Anmerkungen zu „Amsterdam“, Ökumenismus und Charismatismus

Den folgenden Text schrieb Stefan Vucina  im „Traditionsforum“ auf einen Beitrag von „Kristina“, in dem diese sich zu Botschaften von Amsterdam kritisch äußert. Seine  Antwort hierauf bezieht sich auf die folgende Amsterdamer Erscheinung  vom 29. August 1945:

„Die eine Gemeinschaft.Dann sehe ich große Gebäude, Kirchen. Es erscheinen Kirchen von verschiedener Art, also nicht nur katholische Kirchen. Die Frau sagt: „Es muss eine große Gemeinschaft werden.“ – Bei diesen Worten bekomme ich schreckliche Schmerzen in meiner Hand. Es kommen Stürme über diese Kirchen.“

Das sehe ich durch die Ökumene nicht geschehen, eher durch das Pfingstlertum und die weltweite Charismatische Erneuerung (CE).  Es besteht zwischen Pfingstlern und der protestantischen GE (Gemeinde-Erneuerung) und der CE innerhalb der kath. Kirche (etwa 70 Mio. Anhänger) keine wirklich geistige Trennung.

Durch den einen Geist, den sie durch die „Geisttaufe“ empfangen haben, sind die Grenzen hier nicht gegeben. Alle drei kommen miteinander klar  – sie alle streben nach einer überkonfessionellen Gemeinschaft, die in ihnen bereits existiert.

Die unterschiedlichen Glaubenslehren spielen hier keine Rolle mehr, sondern dieser Geist der falschen Einheit spielt nur noch eine Rolle, von dem gedacht wird, daß er der Heilige Geist sei. Um gerettet zu werden, benötigt man nur die „Geisttaufe“, das „Hallelujah“ und „Gelobt sei Jesus!“

Auch wenn die „katholische“ CE noch von den Sakramenten spricht, sind sie hier dennoch nicht mehr zwingend. Das einzige, was dort wirklich zählt, ist  jener Geist, der alle Glaubensunterschiede überwindet: der Geist der „Geisttaufe“.

Während die Apostel noch sehr hart gegen jegliche Irrlehren und „für den ein für allemal überlieferten Glauben“ (NT, Jud. 3) gekämpft haben, scheint den Verantwortlichen der Kirche heutzutage in Bezug auf die Verbreitung der Irrlehren durch die CE auch innerhalb der Kirche nicht wichtig zu sein, denn sie tun in der Regel nichts dagegen, um die Gläubigen vor dem falschen Geist der „Geisttaufe“ zu schützen, vor seinen Irrlehren und Folgen, die sich in psychischen Erkrankungen, in Umsessenheit und sogar Besessenheit offenbaren können.

Demgegenüber haben die Verantwortlichen der Orthodoxie kürzlich ihre Hirten-Pflicht gegenüber den ihnen anvertrauten Gläubigen erfüllt: sie haben alle Schwarmgeister kurzerhand exkommuniziert, weil sie Irrlehren verbreiten.

Wie sehr sehne ich mich in unserer Kirche nach solch verantwortungsvollen Hirten, nach Hirten, die an ihre Herde denken und sie schützen!

Stefan Vucina


Unseliges von der „Gemeinschaft der Seligpreisungen“

Was in den letzten Wochen über die katholisch-charismatische „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ bekannt wurde, läßt das Schwärmerherz gewiß nicht höher schlagen, denn zum Jubeln besteht kein Anlaß:

Sowohl der Gründer der „Seligpreisungen“ (Bruder Ephraim) wie auch derenspäterer Leiter (Diakon Philippe Madre)  – beides Franzosen  –  sind schwer ins Gerede gekommen.  Übrigens war der verheiratete Leiter Madre der  Schwager des verheirateten Gründers Ephraim (so blieb die Führung quasi schön „in der Familie“).

Der einst vielverehrte, heute 62-jährige „Bruder Ephraim“  – ebenfalls Diakon  –  hat sich vor vier Jahren von seiner Frau und seinem Lebenswerk (den „Seligpreisungen“) getrennt; angeblich arbeitet er nun als „Therapeut“  – ob in eigener Sache (oder wie auch immer) sei dahingestellt.

Diakon Madre wurde jetzt von der Kirche schwer bestraft und sogar aus dem Klerikerstand ausgeschlossen, nachdem ein diözesanes Kirchengericht in Frankreich ihn „der ihm vorgeworfenen Delikte für schuldig befunden“ hat.
Vorgeworfen wird ihm seit dem Jahre 2003 mehrfacher sexueller Mißbrauch  – allerdings nennt das Entlassungsdekret keine näheren Angaben über die Art der erwiesenen „Delikte“
(daß es sich um schwerwiegende Vorgänge handelt, versteht sich angesichts der Härte der Strafe von selbst).

Voriges Jahr gab es bereits Turbulenzen um die „Seligpreisungen“ in Frankreich: der 60-jährige Bruder Pierre-Etienne gab zu, bei sage und schreibe  etwa fünfzigKindern (Jungen und Mädchen) sexuell übergriffig geworden zu sein; er wurde inzwischen aus der Kommunität entlassen.

Unabhängig vom Fall „Madre“ hat der Vatikan die „Gemeinschaft der Seligpreisungen“  jetzt kirchenrechtlich wesentlich heruntergestuft; die Kommunität ist jetzt kein Verein gläubiger Katholiken „päpstlichen Rechtes“ mehr.
Diesen relativ hohen Status erhielt die erscheinungsmarianische Kommunität bedauerlicherweise im Jahr 2002  – und zwar ausgerechnet am 8. Dezember, dem Immaculata-Fest der Erwählung Mariens.

Außerdem hat der Vatikan jetzt verfügt, daß die neu zu strukturierende „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ ihre spezifische „Spiritualität“ (hauseigene Frömmigkeitsausrichtung) ändern müsse, was sowieso überfällig ist.

Zudem wird das gemeinsame Wohnen von Männlein, Weiblein und verheiraten Familien unter einem Dach kirchlich nicht weiter erlaubt.

Mit anderen Worten:  es gibt jetzt die drei Lebensstände (Männerzweig, Frauenzweig, Laien/Familien) – und zwar getrennt, wie das bei den klassischen Orden selbstverständlich ist.

Aber in der besonders „geisterfüllten“ charismatischen Szene meint man gerne, sich über gewisse vernünftige Vorsichtsmaßnahmen hinwegsetzen zu können, auf die früher seitens der Kirche früher haarscharf geachtet wurde.
Aber wozu die altmodische „Vorsicht“: Schließlich kann ja das Fleisch nicht schwach werden bei  sooooviel „Geist“…

Nur daß die Realität hier etwas ganz Anderes ans „charismatische“ Licht bringt.

Es gab denn auch kaum eine „charismatische“ Verstiegenheit, die Philippe Madre in seinen Büchern nicht hochgejubelt hätte –  bis hin zum schwarmgeistigen Heilerguru P. Emilian Tardif.

Die beiden „Zauberworte“ der Schwärmerkreise heißen seit langem „Heilung und Befreiung“ – wofür man sich besonders „zuständig“ fühlt.
Passenderweise nannte der oberste Seligpreiser Madre sein Buch „Gott heilt  – auch heute!“

Als besonders „heilsam“ werden seine Opfer ihn selber wohl nicht empfunden haben.

Meine eigenen Eindrücke zu den Inhalten dieser Charismatiker:

Als ich vor etwa 20 Jahren  den ‚Nachsommerregen‚  las, die Biographie des Gründers („Bruder Ephraim“), war ich davon sehr enttäuscht.

Das Buch wurde damals in einigen frommen Kreisen wie ein „Geheimtip“ gehandelt. Nun kommt es auch nicht alle Tage vor, daß ein protestantischer Pastor erst katholisch wird, dann Diakon und danach auch noch eine ordensähnliche „geistliche Gemeinschaft“ gründet; er nannte sie zunächst reichlich verstiegen „Der Löwe von Juda und das geopferte Lamm„, später wurde seine Kommunität in „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ umgenannt (oder soll man „geistgetauft“ sagen?).

Je mehr ich in dem Schwärmerbuche von den Erlebnissen des Herrn Ephraim und seiner Frau Josette Croissant las, umso stärker legte ich es im Geiste zur Seite. Klar war mir, daß ich ein derartiges Werk weder besprechen („das lohnt nicht, nicht mal als Verriß“) und noch viel weniger verbreiten werde –


Was mißfiel mir an diesem euphorischen Buch?

Eine ganze Menge, aus der Erinnerung weiß ich noch Folgendes:
1.Es fehlte die inhaltliche Substanz, der Autor war fast nur am Halleluja-Herumschwärmen – keinerlei Erkenntnisgewinn für den Leser also.
2. Bereits vor seinem Übertritt in die kath. Kirche wußte der Geisterleuchtete alles besser, so daß ich mir dachte: Solch ein Konvertit hat uns gerade noch gefehlt!

So hat er zB. schon vor seinem Katholischwerden heimlich (ohne wenigstens einen Priester zu befragen) die hl. Kommunion empfangen – aber bei den besonders „Begnadeten“  – das kennt man ja  – sind kirchliche Regeln und Vorschriften eh nur „kalter Kaffe“: die Heißblütigen im Geiste nehmen sich, was sie kriegen wollen!
Sein unerlaubtes Kommunizieren schilderte er in seiner Biografie ohne jede Spur von Selbstkritik.

3. Seine ganze „Frömmigkeit“, die er aufdringlich zum Besten gab, bestand fast nur aus pseudo-mystischem Schwarmgeist und selbstgefälligem Sendungsbewußtsein.

Ähnlich der Person dann auch sein Werk, wobei sich im Laufe der Zeit weitere (un)geistliche ‚Tick-s‘ dazugesellten:

1. Eine überschwängliche Juden-und-Israel-Euphorie, so daß man in seiner Seligpreisungs-Gemeinschaft jüdische Feste zu feiern begann, israelische Tänze einübte, damit vor und um den Altar herumschwirrte etc.

Ich bin gewiß allergisch gegen jede Art von Judenhaß, aber das andere Extrem ist ebenfalls zu vermeiden: die philosemitische Jubelgesinnung bzw. eine un-nüchterne „Umarmungs-Mentalität“, die übrigens von jüdischer Seite (verständlicherweise!) gar nicht gern gesehen wird. Juden spüren durchaus, wenn etwas übertrieben oder an den Haaren herbeigezogen wird  – oder wenn mit einer schwärmerischen „Israel-Euphorie“ nur eigene Gefühle befriedigt werden sollen.

2. Bruder Ephraim mit Frau (die er inzwischen verlassen hat) und sein frommes Gefolge entdeckten eine weitere Schwärmerwiese: die „Marienerscheinungen“ von Medjugorje, mittlerweile weit über 40.000 „Erscheinungen“ an der Zahl, kirchengeschichtlich absolut einmalig  –   mehr ist zum Sinn und Unsinn dieser 30-jährigen Visions-Veranstaltung auch nicht zu sagen.

3. Frei nach Art der Schwärmer drechselte Bruder Ephraim aus einer gesunden, kirchlich verankerten Marienverehrung seine persönliche Himmels-Tändelei.
Es genügte ihm nicht, die spezielle Andacht einer „Ganzhingabe“ (nach Grignion) zu propagieren  – er scheint an dieser Andacht zudem einiges mistverstanden zu haben, denn gemeint ist dort ein Hingabe-Akt „an
Christus durch Maria“.

Doch für Bruder Ephraim geriet offenbar das Mittel zum Zwecke selbst  – und aus der fürsprechenden Madonna wurde sein spiritueller Lebensmittelpunkt, glaubt man z.B. seinen Ausführungen im Buch „Marie intime“ (sic!), worin er  w e i t  über die kirchliche Marienlehre hinausschwebt und allerlei Sondereinfälle verkündet;
so fabuliert er zB., Maria sei schon vor der Schöpfung bei Gott mental „präexistent“ gewesen  – woher will er das denn wissen?!

Sodann dichtet er die Gottesmutter ernsthaft zur Charismatikerin um und behauptet munter drauflos, die Madonna sei ab der Verkündigung des HERRN durch den Engel Gabriel mit der „Zungenrede“ begabt gewesen.  Auch sei sie zusammen mit Josef die „kleine Trinität auf Erden“ gewesen, eine Art Spiegelbild der himmlischen Trinität  – und unter dem Kreuze sei dann aus dem Herzen Christi und dem Herzen Mariens ein einziges Jesu-Maria-Herz geworden  – und ähnlicher „höherer Blödsinn“ bzw. teils häresieverdächtiger Unfug, den man weder in der Heiligen Schrift noch in der kirchlichen Lehre vorfindet.

Kein Wunder, daß diese euphorische „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ irgendwann ziemlich an die Wand gefahren ist, weil es ihr entschieden an theologischer Substanz und Bodenhaftung mangelte, freilich nicht an charismatischem Überschwang und pseudo-geistlichen Verstiegenheiten, die sein Nachfolger, ebenfalls Diakon, der Franzose Philippe Madre, in seinem Sinne bzw. Unsinne fortsetzte, bis dann der tiefe Fall kam und die Kirche ihn aus dem Klerikerstand entließ.

Je höher sich einer auf Wolke 7 und-so-weiter hinaufspinnt, umso kräftiger ist dann manchmal der Fall….ins Bodenlose….weil es nie eine ausreichende Bodenhaftung gab!

Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster

Kontaktmail: felizitas.kueble@web.de


Einige Irrtümer der „Gospa“ (aus ihren „Botschaften“ von 1981)

Von Stefan Vucina

Hier möchte ich auf Irrlehren der sog. „Gospa“, der Erscheinung von Medjugorje, eingehen, welche die Befürworter Medjugorjes vehement verteidigen, womit sie letztlich gegen die Kirche Christi und das Heil der Seelen arbeiten.
 
Ich beginne mit Irrlehren und theologischen Falschaussagen des Jahres 1981, also dem ersten Erscheinungsjahr:media-372515-2

Irrlehre Nr. 1

25. Juni 1981
Die „Seherin“ Ivanka befragte die Erscheinung nach ihrer vor zwei Monaten verstorbenen Mutter. Darauf antwortete die Erscheinung: „Sie ist glücklich. Sie ist bei mir…Sie ist dein Schutzengel im Himmel.“

a) Die Aussage der Erscheinung, dass Ivankas Mutter ihr Schutzengel im Himmel sei, ist eine Irrlrehre, denn jeder Mensch bekommt von Gott ab seiner Empfängnis einen Engel Gottes als Schutzengel, der bis zum Ableben an seiner Seite bleibt. (Siehe KKK 335 – 336)

b) Vor dem Hintergrund dieser Irrlehre kann es sich bei der Erscheinung nicht um die wirkliche Mutter unseres HERRN handeln. Deshalb ist die Aussage, dass die verstorbene Mutter Ivankas im Himmel sei, mit größter Vorsicht zu genießen- Denn die irrlehrende Erscheinung könnte mit dieser Aussage bezweckt haben, dass man für die Verstorbene, die evtl. im Fegefeuer sein könnte, nicht mehr betet.

Das Gleiche in der Botschaft vom 26. Juni 1981: Die „Seherin“ Mirjana fragt nach ihrem kürzlich verstorbenen Großvater, worauf die Erscheinung sagt: „Es geht ihm gut.“  –  Was aber, wenn es weder der verstorbenen Mutter Ivankas noch dem verstorbenen Großvater Mirjanas gut geht? Könnte es nicht sein, dass die Erscheinung mit diesen Aussagen vom Gebet für diese Verstorbene abhalten will, damit man nicht für sie betet?

c) Wenn die Erscheinung erklärt, dass Ivankas Mutter im Himmel sei und dass es Mirjanas Großvater gut geht, d.h. auch er im Himmel sei, dann hat sie sie damit praktisch jemanden heilig gesprochen! Doch waren sie in ihrem Leben wirklich heilige bzw. heiligmäßige Personen?

Irrlehre Nr.2

26. Juni 1981:

„Friede, Friede, nur Friede; versöhnt euch! Nur Friede! Macht Frieden mit Gott, macht Frieden untereinander. Dazu müßt ihr glauben, beten, fasten und beichten.“

Eine weitere Irrlehre  –  und zwar durch Unterlassung anderer notwendiger Heilselemente: Um Frieden mit Gott und untereinander zu haben, müssten wir glauben, beten, fasten und beichten. Anscheinend ist das hl. Messopfer und die guten Werke gar nicht wichtig, ja für den Frieden mit Gott und untereinander untauglich? Und was wir glauben sollen, das erfahren wir von der irrlehrenden „Gospa“ später noch.

Irrlehre Nr. 3

27.6.1981:

„Wie bei jeder Erscheinung beginnt Unsere Liebe Frau mit dem Gruß: „Gelobt sei Jesus!“

Bei jeder Erscheinung begrüßt die Erscheinung die „Seher“ offenbar mit „Gelobt sei Jesus“. Sie vermeidet es immer „Gelobt sei Jesus Christus!“ zu sagen, denn nach der Heiligen Schrift ist nicht im Namen „Jesus“ das Heil, sondern im Namen „Jesus Christus“ (vgl. Apg. 4,10ff), denn der Ehrentitel „Christus“ bedeutet Messias, Heiland, Heilsbringer. 

Der Heils-Name wird also gemieden. Der Satan hat ein großes Problem mit dem Namen „Jesus Christus“; er ist nicht in der Lage „Gelobt sei Jesus Christus!“ zu sagen. Er hat aber keine Probleme damit, „Jesus“ in den Mund zu nehmen, wenn er dabei an andere Jesuse denkt, z.B. an (Jesus) Barrabas. Dasselbe fällt in medialen Botschaften von Esoterikern auf. Hier ist fast immer nur von „Jesus“ dir Rede, aber nicht oder selten von „Jesus Christus“.  

Irrlehre Nr. 4

27.7.1981:

Jakov fragt, was die Gottesmutter von den Franziskanern von Medjugorje erwarte: „Daß sie im Glauben beharrlich sind und den Glauben des Volkes beschützen.“

Falsch: Die Franziskaner haben den Glauben der Kirche zu vertreten und zu beschützen, nicht denjenigen des Volkes! Der Glaube des Volkes in Bosnien-Hercegovina ist muslimisch, katholisch und orthodox. Die Franziskaner sollen also auch den muslimischen und orthodoxen Glauben hüten?

Irrlehre Nr. 5

28.6.1981:

„Die Seher fragen Unsere Liebe Frau, was sie wolle. „Daß das Volk glaubt und im Glauben beharrlich ist.“

Widerspruch zur Irrlehre Nr. 4!  – Nach der Irrlehre Nr. 4 hat das Volk seinen Glauben, welchen die Franziskaner in Medjugorje beschützen sollen. Nach dieser Botschaft haben sie den Glauben (noch) nicht.

Bedenkenswertes

30.6.1981:
„Darauf fragt Mirjana, ob sie dagegen wäre, wenn sie nicht mehr auf den Berg kämen, und ob sie ihnen nicht in der Kirche erscheinen könnte. Nach Vickas Aussage schien die Jungfrau Maria unschlüssig zu sein, willigte dann aber ein, in der Kirche zu erscheinen“

Dass Maria in irgendeiner Angelegenheit unschlüssig wäre, wirkt sehr seltsam. Hier scheint die Erscheinung von einer Frage überrascht zu sein, mit der sie nicht gerechnet hat. Wie kann eine himmlische Person unschlüssig darüber sein, in einer Gott geweihten Kirche zu erscheinen?

Irrlehre Nr. 6

27.7.1981:
„Meine Engel, ich sende euch meinen Sohn Jesus, der um seines Glaubens willen gefoltert wurde. Doch hat er alles ertragen. Auch ihr, meine Engel, sollt alles ertragen!“

Falsch:  Nicht Maria sendet den HERRN, sondern der HERR sendet Maria, denn Christus steht über Maria, nicht Maria über Christus! Die Erscheinung spielt sich hier indirekt als Gott auf, denn Gott-Vater ist es, der seinen Sohn Jesus Christus sendet, nicht Maria!

Irrlehre Nr. 7

Die Gottesmutter erscheint nahe bei dem Bild Jesu, nachdem einige Seminaristen gebeichtet haben: ‚Dort ist euer Vater, mein Engel.“

Falsch: Jesus Christus ist nicht der Vater, sondern der Sohn von Gott-Vater. Der Vater Jesu Christi ist unser Vater, nicht Jesus!

Widerspruch

15.9.1981:
„Wenn dieses Volk sich nicht bald bekehrt, wird es ihm schlecht ergehen.“

Widerspruch zur Irrlehre Nr. 4, wonach das Volk glaubt und die Franziskaner den Glauben des Volkes beschützen sollen!

Irrlehre Nr. 8

16.9.1981:
„Betet nicht für euch selbst. Ihr seid schon belohnt worden. Betet für die anderen“

Was soll man als Katholik bloß davon halten? Die „Seher“ sollen nicht für sich selbst beten. Das ist Unfug, denn wer nicht (auch) für sich betet, der lässt eine Tür für den Satan offen. Damit fordert die Erscheinung die Seher auch auf, nicht um die eigene Heiligung und um den Schutz vor den Dämonen zu beten

Irrlehre Nr. 9

1.10.1981:
„Vor Gott sind die Angehörigen aller Religionen gleich. Gott herrscht über jede Religion wie ein Herrscher über sein Reich. In der Welt sind die Religionen jedoch nicht gleich, da die Menschen sich nicht in gleicher Weise den Geboten Gottes unterwerfen. Sie lehnen sie ab und entehren sie‘.“

Die Religionen der Welt sind nicht Gottes Reich, Gottes Reich auf Erden ist der Leib Christi, die Kirche! Und vor Gott sind die Religionen genausowenig gleich wie vor den Menschen! Der Islam und das Judentum lehren, dass Jesus nicht der Sohn Gottes und der Messias ist. Das Christentum verkündet, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und der Messias ist! Die Buddhisten lehren, dass es die Reinkarnation gibt! Das Christentum verkündet, dass es die Reinkarnation nicht gibt etc. Nach der Erscheinung von Medjugorje ist Gott ein widersprüchlicher Gott, der die sich widersprechenden religiösen Lehren in die Welt gesetzt hat. Damit entlarvt sich die Erscheinung, denn der Satan ist es, der die verschiedensten Häresien in die Welt gesetzt hat, während Gott seine Lehre in der Bibel benannt hat und durch seine Kirche verkündet!

Irrlehre Nr. 10

1.10.1981:
„Sind alle Kirchen gleich?  – ‚In einigen wird mehr zu Gott gebetet, in anderen weniger. Das hängt von den Priestern ab, die die Gebete leiten, und es hängt auch von der Vollmacht ab, die sie haben‘.“

Mit diesen Worten bezeichnet sie die protestantischen Pastoren und Älteste als Priester, die von Gott (priesterliche) Vollmachten besitzen sollen. Die Lehre der Kirche und der Bibel dagegen lautet, dass das Priestertum nur in den apostolischen Kirchen gegenwärtig ist. Damit widerspricht die Erscheinung der Bibel und der Kirche!

Irrlehre Nr. 11

12.10.1981:
„Ich bin vor dem Tod in den Himmel hinaufgegangen‘.“

Das entspricht nicht dem Dogma der Kirche, denn im Assumpta-Dogma ist hiervon („vor dem Tod“) nicht die Rede. Die Aufnahme Marias in den Himmel geschah nicht vor ihrem Tod.

Bedenkenswertes

20.10.1981:
„Vicka bat Unsere Liebe Frau um ein Zeichen, das Pater Jozo während seiner Verurteilung retten sollte! ‚Schlage jemanden und mache ihn gelähmt‘, sagte Vicka. Bei diesen Worten lächelte die Gospa, dann sang sie mit den Sehern: „Jesus, in deinem Namen..“ Als das Lied zu Ende war, sagte die Gospa wie immer: ‚Geht im Frieden Gottes‘.“

Tja, was soll man dazu sagen – „Schlage jemanden und mache ihn gelähmt!“ und die Erscheinung lächelt und singt darauf „Jesus, in deinem Namen.“ – In Jesu Namen jemand schlagen und lähmen? Unglaublich! Eine Reaktion, die diametral zu Lk. 9,54f. und Joh. 12,47 steht. Die Erscheinung klärt Vicka nicht darüber auf, dass das, was aus ihrem Herzen und ihrem Mund kam, eine große Sünde ist.

Irrlehre Nr. 12

30.10.1981:
‚Sagt den Jugendlichen, sie sollen sich nicht vom wahren Weg abbringen lassen. Sie sollen ihrem Glauben treu bleiben‘.“

(a) Welcher wahre Weg ist das? In den bisherigen Botschaften war nicht ein einziges Mal vom katholischen Glauben die Rede, dagegen aber vom Glauben der Religionen, der christlichen Konfessionen, die allesamt Gottes Reich seien, und vom Glauben des Volkes.

(b) Der Kirche zufolge sollen die Jugendlichen nicht „ihrem“ Glauben treu bleiben, sondern dem Glauben der Kirche, die nach der Bibel der Pfeiler und das Fundament der Wahrheit ist!

Dies korrespondiert mit der in der Botschaft vom 10.11.1981 : „Gebt nicht nach. Bewahrt euren Glauben. Ich werde euch bei jedem Schritt begleiten.“

Irrlehre Nr. 13

7.12.1981:

Unsere Liebe Frau betrachtet die Menschenmenge: ‚Die Menschen bekehren sich, das stimmt; aber noch nicht alle‘. Nach einer Erscheinung in Jakovs Haus stand in goldenen Buchstaben an der Wand: Mir ljudima, Friede den Menschen.“

Die Erscheinung verkündet „Friede den Menschen“, die Engel verkünden dagegen von Gott her: „Ehre ist Gott in der Höhe und auf Erden Friede den Menschen eines guten Willens/seiner Gnade/seines Wohlgefallens.“ (Lk. 2,14)

Irrlehre Nr. 14

8.12.1981:
„Kommt zu mir, wenn ihr in Schwierigkeiten seid oder etwas braucht. Wenn ihr keine Kraft habt, bei Wasser und Brot zu fasten, könnt ihr auf verschiedene andere Dinge verzichten, denn nach dem Fernsehen seid ihr zerstreut und unfähig zum Gebet. Ihr könnt auf Alkohol verzichten, auf Zigaretten und andere Vergnügen“

„Ihr könnt auf Alkohol verzichten, auf Zigaretten und andere Vergnügungen“  –  „ihr könnt“! Sie können den Lastern entsagen, wenn sie wollen, aber sie müssen es nicht. Die Botschaft lautet hier im Klartext: Ihr könnt auf die Sünden verzichten, doch ihr müsst es nicht!

Irrlehre Nr. 15

31.12.1981:
„Ivan fragt die Gottesmutter, wie den Priestern geholfen werden könne, die an den Erscheinungen zweifeln. ‚Man muß ihnen sagen, daß ich der Welt schon immer Botschaften von Gott übermittelt habe. Es ist sehr schade, wenn man nicht daran glaubt. Der Glaube ist entscheidend wichtig; aber man kann niemanden zum Glauben zwingen. Der Glaube ist die Grundlage, auf der alles aufbaut‘.“

Hier setzt die Erscheinung „den Glauben“ als solchen mit der Anhänglichkeit an diese Erscheinungen und Botschaften gleich. Das heißt: Die Priester, die den katholischen Glauben vertreten und verkünden, stehen nicht im Glauben, weil sie nicht an die Erscheinungen von Medjugorje glauben! Dagegen lehrt die Kirche, der Pfeiler und das Fundament der Wahrheit, dass man an Privatoffenbarungen nicht glauben müsse, um gerettet zu werden. Die „Gospa“ verkündet das Gegenteil und stichelt auf diese Weise gegen uns „Ungläubige“.

HINWEIS: Hier finden näher am Thema Interessierte über einhundert weitere Info-Artikel zu Medjugorje: https://charismatismus.wordpress.com/category/irrgeistige-erscheinungen/medjugorje-vorsicht-vor-erscheinungsorten/