Deutschjüdischer Autor Ralph Giordano: Soll die Türkei in die EU?

„Erdogans Rede war eine Kriegserklärung an die Integration.“

Der bekannte jüdische Holocaust-Überlebende, Schriftsteller und Regisseur Ralph Giordano warnt seit Jahren vor einer zunehmenden islamischen Einflußnahme in Deutschland und ruft zum engagierten Schutz von Demokratie und Rechtsstaat auf.

Das klassisch-liberale Internetportal „Achgut“  (www.achgut.com) veröffentlichte am 31.Juli 2011 ein ausführliches und tiefgründiges Interview zwischen dem1923 in Hamburg geborenen Autor Ralph Giordano, dem deutsch-israelischen Schriftsteller Chaim Noll und dem Berliner Journalisten Martin Jehle.  Es handelt sich dabei um die Aufzeichnung eines Dreier-Gesprächs von 2009.

Dabei wurde Giordano unter anderem gefragt: „Wie stehen Sie zu einem möglichen Beitritt der Türkei zur EU?“

Seine engagierte Antwort fiel klar und gründlich aus:

„Die Türkei war nicht Europa, ist nicht Europa und wird niemals Europa sein. Und was sie tut um wirtschaftlicher Vorteile willen, ist eine schreckliche Fehlidentifizierung, die der Türkei nur schaden kann.

Die Türkei ist ein großes muslimisches, asiatisches Land mit einigen europäischen Bindungen an der Peripherie, aber grundsätzlich ein Land, das in wenigen Jahren hundert Millionen Menschen haben wird, mit Problemen, die zunächst einmal in den nächsten Jahren unlösbar sind, Fundamentalismus, das Kurdenproblem…und eine Tradition, die mit der europäischen Aufklärung überhaupt nichts zu tun hat.

Die Türkei wird niemals in die EU kommen, aber sogar eine privilegierte Partnerschaft ist abhängig davon bzw. muss gehen durch das Nadelöhr der Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern 1915/1916 im türkisch-osmanischen Reich, sonst wird die Türkei nicht einmal eine privilegierte Partnerschaft erhalten.

Meine Meinung ist ganz klar: Die Türkei ist nicht Europa und wird nicht Europa sein, und tut sich selber nichts Gutes, indem sie versucht, in die Europäische Gemeinschaft zu kommen. Sie wird nicht hinein kommen, denn dazu wäre die Zustimmung aller Länder nötig.

Feige deutsche Politiker, allen voran Schröder, tun so, als ob sie bereits Vollmitglied der EU ist  –  und haben sich damit vergangen am Schicksal der künftigen Generationen.

Das muslimische Problem hier in Deutschland ist in allererster Linie ein Problem der türkischen Minderheit. Und da spielt die Türkei mit hinein, als Staat, alles wird letztlich von dort gelenkt.

Der türkische Premierminister Erdogan war hier und hat in der Köln-Arena zu 18.000 Menschen gesprochen: Die Rede ist eine Kriegserklärung an die deutsche Mehrheitsgesellschaft gewesen, eine Kriegserklärung an die Integration.

Er hat verschlüsselt gesagt: „Schön, lernt Deutsch, bleibt aber, wie ihr seid. Bildet einen Staat im Staate, aber nennt es nicht so.“

Das sind die wirklichen Absichten  –  und die werden verkörpert durch Verbände, die hier tätig sind, durch Funktionäre, die behaupten, hier auf dem Bildschirm, die Scharia, das islamische Recht, ist vereinbar mit dem Grundgesetz.

Ich habe gesehen, wie Aiman Mazyek, einer der Hauptfunktionäre des größten türkischen Verbandes, im Fernsehen erklärt hat, Grundgesetz und Scharia sind miteinander vereinbar.

Ich traf ihn dann bei den „Aschaffenburger Gesprächen“ von Guido Knopp, da war er eingeladen und ich auch, um über diese Problematik zu sprechen  –  und habe ihn vor den Zuschauern gefragt:

Sie haben gesagt: Die Scharia ist vereinbar mit dem Grundgesetz  –  wiederholen Sie das hier?  – Ja, sagt er.

Meine Auffassung von Demokratie ist: am Kragen gepackt, raus aus Deutschland. Das ist meine Auffassung von Demokratie. Aber wir sehen bloß zu, was uns da bedroht, was da im Gange ist.“

Hier das vollständige Interview:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_kern_der_sache/

 



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