Linkspartei verherrlicht Diktator Fidel Castro

Bürgerrechtler  und Politiker empört über Jubelbrief

Die Chefs der Linksparteien, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, schickten ausgerechnet am 13. August 2011, dem Tag des Mauerbaues, einen Jubelbrief an den kommunistischen „Revolutionär“ und kubanischen Diktator Fidel Castro zu dessen 85. Geburtstag. Von politischen Gefangenen, Menschenrechtsverletzungen, von Folter und Unterdrückung auf Kuba wird in dem Schreiben nichts erwähnt.

Hubertus Knabe von der DDR-Gedenkstätte Hohenschönhausen erklärte dazu: „Hier zeigt die Linkspartei ihr wahres Gesicht.“  –

Erika Steinbach, CDU-Abgeordnete und parlamentarische Menschenrechtsbeauftragte, kritisierte das Glückwunsch-Schreiben ebenfalls: „Ein unglaublich peinlicher Brief, der beweist: Im deutschen Bundestag sitzen Antidemokraten.“ 

Auch Volker Beck von den Grünen gesellte sich zu den Kritikern: „In der Linkspartei scheinen die alten Denkmuster aus dem Kalten Krieg immer noch lebendig zu sein. Das naive Schreiben von Lötzsch und Ernst ist nicht einfach mit kindlicher Begeisterung für den Weltfrieden zu erklären. Wer die angeblich so beispiellosen Errungenschaften des sozialistischen Kuba so überschwänglich lobt, aber kein Wort über die Menschenrechtsverletzungen verliert, hat aus den Umbrüchen vor mehr als zwanzig Jahren nichts gelernt.“

Hier folgen wesentliche Passagen aus dem Gratulationsschreiben der Linkspartei an Castro:

„Im Namen der Partei DIE LINKE übermitteln wir Dir anlässlich Deines 85. Geburtstages unsere herzlichsten Glückwünsche. Du kannst voll Stolz auf ein kampferfülltes Leben und erfolgreiches Wirken an der Spitze der kubanischen Revolution zurückblicken. Die Errungenschaften des sozialistischen Kuba mit seiner Beispielwirkung für so viele Völker der Welt werden immer und zuerst mit Deinem Namen verbunden sein.

Unter Deiner Führung hat es Kuba verstanden, für mehr als fünf Jahrzehnte dem Druck und der Blockade der USA zu widerstehen, an seinen Idealen festzuhalten und eine neue gesellschaftliche Entwicklung einzuleiten, die dem kubanischen Volk für Lateinamerika beispiellose soziale Errungenschaften in Bildung, Wissenschaft und Kultur, im Gesundheitswesen und Sport und vielen weiteren Bereichen gebracht hat.

Kuba war und ist auf diese Weise Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker der Welt.“



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