Gemeinschaft „Totus tuus“ feiert Medjugorje-Jubiläum in Heroldsbach

Von Felizitas Küble

Der charismatisch-katholische Jugendverband „Totus Tuus“ (= „Ganz Dein“) feiert vom 25. bis 26. Juni 2011 das 30-jährige Jubiläum der „Marienerscheinungen“ von Medjugorje  – und auch diesmal findet die Veranstaltung in Heroldsbach statt   – und dies nun bereits zum 6. Mal.

Warum gerade dieser Tagungsort? 

Bekanntlich wurden die „Erscheinungen“ von Heroldsbach Anfang der 50er Jahre kirchlich strikt abgelehnt, nicht allein durch den Bamberger Ortsbischof, sondern ausdrücklich auch durch den Vatikan (Hl. Offizium/Glaubenskongregation) und sogar durch Papst Pius XII. persönlich, der gewiß ein betont marianischer Papst war, aber eben deshalb keinen Mißbrauch der Marienverehrung durch falsche Erscheinungen wünschte.

Die schwarmgeistige Gruppierung „Totus Tuus“ schreibt auf ihrer Webseite (www.totus-tuus.de):  „Gemeinsam wollen wir der Muttergottes für mittlerweile 30 Jahre Erscheinungen in Medjugorje danken und sie bitten, uns den Erlösungsplan Gottes immer mehr begreifen zu lassen.“

Der „Erlösungsplan Gottes“ bedarf aber bestimmt keiner 40.000 „Erscheinungen“ zu seiner Enthüllung, zumal es sich durchaus um keinen Geheimplan handelt:  vielmehr liegt das Erlösungswerk Gottes in Christus offen zutage: wir lesen davon in der Heiligen Schrift, hören darüber in der kirchlichen Verkündigung und erfahren die Früchte des göttlichen Heilswerk in den heiligen Sakramenten. 

Ob „Totus tuus“ dies je begreifen wird? Worauf gründet diese Gemeinschaft eigentlich ihren Glauben? Auf Erscheinungen wie Heroldsbach und Medjugorje? Auf schwärmerische religiöse Gefühlserlebnisse, die als „Gotteserfahrungen“ hochgejubelt werden? Auf außergewöhnliche „Geistesgaben“? Auf hypnotische Phänomene wie das „Ruhen im Geist“ (trance-artiges Rückwärtskippen), rockige Lobpreismusik und enthusiastisches Zungenreden?

Wie dieser Erfahrungsbericht zeigt, werden solche Sonder-Erlebnisse bisweilen regelrecht herbeigeredet und suggeriert: http://www.catholicism-wow.de/pivot/entry.php?id=196

Nein, unser Glaube beruht nicht auf subjektiven Erlebnissen, sondern vielmehr auf den zwei fundamentalen Säulen: Heilige Schrift und kirchliche Lehre, auf Bibel und apostolischer Tradition.

 

 

 



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