Null Toleranz bei sexuellem Missbrauch

Von Dr. Markus Büning

Eines vorab: Hier schreibt ein Mensch, der seine Kirche sehr liebt. Ich stimme nicht ein in den Chor derer, die nun meinen, wegen der erneut bekannt gewordenen Missbrauchsfälle in den USA die Kirche pauschal in die Ecke der Kinderschänder stellen zu müssen. Nein, diese Kirche ist die Kirche Jesu Christi und ihre vornehmliche Sendung ist das Seelenheil aller Menschen. Hierzu hat der HERR sie mit den Gnadenmitteln ausgestattet, die den Menschen helfen, den Weg zum ewigen Heil zu finden.

Allerdings müssen wir hier folgender Tatsache ins Auge sehen: Diese Täter sind in mehrfacher Hinsicht Verbrecher. Eines der Verbrechen ist es, das Ansehen der Kirche Jesu Christi derart zu beschmutzen, dass viele Menschen gänzlich das Vertrauen in diese Institution verlieren.

Das andere Verbrechen begehen und begingen die Oberhirten, die aus einem falschen Ansinnen der Ansehensrettung diese Verbrechen vertuscht haben. Nein, diese Bischöfe gehören gnadenlos aus dem Amt entfernt, denn sie haben die Opfer über Jahrzehnte schutzlos und würdelos dastehen lassen, nur um das Ansehen der Kirche zu retten. Für das Ansehen der Kirche hätten diese Bischöfe allerdings mehr tun können, wenn sie sofort die Dinge tatkräftig aufgeklärt hätten und die Opfer in das Zentrum ihres Bemühens gestellt hätten.

Hier schriebt aber auch einer, der selbst in den frühen achtziger Jahren Opfer eines schlimmen Missbrauchs durch einen Priester geworden ist. Es war alles nur schlimm und widerlich. Jahrelang habe ich die Dinge mit mir herumgetragen und konnte mit keinem darüber spreche.

Erst als meine Mutter Jahrzehnte später erfuhr, dass dieser Priester wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs ins Gefängnis gekommen sei, fragte sie mich besorgt, ob er mir damals auch etwas angetan hätte. Erst da konnte ich offen darüber sprechen.

Die Kirche hat mir Jahrzehnte später eine Entschädigungssumme geleistet und sich offiziell für das Fehlverhalten dieses Priesters entschuldigt. Aber die Wunden werde ich zeitlebens mit mir herumtragen müssen.

Und genau dies ist das schlimmste Verbrechen: Es werden schutzbefohlene Minderjährige in ihrer Scham verletzt, ihr Kinderglaube wird zerstört, das Vertrauen der Eltern hintergangen und in jedem dieser Kinder bleibt eine Verwundung, die man als Lebenskreuz mit sich herumtragen muss. Und dann ist es noch möglich, dass die so Verletzten ihren Glauben ganz verlieren. All dies ist dramatisch und verheerend für die Glaubwürdigkeit unserer Kirche.

Wen wundert´s vor diesem Hintergrund, das durch die neusten Dimensionen, die nun im Untersuchungsbericht aus Philadelphia bekannt geworden sind, bei mir alte Wunden wieder aufreißen und ein gewisser Zorn über all das neu aufkommt.

Hier hilft meines Erachtens nur eines: Jedwede kirchliche Obrigkeit ist nun gefordert, ohne Schonung dieser Verbrecher die Dinge ordentlich aufarbeiten zu lassen. Diese Aufarbeitung muss von Personen geschehen, die unabhängig vom kirchlichen Apparat sind. Zudem muss die immer wieder zu erkennende Tendenz ausgemerzt werden, durch Verharmlosung diesen Verbrechen zu begegnen.

Auch im Bistum Münster, meinem Heimatbistum, sehe ich hier großen Handlungsbedarf. In jüngster Zeit gab es zwei schlimme Fälle von seelischem Missbrauch Jugendlicher durch zwei Priester, die durch permanentes Cyberstalking per Whatsapp ihre Aufdringlichkeiten an den ihnen anvertrauten Jugendlichen meinten ausleben zu müssen. Hier die Links zu den Berichten über diese schlimmen Vorfälle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-priester-schickt-jugendlichem-tausende-whatsapp-nachrichten-1.3834774 und https://www.welt.de/vermischtes/article156239384/Pfarrer-schickt-Dauer-Messages-im-Namen-Gottes.html.

Selbst wenn in diesen Fällen nicht körperliche Gewalt ausgeübt wurde, es bleibt dabei: Hier wurden Jugendliche auf schlimmste seelische Weise durch die Distanzlosigkeit übergriffiger Priester missbraucht! Und hier muss das Bistum mit aller Härte handeln, m. E. notfalls auch mit der Entfernung solcher Priester aus ihrem Dienst, die offenkundig ihre Grenzen nicht kennen.

Eine falsch verstandene Barmherzigkeit muss hier endlich ein Ende haben! Nun geht es um die Gerechtigkeit gegenüber den Opfern und das klare Signal, dass auch in diesem Bistum solche Übergriffe überhaupt gar nicht geduldet werden. Bisher fehlt es m.E. an dieser Klarheit!

Mein dringlichster Appell geht allerdings an den obersten Hirten der Kirche:

Lieber Papst Franziskus, Sie haben sich in dem Interview des Films von Wim Wenders sehr angemessen und zutreffend zu diesem Problem geäußert: Null Toleranz gegenüber Kinderschändern! Danke dafür! Aber nun sind Sie in der Pflicht, das dort Gesagte auch durch Ihr eigenes Regierungshandeln zu bestätigen.

In Sachen „Chile“ sind die Dinge zunächst nicht gut gelaufen. Immerhin haben Sie sich für Ihr anfänglich zögerliches Verhalten entschuldigt. Nun aber muss diese Linie ohne Ansehen der Person, selbst wenn Kardinäle betroffen sind, gelten: Null Toleranz gegenüber solchen Priestern und Bischöfen! Null Toleranz, egal, wer hier gefehlt hat.

Der Bericht aus Philadelphia nimmt auch Sie in die Pflicht! Welche Bischöfe haben hier vertuscht? Wer trägt die Verantwortung für dieses jahrzehntelange Drama schlimmster Kindesverletzungen an Leib und Seele? Bitte untersuchen Sie jeden hier verantwortlichen Bischof auf das genaueste und treffen Sie notfalls auch Entscheidungen, die hart sind. Wenn Sie hier nicht Wort halten, Heiliger Vater, dann wird das Vertrauen in unsere Kirche noch mehr erschüttert werden.

Abschließend sei aber auch eines klar und deutlich gesagt:

Die Fehler anderer Menschen in der Kirche rechtfertigen auf gar keinen Fall den Kirchenausstritt. Denn die Kirche ist der Leib Jesu Christi. Nur in ihr können wir den HERRN in seinem Wort und in den heiligen Sakramenten wirklich begegnen.

Die Kirche ist zutiefst Heilsanstalt. Zudem: Wir alle beschmutzen durch unser tägliches Fehlverhalten auch das Ansehen der Kirche, Tag für Tag. Darum haben wir auch zunächst mit uns selbst genug zu tun. Und ich gehe nach wie vor davon aus, dass die meisten Priester und Bischöfe unserer Kirche ihren Dienst im Sinne Jesu ausüben.

Wäre dem nicht so, wäre die Kirche schon längst nicht mehr da. Ich glaube – trotz aller eigenen Verletzungen – immer noch daran, dass diese Kirche die Kirche Jesu Christi ist und ermutige jeden, der sich nun überlegt, aufgrund der neusten Skandale diese zu verlassen, ihr trotz alledem treu zu bleiben.

Lasst uns gemeinsam vor allem im Gebet den HERRN darum bitten, dass diese teuflischen Umtriebe in unsere Kirche ein Ende finden. Möge der HERR selbst zum Strick greifen und wieder aufs Neue seinen Tempel reinigen (vgl. Mt 21,12ff.; Mk 11,15ff.; Lk 19,45ff. und Joh 2,13ff.).

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Medjugorje und die „Seher der zweiten Generation“: Jelena und Marijana Vasilj

Von Felizitas Küble

Am 24. Juni 1981 begannen die „Marienerscheinungen“ in der Pfarrgemeinde Medjugorje in Bosnien-Herzegowina, die teils bis heute andauern. Diese Privatoffenbarungen an sechs Seher/innen sind kirchlich nicht anerkannt und  werden vom dortigen Bischof Peric abgelehnt, der damit die kritische Haltung seines Amtsvorgängers Zanic fortführt. Auch die jugoslawische Bischofskonferenz distanzierte sich von diesen Phänomenen.

Allerdings ist kaum bekannt, daß es auch eine sogenannte „Seher der 2. Generation“ gibt, wobei es sich um zwei Mädchen handelt, die schon im Alter von 10 bzw. 11 Jahren Visionen der Gottesmutter erhalten haben wollen, die Ende 1982 begonnen haben – also eineinhalb Jahre nach den „eigentlichen“ Erscheinungen von Medjugorje. Gedauert haben diese Visionen bis Mai 1998, demnach immerhin 16 Jahre hindurch.

Die damals vorpubertären Kinder wurden von der Madonna – eigenen Angaben zufolge – aufgefordert, eine Gebetsgruppe zu gründen. Diese wird als sog. „Große Gebetsgruppe von Medjugorje“ bezeichnet; nach ihrem Vorbild gibt es ähnliche Gruppen in aller Welt.

Die beiden Mädchen hatten im Unterschied zu den anderen sechs Seher/innen keine „körperlichen“ Erscheinungen erlebt, sondern sahen Maria „im Herzen“ oder hörten ihre Einsprechungen.

Es handelt sich um Jelena Vasilj-Valente und Marjana Vasilj-Juricic, beide sind seit langem verheiratete Familienmütter, die nicht mehr in Medjugorje leben.

In diesem auf englisch erschienenen Buch „Our Lady of Medjugorje“ (siehe Foto) werden Interviews mit den beiden Visionärinnen der zweiten Generation geführt.

Es gibt aber auch Infos in deutscher Sprache auf der offiziellen Medjugorje-Seite: https://www.medjugorje.de/medjugorje/seher/2-generation-erklaerung.html

Die „Botschaften“ der beiden Damen sind den üblichen Verlautbarungen aus Medju zum Verwechseln ähnlich. Es fällt lediglich auf, daß noch mehr Betonung auf dem „Beten und Fasten“ liegt, das anscheinend ein ausreichender Weg zum ewigen Heil ist.

Man fragt sich nur, warum Christus sich ausgerechnet mit den Pharisäern so stark auseinandersetzte, obwohl diese doch so viel gebetet und gefastet hatten.

Zum festen Programm dieser Ur-Gebetsgruppe, welche angeblich von der Gottesmutter selber initiiert wurde, gehören drei Stunden Gebet pro Tag und das Fasten bei Wasser und Brot am Mittwoch und Freitag.

Nun ist eine Gebetsgruppe aus Eltern, Jugendlichen oder alleinstehenden Erwachsenen aber kein Kartäuserkloster. Wie sollen die Menschen ihre normale Berufsarbeit bzw. ihre Familienpflichten vernünftig erledigen können, wenn sie ständig mit Beten und Fasten zugange sein müssen? Dazu kommt, daß es sich um ein  – noch dazu ungesundes  – Fasten bei „Wasser und Brot“ handelt, also weitaus strenger als das kirchlich gebotene Fasten am Aschermittwoch und Karfreitag (gerade mal zwei Tage im Jahr).

Keine Frage: Beten und Fasten gehört zum Christenglauben wie selbstverständlich dazu, aber es reicht alleine nicht aus. Notwendig sind auch gute Werke, Nächstenliebe und die Einhaltung der Gebote Gottes.

In den meisten Botschaften der ersten Jahre wiederholt sich der ständige (einseitige!) Aufruf zum Beten und Fasten, z.B. heißt es allein im Nov. 1983:

„Wenn ihr betet und fastet, werdet ihr bekommen, was immer ihr erbittet.“
„Ich möchte euch sagen, dass ihr morgen für die Erleuchtung durch den Heiligen Geist fastet und betet.“

„Betet und fastet! Alles, was ihr für mich tun wollt, ist zu beten und zu fasten.“

Zudem verkündet die „Madonna“ folgendes: „Betet nur! Ihr seht selbst, dass ihr nur durch das Gebet gerettet werden könnt.“
Das ist theologisch falsch. Christus selber warnte uns: „Nicht jeder, der HERR HERR sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen  meines himmlischen Vaters erfüllt.“

Im Januar 1984 wird Gebet und Fasten erneut zum Allheilmittel erklärt:
„Betet und fastet. Ich möchte, dass eure Herzen vollkommen rein von Sünde seien, und eure Herzen könnt ihr nur durch Gebet und Fasten reinigen.“
„Betet und fastet, weil ihr ohne Gebet und Fasten nichts tun könnt.“

Einen Monat später wird der Gruppe von „oben“ eingeredet: „Betet und fastet. Ich möchte Demut von euch. Und demütig könnt ihr nur durch das Gebet und Fasten werden.“

Zudem wurden Jelena Gebete direkt vom Himmel diktiert, die allerdings  – neben allerlei Kitsch und Banalitäten – zum Teil theologisch recht fragwürdig sind.

So heißt es z.B. ein einem „Weihegebet“ an Maria: „Auch bitte ich Dich um die Gnade, Dir gegenüber gnädig sein zu können.“

Wie bei so vielen Erscheinungen gibt es auch hier wieder einen Extra-Rosenkranz, der allerdings kein einziges Ave Maria beinhaltet, stattdessen nach dem Credo 33 Vater-unser und 7 Ehre-sei, außerdem selbstgebastelte Betrachtungen zum Leben Jesu.

Diese Gebetsgruppe der 2. Generation wurde in den ersten Jahren von Pater Tomislav Vlasic geleitet. Der Franziskaner war von August 1981 bis 1984 Ortspfarrer von Medjugorje sowie geistlicher Leiter der dortigen „Seher“ und auch der erwähnten Gebetsgruppe.

Vlasic gehört zur Charismatischen Bewegung; er leitete schon vor Beginn der „Erscheinungen“ entsprechende „Gebetsgruppen“ und Treffen.

Am 28.2.1982 bestätigte die „Madonna“ genau diesen Geistlichen, indem sie zu den „Sehern“ sagte: „Ihr habt Tomislav viel zu verdanken, weil er euch so gut führt.“

Damals war der Pater aber bereits Vater eines fünfjährigen Sohnes, den er mit einer Nonne gezeugt hatte. Er wollte sich aber nicht um Mutter und Kind kümmern, sondern blieb weiter im Orden.

1985 setzt ihn der zuständige Bischof Zanic als Pfarrer der Gemeinde Medjugorje ab und verbietet ihm das Predigen und das Zelebrieren der hl. Messe.

Seit 1985 behauptet P. Vlasic, besondere Botschaften von Christus und der Madonna zu erhalten, wobei es um die Gründung einer männlich-weiblich gemischten Ordensgemeinschaft gehe.

1988 beginnt er in Italien mit einer Kommunität aus Männern und Frauen, die sich „Königin des Friedens“ nennt. Mit der deutschen Medju-Anhängerin Agnes Heupel lebt er in „mystischer Ehe“, die sich jedoch nicht auf platonische Freundschaft beschränkt.

Anfang 2008 reißt dem Vatikan der Geduldsfaden:

Der Generalminister der Franziskaner, Pater J.R. Cargallo, und der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal W. Levada, unterzeichnen ein Dokument, das den Franziskaner verpflichtet, jede Verbindung zur Gemeinschaft „Königin des Friedens“ aufzugeben. Das Predigten und die Ausübung der Beichtvollmacht werden ihm untersagt.

Pater Vlasic verweigert den Gehorsam und hält sich nicht an die kirchlichen Auflagen.

Im Juli 2009 wird öffentlich bekannt, daß Pater Vlasic „in den Laienstand zurückversetzt“ und aus dem Franziskanerorden entlassen wurde.

Papst Benedikt XVI. untersagt P.  Vlasic unter Androhung der Exkommunikation jede Ausübung einer seelsorglichen oder apostolatischen Tätigkeit, verfügt zudem ein striktes Verbot, Erklärungen zu religiösen Sachverhalten  – insbesondere zu den Vorgängen in Medjugorje  – abzugeben. 

Angesichts derartiger Vorgänge stellt sich schon die Frage, welchen (un)geistigen „Einflüssen“ auch die Seher der 2. Generation ausgesetzt waren?!


Kuba: 20 Jahre Knast für Bürgerrechtler?

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert vom kommunistischen Kuba die sofortige Freilassung von José Daniel Ferrer García.

Ferrer, der Vorsitzende der größten Oppositionsgruppe UNPACU (Unión Patriótica de Cuba), ist seit dem 3. August in Santiago de Cuba in Polizeihaft. Wie die IGFM berichtet, war er zuvor in einen Verkehrsunfall mit dem Staatsicherheitsbeamten Dainier Suárez Pagán verwickelt. 

Pagán ist für sein gewaltsames Vorgehen gegen Menschenrechtler in Kuba bekannt. Ferrer wird „versuchter Mord“ vorgeworfen, da er Pagán angeblich absichtlich angefahren haben soll. Nach Aussagen von zwei Zeugen soll dieser den „Unfall“ jedoch inszeniert haben.

„Falls die Anklage bestätigt wird, drohen dem Bürgerrechtler 20 Jahre Haft. Es wäre nicht das erste Mal, das auf Kuba Regimekritiker durch gefälschte ‚Beweise‘ weggesperrt werden“, kritisiert der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin.

Der Kontakt zu seiner Familie und seinem Anwalt wird Ferrer verweigert. Ein Termin für den Beginn des Prozesses gaben die Behörden nicht bekannt.

Ferrer wurde bereits im Jahr 2003 aufgrund seines Einsatzes für Meinungsfreiheit und seiner Unterstützung des Varela-Projekts zu 25 Jahren Haft verurteilt. 2011 kam er nach einer internationalen Kampagne von Menschenrechtsverbänden vorzeitig auf freien Fuß, steht aber unverändert im Visier der Staatsmacht.

Die IGFM fordert die Bundesregierung auf, sich gegenüber Kuba für die sofortige und bedingungslose Freilassung von José Daniel Ferrer García einzusetzen.

Hintergrund: Tod von Oswaldo Payá bis heute nicht aufgeklärt:

Mitglieder von politische Oppositions- und Menschenrechtsgruppen werden nach Beobachtung der IGFM in Kuba immer wieder unter falschen Anschuldigungen verhaftet und verurteilt. Inszenierte Verkehrsunfälle sind eine perfide Methode, um einen Grund für die Verhaftung von bestimmten Aktivisten zu produzieren, so die IGFM weiter. International bekannt wurde dieses Vorgehen der kubanischen Staatssicherheit durch den Tod von Oswaldo Payá. Er war einer der bekanntesten kubanischen Bürgerrechtler und Initiator des Proyecto Varela. Wiederholt wurde er in mysteriöse Verkehrsunfälle verwickelt und kam schließlich im Juli 2012 bei einem Autounfall ums Leben, nachdem sein Wagen, laut Zeugenaussagen, vorher von einem anderen Auto von der Straße gedrängt worden war. Eine unabhängige Untersuchung des tödlichen Autounfalls ließen die kubanischen Behörden nicht zu.

Weitere Infos zu Menschenrechten in Kuba: http://www.menschenrechte.de/kuba


Der Fall Kardinal McCormick, die Kirche und die Abgründe der Menschenseele

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

In einem Vorspann zu George Bernanos Buch „Die Sonne Satans“ können wir lesen: Der Autor „entwarf in seinen Romanen überwältigende Bilder von der mystischen Macht des Bösen und dem Kampf Satans mit Gott in den Abgründen der Menschenseele“.

Vor solchen Abgründen stehen wir immer neu.

BILD: Professor Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Am 27. Juli erklärte Kardinal Theodore McCormick, der frühere Erzbischof von Washington, seinen Rücktritt aus dem Kardinalskollegium.

Papst Franziskus nahm diesen an, verfügte aber gleichzeitig das Verbot jeglicher Ausübung priesterlicher Dienstämter und stellte McCormick unter Hausarrest zu einem Leben des Gebets und der Reue, bis alle gegen ihn erhobenen Anklagen geklärt sind. Sie betreffen Missbrauch von Jugendlichen, Seminaristen und Priestern über viele Jahre hinweg.

Das Doppelleben von McCormick ging inzwischen durch die Presse, was manche Katholiken aus dem Tritt gebracht hat. Das muss nicht sein.

Wer die Kirchengeschichte kennt, der weiß, dass die Aussage von Papst Paul VI. „Der Rauch Satans ist in die Kirche eingedrungen“ keine neue Erkenntnis war.

Johannes Paul II. hat dem mit der „öffentlichen Vergebensbitte“ für die Sünden der Christen Rechnung getragen. Er stieß damit nicht allseits auf Gegenliebe. Es gibt aber nichts zu vertuschen. Die Kirchengeschichte hat aber auch andere, glänzende Seiten aufzuweisen, nämlich die der Märtyrer und Heiligen.                

Das Geheimnis der Sünde, das sich hinter einem Lebensablauf wie bei McCormick verbirgt, ist das eigentlich Erschreckende. Denn die Anfänge sahen oft ganz anders und vielversprechend aus.

Manchen mag dabei – um bei einem neuzeitlichen Beispiel zu bleiben – das Leben des Gründers der „Legionäre Christi“, Marcial Maciel, in den Sinn kommen. Er hat eine Gemeinschaft gegründet, die bis heute junge Männer fasziniert. Sie steht weltweit im Einsatz für die Kirche und die Menschen und erinnert manche an die große Zeit der Jesuiten.

Wer den Gründer erlebt hat, hätte sich sein Doppelleben nicht vorstellen können, das er über Jahre geführt hat.

Es war ein stark besuchtes Treffen bei Ingolstadt, zu dem die „Legionäre Christi“ Ende der 90iger Jahre eingeladen hatten. Die Teilnehmer erlebten eine achtungsgebietende Gestalt, die konzentriert und frei zu ihnen sprach; sie hingen an seinen Lippen.

Unter Papst Benedikt XVI. kam sein Doppelleben ans Tageslicht. Benedikt XVI. verfügte mit „Null-Toleranz“ die Niederlegung all seiner Funktionen. Der Gründer der „Legionäre Christi“ verbrachte seine letzten Lebensjahre unter Hausarrest zu einem Leben des Gebets und der Buße.

Die Frage, die immer wieder auftaucht, lautet: Wie konnte das verbrecherische Verhalten über Jahre hinweg so abgeschirmt werden, dass nichts in die Öffentlichkeit drang? Es musste Komplizen und Mitwisser gegeben haben, die genau Bescheid wussten, aber ein solches Tun deckten. Wie groß war der Kreis der Wissenden?

Aber auch diese Frage ist nicht so neu. Denn auch die Jünger Jesu wussten, dass Judas, der Verwalter des Geldes, ein Dieb war. Sein Ausspruch: Wozu diese Verschwendung mit dem Nardenöl, mit dem Martha die Füße Jesu salbte, das man für mehr als 100 Denare verkaufen könnte, um das Geld den Armen zu geben, war nicht so human gemeint, wie es sich anhörte.

Die eigentliche Tragik des Judas, der seinen Meister für 30 Silberlinge verriet, war aber nicht dieses Verbrechen als solches, sondern sein fehlendes Gottvertrauen und die mangelnde Einsicht, Gott werde sogar diese Schuld vergeben, wenn er die Demut zu einer wahren Reue aufbrächte.


Die sonnenumkleidete Frau als Symbol für das Gottesvolk des Alten und Neuen Bundes

Heutige liturgische Festtagslesung der kath. Kirche: Offb 11,19a.12,1-6a.10ab:

Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar:
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Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.
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Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.
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Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte.
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Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.

Causa Medjugorje: „Kathnet“ diffamiert den katholischen Mariologen Manfred Hauke

Von Felizitas Küble

Der konservative Priester und Theologe Prof. Dr. Manfred Hauke setzt sich seit Jahrzehnten  –  z.B. in seinen Büchern und Vorträgen, zudem als Herausgeber der Zeitschrift „Theologisches“  – für die Lehre der katholischen Kirche und eine Stärkung der Marienverehrung ein.

Ein ausführliches Werk gegen die Frauen-Priesterweihe gehört ebenso zu seinem Themenspektrum wie Sammelbände über mariologische Fragen oder die kirchlich anerkannten Botschaften von Fatima.

Umso überraschender wirkt ein Artikel auf der erscheinungsbewegt-charismatischen Nachrichtseite Kath.net vom 10. August: http://www.kath.net/news/64718/print/yes

Dort lautet die Überschrift allen Ernstes: Wenn ein ‚Mariologe‘ gegen die Muttergottes kämpft“.

Gemeint ist niemand anders als der erwähnte Professor Hauke (siehe Foto) aus der Schweiz, ein anerkannter Dogmatiker und Mariologe, dessen Kompetenz in Fragen der kirchlichen Marienlehre unbestritten ist, der als Referent weltweit auf mariologischen Tagungen spricht und dessen Publikation „Theologisches“ seit Jahrzehnten hochrangige wissenschaftliche und kirchliche Autoren aufweist, was „Kath.net“ gleichwohl nicht daran hindert, den Titel Mariologe in ironische Gänsefüße zu setzen.

Aber die eigentliche Unverfrorenheit liegt in der dreisten Unterstellung, wonach Hauke „gegen die Muttergottes kämpft“.

Und wie kommt die theologisch unbedarfte Webseite zu dieser steilen These?

Ganz einfach: Professor Hauke setzt sich kritisch mit den angeblichen Marienerscheinungen von Medjugorje auseinander, wobei die dortigen Phänomene vom zuständigen Bischof der Diözese Mostar (Peric) ebenso verneint werden wie von seinem Amtsvorgänger Zanic; außerdem hat sich auch die jugoslawische Bischofskonferenz schon vor Jahrzehnten von diesen Privatoffenbarungen distanziert.

Somit befindet sich der von Kath.net attackierte Theologe mit seinem Standpunkt auf der amtlichen kirchlichen Linie, wobei es freilich auch Kirchenvertreter wie z.B. den Wiener Kardinal Schönborn gibt, die aus ihrer Sympathie mit Medjugorje keinen Hehl machen.

Bekanntlich sind nicht einmal die  – relativ wenigen –  kirchlich approbierten (genehmigten) Erscheinungen für die Gläubigen verbindlich. Wenn die Kirche eine Privatoffenbarung „anerkennt“, so verpflichtet sie die Katholiken nicht zum Glauben daran, sondern gestattet ihn im Sinne einer Billigung bzw. Erlaubnis.

Bei „Botschaften“ und Visionen hingegen, die sich kirchenrechtlich in der Schwebe befinden, sollen die Gläubigen ein endgültiges kirchliches Urteil geduldig abwarten, bevor sie den Phänomenen zustimmen.

Das bedeutet, daß der Mariologe Hauke mitnichten „gegen die Muttergottes kämpft“. Vielmehr widerspricht „Kath.net“ mit seiner jahrzehntelangen Werbung pro Medjugorje dem ablehnenden Standpunkt von Diözesan-Bischof Peric (siehe Foto) und dem Urteil der (ex-)jugoslawischen Bischofskonferenz.

Schon im ersten Einleitungssatz des Kathnet-Beitrags heißt es weiter: „Der Wiener Medjugorje-Experte Christian Stelzer hat die erneuten Medjugorje-Verunglimpfungen durch den Theologen Manfred Hauke zurückgewiesen.“

Theologische Kritik wird hier als „Verunglimpfung“ abgewertet – und damit erneut gezeigt, daß man sich völlig auf strittige Privatoffenbarungen fixiert  – und den katholischen Glauben nicht auf seine beiden Säulen „Bibel und Dogma“ gründet, sondern auf vermeintliche Visionen.

BILD: Das faktenstarke Buch „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten) ist bei uns  verbilligt für 14,80 € (statt Ladenpreis 19,80 €) erhältlich.

Hintergrund der Attacke ist ein Artikel von Professor Hauke in der katholischen „Tagespost“, worin er die Meinung äußert, die vatikanische Untersuchungskommission kenne noch nicht alle Fakten zum Thema Medjugorje. 

Der von Kathnet als „Medjugorje-Experte“ bezeichnete Dr. Stelzer hält Hauke vor, er habe „nur blind die Argumente von Bischof Peric übernommen“.

Peric ist freilich nicht irgendwer, sondern immerhin Oberhirte des Bistums Mostar-Duvno, zu dem die Pfarrei Medjugorje gehört – und damit laut Kirchenrecht der erste Zuständige für die Beurteilung von Privatoffenbarungen in seiner Diözese.

Zudem hat Hauke keineswegs ungeprüft die Kritikpunkte Perics übernommen, sondern sich seit Jahren selber eigenständig mit der Causa Medjugorje befaßt, z.B. durch eine gründliche Abhandlung in dem Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ von Pastor Rudo Franken, einem niederländischen Geistlichen. Es erschien im soliden Dominus-Verlag, den der kath. Theologe Dr. Peter Düren leitet: https://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectID=12849222

Natürlich ist Professor Hauke nicht der einzige Mariologe, der sich skeptisch zu Medjugorje äußert; auch der Augsburger Priester und Professor Dr. Anton Ziegenaus setzt sich seit langem kritisch mit diesem Phänomen auseinander. Das Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ (siehe Foto) mit Prof. Hauke als Co-Autor hat er positiv  gewürdigt.

Ebenfalls sehr lesenswert, gehaltvoll und theologisch tiefsinnig ist das Buch „Medjugorje verstehen“ des Engländers Donal Foley, das ebenfalls im angesehenen Dominus-Verlag erschien und von dem Konvertiten Volker Jordan übersetzt wurde: https://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61306125/Products/%22062+Medjugorje+verstehen%22

HINWEIS: Das kirchliche Portal „katholisch.de“ äußerte sich sachlich zu Prof. Haukes Artikel in der DT: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/mariologe-kritisiert-vatikanischen-umgang-mit-medjugorje


Hoffnungsgeschichte von Rebecca Kiessling: Gewaltsam gezeugt und doch geliebt!

Von Cordula Mohr

Diesen beeindruckende Vortrag der Amerikanerin Rebecca Kiessling, den ich im Jahre 2011 selbst auf einer Tagung erleben konnte, habe ich mir nun nochmal auf einer DVD angehört.
Der damalige Eindruck von Rebecca Kiessling war ein besonderer, denn sie strahlte pure Lebensfreude aus; sie war ein humorvoller und kontaktfreudiger Mensch.
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Am Anfang der Rede war eine grundsätzliche Aussage Rebeccas lange eingeblendet: Mein Wert gründet sich nicht darin, wie ich gezeugt wurde, wer mich aufgezogen hat,
was andere Leute von meinem Leben halten und noch nicht einmal darin, was ich mit meinem Leben mache. Ich bin kein Produkt einer Vergewaltigung, sondern ein Kind Gottes.
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Diese Zeilen gingen mir sehr ans Herz und ich freue mich über jedes Kind, das trotz der schmerzlichen Erfahrung, die eine Mutter mit einer Vergewaltigung erlebt, das Licht der Welt erblicken darf.
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Bei meiner Beratungs- und Infostand-Arbeit gegen Abtreibung erlebe ich immer wieder, dass ein unschuldiges Kind aus einer Vergewaltigung bei kaum einem Mitmenschen auf Akzeptanz stößt. Für so ein Baby scheint es besser, abgetrieben zu werden. „Das wird nie und nimmer Liebe erfahren“ – und vieles mehr in dieser Art bekomme ich zu hören.
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Und trotzdem haben schon etliche Frauen solch ein Baby ausgetragen. Ich würde jeden empfehlen, bevor er diese Kinder zum Tode verurteilt, den Flyer der Amerikanerin Rebecca Kiessling zu lesen.
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Es ist wirklich eine Geschichte voller Hoffnung.
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Die Mutter von Rebecca konnte nach einem langen inneren Ringen die Unterscheidung treffen, dass das Kind für seine Entstehung nicht verantwortlich ist. Auch die damaligen Gesetze in Amerika  – zu jener Zeit war Abtreibung noch verboten – halfen der Mutter Joann zu ihrer Entscheidung, das Kind zur Adoption freizugeben.
Rebecca Kiessling schließt daraus, dass die frühere Gesetzgebung ihr zum größten Teil das Leben gerettet hat. 
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Die vergewaltigte Mutter wollte zwei mal ihr Töchterlein abtreiben. Beim ersten Mal fehlte die Risikobereitschaft, in eine illegale Hinterhofpraxis zu gehen, sie wurde von Ängsten übermannt.
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Beim zweiten Mal bekam Mutter Joann ebenfalls Ängste, weil es damals noch illegal war, der Abtreiber sie am Telefon beschimpfte und völlig unsensibel mit ihr umging. Er wollte aber auf jeden Fall für 700 Dollar eine Abtreibung vornehmen. Rebeccas Mutter legte den Hörer einfach auf und ging nicht mehr ans Telefon.
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Als Rebecca 19 Jahre alt war, erfuhr sie schließlich von ihrer leiblichen Mutter. „Meine Mutter war begeistert von der Aussicht, mich kennen zu lernen“, schreibt Rebecca in ihren Flyer.
Joann schickte ihr also folgenden Brief (hier einige Auszüge):
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Ich hoffe, dass Du den Schock über die Einzelheiten Deiner Empfängnis inzwischen überwunden hast. Denn all das war kein Grund, etwas  so Schönes wie Dich aufzugeben – etwas so Kostbares wie ein Baby!
Meistens fällt man nach neun Monaten Schwangerschaft bzw. nach der Geburt in ein Loch und denkt, niemand liebt einen, aber Du warst so vollkommen und hübsch.
All diese Jahre hatte ich nichts von dir…
Nur die Erinnerung an die Schwangerschaft mit einem Baby, von dem ich hoffte, dass es eines Tages seine wirkliche Mutter suchen würde, so wie auch ich mein Baby kennen lernen wollte. Ich habe dich immer in meinem Herzen geliebt.
Als ich vor zwei Jahren krank war, dachte ich, ich würde mein kleines Mädchen niemals kennen lernen.
Ich freue mich auf unser Treffen. Ich weine vor Glück!
Eine Liebe, die mich neunzehn Jahre nicht losgelassen hat, endlich lerne ich meine Tochter kennen…
In Liebe
Deine Mutter Joann
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Rebecca führt es auch in ihrem Vortrag aus: Wenn Sie heute meine leibliche Mutter fragen, wird sie sagen, dass ich für sie ein Segen bin. Wenn nur jeder die Wahrheit erkennen würde, dass jedes Kind ein Geschenk ist!
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Rebecca Kiessling ist von ihrer leiblichen Mutter in späteren Jahren adoptiert worden. Sie selbst war mit den vorherigen Pflegeeltern familiär nicht gut verbunden. Tiefe seelische Verletzungen wurden ihr dort zugefügt, was jedoch ein anderes Thema ist.
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Sie selbst hat lange gebraucht, um dieses Selbstbewusstsein zu erlangen. Rebecca fühlte sich lange nicht geliebt und ging mehrere destruktive Beziehungen ein. Ein Mann zerschlug ihr sogar den Kiefer. Nun traf sie gottlob später einen Chirurgen, der ihr das Gesicht und den Kiefer wieder herrichten konnten. Sie ist eine bildhübsche Frau und setzt sich als Familienanwältin für Frauen ein, die zur Abtreibung genötigt wurden. Vier solcher Fälle, die sie vertrat, schafften es in die nationalen Nachrichten.
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Sie will denen eine Stimme geben, die man bereits vor der Geburt verachtet und kein Lebensrecht zuspricht.
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Wir werden in unserem Regionalverband ALFA Nordmünsterland schon bald den Vortrag von Rebeca Kiessling anhören und diesen auch in der Kirchengemeinde bekannt machen. Ich denke, es ist wichtig, dass gerade in den christlichen Kreisen neu über das Thema Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung nachgedacht wird.
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Unsere Autorin Cordula Mohr aus Rheine ist dreifache Familienmutter und Vorsitzende der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) in Nordmünsterland