Verstiegene Visionen von Luisa Piccarreta

Von Felizitas Küble

Seherinnen und angeblich besonders begnadete Opferseelen, Sühneseelen und Sühneopferseelen gibt es zuhauf, glaubt man den Auskünften in erscheinungsseligen Kreisen.

In letzter Zeit erhalten wir immer wieder werbende Hinweise aus diesem  Spektrum für die „Mystikerin“ Luisa Piccarreta, wie in vielen  Fällen eine „Sühneseele“ aus Italien, genauer Süditalien (Corato, Provinz Bari).

Die Visionärin wurde 82 Jahre alt und lebte von 1865 bis 1947, gehörte dem Dritten Orden der Dominikaner an und soll schon im kindlicher Alter von 13 Jahren Erscheinungen des „leidenden Heilands“ erhalten haben, der zu ihr sprach: „Seele, hilf mir“ und der ihr seine Passion gezeigt haben soll.

Luisa Piccarreta (siehe Foto) war über 60 Jahre lang bettlägerig; ihre „mystischen“ Erfahrungen bzw. Gespräche mit Jesus und Maria füllen sage und schreibe 36 Bände, womit sogar die wortreiche griechisch-orthodoxe „Prophetin“ Vassula Ryden übertroffen wird.

Es würde zu weit führen, sich durch die endlos erscheinende Reihe ihrer „Eingebungen“ durchzuarbeiten, wenn schon per flüchtigem Durchblättern irgendeines x-beliebigen Bandes klar erkennbar ist, daß sich in den angeblichen „Botschaften“ des Himmels zahlreiche theologische Irrtümer, Verstiegenheiten und Merkwürdigkeiten finden.

Nehmen wir als Beispiel den Band VI. mit dem Titel „Ich will euch zur Quelle führen“ (siehe Abbildung). Schon der Untertitel spricht „Bände“: „Jesus eröffnet uns das Innerste seines Göttlichen Willens.“

Hat Christus etwa zweitausend Jahre zugewartet, bis es IHM gefiel, der „Sühneseele“ Luise den Wesensgehalt des göttlichen Willens zu offenbaren? – Ist die Selbstmitteilung Gottes im Alten und Neuen Bund nicht in der Heiligen Schrift bereits zuverlässig überliefert? Bedarf es zur nötigen Erkenntnis der Gläubigen weiterer 36 Bände?

Wie im Vorwort dieses Buches erwähnt wird, handelt es sich bei Luisa um „jene Seele, die als erster Mensch in das Reich des Göttlichen Willens eintreten durfte“ (S. 11).  Oho  – eine solche Gnadenfülle wurde also demnach nicht einmal der Gottesmutter geschenkt.

Weiter heißt es über die besonders erwählte und angeblich stigmatisierte Visionärin: „Das Wunder einer Seele, die im Göttlichen Willen lebt, übertrifft alle Wunder und Gnadengaben zusammengenommen, die Gott bisher gewährte.“ – Aha! Doch damit nicht genug, denn die Buchautorin Dr. Gertraud Pflügl weiß gar Umstürzendes zu berichten:

„Luisa Piccarreta wird eines Tages auf der ganzen Welt bekannt sein und alle werden ihr zu danken wissen, denn sie ist es, die der gesamten Menschheit die Pforten ins Reich des Göttlichen Willens geöffnet hat.“

Auf der nächsten Seite wird zwar eingeräumt: „Maria bleibt in ihrer Stellung als die Mutter des Erlösers und als Königin des Himmels und der Erde einzigartig“. Freilich wird sofort hinzugefügt: „…doch ist Luisa so etwas wie die „Königstochter“. „

Kein Wunder also, daß diese Wunderfrau in moralischer Vollkommenheit hellstens erglänzte: „Luisa überwand die Neigung zum Bösen durch das Geschenk des Göttlichen Willens. Alle ihre Gedanken, Wünsche, Neigungen, Worte und Taten waren frei von jeder bösen Begierlichkeit.

Mit anderen Worten, diese begnadete Sühneopferseele befand sich offenbar im Zustand der Paradieses-Unschuld, zumal es weiter heißt: „Luisa war der erste Mensch, der Maria in ihrer Unbeflecktheit ähnlich werden durfte.“

Bei solch einem erstaunlichen Befund erscheint es naheliegend, daß Luisa fast wie eine Art Miterlöserin gefeiert wird: „Sie trug die heiligen Male ihres Seelenbräutigams und war mit ihm eine lebendige Gekreuzigte, die für die Sünden der Menschen sühnte.“  –  Auf S. 14 wird sie als „Sühnopfer für die ganze Menschheit“ gewürdigt, war sie doch „das getreue Abbild des Erlösers, der sie schließlich am Kreuz mit sich vereinigte“, wobei er sich außerdem insgesamt viermal mit ihr „vermählt“ hat  – vermutlich nach der Devise: Doppelt hält besser  – und aller guten Dinge sind vier!

Diese Frau mit ihrer „einzigartigen Stellung im Heilsplan Gottes“ hat zwar notgedrungen „ihr Leben auf der Erde fortgesetzt, doch ihre Seele hatte schon ihren Wohnsitz im Himmel aufgeschlagen. So konnte sie verschmolzen mit Jesus auf eine ganz neue Art zum Heil der ganzen Menschheit wirken“.

Eine „Verschmelzung“ zwischen Gott und den Seelen gibt es nicht einmal im Himmel; die Seligen erhalten dort einen gnadenhaften „Anteil“ an der göttlichen Herrlichkeit, was aber keineswegs eine Verschmelzung zwischen der Gottheit und den Geschöpfen beinhaltet.

Angeblich, so heißt es auf Seite 19, soll Papst Pius X. über einen der Luisa-Bände („Stundenuhr“) zu ihrem Beichtvater gesagt haben: „Hier spricht der Herr selbst. Pater, dieses Buch sollten Sie auf Knien lesen.“  – Allerdings fehlt jeder Quellenhinweis für diese Behauptung.

Überdies hätte man gerne gewußt, wozu diese einzigartig auserwählte, von jeder bösen Begierlichkeit ganz und gar befreite Seherin überhaupt noch eines Beichtvaters bedurfte?

Schlägt man in diesem Buch irgendeine Seite auf, weht einem oft eine völlig verstiegene „Spiritualität“ und ein weltfremdes, überzogenes Asketentum entgegen.

So wird  z.B. auf S. 173 eine Botschaft von „Jesus“ an Luisa zitiert:

„In dem Maß, als du dich selbst vergessen und zerstören wirst, wirst Du in Meiner Kenntnis voranschreiten….Alles, was die Seele von sich behält und was ihrem Anfang nicht angeglichen ist, muss sie vernichten…So kann man sagen, dass sich für die Seele, die vollkommen losgeschält ist, alle Dinge in Gott verwandeln. Mehr noch, sie findet Ihn nicht nur, sondern betrachtet Ihn, sie fühlt Ihn, umarmt Ihn.“

In diesen Texten wechseln sich ständig Zuckerbrot und Peitsche, kitschige „Umarmungen“ mit Gott bei gleichzeitiger rabiater Darstellung des Wirkens Gottes, als würde ER die menschliche Freiheit gleichsam vergewaltigen: „Mein Wille jedoch  – das erste, was Er niederschlägt, ist der menschliche Wille –  toleriert keine menschliche Absicht.“

Gott betreibt keineswegs ein „Niederschlagen“ des menschlichen Willens, zumal es andernfalls sinnlos gewesen wäre, diese Willensfreiheit überhaupt zu erschaffen – sie ist ja ein Geschenk des Ewigen selbst. Freilich soll der Mensch seine Freiheit nicht mißbrauchen, aber GOTT wendet keine Gewalt gegenüber der  Seele an, auch nicht im übertragenen Sinne. 

Auf S. 190 erzählt der angebliche Jesus seiner vermeintlichen  Begnadeten folgendes: „In Mir ist keine Materie. Alles ist reinster Geist.“  – Dies klingt sehr nach gewissen gnostischen bzw. doketistischen Vorstellungen, wonach Christus auf Erden nur eine Art Scheinleib getragen habe, aber nicht wirklich und wahrhaftig Mensch geworden sei, wobei ER auch nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt der Gott-Mensch geblieben ist, also seine menschliche Natur keineswegs ablegte.

Stattdessen wird dieser Visions-Jesus weiter dahingehend zitiert, er habe deshalb das Menschsein angenommen, um dem Menschen „ein höchst vollkommenes Beispiel zu geben, wie er seine eigene Materie vergeistigen kann. So muss die Seele alles vergeistigen….“

Geradezu blasphemisch erscheinen weitere Ausführungen von „Jesus“ über auserlesene Seelen nach dem Vorbild der Luise:

„Die Höhe der Vollkommenheit einer Seele, die in Meine Willen vernichtet ist, ist derart, das sie wie Gott wirkt…Wenn sie mit diesem Willen lebt, besitzt sie die Macht, die Weisheit, die Heiligkeit und all die anderen Tugenden, die Gott Selbst hat

Die Seele, der es gelingt, von Meinem Willen alleine zu leben, ist die Königin aller Königinnen. Ihr Thron ist so hoch, dass sie den  Thron des Ewigen erreichen wird. Sie tritt in die Geheimnisse der höchsten Dreifaltigkeit ein…“ (S. 191)

Damit wird auf scheinfromme, nicht nur verstiegene, sondern theologisch hochgefährliche Unart und Weise der luziferische Grundgedanke vermittelt: Wollt ihr sein wie Gott?

Es wäre ein Leichtes, massenhaft weiteren Unfug und Irrtum aus diesen Botschaftsbänden aufzubröseln, doch erscheint dies eher überflüssig, wenn schon eine gewisse Auswahl dieser „Offenbarungen“ zeigt, wo der (Irr-)Weg langgeht  –  und daß es sich hierbei weitgehend um eine Neu-Auflage alter gnostischer Häresien handelt.

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Foto-Quelle des Porträts: http://luisapiccarreta.de

 


Gesetz für besseren Schutz von Polizei und Rettungskräften verabschiedet

Der Deutsche Bundestag hat in 2./3. Lesung das Gesetz zum besseren Schutz von Polizisten und Rettungskräften verabschiedet. Dazu erklären die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker, und der zuständige Berichterstatter Volker Ullrich:

E. Winkelmeier-Becker:
„Polizisten und Rettungskräfte halten in ihrem Beruf jeden Tag den Kopf für uns hin. Sie verdienen daher unseren besonderen Schutz und unsere besondere Anerkennung. Mit dem heute verabschiedeten Gesetz setzen wir eine wichtige Forderung der Union aus dem Koalitionsvertrag um.

Die Gewaltbereitschaft auf unseren Straßen nimmt leider zu – auch gegen Polizisten und Rettungskräfte. Dabei nehmen Angriffe während allgemeiner Tätigkeiten, etwa der Streifenfahrt oder der Aufnahme eines Unfalls, zu. Diese standen bislang aber nicht unter dem besonderen Schutz des § 113 StGB. Mit der Reform stehen künftig alle „tätlichen Angriffe auf Vollstreckungsbeamte“, unter gesonderter Strafe von drei Monaten bis fünf Jahren.

Neben dem strafrechtlichen Schutz bedarf es auch Investitionen in die personelle und materielle Ausstattung unserer Sicherheitskräfte. Als Union im Bund haben wir darauf reagiert und stärken Bundespolizei und Bundeskriminalamt mit 10.000 neuen Stellen und 2 Milliarden Euro für bessere Ausstattung bis 2020. Ähnliches Engagement erwarten wir von den Ländern, um für alle Bürger ein gleich hohes Sicherheitsniveau zu erreichen. Es darf nicht sein, dass in Nordrhein-Westfalen die Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat zu werden 70 Prozent höher ist als in Bayern, wie dies die gerade veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik erneut belegt.“

V. Ullrich:
„Wer nicht zum Gewaltverzicht gegen Polizisten und Rettungskräfte bereit ist, während sie für den Staat und die Sicherheit in diesem Land ihren Dienst tun, muss Post vom Staatsanwalt bekommen. Ein rabiater Angriff auf Polizisten ist keine Bagatelle. Das machen wir mit dem verschärften Straftatbestand bei tätlichen Angriffen deutlich.

Es ist erfreulich, dass im Gesetzentwurf ein „Gaffer-Paragraph“ geschaffen wurde. Ein Behindern von Rettungs- oder Hilfeleistungen wie das Blockieren einer Rettungsgasse steht künftig unter Strafe. In den Verhandlungen hatte sich die Union vehement dafür eingesetzt, dass die Änderungen im Strafgesetzbuch auch auf Hilfskräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste übertragen werden.

Ein friedlicher Umgang miteinander und Respekt vor der Polizei sind unabdingbarer Grundkonsens einer Gesellschaft. Die Arbeit von Polizei und Rettungskräften verdient generell mehr Wertschätzung. Dafür treten Bund und Länder ein. Auch Schulen können wichtige Präventionsarbeit leisten. Achtung vor der Arbeit von Polizei und Rettungskräften ist eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben aller Kulturen in Deutschland.“


IGFM beklagt: Türkischer Luftschlag terrorisiert jesidisch-kurdische Zivilisten

Nach Angaben der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) richten sich die Luftangriffe des türkischen Militärs im nordirakischen Shingal auch gegen jesidische Zivilisten. 

Die IGFM berichtet, dass die türkische Luftwaffe am 25. April Luftschläge wenige Meter von der einzigen Krankenstation der Stadt Shingal geführt hat. Diese Krankenstation ist die einzige medizinische Versorgung für Zivilisten in der gesamten Region. Die Bewohner sind ganz überwiegend Kurden – unter ihnen die überlebenden kurdischen Jesiden, die durch den Völkermord des „Islamischen Staates“ (IS) international traurige Bekanntheit erlangten.

Der deutsche Arzt Dr. Martin Klopf, der einen medizinischen Einsatz der IGFM vor Ort leitete, war bis kurz vor dem Angriff in der Krankenstation tätig. Er berichtet: „Die Menschen sind von der medizinischen Versorgung abgeschnitten, wenn durch türkische Luftangriffe die einzige Zufahrtsstraße zur Krankenstation blockiert wird.“

Die IGFM appelliert an die Bundesregierung, auf den türkischen Präsidenten Erdogan einzuwirken, die Angriffe gegen Kurden im Irak einzustellen. „Die NATO sollte dazu ein geeigneter Partner sein“, erklärt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (siehe Foto):

„Die Luftschläge der Türkei bringen nicht nur die zivilen Opfer des ‚Islamischen Staates‘ in unmittelbare Gefahr, sie richten sich auch gegen die wichtigsten und erfolgreichsten Gegner der Islamisten: Die kurdischen Einheiten in Nordsyrien und im Nordirak“, kritisiert die IGFM.

Die Regierung Erdogan war in der Vergangenheit mehrfach für eine indirekte und sogar direkte Unterstützung des IS kritisiert worden. Dazu gehörten auch Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes, die durch die türkische Zeitung Cumhuriyet öffentlich wurden.

Erst am 10. März 2017 hatten die Vereinten Nationen der türkischen Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Kurden im eigenen Land vorgeworfen.

Allein zwischen Juli 2015 und Dezember 2016 seien dort rund 2.000 Menschen getötet und zwischen 335.000 und 500.000 Menschen vertrieben worden. Die Vereinten Nationen wiesen unter anderem auf die systematische Zerstörung von kurdischem Privateigentum hin, das sogar nach dem offiziellen Ende der „Sicherheitsoperationen“ weiterging. Offenbar habe es keine Festnahme und kein einziges strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Angehörige von Militär und Polizei gegeben. Die Regierung Erdogan habe mit einer Reihe von Gesetzen für die Sicherheitskräfte eine Atmosphäre „systematischer Straflosigkeit“ geschaffen.

Weitere Infos:
[zum Bericht des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte …]
[www.igfm.de/tuerkei …]


Berlin: CDU-Politiker fordert Verbot eines linksextremen Aufmarsches gegen Israel

Der Berliner CDU-Abgeordnete Kurt Wansner hat das Verbot einer linksextremen 1.-Mai-Demo in Berlin gefordert. Hintergrund sind israelfeindliche Parolen der Demo-Anmelder. „Dieser Demonstrationsaufruf ist ein absolutes Unding. Wer so gegen Israel hetzt, hat kein Recht durch unsere Straßen zu ziehen. Wir Deutschen haben gegenüber Israel eine besondere Verantwortung und dürfen so etwas nicht dulden“, sagte Wansner der konservativen Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Hintergrund ist eine für den 1. Mai geplante Demonstration der linksextremen Gruppierung „Jugendwiderstand Neukölln“. Diese will an dem Tag eine „antiimperialistische, proletarische und rote Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration in Neukölln durchführen“.

Dazu posieren Mitglieder der Gruppierung, der vor allem arabischstämmige und türkische Jugendliche angehören, vor einer Palästinenserflagge mit Hammer und Sichel, auf der steht: „Fick Israel und die USA“.

Für Wansner ist damit eine rote Linie überschritten. „Wenn es den Herrschaften hier nicht paßt, sollen sie in ihre Heimat- und Herkunftsländer zurückgehen, wo Israelhaß zum guten Ton gehört. Aber hier bei uns akzeptieren wir das nicht“, betonte der CDU-Abgeordnete. „Wer hier lebt, hat unsere Regeln und Werte zu respektieren – egal ob Deutscher oder Einwanderer – und Hetze gegen Israel gehört ganz klar nicht dazu.“

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


1. Mai in Berlin-Kreuzberg: 6000 Polizisten gegen linksradikale Randale vorgesehen

Seit sage und schreibe 30 Jahren gibt es keinen 1. Mai ohne „revolutionäre“ Randale in Berlin-Kreuzberg. In diesem Jahr will die Gruppe „Radikale Linke“ wieder für Chaos sorgen, obwohl es sich beim neuen Berliner Senat um eine rot-rot-grüne Regierung handelt, also mit Beteiligung der Linkspartei.  

Dazu kommt, daß die Extremisten diesmal ihre Demo nicht angemeldet haben, aber trotzdem über das Myfest ziehen wollen. Für die bürgerlichen Oppositionsparteien im Berliner Abgeordnetenhaus ist dies eine weitere Provokation der Linksradikalen.

Innensenator Andreas Geisel (SPD), der zunächst lange zu dieser Gefahrenlage geschwiegen hat, rechnet jetzt öffentlich mit Gewalttaten, weshalb er 6000 Beamte einplant, darunter auch Bundespolizisten. Er setzt in typisch rotgrüner Manier auf eine „Strategie der De-Eskalation“.

CDU-Politiker Stephan Lenz warnt vor „Großzügigkeit“ gegenüber der Extremistenszene. Er befürchtet, daß die Chaoten in Kreuzberg ein Vorspiel liefern, um sich für geplante Krawalle beim G-20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg vorzubereiten.

Foto: CSU

 


Rußland/Ostukraine/islamische Republiken: Benachteiligung evangelischer Gemeinden

Evangelische Christen in Russland beklagen, dass ihre Regierung verstärkt eine repressive Politik betreibe, wie sie es von den früheren kommunistischen Machthabern gewohnt waren. Das berichteten Kirchenvertreter bei der Jahrestagung des Missionsbundes „Licht im Osten“, die am 22. und 23. April in Korntal stattfand.

Der Leiter der russischen Partnerorganisation „Licht im Osten“, Pjotr Lunitschkin, sagte, dass die unerwartete Religionsfreiheit nach dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion offensichtlich zu Ende gehe. „Gottlose Menschen“ an der Spitze des Staates hätten im vergangenen Juli ein Antiterrorgesetz durchgesetzt, das sich u. a. stark gegen die Aktivitäten evangelischer Gemeinden richte. So dürften keine Gottesdienste mehr in Wohnungen oder Büros gefeiert werden, sondern nur in „religiösen Gebäuden“.

Alle zur Weitergabe bestimmten Bücher oder Traktate müssten einzeln mit einem Stempel versehen werden, der den vollen Namen der für die Verbreitung verantwortlichen religiösen Organisation enthalte. Andernfalls drohten Strafen für Privatpersonen von bis zu 100 Euro und für Organisationen von bis zu 20.000 Euro. „Solche Gesetze gab es nicht einmal, als Atheisten am Ruder waren“, sagte Lunitschkin.

Allerdings könne man trotz dieser strengen Gesetze noch nicht von einer systematischen Christenverfolgung sprechen. Massiven Gegenwind erführen die Gemeinden auch durch die Medien. Protestanten würden mit Terroristen verglichen sowie als Feinde des Volkes und Spione der USA bezeichnet. In einigen Orten seien evangelische Gemeindehäuser von Unbekannten ausgeraubt und angezündet worden. Die Polizei unternehme aber keine besonderen Anstrengungen zur Ermittlung der Täter.

Auch in der Ostukraine erleben evangelische Gemeinden zunehmenden Widerstand. Viele Gemeinden seien geschlossen oder enteignet und ihre Leiter vertrieben worden, berichtete Pastor Michail Wlassenko (Poltawa). Für die betroffenen Gemeinden sei klar, dass die russisch-orthodoxe Kirche hinter den Aktionen stehe.

Nach Ansicht des Missionsleiters, Pfarrer Johannes Lange, sind die Entwicklungen in Russland und der Ostukraine exemplarisch für die Situation in vielen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Vor allem islamisch geprägten Ländern wie Turkmenistan und Usbekistan versuchten die Regierungen, die Aktivitäten evangelischer Gemeinden massiv zu beschränken. Dagegen werde die Ausbreitung des Islams gefördert.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/russische-christen-es-geht-religionsfeindlich-zu-wie-unter-kommunisten-100738.html


IGFM appelliert an den Papst: Bei Ägyptenreise Kopten-Diskriminierung ansprechen

Papst Franziskus soll bei seinem Besuch in Ägypten seinen Einfluss nutzen und sich für die Freiheit und Gleichberechtigung aller Ägypter einsetzen. Dazu ruft die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf.

„Franziskus kennt die Schrecken der Militärdiktatur aus seiner Heimat Argentinien – wer könnte stärker als Franziskus dazu berufen sein, sich für die Freiheit und gegen Willkür und Folter einzusetzen als er?“, appelliert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Die ägyptische Wirtschaft ist in erheblichem Maß auf christliche Touristen angewiesen. Der Papstbesuch sei vor diesem Hintergrund auch ein „Geschenk an die ägyptische Regierung“. Franziskus habe dadurch einen erheblichen Spielraum. „Diese Chance darf nicht ungenutzt verstreichen!“, appelliert die IGFM.

„Der Papst soll die Demokratieaktivisten nicht links liegen lassen. Er ist frei von den Zwängen, denen die deutsche Kanzlerin ausgesetzt ist“, unterstreicht Lessenthin. Angela Merkel war bei ihrem Ägyptenbesuch im März dafür kritisiert worden, dass sie der Regierung bescheinigt habe, dass die Christen angeblich „eine sehr gute Situation für die Ausübung ihrer Religion“ hätten.

Ägypten ist die Heimat der Kopten, der größten christlichen Gemeinschaft des Nahen Ostens. Das Staatsoberhaupt, der frühere Feldmarschall Abdel Fattah al-Sisi, ist seit seiner Machtübernahme im Jahr 2014 durch viel beachtete symbolische Gesten auf die Kopten zugegangen. An den Grundproblemen der christlichen Minderheit hat sich nach Beobachtung der IGFM aber wenig geändert. Im Bildungssystem, im öffentlichen Sektor und in weiten Teilen der Gesellschaft gebe es eine drückende Diskriminierung und viele Vorbehalte.

Der Grund für die Probleme der Kopten ist nach Auffassung der IGFM aber keineswegs eine aktive Politik der Regierung, um die christlichen Minderheit zu diskriminieren. Die Ursache liege vielmehr in einem immer stärker werdenden islamischen Fundamentalismus, den die Regierung ignoriere.

Das extreme Gedankengut sei der Nährboden, auf dem der islamische Extremismus immer stärker werde. Das Regime bekämpfe jedoch ausschließlich die politischen Strömungen des Islamismus, die eine aktuelle Bedrohung der Macht des Militärs darstellen. Das sind vor allem die Muslimbrüder. Unpolitische, aber viel radikalere Gruppen als die Muslimbrüder verbreiten derweil mit Erfolg ihr menschenrechtsfeindliches Weltbild. Sie säen Hass gegen Andersgläubige und alle, die für Demokratie einträten, kritisiert die IGFM.

Weitere Infos: http://www.igfm.de/Ägypten