erhoben, war ich gezwungen, Berufung beim Kaiser einzulegen, jedoch nicht, um mein Volk anzuklagen. Aus diesem Grund habe ich darum gebeten, euch sehen und sprechen zu dürfen. Denn um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Fesseln.

Er blieb zwei volle Jahre in seiner Mietwohnung und empfing alle, die zu ihm kamen. Er verkündete das Reich Gottes und trug ungehindert und mit allem Freimut die Lehre über Jesus Christus, den HERRN, vor.

 


Hochrangiges Buch zur Familien-Synode in Rom findet weltweit großes Interesse

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Die internationale Initiative „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ präsentierte am 19. Mai 2015 im Hotel Columbus unweit des Petersdomes der Presse in Rom das italienische Original des Buches „Opzione preferenziale per la Famiglia. Cento domande e cento risposte intorno al Sinodo(Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten zur Synode).

Verfasser des Buches sind Erzbischof Aldo di Cillo Pagotto von Paraíba in Brasilien, Bischof Robert Francis Vasa von Santa Rosa in Kalifornien (USA) und Weihbischof Athanasius Schneider von Astana in Kasachstan.

Das Vorwort verfasste Kardinal J. Medina Estévez. Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz von Minsk und Bischof Áureo Patricio Bonilla, Apostolischer Administrator von Galápagos, schrieben Würdigungen.Das Buch stellte Tommaso Scandroglio vor, er ist Assistent für Rechtsphilosophie und Theoretische Philosophie an der Europäischen Universität Rom.
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Scandroglio erläuterte die Intention der Veröffentlichung: Das Buch will die katholische Bevölkerung über die Lehre der katholischen Kirche zur Ehe und Sexualität informieren.
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Ebenso soll darüber aufgeklärt werden, auf welchen Feldern die katholische Lehre heute am meisten angegriffen wird, wie etwa durch die „Gender-Ideologie“ oder die Aufweichung der Sakramentenpastoral (z.B. durch die Forderung, geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zuzulassen).
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Verleger des Buches ist die Associazione „Supplica Filiale“ in Rom. Die Übersetzungen ins Deutsche, Englische, Französische, Polnische, Portugiesische und Spanische sollen in Kürze folgen. Ebenso sprach John Smeaton, Leiter der in Großbritannien ansässigen „Society for the Protection of Unborn Children SPUC“ (Gesellschaft zum Schutze der ungeborenen Kinder).
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Zur Präsentation kamen viele der bekannten, in Rom angesiedelten Vatikanisten.
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Inzwischen wurden 254.000 Unterschriften gesammelt. Viele namhafte Persönlichkeiten aus Deutschland haben teilgenommen: Christa Meves, Marie-Cécile Herzogin von Oldenburg, Prof. Dr. Hubert Gindert, Johanna Gräfin von Westphalen. Michael Hesemann usw.
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Die Associazione „Supplica Filiale“ ist nicht die Organisatorin der Unterschriftensammlung. Diese werden von einer Vielzahl von Vereinigungen oder Einzelpersonen auf der ganzen Welt gesammelt. Jedoch wurde ein Verein mit diesem Namen gegründet, um die Arbeiten in Rom zu koordinieren sowie Publikationen herausgeben zu können.
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Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter “Aktion Kinder in Gefahr”  – seine aktuellen Stellungnahmen erscheinen regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Münster: Info-Abend über eventuelle Seligsprechung von Demetrius Gallitzin

Von Felizitas Küble

Am Donnerstag, den 21. Mai 2015, fand im Gallitzin-Haus in Münster-Angelmodde eine Informationsveranstaltung über das eindrucksvolle Leben des katholischen Pfarrers und Missionars Demetrius (Dimitri) Gallitzin (siehe Foto) statt. Gallitzin

Demetrius Augustinus Gallitzin wurde am 7. Dezember 1770 als Sohn des russischen Großfürsten Demetrius Gallitzin und seiner Frau Amalia in Den Haag geboren. Die Fürstin hörte von den Schulreformen des katholischen Generalvikars Franz von Fürstenberg, so daß sie mit ihren beiden Kindern nach Münster zog.

In dem vollbesetzten Vortragsraum sprachen vier Fachleute: Pfarrer Klaus Wirth informierte allgemein über den Vorgang eines Seligsprechungsverfahrens, das im Falle des Priesters Gallitzin bereits im Vatikan anhängig ist.

Damit ein solcher kirchenrechtlich genau geregelter Prozeß mit einem Plädoyer für die Seligsprechung einer vorbildlichen Persönlichkeit abschließt, sind zwei wesentliche Bedingungen erforderlich: 1. Der heroische (heldenhafte) Tugendgrad des “Kandidaten” ist erwiesen.  – 2. Auf seine Fürsprache geschah ein klar dokumentiertes Wunder.

Allerdings liegt es in der Entscheidungsfreiheit des Papstes, ob er bei einem positiven Ergebnis des Verfahrens einer Seligsprechung zustimmt oder nicht. Es sind auch Fälle bekannt, bei denen der amtierende Papst trotz einer Empfehlung der Seligsprechungskongregation keine Genehmigung für die “Ehre der Altäre” erteilte.

Im Falle des deutsch-amerikanischen Pfarrers Gallitzin ist das Verfahren in der zuständigen US-amerikanischen DiözeRadio Vatikanse bereits erfolgreich abgeschlossen, weshalb der Vorgang nun in Rom “angekommen” ist.

Der junge Philosophie-Doktorand Andreas Oberdorf befaßt sich, wie er in seinem Vortrag beschrieb, wissenschaftlich mit dem Mythos um den Freundeskreis der Fürstin Gallitzin (auch “Familia sacra” genannt) im Spannungsfeld von Aufklärung und katholischer Frömmigkeit.

Dabei spielt Generalvikar Franz von Fürstenberg ebenfalls eine große Rolle, der vor allem als Schulreformer bekannt wurde. Er kümmerte sich nicht nur um pädagogische Fortschritte im Schulwesen, sondern auch um die Armenpflege und bessere Infrastrukturen.

Vom jungen Adeligen zum katholischen Missionar in den USA

Zudem beschrieb er einige Stationen von Pfarrer Gallitzin, der vor über 200 Jahren als junger Adeliger aus dem beschaulichen Münster in Westfalen wegzog, um im US-Bundesstaat Pennsylvania Theologie zu studieren und Priester zu werden – und sich sodann einsatzfreudig um oftmals weit verstreut wohnende katholische Siedler im Alleghenies-Gebirge zu kümmern; seine Pfarrgemeinde nannte er “Loreto” nach dem bekannten italienischen Marienwallfahrtsort.

So sei der bescheidene, anspruchslos lebende Geistliche “Seel- und Leibsorger” zugleich gewesen. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Zudem veröffentlichte Pfarrer Gallitzin einige Schriften zur Verteidigung des katholischen Glaubens gegenüber Angriffen von atheistischer oder Vorurteilen von protestantischer Seite.

Dabei war Demetrius Gallitzin alles andere als ein Fanatiker, im Gegenteil: Er würdigte die bürgerliche Toleranz schon vor über 200 Jahren als einen “unschätzbaren Segen”. Diese im guten Sinne fortschrittliche Denkweise (die im Kreise Gallitzin allgemein beheimatet war) wird im wissenschaftlichen Bereich als “katholische Aufklärung” bezeichnet.

Biographie über den Prinzen und Priester Gallitzin erschienen

Wolfgang und Elisabeth Lammers veröffentlichten unlängst eine ausführliche Biographie: “Demetrius Augustinus Gallitzin: eine Lebensgeschichte.”  –  Aus diesem 250 Seiten starken Werk las das Ehepaar einige aufschlußreiche Passagen vor, die das bewegte Leben des Missionars anschaulich darstellten.

Danach folgte eine anregende Aussprache unter den Zuhörern, wobei vor allem nach dem gegenwärtigen Stand des Seligsprechungsverfahrens gefragt wurde. media-390606-2

In diesem Zusammehang stellte ich die Frage, welche herausragende Eigenschaft bei dem Priester Demetrius als “heroische Tugend” gewürdigt werde. Pfarrer Wirth antwortete, dies sei hier wohl die Armut, denn der wohlhabende Fürstensohn habe auf die sonst übliche Karriere in vornehmen Kreisen verzichtet und sei stattdessen nach Amerika ausgewandert, um dort Priester zu werden und sich vor allem um notleidende Siedler zu kümmern.

Bei der Vortragsveranstaltung kam auch zur Sprache, daß Pfarrer Gallitzin einst Bischof hätte werden können, daß er auf dieses Amt aber verzichtete, weil er bei seinen Gläubigen, die ihm anvertraut und ans Herz gewachsen waren, bleiben wollte.

Erhältlich ist Gallitzin-Biografie des Ehepaars Lammers zum Preis von 20 Euro beim Eidos-Verlag in 48167 Münster, Höftestraße 1, Tel.  02 51/ 67 49 81 00.

Weitere Infos über Pfarrer Gallitzin: http://kirchensite.de/aktuelles/bistum-aktuell/bistum-aktuell-news/datum/2010/05/30/ein-priesterleben-in-nordamerika/?type=98&cHash=ef41c696d9

Hier ein Artikel über seine Mutter, die Fürstin von Gallitzin: http://www.kath-info.de/gallitzin.html


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