CSU-Politiker gegen vorgeburtliche Selektion Behinderter

Johannes Singhammer kritisiert staatliche Fördergelder für PND-Verfahren

Der stellv. Vorsitzender der Unions-Fraktion im Bundestag, Johannes Singhammer (CSU), sprach sich laut einer Meldung von „Radio Vatikan“ strikt gegen die staatliche Förderung von Schwangerschafts-Frühtests aus, die Eltern in Richtung Abtreibung unter Druck setzen.

Die PND (Pränatale Diagnostik) wird angewandt, um vorgeburtliche Behinderungen festzustellen. Bei dem von Singhammer kritisierten Testverfahren handelt es sich um eine neue PND-Variante.

Das Bundesforschungsministerium betreibe derzeit, so Singhammer,  ein „Programm zur Förderung der Abtreibung und zur Diskriminierung von Menschen mit Behinderung“. Bei dem mit 230.000 € bezuschußten Testverfahren handle es sich nicht um eine Therapie, sondern um Selektion.

Am Wochenende hatte bereits der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), scharfe Kritik an dieser Forschungsförderung geübt. Das Testverfahren verfolge das Ziel, „Menschen mit Behinderung auszusortieren und zu töten“, erklärte Hüppe.


Papsttreuer Dachverband kritisiert Wowereit

Berlins Bürgermeister befürwortet Proteste gegen Papstbesuch

Der „Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen“ (ZPV) in Bonn übt deutliche Kritik an jüngsten Äußerungen des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, der unlängst „großes Verständnis für Proteste gegen die Sexuallehre der katholischen Kirche“ während des Papstbesuchs äußerte.

Nach Ansicht Wowereits vertrete die kath. Kirche mit ihrer Lehre Thesen,  „die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit“.  –   Hierzu erklärt ZPV-Vorsitzender Reinhard Dörner in einer Pressemitteilung von heute:

“Herr Wowereit hat als Katholik offensichtlich Nachholbedarf in Religionsunterricht und Geschichte. Sein eigenes Bekenntnis zum Schwulsein („Ich bin schwul, und das ist gut so“) hat in der Menschheitshistorie so viel Vorläufer, daß er doch nur einer unter vielen ist.

Das hat die Kirche nicht davon überzeugen können, aus der Praxis des Ungehorsams gegen Gottes Gebot und die Lehre der Kirche die Konsequenz zu ziehen, diese Form des Sexuallebens als allgemein gerechtfertigt anzuerkennen. Vielmehr hat sich die Kirche gegen die Bestrebungen vieler Gesellschaften über zwei Jahrtausende ihrer Geschichte hin geweigert, Gottes Gebot außer Kraft zu setzen.

Bezüglich des Nachholbedarfs im Religionsunterricht sollte ihm eigentlich bekannt sein, daß die Kirche nicht das Recht hat, die Offenbarung Gottes zu selektieren und ethische Normen festzulegen, die den Geboten Gottes entgegenstehen. Für diese Haltung hat sich die Kirche speziell in den Jahrhunderten seit der Aufklärung einem regelrechten Trommelfeuer von Kritik und Forderung nach Änderung der Morallehre ausgesetzt gesehen. Hier aber gilt Mt 5,19.“

Kontakt-Daten:
Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen e.V.
Bataverweg 21
53117 Bonn
Fax 02563-905269
Kontakt: zpv@papsttreue-vereinigungen.de
http://www.papsttreue-vereinigungen.de