Die „Große Warnung“ und Garabandal

Nach 5 Jahren macht wieder eine „Warnung“ die Panik-Runde

Von 1961 bis 1965 soll die Gottesmutter in der spanischen Ortschaft Garabandal vier Sehermädchen erschienen sein. Diese Privatoffenbarung ist  – wie die meisten „Erscheinungen“  –   kirchlich nicht anerkannt.

Manche Vorgänge von damals erinnern an charismatische Phänomene: etwa das schnelle Rückwärtsgehen der Visionärinnen während  der „Erscheinungen“   –   sie konnten in ihrer Ekstase sogar hohe Treppen rückwärts (!) besteigen. Die „Seherinnen“ kündigten damals eine „Große Warnung“ an, die der Himmel vor dem Beginn eines göttlichen Strafgerichts senden werde.

50 Jahre nach Erscheinungs-Beginn ist der unermüdliche Garabandal-Fanclub wieder am endzeitlichen Rotieren, was man auch im Internet vielfältig nachlesen kann.

Anfang März 2011 wurde auch mir aus diesem Spektrum eine Warnung vor der „Großen Warnung“ zugeleitet, die als eine Art Auftakt zu göttlichen Strafgerichten zu verstehen sei etc.  –  In dem Rundmail hieß es:

Eine neue verborgene Seherin in Europa behauptet, dass sie seit November 2010 göttliche Offenbarungen und Prophezeiungen sowohl von der Jungfrau Maria als auch von Ihrem geliebten Sohn Jesus Christus durch Einsprechungen erhalten hat. Die Botschaften sind in einer neuen Webseite enthalten, die heute (1. März 2011) unter dem Namen „Die Warnung  –  Zweites Kommen“ (www. thewarningsecondcoming.com) gestartet ist,

Die Botschaften sind eine Mischung christlicher Lehren und Prophezeiungen in der Hinführung zum Zweiten Kommen Jesu. Sie konzentrieren sich auf „Die Warnung“, einen Akt der Barmherzigkeit Gottes, der sich in Kürze ereignet, obwohl kein Datum angegeben wurde.

Allen in der Welt, die über sieben Jahre alt sind, werden ihre Sünden gezeigt, so dass sie voll bereuen können und vor dem Letzten Tag des Gerichts umkehren können. Es ist unerlässlich, sagt die Seherin,, dass die Menschen sich für die Warnung vorbereiten; denn das Ereignis wird so schockierend sein, dass manche den Schock nicht überstehen können und als Resultat in Todsünde sterben könnten.“

Soweit dieser Unfug, der es auf emotionale Panikmache und Untergangsstimmung abgesehen hat, ohne dabei notwendige biblische Leitlinien zu beachten.

Dabei kam es schon vor 5 Jahren zu einer ähnlichen Ankündigung der „Großen Warnung“, die damals  Anfang Januar auch im „Schwarzen Brief“  (einem erscheinungssüchtigen, unseriösen Mitteilungsblatt) seitenlang breitgetreten wurde.

Nora Arthurs, eine „Begnadete“ von  89 Jahren, habe  –  so der „Schwarze Brief“ –  eine Marienvision gehabt, wonach am Sonntag, den  8. Januar 2006 mittags um 15 Uhr die „Große Warnung“ eintreffe, die in Garabandal prophezeit worden sei:

Es erscheine ein großes, helles Kreuz am Himmel, danach gäbe es für alle Erdenbewohner eine ca. 15-min. „Seelenschau“, wobei viele wegen ihrer schweren Sünden vor Entsetzen gleich tot umfallen würden etc. –  Sodann käme eine 7-tägige Finsternis, die nur wenige überleben würden….

Lassen wir uns nicht irreführen, weder von charismatischer noch von panikverrückter Seite:  Die schwarmgeistige Schönfärberei und Endzeit-Erwartung einer großartigen weltweiten Erweckung Euphorie ist ebenso absurd wie das andere Extrem, dem viele Erscheinungsfanatiker huldigen: einer unseriösen Panikmache, dem ständigen „Alarmruf“ eines göttlichen „Strafgerichts“ nach Vorgaben von angeblichen „Erscheinungen“.

Halten wir uns an den Rat des Apostels Petrus: „Seid nüchtern und wachsam!“ (1 Petr 5, 8)   –   Als Christen leben wir ohnehin immer in einer Art „Endzeit“, denn wir wissen nicht, wann Gott uns ruft: wir sollten „allzeit bereit“ sein für das ewige Leben!

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

 


16 Kommentare on “Die „Große Warnung“ und Garabandal”

  1. Zeuge der Wahrheit sagt:

    Die Botschaft von Garabandal hat nichts mit den Irrsinnigen Botschaften der Anomymen Seherin zu tun. Der Teufel versteht es gut Gott Werke nachzuäffen und zu verwirren.

    Wenn es einen zu der Zeit gab, der die Gabe der Unterscheidung der Geister hatte, so war es der hl. Pater Pio. Dieser hat die Echtheit dieser Erscheinungen indirekt bestätigt.

    Herzenschristen beurteilen nicht alles rationell dem Verstand und eigenen Gutdünken nach, wie Gottlose, sondern geben Gottes Weisheit und Licht den Raum in ihrem Herzen. Nur mit Gottes Weisheit und seiner Erleuchtung kann man Erscheinungen und Offenbarungen rechtens beurteilen.

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    • Guten Tag,
      natürlich sind „Garabandal“ und „Warnung“ nicht identisch, wenngleich sich die „Warnung“ teils auf Garabandal beruft und inhaltlich viele Ähnlichkeiten bestehen (betr. Warnung, Seelenschau etc).
      Für die Beurteilung von Privatoffenbarungen ist in der katholischen Kirche nicht Pater Pio zuständig, sondern der jeweilige Ortsbischof und ggf. die vatikanische Glaubenskongregration. Garabandal wurde seitens der Kirchenleitung die Anerkennung klar verweigert.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Stefan sagt:

        Es ist eine grosse Tragik, dass falsche Propheten sich gerne mit anderen Botschaften „schmücken“ und quasi als Trittbrettfahrer auch noch etwas zum Besten geben wollen. Oft gepaart mit angeblich sensationellen Zutaten wie genaues Datum der Warnung oder des grossen Wunders. Viele Gläubige fallen arglos darauf ein.

        Zu Garabandal soll man auch sagen, dass Erzbischof Carlos Osoro-Sierra, als Apostolischer Administrator, am 7. Mai 2007 alle Verbote gegenüber Garabandal aufgehoben hat, eine gute Strasse mit Beleuchtung nach Garabandal gebaut wurde. Der Leiter der damals untersuchenden und ablehnenden Kommission hat Jahre später seine negative Haltung öffentlich bedauert und seine persönliche Meinung geändert. Der Kommunismus sich zurückgezogen hat (… der soll wieder kommen) und die Zeit mit dem vierten Papst (eigentlich vier, aber einer wird nicht gezählt…) Nahe sein müsste. Ebenso lebt noch Joey, der das Augenlicht wieder erhalten soll. Die Ankündigungen in Garabandal sind durchaus aufrecht bzw. in Takt.

        Sie haben Recht, dass Pater Pio nicht dafür zuständig ist. Aber bedenken sie auch, dass die meisten Ereignisse dieser Art anfänglich fast ausnahmslos kritisch bis ablehnend beurteilt wurden durch die kath. Kirche (dazu gehören auch La Salette, Fatima, Lourdes). Für Garabandal gilt offiziell „Non constat de supernaturalitate“, also es steht nicht fest, ob die Erscheinungen übernatürlich sind. Das ist die zweitschlechteste Möglichkeit. Das lässt noch Spielraum offen, sollten die Ereignisse denn doch eintreffen.

        Eine klare Ablehnung wäre und damit nicht anerkannt, wäre: „Constat de non supernaturalitate“. Es steht fest, dass die Erscheinungen nicht übernatürlich sind.

        Solange die Umstände der Ankündigungen noch in Takt sind, wartet die kath. Kirche die Ereignisse geduldig ab und das ist allen Gläubigen auch anzuraten.

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      • Guten Tag,
        die angekündigte Papst-Prophetie stimmt so oder so nicht, selbst wenn einer – was ohnehin unlogisch ist – nicht mitgezählt wird.
        Im übrigen hat es zwar manchmal länger gedauert, bis die Kirche den Glauben an eine Erscheinung gestattete, doch dann war es nicht so, daß erst eine Ablehnung und danach eine Zustimmung erfolgte, sondern es dauerte seine Zeit bis zur Anerkennung. Auch „Non constat…“ ist die Verweigerung einer Anerkennung, wenngleich die dezentere Form als etwa bei Heroldsbach („Constat de non…“).
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Stefan sagt:

        Was soll den mit der Anzahl der Päpste nicht stimmen? Warum nicht logisch? Kommen Sie mir aber jetzt bitte nicht mit der Idee, dass dann die angekündigten Ereignisse (Aviso, Wunder) eintreffen sollen! Wenn man die Berichte genau liest, dann fällt auf, dass die Mutter Gottes nur gesagt hat, dass dann „Ende der Zeiten“ sei. Was damit allerdings gemeint sein soll, wurde nicht erwähnt und die Seherin gesteht selber ein, dass sie das nicht weiss. Andere haben leider voreilig viel darüber geschrieben und spekuliert (in entsetzlicherweise auch „die Warnung“); das lehne ich in alle Richtungen ab. Solange aber die Voraussagen in Takt sind, rate ich zur Vorsicht mit voreiligen Spekulationen und Vorurteilen.

        Sollte Joey und Conchita unverrichteter Dinge sterben, dann ist das Urteil der kath. Kirche definitiv, wie sie selber kommentieren. Doch sollte es doch kommen, dann wird die kath. Kirche – wie Conchita damals angekündigt hat – nach dem Wunder (und nicht vorher!!) auch Garabandal anerkennen und sich dazu auch nicht zu schade sein.

        Wichtig ist nur, dass alle Aussagen noch voll in Takt sind (im Gegensatz z.B. zu Medjugorie, Manduria, Vasulla und einige mehr), wie z.B. das der Kommunismus wieder kommen kann, die Warnung, das grosse Wunder sowie die Strafe. Garabandal ist definitiv bis zum Ableben von Conchita nicht abgeschlossen und bis dahin ist noch alles möglich. Das müssen auch Sie zur Kenntnis nehmen. Das die kath. Kirche vorsichtig bleibt, ist gut nachvollziehbar.

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  2. hucky sagt:

    Hallo,

    das schöne an Garabandal ist ja seine Authentizität und das sagende Schweigen der Hauptseherin Conchita Conzales die übrigens auch wieder in ihrem Heimatdorf wohnt.

    Am 6. Mai 2012 kam der für Garabandal zuständige Bischof von Santander, Don Vicente Zamora in das Dorf und feierte mit 9 Priestern (vermutlich alles Ketzer) und den Bewohnern des Dorfes und den Anwesenden mit einer feierlichen hl. Messe die Wiederinbetriebnahme der sehr schön reparierten und auch restaurierten Pfarrkirche von Garabandal.

    Hier die Bilder zur 50 Jahrfeier von Garabandal

    http://www.garabandal-centrum.de/html/kurzbericht.html

    Übrigens hat Erzbischof Carlos Osoro-Sierra, als Apostolischer Administrator, am 7. Mai 2007, wie vorausgesagt, alle Verbote gegenüber Garabandal aufgehoben und Ortspfarrer Don Rolando Cabeza – Fuentes ermuntert, in seiner Pastoral über die Erscheinungen Mariens zu sprechen. Am 20. April 2009 verstarb Marie-Loli, ( eine der 4 Seherinnen Kinder ) einige Tage vor ihrem 60. Geburtstag. Am 1. Mai 2009 nahm das ganze Dorf Garabandal Abschied von ihr mit einer feierlichen hl. Messe. Begraben wurde sie am Wohnort ihrer Familie in den USA.

    Liebe Grüße sendet

    Hucky

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  3. Anonymous sagt:

    ich glaube jesus lacht uber uns oder weint.er wird unserem heutigen wahnsinn ein ende machen,aber wie er sagte die stunde weiss nur unser aller vater.du wirst es erwarten können.bis dahin solltest du das gebot leben .du sollst den herrn deinen gott lieben und den nächsten wie dich selbst. ich glaube dann hast du für spekulationen keine zeit übrig.

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  4. Gina sagt:

    Find ich nicht ok dein beitrag was hat dir das jetzt gebracht?? Villeicht weniger gebete und somit entziehst du unseren herrn seine seelen ! Tu nicht urteilen sondern geh beten

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  5. Maria sagt:

    Wenn Gott vor dem Gericht, das Jesus in den Evangelien angekündigt hat (die Menschen werden vergehen vor Angst, vor dem Brausen des Meeres… die Kräfte des Himmels werden ins Wanken geraten… usw. könnt ihr nachlesen) noch die Menschen warnt, daß sie umkehren und ihnen eine Sündenerkenntnis schenkt, daß ist das seine große Barmherzigkeit,auf die ich persönlich auch hoffe, ob sie eintrifft, wird man sehen. >In der Bibel
    steht, ob eine Prophetie echt ist oder nicht, erkennt man daran, ob sie eintrifft. Es ist immer schwer, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, aber mich persönlich überzeugt Garabandal
    schon und für die vielen Menschen, die ich kenne, die so ganz verloren sind, würde ich mir
    wünschen, daß so etwas eintrifft.

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    • hucky sagt:

      Hallo,

      Sie haben völlig recht mit dem Zitat: In der Bibel steht, ob eine Prophetie echt ist oder nicht, erkennt man daran, ob sie eintrifft.

      In den Botschaten der Warnung gibt es ca. 15 Botschaften die sich mit dem falschen Propheten und dem Abdanken unseres Papstes Benedikt XVI. beschäftigt. Die Botschaft Nr. 342, die Sie hier finden sagt z.B. nicht nur den Rücktritt des Papstes voraus, sondern exakt auf den Tag genau 1 Jahr davor. Meinen Sie, die erfüllte Prophezeiung würde Anklang oder gar Glauben bei den Menschen verursachen ? Mit noch größerer Wut und und größerer Verunglimpfung der Seherin wird dagegen gewettert, weil nicht wahr sein kann was nicht wahr sein daraf. Aber wahr ist wahr.

      http://www.diewarnung.net/botschaften/2012/0342.htm

      Liebe Grüße sendet

      Hucky

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      • Guten Tag,
        die Warnungs-Botschaft hatte angekündigt, der Papst werde vertrieben, was nicht stimmt – er hat mehrfach die Freiwilligkeit seiner Entscheidung betont. Abdankung und Vertreibung sind nunmal zwei Paar Stiefel.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  6. Wolf sagt:

    An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Die Zeit wird es zeigen.

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  7. Anonymous sagt:

    nun,…warum sollte er angst haben.jedoch wäre es schon mehr als denkbar dass die warnung eintreffen wird.

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  8. Anonymous sagt:

    du hast ja nur angst

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    • Mary sagt:

      das hat nicht mit angst
      zu tun. Du hast vielleicht angst. Ich persönlich würde mich sehr freuen wenn es eintrifft. meine Familie würde endlich glauben. Damals vor dem Flut haben die meisten leute nicht Noah geglaubt. Divine Intervention ist wohl möglich warum nicht die menschen zu warnen weil Gott , Jesus und Maria seine Kinder so sehr liebt. Nur menschen die Angst haben schreiben und fühlen das Negative. Der satan ist immer noch sehr stark gerade jetzt in der Endzeiten – er ist das,der unserer Seelen haben will. Lass uns doch „Soldiers for Christ “ sein.Er wird uns immer schützen. Das glaube ich und lebe jeden Tag so. So Gott will. amen.

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