Bischof Peric über die wirkliche Gottesmutter und die „Erscheinungen“ von Medjugorje

Firm-Predigt von Bischof Ratko Peric am  1.7.2000 in Medjugorje

Liebe Firmlinge
und alle anderen frommen Gläubigen!

Gestern wurde der Tag des Heiligsten Herzens Jesu an mehreren Orten in unseren Diözesen festlich gefeiert.  Heute feiert die Kirche den Gedenktag des Unbefleckten Herzens Mariens.

Früher war dieser Gedenktag am 22. August (ich erinnere mich mit Dankbarkeitsgefühl Gott gegenüber daran, dass ich 1969 gerade diesen Mariengedenktag für meine Primiz ausgewählt habe)  –  und seit mehreren Jahren wird er am Tag nach dem Feiertag des Herzens Jesu gefeiert  – nebeneinander: und es ist auch recht so. Der heutige Gedenktag regt uns an, über die Heilige Jungfrau Maria, die vom Heiligen Geist erfüllt war, insbesondere über ihr mütterliches Herz, einige Worte zu sagen.

In der Heiligen Schrift wird zweimal das mütterliche Herz Mariens erwähnt:

1)   Nach allem, was sich um die Geburt Jesu abspielte, schreibt der hl. Lukas: „Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen“ (Lk 2, 19).

2)  Nach der Begegnung im Tempel, als Jesus 12 Jahre alt war, schreibt wieder der hl. Lukas: „Seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen“ (Lk 2,51)

Es ist eine einfache, mütterliche, menschliche Geste und Ausdrucksweise: sie bewahrte mit Dankbarkeit und erwog mit Liebe alle diese Worte  bzw. alle Erinnerungen in ihrem mütterlichen Herzen.

Sowohl in einem wie im anderen Fall wird nicht nur über die Worte geredet, die die Heilige Jungfrau gehört hat, denn in der ursprünglichen griechischen Sprache rhemata heißt Worte: Nachrichten, Lehre, Ereignisse, Erinnerungen.

Die Heilige Jungfrau erwägt es in ihrem Herzen, wie wenn man an den Perlen des Rosenkranzes die freudenreichen Geheimnisse erwägt, bewahrt es wie einen großen Schatz, bedankt sich bei Gott und bittet ihn, all das in ihrem Kopf und Herzen sinnig einzubinden.

Maria erzählte alles höchstwahrscheinlich dem HERRN, nachdem er erwachsen war; von IHM konnte sie den Sinn dessen hören und während seiner und ihrer Lebenszeit den vollen und verwirklichten Sinn all dieser Erinnerungen und Ereignisse erleben.

In den Evangelien erfahren wir einige Male, dass Maria etwas sagte, Fragen stellte, Gebete sprach. In den Evangelien nach Matthäus und  Markus gibt es keine direkte Rede Mariens. In den Evangelien des hl. Lukas und hl. Johannes gibt es einige direkte Äußerungen von ihr:

1)  In Nazareth fragte sie den Engel der Verkündigung: „Wie wird dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ (Lk 1, 34). Und nachdem der Engel es auf eigene Art und Weise erklärt hatte

2) nahm sie es an und sagte: „Mir geschehe nach deinem Wort.“ (Lk 1,38).

Diese Aussage Mariens wiederholen wir Katholiken täglich wenigstens einmal, wenn nicht dreimal, im Angelus-Gebet (Engel des Herrn).

3) Gottverherrlichend ist ihr Danklied aus zehn Zeilen, das Magnificat, ähnlich dem Gebet der alttestamentlichen Mutter Hannah:

„Hochpreiset meine Seele den Herrn –  und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland…Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht über denen, die ihn fürchten…“ (Lk 1, 46-56).

Diesen Lobgesang beten oder singen wir Priester und Ordensleute jeden Abend aus unserem offiziellen Brevier als Pflichtgebet.

Danach zwei Worte, die Maria zu Christus sprach:

4)  Als er 12 Jahre alt war, damals im Tempel, als man ihn fand, sagte sie: „Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich suchten dich mit Schmerzen“ (Lk 2, 48), was heute im Evangelium gelesen wurde.

5)  Am Anfang des öffentlichen Wirkens Jesu bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh, 2,3). Und gleich danach

6) sagte sie zu den Dienern: „Alles, was ER euch sagt, das tut“ (Joh 2,5). Möglicherweise ähnlich bei noch weiteren Gelegenheiten.

Über diese Bibelstellen, in denen Maria direkt und ausdrücklich etwas fragt, sagt, betet, und über andere Stellen, wo sie zuhört, wo sie als Jungfrau und Mutter beschrieben und dargestellt wird, wurden tonnenweise theologische Bücher geschrieben, unzählige marianische Tagungen und Abhandlungen abgehalten, ernsthafte mariologische Magister- und Doktorprüfungen abgelegt.

Aus diesen biblischen Worten sprießt auch unser Glaube, unsere Beziehung zu Maria als Mutter Jesu und Leitbild im Glauben; hier ist sie uns Vorbild und Hilfe.

Besonders lieben wir das Wort Mariens, dass die Barmherzigkeit Gottes über denen währet, die ihn fürchten, denen, die in sich die Gabe der Ehrfurcht vor Gott und vor seinen Geboten haben.

Firmlinge, betet heute und immer besonders um die Geistesgabe der Ehrfurcht!

Wenn man das berücksichtigt, wenn man durch die Heilige Schrift Maria als fromme und schweigsame Jungfrau, als sorgsame und besonnene Mutter kennenlernt, die alles in ihrem Herzen erwägt und sehr wenig darüber erzählt, dann kann ein Gläubiger über die Geschichte nur staunen, dass sie hier in Međugorje schon seit fast zwanzig Jahren  –  ein Jahr weniger  –  von Tag zu Tag angeblich „erscheine“ und jeweils fünf, zehn oder fünfzehn Minuten lang den sogenannten „Sehern“ etwas übertrage: entweder in Form von sogenannten „Botschaften“ oder in Form von „zehn Geheimnissen“ (…)

Bedeutet dies, dass diese “Erscheinung, die bis vor kurzem etwa 6.940 Male geschah bzw.19 Jahre mal 365/6 Tage? Und dass sie ständig alltäglich erzählt und sich nur einmal im Monat mit einer öffentlichen “Botschaft” meldet, sich bei den angeblichen “Sehern” bedankend, ihrem Ruf gefolgt zu sein? Und dies zwanzig Jahre lang, und es würde so weiterhin in den nächsten zehn-zwanzig Jahren  –  oder wie lange auch immer  –  fortgesetzt.

Die offizielle Kirche, von den lokalen Bischöfen bis zur Bischofskonferenz, hat in diesem Fall nie eine „Erscheinung“ als authentisch (echt) anerkannt.

Es wurde klar und deutlich erklärt, dass es nicht möglich ist, festzustellen, dass es sich überhaupt um übernatürliche Erscheinungen handelt.

Deswegen habe ich seelenruhig, entschlossen und deutlich am 14. Februar 1998 an den lokalen Pfarrer geschrieben: „Für die angeblichen sogenannten phantasiereichen und von der Katholischen Kirche weder anerkannten noch akzeptierten ‘Erscheinungen’ sollen den ‘Sehern’ für deren „Privatgebrauch’ keine offiziellen kirchliche Räumlichkeiten im Eigentum des Pfarramtes zur Verfügung gestellt werden”.

Der Pfarrer hat dies bereitwillig und gehorsam angenommen. Deswegen gebe ich hier die eindeutige Erklärung ab  –  und zwar als zuständiger Ordinarius bzw. Bischof, dass mich keine sogenannte “Erscheinung”, keine sogenannte „Botschaft“ davon überzeugt, dass es sich um eine übernatürliche Erscheinung handelt.

Die Botschaften über Frieden und Gnade, über Fasten und Gebet, über Liebe und Buße sind ohnehin sowohl auf der biblischen als auch auf der Ebene der Kirchenlehre auf offizielle Weise ausgedrückt.

Und was ist mit den berühmten “Geistesgaben”?

Liebe Gläubige,

immer, indem ihr eine Kirche betretet und gläubig zu Gott betet, eure Sünden aufrichtig bekennt und bereut sowie mit Andacht die hl. Kommunion empfangt, könnt ihr diese Geistesgaben empfangen.

Die Firmlinge empfangen die Siebenfache Gabe des Heiligen Geistes  –  nicht weil sie in Međugorje oder in Mostar oder in Rom sind, sondern weil dies Sakrament von einem rechtmäßigen Amtsträger gültig gespendet wird.

Kein Mensch, der vernünftig ist und an Gott glaubt, würde sagen, dass es in den Pfarreien in der Welt, wo heilige Sakramente gültig und dem Kirchenrecht gemäß gespendet werden, keine Geistesgaben gibt.

Wo der Geist Gottes wirkt, dort gibt es auch die Geistesgaben!

Die Katholische Kirche läßt sich in ihrer Lehre und Bewahrung der heilbringenden Wahrheit nicht von der Anzahl  – ob viel oder wenig  –  der Menschen oder Völker leiten. Die Kirche Christi hält sich daran, was Gott verkündete, sowohl über sich selbst als auch über den Menschen und so auch über Maria, von der wir im Glauben festhalten

dass sie makellos empfangen wurde,
dass sie Muttergottes ist, d. h. dass sie nach dem Heilsplan des Vaters durch den Heiligen Geist unseren Erlöser Jesus Christus, den Sohn Gottes, die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit empfing und gebar
dass sie für immer Jungfrau blieb,
dass sie mit Seele und Leib in den Himmel aufgenommen wurde.

Die Kirche hält daran fest und glaubt, dass die hl. Jungfrau Maria erscheinen kann, dass sie im Laufe der Geschichte erschienen ist  –  dass es aber bis heute weder Beweise noch überzeugende Argumente gibt, dass sie in Međugorje jemals übernatürlich erschienen ist.

Wir alle, sowohl ihr Firmlinge als auch wir, beten zur hl. Jungfrau Maria, zur Mutter Jesu und unserer geistlichen Mutter, daß sie mit der Liebe ihres makellosen Herzens bei Gott für uns Fürbitte einlege. Möge sie mit ihrer mütterlichen Fürsorge über uns, über diese Ortschaft, über unser Bistum und die ganze Welt wachen. Amen.

QUELLE:  Internet-Portal des Bistums MOSTAR:

http://www.cbismo.com/index.php?mod=vijest&vijest=429


6 Kommentare on “Bischof Peric über die wirkliche Gottesmutter und die „Erscheinungen“ von Medjugorje”

  1. midi48pilger sagt:

    Bei dem Film „Gospa“ wurde das Gerichtsprotokoll verwendet, das bei dem Verfahren gegen pater Jozo Zovko erstellt wurde. Wenn also ein offizielles Dokument von einem Gerichtsverfahren nicht ausreicht, dann ist Ihnen nicht zu helfen, dann bleibt nur der der logische Schluss, dass Sie die Wahrheit nicht interessiert, weil sie Ihren Absichten im Wege steht. Hier noch eine Stelle, bei der Sie nachlesen können, dass schon Bischof Zanic untersagt wurde, sich zu Medjugorje zu äußern; das gleich gilt für Bischof Peric.:
    In einem offiziellen Memorandum des Büros des vatikanischen Staatssekretärs (Nr. 150.458) beauftragte Kardinal Casaroli den kroatischen Bischof Franjo Kuharic, Bischof Zanic mitzuteilen, dass er „aufhören solle, seine persönlichen Erklärungen in der Öffentlichkeit abzugeben und Urteile zu fällen bis zu dem Zeitpunkt, wenn alle Fakten endgültig gesammelt und die Ereignisse abgeklärt werden können“, da die Aussage von Bischof Zanic „Der tatsächliche Standpunkt…“ einigen Widerhall in der Presse gefunden hatte. Leider fand diese Aufforderung beim Bischof wenig Beachtung.
    Und auch Sie Frau Küble halten sich nicht an diese Anweisung und äußern sich öffentlich negativ über Medjugorje, obwohl noch klein Ergebnis der Kommission von Kardinal Ruini vorliegt. Ich kann ihnen aber mitteilen, dass vorab festgestellt wurde, dass keinerlei Lügen vorliegen. Das behalten Sie aber sicher für sich, nicht?
    Ihre Beiträge lese ich gerne, und weil ich es schätze, mit welcher Kenntnis Sie viele Beiträge verfassen, bleibt als Schlussfolgerung nur, dass Sie kein Interesse an der Wahrheit über Medjugorje haben. Die Sachlage gibt jedenfall nur einen Schluss her, dass nämlich wirklich alles wahr ist, was über die Erscheinungen Marias berichtet wird.
    M.f.G.

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    • Guten Tag,
      Sie verstehen offenbar immer noch nicht, daß es nicht auf Behauptungen Ihrerseits, sondern auf Beweise ankommt. Wo ist also der Beweis, daß jener SPIELFILM exakt nach einem „Gerichtsprotokoll“ aufgebaut wurde? – Zudem: Welches „Gerichtsprotokoll“? Dasjenige vom damals kommunistischen Staat etwa? – Sodann: Warum verlinken Sie nicht zu jenem angeblich „offiziellen Memorandum“ Kardinal Casarolis? Warum sollte er einen anderen Bischof als „Briefboten“ eingesetzt haben, statt sich direkt an Bischof Zanic zu wenden? Das wäre doch ein merkwürdiger Umweg. Welches Datum trägt denn jenes „Memorandum“? – Überdies fehlt auch der Beweis, daß Bischof Peric Äußerungen zu Medjugorje verboten worden seien. Das behaupten Sie nach wie vor ohne Beleg.
      Interessant freilich, daß Sie eine amtliche und unstrittige Stellungnahme des Präfekten der Glaubenskongregation als dessen persönliche Meinung abtun, hingegen ein angebliches Memorandum des fürs Thema Medjugorje durchaus nicht zuständigen Kardinals Casaroli als offizielles Rede-Verbot hinstellen.
      Vielleicht nehmen Sie diese Tatsachen einmal zur Kenntnis:
      https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/05/kardinal-schonborn-entschuldigt-sich-bei-bischof-peric/
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. midi48pilger sagt:

    Hat dies auf midi48 rebloggt und kommentierte:
    Guten Tag Frau Küble, Sie erwähnen immer noch nicht, dass BISCHOF RATKO PERIC durch den Vatikan verboten worden ist, sich zu Medjugorje zu äußern. Wenn der Gaubenspräfekt sich äußert, dann ist auch dies erstmal nur seine persönlich einschätzung, wogegen nichts zu sagen ist. Damit ist noch immer nicht festgestellt worden, ob die Erscheinungen echt sind. Zu Zanic und seinen Aufenthalt in einer kommunistischen Regierungsbehörde gibt es wohl nichts Besseres als einen Film, der über das Gerichtsverfahren von Jozo Zovko produziert worden ist. Der Film heißt: Gospa, in dem Jozo Zovko von Martin Sheen und der Anwalt im Prozess von Michael York dargestellt werden. Zwei weltberühmte Schauspieler. Dieser Fil nthält alles, was zu einer objektiven Meinungsbildung dient, weil in ihm die Niederschrift des Gerichtsverfahrens als Basis für Dialoge und Geschehnisse verwendet wurden. Dort können Sie sehen und hören, was Zanic gesagt und nicht getan hat und wie Jozo Zovko Im Gefängsnis von Mostar mit einem Mitbruder vor die Wand und zum Schein erschossen werden. ‚Es ist gefährlich Frau Kübel, wenn Wahrheiten außen vor gelassen werden, weil dadurch der Eindruck entsteht, als würde sie nicht gebraucht. Wahrheit aber ist nicht etwas sondern Jemand. Sein Name ist Christus Jesus, und auf den hin sollte alles auch in einer Berichterstattung ausgerichtet sein. Meine Behauptung, Zanic sei in seiner Meinungsänderung kommunistisch beeinflusst worden, ist somit nicht dreist, wie Sie behaupten sondern ein Beitrag zur objektiven Wahrheit. Der Film GOSPA ist ein Tatsachenbericht, und in ihm werden Sie Ihre Fragen beantwortet bekommen. Sehen Sie ihn sich an, und dann nehmen Sie nochmal zu allen negativen Behauptungen, die aus Ihrer Feder Stammen, Stellung.

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    • Guten Tag,
      zum angeblichen „Verbot“ an Bischof Peric hatte ich bereits Stellung genommen – warum liefern Sie nicht den Beleg für Ihre Behauptung, statt meine Antwort zu ignorieren? Also: Wann und in welchem Dekret hat der Vatikan Bischof Peric untersagt, sich zu Medjugorje zu äußern? – Sodann wollen Sie bittschön einsehen, daß ich einen Spielfilm (!) nicht als Beweisführung betrachte, schon gar nicht, wenn es darum geht, Bischof Zanic frech anzuschwärzen. Aufschlußreich freilich, daß Sie die amtliche Stellungnahme des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard L. Müller, gegen die Echtheit der Medjugorje-„Erscheinungen“ allen Ernstes als „nur seine persönliche Einschätzung“ herunterschreiben. Ach so: Ein Pro-Medju-Spielfilm hat also größere Bedeutung als der Standpunkt des zweitwichtigsten Mannes in der katholischen Weltkirche. Interessant!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. midi48pilger sagt:

    Es ist unfassbar, dass an dieser Stelle immer wieder bekannt gemacht wird, dass die Erscheinungen vom Ortsbishof nicht anerkannt werden. Bitte sagen Sie doch dazu, dass Bischof Peric anfangs für die Erscheinungen war. Mittlerweile ist ihm von Rom untersagt, dazu öffentlich Stellung zu nehmen. Die Causa Medjugorje liegt in der alleinigen Zuständigkeit von Rom, ein übrigens einmaliger Vorgang. Ebenso verhielt es sich mit seinem Vorgänger, Msgr. Pavao Zanic. Hier eine Aussage von ihm:
    „Ich bin tief davon überzeugt, dass kein Kind, welches behauptet die Muttergottes gesehen zu haben, dazu überredet wurde. Wenn es sich nur um ein einziges Kind handelte, könnte man sagen, es sei dickköpfig so dass sogar die Polizei es nicht dazu bringen könnte, seine Aussagen zu widerrufen. Aber hier handelt es sich um sechs unschuldige und einfache Kinder, die – wenn sie dazu gedrängt würden – innerhalb einer halben Stunde alles zugeben würden. Keiner der Priester, das garantiere ich, hatte die Idee, die Kinder zu etwas anzustiften… Ich bin davon überzeugt, dass die Kinder nicht lügen. Die Kinder sagen nur, was in ihren Herzen ist… Es ist sicher: Die Kinder lügen nicht“. (Aus einer Predigt vom 25. Juli 1981, dem Fest des Hl. Jakobus, dem Schutzpatron von Medjugorje) In „Glas Koncila“, der kroatischen katholischen Zeitschrift, erklärte er am 16. August 1981: „Es ist sicher, dass die Kinder von niemandem zum Lügen angestiftet wurden, vor allem nicht von Seiten der Kirche.“
    Dieser Bischof änderte seine Meinung nach einem Aufenthalt in Zagreb bei einer kommunistischen Regierungsbehörde. Er ging nicht ins Gefängnis, wohl aber Pater Jozo Zovko, der sich einer Scheinerschießung ausgesetzt sah, nachdem er nicht auf die kommunistische Linie einschwenken und die Erscheinungen leugnen wollte.
    Frau Küble tut hier etwas, was einfach schäbig ist, denn wenn sich schon ein Bischof an Anweisungen aus Rom zu halten hat, dann sollte es auch für sie gelten. Die Meinung vom jetzigen Bischof von Mostar, Ratko Peric, ist daher seine eigene und private Meinung. Sie darf daher nicht gegen Medjugorje verwendet werden, solange nicht die Kommission des Herrn Kardinal Ruini ihr Untersuchungsergebnis veröffentlicht hat. Dass Frau Küble Medjugorje negativ sieht, ist ihr Recht. Sie versucht aber immer wieder, solche angeblich gewichtigen Aussagen auszugraben, um Stimmung gegen die Erscheinungen zu machen. ‚Wer sich gründlich informiert, wird das als untauglichen Versuch registrieren. MIR

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    • Guten Tag,
      wir haben mehrfach erwähnt (zB. eingangs in diesem Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/15/bischof-zanic-mamma-ebe-als-warnendes-beispiel-fur-falschmystik/), daß Bischof Zanic anfangs pro Medjugorje gesinnt war, müssen das aber durchaus nicht ständig wiederholen. Ihre dreiste Unterstellung, als sei sein Meinungswechsel kommunistisch beeinflußt, haben Sie durch nichts bewiesen, ebensowenig haben Sie belegt, daß Bischof Peric anfangs für die Erscheinungen gewesen sein soll. Die schlichte Tatsache, daß der Vatikan eine Untersuchungskommission einrichtete, bedeutet kein Verbot für den Ortsbischof, sich zum Thema Medjugorje zu äußern. Glaubenspräfekt Müller hat sich (ebenso wie früher Kardinal Ratzinger) eindeutig kritisch zu Medjugorje geäußert, falls Ihnen dies entgangen ist.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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