Bundespräsident: „Wer rettet am Ende die Retter?“

Selbst unserem  Bundespräsidenten Christian Wulff  ist der hauptsächlich von Deutschland finanzierte „Europäische Rettungsschirm“ zugunsten hochverschuldeter EU-Staaten offenbar nicht ganz behaglich.

Das Staatsoberhaupt, das beileibe nicht als Kämpfer, sondern eher als „Muttis Bester“ bekannt ist,  kritisierte in einem Vortrag vom 24. August 2011 vor 17 Nobelpreisträgern und 350 Wirtschaftsexperten  in Lindau erstaunlich deutlich das ungebremste Schuldenmachen in der Politik.

In der vielfach als „Donnerhall vom Bodensee“ bezeichneten Grundsatzrede erklärte der frühere CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen: „Wir haben die Wahl zwischen Sparsamkeit und Freiheit oder Überfluss und Knechtschaft.“

Skeptisch äußerte sich der Bundespräsident zudem  über den Euro-Rettungsschirm, vor allem im Hinblick auf Bürger und Steuerzahler:

„Wir haben weder die Ursachen der Krise beseitigt, noch können wir heute sagen: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.(…) Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Da ist die Frage nicht unbillig: Wer rettet aber am Ende die Retter?“

Damit hat Christian Wulff das deutsche Problem mit dem Euro-Rettungsschirm zielsicher auf den Punkt gebracht: „Wer rettet am Ende die Retter?“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Innerkirchliche Kontroversen über schulische Sexualkunde

Vatikanzeitung kritisiert staatliche Sexkunde: „Sexualerziehung gehört in die Familie!“

Während der unlängst verstorbene Berliner Kardinal Georg Sterzinsky eine staatliche Sexualkunde ab der 1. Klasse Grundschule vorgeschlagen hatte, kritisiert die aktuelle Ausgabe der offiziösen Vatikanzeitung „Osservatore Romano“  jetzt, daß der US-Bundesstaat New York die „Sexualerziehung“ für 11- bis 18-jährige Schüler einführt.

Zwar solle laut Lehrplan unter den Verhütungsmethoden auch auf sexuelle Enthaltsamkeit hingewiesen werden; dennoch sei das Schulfach „schädlich“: „Nicht irgendein beliebiges Schulfach“ lautet der Titel des Osservatore-Leitartikels, der von der Historikerin Lucetta Scaraffia unterzeichnet ist.

Scaraffia fragt sich, woher in den westlichen Gesellschaft dieser „magische Glaube“ an eine positive Wirksamkeit der Sexualerziehung in den Schulen komme. Schließlich sei „inzwischen doch klar, dass es zu kurz greift, jungen Leuten nur den Gebrauch von Verhütungsmitteln zu erklären“. Die Vatikanzeitung bezeichnet die „Utopie der sexuellen Revolution“  als „eklatant gescheitert“. Die Sexualerziehung gehöre in die Familie, erklärte die Historikerin.

Felizitas Küble


Kernige Aussagen von Erzbischof Dyba

Der am 23. Juli 2000 überraschend verstorbene Bischof von Fulda, Johannes Dyba (siehe Foto) war ein Mann der klaren Worte. Einige davon seien hier aufgeführt:

Alles kommt und geht  –  die Kirche aber ist geblieben!

Ich bin Priester geworden statt Jurist, um das Wort Gottes in der eigenen Sprache zu verkünden und nicht, um als Diplomat in verschiedenen Sprachen immer zu schweigen.

Zweifel sind nicht dazu da, daß man sie mästet. Johannes_in_Lourdes

Ich fordere nicht die Abschaffung der Kirchensteuer. Aber ohne sie überlebt die Kirche auch.

Wir hatten jahrzehntelang zuviel Geld und zu wenig Mut.

Das Rückgrat der Kirche ist für mich nicht die Kirchensteuer, sondern der Glaube der Gläubigen.

Wahrer Friede ist die Frucht der Bekehrung zu Gott. Erst die Umkehr, dann der Friede!  –  So lautet auch die Verheißung der Engel: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Huld.“

Die Bedeutung Gottes hängt nicht davon ab, wie viele Menschen ihn bedeutend finden.

Ein Staat ohne Gott ist im besten Falle eine gutorganisierte Räuberbande.

Der Glaube verlangt vom Menschen die Entscheidung für Gott und für ein Leben mit Gott. Das ist absolut nicht nach dem Geschmack der modernen Welt.

Es gehört heute kein Mut dazu, innerhalb der katholischen Kirche den Papst zu kritisieren. Mut gehört dazu, zum Papst zu stehen.

Früher hatten Eltern vier Kinder, heute hat ein Kind vier Eltern. 

Wenn man am Abgrund steht, ist jeder Rückschritt ein Fortschritt.


Couragierter Christ bei „Maischberger“: Kein Sex vor der Ehe!

Ärztin warnt vor „Übersexualisierung“ der Jugendlichen

„Wie ist es um die Sexualmoral in Deutschland bestellt?“ –  Um diese Frage ging es am 30. August 2011 in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“. Im Mittelpunkt stand der umstrittene Sexroman „Schoßgebete“ von Charlotte Roche.

Über die Talkshow berichtet der evangelische Nachrichtendienst „Idea“ Folgendes:

Zu den Gästen gehörte Tobias-Benjamin Ottmar, der cSprecher des Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“ (Berlin), der dafür eintritt, mit der Sexualität bis zur Ehe zu warten.

Vor der Hochzeit lebte der engagierte Christ sechs Jahre enthaltsam in einer Freundschaft mit seiner heutigen Frau. Ottmar plädierte dafür, zunächst den Charakter des Partners kennenzulernen, bevor man Sexualität auslebt. Nur so könne die Beziehung auf eine gute Basis gestellt werden. Es gehe nicht darum, den Sex zu verteufeln, sondern zu prüfen, ob man den richten Partner fürsLeben gefunden habe. Ottmar: „Das hat mit Selbstbeherrschung zu tun.“

Die Sexautorin Roche forderte hingegen eine “Enttabuisierung” der Sexualität, da Tabus angeblich einsam und krank machten. Es sei „totaler Quatsch“, auf Sexualität bis zur Ehe zu warten.

Als Möglichkeit, aus dem „Ehe-Monogamie-Gefängnis“ zu entkommen, schlug sie vor, gemeinsam mit dem Partner ins Bordell zu gehen. Sex sei „nicht das Wichtigste, aber etwas sehr Wichtiges“. Die bekannte Autorin erklärte wörtlich: „Wenn ich keinen Sex habe, habe ich Angst.“

Ottmar entgegnete, Besuche im Bordell könne er sich für seine Ehe nicht vorstellen  – und fügte hinzu: „Ich denke, die Mehrheit der Zuschauer auch nicht.“   –  Prostitution sei eine Ausbeutung der Frauen: „Es ist wahrscheinlich nur eine Minderheit, die freiwillig im Bordell arbeitet.“

Die Ärztin Esther Schoonbrood (Essen) warnte von einer „ständigen Übersexualisierung“ der Gesellschaft“. Sexualität sei heute „trivialisiert und schrankenlos“.

Es verstöre Jugendliche, daß sie durch Pornografie im Internet immer früher mit seelenlosem  Sex konfrontiert würden. Die Ärztin verwies darauf, daß 98 Prozent der Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren von pornografischen Darstellungen angewidert seien. Derartige Bilder kursierten jedoch in jeder Schulklasse.


Familienschutz-Initiative gegen staatliche Sexualisierung der Kindheit

Mitmach-Aktion für die Erziehungshoheit der Eltern

Die Initiative Familienschutz startet kurz vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 18. September 2011 eine Online-Mitmach-Aktion „Staatliche Sexualerziehung der Kindheit – Schützt uns davor!“ auf der Internetseite http://www.KandidatenCheck.net.

Angesichts der aktuellen Bestrebungen  in Berlin und anderen Bundesländern zu staatlicher Sexualerziehung in Grundschulen fordert die Initiative Familienschutz von den Kandidaten für das Berliner Abgeordnetenhaus, sich gemäß dem Grundgesetz zu bekennen, daß die Werteerziehung des Kindes, zu welcher der sensible Bereich der Sexualität wesentlich gehört, in erster Linie das Recht und  die Aufgabe der Eltern ist.  Die sog. „Sexuelle Vielfalt“ kann in ihrer ganzen scham- und persönlichkeitsverletzenden Bandbreite kein Lehrstoff für die Kleinen sein.

Gemeinsam mit vielen anderen Familien und verantwortungsbewußten Bürgern kann sich jeder, auch wenn er nicht in Berlin wohnt, auf http://www.KandidatenCheck.net an der Kampagne „Staatliche Sexualerziehung der Kindheit – Schützt uns davor!“ beteiligen.

Mit nur wenigen Klicks wird eine Petition gegen staatliche Sexualisierung der Kindheit an die Kandidaten zur Abgeordntenhauswahl in Berlin gesendet und diese damit aufgefordert, zur staatlichen Sexualerziehung in der Grundschule Stellung zu beziehen.

Die Initiative Familienschutz wurde von der Bürgervereinigung „Zivile Koalition“ ins Leben gerufene.

Die Befragung auf http://www.KandidatenCheck.net läuft noch bis zur Wahl am 18. September2011 inBerlin.