Kloster Weltenburg: Seminar über die Zuverlässigkeit der Evangelien

Die barocke Benediktiner-Abtei Weltenburg bei Kelheim (Niederbayern)
bietet vom Freitag, den  15. Juli, bis Sonntag, den 17. Juli 2011 ein fundiertes kirchengeschichtliches Seminar an.

Referent ist der bekannte kath. Schriftsteller Michael Hesemann.

Sein Thema: „Die Evangelien haben recht!  – Ärchäologen und Historiker auf den Spuren Jesu, Mariens und der Apostel.“

Anfragen und Anmeldungen an Pater Michael Gebhart OSB: frami@kloster-weltenburg.de

Hier der Link zum vielseitigen Seminar-Angebot bzw Kursprogramm des Klosters Weltenburg für das ganze Jahr 2011:  http://www.urbanplus.com/weltenburg/kursprogramm2011.html


Buch-KRITIK: „Die Finsternis dieser Welt“ von Frank Peretti

Perettis Propagierung einer „geistlichen Kampfführung“

Dieses Buch des in schwärmerischen Kreisen viel gelesenen Autors Peretti aus dem charismatischen Verlag „Projektion J“ ist zweifellos packend geschrieben, was über nichts über seine inhaltliche Qualitäten oder theologische Reife besagt.

Der Roman gehört weitgehend zur „Dritten Welle“ der Charismatik aus den 90er Jahren, die sich unter anderem auch auf  eine sog. „geistliche Kriegsführung“ konzentrierte:

Dabei geht man von einer „dämonologischen Landkarte“ aus, wonach bestimmte Städte bzw Regionen besonders stark von teuflischen Mächten beherrscht seien,  die dann durch (magisch anmutende!)  beschwörende „Kampfgebete“ ausgetrieben werden sollen.

Diese verstiegene Vorstellung ist biblisch nicht begründet und auch in der kirchlichen Lehre nicht bekannt; die zugrundeliegende Gedankenwelt ist bestenfalls spekulativ; sie (ver)führt zudem leicht in religiöse Wahnideen und einen subtilen,

aber gefährlichen (un-)geistlichem Hochmut, bildet man sich doch ein, über die „Mächte der Finsternis“ zu herrschen und ihnen nach Belieben zu „gebieten“.

Wenn zudem jeder „Erleuchtete“ glaubt, er könne nicht „nur“ einzelne Dämonen, sondern gleich ganze Scharen sog. „Territoralgeister“ verjagen bzw (in der Hölle) „binden“, dann ist das irrgeistig, absurd und anmaßend.

Überdies fragt man sich, wo denn die großartige universale „Erweckung“ bleibt, die doch angeblich durch das Austreiben und „Binden“ territorialer Finsternismächte eintreten wird.

Wer eine Art „geistlicher Kampfsoldat“ sein will, greife zu bewährten, „bodenständigen“ Mitteln, die gewiß weniger spektakulär sind, die nicht „dramatisch“ wirken, die sich aber seit Jahrtausenden bewährt haben: Fürbitte für andere, auch für das eigene Land, die eigene Stadt usw., Werke der Nächstenliebe, Einhaltung der Gebote Gottes, Stärkung durch die Sakramente, Einsatz für den Glauben und christliche Ideale.

Felizitas Küble


Bischof Peric über die wirkliche Gottesmutter und die „Erscheinungen“ von Medjugorje

Firm-Predigt von Bischof Ratko Peric am  1.7.2000 in Medjugorje

Liebe Firmlinge
und alle anderen frommen Gläubigen!

Gestern wurde der Tag des Heiligsten Herzens Jesu an mehreren Orten in unseren Diözesen festlich gefeiert.  Heute feiert die Kirche den Gedenktag des Unbefleckten Herzens Mariens.

Früher war dieser Gedenktag am 22. August (ich erinnere mich mit Dankbarkeitsgefühl Gott gegenüber daran, dass ich 1969 gerade diesen Mariengedenktag für meine Primiz ausgewählt habe)  –  und seit mehreren Jahren wird er am Tag nach dem Feiertag des Herzens Jesu gefeiert  – nebeneinander: und es ist auch recht so. Der heutige Gedenktag regt uns an, über die Heilige Jungfrau Maria, die vom Heiligen Geist erfüllt war, insbesondere über ihr mütterliches Herz, einige Worte zu sagen.

In der Heiligen Schrift wird zweimal das mütterliche Herz Mariens erwähnt:

1)   Nach allem, was sich um die Geburt Jesu abspielte, schreibt der hl. Lukas: „Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen“ (Lk 2, 19).

2)  Nach der Begegnung im Tempel, als Jesus 12 Jahre alt war, schreibt wieder der hl. Lukas: „Seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen“ (Lk 2,51)

Es ist eine einfache, mütterliche, menschliche Geste und Ausdrucksweise: sie bewahrte mit Dankbarkeit und erwog mit Liebe alle diese Worte  bzw. alle Erinnerungen in ihrem mütterlichen Herzen.

Sowohl in einem wie im anderen Fall wird nicht nur über die Worte geredet, die die Heilige Jungfrau gehört hat, denn in der ursprünglichen griechischen Sprache rhemata heißt Worte: Nachrichten, Lehre, Ereignisse, Erinnerungen.

Die Heilige Jungfrau erwägt es in ihrem Herzen, wie wenn man an den Perlen des Rosenkranzes die freudenreichen Geheimnisse erwägt, bewahrt es wie einen großen Schatz, bedankt sich bei Gott und bittet ihn, all das in ihrem Kopf und Herzen sinnig einzubinden.

Maria erzählte alles höchstwahrscheinlich dem HERRN, nachdem er erwachsen war; von IHM konnte sie den Sinn dessen hören und während seiner und ihrer Lebenszeit den vollen und verwirklichten Sinn all dieser Erinnerungen und Ereignisse erleben.

In den Evangelien erfahren wir einige Male, dass Maria etwas sagte, Fragen stellte, Gebete sprach. In den Evangelien nach Matthäus und  Markus gibt es keine direkte Rede Mariens. In den Evangelien des hl. Lukas und hl. Johannes gibt es einige direkte Äußerungen von ihr:

1)  In Nazareth fragte sie den Engel der Verkündigung: „Wie wird dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ (Lk 1, 34). Und nachdem der Engel es auf eigene Art und Weise erklärt hatte

2) nahm sie es an und sagte: „Mir geschehe nach deinem Wort.“ (Lk 1,38).

Diese Aussage Mariens wiederholen wir Katholiken täglich wenigstens einmal, wenn nicht dreimal, im Angelus-Gebet (Engel des Herrn).

3) Gottverherrlichend ist ihr Danklied aus zehn Zeilen, das Magnificat, ähnlich dem Gebet der alttestamentlichen Mutter Hannah:

„Hochpreiset meine Seele den Herrn –  und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland…Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über denen, die ihn fürchten…“ (Lk 1, 46-56).

Diesen Lobgesang beten oder singen wir Priester und Ordensleute jeden Abend aus unserem offiziellen Brevier als Pflichtgebet.

Danach zwei Worte, die Maria zu Christus sprach:

4)  Als er 12 Jahre alt war, damals im Tempel, als man ihn fand, sagte sie: „Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich suchten dich mit Schmerzen“ (Lk 2, 48), was heute im Evangelium gelesen wurde.

5)  Am Anfang des öffentlichen Wirkens Jesu bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh, 2,3). Und gleich danach

6) sagte sie zu den Dienern: „Alles, was ER euch sagt, das tut“ (Joh 2,5). Möglicherweise ähnlich bei noch weiteren Gelegenheiten.

Über diese Bibelstellen, in denen Maria direkt und ausdrücklich etwas fragt, sagt, betet, und über andere Stellen, wo sie zuhört, wo sie als Jungfrau und Mutter beschrieben und dargestellt wird, wurden tonnenweise theologische Bücher geschrieben, unzählige marianische Tagungen und Abhandlungen abgehalten, ernsthafte mariologische Magister- und Doktorprüfungen abgelegt.

Aus diesen biblischen Worten sprießt auch unser Glaube, unsere Beziehung zu Maria als Mutter Jesu und Leitbild im Glauben; hier ist sie uns Vorbild und Hilfe.

Besonders lieben wir das Wort Mariens, dass die Barmherzigkeit Gottes über denen währet, die ihn fürchten, denen, die in sich die Gabe der Ehrfurcht vor Gott und vor seinen Geboten haben.

Firmlinge, betet heute und immer besonders um die Geistesgabe der Ehrfurcht!

Wenn man das berücksichtigt, wenn man durch die Heilige Schrift Maria als fromme und schweigsame Jungfrau, als sorgsame und besonnene Mutter kennenlernt, die alles in ihrem Herzen erwägt und sehr wenig darüber erzählt, dann kann ein Gläubiger über die Geschichte nur staunen, dass sie hier in Međugorje schon seit fast zwanzig Jahren  –  ein Jahr weniger  –  von Tag zu Tag angeblich „erscheine“ und jeweils fünf, zehn oder fünfzehn Minuten lang den sogenannten „Sehern“ etwas übertrage: entweder in Form von sogenannten „Botschaften“ oder in Form von „zehn Geheimnissen“ (…)

Bedeutet dies, dass diese “Erscheinung, die bis vor kurzem etwa 6.940 Male geschah bzw.19 Jahre mal 365/6 Tage? Und dass sie ständig alltäglich erzählt und sich nur einmal im Monat mit einer öffentlichen “Botschaft” meldet, sich bei den angeblichen “Sehern” bedankend, ihrem Ruf gefolgt zu sein? Und dies zwanzig Jahre lang, und es würde so weiterhin in den nächsten zehn-zwanzig Jahren  –  oder wie lange auch immer  –  fortgesetzt.

Die offizielle Kirche, von den lokalen Bischöfen bis zur Bischofskonferenz, hat in diesem Fall nie eine „Erscheinung“ als authentisch (echt) anerkannt.

Es wurde klar und deutlich erklärt, dass es nicht möglich ist, festzustellen, dass es sich überhaupt um übernatürliche Erscheinungen handelt.

Deswegen habe ich seelenruhig, entschlossen und deutlich am 14. Februar 1998 an den lokalen Pfarrer geschrieben: „Für die angeblichen sogenannten phantasiereichen und von der Katholischen Kirche weder anerkannten noch akzeptierten ‘Erscheinungen’ sollen den ‘Sehern’ für deren „Privatgebrauch’ keine offiziellen kirchliche Räumlichkeiten im Eigentum des Pfarramtes zur Verfügung gestellt werden”.

Der Pfarrer hat dies bereitwillig und gehorsam angenommen. Deswegen gebe ich hier die eindeutige Erklärung ab  –  und zwar als zuständiger Ordinarius bzw. Bischof, dass mich keine sogenannte “Erscheinung”, keine sogenannte „Botschaft“ davon überzeugt, dass es sich um eine übernatürliche Erscheinung handelt.

Die Botschaften über Frieden und Gnade, über Fasten und Gebet, über Liebe und Buße sind ohnehin sowohl auf der biblischen als auch auf der Ebene der Kirchenlehre auf offizielle Weise ausgedrückt.

Und was ist mit den berühmten “Geistesgaben”?

Liebe Gläubige,

immer, indem ihr eine Kirche betretet und gläubig zu Gott betet, eure Sünden aufrichtig bekennt und bereut sowie mit Andacht die hl. Kommunion empfangt, könnt ihr diese Geistesgaben empfangen.

Die Firmlinge empfangen die Siebenfache Gabe des Heiligen Geistes  –  nicht weil sie in Međugorje oder in Mostar oder in Rom sind, sondern weil dies Sakrament von einem rechtmäßigen Amtsträger gültig gespendet wird.

Kein Mensch, der vernünftig ist und an Gott glaubt, würde sagen, dass es in den Pfarreien in der Welt, wo heilige Sakramente gültig und dem Kirchenrecht gemäß gespendet werden, keine Geistesgaben gibt.

Wo der Geist Gottes wirkt, dort gibt es auch die Geistesgaben!

Die Katholische Kirche läßt sich in ihrer Lehre und Bewahrung der heilbringenden Wahrheit nicht von der Anzahl  – ob viel oder wenig  –  der Menschen oder Völker leiten. Die Kirche Christi hält sich daran, was Gott verkündete, sowohl über sich selbst als auch über den Menschen und so auch über Maria, von der wir im Glauben festhalten

dass sie makellos empfangen wurde,
dass sie Muttergottes ist, d. h. dass sie nach dem Heilsplan des Vaters durch den Heiligen Geist unseren Erlöser Jesus Christus, den Sohn Gottes, die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit empfing und gebar
dass sie für immer Jungfrau blieb,
dass sie mit Seele und Leib in den Himmel aufgenommen wurde.

Die Kirche hält daran fest und glaubt, dass die hl. Jungfrau Maria erscheinen kann, dass sie im Laufe der Geschichte erschienen ist  –  dass es aber bis heute weder Beweise noch überzeugende Argumente gibt, dass sie in Međugorje jemals übernatürlich erschienen ist.

Wir alle, sowohl ihr Firmlinge als auch wir, beten zur hl. Jungfrau Maria, zur Mutter Jesu und unserer geistlichen Mutter, daß sie mit der Liebe ihres makellosen Herzens bei Gott für uns Fürbitte einlege. Möge sie mit ihrer mütterlichen Fürsorge über uns, über diese Ortschaft, über unser Bistum und die ganze Welt wachen. Amen.

QUELLE:  Internet-Portal des Bistums MOSTAR:

http://www.cbismo.com/index.php?mod=vijest&vijest=429


„Raggs Domspatz“ organisiert Studienreise mit Papst-Begegnung in Berlin

http://www.raggs-domspatz.de/angebote/reisen/reisen.3/index.html

Details und Programmverlauf siehe oben  (Link),

Einladungsschreiben folgt hier:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute möchten wir Sie auf unsere nächste Pilger-Studienreise in das katholische Berlin vom 19. bis 26. September aufmerksam machen. Besonders freuen wir uns natürlich auf die Begegnung mit dem Heiligen Vater im Olympiastadion. Für den Erfolg des Deutschlandbesuches von Papst Benedikt wird vieles von Berlin abhängen. Es ist schön, dass wir mit unserer Reise einen kleinen Beitrag dazu leisten dürfen.

Nachdem nun die Entscheidung für das Olypiastadion gefallen ist, konnten wir das ganze Reiseprogramm fertigestellen. Wir haben es für Sie beigefügt. Wie Sie daraus ersehen, werden wir wieder gemeinsam eine erlebnisreiche, erfüllte Zeit haben und an Berlin wie auch an unserer Kirche neue, mutmachende Seiten entdecken. Nach den sehr guten Erfahrungen auf unserer ersten Berlinreise im April freuen sich meine Frau und ich schon sehr auf das Zusammensein mit unseren Reisegästen.

Unsere Pilger-Studienreisen sind so konzipiert, dass auch betagte und gehbehinderte Menschen gut zurechtkommen. Das haben die Teilnehmer unserer ersten Reise im April durchweg bestätigt.

Für Gruppen ab vier Personen, die sich gemeinsam anmelden, gewähren wir einen Nachlass von fünf Prozent des Reisepreises.

Soweit mehrere Reisende aus einer Region nach Berlin fahren, bemühen wir uns um günstige Gruppen-Tickets der Bahn. Für die Region München tun wir das bereits.

Sichern Sie sich jetzt noch Ihren Platz. Gerne schicken wir Ihnen unverbindlich die Reiseunterlagen zu. Anmeldeschluss ist der 3. August. Wir raten aber, sich möglichst frühzeitig anzumelden, da wir aufgrund der Knappheit an Hotelbetten im September in Berlin keinen zusätzlichen Bus chartern können, wenn unsere Reise ausgebucht ist.

Sollten Sie keine ganze Woche für Berlin Zeit haben, so können Sie eventuell an einer dreitägigen Reise vom 22. bis 24. September teilnehmen, die wir für Augsburger Pfarreien organisieren. Es fährt dann ein Bus von Augsburg über München und Nürnberg nach Berlin, selbstverständlich auch zur Papstmesse ins Olympiastadion. Daneben gibt es u.a. Stadtrundfahrten und einen Besuch der Berliner Wallfahrtskirche Maria Frieden. Soweit bei dieser Reise noch Plätze frei bleiben, stünden diese für andere Teilnehmer zur Verfügung.

Gerne beantworten wir weitere Fragen und gehen auf Ihre besonderen Wünsche ein!

Für heute grüßen Sie herzlich

Ihre Michael und Vivian Ragg