Oslo-Attentäter lobte die Vertreibung der Deutschen

Stellungnahme des CSU-Europaparlamentariers Bernd Posselt

In einer Pressemitteilung vom 26. Juli 2011 erklärte CSU-MdEP Bernd Posselt, der zugleich Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft ist,dass der norwegische Massenmörder A. Behring Breivik mehrfach die Vertreibung der Sudetendeutschen und die diesen zugrunde liegenden Beneš-Dekrete befürwortet“ habe.

Dieser Rechtsextremist habe die völkerrechtswidrigen Vertreibungen von 1945 als „Vorbild“ dafür bezeichnet, wie man heute mit ethnischen Minderheiten  – insbesondere Muslimen – umgehen solle.

Überdies habe der Attentäter die Sudetendeutschen als „illoyal“ und als „gefährliche Fünfte Kolonne“ diffamiert, wie dies seinerzeit der tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš getan habe (womit dieser die Vertreibung der Deutschen rechtfertigte).

Der Europa-Abgeordnete Posselt rief Tschechen, Deutsche und alle Europäer auf, gemeinsam den nationalistischen Ungeist zu bekämpfen, damit es nie wieder zu Vertreibungen kommt.

Webseite der sudetendeutschen Volksgruppe: http://www.sudeten.de


Aufruf säkularer Muslime kritisiert Maulkorb für Islamkritiker

Am Mittwoch, den 27. Juli 2011, veröffentlichte das Webportal „primavera“ einen Aufruf säkularer Muslime  in Deutschland zum Attentat in Norwegen. Darin heißt es eingangs:

Wir, die säkularen Muslime und Musliminnen in Deutschland, verurteilen die abscheuliche Tat Anders Behring Breiviks zuschärfst. Der terroristische Anschlag in Norwegen hat uns alle erschüttert, und wir hoffen, dass er seine gerechte Strafe erhalten wird. Nichts rechtfertigt solch eine Tat.“

Der verfassungspatriotisch bzw. „westlich“ orientierte Appell spricht sich klar gegen die Einführung des islamischen Rechtssystems (Scharia) aus; dabei wendet sich die Erklärung ausdrücklich „gegen Islamverbände, die Propaganda für ein Rechtssystem jenseits der Verfassung betreiben und der Meinung sind, dass die Scharia mit dem Grundgesetz vereinbar sei.“

Außerdem heißt es in dem Aufruf, „dass die Islamkritik nicht tabuisiert werden darf und es bestimmte Kräfte gibt, die versuchen, diese Gelegenheit auszunutzen, um den Islamkritikern ein Maulkorb zu verpassen, ja sie sogar mitverantwortlich zu machen.“

Zugleich stellen die unterzeichnenden säkularen Muslime klar:

Wir wehren uns gegen das von den Medien einseitig vermittelte Bild von Muslimen und Musliminnen in der Bundesrepublik, indem der Bevölkerung suggeriert wird, dass salafistische Hassprediger die Mehrheit repräsentieren, obwohl diese für die Steinigung sind und unsere Verfassung offenkundig ablehnen.“

Felizitas Küble

Den vollen Wortlaut des Aufrufs samt bisheriger Unterschriften finden Sie hier: http://www.primaverablog.de/2011/07/27/aufruf-der-sakularen-muslime-und-musliminnen-in-deutschland-2/