Gerichtsurteil zugunsten zweier Schulen, die der „Piusbruderschaft“ nahestehen

Das saarländische Bildungsministerium (geleitet vom grünen Bildungsminister Klaus Kessler) ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, die beiden Schulen des Don-Bosco-Schulvereins zu schließen, der mit der traditionsorientierten Priesterbruderschaft St. Pius X. verbunden ist. Der Trägerverein betreibt in Saarbrücken eine Grundschule und eine Erweiterte Realschule.

Das Verwaltungsgericht in Saarlouis teilte am 6.9.2011 mit, der angestrebte Entzug der Betriebsgenehmigung für die beiden Privatschulen mit 61 Kindern sei nicht ausreichend begründet (AZ:1 K 15/11). Die zwei Schulen des Don-Bosco-Vereins seien 16 Jahre lang ohne Beanstandungen geführt worden.

Nach Auffassung der Richter dürfen jene Mängel, die zur Schließung eines Internats des Don-Bosco-Schulvereins führten, nicht ohne weiteres auf die beiden Schulen übertragen werden.  Das Gericht erklärte, hinsichtlich der Don-Bosco-Schulen habe das Bildungsministerium keinen erheblichen Mangel benennen können, um dessen Beseitigung sich der Schulverein nicht bemüht oder den er gar vorsätzlich herbeigeführt habe.

 

 


Entführer Axel Hüls ist kein „christlicher Fundamentalist“

Vater verweigerte Kindern  Gottesdienst und  Taufe  –  und trat aus evangelischer Kirche aus

Derzeit wird im öffentlich-rechtlichen TV ebenso wie bei vielen Privatsendern, auch in Printmedien von„Bild“ bis „stern“ etc. behauptet, bei dem Vater, der seine Kinder zunächst in den radikal-islamischen Sudan und dann ins islamisch geprägte Ägypten  entführt hatte, handle es sich um einen „christlichen Fundamentalisten“, da er seinen Kindern dort eine „christliche Erziehung“ ermöglichen wolle.

Merkwürdig genug: ausgerechnet in islamischen Staaten, in denen Christen verfolgt (Sudan) oder diskriminiert (Ägypten) werden?

Durch die derzeitige manipulative Mediendarstellung entsteht weitgehend der Eindruck, als handle es sich bei dem 37-jährigen Vater um einen konservativen Christen, der seine Kinder dem Einfluß einer „gottlosen“ Mutter entreißen wolle.

In Wirklichkeit ist seine getrennt lebende Frau eine gläubige Christin, die zu einer konservativ-lutherischen SELK-Gemeinde in der niedersächsischen Kleinstadt Hermannsburg gehört; er ist hingegen aus der evang. Kirche ausgetreten.

Bei den zwei jüngsten Kindern wandte sich der Vater radikal gegen den Taufwunsch der Mutter; er  wollte auch nicht, daß sie in den Kindergottesdienst gehen, wie Julia Jüttner im „Spiegel“ am 24.6.2011 unter dem Titel „Dem Wahn des Vaters ausgeliefert“ berichtete.

Dort heißt es einleitend über Axel Hüls, das „beschauliche niedersächsische Hermannsburg“ sei ihm „nicht gut genug“ gewesen:  „Er hat seine eigenen vier Kinder entführt, weil er ihnen ein besseres Leben bieten will.“

Zudem schreibt der  „Spiegel“ über die Gemeinde in Hermannsburg:  „Von den 8000 Einwohnern der Gemeinde sind schätzungsweise 90 Prozent getauft und noch in der Kirche. Sie besuchen regelmäßig die Gottesdienste, an Feiertagen bleiben nur wenige Reihen in den Gotteshäusern frei. Die Scheidungsrate ist niedriger als im Bundesdurchschnitt, die Geburtenrate höher. Der Glaube ist in der Gemeinde fest verankert.“

Außerdem heißt es in der Reportage: „Axel H. kapselt sich ab, meidet den Gottesdienst. Wenn er in Kontakt tritt mit Pastor Heine, dann nur um intensive theologische Streitgespräche zu führen. Den anderen Kirchgängern wirft er Heuchelei vor. Er schreibt Briefe, übt scharfe Kritik an der Kirche. Irgendwann antwortet ihm Heine nicht mehr. 2005 landet auf seinem Schreibtisch der schriftliche Kirchenaustritt des Familienvaters.“

„Jede Form von institutioneller Kirche war ihm ein Übel“

Pastor Heine, selbst Vater von drei Kindern, erklärte  hierzu: „Aus seiner Sicht war dieser Schritt nur die logische Konsequenz zum Ende der Debatte. Axel H. hat sich mit der Kirche nicht mehr identifiziert. Jede Form von institutioneller Kirche war ihm ein Übel. Seine beiden Töchter, die kurz hintereinander geboren werden, lässt er nicht mehr taufen, obwohl es ein Herzenswunsch seiner Ehefrau ist.“

Laut „Spiegel“ hatte der Familienvater seinen eigenen Eltern verboten, mit den Enkeln in den Kindergottesdienst zu gehen: „Seiner Frau untersagt er, die Kinder in den Chor oder den evangelischen Kindergarten gehen zu lassen. Alles, was mit der Kirche zu tun hat, duldet er nicht.“

Sieht so etwa ein „christlicher Fundamentalismus“ aus?

Abgesehen davon scheint dieser merkwürdige „Fundi“ ein echter Islamversteher zu sein:  Auf seiner Webseite schreibt Axel Hüls („Über mich“) Folgendes:  “Für Gespräche, Vorträge oder Diskussionen, auch und insbesondere mit Muslimen und anderen Glaubensrichtungen, stehe ich gerne zur Verfügung! Ich freue mich und erachte es als große Ehre, dazu eingeladen zu werden.”

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster