Buch-Kritik: „Kirche und Freimaurerei im Dialog“ (Herbert Vorgrimler)

Felizitas Küble über Prof. Vorgrimler und die „getrennten Brüder“

In der Rezension „Fundamente des Glaubens geleugnet“ (siehe  Monatsblatt „Theologisches“ Nr. 4/2003) hatte ich das neue, Anfang 2003 erschienene Buch von Prof. em. Herbert Vorgrimler untersucht und zahlreiche theologische Irrtümer aufgezeigt.

Dr. Bernd F. Pelz

Das eindeutig häretische Werk des gefeierten Rahner-Schülers trägt den irreführenden Titel „GOTT – Vater, Sohn und Heiliger Geist„; der Münsteraner Dogmatiker verwirft darin entscheidende Teile der kirchlichen Trinitätslehre, leugnet die Gottheit Christi und die Personalität des Heiligen Geistes, kritisiert die Deutung des Kreuzestodes Christi als Opfer bzw. Sühne und stellt die historische Glaubwürdigkeit des Neuen Testamentes infrage.  

Ab 1987 wirkte Dr. Herbert Vorgrimler, der seit 1972 als Nachfolger Karl Rahners in Münster Dogmatik lehrte, einige Jahre auch als Dekan der Kath.-Theologischen Fakultät.

Zwei Jahre zuvor veröffentlichte er seine „Theologische Gotteslehre„, die sich von wichtigen Teilen der kirchlichen Trinitätslehre distanzierte und überdies erklärte, die „biblischen Gottesbilder“ ließen sich heute „nicht mehr vermitteln“. Dieses 1985 erschienene Werk erhält durch das in diesem Jahr veröffentlichte Buch eine (theo)logische Fortsetzung, weil die Häresien dort munter vermehrt wurden.

1975, genau 10 Jahre vor dem Erscheinen der „Theologischen Gotteslehre“, brachte der Frankfurter Knecht-Verlag ein Buch heraus, das nicht nur eine Annäherung, sondern eine klare

Parteinahme für die Freimaurerei darstellt, gespickt mit häufigen Angriffen gegen die kirchliche Position.

Dieses Werk trägt den Titel „Kirche und Freimaurer im Dialog“. Als Verfasser dieses Lobgesangs auf die Freimaurerei fungieren der Theologe Herbert Vorgrimler, der die Freimaurer

freundlich als „getrennte Brüder“ bezeichnet (man glaubte bislang, dieser Begriff gelte den evangelischen Christen)  –  sowie der Redakteur Rolf Appel, eigenen Angaben zufolge Freimaurer seit 1948, danach mit hochrangigen Funktionen bekleidet (Mitglied des Senats der Vereinigten Großlogen von Deutschland).

Kritik an katholischer Kirche

Schon in der von Vorgrimler verfassten „Einleitung“ des Buches wird die Kath. Kirche wegen ihrer Ablehnung der Freimaurerei scharf kritisiert:

„Lange Zeit“ sei „selbst die katholische Kirche dem Anti-Freimaurer-Wahn verfallen„. Diese Fehlhaltung könne nur durch „Besinnung auf das ursprüngliche Christentum“ abgebaut werden. Die Kirche müsse sich lösen von einer „hysterischen Psychose gegen Minderheiten“, wobei Vorgrimler „Juden, Kommunisten und Freimaurer“ namentlich benennt. imm031_29A

Überhaupt könnte man den Eindruck gewinnen, als ob Freimaurer in Deutschland übel diskriminiert würden, bezeichnet Vorgrimler sie doch allen Ernstes als „verfolgte und verleumdete Minderheit hierzulande“. Vorgrimler berichtet, dass er kein Logenmitglied sei, weil er persönlich „verschiedene Bedenken“ empfinde, die aber „nicht theologischer oder dogmatischer Natur“ seien.

Prof. Vorgrimler: Kein Mitglied, aber zugeneigt

Er kann mit freimaurerischen Symbolen und Riten nicht allzu viel anfangen, zumal es im „katholischen Christentum“, wie er schreibt, „noch genug entbehrliche Symbole, Zeremonien und Titel gibt, die das Wesentliche nicht in sich bergen, sondern verdecken“. – Da möchte sich der Theologe nicht mit weiteren Symbolen und Ritualen aus der Loge „belasten“.

Allerdings bekundet er ausdrücklich seine „Hochachtung und Zuneigung gegenüber der Freimaurerei“. Im Schlußsatz seiner Einleitung bestätigt er den Freimaurern, dass er bei ihnen „nie andere Motive wahrnahm als die der Verwirklichung von Humanität, Toleranz und Gewissensfreiheit.“

Nun wissen nicht wenige konservative Christen aus Erfahrung, dass die „Toleranz“ vieler selbsternannter Lordsiegelbewahrer der Toleranz bisweilen genau dort aufhört, wo der Andersdenkende beginnt, seinen Standpunkt zu äußern. Damit verliert die vielgepriesene Toleranz ihren eigentlichen Sinn, denn dieser kann nur darin bestehen, dass man dem Andersdenkenden den persönlichen Respekt nicht verweigert, also zwischen Person und Sache trennt.

Toleranz als Einbahnstraße?

Davon kann freilich beim Theologen Vorgrimler keine Rede sein. Toleranz erscheint auch bei ihm als Einbahnstraße, die gegenüber angeblich „verfolgten“ Minderheiten wie z. B. Kommunisten und Freimaurern eingeklagt werden muss, aber selbstverständlich gegenüber „bösen“ Konservativen ihre Gültigkeit verliert.

Wer die Freimaurerei eindeutig ablehnt, ist aus der Sicht des Münsteraner Dogmatikers offenbar reif für die „Klapse“ oder gar ein Fall für den Staatsanwalt. Selbst dann, wenn man beispielsweise mit Pater Manfred Adlers Büchern gegen die Freimaurerei nicht übereinstimmt, wird man sich noch lange nicht dazu versteifen dürfen, den Autor einer „nazistischen Geisteswelt“ zu bezichtigen, wie Vorgrimler das mehrfach unterstellt (S. 66/67).

Sieht so etwa die freimaurerisch inspirierte „Toleranz“ aus, die sich flugs in eine „braune Keule“ verwandelt, wenn es sich beim Andersdenkenden um einen Freimaurerkritiker handelt?

Polemik gegen Bischof Rudolf Graber

Auch der damalige Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Graber, der sich in seiner 1973 erschienenen Schrift „Athanasius und die Kirche unserer Zeit“ skeptisch zur Freimaurerei äußerte, erfährt den fast rasenden Zorn Vorgrimlers, der damals als Dogmatikprofessor in Münster lehrte. Er spricht in bezug auf den Bischof vom „Untergrund, der solche Meinungen hervorbringt“ und von einem „Milieu, das den innerkirchlichen Aufstand probt“ (S. 68).

Vorgrimler sieht seine Aufgabe nun darin, vor solchen „Tendenzen“ zu warnen, „in deren Rahmen Phänomene wie Adler und Graber einzuordnen sind“ (S. 68). – Neben dem Miriam-Verlag, der Monatszeitschrift „Der Fels“ und der „neuen bildpost“ wird auch die „Deutsche Tagespost“ dem antifreimaurerischen Spektrum zugerechnet, wobei die „Übergänge zur Sektenmentalität fließend sind“, wie Dr. Vorgrimler zu berichten weiß (S. 69).

Auf Seite 70 lässt der Autor dann die Katze aus dem Sack und psychiatrisiert ausdrücklich seine Gegner, die schrecklichen Freimaurer-Kritiker, bei denen offenbar die hehren Worte und Werte von „Toleranz, Humanität und Gewissensfreiheit“ ihr abruptes Ende finden, denn schließlich  –  das merke man sich bitte!  –  gilt „Gewissensfreiheit“ nur für Gegner der Kirche, für „verfolgte Minderheiten“ wie Kommunisten und Freimaurer.

Psychiatrisierung der Logenkritik

Vorgrimler schreibt also: „Aus dieser merkwürdigen, nur psychoanalytisch und psychiatrisch erklärbaren Subkultur des katholischen Milieus stammen die nachkonziliaren Angriffe auf die Freimaurerei. Die Erzeugung und Nährung von Psychosen ist heutzutage nicht mehr, wie in den Zeiten Pius IX. und Leos XIII., eine Angelegenheit, an der sich der Papst mit der Mehrheit der Bischöfe beteiligt. Den Betroffenen  –  in diesem Fall den getrennten Brüdern, den Freimaurern  –  mag das ein Trost sein. Man könnte diese Subkulturen sich selbst und ihren Wahnvorstellungen überlassen, da sie Feindbilder und Märtyrersehnsucht nötig haben, um überhaupt existieren zu können und ihnen niemand das Recht auf Existenz absprechen möchte …“.

Bis dahin darf man beruhigt feststellen, dass der Dogmatikprofessor seinen Gegnern immerhin das „Recht auf Existenz“ nicht abspricht, was schon als Fortschritt gelten mag. Der Satz ist freilich noch nicht zu Ende: „…ihnen niemand das Recht auf Existenz absprechen möchte  –  wären nicht schon einmal aus ähnlichen (wenn auch nicht ausgesprochen „christlichen“) Subkulturen jene gekommen, denen es gelang, im Kampf gegen Juden, Freimaurer und Kommunisten die Welt ins Unglück zu stürzen.“

Die Nationalsozialisten, die Vorgrimler hier ins Spiel bringt, haben vor allem die katholische Kirche bekämpft, was er offenbar zu erwähnen „vergisst“. Nicht die Freimaurer, sondern Papst, Bischöfe, Jesuiten und „Pfaffen“ waren die vorrangigen Feindbilder, die im „Stürmer“ und ähnlichen Hetzschriften ständig attackiert und durch Karikaturen verunglimpft wurden.

Verständnis für deistisches „Gottesbild“

Großes Verständnis zeigt Vorgrimler für das bestenfalls deistische, häufig völlig verschwommene und unpersönliche Gottesbild mancher „christlicher“ Freimaurer der unteren Grade (Johannislogen). Der Autor stellt fest: „Im freimaurerischen Begriff des Großen Baumeisters des Universums ist nun nichts enthalten und ausgesprochen, was dem christlichen Gottesverständnis im Weg stünde.“ (S. 74).

Während Dr. Vorgrimler in den Seiten zuvor alle Hände voll zu tun hatte, Andersdenkende zu diffamieren und zu psychiatrisieren, fällt ihm im Zusammenhang mit der Freimaurerei wieder das Hohelied der Toleranz ein. Auf S. 76 stellt er das vermeintlich weiße Gewand der Loge dem angeblich befleckten Kleid der Kirche gegenüber:

„Ein Katholik kann aber der Überzeugung sein, dass die Bejahung der Menschenrechte in der Kirche, die Bejahung der religiösen Toleranz in der Gesellschaft und damit auch die Bejahung der Gewissensfreiheit, die Einsicht, dass die Freiheit nur soweit verwirklicht ist, als die Freiheit der Einsicht in die Kirche gekommen ist.“

Wer hat diese „Einsichten“ in den Raum der Kirche getragen? – Aber sicher doch, die „verfolgten Minderheiten“ natürlich:

„Er (der Katholik) wird zugeben müssen, dass die Kirche die Freiheit verschüttet hat und dass andere sie neu erkämpfen mussten. In diesem Sinne kann er Außenstehenden – Protestanten, Juden, Freimaurern, Sozialisten – für vielfältige Einsichten dankbar sein, für die seine Kirchenführer blind waren.“

Zustimmung zum Antiklerikalismus

Auf der nächsten Seite erklärt der Autor dem vielleicht damals noch staunenden Publikum, dass es durchaus einen „berechtigten Antiklerikalismus“ gebe. Schließlich könne „auch ein Katholik der begründeten Überzeugung sein, die Kirche einer bestimmten Region nehme zu viel Einfluss auf das öffentliche Leben; sie sei mit zu vielen Privilegien ausgestattet, ihre legitim erworbenen Rechte stünden heute einem glaubhaften evangelischen Zeugnis im Wege, sie müsse daher, wie das Zweite Vatikanische Konzil ausdrücklich vorsah, auch auf solche legitimen Rechte verzichten.“

Der Autor erspart sich die Beweisführung aus dem 2. Vatikanum, das angeblich dazu aufruft, die Kirche „müsse“ auf ihre „legitim erworbenen“ (!) Rechte verzichten. Auch wenn die Freimaurerei dies seit Jahrhunderten fordert, „muss“ die Kirche sich diesem Wunsche noch lange nicht fügen, zumal die Logen keineswegs zugunsten der Kirche auf irgendwelche „Rechte“ verzichten. Wieder nur eine Einbahnstraße zu Lasten der Kirche!

Vorgrimler würdigt auch atheistische Logen

Wenn dieser einseitige Antiklerikalismus überdies mit dem wohlklingenden Wort vom „evangelischen Zeugnis“ verbrämt wird, stehen einem erst recht die Haare zu Berge. „Toleranz üben zu lernen ist auch für Katholiken durchaus wertvoll“, schreibt Vorgrimler sogar hinsichtlich jener atheistischer Logen, die den sog. „Obersten Baumeister des Weltalls“ nicht verehren (S. 77/78).

Solange der Glaube in diesen ungläubigen Logen nicht bekämpft werde, stehe einer Mitgliedschaft von Katholiken seiner Ansicht nach nichts im Wege. Aber selbst gegenüber betont atheistischen, gemeint sind wohl antikirchlichen Logen, bei denen sogar Vorgrimler von einer Mitgliedschaft abrät, empfiehlt er „Dialog und Zusammenarbeit“ (S. 78).

Es entspräche „nicht christlichem Geist“, wenn die Kath. Kirche „lediglich“ ihr Verhältnis zu den „regulären Logen“ ordnen würde, hingegen eine „absolute Feindschaft“ gegenüber antiklerikalen „irregulären Logen“ (in Frankreich z. B. der mitgliederstarke „Grand Orient de France“) aufrechterhalten wolle.

Kirche wird „pathologisches Feindbild“ vorgehalten

Das würde bedeuten, dass die Kirche auf eine unmissverständliche Abgrenzung verzichtet gegenüber Gruppen, von denen sie bekämpft wird. So etwas wie „Feindschaft“ darf sich offenbar nur die Loge leisten; von Seiten der Kirche handelt es sich im gleichen Fall um ein „pathologisches Feindbild“ (S. 78).

Wieder einmal fällt dem Theologen Vorgrimler das Zweite Vatikanum ein, wenn ihm sonst nichts mehr einfällt. Es muss jetzt dazu herhalten, „im Interesse der Menschheit“ tätig zu werden:

„Es entspräche nicht den vom Konzil ausgehenden Impulsen, wollte man gar nicht nach Aufgaben fragen, die sich möglicherweise im Interesse der Menschheit und einer humanen Zukunft für Katholiken und Freimaurer gemeinsam abzeichnen.“ (S. 79)

Mit diesem wenig sagenden, aber viel andeutenden Schlußsatz verabschiedet sich Prof. Vorgrimler von den Lesern des Buches.

Möglicherweise denkt er an etwas Ähnliches wie sein theologischer Ziehvater Karl Rahner, der bereits 4 Jahre zuvor, nämlich 1971, in dem Sammelband „Zur Theologie der Zukunft“ auf S. 111 folgendes über die „planetarische Menschheit“ zu schreiben wusste:

„Der Mensch von heute und erst recht der von Morgen ist der Mensch einer planetarisch vereinheitlichten Geschichte, eines globalen Lebensraumes und damit der Abhängigkeit jedes von schlechthin allen. Die UNO ist dafür nur ein bescheidenes Indiz.“

Führender Freimaurer Rolf Appel

Was nun den Buch-Kollegen Rolf Appel betrifft, so stimmt er natürlich mit dem Theologen Vorgrimler in der Wertschätzung der Freimaurerei überein, zumal er dort seit Jahrzehnten als Mitglied zuhause ist. Man muss dem Redakteur und Verleger Appel allerdings zugutehalten, dass er die Logengeschichte weitaus kritischer sieht und sichtet als der katholische Dogmatiker, was einigermaßen erstaunt.

Immerhin räumt er ein, dass vor allem im 18. Jahrhundert schwerwiegende Fehler und Ver(w)irrungen seitens der Freimaurerei vorgekommen sind; ein Gedanke, den Prof. Vorgrimler vermutlich nie zu denken wagte, jedenfalls floss er nicht in seine Tinte.

Der bekennende Freimaurer Rolf Appel jedoch konstatiert offenherzig: „Es ist nur zu verständlich, dass die katholische Kirche den größten Argwohn gegenüber der Freimaurerei hegen musste“, zumal die Logenarbeit damals „streng geheim“ gewesen sei (S. 125).

Das hört sich deutlich anders an als die antikirchlichen Attacken Vorgrimlers gegen die vermeintlich „pathologischen Wahnvorstellungen“ und die „Erzeugung von Psychosen“ durch Papst und Kirche, wogegen er auf den Seiten 62 bis 70 unerbittlich polemisiert.

Causa „Lichtenauer Erklärung“

Im Anhang an den Vorgrimler-Artikel wird übrigens die freimaurerfreundliche „Lichtenauer Erklärung“ von 1970 dokumentiert, an der Prof. Vorgrimler mitwirkte, die aber nicht einmal vom Wiener Kardinal König unterzeichnet wurde, obgleich dieser der Freimaurerei keineswegs feindlich gegenübersteht.

Bischof Dr. Josef Stimpfle (Augsburg) erklärte am 12. Mai 1980 im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz in einer Pressemitteilung: „Die Lichtenauer Erklärung hat keinerlei kirchliche Autorisierung erhalten: Weder von einer Bischofskonferenz noch von einer römischen Behörde.

Außerdem stellte er klar: „Die gleichzeitige Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche und zur Freimaurerei ist unvereinbar.“ – Seine Begründung: „Die Freimaurerei hat sich in ihrem Wesen nicht gewandelt. Eine Zugehörigkeit stellt die Grundlagen der christlichen Existenz in Frage.“

Die „Deutsche Tagespost“, in Dr. Vorgrimlers Buch der antifreimaurerischen „Subkultur“ zugerechnet, veröffentlichte am 8. 12. 1981 ein Interview von Radio Vatikan mit Bischof Stimpfle. Darin gibt der Augsburger Oberhirte zu erkennen, dass sogar die jahrelangen offiziellen Gespräche mit „regulären“ (nicht antikirchlichen) Freimaurern nur einen Einblick in die unteren drei Grade ermöglicht haben.

Geheimnischarakter der Logen

Der Bischof berichtet wörtlich:

„Die Freimaurerei ist auf vielen Graden aufgebaut. Nur für die unteren drei Grade (Lehrling, Geselle, Meister), für die „Johannismaurerei“, erstreben die Freimaurer eine kirchliche Beitrittserlaubnis, während sie für die höheren Grade eine Öffnung zur Kirche hin nicht erstreben, offensichtlich auch gar nicht für möglich halten. Die höheren Grade, ihr Wesen, ihre Ziele und Aktivitäten, hüllen sie in ein undurchdringliches Geheimnis. Noch im Jahr 1980 hat der zugeordnete Großmeister G. Großmann eine Verstärkung des Geheimnischarakters der Freimaurerei gefordert.“

Daraufhin stellt der Bischof die berechtigte Frage: „Wie kann sich die Kirche einer Organisation öffnen, deren oberste Leitung ihre Pläne und Unternehmungen völlig verborgen hält?“

Unvereinbarkeitsbeschluß der dt. Bischöfe

Die eindeutige Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz, vom „Spiegel“ (Nr. 13/1981) damals als „Anti-Freimaurer-Bannfluch“ und „Rückmarsch ins Ghetto“ bezeichnet, führte zu wütenden Ausfällen des „herausragenden Theologen“.

Der Unvereinbarkeits-Beschluss des deutschen Episkopats gehöre, so Dr. Vorgrimler, „in die Sammlung aberwitziger Bannflüche seit 150 Jahren“.

Er fügte hinzu: „Die Kirche muss sich nicht wundern, wenn sie angesichts solcher Erklärungen als Gesprächspartner nicht mehr ernst genommen wird.

Das „alte“ Kirchenrecht (CIC von 1917) enthielt bekanntlich eine Bestimmung (can. 2335), wonach der Beitritt zur Freimaurerei bei Strafe der Exkommunikation verboten ist. Nachdem die Freimaurerei im neuen CIC von 1983 nicht mehr ausdrücklich erwähnt ist, wurde dies von interessierter Seite so verstanden, als stände damit einer Logenmitgliedschaft von Katholiken nichts mehr im Wege.

Kardinal Ratzingers Klarstellung zur FreimaurereiPapst Benedikt XVI

Kardinal Joseph Ratzinger trat angesichts der offensichtlichen Verwirrung auf die Notbremse und veröffentlichte am 26. 11. 1983 unter Berufung auf den Papst eine offizielle Erklärung der Glaubenskongregation, in der es heißt:

„Das negative Urteil der Kirche über die freimaurerischen Vereinigungen bleibt also unverändert, weil ihre Prinzipien immer als unvereinbar mit der Lehre der Kirche betrachtet wurden und deshalb der Beitritt zu ihnen verboten bleibt.“

Zu jener Zeit, als Prof. Vorgrimler sein Dialogbuch pro Freimaurerei herausbrachte (1975), galt ohnehin noch der alte CIC, der für die Mitgliedschaft in der Loge ausdrücklich die Exkommunikation vorsah.

Man hätte nun erwarten dürfen, dass das Vorgrimler-Buch nicht ohne Folgen bleibt, stellt es doch eine offensichtliche Parteinahme für die Freimaurerei dar, verbunden mit scharfen Attacken gegen die Kirche, besonders gegen Bischof Rudolf Graber. Meines Wissens führten weder diese noch andere Veröffentlichungen des Rahner-Schülers im zuständigen Bistum Münster zu diszipliniarischen bzw. kirchenrechtlichen Konsequenzen, obwohl dieser „Star-Theologe“ seit Jahrzehnten seine Häresien publiziert.

Bischof Lettmann würdigt Prof. Vorgrimler

Im Gegenteil: die Freundschaft zwischen Diözesanbischof Dr. Reinhard Lettmann und dem „undogmatischen“ Dogmatiker Vorgrimler ist seit langem bekannt. Niemand macht ein Geheimnis daraus, am wenigsten der Oberhirte selbst.

In den „Westfälischen Nachrichten“ erschien am 12.5.2003 ein vierspaltiger Artikel mit großem Foto und vielsagendem Titel: „Dank an einen herausragenden Theologen“. Gemeint war damit kein Geringerer als Dr. Herbert Vorgrimler, dessen „Goldenes Priesterjubiläum“ es zu feiern galt.

Offenbar scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass bei prominenten Theologen  –  Häresien hin oder her – auch hochrangige Amtsträger zur Stelle sind, die allzu gut wissen, was sie dem Zeitgeist schuldig sind. Das breitformatige Zeitungs-Foto zeigt Dr. Vorgrimler als Hauptzelebranten am Altar, daneben die Bischöfe Dr. Reinhard Lettmann, Heinrich Mussinghoff (Aachen), Evmenios von Lefka (griechisch-orthodox) sowie zwei weitere Geistliche.

„Drei Bischöfe gratulierten“, schreiben die „Westfälischen Nachrichten“ stolz im Untertitel. Diese Tageszeitung erscheint im Aschendorff-Verlag, der auch das neueste Buch von Dr. Vorgrimler herausbringt.

Zeitungsreporter Johannes Loy beginnt seinen Bericht mit sichtlicher Begeisterung:

„Generationen von Studierenden hat er geprägt, sein Name ist in der theologischen Forschung weltweit ein Begriff und „sogar dem Papst bekannt“, wie Bischof Dr. Reinhard Lettmann schmunzelnd formulierte. Prof. Dr. Herbert Vorgrimler (74), emeritierter Universitätsprofessor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, feierte am Samstag sein Goldenes Priesterjubiläum …“.

„Diesem Ruf ist unser Jubilar gefolgt“

Die Zeitung schildert auch die Predigt des Diözesanbischofs:

„Bischof Reinhard Lettmann dankte Vorgrimler für seinen Dienst als Priester und theologischer Lehrer. „Das Priesteramt ist kein „Job“, sondern ein Dienst in der Berufung Gottes. Diesem Ruf ist auch unser Jubilar gefolgt.“

Theologie müsse sich an der Geschichtlichkeit festhalten und dürfe sich nicht in die Mythologie oder in ein Glasperlenspiel flüchten. Dies habe Vorgrimler immer wieder gelehrt. Lettmann wörtlich: „Wenn das Heil geschichtslos wird, wird auch die Geschichte heillos.“

Die „Westfälischen Nachrichten“ berichten sodann, dass Dr. Vorgrimler auch in der Krankenseelsorge des Clemenshospitals von Münster mitwirke. Darauf will sich der „herausragende Theologe“ freilich nicht beschränken, denn: „Etliche weitere Buchprojekte liegen auf seinem Schreibtisch.“

Dass der Aschendorff-Verlag seinen eigenen Autor hofiert, kann man gewiss nachvollziehen, wenngleich die Verehrung zuweilen merkwürdige Ausmaße annimmt.

Als der Zeitungsverlag am 22. Januar dieses Jahres zu einem Vortrag mit Prof. Vorgrimler einlud und zugleich sein neues Buch vorstellte, kamen ca. 170  –  meist weibliche – Zuhörer.

Ein Verlagsmitarbeiter würdigte den Referenten in seiner Begrüßung über alle Maßen, indem er beispielsweise sagte, er sei „nicht würdig, ihm (Dr. Vorgrimler) die Schuhriemen zu lösen“. – Abschließend appellierte er an die Anwesenden: „Was er euch sagt, das tut!“ – Gemeint war mit „er“ nicht etwa Jesus Christus, sondern der gefeierte Theologe von der schreibenden Zunft.

Bischof Mussinghoffs ist Vorgrimler verbunden

Zu den „Fans“ von Dr. Vorgrimler gehört anscheinend auch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Aachen), der vor seiner Bischofsweihe als Dompropst in Münster tätig war. Er ist zum Vize-Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz aufgestiegen und gilt, wie es in einer Überschrift der „Westfälischen Nachrichten“ heißt, als „Mann der leisen Töne mit Ambitionen“.

Weniger leise, sondern eher verwunderlich klang es freilich, als Bischof Mussinghoff beim „Weltgebetstreffen der Religionen“ in Aachen (7. bis 9. September 2003) Folgendes zum Besten gab:

„Gott ist nicht katholisch. Gott ist nicht evangelisch. Gott ist nicht orthodox. Gott ist nicht einmal christlich.“

Am 12. Mai 2003 konzelebrierte er beim „Goldenen Priesterjubiläum“ von Dr. Vorgrimler gemeinsam mit Bischof Reinhard Lettmann. In einem Interview mit den „Westfälischen Nachrichten“ vom 14. August 2003 erklärte Bischof Mussinghoff, dass er sich weiterhin gelegentlich mit Prof. Vorgrimler treffe.

Auf die Frage „Was vermissen Sie heute?“, antwortete der Aachener Oberhirte: „Den Kontakt zur katholisch- theologischen Fakultät. Eine solche Fakultät gibt es in Münster, in Aachen nicht … Einen regelmäßigen Gedankenaustausch mit Theologie-Professoren pflegen zu können, das habe ich während meiner Zeit als Dompropst sehr geschätzt und genossen.“

Diesen Gedankenaustausch schätzt auch sein Münsteraner Amtskollege Reinhard Lettmann, jedenfalls in bezug auf Dr. Vorgrimler. Als der Bischof im Februar 2003 seinen 70. Geburtstag feierte, erschienen in der Bistumszeitung „Kirche und Leben“ (Nr. 8/2003) drei positive Würdigungen, darunter auch eine von Bischof Mussinghoff unter dem Titel „Treue und Beständigkeit“.

ARD-Chef Fritz Pleitgen lobt Bischof Lettmann

Einen weiteren Beitrag („Hoch gebildet und tief geerdet“) über Dr. Reinhard Lettmann verfasste Fritz Pleitgen, politisch linksorientierter WDR-Intendant und bis vor kurzem auch Chef der ARD. – Der fünfspaltige Artikel „Dem Kommenden entgegen“ stammte selbstverständlich vom „herausragenden Theologen“.

Dr. Vorgrimler bezeichnet sich darin als „persönlichen Wegbegleiter“ und „Weggefährten“ des Münsteraner Oberhirten. Er berichtet von gemeinsamen Urlaubsreisen und „unvergesslichen Situationen“, z. B. der folgenden:

„Zu ihnen gehört ein Abend in den Bergen des Sinai, als das Feuer tief niedergebrannt war, die zwei Beduinen schliefen, die Kamele leise schnaubten, als wir schlaflos die Sternenpracht des tiefdunklen Himmels schauten und Reinhard Lettmann englische Gedichte rezitierte.“

Der Theologe schildert seinen „Weggefährten“ als jemanden, der durch Gebet und Gottvertrauen die Kraft finde, ein „positiver, konstruktiv denkender und auch ein toleranter Mensch zu sein.“

Dr. Vorgrimler fügt hinzu: „Mit den Miesmachern, den „Unheilspropheten“, die überall nur Verderben und Untergang wittern, hat er nichts gemein.“ 

Auch wenn glaubenstreue Katholiken in den Veröffentlichungen des Münsteraner „Startheologen“ keinen Untergang wittern, so erkennen sie durchaus Verderben darin, wenn Glaubensfundamente zerstört und wesentliche Wahrheiten der Heiligen Schrift und der verbindlichen kirchlichen Lehre geleugnet werden.

Das gilt besonders für die Gottheit Christi, denn mit dem Glauben an den Gottmenschen Jesus Christus steht und fallt nicht „nur“ der katholische Glaube, sondern das Christentum insgesamt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Zeitschrift „Theologisches“ vom November 2003


Ein General im Kampf für das Leben der Juden und die Würde der Frauen

Theodor Groppe: Katholik – Patriot – Widerständler

Buch-Daten:  Theodor Groppe – Der “Schwarze General”. Ein katholischer Soldat im Kampf für Recht und Sitte. Herausgegeben von Thomas Marin 2008, Gerhard-Hess-Verlag, 176 Seiten, 14,80 €  (ISBN 978-3-87336-909-2)

Diese packende und faktenreiche Biographie „Theodor Groppe  –  Der Schwarze General“ von Thomas Marin ist längst überfällig  –  und sie sollte nicht „nur“ in wissenschaftlichen Bibliotheken, Bundeswehr-Hochschulen oder im lebenskundlichen Unterricht Eingang finden, sondern größte Verbreitung im Volk, zumal bei jungen Leuten, deren Geschichtskenntnisse mitunter mangelhaft oder von einseitiger Medienmanipulation geprägt sind.  groppe-buch

Selten nimmt man ein Sachbuch zur Hand, das derart fesselnd geschrieben ist, das den Leser geradezu „mitreißt“ und geistig hineinnimmt in jene fürchterliche Zeit der NS-Diktatur, die Täter und zahlreiche Mitläufer hervorbrachte, aber auch große Helden und stille Helfer.

Zu jenen unerschrockenen Vorbildern, die dem „höheren Befehl“ gehorchten, nämlich den zeitlosen Geboten Gottes und den Idealen der Menschlichkeit, gehört besonders General Theodor Groppe.

Von Nazis als „katholischer Hund“ beschimpft, vom preußisch-protestantischen Offizierskorps zuvor als „Schwarzer General“ bezeichnet, kämpfte er als tapferer Soldat, glühender Patriot und überzeugter Katholik für die Würde der Frauen und das Leben der Juden.

Zeitgeschichte und persönliche Erinnerungen

Das fundierte Buch vereint persönliche Erinnerungen von Generalleutnant Groppe in geschickter Kombination mit zeitgeschichtlichen Dokumenten sowie einer eindrucksvollen Lebensbeschreibung, die Jesuitenpater Lothar Groppe seinem Vater widmet.

Wenngleich der Geistliche dem soldatischen Berufsweg seines Vaters nicht folgte, befindet er sich geistig und charakterlich auf seiner Spur  –  und er blieb auch als Priester dem Militär durchaus verbunden, etwa als Militärpfarrer, Dozent an der Bundeswehr-Hochschule Hamburg und beim Österreichischen Generalstab.

Der Jesuit Lothar Groppe weiß um die Prioritäten zwischen Kirche und Welt, zwischen Himmel und Erde  – und um das Wort Christi: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist – und Gott, was Gottes ist.“   –  Im Sinne dieses biblischen Auftrags gehorchte der tapfere General Theodor Groppe dem zeitlosen Motto „Über dem Befehl steht Gott“ – und dieses Leitwort wählte Lothar Groppe passend als Titel für die Lebensbeschreibung seines Vaters.

Wird heutzutage von „Widerstand“ geredet, fällt sofort der Name „Stauffenberg“   –    dabei wird leicht vergessen, daß er bei weitem nicht der einzige Offizier war, der dem Diktator widerstand. Es waren tausende von ihnen, die Verfolgung oder gar Tod auf sich nahmen, um ihr Gewissen nicht dem verbrecherischen System unterwerfen zu müssen.

Gottlob fielen nicht alle tapferen Angehörigen der Wehrmacht dem Henker oder dem Erschießungskommando zum Opfer. Zu ihnen gehört der „Schwarze General“, der nach dem 20. Juli 1944 zunächst im Gestapo-Gefängnis war und dann im Januar 1945 in die Festungshaftanstalt Küstrin überführt wurde.

Zweimal gaben Kaltenbrunner, Leiter der Gestapo, und SS-Chef Himmler den Befehl zur Ermordung Groppes. Doch der Kommandant der Haftanstalt Küstrin, Major Dr. Leussing, verhinderte dies durch Tapferkeit und kluge Maßnahmen, so daß neben Groppe auch seine Mithäftlinge im April 1945 im Dörfchen Urnau in Baden von französischen Soldaten befreit werden konnten.

Träger des Tapferkeits-Ordens Pour le Mérite

Generalleutnant Theodor Groppe starb im hohen Alter am 28.4.1973 in Trier. Geboren wurde der tapfere Christ und Patriot am 16. Augusti 1882 als Sohn eines Verlegers in Trier. Genau 1900 trat er in die Armme ein. Als Soldat im 1.Weltkrieg erhielt er neben anderen Auszeichnungen den höchsten Orden Pour le Mérite.

In der Reichswehr wurde er Kommandant von Pillau und rettete Königsberg und Ostpreußen vor der roten Gefahr, zumal er einem französischen Kreuzerkommandanten, der kommunistische Spartakisten importierten wollte, entschlußfreudig das Einlaufen in den Hafen verwehrte. Für diese mannhafte Tat erhielt er Tadel von der linken Presse, aber auch eine klare Anerkennung durch Wehrminister Noske (Sozialdemokrat) im Reichstag, der zugleich den Dank von Reichspräsident Ebert (ebenfalls Sozialdemokrat) aussprach.

Unmittelbar nach der „Machtergreifung“ im Januar 1933 wurde Groppe als Generalmajor entlassen und hatte auch in den Jahren danach einen schweren Stand, weil seine „ganze Weltanschauung“ nicht zum gottlosen braunen System paßte, zumal er grundsätzlich den „Hitler-Gruß“ verweigerte und seine Kinder nicht zu Veranstaltungen der HJ gehen ließ.

Schießbefehl gegen Judenmörder

Am 12.12.1939 befahl der Kreisleiter der NSDAP am Westwall „spontane Volkskundgebungen“ gegen die Juden im Bereich er Division. General Groppe erließ den Befehl, Ausschreitungen gegen Juden notfalls mit Waffengewalt zu verhindern. Tatsächlich wurde keinem Juden ein Haar gekrümmt, was sich unter den verfolgten Juden schnell herumsprach, die Groppe bereits als Helden verehrten. israeltag2

Doch für die NSDAP und Heinrich Himmler war dies ein weiterer Anlaß, Material gegen den „Schwarzen General“ zu sammeln, um ihn endgültig auszuschalten. Dabei kam ihm Groppes mutiger Protest gegen den SS-Fortpflanzungsbefehl gerade gelegen. Himmler hatte am 28.10.1939 den Männern von SS und Polizei befohlen, auch außerhalb der Ehe Kinder zu zeugen, damit sie sich vor ihrem möglichen Tod nocht nützlich erweisen, um im Sinne der „Volksgemeinschaft“ möglichst viel „wertvolles Blut“ zu erhalten.

Himmler wollte General Groppe vor den Volksgerichtshof bringen, da dieser den SS-Befehl als schamlos und entwürdigend für Mädchen und Frauen scharf kritisiert hatte.

Doch es gab in der Wehrmacht nicht wenige führende Männer, die sich dem Druck von Partei und SS durchaus nicht beugten: zu ihnen gehören die Vorgesetzten Groppes, Generaloberst von Witzleben und Ritter von Leeb, die ihn couragiert verteidigten und mit sofortigem Rücktritt drohten, falls man dem General den Prozeß machen sollte.

Leeb schrieb an den Oberbefehlshaber des Heeres: „Ich stelle mich mit meiner ganzen Person vor Generalleutnant Groppe, selbst dann, wenn er sich in berechtigter Empörung über den Befehl des Reichsführers SS bei seiner Ansprache im Wortlaut vergriffen haben sollte.“

So mußte Himmler vorerst zurückstecken, zumal auch der Chef der Heeresjustiz, Generalstabsrichter Dr. Sack, sich unerschrocken für General Groppe eingesetzt hatte. General von Witzleben und Dr. Sack endeten nach dem 20. Juli 1944 selber am Galgen.

Dieses Schicksal blieb Theodor Groppe erspart, sein mutiges Denken, Reden und Handeln sollten für immer unvergeßlich bleiben und jeden zur Tapferkeit auch hier und heute anspornen, wenn es darum geht, dem Zeitgeist die Zähne zu zeigen und die Gebote des Ewigen hochzuhalten, die zugleich die Menschenwürde schützen.

In diesem Sinne ehrte die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne den vorbildlichen General Groppe 1990 durch die Benennung eines Kompaniegebäudes in Augustdorf. In Hanau beantragte der SPD-Oberbürgermeister, eine Straße nach Theodor Groppe zu benennen, was im Stadtrat einstimmig angenommen wurde.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks des Münster

Dieses Buch aus dem Gerhard-Hess-Verlag kann auch bei uns bezogen werden (portofrei für 14,80 €):  Tel. 0251-616768 / Fax 0251-614020/ Mail: felizitas.kueble@web.de


Neues Papst-Buch findet in Israel und weltweit Zustimmung bei Juden

Benedikt XVI. weist Kollektivschuldthesen zurück und steht damit in bewährter kirchlicher Tradition

Im zweiten Band seines Buches „Jesus von Nazareth“ befaßt sich Benedikt XVI. unter anderem mit dem Tod Christi und den Umständen seiner Verurteilung und Hinrichtung. In diesem Zusammenhang widerspricht der Papst nicht „nur“ einer jüdische Kollektivschuld an der Kreuzigung Jesu, sondern er widerlegt dieses Vor- und Fehlurteil ausführlich anhand biblischer Texte (vgl. 7. Kapitel seiner Jesus-Biografie, 2. Band).

Außerdem betont das Oberhaupt der katholischen Kirche, daß Christus ebenso Jude war wie seine Mutter Maria, die 12 Apostel und die Urkirche in Jerusalem.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu übermittelte dem Papst in einem Dankesschreiben bereits seine Wertschätzung für dies Buch, wie die Israelische Botschaft in Deutschland am 4.3.2011 mitteilte.

Besonders würdigte er die Tatsache, daß der Pontifex die Juden von einer pauschalen Verantwortung für den Tod Christi freispricht. Netanjahu schreibt wörtlich:

„Ich begrüße es, dass Sie in Ihrem neuesten Buch entschieden einen falschen Vorwurf zurückweisen, der für viele Jahrhunderte eine Grundlage des Hasses auf das jüdische Volk war. Meine innigste Hoffnung geht dahin, dass Ihre Klarheit und Courage die Beziehungen zwischen Juden und Christen auf der ganzen Welt festigen und dazu beitragen, Frieden und Aussöhnung für zukünftige Generationen zu fördern. Ich freue mich darauf, Sie bald wieder zu sehen und Ihnen persönlich meine tiefe Wertschätzung auszudrücken.“

In einer Erklärung der israelischen Vatikan-Botschaft vom 3.3.2011 heißt es: „Wir begrüßen aus vollem Herzen die Deutlichkeit, mit dem der Papst in seinem neuen Buch die Juden von der Verantwortung für den Tod Jesu entlastet.“ – Israels Botschafter Mordechai Levy erklärte gegenüber „Radio Vatikan“ sogar: „Wir haben uns sehr darüber gefreut und es fast bejubelt.“

„Benedikt XVI. stellt sich an unsere Seite“, schreibt die israelische Zeitung „Jediot Aharonot“: „Der Papst hat in einem neuen Buch, das er verfasst hat, festgestellt, dass es in den Heiligen Schriften keinerlei Bestätigung dafür gibt, dass das jüdische Volk schuld sei am Tod Jesu. Obwohl dies seit Jahren Standpunkt der katholischen Kirche ist, haben Rabbiner und jüdische Organisationen den Prozess begrüßt und gesagt, dass es sich um eine wichtige Wegmarke in der Bekämpfung des Judenhasses handelt.“

Auch der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, lobte Benedikt für seinen „wichtigen Markstein gegen Antisemitismus“ und betonte, daß Jesus selbst ein Jude war. Juden in aller Welt wüßten es sehr wohl zu würdigen, „dass es diesem Papst absolut ernst damit ist, gute Beziehungen zwischen Christen und Juden aufzubauen“, erklärte Lauder. Der Jüdische Weltkongreß ist ein internationaler Dachverband jüdischer Gemeinschaften in 92 Ländern.

In Kommentaren und Berichten wird häufig auf die Erklärung „Nostra aetate“ des 2. Vatikanischen Konzils hingewiesen: darin wurden Kollektivschuld-Vorwürfe gegen „die“ Juden zurückgewiesen. Insofern schreibt der Papst nichts Neues, doch begründet er diese kirchliche Haltung in seinem Buch eingehender mit exegetischen Hinweisen auf die Passionsberichte der Evangelien.

Allerdings ist in und außerhalb der Kirche kaum bekannt, daß die ungerechte Kollektivschuld-These nicht etwa erst 1965 durch „Nostra aetate“ verworfen wurde.

Vielmehr wurde diesem verhängnisvollen Vorurteil fast genau 400 Jahre zuvor bereits eine klare Absage erteilt: im Catechismus Romanus, dem sog. „Römischen Katechismus“.

Dieser kirchenamtliche Katechismus von 1566 war bis zur Einführung des neuen Weltkatechismus 1992 jahrhundertelang die offizielle Vorlage für alle anderen Katechismen auf nationaler oder diözesaner Ebene. Auch im aktuellen Weltkatechismus wird häufig auf den Catechismus Romanus bezug genommen.

Dieser Leit-Katechismus entstand nach einem Beschluß des Konzils von Trient, mit dem die kath. Kirche auf die Herausforderung durch die „Reformation“ reagierte.

Der hl. Papst Pius V. beauftragte nach dem Trienter Konzil den angesehenen Kardinal Karl Borromäus (später ebenfalls heiliggesprochen), die Redaktionsarbeiten für den Catechismus Romanus zu vollenden. Das Werk wurde ein „großer Wurf“ und gehört zu den verbindlichen Dokumenten des kirchlichen Lehramts.

Was lehrt nun der „Römische Katechismus“ über das Thema „Wer ist Schuld an der Kreuzigung Jesu Christi?“

Er stellt nüchtern und selbstkritisch fest: in erster Linie tragen jene Christen die Schuld daran, die sich in Sünden und Lastern wälzen.

Im ersten Teil orientiert sich der Katechismus am „Credo“. Im 5. Hauptstück wird die Credo-Aussage „Gekreuzigt unter Pontius Pilatus“ erläutert. Im 11. Kapitel heißt es dort:

„Wenn also einer fragt, was der Grund war, warum der Sohn Gottes das bitterste Leiden übernahm, so wird er erkennen, daß es außer der Erbschuld der ersten Eltern (Adam und Eva) vor allem die Laster und Sünden waren, welche die Menschen begangen haben und bis zum Ende der Zeiten begehen werden….Es müssen dieser Schuld (am Tod Christi) alle als teilhaftig angesehen werden, welche öfters in Sünden fallen…. Jene, die sich in Schandtaten und Lastern wälzen, kreuzigen ihn von neuem.

Und dieser Frevel wiegt bei uns Christen viel schwerer, als er es bei Juden gewesen ist, weil die Juden nach dem Zeugnis des Apostels Paulus „den Herrn der Herrlichkeit niemals gekreuzigt hätten, wenn sie ihn erkannt hätten“. – Wir legen aber das Bekenntnis ab, ihn zu kennen und verleugnen ihn dennoch durch unsere Werke und legen so gewissermaßen gewaltsam Hand an ihn.“

Der Blick der Katholiken wird also von der Vorwurfs-Haltung gegenüber Juden („Sie haben Jesus gekreuzigt!“) „umgelenkt“ in die eigene Richtung, so daß der Finger nicht mehr in erster Linie auf Juden zeigte, sondern auf die Christen selbst.

Die offensichtlich judenfreundliche Haltung des Römischen Katechismus wird auch an anderer Stelle erkennbar: So heißt es Dritten Teil (1. Hauptstück, 11. und 12. Abschnitt) in einer Aufforderung an die Pfarrer:
„Obwohl dieses Gesetz des Moses vom Herrn auf dem Berge den Juden gegeben wurde, ist es gleichwohl von sehr großem Nutzen für alle Menschen – jene Worte Gottes also, welche durch Moses als Diener und Dolmetscher den Hebräern verkündigt wurden.“

Sodann werden die Priester angehalten,
„die Geschichte des israelitischen Volkes, welche voller Geheimnisse ist, sorgfältig zu erklären…Der Pfarrer wird zuerst erzählen, daß Gott aus allen Völkern, welche unter dem Himmel sind, eines auserkoren hat, das seinen Ursprung von Abraham herleitet.“

Dies wird kurz darauf noch einmal eingeschärft:
„Der Pfarrer hat vor allem das zu verkünden: daß aus allen Völkern nur eines von Gott erwählt worden ist, welches er „sein Volk“ nennt und welchem er sich zu erkennen gab und zur Verehrung vorstellte. Nicht als ob es die übrigen Völker an Gerechtigkeit oder Zahl überboten hätte, sondern weil es Gott eben so gefiel, lieber ein kleines und armes Volk zu vermehren und zu bereichern, damit seine Macht und Güte bei allen umso bekannter und herrlicher sein würde.“

Nachdem der Katechismus erklärte, daß der Ewige die Israeliten als „sein Volk“ bezeichnete, wird weiter erläutert, daß sich der Schöpfer den Hebräern auch als „ihr Gott“ zu erkennen gab:
„Da es also mit jenen Israeliten so bestellt war, so verband Gott sich mit ihnen und liebte sie, so daß er sich – obwohl Herr des Himmels und der Erde – nicht schämte, „ihr Gott“ zu heißen, um dadurch die übrigen Völker zur Nachahmung anzuregen, damit sich alle Menschen, wenn sie das Glück der Israeliten schauen, der Verehrung des wahren Gottes zuwenden.“

Hieraus wird erkennbar, daß der Römische Katechismus bereits vor 400 Jahren ein faires, ja wohlwollendes Bild des biblischen Volkes und seiner Erwählung verkündete und Gottes Verheißungen für die Israeliten würdigte. Zugleich wurden Kollektivschuld-Vorstellungen gegen Juden abgelehnt und der Blick auf das Versagen jener Christen gelenkt, die Christus durch Laster und Schandtaten „von neuem kreuzigen“.

Dieser klassische „Römische Katechismus“ ist vielfach „heilsgeschichtlich“ orientiert, spannt also öfter einen Bogen vom Alten zum Neuen Testament; er betont Gottes große Taten für Israel und die Welt in der Geschichte des Heils.

Dies ist jener heilsgeschichtliche Ansatz, den auch der heutige Papst für wichtig hält und in seinen Büchern erläutert. Damit verbunden ist eine „kanonische Exegese“, eine Bibelauslegung also, in der die einzelnen Bücher der Heiligen Schrift nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Zusammenhang aller biblischen Bücher. Auf diese gesamtbiblische Deutung legt der Papst in seinen Büchern großen Wert.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Das erwähnte Papst-Buch, aber auch der hier mehrfach zitierte klassische „Römische Katechismus“ (nur 9,95 €) , kann portofrei beim KOMM-MIT-Verlag in Münster bezogen werden.

Kontakt: Tel. 0251-616768, Fax 0251-614020


Glaubensfreude und Bekennermut

Buchbesprechung zu „Das katholische Abenteuer“ von Matussek

Matthias Matussek. „Das katholische Abenteuer. Eine Provokation“, Spiegel-Buchverlag, Hamburg und DVA (Deutsche Verlagsanstalt), München, April 2011, 19,99 €, ISBN 978-3-421-04514-0

Es gibt sie noch, selbst unter Intellektuellen: begeisterte Glaubensfreude und ein klares Ja zu Kirche, Papst und Credo: Matusseks mitreißendes und zugleich gehaltvolles Buch ist ein ermutigendes Beispiel dafür.

Diese Bekenntnisschrift liefert eine gelungene Kombination aus stichhaltigen Argumenten, persönlichen Erinnerungen, Reportagen aus aller Welt und streitbaren Kommentaren zum Zeitgeschehen.

Der bekannte Kulturjournalist, der bis 2008 das Feuilleton des Hamburger Magazins „Der Spiegel“ leitete, macht kein Geheimnis aus seiner Begeisterung für den eigenen, den katholischen Glauben – das wird bereits im Titel erkennbar und im Buch selbst spannend und geistreich begründet.

Matussek beschränkt sich nicht auf scharfsinnige Zeitgeistkritik, er bleibt nicht bei prokirchlicher Apologetik stehen, sondern stellt vor allem das Positive, Sinnerfüllende seines katholischen Glaubens heraus. Auch die Sakramente der Kirche, vor allem Eucharistie und Beichte, rückt er in ein helles Licht und schildert zugleich offenherzig seine persönliche Glaubenspraxis, sein eigenes Ja zu Sonntagskirchgang und Beichte – heute immerhin auch unter Katholiken längst nicht mehr selbstverständlich. Insofern beweist der Autor mit diesem bekenntnisfreudigen Buch eine große Portion Zivilcourage.

Matussek will mit seinem Buch offenbar vor allem eines: mitreißen, überzeugen, zum Glauben einladen und ermutigen. Er kombiniert seine schwungvolle Argumentations-lust spritzig mit humorvollen Beobachtungen, so daß sein Buch nicht nur zum Nachdenken, sondern vielfach zum Schmunzeln animiert.

Auch beim anschaulichen Erzählen von Anekdoten und Erlebnissen gerät der Verfasser auf 360 Seiten nicht ins Schwafeln; er verzichtet auf erbauliche Sprechblasen, gerät nicht in weitschweifige Betrachtungen, sondern schreibt lebendig wie ein erfahrener Reporter, aber zugleich logisch, fundiert und einleuchtend.

Matussek ist sicher kein „typischer“ Spiegel-Mitarbeiter, sondern ein unabhängiger Kopf, ein nonkonformer Querdenker. Der unbequeme Publizist verfasst bereits seit Jahrzehnten Bücher, die an christliche und wertkonservative Wurzeln unserer Kultur erinnern, so etwa in seiner Streitschrift „Die vaterlose Gesellschaft“, die auf die wesentliche Bedeutung der Väterlichkeit für Familie und Gesellschaft hinweist. Mit diesem Buch „Das katholische Abenteuer“ krönt er sein bisheriges Schaffen in überzeugender Weise.

Felizitas Küble

Das Buch kann portofrei beim KOMM-MIT-Verlag bezogen werden:

Kontakt: KOMM-MIT-Verlag, 48041 Münster, Postfach 7680, Tel. 0251-616768,  Mail: felizitas.kueble@web.de


Der Papst und die „Tochter Zion“

1977 veröffentlichte der Johannes-Verlag (Einsiedeln) das einzige Marien-Buch, das Joseph Kardinal Ratzinger verfaßt hat und das den programmatischen Titel trägt „Die Tochter Zion“ (Untertitel: „Betrachtungen über den Marienglauben der Kirche“). Das schmale Buch umfaßt 83 Seiten, ist aber inhaltlich sehr dicht und gehaltvoll.

Der heutige Papst und damalige Kardinal wollte den theologischen Sinn der Marienverehrung verständlich machen, besonders auf dem Hintergrund der Heilsgeschichte Gottes. Davon zeugt auch der Titel „Tochter Zion“: Die Madonna war ein jüdisches Mädchen, als der Engel Gabriel ihr verkündete, daß sie die Mutter des göttlichen Erlösers sein wird; Maria (ihr hebräischer Name war Miriam) war verbunden mit einem Volke, das seit Jahrtausenden gläubig den Messias erwartete. Diese messianische Verheißung fand in Christus ihre Erfüllung.

Der Autor befaßt sich mit der herausragenden Stellung Mariens im Heilswerk Gottes – und vor allem mit den beiden mariologischen Haupt-Dogmen (Jungfräulichkeit und Gottesmutterschaft Mariens) und ihrer biblischen Verankerung. Zugleich wird hier der Zusammenhang von Altem und Neuem Bund sichtbar, denn die Madonna ist die Brücke zwischen Israel und der Kirche. Zugleich verbindet sie die triumphierende Kirche im Himmel mit der streitenden Kirche auf Erden, da sie der Kirche ihres göttlichen Sohnes durch ihre mächtige Fürsprache zur Seite steht.

Dieses Buch verdeutlicht zugleich die besondere Sendung der Frau in der Heilsgeschichte: sie ist keine Priesterin, weder im Alten noch im Neuen Bund, doch ihre Bedeutung ist gleichwohl nicht zu unterschätzen. Hierzu heißt es im Buch „Tochter Zion“:

Die großen Rettergestalten Esther und Judith verkörpern die unzerstörbare seelische Kraft Israels, das nicht nach Art der Weltmächte auftrumpfen kann – und gerade so die Mächtigen zu besiegen weiß. Die Frau als Retterin ist die Verkörperung der Hoffnung Israels. Bezeichnend ist, daß immer schon die Frau zwar nicht als Priesterin, aber als Prophetin und Richterin-Retterin im Denken und Glauben Israels erscheint.“

Zugleich betont der prominente Autor, daß „das Marienbild des Neuen Testaments ganz aus den Fäden des Alten Testaments gewoben ist, um das Geheimnis Marias auszusagen. Wo die Einheit von Altem und Neuem Testament zerfällt, geht der Raum einer gesunden Mariologie verloren.“

Dieser Hinweis ist wichtig, denn nicht menschliche Gefühle und Erwartungen sind die Grundlage der kirchlichen Marienlehre, auch nicht das sicherlich verständliche Bedürfnis, eine großen Frauengestalt zu verehren. Entscheidend ist vielmehr die Zusammenschau der biblischen Heilsgeschichte, denn es geht um Marias gottgewollten Platz im Erlösungsplan des Ewigen.

Felizitas Küble