Wir trauern um unsere Freundin und ehrenamtliche MITarbeiterin Ursula Reinsch

Von Felizitas Küble

Am heutigen Samstag, den 27. August 2016, ist unsere liebe KOMM-MIT-Freundin und ehrenamtliche Helferin Ursula Reinsch im gesegneten Alter von 90 Jahre verstorben. Die traurige Nachricht traf mich heute Vormittag ziemlich überraschend, wenngleich „unsere Ursel“ bereits schwerkrank war und in diesem Jahr mehrfach in der Klinik lag (auch vor drei Wochen war es wieder soweit).  Scannen0001 - Kopie - Kopie - Kopie

Als ich Ursula vor zwei Tagen im Klarastift besuchte, konnte sie noch kurze Worte sprechen, wenngleich sie schon recht müde wirkte, was ich vor allem auf das schwüle Wetter zurückführte.

Wir haben gemeinsam für einen älteren Freund, der zur Zeit im Krankenhaus liegt, gebetet. Besonders schön fand es Ursel immer, wenn ich ihr Psalmen oder klassische Gedichte vorlas. Gestern schien sie vormittags und nachmittags im Tiefschlaf zu sein, so daß ich sie nicht wecken wollte, doch rechnete ich noch nicht mit einem so schnellen Heimgang in die Ewigkeit.

Ursula Reinsch und ich können seit Jahrzehnten am selben Tag unseren Geburtstag feiern, nämlich am 28. April. Dieses Mal fiel die „Party“ aber bescheiden aus und bestand aus gesundheitlichen Gründen (sie war schon seit einiger Zeit bettlägerig) nur aus Schokoladeneis mit Sahne. Trotzdem war die Stimmung gut, zumal Ursel von ihrem Gemüt und ihrer Lebenseinstellung her ein zufriedener Mensch war, der auch aus einer unerfreulichen Situation noch das Beste machte.

Leider ist unsere KOMM-MIT-Freundin vor 4 bis 5 Jahren weitgehend blind geworden, denn sie bekam Macula-Degeneration (Netzhautablösung). Dadurch konnte sie Menschen, Möbel und Gegenstände etc. nur noch in Umrissen erkennen.Scannen0001 - Kopie - Kopie - Kopie - Kopie

Das war auch der Grund, warum sie ihre ehrenamtliche Arbeit in unserem gemeinnützigen Christoferuswerk und KOMM-MIT-Verlag mit etwa 85 Jahren beenden mußte, was sie recht traurig stimmte, denn sie hat mit großer Freude, echtem Teamgeist, Regelmäßigkeit und Selbstverständlichkeit über 15 Jahre lang bei uns mitgeholfen.

Bis ins hohe Alter fuhr sie mit ihrem Elektro-Wägelchen mehrmals in der Woche die ca zehn Kilometer hin und zurück, um bei uns für die Adreßverwaltung am Computer (!) zu sitzen, beim Versand mitzuhelfen oder Kontoauszüge für die Buchhaltung durchzuackern.

Wir hatte immer viel Spaß mit ihrer humorvollen und geselligen Art, wie das Foto oben ahnen läßt, wo sie bei einem unserer Verlagsfeste ihre Kräfte stemmte…

Das zweite Bild zeigt Ursel mit unserer damaligen Buchhalterin Martina Bremshey beim 80. Geburtstag unseres Verlagsgründers Günter Stiff, der im Jahre 2002 verstarb.

Günter und Ursel waren immer ein fröhliches Gespann, die sich gegenseitig gerne neckten. Kein Wunder auch: Günter war ein typischer Rheinländer, immer gut gelaunt und zu Flaxereien aufgelegt – und unsere Ursula ist in Schlesien aufgewachsen und kannte natürlich das Sprichwort, daß die Schlesier die „Rheinländer des Ostens“ seien. Jedenfalls verstand sie sich mit unserem Team und vor allem mit Günter hervorragend.  Scannen0002

Beide waren aber nicht nur lustig, sondern auch nachdenklich, vor allem, wenn es Weihnachten zuging. Dann gerieten Günter und Ursel in feierlich-romantische Stimmung  –  wie das dritte Foto zeigt, wobei unser Günter ein Stofftierchen von ihr geschenkt bekam, das er erfreut in der Hand hält…

Wenngleich Ursel evangelisch-konservativ (also evangelikal) war, sind wir uns in den meisten religiösen Fragen durchaus einig gewesen. Als sie Anfang der 90er Jahre mit ihrer MITarbeit bei uns begann, fand sie es ganz selbstverständlich, gemeinsam mit uns das Kreuzzeichen beim Tischgebet zu machen.

Auch das Ave-Maria und den „Engel des HERRN“ betete sie gerne mit uns. Gerade die Marien- und Heiligenverehrung schätzte sie sehr an der katholischen Kirche, ebenso ihre Lehre über die Eucharistie bzw. das Altarsakrament. In ihrer Handtasche trug  Ursel eine Anleitung zum Rosenkranzgebet sowie eine kleine Marienbroschüre. Zudem sammelte sie Madonnen-Postkarten aus aller Herren Länder und vielerlei Kunstepochen. In ihrer Wohnung stand eine geschnitzte Marienstatue aus schwarzem Elfenbein, die aus Afrika stammte.Scannen0001 - Kopie - Kopie

Als unser Verlagsleiter Günter Stiff verstarb, wir natürlich viel „um die Ohren hatten“ und eine Menge Dinge regeln mußten, fragte Ursula uns bei Tisch etwas verblüfft: „Sagt mal, wann gehen wir denn jetzt zu Günter und beten den Rosenkranz?!“

Oho, dachte ich mir,  d a s  muß uns von evangelischer Seite gesagt werden, vielleicht hätten wir es sonst noch verbummelt…

Jedenfalls wußten wir nun, was die Stunde geschlagen hatte und fuhren mit Ursel los zum Beerdigungsinstitut  – gemeinsam mit unserem damaligen Praktikanten Olaf Pioch, unserer Ferienhelferin Michaela Koller (heute ist sie IGFM-Mitarbeiterin in Frankfurt) und mir.

Das letzte Foto zeigt Michaela, Ursel und Olaf  –  wir waren ein tolles Team und werden „unsere Ursel“ sehr vermissen, denn sie war ein warmherziger, hilfsbereiter und im guten Sinne frommer Mensch, zudem sehr belesen und bibelkundig.

Auch in ihrer evangelischen Kirchengemeinde (der Friedenskirche in Münster) war sie jahrzehntelang aktiv, vor allem in der Evangelischen Frauenhilfe von Münster-Gremmendorf, wo sie noch bis Anfang dieses Jahres, wenn es irgendwie möglich war, an den monatlichen Treffen teilnahm, obwohl sie bereits einen Rollstuhl benötigte. Als Ursel noch besser auf den Beinen war, besuchte sie öfter Vorträge und Seminare sowohl von katholischen wie von evangelischen Referenten.

Nun weilt unsere bewährte liebe Freundin seit dem heutigen Tage nicht mehr irdisch unter uns, doch in unserem Herzen und auch in unseren Gebeten bleibt sie unvergessen: R.I.P.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Frauenrechtsverband protestiert gegen Anerkennung der Ehe einer 14-Jährigen

Pressemitteilung der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“:

Das Oberlandesgericht Bamberg hat entschieden, dass die Eheschließung einer damals 14-jährigen Syrerin mit ihrem sechs Jahre älteren Cousin rechtswirksam ist. Das OLG Bamberg sprach der nun 15-Jährigen damit zu, selbst entscheiden zu können, wo sie sich aufhalten möchte. IGFM_Scharia

In diesem Punkt widersprach das OLG Bamberg der ersten Instanz, dem Familiengericht Aschaffenburg. Das dortige Jugendamt hatte für das minderjährige Mädchen als Vormund bestimmt, dass sie getrennt von ihrem „Ehemann“ untergebracht wird.

Dagegen legte dieser Beschwerde ein und in zweiter Instanz wurde die Ehe anerkannt (Beschl. v. 12.05.2016, Az. 2 UF 58/16, PDF-Datei).

TERRE DES FEMMES protestiert scharf gegen die Anerkennung der Minderjährigen-Ehe und begrüßt, dass die Politik endlich die notwendigen Schritte in Angriff nehmen möchte, die solche Entscheidungen obsolet werden lassen: Die Festlegung des Mindestheiratsalters in Deutschland auf 18 ohne Ausnahme sowie die Nichtanerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen mit Minderjährigen.

Weltweit werden täglich 41.000 Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, Tendenz steigend. Auch in den Flüchtlingsunterkünften in Jordanien, im Libanon und in der Türkei steigt die Zahl der Frühverheiratungen dramatisch an: Während vor dem Krieg in Syrien bei 13% aller Hochzeiten mindestens ein Ehegatte minderjährig war, sind es nach Angaben der SOS-Kinderdörfer aktuell über 50%.

Frühverheiratungen sind eine Menschenrechtsverletzung. Minderjährige können die Folgen einer Heirat noch nicht abschätzen. Oft sind diese für die jungen Frauen verheerend. Mädchen, die jünger als 15 Jahre sind, sterben fünf Mal häufiger bei der Geburt ihrer Kinder als Frauen in den Zwanzigern. Schwangerschaft ist für 15 bis 19-jährige Frauen weltweit Todesursache Nummer eins. paragraph_300x3001

Außerdem sind sie besonders gefährdet, in ihrer Ehe häusliche und/oder sexualisierte Gewalt zu erfahren. Dass nun ein Gericht in Deutschland die Heirat einer 14-jährigen Syrerin anerkennt, ist ein fatales Signal, das alle bisherigen Anstrengungen im Kampf gegen Frühehen zunichte macht.

TERRE DES FEMMES fordert seit langem, das Mindestheiratsalter in Deutschland auf 18 Jahren ohne Ausnahme festzulegen. Dafür haben wir über 108.000 Unterschriften gesammelt und im Mai im Rahmen eines Fachgesprächs dem Bundesjustizministerium übergeben. Zusätzlich fordern wir, dass im Ausland geschlossene Ehen mit Minderjährigen in Deutschland nicht anerkannt werden.

Wir freuen uns, dass sich im Juni auch die Justizminister der Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen, Winfried Bausback und Thomas Kutschaty, für diese Gesetzesänderungen ausgesprochen haben. Neben gesetzlichen Änderungen, braucht es zum Schutz und Wohl der Mädchen aber auch eine Sensibilisierung von Fachkräften und ehrenamtlichen UnterstützerInnen.

Darum wird TERRE DES FEMMES ab 2017 Fortbildungen dazu für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen von Erstaufnahmeeinrichtungen in Berlin durchführen.

Quelle: http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/aktuelles/2090-terre-des-femmes-kritisiert-die-anerkennung-der-ehe-einer-14-jaehrigen

 


Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 33 (32),12-13.14-15.20-21.

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.
Der HERR blickt herab vom Himmel,
ER sieht auf alle Menschen.

Von seinem Thronsitz schaut ER nieder
auf alle Bewohner der Erde.
Der ihre Herzen gebildet hat,
ER achtet auf all ihre Taten.

Unsere Seele hofft auf den HERRN;
ER ist für uns Schild und Hilfe.
Ja, an ihm freut sich unser Herz,
wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.

 


NRW: CDU-Politiker fordern Auflösung eines Klima-Camps radikaler „Umweltschützer“

Seit langem fordern die Christdemokraten ein Ende des Klimacamps am Hambacher Forst. Für die nordhrein-westfälischen CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland und Josef Wirtz (siehe Foto) ist die zunehmende Radikalität und Gewaltbereitschaft der Aktivisten Grund für ein entschiedenes Vorgehen:

„Der Landesinnenminister hat viel zu lange gezögert, bis er die Polizei nun endlich neu organisiert hat. Statt weiter zu experimentieren und auf Vernunft zu hoffen, sollte er der Gewalt endlich ein Ende bereiten.“

Die Ausschreitungen rund um die Gegendemonstranten des Tagebau Hambachs bzw. radikaler Umweltaktivisten um das sog. Klimacamp nehmen immer mehr zu. Äxte, Messer, Zwillen, Sturmhauben wurden bereits im Camp sichergestellt. Auch scheint es inzwischen gang und gäbe, dass die Aktivisten mit Exkrementen gegen Polizei und Sicherheitsdienste im Forst vorgehen.

Die CDU hat Landesinnenminister Jäger schon oft zu einem härteren und strategischeren Vorgehen aufgefordert (vgl. z.B. Drucksache 16/11778). Letzte Woche hat der Landesminister nun endlich gehandelt: Das Polizeipräsidium Aachen ist nun federführend für die Einsätze verantwortlich.

Aufgrund der zahlreichen, teils lebensbedrohlichen Vorkommnisse und dem hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand der letzten Jahre war die Neuorganisation der polizeilichen Einsatzkräfte geboten. Offen ist jedoch, wie viel Schaden das zögerliche Handeln der Landesregierung verursacht hat und wann das Camp endlich geschlossen wird.

Daher haben die Abgeordneten Golland und Wirtz nun eine parlamentarische Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt, in der sie eine Gesamtbilanz der Vorfälle im Camp seit 2013 einfordern.

„Das Klimacamp steht nicht für Meinungsfreiheit und Demokratie, sondern für Gewalt. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Die Landesregierung lässt zu, dass radikale Aktivisten die Meinungs- und Versammlungsfreiheit dafür missbrauchen, einen rechtsfreien Raum zu schaffen. Hier muss endlich durchgegriffen werden. Der Rechtsstaat darf sich nicht vorführen lassen“, schreiben die Abgeordneten in ihrer Anfrage. Daher soll die Landesregierung nun mitteilen, wann das Camp endlich aufgelöst wird.

Weitere Infos:
Kleine Anfrage (Drucksache 16/12663)

Quelle (Text/Fotos): http://www.gregor-golland.de/pages/posts/wann-wird-das-klimacamp-endlich-aufgeloest-1097.php


Union erinnert an den 75. Jahrestag der Deportation von 1 Mio. Rußlanddeutschen

Vor genau 75 Jahren (28.8.1941) begann in der damaligen UdSSR die Deportation der Russlanddeutschen. Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach: 159481-3x2-teaser296

„Die damaligen Ereignisse hinterließen tiefe Traumata in den Familien, unter denen die Nachfahren heute noch leiden – obwohl viele von ihnen längst in Deutschland leben und die jüngeren bereits hier geboren wurden.

Deshalb bleibt es auch weiterhin notwendig, den Opfern und ihren Angehörigen beizustehen, indem wir gemeinsam an das Schicksal der Russlanddeutschen erinnern. Nahezu alle Russlanddeutschen mussten schwerste Zwangsarbeit leisten.

Mit der am 1. August 2016 in Kraft getretenen Richtlinie zur Entschädigung ehemaliger deutscher Zwangsarbeiter hat die Bundesregierung auch für die Russlanddeutschen ein wichtiges Signal der Solidarität gesendet. Sie würdigt damit das schwere Schicksal all jener Deutschen, die als Zivilpersonen zur Zwangsarbeit verpflichtet waren.

Das ist ein spätes, aber wichtiges Zeichen, das uns bewusst macht, was viele Deutsche erleiden mussten, die unter meist unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit herangezogen wurden.“

Hintergrund:
Unmittelbar nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion erließ das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR am 28. August 1941 ein Dekret ‚Über die Umsiedlung der in den Rayons des Wolgagebiets lebenden Deutschen‘. Denn die deutschstämmige Bevölkerung wurde unter den Pauschalverdacht gestellt, mit Deutschland zu kollaborieren.

In der Folge wurden die Wolgadeutschen nach Westsibirien und Nordkasachstan deportiert. Dieser Erlass bedeutete den Beginn der größten Odyssee in der Geschichte der Russlanddeutschen. Insgesamt wurden rund eine Million Menschen deportiert. Schwerste Zwangsarbeit in den Strafbataillonen der sogenannten Trudarmee kostete  Hunderttausende das Leben oder ihre Gesundheit.  


David Berger: Meine Entschuldigung bei Papst Benedikt ist eine „Rolle vorwärts“

Wie bereits im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, hat sich der homosexuelle Philosoph und Publizist Dr. David Berger öffentlich bei Papst Benedikt dafür entschuldigt, daß er sich vor einigen Jahren in rufschädigender Weise über ihn geäußert und Hinweise aus der Gerüchteküche in Medien weiterverbreitet hat. DavidBergerPM

Überdies hat Berger in seiner mutigen Stellungnahme seine tiefempfundene Bewunderung für Person und Pontifikat von Papst Benedikt zum Ausdruck gebracht; zugleich hat er die Amtsführung von Papst Franziskus kritisch beurteilt.

Wie man sich denken kann, ist diese öffentliche Reuebekundung von Dr. Berger auf ein geteiltes Echo in Leserkommentaren und „sozialen Netzwerken“ gestoßen, wobei bislang die positiven Rückmeldungen zu mindestens drei Viertel klar überwiegen (auf unserem CF sind es sogar um die 90%). 

Die meisten Leser ermutigen den Autor: „Großartig“  – „Respekt“ – „Tapfer“ usw. – Auf Bergers Facebook-Seite schreibt z. B. Rainer Jacob: Ich finde das auch so gut, obwohl ich Atheist bin.“

Auf seinem FB-Profil nimmt Dr. Berger jetzt folgendermaßen Stellung zum Echo auf das öffentliche Eingeständnis:

„Viele schreiben jetzt (persönlich und in den sozialen Netzwerken), das sei eine „Rolle rückwärts“ – Ganz im Gegenteil, das ist eine Rolle vorwärts. Wessen Denken in diesen unstabilen Zeiten starr und statisch bleibt, der wird sehen, dass es unter dem Druck der Realitäten zerbricht.

Und 2.) die Kritik an Franziskus habe ich deshalb mit eingebracht, weil mir das aktuelle Pontifikat erst die Augen für die Größe Benedikts geöffnet hat (Thomas von Aquin: Manchmal dient das Böse dazu, dass wir das Gute umso deutlicher erkennen: quia contraria iuxta se posita magis eluscescunt).“

Bergers FB-Quelle: https://de-de.facebook.com/David-Berger-273500315994476/#

 


Dr. David Berger bewundert Papst Benedikt und bittet ihn um Entschuldigung

Von Dr. David Berger

Anlässlich der anstehenden Veröffentlichung eines Interviewbuches mit Papst Benedikt XVI. durch Peter Seewald hat mich ein Journalist einer großen Zeitung vor einigen Tagen gefragt, ob ich „mein Outing von Papst Benedikt XVI“, das ich damals „im ZDF und Stern-TV im Sommer 2012 gewagt habe“, in einem umfangreicheren Interview wiederholen möchte. pressefotoberger11

Ich habe ihm – ohne nur eine Sekunde zu überlegen – eine klare Absage erteilt.

Zum einen war das, was ich damals sagte, kein echtes „Outing“. Ich hatte immer wieder betont, dass ich nicht weiß, was in den Schlafzimmern von Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI vorgehe, sogar in einem Nebensatz angemerkt, dass ich davon ausgehe, dass der Papst gar keinen Sex hatte bzw. das Zölibat streng eingehalten hat.

Aber eben fatalerweise auch über Gerüchte gesprochen, die im Vatikan kursierten, in der Zeit, als ich für den Vatikan tätig war. Und mich daneben auf zweifelhafte Studien gestützt, nach denen Männer, die sich kritisch zur Gay-Szene äußern, angeblich häufig ungeoutet schwul sind und damit große psychische Probleme haben…

Die Zeitungen, vor allem in Italien, haben meine nur halb verstandenen Aussagen dennoch begierig aufgegriffen und daraus Schlagzeilen gemacht.

Inzwischen weiß ich, dass Benedikt diese Aussagen erreichten und ihm schweren Schmerz zugefügt haben. Zugleich weiß ich um seine hohe Sensibilität, auch dass er mir zuvor mehrmals über sein Umfeld schätzende Worte zu meinem theologischen Arbeiten hat ausrichten lassen. RadioVatikan

Nach den Jahren, die inzwischen vergangen sind, komme ich mir immer mehr wie ein undankbarer, untreuer Sohn vor. Und es tut es mir leid, dass ich das Gesagte nicht mehr einfangen und zurückholen kann.

Dass ich nur mit zerknirschtem Herzen und gesenktem Haupt sagen kann, dass mir meine Worte von damals aufrichtig leid tun.

Gerade vor dem Hintergrund der Tragödie des derzeitigen Pontifikates von Papst Franziskus, der das Papstamt schwer beschädigt, die Kirche unter seinen immer neuen dogmatischen Deviationen schwer leiden lässt, die Welt mit seinem zeitgeistigen Islam-Appeasement in einen gefährlichen Irrweg treibt, erscheint Papst Benedikt XVI als die große Lichtgestalt auf dem Petersthron. Als der Papst einer Catholica, die noch um ihre Tradition und Identität weiß…

Mich dagegen haben bei der „Outing“-Sache Zeitgeistigkeit, menschliche Schwäche und falscher Ehrgeiz verbunden mit Eitelkeit geleitet: In diesem Sinne, heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., bitte ich Sie aufrecht und mit zerknirschtem Herzen um Entschuldigung!

Quelle und vollständiger Text hier: http://philosophia-perennis.com/2016/08/26/papst-benedikt-xvi/

Infos über das ECHO auf Bergers Reuebekundung: https://charismatismus.wordpress.com/2016/08/26/david-berger-meine-entschuldigung-bei-papst-benedikt-ist-eine-rolle-vorwaerts/