Pater Jörg Müller zwischen Mystik und Magie

Buchkritik von Felizitas Küble

Der Münchner Priester und Psychotherapeut Jörg Müller steht in der „frommen“, zumal in der charismatischen Szene seit langem im hohem Ansehen. Im erscheinungsmarianischen Spektrum ist er ebenfalls gern gesehener Autor oder Referent.

Der Ordensgeistliche schreibt Bücher und gibt Interviews, in denen er sich auch für solche „Erscheinungen“ einsetzt, die kirchlich nicht anerkannt sind, darunter Medjugorje und Marpingen. 51PPKZWPTJL__

Im Mittelpunkt charismatischen Wirkens stehen seit jeher zwei Begriffe: „Heilung“ und „Befreiung“.

Das Zauberwort „Heilung“ bezieht sich teils auf Krankenheilungen, die man besonderen charismatischen Kräften von „Begnadeten“ zuschreibt, teils auch auf die sog. „Innere Heilung“, die angeblich dadurch geschieht, daß man seelische Verletzungen ans Licht bringt und mittels „Phantasiereisen“, Imaginationen oder gar einer „Geist-Taufe“ bzw sonstiger charismatischer Praktiken aufarbeitet und dadurch „heilt“.

Mit dem Ausdruck „Befreiung“ meint das charismatische Lager eine Heilung von dämonischen „Belastungen“ bis hin zur Besessenheit durch sog. „Befreiungsgebete“, wobei nicht selten auch der eigentliche Exorzismus angewandt wird, der in Befehlsform gehalten ist und den Dämonen direkt „gebietet“. Daß Priester für den Exorzismus eine bischöfliche Genehmigung benötigen, wird hierbei oft verschwiegen.

P. Jörg Müller empfiehlt Priestern zur Befreiung von „Besessenen“ einen sog. „Kleinen Exorzismus“, den er Papst Leo XII. zuschreibt – und behauptet, dieser bedürfe keiner bischöflichen Erlaubnis, zumal die „Trennung“ von „Befreiungsdienst“ und „Exorzismus“ aus seiner Sicht ohnehin „künstlich“ sei, wie er auf S. 18 seines Buches “Verwünscht, verhext, verrückt oder was?“ mitteilt.prolifeusa

Dieses im Betulius-Verlag (Stuttgart) mehrfach aufgelegte Werk bietet ohnehin eine merkwürdige Mischung aus Mystik und Magie, aus Charismatik und Erscheinungsgläubigkeit.

Die Kirche unterscheidet bei der seelsorglichen Hilfe für dämonisch Belastete klar zwischen liturgischen bzw. privaten Gebeten, Fürbitten und Litaneien, die sich an Gott wenden und ihn um Hilfe und Befreiung anrufen  –  und andererseits dem „amtlichen“ Exorzismus, der dem Dämon in kirchlicher Vollmacht direkt befiehlt, die besessene Person zu verlassen.

Das Kirchenrecht regelt, wie ein Bischof diese heiklen Eisen behandeln soll. In Canon 1172 (§ 1) heißt es: „Niemand kann rechtmäßig Exorzismen über Besessene aus-sprechen, wenn er nicht vom Ortsordinarius eine besondere und ausdrückliche Erlaubnis erhalten hat.“

Sodann heißt es (§ 2): „Diese Erlaubnis darf der Ortsordinarius nur einem Priester geben, der sich durch Frömmigkeit, Wissen, Klugheit und untadeligen Lebenswandel auszeichnet.“

Dem gültigen römischen „Rituale“ von 1999 liegen dieselben Bestimmungen zugrunde, wonach der Exorzismus grundsätzlich nur mit bischöflicher Genehmigung zulässig ist. Eine Unterscheidung von „Kleinem“ oder „Großem“ Exorzismus wird weder im Kirchenrecht noch im Rituale vorgenommen. 

Anders in Jörg Müllers vermeintlichem Sachbuch. Der Autor veröffentlicht im Anhang eine Reihe Gebete und erklärt auf S. 16, daß das „Gebet um Befreiung jeder Christ, insbesondere jeder Priester sprechen kann“, wobei er auf die „Gebete im Anhang“ verweist. images (2)

Dort befindet sich jedoch ein seitenlanger Exorzismus in Befehlsform („…gebiete ich dir, unreiner Geist….Du listige Schlange…Ich gebiete Dir, du verfluchter Drache…“), den P. Jörg Müller ausdrücklich für den „stillen und privaten Gebrauch“ empfiehlt. Diese eigenwillige Vorgangsweise widerspricht dem Kirchenrecht und dem römischen Rituale. Eine Dämonenaustreibung an kirchlichen Bestimmungen vorbei ist jedoch äußerst problematisch.

Im wesentlichen besteht das wirklich verflixte und „verhexte“ Problem heutzutage darin, daß man sich von zwei Extrempositionen gleichzeitig abgrenzen muß: Im modernistischen Lager herrscht meist ein pseudowissenschaftlicher Rationalismus, der die Existenz von Dämonen grundsätzlich leugnet.

Man denke etwa an den progressiven Theologen Herbert Haag aus Tübingen der Anfang der 70er Jahre als Vorsitzender des Katholischen Bibelwerks das Buch „Abschied vom Teufel“ veröffentlichte.

Andererseits neigt man im charismatischen Spektrum dazu, überall den Teufel zu wittern und ihn dann auf eigene Faust und in vermeintlicher charismatischer „Vollmacht“ zu bekämpfen, sich also für diesen „Befreiungsdienste“ berufen zu sehen, wobei die Unterscheidung zwischen Priestern und Laien meist unbeachtet bleibt. Dieser hochmütige Irrationalismus ist mindestens genauso verheerend wie der modernistische Rationalismus, zumal er gerade das „fromme Lager“ infiziert und verwirrt.

Natürlich muß man einem Charismatiker wie Jörg Müller zugutehalten, daß er „immerhin“ öffentlich an der kirchlichen Lehre über Satan und Dämonen festhält, heutzutage gewiß nicht selbstverständlich. Doch dies allein ist noch kein Erweis für Rechtgläubigkeit, zumal es solche Positionen auch im protestantischen Raum gibt, von der schwarmgeistigen Pfingstbewegung ganz zu schweigen, die sowieso überall den Teufel an die Wand malt.Duccio

Zurück zu Pater Müllers Buch, in dem mehrfach positiv auf die „Marienerscheinungen“ in Medjugorje hingewiesen wird.  –  Auf S. 24 wird hierzu Folgendes berichtet:

„Die Seherin Mirjana hatte am 14. April 1982 eine dämonische Erscheinung: Der Teufel kam in der Gestalt der Gottesmutter. Mirjana durchschaute die Täuschung und bekam dann von der anschließend erscheinenden echten Gospa zu hören: „…Du mußt wissen, daß Satan existiert. Dieses Jahrhundert steht unter seiner Macht. Doch bald wird seine Macht gebrochen.“

Dies ist theologisch falsch und kann daher nicht von der echten Gottesmutter stammen:

1. Mirjana muß keineswegs „wissen“, daß Satan existiert, sie „muß“ es lediglich glauben, also für wahr halten. Jener Glaube, der aufgrund einer vermeintlichen oder tatsächlichen „Schau“ (also mit Hilfe von „Zeichen und Wundern“) zustande kommt, ist weniger wert als der Glaube, der sich auf Bibel und Dogma, also auf die göttliche Offenbarung stützt. Christus selbst erklärte dem skeptischen Apostel Thomas: „Selig, die nicht sehen und doch glauben!“

2. Die „Gospa“ sagt weiterhin, daß die Macht Satans „bald“ gebrochen werde. Dies ist gefährlicher Unfug, der den Leuten Sand in die Augen streut. In der Heiligen Schrift steht das genaue Gegenteil, nämlich daß in den letzten Zeiten falsche Propheten und dämonisch inspirierte Irrlehren in die Christenheit eindringen und einen großer Glaubensabfall herbeiführen, der dem Antichristen den Weg bereitet (vgl. 1 Tim 4,1 – Mt 24,10 – Mk 13,22 und 2 Thess 2).

Daher wird die Macht Satans keineswegs „bald gebrochen“, sondern sich noch steigern, bis der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ vom wiederkommenden Christus besiegt wird. Erst dann ist Satan in seinem Wirken durch Gott selber „gebunden“.

Zwei Seiten weiter sowie mehrfach danach (etwa S. 59) erwähnt der Verfasser „sehr gläubige“ Damen und Herren, die „charismatisch“ begabt seien und die ihm bei seinem „Befreiungsdienst“ hilfreich zur Seite stünden, weil sie offenbar eine negative Herzensschau besitzen, indem sie Sünden und dämonische Belastungen erkennen bzw „feinfühlen“. Pater Müller setzt diese Hellseher also wie ein Diagnosemedium ein, um zu erfahren, ob ein Hilfesuchender lediglich krank oder dämonisch „belastet“ ist.

Fast möchte man sagen: Fehlt dem selbsternannten Dämonenbefreier auch die bischöfliche Erlaubnis, so hat er „Besseres“ zu bieten, nämlich charismatisch „Begnadete“, die auf angebliche Weisung des Himmels ein „Wort der Erkenntnis“ liefern. Dieser vom Autor selbst gewählte Ausdruck ist im charismatischen Bereich seit Jahrzehnten ein stehender Begriff für die sog. „Prophetengabe“, die sich viele Personen dort zuschreiben.

P. Jörg Müller verweist in seinem Buch mehrfach auf die erstaunliche Treffsicherheit dieser hellsichtigen Personen, die er für seine „Befreiungsdienste“ zu Rate zieht. Eben deshalb handelt es sich aus meiner Sicht um Hellseherei, also um Magie und Spiritismus im „frommen“, im charismatischen Gewand. Noch merkwürdiger ist, daß P. Jörg Müller auf S. 52 selber erwähnt, „Hellsichtigkeit“ sei ein dämonisch bewirktes Phänomen, das ein Kennzeichen von „Besessenheit“ darstelle.

Sodann schreibt er trefflich, kurz nachdem er seine „Geistbegabten“ rühmte, auf S. 26: „Der Teufel steckt vielmehr im Detail; dort, wo ihn die meisten Menschen aufgrund ihrer mangelnden Unterscheidungsgabe oder geistlichen Blindheit gar nicht vermuten.“ – Wie wahr! Kreuzkuppel

Doch warum wendet der Autor diese Aussage nicht auch dort an, wo sich bei ihm offenbar ein „blinder Fleck“ befindet, nämlich bei seiner Fixierung auf „charismatische Begabungen“ und falschmystische Phänomene und „Erscheinungen“ (Medjugorje, Marpingen etc).

Apropos Marpingen: Was der umtriebige Palottinerpater in dieser Causa geboten hat, sucht seinesgleichen und spricht nicht gerade für seine „Unterscheidungsgabe“:

Er verfaßte nicht nur ein Werbebuch pro Marpingen (Titel „Von Maria zu reden ist gefährlich“), sondern betätigte sich auch als Ratgeber und Gutachter der drei „Seherinnen“, die Ende der 90er Jahre jahrelangen Wirbel verursachten, so daß bei der letzten „Erscheinung“ am 17. Oktober 1999 sage und schreibe 35.000 Menschen ins kleine Marpingen schwärmten, 5000 mehr als zum Papstbesuch in Mariazell.

Während P. Jörg Müller öffentlich beteuerte, er sei sicher, daß die Gottesmutter in Marpingen erschienen sei, schließlich habe er die Seherfrauen ausführlich befragt und beob-achtet, erklärte der zuständige Trierer Bischof Marx 6 Jahre später über die Marpinger Phänomene: „Es bestehen schwerwiegende Gründe, die es nicht erlauben, sie als übernatürliches Geschehen anzuerkennen.“

Dieses Urteil wird dem Bischof vermutlich nicht schwergefallen sein, wenn man sich einige „Botschaften“ von Marpingen vor Augen führt, so etwa folgende vom 6. September 1999: mtcarmelpic1

Eine der „Seherinnen“ auf die Frage „Was siehst Du denn?“:
„Die Mutter Gottes, die ist ganz lieb. Die ist heut so ganz so bißchen lustig und der Pater Pio ist so ganz lustig. Die sind richtig gut drauf, richtig lustig.“

Mit solchen Weisheiten wird sogar das Kindergarten-Niveau von Medjugorje noch unterboten, was der Bischof vermutlich weniger „lustig“ fand.

Das Buch von Pater Jörg enthält weitere „charismatische“ Spezialitäten, so auch die Be-hauptung auf S. 29 in Bezug auf die Zukunft der Kirche, es werde „ganz plötzlich der Umschwung und der Untergang ihrer Gegner kommen“. Hierbei verweist der Autor auf die „Träume“ Don Boscos.

Es kommt jedoch nicht auf Träume und Visionen von wem auch immer an, sondern auf Bibel und Dogma. Die Heilige Schrift lehrt, daß die Christenheit in der Endzeit verfolgt wird, somit der „Sieg der Kirche“ nicht im äußeren Triumph, auch nicht im „Untergang ihrer Gegner“ bestehen wird, sondern wie zu Anfang ihrer Existenz im Sieg des Glaubens durch Märtyrer. Erst danach kommt es zum endgültigen Triumph Christi über den Antichristen.

Es ist freilich typisch für Charismatiker, von äußeren Siegen und der Niederlage von Gegnern zu fabulieren. Ob dies etwas mit Leidensscheu zu tun hat? Mit dem Wunsch, ohne Kreuz zur Herrlichkeit zu gelangen? Wird damit nicht letzten Endes die wahre Nachfolge Christi verweigert?

Übrigens hat die Kirche schon im Hochmittelalter die charismatischen Endzeitschwärmereien eines Joachim von Fiore verurteilt, der öffentlich von einem „Dritten Reich des Hl. Geistes“ träumte, das auf das Erste Reich (AT) und das Zweite Reich (NT) folgen werde.Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Was der selbsternannte Teufelsbanner dann aber auf S. 43 empfiehlt, ist selbst für cha-rismatische Verhältnisse recht ungewöhnlich. So befürwortet er ausdrücklich das Pendeln als Mittel der „Diagnose“ und lehnt es lediglich zu Zwecken der „Prognose“ ab. Damit verneint er zwar die Zukunftsdeutung, nicht jedoch die Hellseherei mittels dieser magi-schen Methode.

Überdies würdigt der Verfasser auf S. 64 f. das Autogene Training sowie die fernöstlich-heidnische Akupunkturmethode. Er berichtet, daß er selber seit langem „Kurse in Autogenem Training“ durchführt.

Hinsichtlich gewisser „Heilmethoden“ wie Akupunktur stellt er fest, man müsse „keineswegs für unchristlich erklären, was nachweislich heilt, auch wenn die Schulmedizin davon nichts hält“ (S.67). – Soll dies nun bedeuten, daß der Zweck die Mittel heiligt nach der Devise „Hauptsache, es hilft“ oder „Wer heilt, hat recht!“

Diese Haltung ist erkennbar „charismatisch“, um nicht zu sagen magisch, aber keineswegs christlich. Echte Gläubige denken stattdessen: „Alles, was Gottes Willen entspricht, ist gut, ob Krankheit oder Gesundheit, ob Freuden oder Leiden.“ – Christen orientieren sich am Vaterunser: „Dein Wille geschehe!“  –  nicht: „Mein Wille geschehe!’

Äußerst bedenklich ist es auch, daß der Palottinerpater sogar die Hypnose als Heilmittel bzw Therapie ansieht (S. 65). Offenbar ist dem jahrzehntelang tätigem Psychotherapeuten entgangen, daß die Hypnose inzwischen auch in seinem Fachbereich weitgehend abgelehnt wird (u.a. weil die „Übertragung“ und evtl. „Gegenübertragung“ von Patient und Therapeut nicht zur Sprache kommt).

Zudem wird Hypnose als Fremdsuggestion auch im Spiritismus, der Magie und in heidnischen Religionen eingesetzt. Durch die hypnotisch hervorgerufene Passivität des Verstandes entsteht ein Vakuum, in das leicht falschgeistige Einflüsse eindringen können, darunter auch dämonische Kräfte. Zudem besteht ohnehin die Gefahr einer Manipulation durch den Hypnotiseur bzw einer ungesunden mentalen Abhängigkeit von diesem.

Doch damit nicht genug. Charismatikerpater Müller erwähnt die als „Arme-Seelen-Mutter“ bekannte Maria Simma mehrfach positiv (S.62 und 104)). Wenig erstaunlich, war diese vermeintlich „Begnadete“ mit ihrer jahrzehntelangen Totenbefragung (eine spiritistische Methode, die von der Heiligen Schrift streng untersagt wird) doch zu Lebzeiten eine „gläubige“ Medjugorje-Anhängerin.

Sicherlich kann man Erscheinungen von „Armen Seelen“ nicht vorn vornherein ausschließen. Wenn jedoch jenseitige Wesen systematisch ausgefragt werden, hat dies mit

spontanen Phänomenen nichts mehr zu tun. Das Fegfeuer ist kein Auskunftsbüro und die Seelen im Läuterungszustand keine Ansammlung von Schwatzgeistern, sondern intensiv damit befaßt, ihre Seelen durch Leiden und Sehnsucht nach Gott zu reinigen, damit sie innerlich reif für den Himmel werden. Vermutlich handelt es sich bei Maria Simmas „Erlebnissen mit Armen Seelen“ entweder um Einbildung oder um Schwarzgeister.

Die Oberkrönung der Ver(w)irrungen dürfte auf S. 86 geboten werden, wobei man erfährt, daß Pater Jörg Müller „Erzbischof Milingo sehr schätzt“. weisselberg_memoriam

Das Buch aus dem Jahr 1998 ist geschrieben zu einem Zeitpunkt, als Milingo seine spektakulären Massenexorzismen in Rom veranstaltete, wobei er den Ungeist, den er zu bannen vorgab, wohl überhaupt erst herbeigerufen hat. Jedenfalls kam es dabei häufig zum Phänomen des ohnmächtigen „Rückwärts-kippens“, von Charismatikern als „Ruhen im Geist“ verherrlicht, in Wirklichkeit wohl eher ein Erschlagensein im Ungeist, denn der Heilige Geist tötet den Verstand nicht, er legt ihn (und den Menschen) nicht flach, sondern hält ihn wach und lebendig.

Noch im Mai 2001 traten Jörg Müller und Erzbischof Milingo nacheinander als Referenten im österreichischen Seminarhaus „Sonntagsberg“ auf, wobei der Pallotinerpater Priesterexerzitien hielt und der „Exorzist“ aus Rom Einkehrtage zum Thema „Heilung aus dem Leben mit Christus“.

Auch bei Pater Müller ist der charismatische „Heilungs“-Begriff fast allgegenwärtig, hat er doch ihn doch in mehreren Buchtiteln aufgeführt (zB. „Gott heilt auch dich“, „Heilung durch Versöhnung“, „Und heilt alle deine Gebrechen“). Er sieht sich auch selbst als „Leiter der Heilenden Gemeinschaft“ im Palottihaus München-Freising.

Der von ihm so sehr geschätzte Exorzist und „Heiler“ Milingo hat wenig später nicht nur den Zölibat, sondern auch den Katholischen Glauben verlassen und sich der falschpro-phetischen Mun-Sekte zugewandt, womit endgültig klar sein dürfte, daß er schon vorher von vielen guten Geistern verlassen war. Das kommt davon, wenn man sich zahlreicher „charismatischer“ Gaben rühmt, aber die notwendige Unterscheidung der Geister unterläßt.

Angesichts dieser Sachlage reibt man sich erstaunt die Augen und liest das Vorwort des Buches, stammt es doch aus der Feder von Weihbischof Franziskus Eisenbach aus Mainz, der sich gern in charismatischen Kreisen tummelte, was ihm nicht nur Freude brachte, sondern leider auch Skandale, denkt man an die Affäre mit einer Dame aus diesem Spektrum, die erst durch die Medien und dann durch die Gerichtssäle ging.

Obwohl der Weihbischof in seinem Vorwort betont, es bedürfe der „nüchternen Klarheit“ hinsichtlich der biblischen und kirchlichen Lehre „über den Dienst der Heilung und Be-freiung“, scheint ihm diese Nüchternheit abhanden zu kommen, sonst würde er nicht die „reiche Erfahrung“ würdigen, die Pater Jörg Müller „in diesem Bereich des kirchlichen Dienstes der Heilung und Befreiung“ gesammelt habe.

Dieses charismatische Zauberwort der „Heilung und Befreiung“ wiederholt der Weihbischof wie ein Mantra, wobei er die „innere Heilung“ nicht unerwähnt läßt, ja sogar von einer „nachkonziliaren Erneuerung der Kirche“ fabuliert, die darin bestände, daß man sich wieder auf „Heilung und Befreiung“ als Auftrag des Herrn zurückbesinne.

Fast entsteht der Eindruck, als sei das pastorale Rad nach 2000 Jahren neu erfunden worden, nicht zuletzt dank Psycho-Heiler Jörg Müller und seinem „Propheten“ Franziskus Eisenbach.

Felizitas Küble aus Münster leitet das Christoferuswerk in Münster

Mail-Kontakt: felizitas.kueble@web.de

Fotos: Archiv, Dr. Bernd F. Pelz


26 Kommentare on “Pater Jörg Müller zwischen Mystik und Magie”

  1. […] Jörg Müller zwischen Mystik und Magie, Christliches Forum am 5. Juni […]

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  2. Wolfgang sagt:

    Ich möchte dazu auch auf den Benediktiner Mönch Odo Casel und auf das Engel(s)werk nach der katholischen Mystikerin und Charismatikerin Gabriele Bitterlich und die ihr offenbarten Schriften und Engelsweihen und Exorzismen und auf die mystische „Sophiologie“ hinweisen!

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  3. J. WalfischSchnucki sagt:

    Mir kommt es vor, als wenn ich diesen Pater auch kennen würde… Damals kam er aber aus Berlin? Die braunen Ordensgewänder sind doch : Franziskaner ?
    Wenn er es war…, dann hielt er eine nette Rede mit Charisma und …ständig goss er Wasser aus! , aus einer Kanne die bei 47 °C im Schatten, schon mehrmals hätte leer sein müssen.
    So etwas sinnbildliches und zugleich anschauliches in einem Vortrag….

    Irren ist menschlich.

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    • Guten Tag,
      Pater Jörg Müller ist kein Franziskaner, sondern Palottiner. Er wirkt auch nicht in Berlin, sondern in München-Freising.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • J. WalfischSchnucki sagt:

        War dieser Jörg Müller denn in Medjugorje? Gibt es mehrere? Jörg Müller?
        Aber es ist alles schon so lange her….es passieren ja so eigentlich unmögliche Dinge durch diesen Heiligenschein in Medjugorje > so als wenn etwas von der Sonne zur Erde kommt, statt des traditionellen Weges (JakobsLeiter – Himmlische Leiter – geistig planetarische Spähren. Wenn man neutral den Begriff eines „Heiligen“ definieren müsste, dann ist man doch schon heilig – wenn man eine Tugend vollkommen verwirklicht hätte. Um hier ganz bewusst ein unchristliches Beispiel zu nehmen: die „Gewaltlosigkeit“ bei Gandhi in Indien im letzten Jahrhundert.
        Bei euch katholiken wird man aber durch Rom > heilig gesprochen, na ja.

        Heute fand ich beim lesen den Hinweis auf Joachim von Fiore: zufällig, wirklich zufällig scheint (für mich) durch eine seelisch-geistige Welt UND Erlebnisse von anderen auf mich bezogen > vieles in einen höheren oder zukünftigen christlichen Licht > SINN zu machen. Auch diese christliche DREIteilung der Geschichte ist in der Bibel gerade synkretisch heraus lesbar! Ohne Hineindeutung. Das das der weltlichen Kirche nicht passt ist ja auch bald „Geschichte“. Genau wie bei den Streitpunkten mit der Evangelischen Kirche – es ist von der Geschichte für jeden neutralen Standpunkt einfach gesagt übergangen. Meiner nun in vielen Jahren gewachsenen Überzeugung wird in diesem dritten Zeitalter des Heiligen Geistes und der GeistKirche, deren Weltliches Schmuckstück der Kölner Dom auch ist unter anderem: JEDER wird sein eigener Priester werden dadurch, in seiner Seele oder seinem erhaltenem Leben. Irgendwo beschäftigten sie(Frau Küble) sich hier im Forum mit einer zukünftigen WELT-EinheitsRelligion.. Nein, Nein, Nein. Die Menschen werden den anderen Menschen in seiner Religion verstehen suchen oder zu verstehen lernen. Komisch, dass gab es alles schon sogar vom Pabst abgesegnet – und jetzt haben wir irgend welche anderen Themen, statt des Dialoges in Christi durch den Heiligen Geist in uns(im Sinne des Paulus Wortes).
        Was aber für Katholiken interessant wird – es wird moralisch. Moralität wird lebens-notwendig immer mehr in Zukunft. Verstehen ist nur durch völlige Hingabe möglich. Nicht durch äußerlichen Snkretzitismus. Die Natur vergibt die Diplome, genau wie beim Heiligenschein. Gott ist die Zeit. Die welt wird auch nicht untergehen, aber wünschen, dass wird wohl verständlich immer mehr. Jeder kann da heute schon seinen Beitrag leisten bis hin zum gelben Sack und den Müll ordentlich trennen. Für Christen wird es auch eine Esoterik geben müssen irgendwie, die sich auf einfachste Weise auf elementares beschränkt dabei, ohne Absicht jedoch(!). Die Verfluchung des FeigenBaumes/BoddhiBaumes zeigt ja eine Änderung für die Mystik an – es muss also einen christlichen-WortSinnigen Ersatz geben. Einen der kein Dogma ist, kein Glaube und kein Wissen. So kommt Gimmel das Kamel auch durchs Nadelöhr. Halleluja! (als Danke schön! an die große Mutter der Gnade und Barmherzigkeit!

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    • Gaspard sagt:

      Sie haben in ihrer Erinnerung sicher nicht nur den Namen des Paters verwechselt.
      Der Trick mit dem Ausgiessen ist auch nicht Wasser sondern Asche, wird gerne von indischen Gurus vorgeführt. Eine Vase oder Urne mit Asche gefüllt die eine scheinbar nie endende Fülle hat. Hat aber einen Physikalischen Hintergrund.

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  4. Ingeborg Diffiné sagt:

    als kritische, lutherisch-pietistisch erzogene, viele Jahre ökumenisch engagierte, auch im Interreligiösen Wahrheit suchend-entdeckende Protestantin, bete ich heute nur noch :
    Jesus-Christus, Sohn des lebendigen Gottes, HERR ERBARME DICH !!!

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    • Holger Jahndel sagt:

      Vielleicht könnten ihnen die Bücher der Pietistin Katharina von Klettenberg und ihres pietistischen Kreises, zu dem einst auch Johnn Wolfgang von Goethe gehörte und die dieser mit ihr las, ihnen weiterhelfen. Oder auch eine Lektüre seinen Freundes Friedrich Schiller.

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  5. Holger K. Schmid sagt:

    Lesen Sie mein Buch „Vom Zauberlehrling zum Magier“, da wird alles besser erklärt. Ich stimme Ihnen zu, Frau Küble!

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  6. Vilson Behramaj sagt:

    Grüß Gott Herr Pater,

    Ich hab zwei Jungs die ganz große Hilfe brauchen, geistliche Hilfe!
    Ich bräuchte da sehr stark ihre Hilfe, wenn das gehen würde, würde ich mich sehr freuen!!
    Viele Grüße

    Vilson Behramaj

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  7. Jörg sagt:

    Liebe Frau Küble,
    ich habe jetzt erst zufällig diese Seite erwischt und bin erschrocken über die vielen falschen Aussagen und Interpretationen von Ihnen. Heidernei. Da sollten Sie aber aufpassen, dasss Sie nicht so unreflektiert und pauschal die Dinge betrachten. Schade, dass Sie sich selbst kaum kritische Worte gefallen lassen…..
    P.J.Müller SAC

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    • Guten Tag, Herr Pater,
      bevor ich diese Rezension veröffentlichte, habe ich Ihnen diese Einwände in einem persönlichen Brief mitgeteilt, so daß Sie die Gelegenheit gehabt hätten, auf meine Kritik zu antworten. Das ist eine sehr faire, entgegenkommende Vorgangsweise, zu der ich journalistisch nicht verpflichtet war und bin. Erst nachdem von Ihnen kein Echo kam, habe ich meine Besprechung veröffentlicht.
      Sodann teilen Sie mir doch bitte mit, welche „falschen Aussagen“ in diesem Artikel angeblich enthalten sind. Es handelt sich um einen Vorwurf, den man schon belegen sollte. Es geht nicht um „Interpretationen“ wohlgemerkt, sondern um vermeintliche Falschaussagen. Interpretationen sind Gegenstand unterschiedlicher Meinungen und Auffassungen.
      Worauf stützt sich Ihre Feststellung, daß ich mir „selbst kaum kritische Worte gefallen lasse“? – In diesem Webmagazin habe ich bereits tausende (!) kritischer Kommentare zu meinen Artikeln freigeschaltet, auch heute übrigens mehrere.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  8. Maria-Sylvia Sengen sagt:

    Sehr geehrte Frau Küble,

    Ihre Rechtfertigung stützt sich wiederum nur auf Fremdaussagen und Gelesenes. Demut ist wohl die schwierigste nachzuahmende Tugend Mariens. Bitte beenden Sie unseren Dialog.
    Danke und Gottes Segen

    Maria-Sylvia Sengen.

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    • Guten Tag,
      Sie halten mir also fehlende „Demut“ vor, weil ich bewußt nicht zu einem „Erscheinungsort“ pilgere, der kirchlich nicht anerkennt ist. Zudem betonte ich in meiner vorigen Antwort die Heilige Schrift und kirchliche Lehre als Pfeiler der Wahrheit. Wenn ich mich also der Kirche unterordne und mich nicht für „schlauer“ halte als sie, wenn ich allein zu kirchlich anerkannten Wallfahrtsstätten pilgere, dann ist das aus Ihrer speziellen Sicht ein Mangel an „Demut“. Vielleicht verstehen wir unter dieser „Tugend Mariens“ nicht dasselbe. Im übrigen besteht für meine kirchlich geprägte Haltung – im Unterschied zu der Ihrigen – keinerlei Rechtfertigungsbedarf.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  9. Maria-Sylvia Sengen sagt:

    Liebe Frau Felizitas Küble,
    ganz zufällig stieß ich auf Ihre Seite und las die Kritiken über Pater Jörg Müller und Medjugorje. Was Medjugorje betrifft, so würde ich Ihnen raten, einmal dorthin zu fahren mit der geistigen Einstellung: „Werdet wie die Kinder ………….“ Millionen von Menschen können sich nicht irren. Ich gehöre als kritische Person auch dazu.
    Haben Sie schon einmal bedacht, welchen Schaden Sie durch Ihre im Internet irreparablen Aufsätze anrichten können?
    Freundliche Grüße
    Maria-Sylvia Sengen.

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    • Guten Tag,
      wenn Sie wirklich eine – wie Sie schreiben – „kritische Person“ wären, würden Sie nicht ernsthaft – und ohne jede Ironie – die Aussage tätigen: „Millionen Menschen können sich nicht irren“.
      Es kann sich ohne weiteres sogar eine ganze Milliarde Menschen irren, wie die Muslime in aller Welt belegen, ähnlich bei den Hindus.
      Abgesehen davon gab es beim kirchlich abgelehnten Erscheinungsort Heroldsbach seinerzeit auch hunderttausende von Pilgern. Das ist also überhaupt kein Kriterium, zumal der treffliche Satz gilt: „Erfolg ist kein Name Gottes.“
      Andernfalls könnten wir zu den protestantischen Pfingstkirchen überlaufen, diese sind nämlich die am stärksten wachsende religiöse Bewegung innerhalb des Christentums.
      Nicht auf die Mehrheit kommt es an, sondern auf die Wahrheit – dabei bleibts.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Maria-Sylvia Sengen sagt:

        Sehr geehrte Frau Küble,

        ich wiederhole:
        Fahren Sie nach Medjugorje und vor allem, was mir für Sie wichtig scheint, erkunden Sie das Geschehen von Anfang an, bevor sie so viele Schubladen mit angelesenem Wissen ziehen. Und übrigens: in meinen Augen hat jede Religion Daseinsberechtigung, darin unterscheide ich mich von Fanatikern, die es überall gibt.

        Gottes Segen
        Maria-Sylvia Sengen.

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      • Guten Tag,
        das Geschehen von Medjugorje habe ich von Anfang an „erkundet“, indem ich nicht „nur“ zahlreiche Bücher pro und contra las, sondern auch Freunde, Mitarbeiter und Bekannte befragte, die dort waren – und die interessanterweise oft anfangs begeistert waren, aber später kritisch geworden sind.
        In meinen Augen hat übrigens der Irrtum keine moralische Daseinsberechtigung, sondern allein die Wahrheit. Daher soll man den Irrtüm – auch jenen auf religiöser Ebene – mit Gebet und Argumenten bekämpfen und die Wahrheit gebührend auf den Leuchter stellen – jene Wahrheit vor allem, die uns durch die Heilige Schrift und das kirchliche Lehramt verkündet wird.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • J.WalfischSchnucki sagt:

        Frau Küble würde Medjugorje wirklich nicht helfen, denn ihre bewusste Einstellung würde das nicht möglich machen – auch wenn andere sich das für Frau Küble wünschen. Frau Küble würde eher ihnen ihre Einstellung nahe legen, jedoch hat sie verschiedene Möglichkeiten des Wirkens (publizistische Tools), so das auch das nicht voraussehbar. Also jeder ist sich selbst der nächste – oder er trägt Jesus im Herzen, dann wird alles möglich.

        Neuerdings ist Sie nicht einmal waschecht Konservativ. Mmmh?
        Und Jesus ist immer progressiv im Sinne des Wirkens im Menschen!

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  10. Gisela sagt:

    Ich finde es gut, dass Sie so kritisch alles hinterfragen, aber vielleicht sind Sie manchmal etwas zu schnell in Ihrem Urteil? Basiert Ihre schlechte Meinung von Maria Simma nur auf deren Befürwortung von Medjugorje? Maria Simma hat es bestimmt nicht verdient, in die Nähe des Okkultismus gerückt zu werden.
    Auf der Seite
    http://www.holysoulscrusade.org/maria-simma3.html
    findet man eindeutige Aussagen von ihr gegen diese Praktiken. (Habe jetzt leider auf die Schnelle keine deutsche Quelle gefunden.) Ausserdem sind Maria Simmas Aussagen zu den Armen Seelen inhaltlich übereinstimmend mit denen „anerkannter“ Heiliger wie z.B. der Hl. Katharina von Genua. Ich habe nicht den Eindruck, als hätten Sie sich schon eingehend mit dem Thema Erscheinung von Armen Seelen befasst? Wie hat mal jemand gesagt: Es gibt eine Meinung und dann eine informierte Meinung…

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    • Guten Tag,
      die „Armen-Seelen-Erscheinungen“ von Maria Simma waren bzw. sind kirchlich nicht anerkannt – und dies zu Recht. Es genügt nämlich nicht, daß Aussagen einer „Privatoffenbarung“ mit der kirchlichen Lehre übereinstimmen. Dieser Gesichtspunkt ist logischerweise noch kein Beweis für eine himmlische Herkunft, weil sich derartige Ausführungen auch eine fromme Fantasie zusammenreimen könnte.
      Die Heiilge Schrift und die Lehre der Kirche (KKK) verbieten ausdrücklich die Totenbefragung. Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob ein Verstorbener jemandem ungefragt erscheint (was durchaus denkbar ist), um dadurch Gebete für sich anzuregen.
      Doch die Seelen im Läuterungszustand sind kein jenseitiges Auskunftsbüro für scheinfromme Neugier. Maria Simma hat jene Wesen, die ihr erschienen sein sollen, systematisch ausgefragt, wie sich aus ihren Büchern und Vorträgen ergibt. Selbst wenn es (was ohnehin fraglich ist) tatsächlich „Wesen aus dem Jenseits“ waren und keine Einbildung: Woher weiß sie sicher, daß es „Arme Seelen“ waren und nicht etwa Dämonen, die sich als Verstorbene ausgeben, die sie also getäuscht haben?
      Vorsicht ist hier in diesem heiklen Bereich mehr als angesagt!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Anonymous sagt:

        Ah Frau Küble, na ja stimmt wieder mal nicht.

        Matthäus 17,1-8 – Nach sechs Tagen nahm Jesus Petrus zu ihm führte James und seinen Bruder Johannes, sie allein in einem hohen Berg und wurde verklärt vor ihnen. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, da sahen sie Mose und Elia, redeten mit ihm.

        Mose und Elija du sollst mit den Toten nicht sprechen?!?

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      • Guten Tag,
        es besteht ein grundsätzlicher Unterschied, ob man Tote beschwört (herbeizitiert), was laut Bibel und kirchlicher Lehre (KKK) nicht erlaubt ist – oder ob Heilige bzw. Verstorbene von sich aus bzw durch Gottes Willen erscheinen (dürfen).
        Daß dies biblisch vorkommt, sei es per Traum oder Vision oder wie hier auf dem Berg der Verklärung, ist unbestritten. Eben damit habe ich hinsichtlich der Makkabäer in diesem Artikel ausführlich argumentiert und die biblische Begründung der Heiligenverehrung belegt:
        https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/06/die-fursprache-der-gerechten/
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Heidelberger71 sagt:

        Liebe Frau Küble,

        Ihre Kritik in allen Ehren, auch ich als katholische Religionslehrerin war Jahrzehnte sehr skeptisch, bin jedoch inzwischen überzeugt, dass es stimmt, was Maria in Medjugorje sagte: der Zustand der Welt ist so schlimm, dass Gott beschlossen hat, die Stunde der Wiederkehr Christi vorzuverlegen und ihr daher gestattete, um möglichst viele Seelen zu erreichen, in Medjugorje zu erscheinen.
        Auch Maria Simma handelte unter der Aufsicht ihres klugen Beichtvaters und erhielt das Charisma, arme Seelen zu sprechen…wenn eine Erscheinung unecht war, erkannte sie das sofort, bestätigt vom Beichtvater….und hat so vielen helfen können.
        Wir dürfen glauben, dass Gott sich in dieser Welt voller sehr bedrohender Gefahren aktiv einschaltet, um seine Schöpfung zu erleuchten….im postmodernen Glaubensverfall eine glückliche Gnade. Wenn Sie Kinder haben und Enkel wie ich, die in der Schule bereits den modernen Glauben von der Gottlosigkeit lernen, dann wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat und dass wir dankbar jede Chance zur Bewusstwerdung der Gefahren durch göttliche Hilfe annehmen dürfen.

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      • Heidelberger71 sagt:

        und noch etwas zu meinem Kommentar unten: der große Rahner sagte sinngemäß, wenn der Christ kein Mystiker wird, wird er nicht mehr sein….das gilt für DIESE Zeit!

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