Terroristen greifen zivile Ziele im Süden Israels an

Acht Tote und 41 Verletzte durch schwere Anschläge

Im Süden Israels sind am Donnerstag, den 18. August 2011, mehrere Terrorangriffe verübt worden:

Bei einem Anschlag, der um die Mittagszeit stattfand, haben Terroristen das Feuer auf einen Linienbus eröffnet, der von Be’er Sheva zum israelischen Badeort Eilat unterwegs war. Die Route führt entlang der israelisch-ägyptischen Grenze.

Gleichzeitig wurde das Feuer auf zwei Privatautos und einen weiteren Linienbus eröffnet. Auch hierbei wurden mehrere Menschen verletzt.

Kurze Zeit später explodierte ein Sprengsatz in der Nähe einer Einheit  der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die zum Ort des Anschlags gekommen war. Mehrere Soldaten wurden verletzt.

Später feuerten Terroristen Mörsergranaten auf Routinebauarbeiten am Grenzzaun zwischen Israel und Ägypten ab.

Alle Angriffe ereigneten sich ca. 20 km nördlich der Stadt Eilat. Es gab acht Tote und 41 Verletzte.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte hierzu:

„Es handelt sich um einen schwerwiegenden Terroranschlag mit mehreren Anschlagsorten. Das Ereignis zeigt die Schwäche der Ägypter im Sinai und die Ausweitung des Aktionsradius‘ der Terroristen. Die Quelle der Terrorangriffe liegt im Gaza-Streifen und wir werden dies mit voller Kraft verfolgen.“

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle verurteilte in einer Stellungnahme die Anschläge sehr deutlich:

„Ich verurteile die Anschlagsserie im Süden Israels auf das Schärfste. Wir stehen in dieser schweren Stunde an der Seite unserer israelischen Freunde. Die Drahtzieher müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Das schwierige Ringen um Frieden und Ausgleich im Nahen Osten darf nicht durch Terror und Gewalt torpediert werden.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster