Bischof Konrad Zdarsa (Bistum Augsburg) räumt in Wigratzbad auf

  1. Kritik an „charismatischen“, schwarmgeistigen Entgleisungen

    PRESSEMELDUNG des Christoferuswerks vom 4. Juni 2011:

    Der Augsburger Oberhirte Konrad Zdarsa will offenbar dafür sorgen, daß fragwürdige Seminare und Praktiken im Wallfahrtsort Wigratzbad im Allgäu nunmehr eingestellt werden. Gewisse charismatische Ausuferungen und schwärmerische Übertreibungen sollen dort ein Ende finden.

  2. Diese Zielsetzung ergibt sich aus Bischof Zdarsas aktuellen Personalentscheidungen.charismatiker_allg_606_pr13_02_ab36d7785e

    Er ist Amtsnachfolger von Bischof Walter Mixa im Bistum Augsburg. Zdarsa wurde in schwerer Zeit  –  am 7. Juni 1944  –  als 7. Kind seiner Eltern in Hainichen (Sachsen) geboren.

    Die kürzliche Amtsenthebung des bisherigen Wigratzbader Pilgerleiters Pfr. Thomas Maria Rimmel (47 J.) hat in frommen Kreisen hohe Wellen geschlagen und teils für Empörung, teils für dankbare Zustimmung gesorgt:

    Charismatische oder stark erscheinungsmarianisch geprägte Katholiken äußern mitunter scharfe Kritik am Bischof (siehe etwa die  –  zum Teil sehr zornigen  –  Leserkommentare im Nachrichtenportal „kath.net“).

  3. Hingegen zeigen sich jene Katholiken erleichtert, deren Glaube sich auf Bibel, Dogma und Lehramt stützt und die für eine bodenständige Frömmigkeit eintreten.In diesem nüchtern-katholischen Spektrum, zu dem man auch die in Wigratzbad ansässige Priesterbruderschaft St. Petrus zählen kann, ist die Zufriedenheit darüber groß, daß der Bischof den 42-jährigen Pfarrer Nikolaus Maier aus Rennertshofen zum neuen Wallfahrtsdirektor bestimmt hat. Dieser Geistliche steht der klassischen Liturgie („alten Messe“) aufgeschlossen gegenüber. Dies dürfte auch ein gedeihliches, konstruktives Nebeneinander zwischen der Gebetsstätte und der traditionsorientierten Petrusbruderschaft begünstigen.

    Der scheidende Wallfahrtsleiter Thomas M. Rimmel hat sich in der jüngsten Ausgabe der Vierteljahres-Zeitschrift „Wigratzbad aktuell“ ausführlich zu den vieldiskutierten Vorgängen geäußert und dabei vor allem die starke Präsenz charismatischer Seminare in Wigratzbad zu rechtfertigen versucht; zugleich grenzte er sich deutlich gegenüber der bischöflichen Kritik ab.

    Diese letzte von Pfr. Rimmel redigierte Ausgabe von „Wigratzbad aktuell“ enthält neben langen Ausführungen sechs Fotos, auf denen er selbst abgebildet ist (inklusive Titelbild); außerdem die von ihm eingeplanten Seminartermine bis Oktober 2011, wobei starke charismatische Tendenzen erneut nicht zu übersehen sind.

    Der Konflikt um Wigratzbad begann bereits im März 2011, als das Augsburger bischöfliche Ordinariat eine Neuauflage des Buches „Sieg der Sühne“ von Alfons Sarrach in einem kirchlichen Verlag untersagte. In diesem Buch mit dem Untertitel „Marias Botschaft an die Menschen“ wird die Entstehungsgeschichte der Gebetsstätte geschildert, freilich mit starker Betonung angeblicher „Zeichen und Wundern“.   –  Näheres hierzu in unserer Pressemeldung:
    http://www.news4press.com/MeldungDetail_583344.html

  4. Die Kritik von Bischof Zdarsa an der bisherigen Wallfahrtsleitung entzündete sich vor allem daran, daß Pfr. Rimmel für den 8. bis 10. April.2011 einen kroatischer Priester als Referent für „Geistliche Erneuerung“ nach Wigratzbad einlud, der dort bereits im Vorjahr ein „charismatisches“ Seminar leitete: Zlatko Sudac.Diesem offenbar schwarmgeistigen, zur Selbstdarstellung neigenden Geistlichen wurde seitens der kroatischen Bischofskonferenz jedes Auftreten als Seminar- oder Exerzitienleiter verboten. Daher untersagte auch Bischof Zdarsa strikt den vor Ostern geplanten Auftritt des Charismatikers in Wigratzbad.Allerdings hielt sich Pilgerleiter Rimmel nicht an dieses bischöfliche Verbot; dies begründete er damit, daß er erst kurzfristig über die ablehnende Haltung der kroatischen Bischofskonferenz informiert worden sei.

    Das Exerzitienprogramm Pfr. Rimmels war allerdings seit Jahren von fragwürdigen „Charismatikern“ geprägt, denen zum Teil die kirchliche Anerkennung fehlt.

    So hatte Pfr. Rimmel auch für das Jahr 2011 zB. mehrfach Sr. Margaritha Valapilla als Seminarleiterin für „Geistliche Erneuerung“ bzw. „Innere Heilung“ vorgesehen. Die in Bad Soden-Salmünster ansässige Nonne leitet das Evangelisationszentrum „Haus Raphael“, dem bereits im Jahre 2004 der Titel „katholisch“ im kirchlichen Amtsblatt entzogen wurde.

  5. Diese deutliche Distanzierung des bischöflichen Ordinariats Fulda geht auf zwei ausführliche theologische Gutachten des Religionsphilosophen und Priesters Prof. Dr. Aloysius Winter zurück.Zu den weiteren umstrittenen Exerzitienmeistern, die in Wigratzbad auftraten, gehört der indische Pater J. Manjackal, bei dessen schwarmgeistigen Seminaren zahlreiche Teilnehmer rückwärts in eine Art Trance fallen, nachdem er sie mit Handauflegung „segnete“.   –   Überdies fordert Manjackal die Teilnehmer seiner „Heilungsseminare“ dazu auf, sich auch gegenseitig zwecks „Geistausgießung“ die Hände aufzulegen, wobei es ebenfalls mitunter zum quasi-ohnmächtigen Rückwärtskippen (siehe Foto) kommt.
    Foto: Pattayablatt

    Foto: Pattayablatt

    Dieses Phänomen wird von charismatischer Seite als „Ruhen im Geist“ gewürdigt, von Kritikern hingegen als irrgeistig angesehen oder. etwas flapsig auch als „Hammersegen“ bezeichnet.

  6. Zurück zum trance-artigen Rückwärtsfallen nach „charismatischer“ Handauflegung: In der protestantischen Pfingstbewegung ist diese umstrittene Manifestation seit über 100 Jahren bekannt und wird dort in jüngerer Zeit auch als „Torontosegen“ bezeichnet.  Seit ca. 20 Jahren kommt dieses Phänomen auch in schwarmgeistigen katholischen Kreisen häufiger vor, nicht allein in Wigratzbader „Heilungsseminaren“, sondern z.B. auch in dem von Sr. Margaritha Valapilla geleiteten „Haus Raphael“,  im charismatischen „Evangelisationszentrum“ Maihingen sowie im weltbekannten „Erscheinungsort“ Medjugorje.
  7. Dieser Vorgang, der im englischsprachigen Raum als „Slain in the Spirit“ (Erschlagenwerden im Geist) bezeichnet wird, ist in der Bibel nirgends als Gabe des Heiligen Geistes erwähnt. Rückwärtsfallen kennt die Hl. Schrift nur in negativen Zusammenhängen (zB. Joh 18, 6 – Jes 28,13 – 1 Sam 4,18).  Auch die 2000-jährige Kirchengeschichte weiß von keinem einzigen Beispiel, wonach es bei einer sakramentalen Eingießung des Heiligen Geistes oder seiner Gaben (etwa bei Taufe, Firmung, Priesterweihe) zu einem trance-ähnlichen „Ruhen im Geist“ gekommen wäre, wobei Menschen wie bewußtlos zu Boden fallen. Daher lehnen es viele Katholiken ab, diesen „Hammersegen“ als eine Wirkung des Heiligen Geistes anzusehen, zumal Gottes Geist den menschlichen Verstand nicht ausschaltet, sondern anregt. Der Verstand gehört ausdrücklich zu den „Sieben Gaben des Heiligen Geistes“, die durch das Sakrament der Firmung gespendet werden.
  8. Sogar Kardinal Leo Suenens  –  er stand der Charismatischen Bewegung bekanntlich sehr nahe  –  äußerte sich skeptisch über das „Ruhen im Geist“ und bezeichnete es als „parapsychologisch“.  –  Prälat Georg Gänswein, der heutige Papstsekretär, berief sich in einer Stellungnahme auf diese Kritik des belgischen Kardinals: Das Themenheft „Wunderheilung und Ruhen im Geist“ von Frau A. Mertensacker zitiert auf S. 71 aus einem Schreiben von Prälat Gänswein aus dem Jahr 2004. Damals reagierte Dr. Gänswein auf eine Anfrage nach dem „Ruhen im Geist“ und ähnlichen charismatischen Phänomenen. Er schrieb im Auftrag des damaligen Kardinal Joseph Ratzingers Folgendes:„Die von Ihnen beschriebenen Praktiken gewisser charismatischer Kreise sind in der Tat problematisch. Sie zeigen. wie richtig und wichtig die Warnungen von Kardinal Suenens waren, der übrigens vom Papst als Ratgeber der charismatischen Gruppen bestellt war und dessen Stimme deshalb auch amtlichen Charakter hat.“Befürworter dieser Phänomene weisen jedoch darauf hin, daß jene, die „im Geist ruhen“, starke religiöse Empfindungen bzw. tiefe Gefühle des Glücks erleben.

    Dem halten Kritiker entgegen, daß Religion keine bloße Wohlfühl-Sache sein kann, daß Glaube weitaus mehr als „Wellness“ bereithält, daß er vor allem alltagstauglich sein muß, indem er zur Nachfolge Christi und zur Einhaltung der göttlichen Gebote verhilft.

    In einem amtlichen „Brief an die Bischöfe“ zum Thema „christliche Meditation“ vom 15.10.1989 warnte der Chef der Glaubenskongregation (unser heutiger Papst) davor, „wohlige religiöse Gefühle“ als geistgewirkt zu verherrlichen. Der damalige Kardinal Ratzinger schrieb hierzu:

    „Einige physische Übungen erzeugen automatisch das Gefühl der Ruhe und Entspannung, Gefühle der Befriedigung, vielleicht sogar Empfindungen von Licht und Wärme, die einem geistlichen Wohlbefinden gleichen.

    Sie aber als echte Tröstungen des Heiligen Geistes anzusehen, wäre eine gänzlich falsche Art, sich den geistlichen Weg vorzustellen. Würde man ihnen eine für die mystische Erfahrung typische symbolische Bedeutung zuschreiben, ohne daß die sittliche Haltung der Betreffenden dem entspricht, so hätten wir eine Art geistlicher Schizophrenie vor uns, die sogar zu psychischen Störungen und zuweilen zu moralischen Verirrungen führen kann.“

    Damit hat Kardinal Joseph Ratzinger für klare theologische Information und Orientierung auch in diesen umstrittenen Fragestellungen gesorgt.

    Im übrigen hat die Kirche auch in früheren Zeiten vor schwarmgeistigen und gnostisch-irrgeistigen Sonderpraktiken gewarnt, etwa in der Ablehnung der Schwärmersekte der Montanisten (2. Jahrh.) oder der neugnostischen Katharer im Hochmittelalter. Auch bei den leibfeindlichen Katharern, die ein Verbot der Ehe einführten, wurde eine charismatische „Geist-Taufe“ mit Handauflegung vollzogen, das sog. Consolamentum, das den Eintritt in die Gemeinschaft der Katharer markierte und zu ekstatischen „Geisterfahrungen“ führte. Auch damals wurden die „nüchternen“ Sakramente der Kirche durch erlebnisbetonte Praktiken ersetzt, die jene Sektierer dem Heiligen Geist zuschrieben.

    Beim „Hammersegen“ handelt es sich also um einen Vorgang, den die katholische Kirche seit Jahrtausenden nicht kennt, der hingegen aus dem Bereich der Sekten oder heidnischer Religionen wohlbekannt ist. Dieses Phänomen gab es z.B. in schwärmerischen Sekten des Mittelalters (Bogomilen, Flagellanten, Brüder vom freien Geist), in protestantischen Randgruppen (Quäker, Täufer, Zwickauer Propheten, Spiritualisten) und seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der evangelischen Pfingstbewegung.

    Der „Hammersegen“ existiert unter dem Namen „Shakti Pat“ auch im Hinduismus (er geschieht meist bei der Handauflegung eines „erleuchteten“ Yogis). Zudem ist das Phänomen aus dem magisch-ekstatischen Voodookult bekannt – gewiß sehr weit entfernt vom Heiligen Geist und seinen Gaben.

    Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks eV in Münster

    Christoferuswerk eV.
    Schlesienstr. 32
    48167 Münster
    Tel:0251-616768
    Fax:0251-614020
    felizitas.kueble@web.de


18 Kommentare on “Bischof Konrad Zdarsa (Bistum Augsburg) räumt in Wigratzbad auf”

  1. Anonym sagt:

    „Bei schweren Sünden ist die Beichte der “ordentliche” Weg,“

    Ich habe eine solche Aussage nicht in Frage gestellt. Beichte befreit die Seele.

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  2. Anonym sagt:

    „Die Pius-Bruderschaft leben den wahren kath. Glauben und werden die Festung sein, gegen alle Häresie aus ROM!“

    Seine Brüder und Schwestern im Herrn PAUSCHAL und völlig UNSUBSTANTIIERT der Häresie zu bezichtigen, das fällt bei mir unter urteilen.

    „Auch die Freikirche ist nicht im Willen des Herrn!“

    Meines Erachtens werden die Pius-Brüder im Evangelium nicht explizit erwähnt. Ich wäre aber nicht so vermessen, zu sagen, dass die Pius-Bruderschaft nicht im Willen des Herrn sei.

    Jeder Christ ist im „Willen des Herrn“. Nicht anders steht es im Evangelium.

    Aber ganz ehrlich. Mitglied der Pius-Bruderschaft wollte ich nicht sein. Wer braucht denn schon Gottesdienste in lateinischer Sprache. Diese Gepflogenheit ist beispielsweise nicht biblisch.

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  3. Anonym sagt:

    Herr Gerlich,

    was wollen Sie mit dem Begriff Verweigerung mir mitteilen?

    Nur der Glaube an Jesus Christus zählt!

    Sie sollten besser die Paulus-Briefe studieren, da steht nichts von einem Glauben an eine Institution oder Kirche.

    Nur der Glaube an Jesus Christus.ist es, der uns rettet. So schreibt es Paulus.

    Mit freundlichen Grüßen

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    • Stefan2 sagt:

      @ Anonym

      „Nur der Glaube an Jesus Christus zählt“
      ___________

      Da haben Sie aber die Bibel schlecht studiert! Denn die sagt noch etwas anderes:

      1.) Heilsnotwendig ist die Taufe, und nicht nur der Glaube an Jesus Christus!

      2.) Heilsnotwendig sind das Hl. Messopfer und die hl. Kommunion, und nicht allein der Glaube an Jesus Christus!

      3.) Heilsnotwendig ist das Beichtsakrament, und nicht nur der Glaube an Jesus Christus!

      4.) Desweiteren haben Sie in der Heiligen Schrift übersehen, dass diese nicht „allein aus Glauben“ lehrt, sondern: „Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, das größte von ihnen ist die Liebe!“ – und nicht etwa der Glaube! Der Glaube ohne die Liebe ist tot! Aber die Liebe ohne den Glauben ist nicht tot, was sich an vielen einfachen Menschen in der Welt zeigt, die keine Christen sind, aber in der Liebe wandeln. Die sind besser als jemand, der glaubt und nicht liebt! Wegen dieser ihrer Liebe sind sie mir mehr Bruder und Schwester, als die, die nur glauben, aber nicht lieben! Diese stehen Christus auch näher als die, die nur glauben!

      „Sie sollten besser die Paulus-Briefe studieren, da steht nichts von einem Glauben an eine Institution oder Kirche.“
      ____________

      Das NT und überhaupt die Bibel bestehen nicht nur aus den Paulusbriefen. Auch hier muss ich Ihnen sagen, dass Sie die Bibel schlecht studiert haben! Denn der Bibel zufolge, war die Kirche von Beginn an Institution Christi, und nicht bloß eine Ansammlung von Individuen. Von Anfang an war sie hierarchisch aufgebaut: der oberste Hirte (Petrus), dann die Bischöfe (Apostel), Priester, als Stellvertreter der Bischöfe hab es vielleicht noch nicht, dann kamen die Diakone und schließlich die Laien, die gemäß der Apostelgeschichte nicht etwa in der Lehre der Bibel blieben, sondern in der Lehre der Apostel (das kirchliche Lehramt)! Und daher ist denn auch nicht die Bibel das Fundament der Wahrheit, sondern die Kirche (1 Tim. 3,15)! Und so identifiziert sich Christus gegenüber Saulus mit der Kirche: „Was verfolgst du mich?!“ Saulus hat aber nicht Christus verfolgt, sondern seine Kirche, wie die Apostelgeschichte wiederum bezeugt! Und mit den Aposteln (Bi schöfen) ist es auch nicht mit dem letzten der Zwölf gar aus, sondern mit ihnen geht es weiter bis zum Ende der Welt, wie es Christus sagt!

      Wer also die Kirche ablehnt, der lehnt Christus ab! Wer die Kirche verfolgt, der verfolgt Christus! Wer Kirchliches verachtet, verachtet Christus!

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      • Anonym sagt:

        @Stefan2

        Ich empfehle: Erst Johannes 3,4 lesen, dann nachdenken, dann sich äußern.

        Johannes 3,4 in Auszügen:

        „Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, daß Gott mit ihm ist. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!
        Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden?
        Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
        Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden!
        Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. …………… Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, DAMIT JEDER, DER AN IHN GAUBT nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
        18 WER AN IHN GLAUBT, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.“

        Paulus ist nicht irgendwer, sondern ein Mensch voll des Heiligen Geistes. Paulus schreibt u.a.:

        „So kommen wir nun zu dem Schluß, daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.“ Römer 3,28

        Heilsnotwendig sei das Beichtsakrament?

        Das Wort Beichtsakrament habe ich in der Bibel nicht gefunden. Alle „Nichtkatholischen Christen“ wären nach dieser Auffassung dann wohl verloren? Oh, da habe ich noch Glück, weil ich katholisch getauft bin.

        Jesus hat die Sünden der Welt auf sich genommen. Was ist der Sinn dieser Tat? Denken Sie einmal darüber nach.

        Ein Tip: Paulus hat nachgedacht! Deshalb sind die Paulus-Briefe so wichtig.

        Über Kirchengeschichte sind Sie wohl nur unzureichend informiert. Unter Konstantin haben sich die heutigen Strukturen der katholischen Kirche erst herausgebildet.

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      • Guten Tag,
        es kommt nicht auf den Begriff „Beichtsakrament“, sondern auf die Sache an. Christus hat seine Apostel am Ostermorgen beauftragt: „Wem ihr die Sünden erlaßt, denen sind sie erlassen – und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ – Bei schweren Sünden ist die Beichte der „ordentliche“ Weg, um wieder zur Freundschaft mit Christus zu gelangen. Im Notfall bzw. vor dem Tod (wenn keine Beichte mehr möglich ist), genügt auch die vollkommene Reue, also die Reue aus Liebe zu Gott. Das ist der „außerordentliche Weg“. Das Bußsakrament gab es übrigens schon vor Konstantin, weil es auf Christus selbst zurückgeht; es ist apostolischen Ursprungs. Nur die Formen haben sich im Laufe der Zeit geändert.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  4. Zur Klarstellung: Ein Dogma formuliert die göttlich offenbarte Wahrheit. Die Aiello’sche Annahme, ein Dogma ersetze die Wahrheit, ist falsch und führt deshalb zur Verwirrung. Wer den Inhalt eines Dogmas glaubt (ich spreche nur von echt-katholischen Dogmen und nicht von irgendwelchen gesellschaftlichen Pseudo-„Dogmen“), hat mehr von der Wahrheit erkannt als der Nicht-Glaubende, denn „glauben“ bedeutet keineswegs „nicht wissen“, sondern „mehr wissen“. Das Absurde besteht darin, dass wir bereit sind, allen möglichen Wissenschaftlern und ihren Büchern zu glauben (woher eigentlich wissen wir, dass der 30jährige Krieg 30 Jahre dauerte?), nicht aber an „die eine heilige, katholische und apostolische Kirche“.

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    • Anonym sagt:

      Ich glaube nicht an eine Kirche, sondern nur an Gott Vater, Jesus Christus und den Heiligen Geist.

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      • Das macht nichts, denn die Wahrheit ist unabhängig von der Akzeptanz. Wenn Sie mit weniger Erkenntnis zufrieden sind – nun denn, Sie sind ein freier Mensch, und als ein solcher werden Sie Ihre Verweigerung zu verantworten wissen…
        Wer an Christus zu glauben vorgibt, entlarvt sich selbst, wenn er Christi Wirken und Wollen ablehnt.

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  5. Anonymous sagt:

    Die Kiche bewegt sich nach hinten anstatt nach vorne zu schauen. Es ist für mich dermassen enttäuschend das man den Charismatikern in Wigratzbad keine chance mehr gibt. So kriegen sie die Jugend nicht mehr in die Kirche.
    Für mich steht eins fest Dogmatiker haben in der katholischen Kirche nichts zu suchen.Sie bewegt sich immer mehr nach hinten anstatt nach vorne. Irgendwann macht auch Wigratzbad ihre Tore zu . Dann werden Dozenten der Pius Bruderschaft Seminare dort geben. Wie traurig ist das alles.
    Die katholische Kirche schafft sich Stück für Stück ab und verhaftet in alte Traditionen.

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    • Aufgabe der Dogmatiker ist es, die Wahrheit zu formulieren – und nur um diese geht es („Ich bin…die Wahrheit…“), denn es gibt nur einen einzigen Grund, an Gott zu glauben, nämlich weil es ihn gibt.

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      • Agnes Aiello sagt:

        hätte man die Wahrheit bereits gefunden, bräuchte es keine Dogmen. Da es nun aber Dogmen gibt und braucht scheint die Wahrheit noch nicht gefunden worden zu sein.
        Wenn Dogmatiker nun versuchen andere an der Wahrheitsfindung zu hindern ist das – allein nur schon mal von der Logik her – absurd.

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      • Wobistdumensch sagt:

        …und die Aufgabe eines zum Glauben an Jesus Christus gekommenen Menschen ist es, dem Wort Gottes (die Wahrhheit) zu glauben und nicht weniger zu leben. Hat es die Wahrheit (das Fleisch gewordene Wort…) etwa nötig von Menschen formuliert, bzw, erklärt zu werden, da in, mit und durch dessen Fleischwerdung alles formuliert und erklärt ist? Wer die Wahrheit anders formuliert und erklärt als das Wort Gottes selbst: verfälscht, bzw. deformiert jene(r) dann nicht die Wahrheit bis zu deren Unkenntlichkeit? Kann dann nicht von einem Abfall von der Wahrheit (Gott, das Wort, das im Anfang ist und durch das/den alles ist…) gesprochen werden, da eine andere eben aufgerichtet ist, die an die Stelle der wahren und wirklichen Wahrheit tritt: jene Formulierung der Dogmatiker, die sich „nur“ an das Gesetz des Buchstabens zu halten wissen und somit das Wort erneut festnageln und somit den Geist jenes Wortes, das Gott ist, zu töten wissen……?
        Die Aufgabe eines Nachfolgers ist nicht dessen Wort zu dokumentieren und zu formulieren, sondern dieses Wort, wie Gott selbst es getan hat, in, mit und durch sich selbst Fleisch und Blut werden zu lassen. Eine andere Form(ulierung) Seiner Worte wird Gott wohl kaum zulassen…. Sind Dogmatiker in diesem kirchlichen Sinn vielleicht die neuen Henker des Wortes Gottes, dem es nicht um eine Kirche (Institution), sondern um das Kommen Seines Reiches/Seiner Herrschaft geht? Vielleicht sollten wir alle darüber einmal nachdenken…

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    • Manfred Molitor sagt:

      Zu „Die kath. Kirche schafft sich Stück fü Stück ab“:
      Die kath. Kirche ist die „Kirche Jesu“ – und diese wird bestehen bleiben, bis eben Jesus wieder kommt. Führende Männer und auch Frauen in dieser Kirche können Fehler machen und machen diese Fehler auch (z.B. mangelhafte Priesterausbildung – diese ist lang aber mangelhaft). Die Predigten sind zu oft schwach in ihren Aussagen und auch ind der Ausarbeitung, dies schadet der Kirche z.T. immens, aber deshalb wird sie doch weiter bestehen und nicht „Stück für Stück untergehen. Ein Bischof wie Herr Zdarsa ist schlecht beraten oder Schwach, wenn er wohlgemeinte Briefe, dren Inhalt ihn stört, einfach unbeantwortet läßt. Ein Bischof, der sich nur bequemen Themen stellt hat zwar seine Ruhe ob er aber der Kirche dient ist doch sehr fragwürdig. Hinweisen, denen er nicht nachgeht bleiben eben „liegen“, letztendlich aber hält dies den Heilsauftrag der Kirche Jesu nicht auf. Herr Zdarsa braucht dann eben bei seiner Ankunft bei JHWH nur eine passende Antwort.
      Übrigens: Religionslehrer können sich ihre Fragen auch nicht aussuchen und müssen oft sehr schnell eine gute Antwort haben.

      Manfred Molitor

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    • Anonymous sagt:

      Die Pius-Bruderschaft leben den wahren kath. Glauben und werden die Festung sein, gegen alle Häresie aus ROM!

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      • Anonym sagt:

        Oh.

        Wahrer katholisch Glaube?

        Urteilt hier jemand über seine Brüder und Schwestern im Herrn? Wir sollen das Urteilen Gott überlassen.

        Wir haben es in der Freikirche wohl einfacher. Dort zählt allein das Evangelium.

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      • Anonymous sagt:

        Es wurde festgestellt, nicht geurteilt!
        Auch die Freikirche ist nicht im Willen des Herrn!

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