Rick Perry: „HERR, unser Herz bricht für Amerika.“

Öffentliches Bußgebet des Gouverneurs von Texas und republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten

Er ist Gouverneur (Ministerpräsident) von Texas, des wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaats der USA, evangelikaler Christ und seit kurzem einer der republikanischen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen im November 2012: Rick Perry.

Obwohl er unter Evangelikalen (theologisch konservativen Protestanten) eher als gemäßigt gilt, haben sich die Linksmedien hierzulande bereits auf ihn „eingeschossen“.

Selbst „Financial Times Deutschland“ nennt den sehr männlich wirkenden „Landesvater“  einen „Radikalkonservativen“  – und das Politmagazin „Focus“ bezeichnet Perry gar als eine „radikale Kopie von George W. Bush”, meint dies aber wohl eher positiv und schreibt: „Er ist jener Mann, dem Experten zutrauen, das gesamte Feld auf den Kopf zu stellen: Rick Perry, Gouverneur von Texas, tiefgläubiger Christ und passionierter Sportler.“

Das Nachrichtenmagazin fügt hinzu: „Viele überzeugte Republikaner sehen in Perry bereits die Wiederauferstehung des George W. Bush. Er stammt ebenfalls aus Texas und gibt sich genauso hemdsärmelig wie der frühere Präsident. Er tritt  –  wie Bush  –  gern in Jeans, Stiefeln und mit Cowboyhut auf und tuckert für Wahlkampf-Werbespots auch schon mal mit dem Traktor über die Felder. „Er ist betont männlich“, beschreibt es US-Autor William Murchison.“

Die amerikanische Verfassung sieht eine Trennung von Staat und Kirche vor. Dennoch hat der texanische Gouverneur seine Landsleute schon mehrfach zu öffentlichen Gebeten aufgerufen und erinnert insofern an den früheren konservativen Präsidenten Ronald Reagan, der in den USA das öffentliche Schulgebet wieder eingeführt hatte.

Rick Perry sprach am  6. August 2011 anläßlich einer christlichen Konferenz in Houston vor ca. 30.000 Gläubigen; dabei sagte er folgendes Bußgebet:

„HERR, du bist die Quelle alles Guten. Du bist unsere einzige Hoffnung. Wir stehen heute vor Dir in Ehrfurcht vor Deiner Macht, dankbar für Deine Segnungen, im demütigen Bewußtsein unserer Sünden.

Vater, unser Herz bricht für Amerika. Wir sehen Zwist zu Hause, Furcht in der Wirtschaft, Wut in den Regierungsgebäuden. Und als Nation haben wir vergessen, wer uns geschaffen hat, wer uns schützt, wer uns segnet. Und so rufen wir zu Dir um Vergebung.“

Perry betete für die Familien, die  Pastoren und Politiker, auch für Präsident Obama  –  und er gesellte sich selbst in die Reihe der Bußfertigen: «Du rufst uns zur Buße auf, HERR –  und dieser Tag ist unsere Antwort.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster