IRAN: Verhaftung der Schauspielerin Marzieh Vafamehr

       
 Foto der Verfolgten: http://payvand.com/news/11/jul/Marzieh-Vafamehr-2.jpg

Gleichschaltung der Künstler unter der Fahne Allahs

Anfang Juli 2011 wurde die Schauspielerin Marzieh Vafamehr in der islamischen Diktatur den Iran aus politischen Gründen  inhaftiert. Vermutlich hat dies mit ihrer Hauptrolle in dem Film „My Tehran for sale“ zu tun, in dem sie zum Teil ohne Schleier zu sehen ist und der für die Freiheit der Kultur eintritt. Der weltweit verbreitete Film ist im Iran verboten.

Nach Angaben der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) belegt dies „eine neue Ausrichtung des Terrors im Iran“, denn „vermehrt werden Kunstschaffende ein Ziel willkürlicher Inhaftierung.“

Neben der 1973 geborenen Schauspielerin Vafamehr wurden im Juni und Juli 2011 die Sportfotografin Maryam Majd und die Schauspielerin Pegah Ahangarani inhaftiert, bereits im Dezember 2010 wurde dem angesehenen Regisseur Jafar Panahi für sechs Jahre jegliche Filmarbeit untersagt.

Die IGFM sieht in diesen Verhaftungen einen „neuen Trend zur künstlerischen und kulturellen Gleichschaltung im Iran“.

Felizitas Küble


Südsudan – der jüngste Staat der Welt

Israel nahm sofort diplomatische Kontakte zum christlich geprägten Südsudan auf

Jahrzehntelang mußten Millionen von Christen im Südsudan unter dem staatlichen Terror des islamisch geprägten Nordens leiden, mehr als eine Million wurde vertrieben, Hunderttausende ermordet. Endlich konnte der Südsudan am 9. Juli 2011 seine endgültige Trennung vom Nordsudan erklären und seine lang ersehnte Unabhängigkeit proklamieren.

Der jüngste Staat der Welt erreichte seine Unabhängigkeit genau ein halbes Jahr nach einer Volksabstimmung, wobei sich die Bewohner mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit des Südsudan entschieden haben.

Am Tag der Staats-Proklamation gab  es Jubelfeiern im ganzen Südsudan, vor allem in der Hauptstadt Juba  –  kein Wunder, definierte dies Ereignis doch zugleich das Ende des islamischen Völkermords an den Christen und Naturreligiösen im südlichen Sudan.

Bereits einen Tag später wurde der neue Staat von den Israelis anerkannt  – der jüdische Staat war einer der e r s t e n , der so positiv reagierte.  Natürlich gibt es zwischen Israel und dem arabisch-islamischen beherrschten (Nord-)Sudan keine diplomatischen Kontakte.

Vor zwei Tagen, am 28.7., haben Israel und der Südsudan offziell diplomatischen Beziehungen aufgenommen.
 
Immerhin hat die „Afrikanische Union“ den Südsudan in dieser Woche als 54. Staat anerkannt und aufgenommen, 2 bis 3 Wochen später als Israel.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte bereits am 10. Juli 2011 in der wöchentlichen Kabinettssitzung erklärt: „Gestern wurde ein neuer Staat geboren, der Südsudan. Hiermit verkünde ich, dass Israel die Republik Südsudan anerkennt. Wir wünschen ihr viel Erfolg.“

Netanyahu sagte zudem, Israel freue sich darauf, dem Südsudan zu helfen:  „Dies ist ein Land, das nach Frieden strebt  –  und wir wären erfreut, mit ihm zusammenzuarbeiten, um seine Entwicklung und seinen Wohlstand sicherzustellen.“
 
Der Verband „IsraAID“, eine Vereinigung humanitärer Organisationenin in Israel, erklärte sich bereit,  Nahrungsmittel, Wasser und medizinische Ausrüstung in den neuen afrikanischen Staat zu bringen. Israel beherbergt ca 8000 sudanesische Flüchtlinge. 
 
Hunderte Südsudanesen, die vor den anhaltenden Unruhen und der Armut nach Israel geflohen waren, nahmen  an den Feierlichkeiten in Tel Aviv teil.  Als der Südsudan am 9. Juli seine Jubelfeiern in der neuen Hauptstadt Juba veranstaltete, wurden  israelische Flaggen  geschwenkt.

 
Man fragt sich nun, wie lange es noch dauern wird, bis die  Staaten des „christlichen“ Europas sich zu diplomatischen Beziehungen mit dem jüngsten Staat der Welt „herablassen“, nachdem die israelische Regierung so schwungvoll und zügig voranging.
 
Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Iran: christlicher Pastor in der Todeszelle

 Gemeindeleiter Youcef  Nadarkhani steht vor der Wahl: Abschwörung oder Hinrichtung

Der freikirchlich-evangelische Gemeindeleiter und Familienvater Y. Nadarkhani steht derzeit vor der Wahl, seinen christlichen Glauben zu widerrufen oder exekutiert zu werden.  Er wurde im Dezember 2006 zum ersten Mal verhaftet. Der iranische Staat beschuldigt den 1977 geborenen Y. Nadarkhani, vom Islam „abgefallen“ zu sein und „nichtislamische Lehren“ zu verbreiten.

Nach seiner Freilassung wurde der Pastor am 12. Oktober 2009 erneut inhaftiert. Seitdem ist er im Gefängnis der Geheimpolizei in Lakan inhaftiert. Am 22. September 2010 verurteilte ihn das islamische Revolutionstribunal zum Tod durch Erhängen.

Derzeit sitzt der Gemeindeleiter und verheiratete Vater zweier Kinder in der Abteilung für politische Gefangene; er darf weder Besuch von seiner Familie noch von seinem Anwalt erhalten.  Das Hinrichtungs-Urteil wurde im Berufungsverfahren dieses Monats bestätigt.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) in Frankfurt setzt sich für die sofortige Freilassung des akut von der Hinrichtung bedrohten Pastors ein.  Mitarbeiter der IGFM versuchten am 28.7.2011 vergeblich,  3978 Unterschriften an das Generalkonsulat der „Islamischen Republik Iran“ zu übergeben, wurden jedoch abgewiesen.

Walter Flick, der IGFM-Referent für Religionsfreiheit, erklärte hierzu: „Die Inhaftierung und das Todesurteil gegen Pastor Nadarkhani ist ein eindeutiger Bruch von bindendem Völkervertragsrecht. Die Entscheidungsträger im Iran müssen sich dringend des Falles Nadarkhani  –  stellvertretend für alle weiteren Gefangenen aus politischen oder religiösen Gründen  –  annehmen.“

Felizitas Küble

Adressen für Proteste mit einem Briefentwurf gibt’s hier bei der IGFM:
http://www.igfm.de/Appellvorschlag-fuer-Pastor-Youcef-Nadarkhani.2943.0.html

Kommunistische Schläger gegen „Frauen in weiß“

Kubanisches Regime reagiert mit Gewalt auf friedliche Christinnen

Nach Informationen der Frankfurter IGFM (Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte) gingen am Sonntag, dem 17. Juli 2011, mindestens 200 kommunistische Schläger der „Schnellen Einsatzbrigade“ mit massiver Gewalt gegen friedliche Menschenrechtlerinnen vor; es handelt sich um Mitglieder der  christlichen „Damas de Blanco“ (Damen in Weiß).

Im Anschluß an eine Gedenkmesse fand ein spontaner Protestzug dieswer Damen (die in weißen Kleidern auftreten) statt; hierbei kam es zum Einsatz der Schlägertrupps. Vier Frauen mußten daraufhin in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Die IGFM verurteilt diese Gewalt schärfstens: „Dies ist ein weiterer Beleg dafür, daß das Castro-Regime Angst vor dem kubanischen Volk hat – auch vor harmlosen und spirituellen Personen.“

Die betroffenen Frauen, Mitglieder verschiedener Bürgerrechtsgruppen, versammelten sich am 17. Juli2011 inder Kirche „Sanctuario del Cobre“ in Santagio de Cuba. In der Kirche fand ein Gottesdienst zur Unterstützung der kubanischen Menschenrechtsgruppe „Damen in Weiß“ statt.

Nach der hl. Messe organisierten 16 „Frauen in weiß“ einen friedlichen Protestmarsch durch die Straßen. Nach Informationen der IGFM blockierten mehr als 200 gewaltbereite Mitglieder der „Schnellen Einsatzbrigade“ den Weg der Demonstrantinnen und gingen mit Schlägen und Tritten gegen sie vor.

Trotz der staatlichen Gewalt weigern sich die Frauen, ihren Einsatz für Freiheit in Kuba und die Freilassung politischer Gefangenen aufzugeben. Sie versprechen, jeden Sonntag in das Gotteshaus zurückzukehren, um hierbei auch der politisch Verfolgten zu gedenken.

Die IGFM fordert die Bundesregierung sowie die internationale Gemeinschaft dringend auf,  eine härtere Position gegenüber dem kommunistischen Regime in Kuba einzunehmen: „Dieser Angriff gegen friedliche Frauen ist ein weiterer Beweis für die massiven Menschenrechtsverletzungen des Castro-Regimes“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Weitere Infos zur Situation in Kuba:
http://www.igfm.de/?id=456

Freiheit für Pfarrer Nguyen van Ly!

Kommunistisches System in Vietnam verhaftete kranken katholischen Geistlichen

Wie die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) in Frankfurt am 26.7.2011 mitteilte,  wurde der schwerkranke katholische Pfarrer Nguyen Van Ly am 25.7.2011 im Priesterhaus der Diözese Hue in Vietnam erneut verhaftet. Der Leiter des Priesterhauses erklärte, daß Pfarrer Ly nach wie vor sehr krank sei.

Die IGFM kritisiert die unmenschliche Verhaftung und fordert das vietnamesische Regime auf, den 64-jährigen Pfarrer Ly sofort bedingungslos freizulassen.

Unter strikten Auflagen war der durch mehrere Schlaganfälle halbseitig gelähmte Geistliche am 15. März 2010 aus dem Gefängnis entlassen worden.  Bis zur jüngsten Verhaftung stand Pfarrer Ly unter Hausarrest und durfte mit der Außenwelt nicht in Kontakt treten. Im Januar 2011 wurde ein US-amerikanischer Diplomat brutal zusammengeschlagen und abgeführt, als er versuchte, den Priester zu besuchen.

Im März 2007 wurde Pfarrer Ly vom Volksgericht Hue wegen angeblicher „Propaganda gegen den Sozialistischen Staat Vietnam“ zu acht Jahren Haft und fünf Jahren Hausarrest verurteilt. Drei Jahre verbrachte er in Einzelhaft im nordvietnamesischen Gefängnis Nam Ha,1.600 kmvon seiner Pfarrei in Südvietnam entfernt. 2009 erlitt er drei lebensgefährliche Schlaganfälle. In der Folge blieben ein Bein und ein Arm gelähmt. 2010 setzte man seine Haftstrafe für ein Jahr aus.

Seit der kommunistischen Machtübernahme 1975 in Südvietnam symbolisiert Pfarrer Nguyen Van Ly wie kein anderer den christlichen Einsatz  für Menschenrechte und Religionsfreiheit in Vietnam. Er wurde mehrfach inhaftiert. 1977 kam er wegen seines Protests gegen die Verhaftung buddhistischer Mönche für ein Jahr, 1983 wegen einer katholischen Pilgerfahrt für zehn Jahre und 2001 wegen der Forderung nach Religionsfreiheit für fünf Jahre ins Gefängnis.

Für seine heldenhafte Arbeit wurde Pfarrer Nguyen Van Ly 2004 mit dem Shalom-Preis der katholischen Universität Eichstätt ausgezeichnet

Infos zur Situation in Vietnam finden Sie in der Webseite der IGFM:
http://www.igfm.de/?id=543

Türkischer Ministerpräsident Erdogan prangert „christlichen Terror“ an

Fundi-Keule gegen Christen: Die Saat geht auf

Nachdem in zahlreichen Medien hierzulande, zumal in den Fernsehanstalten, tagelang das (Zerr-)Bild vom Oslo-Attentäter als einem „christlichen Fundamentalisten“ gezeichnet  wurde, geht die Saat dieser Manipulation nun auf und treibt in der Türkei ihre mentalen Sumpfblüten:

Der türkische Ministerpräsident Erdogan fordert nach dem Massaker in Norwegen eine Debatte über „christlichen Terror“  –  schließlich sei Anders Behring B. doch ein „guter Christ“ und zugleich ein Terrorist gewesen.

Hierzu schreibt der Berliner „Tagesspiegel“ vom 29.7.2011:

„Dass im Westen routinemäßig vom „islamischen Terror“ die Rede ist, geht dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan schon lange gegen den Strich. Nach dem Massaker von Norwegen vermisst Erdogan nun in Europa eine Diskussion über den „christlichen Terror“ – die Europäer wichen dieser Debatte aus, sagt er.

Dabei sei der Täter von Oslo doch ein „guter Christ und Tempelritter und gleichzeitig ein Terrorist“. Nicht nur rhetorisch will die Türkei den Spieß umdrehen: So wie europäische Politiker die Menschenrechtslage in der Türkei begutachten, will ein Ausschuss des türkischen Parlamentes nun die „Islamophobie“ in Europa unter die Lupe nehmen.“

Durch die hierzulande ständig präsente Fundi-Keule gegen konservative Christen, die in den letzten Tagen ihre vorläufigen Höhepunkte bzw. moralischen Tiefpunkte erreichte, wurde dem menschenrechtsverletzenden türkischen Staat eine Steilvorlage für antichristliche Tiraden geboten.

Felizitas Küble