Okkultismus & Satanismus – Ein Vortrag

Okkultismus und Satanismus

DDDr. Peter Egger



Das charismatische „Haus Raphael“ ist keine katholische Einrichtung

Vatikanischer bzw. bischöflicher Entzug des Titels „katholisch“

Nach Kanon 216 und 330 des Kirchenrechts (CIC) darf sich ohne die Zustimmung der zuständigen kirchlichen Autorität keine Organisation „katholisch“ nennen. Eine Anerkennung als „katholischer“ Verein kann auch wieder aberkannt werden. bildma1

1. Dies geschah Anfang Mai 2011, als der Vatikan der „Weltunion der katholischen Presse (UICP)“ untersagte, sich weiter katholisch zu nennen. Bei der jüngsten Vollversammlung der UICP in Birkina Faso waren noch 1000 Teilnehmer aus allen Kontinenten und 455 Journalisten angereist. Der Vatikan wirft dem Verband mangelnde Transparenz und undurchsichtige Kommunikation vor.

2. Mit einem Schreiben vom 4. Mai 2011 wendet sich Offizialatsrat Janson von der Abteilung Kirchenrecht der Diözese Fulda an den CM-Kurier, um mitzuteilen, „daß es sich beim „Haus St. Raphael“ in Bad Soden-Salmünster um keine Einrichtung der katholischen Kirche handelt“.

Das „Haus Raphael“ wurde von der indischen Ordensfrau Margaretha Valappila gegründet und wird bis heute von ihr geleitet.

Weiter stellt die Bistumsleitung Fulda in dem Schreiben fest:

„Das Haus St. Raphael ist aus einer privaten Initiative entstanden… Eine Anerkennung der zuständigen kirchlichen Autorität liegt nicht vor. Es ist daher irreführend, wenn das Haus St. Raphael als ein ‚katholisches Evangelisationszentrum‘ bezeichnet wird.“

Da bei Besuchern von charismatischen „Heilungsgottesdiensten“, Gebets- und Einkehrtagen dieses Evangelisationszentrums in Bad Soden-Salmünster immer häufiger psychische und religiöse Schädigungen auftreten, weist Sr. M. Valappila sogar selber in ihrer Webseite darauf hin, daß kranke Menschen dort nicht willkommen sind.

Wörtlich heißt es: „Personen, die psychisch krank sind und deshalb Medikamente nehmen, sollen bitte nicht teilnehmen“ (www.haus raphael-ke.de).

Wirkt der für „Heilungen“ so gerne in Anspruch genommene  HEILIGE GEIST etwa nur an gesunden Personen?

Quelle:  Juni-Ausgabe (2011) des  Kuriers der Christlichen Mitte


Echte und falsche Wunder

Aus der Juni-Ausgabe (2011) des  Kuriers der Christlichen Mitte(1)

ECHTE UND FALSCHE WUNDER

Daß auch Satan und seine Dämonen Wunder (Scheinwunder) wirken können, wird in der Bibel eindrücklich bewiesen:

„Und der HERR sprach zu Moses und Aaron: Wenn Pharao zu euch sagen wird: Lasset Wunder sehen, dann sprich zu Aaron. Nimm deinen Stab und wird ihn vor Pharao, und er wird zur SChlange werden. Da gingen Moses und Aaron zu Pharao und taten, was der HERR befohlen hatte. Und Aaron trug seinen Stab vor Pharao und seinen Knechten, und er ward in eine SChlange verwandelt.

Pharao aber rief die Weisen und Zauberer, und auch sie taten ähnliches mit ihren ägyptischen Zaubermitteln und geheimen Künsten. Und sie warfen ein jeglicher seinen Stab hin, und sie wurden zu Schlangen. Aber der Stab Aarons verschlang ihre SAtäbe“ (2. Buch Mose, 7,1ff)

Über die Esoterik sind ämonische Wunder auch heute weit verbreitet. Davor warnt das Buch von Adelgunde Mertensacker: „Irrwege des Glücks – Esoterische Medizin von A bis Z“ (240 Seiten, 5 EUR).

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(1) KURIER-Redaktion: Lippstädter Str. 42, D-59329 Wadersloh
Tel. (02523) 8388, Fax (02523) 61 38
Herausgeberin, ViSdP: Adelgunde Mertensacker
Vertrieb: Werner Handwerk
Geistlicher Beirat: Pfr. Pietrek
Verleger: CHRISTLICHE MITTE
E-Mail: info@christliche-mitte.de
Internet: www.christliche-mitte.de
Druck: Fleiter Druck, 59329 Wadersloh
Nachdruck bei Quellenangabe gestattet.
Monts-KURIER 20 EUR/Jahr – 4 Expl. monatl. 30 EUR/Jahr – 10 Expl. mtl. 50 EUR/Jahr
Hör-KURIER-Kassette: 20 EUR/Jahr.

Warnung vor Braco / Bruno Gröning und Co.

Kirchliche Sektenbeauftragte warnen vor „Geistheilern“

Wir, als katholische Kirche, sagen ganz klar: Der Glaube an Bruno Gröning als Heilsvermittler ist mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Und das sieht die evangelische Kirche genauso.“

Das erklärte der Sektenbeauftragte des Erzbistums München, Axel Seegers, anläßlich einer Massenveranstaltung mit 7000 Anhängern des selbsternannten“Wunderheilers“ Braco in Garching, der als Nachfolger des 1959 verstorbenen „Geistheilers“  Bruno Gröning verehrt wird, esoterische Lehren vertrat und mit einem hohen Sendungsbewußtsein auftrat.

Braco kassiert von tausenden naiven Leuten Eintrittsgelder, obwohl er nur auf der Bühne steht, nichts sagt, nichts tut, sondern mit einem „gebenden Blick“ ins Publikum hereinschaut.

Seegers bezeichnet es als „Vermessenheit und Unsinn“, zu behaupten, ein Mensch könne soviel Energie entwickeln, daß er Kranke heile  –  und überhaupt: „Uns als Kirche steht es gut an, keine Massenveranstaltungen anzubieten, sondern den einzelnen Menschen in den Blick zu nehmen.“

Diese Kritik gilt auch jenen charismatischen „Heilungsgottesdiensten“, die in den suchenden und oft verzweifelten Menschen falsche Hoffnungen erwecken, die auf spektakuläre „Zeichen und Wunder“ setzen, statt ihnen den christlichen Glauben in seiner Fülle zu vermitteln.

Hier eine informative Quelle über Bruno Gröning und seine Nachfolger:

http://www.ekd.de/ezw/Lexikon_119.php

Über Bruno Gröning und andere Esoteriker bzw. „Wunderheiler“ können Sie in der Dokumentation „Irrwege des Glücks – Esoterische Medizin von A bis Z“  Weiteres erfahren (240 Seiten, 5 Euro)  – Bestellung bei der Christlichen Mitte (info@christliche-mitte.de) oder  bei unserem Christoferuswerk, Tel. 0251-616768.


Orthodoxe und katholische Kirchenleitungen contra „Seherin“ Vassula Ryden

Die griechisch-orthodoxe „Seherin“ Vassula Ryden wird von der orthodoxen Kirchenleitung theologisch klar abgelehnt, ihre angeblichen Visionen wurden im Jahr 2010 ausdrücklich verworfen und die Charismatiksche Bewegung allgemein als verfehlte „Neuerung“ kritisiert.

Bereits 1995 stellte  zudem die katholische „Kongregation für die Glaubenslehre“  unter Leitung von Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst,  in einer Notifikation fest:

„Viele Bischöfe, Priester, Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien wenden sich an diese Kongregation mit der Bitte um ein maßgebendes Urteil über die Tätigkeit der in der Schweiz ansässigen griechisch-orthodoxen Frau Vassula Ryden, die weltweit in katholischen Gebieten ihre Worte und ihre Schriften als angeblich vom Himmel offenbarte Botschaften verbreitet. Eine von dieser Kongregation vorgenommene aufmerksame und objektive Untersuchung in der Absicht, ‚die Geister zu prüfen, ob sie aus Gott sind‘ (vgl. 1 Joh. 4,1) hat … ein Gesamtbild von wesentlichen Elementen gezeigt, die im Lichte der katholischen Lehre als negativ betrachtet werden müssen.“

Die Glaubenskongregation urteilt zusammenfassend, „daß es sich bei den angeblichen himmlischen Botschaften nur um die Frucht privater Meditation handelt.“

Die Kongregation fordert, „daß die Bischöfe einschreiten, ihre Gläubigen angemessen informieren und in ihren Diözesen keine Ausbreitung der Ryden’schen Ideen gestatten. Sie fordert schließlich alle Gläubigen auf, die Schriften und die Interventionen von Frau Vassula Ryden nicht als übernatürlich zu betrachten und den Glauben, den der HERR der Kirche anvertraut hat, rein zu bewahren“

Quelle: Vatikanzeitung  „L’Osservatore Romano“ vom 23./24. Oktober 1995