Mel Gibsons berühmter Film „Die Passion Christi“ im Zwielicht

Mel Gibsons Kassenschlager „Die Passion Christi“, der nach seinem Kino-Erfolg vor 6 Jahren auch in einigen TV-Sendern ausgestrahlt wurde, erntete im frommen Spektrum (ob katholisch oder evangelisch) größtenteils Zustimmung. Der evangelikale Hänssler-Verlag brachte sogar einen großformativen Bildband mit farbigen Film-Szenen heraus, außerdem Videos, DVDs, Buchbroschüren etc. christus

Vielleicht war der Wunsch hier Vater des Gedankens, durch diesen Film möglichst an jene „Massen“ heranzukommen, die zwar gerne in die Kinos strömen, aber selten in die Kirchen. Der große Erfolg gab dieser Erwartung durchaus recht  – doch die Frage bleibt: Erfüllte der Film als solcher jene theologischen Maßstäbe, die aus christlicher Sicht unabdingbar sind?

Zunächst könnte man positiv festhalten, daß es gerade im Zeitalter eines allzu weich gezeichneten Jesus-Bildes, in dem unser Erlöser vorwiegend als Softy, Feminist, Schmusefigur und Sozialromantiker vorgestellt wird, nur gut sein kann, wenn die weniger „weichen“ Seiten der biblischen Botschaft zur Sprache kommen, vor allem der Opfertod Christi, seine Verurteilung und sein Leiden bis zum Tod am Kreuz.

Gerade dieser Opfergedanke  –  und allgemein die  Kreuzes- oder Sühne-Theologie  –   wird in Katechese, Predigt und Liturgie leider immer mehr verdrängt, so daß hier tatsächlich erheblicher Nachholbedarf besteht.

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Insofern ist die Konzeption des Films, sich auf die Passion des HERRN zu konzentrieren, keineswegs von vornherein fehl am Platze sein. Gleichwohl enthält dieser Ansatz eine Reihe von „system-immanenten“ Gefahren und Schieflagen, denen der Film aus meiner Sicht auch tatsächlich zum Teil erlag. christus

So wird der Gibson-Streifen vor allem dem inhaltlichen Anspruch des christlichen Glaubens nicht ausreichend gerecht. Mit einer kurzen Einblendung der messianischen Jesajastelle („Er starb für unsere Sünden“) zu Beginn des Films ist es nicht getan. Insgesamt wird durch Ablauf und Gestaltung viel zu wenig verdeutlicht,  w a r u m  Christus so grausam leiden mußte. Das „Wie“ des Leidens steht im Vordergrund, nicht das „Warum“.

Der Film „ertrinkt“ geradezu in ausgewalzten Szenen voller Grausamkeiten, nicht allein beim Kreuzestod, vor allem bei der Geißelung Christi, die kein Ende zu nehmen scheint.

Man braucht kein „Sensibelchen“ sein, um die Frage zu stellen: Ist das „Zuglotzen“ bei dieser Zurschaustellung des Leidens mit der Ehrfurcht vor Gott noch vereinbar? Nicht ohne Grund hält sich die Heilige Schrift bei der „Berichterstattung“ über die Passion des Gottmenschen sehr zurück, sie verzichtet auf jede detaillierte Schilderung.

Konnte Regisseur Mel Gibson, der zahlreiche Actionfilme gedreht hat, hier seinem Hang nach gewalttätigen Szenen nicht widerstehen?

Zu viele außerbiblische Einflüsse

Kein Wunder, daß sich Gibson in seinem Passionsfilm nicht in erster Linie auf die Evangelien stützt, sondern auf Visionen der Dülmener Ordensfrau Anna Katharina Emmerich sowie  auf  eigenen Einfälle und Einblendungen , die zum Teil magisch-düster anmuten (zB. eine merkwürdige Mann-Weib-Teufelsgestalt als Versucher am Ölberg oder  Christi „Beobachtung“ des sich versteckenden Verräters Judas).

Der Regisseur wäre gut beraten gewesen, sich an die biblischen Vorgaben zu halten und eine Evangelienharmonie vorzunehmen   – also alles darzustellen, was sich aus den vier Evangelien ergibt.

Die Zeit, die durch den Verzicht auf ausgewalzte Grausamkeiten eingespart worden wäre, hätte Gibson sinnvoll einsetzen können, indem er die Auferstehung am Schluß nicht auf wenige Sekunden beschränkt, wie dies im Passionsfilm leider geschah. Nicht durch seinen Kreuzestod hat Christus sich als Gott erwiesen, sondern durch seine Auferstehung. israeltag2

An einem Kreuz gestorben sind damals viele, auferstanden ist nur einer!

Was die Kritik betrifft, die von jüdischer Seite gegen den Gibson-Film laut wurde, so ist diese teils berechtigt, teils überzogen. „Die Passion Christi“ ist durchaus nicht anti-semitisch, zumal durchaus ein differenziertes Bild der damaligen Juden    –  auch des Hohen Rates –  gezeigt wird.

Pilatus zu freundlich dargestellt

Gleichwohl könnten Juden, aber gerade auch Christen mit Recht daran Anstoß nehmen, daß der Film die Person des römischen Statthalters viel zu freundlich zeichnet. Bei Licht betrachtet erscheint nicht so sehr Christus, sondern Pilatus als der heimliche und eigentliche Held des Films.

Christus wird als das bedauernswerte Opfer, als „Leidensknecht“ dargestellt, Pilatus hingegen als der edle Philosoph, der sich tiefsinnig mit der „Wahrheitsfrage“ befaßt. In Wirklichkeit war er ein eiskalter Machtpolitiker  –  und seine Frage „Was ist Wahrheit?“ nicht philosophisch, sondern sarkastisch motiviert.

Auch die Gestalt der Gottesmutter erscheint in Gibsons Film wenig gelungen; Maria wird als verhärmte Frau mit wenig Herzenswärme und natürlicher Mütterlichkeit gezeigt. Die Persönlichkeit des Apostels Johannes wirkt ebenfalls wenig überzeugend, er erscheint als bleicher Jüngling ohne Profil.

Göttliche Erhabenheit Christi wenig erkennbar

Abschließend stellt sich die Frage, ob der Film geeignet ist, im Zuschauer die Liebe zu Christus zu wecken. Dies darf bezweifelt werden. Bestenfalls mag eine Mischung aus Mitleid und „Betroffenheit“ hervorgerufen werden. Die göttliche Erhabenheit und Würde Christi kommt in dem blutgetränkten Streifen nicht genügend zum Vorschein.

Gefühlsbedingte Schnell-„Bekehrungen“ mögen  durchaus vorgekommen sein, dies besagt jedoch wenig. Unser christlicher Glaube beruht jedenfalls nicht auf Angst und Schrecken, auch nicht auf Schwärmerei und Gefühlsüberschwang, sondern auf den Heilslehren, die uns Bibel und Kirche verkünden  – dazu gehört zweifellos auch die klare  und nüchterne Warnung vor der Hölle, aber eben  keine emotionale Panikmache.

Es mutet auf den ersten Blick überdies merkwürdig an, daß Gibsons Film auch in muslimischen Staaten erlaubt war, dort sogar Massen anzog. Was mag die rabiaten Christenhasser, die dort das Sagen haben, dazu bewogen haben, ihren Untertanen ausgerechnet „Die Passion Christi“ vorzuführen?  Schließlich bestreitet der Koran schlichtweg, daß Christus überhaupt am Kreuz gestorben ist.

Hat man dort vielleicht diesen Film in seiner „Ambivalenz“, in seiner Zwiespältigkeit und Problematik besser erkannt als so mancher schnell zu begeisternde Christ?

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in  Münster
Kontakt: felizitas.kueble@web.de
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9 Kommentare on “Mel Gibsons berühmter Film „Die Passion Christi“ im Zwielicht”

  1. Betty sagt:

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  2. Christian Schenk sagt:

    Mel Gibsons Film ist ein vorzügliches Mittel zur Verlebendigung der Andacht zu den Leiden Christi und zur Erweckung der Liebesreue über die eigenen Sünden. Nicht wenige haben heiße Tränen der Reue über ihre Schuld vergossen, als sie ihren Heiland so leiden sahen, haben sich mit Abscheu vom Glanz dieser Welt abgewandt und einige sind sogar vor Schmerz und Schreck gestorben. Mit oberflächlichen Gefühlen hat das wenig zu tun. Ich kann nur jedem empfehlen diesen Film anzusehen.

    Die Worte „An einem Kreuz gestorben sind damals viele…“ verharmlosen die Leiden Christi, wenn nicht zugleich darauf hingewiesen wird, dass Christus weit mehr litt, als alle anderen, die gekreuzigt wurden und überhaupt als alle Menschen auf Erden. An seinem Leib war in Wahrheit kein heiler Fleck mehr, man bedenke auch die inneren Verletzungen und insbesondere die noch viel schlimmeren seelischen Leiden. Insofern verharmlost natürlich auch Gibsons Film die Leiden Christi. Es ist aber völlig unmöglich, dass eine künstlerische Darstellung die Leiden Christi in ihrer ganzen Schrecklichkeit nachzubilden vermag. Wer diesen Film mit der rechten innerlichen Disposition ansieht, der weiß entweder schon vorher um die Gründe der schrecklichen Passion Christi oder er informiert sich gleich danach darüber.

    Was Pilatus betrifft, so hat er Jesus nur aus Furcht vor den Juden quälen und hinrichten lassen. Das ist zwar auch ein fürchterliches Verbrechen, aber lange nicht so schlimm, wie das der Vorfahren der talmudischen Juden, die Jesus aus Hass leiden und tot sehen wollten, obwohl Christus genug Beweise seiner Göttlichkeit gab. Die talmudischen Juden werden zurecht als das Volk der Gottesmörder bezeichnet, da sie sich bis heute zum Talmud bekennen, in dem geschrieben steht, dass Jesus zu Recht gekreuzigt wurde, weil er ein Gotteslästerer war. Insofern standen die talmudischen Juden durch alle Zeiten hindurch in geistiger Gemeinschaft mit jenen, die einst Pilatus tobend aufforderten: „Kreuzige ihn!“ Freilich kann sich deswegen keiner von uns über die Juden erheben, denn indem sie den grausamen Tod Christi forderten, waren sie gewissermaßen nur unser aller Werkzeug, da doch jeder von uns mit seinen Sünden die Passion Christi verschuldet hat.

    Pilatus wird im Film übrigens keineswegs als edler Philosoph dargestellt. Gibt er doch seiner Gemahlin klar zu verstehen, dass es ihm nur darum geht, Ruhe und Frieden in seinem Zuständigkeitsbereich zu wahren, um seinen eigenen Kopf zu schützen, wobei er auch vor der Hinrichtung eines Unschuldigen nicht zurückschreckt, sofern dadurch ein Aufstand verhindert werden kann. Die Darstellung der Muttergottes und Maria Magdalenas halte ich für gelungen, die Darstellung des Apostels Johannes nicht. Auch ich könnte in Gibsons Film diese oder jene Szene bemängeln, aber das kann man an jedem menschlichen Kunstwerk. Ein Kunstwerk ist der Film allemal und noch dazu ein sehr gelungenes. Ich habe keinen Fernseher, da er ein Instrument des Teufels ist, um uns innerlich zu verderben. Ich habe nur eine einzige DVD zu Hause und das ist Gibsons Passion.

    Um die ganze Tiefe des römischen Katholizismus zu erfassen, ist es notwendig, ihn von den Leiden Christi her zu betrachten. Die Heiligen ermahnen uns dazu, unsere Seele tief in die Leiden Christi zu versenken und uns auf mystische Weise mit dem gekreuzigten Erlöser zu vereinigen, um uns so innerlich zu veredeln. Nur so können wir in die blutigen Fußstapfen Jesu treten und uns großherzig aus Liebe zum allgütigen Gott und den unsterblichen Seelen hinopfern. Der hl. Konrad von Parzham verehrte mit Vorliebe ein Kreuz, welches die Leiden Christi besonders fürchterlich abbildete. Papst Pius XII. belehrt uns: „Da aber sein [Christi] bitteres Leiden das eigentliche Geheimnis ist, aus dem unser Heil erwächst, entspricht es ganz dem katholischen Glaubensgeist, jenes Leiden in volles Licht zu rücken, ist es doch auch das Kernstück unserer Gottesverehrung, sofern das eucharistische Opfer es täglich vergegenwärtigt und erneuert, und alle Sakramente in engstem Zusammenhang mit dem Kreuze stehen.“ (Mediator Dei)

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  3. Anonymous sagt:

    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, ich würde ihn aber trotzdem gerne einmal kommentieren…zuerst einmal, sehr geehrte Frau Küble, es mag zwar ein bisschen „off-topic“ sein, möchte ich Ihnen herzlich danken für die wunderbaren Beiträge, und insbesondere Ihre gelassene Art, mit unangemessen heftiger Kritik umzugehen…
    Ich habe diese Seite eben erst entdeckt und bin ganz begeistert, weil hier abseits von agressiver, oberflächlicher Extrem-Frömmigkeit prägnant und zugespitzt und dennoch vielseitig katholisch Stellung bezogen wird, was im Internet nun wirklich nicht leicht zu finden ist.

    Zu dem Film allerdings möchte ich sagen, dass ich denke, dass durchaus kein Film sämtliche Facetten des Leidens Christi darstellen könnte…nicht umsonst gibt es ja vier Evangelienberichte, und auch wenn man etwa die bachschen Passionen dazu anhört, ergeben sich etwa aus Johannes und Matthäus-Passion ja logischerweise ganz unterschiedliche Erkenntnisse.
    Ich muss sagen, dass doch die Darstellung des Pilatus bei Johannes doch durchaus „nett“ ist, wenn man seine Rolle bedenkt, insofern ist der Film dabei ja nicht den Evangelien grundsätzlcih entgegengesetzt sondern entscheidet sich für eine Sichtweise…das scheint mir legitim.
    Mir erscheint auch wichtig, dass Jesus vom Volk (von uns) verurteilt wird, und die Verantwortung eben nicht auf den römischen Besatzer abgeschoben wird.
    Das ist natürlich für unsere heutige, insbesondere deutsche Rezeption schwierig, weil das Volk damals eben nunmal leider Juden waren, und der Verdacht des Anti-Judaismus aufkommt; und wir natürlich politically correct keinem Juden irgendeine Mitschuld an irgendetwas anhängen wollen und zugleich historisch korrekt immer darauf hinweisen müssen, dass die RÖMER Jesus gekreuzigt haben.
    Sich selbst aber in das Volk „einzureihen“ kann helfen, zu einem tieferen Bewusstsein für die eigene Mitverantwortung, die eigene Sündhaftigkeit und Untreue gelangen.
    Nicht „DIE Juden“, sondern „DAS Volk“.

    Auch mir fehlt auch etwas die Begründung für das Leiden, was ja eigentlich das ist, was mich bewegen soll…dass er nämlich (auch) für mich gestorben ist und für meine Erlösung (bzw. natürlich „für viele“…) Ich hege die Befürchtung, dass dadurch gerade Nicht-bzw. „Normalo“-Christen eher Abscheu gegen eine Art christlichen Leidensvoyeurismus entwickeln, da sie das Warum nicht verstehen können.
    Für den, der das Evangelium im Herzen trägt, kann der Film meiner Ansicht nach allerdings sehr wohl zur Andacht dienen.
    Ich selbst bin kürzlich konvertiert und schätze an meiner ehemaligen Konfession, der lutherischen, gerade die (leider nur noch in der traditionell/traditionalistischen Richtung existente) starke Verbundenheit mit der sehr innigen, mittelalterlichen Blutmystik. Insofern, bei aller Freude an der Auferstehung, vermisse ich doch im (Feld-Wald-und Wiesen-)Katholizismus (manchmal) ein höheres Maß an Bewusstsein für das Leiden an sich (was letztlich eben die Freude befördert), das allerdings natürlich mystisch betrachtet und nicht schaulustig observiert werden muss.
    So kann ich dem Film einiges abgewinnen, und denke, dass er natürlich einiges an theologischem Wissen, und wichtiger, sozusagen „innerer“ theologischer Festigkeit verlangt, aber danach sollten wir ja eigentlich ohnehin streben.
    Mir jedenfalls ist der Film als Vorbereitung auf das Osterfest (natürlich nur eine-und nicht die wichtigste-unter vielen) doch ans Herz gewachsen, trotz aller berechtigten Einwände.

    Völlig einstimmen kann ich in die Enttäuschung über die Darstellung der hl. Jungfrau Maria.
    Ich finde es sehr schade, dass die (auch noch falsch mit der Ehebrecherin assoziierte) Maria Magdalena in einer Art und Weise dominant gegenüber der blassen Muttergottes agiert, die doch den Verdacht nahelegt, man hätte aus vermarktungstechnischen Gründen eine schöne Frau an der Seite Jesu gebraucht (und das, wo Maria doch die schönste aller Frauen ist!)

    Viele Grüße und weiterhin gesegnete Arbeit!
    Anna Diouf

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  4. Robert Böttcher sagt:

    Jesus sagte wer von euch ohne Sünde ist werfe den ersten Stein. Sie Frau Küble haben bestimmt auch genug auf dem Kerbholz. Ihnen würde es bestimmt nicht gefallen würde man ihre Verfehlungen und Sünden im Internet anprangern. Es gibt ein Sprichwort was du nicht willst das man dir tut das füge auch keinem andern zu. Ich empfinde ihre Beiträge als verleumderisch, und Rufmord und habe oft auch Zweifel am Wahrheitsgehalt. Der hl. Pfr. von Ars sagte ein Verleumder gleicht einer Raupe die über die Blumen kriecht und sie mit ihrem Schleim beschmutzt. Sie beschmutzen gar vieles! Eine echte innere Umkehr und ein Beginn nach dem Evangelium zu leben, wünsche ich ihnen in dieser Fastenzeit von Herzen!

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    • Guten Tag,
      Sie werfen mir zweimal vor, eine Verleumderin zu sein bzw verleumderische Beiträge zu veröffentlichen, was bedeuten würde, daß ich nachweislich Falsches über andere behaupte.
      Teilen Sie bitte mit, welche Aussage in diesem Artikel wahrheitswidrig ist und belegen Sie dies. Gibt es da einen einzigen Satz?
      Wenn Ihnen dazu nichts einfällt (bislang jedenfalls nichts), dann ist Ihre Anschuldigung des Verleumdens schlicht falsch und damit selber eine Verleumdung.
      Also: Wer „beschmutzt hier gar vieles“?
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  5. Robert Böttcher sagt:

    Was gebietet Gott im achten Gebot ?

    Gott gebietet uns im achten Gebot, überall und jederzeit die Wahrheit zu sagen und die Taten des Nächsten wenn immer möglich positiv auszulegen, damit ein vertrauensvolles Zusammenleben unter den Menschen möglich wird.

    Was verbietet uns das achte Gebot ?

    Das achte Gebot verbietet uns jede Falschheit und den ungerechten Schaden am Ruf eines anderen. Daher verbietet es uns neben dem falschen Zeugnis: die Verleumdung, die Lüge, die Herabsetzung, die üble Nachrede, die Schmeichelei, das vorschnelle Urteil und den vermessenen Verdacht.

    Welche Bedeutung haben Verleumdung und üble Nachrede für das alltägliche Zusammenleben?

    Verleumdung und üble Nachrede haben für das alltägliche Zusammenleben der Menschen verheerende Folgen, weil durch falsches und ungeprüftes Weitererzählen von Behauptungen der Ruf und die Ehre eines Menschen geschädigt bzw. ruiniert werden kann. Dadurch kann die Glaubwürdigkeit einer Person angegriffen oder vernichtet werden, was einem schwerwiegenden Eingriff in die Würde des Menschen gleichkommt.

    Wozu ist der verpflichtet, der dem guten Ruf des Nächsten geschadet oder ihn ruiniert hat ?

    Wer dem guten Ruf des Nächsten durch Verleumdung und üble Nachrede geschadet oder ihn ruiniert hat, muss den begangenen Schaden nach Kräften wieder gutmachen. Oft ist dies aber gar nicht mehr möglich, weil die Rufschädigung weite Kreise gezogen hat oder dem Geschädigten unwiederbringlichen Schaden zugefügt hat. Deshalb sollte man sich vorher gut überlegen, was man über andere verbreitet und vor allem dann, wenn Behauptungen ungeprüft und unsicher sind. Man darf sich im nachhinein nicht auf andere berufen, nur weil diese etwas erzählt haben. Für das, was man selber weitererzählt, ist man auch selber verantwortlich.

    Ihre üble Nachreden und Verleumdungen sind Sünde Frau Küble !!!!

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    • Guten Tag,
      Ihre Behauptung bleibt unbegründet, diese Filmbesprechung, in der es um Pro und Contra und um eine kritische, aber achorientierte Beleuchtung aus biblischer Sicht geht, sei „üble Nachreden und Verleumdungen“ und daher „Sünde“.
      Tatsächliches Unrecht ist es vielmehr, dem Nächsten einfach nach Lust und Laune Verleumdung vorzuzwerfen, ohne dies zu beweisen oder auch nur zu begründen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Valerie Müller sagt:

        Ich würde es nicht so hart ausdrücken wie Herr Böttcher, fand ihre Kritik aber dennoch unangebracht negativ.
        Da ich in einem verhältnismäßig strengem christlichem Haus erzogen wurde (und teilweise noch werde) UND ich mich ausführlich mit diesem und einigen anderen Filmen, als auch mit den Evangelien beschäftigt habe, bin ich dazu in der Lage, ihre Filmkritik zu lesen, und den Kopf zu schütteln.
        Meiner Meinung nach ist es wirklich nötig, Jesus mal als die Person zu zeigen, die grausam ums Leben kam. Oft genug wird sein Leiden nicht ausreichend dargestellt. Ich selbst musste den Film mehrere Male anhalten, um mich gegen den Würgereiz zu wehren, bin aber relativ zart beisaitet bei solchen lang anhaltenden grausamen Szenen.
        Ihre Behauptung, Jesus würde als „Leidensknecht“ dargestellt, ist korrekt. Aber als was wollen Sie ihn sonst darstellen? Wie hätte man innerhalb dieses Rahmens der Gewalt und zur Schaustellung von Brutalität Jesus nicht als Opfer darstellen können? Außerdem ist es das Christentum, dass Jesu als das Lamm Gottes bezeichnet, welches aber – wie Sie sehr wohl wissen werden – auch ein Opfertier (noch dazu ein ziemlich wehrloses!) ist.
        Dass Pilatus‘ Frage nicht philosophischer sondern sarkastischer Natur war, ist -sofern ich informiert bin – eine Behauptung, die Sie nicht untermauern, sondern einfach nur im Raum stehen lassen. Ohne zu bemerken, dass dies für eine Kritik formtechnisch eine Anmaßung und Beleidigung ist, ist es wohl richtig, festzustellen, diese „Behauptung bleibt unbegründet“, wie Sie es in Ihrem Kommentar über mir bereits erklärten.
        Herrn Gibson einen Hang zu gewalttätigen Szenen anzuhängen, ist meiner Meinung nach Verleumdung und üble Nachrede. Immerhin haben Sie meines Wissens nach nicht mit ihm gesprochen und ich finde keine Interviews oder Stellungnahmen, die dies belegen. Demnach hat Herr Böttcher dies betreffend zumindest an diesem Punkt ihrer Kritik Recht.

        Freundlichen Gruß
        Valerie Müller

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      • Guten Tag,
        meine Kritik richtet sich gegen die Einseitigkeit der Leidensknecht-Darstellung (und nicht gegen die Theologie vom Lamm Gottes), die mangelnde Betonung seiner Göttlichkeit, das völlige An-den-Rand-Stellen der Auferstehung des HERRN.
        Meine Ansicht, wonach die Pilatus-Frage keine philosophisch motivierte sei, liegt schon deshalb nahe, weil Pilatus nicht nur kein Philosoph, sondern ein Politiker war – noch dazu ein erwiesener Gewaltmensch und Machtpolitiker. Wer also meint, Pilatus habe über philosophische Wahrheitsfragen nachgegrübelt, kann dies gerne annehmen, aber nicht als pure Selbstverständlichkeit vorauszusetzen, die keiner infragestellen dürfe. In Ihrer Mail lese ich jedenfalls keine Begründung für Ihre „philosophische“ These, Sie beschweren sich aber, daß ich meine Meinung „unbegründet“ sein lasse. Ich muß in einer Filmkritik (die keine Doktorarbeit ist) durchaus nicht jeden Satz erst begründen, denn eine Filmkritik ist ein Kommentar, eine Meinungsäußerung also – ok?
        Mir „Verleumdung und üble Nachrede“ vorzuhalten, weil ich bei Mal Gibson einen Hang zu gewalttätigen Szenen anmerke, ist schon recht drollig angesichts der bekannten Hardcore-Action-Filme dieses Regisseurs.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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