ARD-Nachrichten unterschlagen Volksabstimmung in Liechtenstein

Während die Tageszeitungen gestern in ihren online-Portalen und heute in ihren Printausgaben größtenteils darüber berichtet haben, daß sich die Wähler im Fürstentum Liechtenstein  g e g e n  die Freigabe der Fristentötung aussprachen und damit einen strikten Schutz zugunsten des Lebensrechts beibehalten, haben die ARD-Nachrichtensendungen (sowohl „Tagesschau“ wie „Tagesthemen“) diese Nachricht bislang komplett unter den Tisch fallen lassen.

Ist die Volksabstimmung in einem europäischen Nachbarland der ARD keine Meldung wert?

Wäre diese Volksabstimmung wohl auch dann unterschlagen worden, wenn sie anders ausgegangen wäre, nämlich zugunsten der Abtreibungsfreiheit?

Felizitas Küble

 

 

 


Papst Benedikt sah es 1970 voraus: ein überzogener Individualismus frisst auch die Kirchen

Das IDAF (Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. ) veröffentlichte jetzt  eine fundierte Zeitdiagnose, die wir hier leicht gekürzt wiedergeben. Den vollen Wortlaut finden Sie bei: www.i-daf.org

„Die Kirche der Zukunft wird klein werden, weithin ganz von vorn anfangen müssen. Sie wird viele der Bauten nicht mehr füllen können, die in der Hochkonjunktur geschaffen wurden. Sie wird mit der Zahl der Anhänger viele ihrer Privilegien verlieren“ (1).

Als der Theologe Joseph Ratzinger 1970 die Krise der Volkskirche vorhersagte, tönte ihm der Vorwurf des „Pessimismus“ entgegen. In dieser Zeit, in der viele seiner Kollegen die Kirche im „Aufbruch“ wähnten, galt er als störender „Unglücksprophet“ (2).

Seine Skepsis gegenüber der kirchenpolitischen Korrektheit war indes nicht unbegründet, setzte Ende der 1960er Jahre doch eine beispiellose Krise der Kirche ein: Die Gottesdienste leerten sich rasch und stetig, die Berufungen zum Priestertum und Ordensleben brachen ein, später ging auch die Zahl der Taufen und kirchlichen Trauungen zurück und über die Jahrzehnte traten insgesamt Millionen Getaufter aus der Kirche aus. Längst trifft der Gläubigenschwund die Kirche auch materiell hart; selbst relativ wohlhabende Diözesen sehen sich gezwungen Gotteshäuser zu verkaufen oder abzureißen (3).

Die volkskirchlichen Fassaden sind weithin zerbröselt; die einst angesehene und mächtige Kirche ist ins gesellschaftliche Abseits geraten. In diese schweren Gewässer, so meinen nicht wenige Theologen und engagierte Katholiken, habe sich die „Amtskirche“ selbst manövriert:

Statt sich der „Moderne“ zu öffnen, halte sie an ihrer starren Hierarchie, einer heuchlerischen Sexualmoral und einem antiquierten Frauen- und Familienbild fest – so die Kritiker. Diesen „Reformstau“ personifiziert für viele Joseph Ratzinger/Benedikt XVI: Schon als Präfekt der Glaubenskongregation habe er jegliche Reformen und Neuaufbrüche unterdrückt, die Kirche in ein „Ghetto“ geführt und den von ihm prophezeiten Niedergang damit selbst befördert (4).

Ressentiments gegenüber einem vermeintlichen „Großinquisitor“ verleiten hier offenkundig dazu, dessen Macht weit zu überschätzen. Zu einer kritischen Revision solcher Vorurteile würde ein genauerer Blick auf die reformatorischen, protestantischen Kirchen zwingen, die alle der katholischen Kirche anempfohlenen Reformen verwirklicht haben: Hier gibt es demokratische Wahlen, Pluralismus in Glaubens- und Lebensfragen, Vielfalt moderner Lebensformen, geschiedene und wiederverheiratete Geistliche, Pastorinnen und sogar Bischöfinnen. Die Medienöffentlichkeit schätzt diese Offenheit für die Moderne: Repräsentantinnen des Protestantismus stoßen auf positive Resonanz, während Vertreter der katholischen Kirche eher als fundamentalistische Dunkelmänner dargestellt werden.

Aber trotz seiner Aufgeschlossenheit für die Moderne leidet der Protestantismus unter chronischer Schwindsucht, die Mitgliederverluste der letzten Jahrzehnte übertreffen sogar noch bei weitem die des Katholizismus (5).

Im Ursprungsland der Reformation gehören in Städten wie Magdeburg gerade noch etwa 10% der Einwohner einer christlichen Kirche an. Auch in den einst calvinistisch-frommen Niederlanden sind Christen heute eine Minderheit; das lutherisch geprägte Nordeuropa ist seit langem völlig verweltlicht; die „antimodernistische“ Kirchenpolitik des Papstes kann also wohl kaum die Ursache für die Krise des Christentums in Europa sein (6).

Schärfer als viele Theologen und Kirchenaktivisten erkannte der „Marxist“ Eric Hobsbawm die Ursachen der Krise: In seiner „Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ analysierte er den Niedergang der Kirchen in der westlichen Welt als Konsequenz einer neuen „Individualitätsmoral“, die als ihren Maßstab nur die Wünsche des Egos gelten lässt (7).

In die ihr eigene „Sprache der individuellen Befriedigung“ ließ sich das „alte moralische Vokabular von Rechten und Pflichten, gegenseitiger Verantwortung, Sünde und Tugend, Opferbereitschaft, Gewissen, Schuld und Sühne“ nicht mehr übersetzen: „Die Kompassnadel war nicht mehr genordet, und Landkarten waren nutzlos geworden“ (8).

Dieser Zeitgeist bereitet dem Papst seit langem Sorgen: In einer „Welt wie der westlichen, wo Geld und Reichtum das Maß aller Dinge und wo das Modell vom freien Markt jedem Lebensbereich seine erbarmungslosen Gesetze aufzwingt“, erscheine die katholische Ethik als „eine Art Meteorit“, der nicht nur den „konkreten Lebensgewohnheiten“, sondern auch der ihnen „zugrunde liegenden Denkweise“ widerspreche (9).

Anlass, diese Denkweise auch aus einer weltlichen Sicht kritisch zu hinterfragen, besteht durchaus, treten die Kollateralschäden des exzessiven Individualismus doch überall – von den privaten Beziehungen bis zur Finanzwelt – deutlich hervor. Von einer solchen Nachdenklichkeit ist in Politik, Medien und selbst in den Kirchen allerdings wenig zu spüren.

 

Fußnoten:

(1) Josef Kardinal Ratzinger, in Glaube und Zukunft, München 1970, S. 110.

(2) Hierzu aus der Sicht des Kritisierten: Joseph Ratzinger: Benedikt XVI: Gott und die Welt. Ein Gespräch mit Peter Seewald, München 2005 (Erstauflage 2000), S. 475. Beispielhaft für die Sicht der Kritiker: N. N.: Die alte Inquisition ist tot, es lebe die neue, in: DIE ZEIT vom 04. Oktober 1985.

(3) Siehe hierzu: http://www.i-daf.org/32-0-Nachricht-der-Woche.html.

(4) Prototypisch für diese Sichtweise: N. N.: Die alte Inquisition ist tot, a. a. O. Als aktueller, sachlicher und weniger polemisch verfasster Beitrag zur Kritik der römischen Kurie: Franz-Xaver Kaufmann: Kirchenkrise. Wie überlebt das Christentum? Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 2011.

(5) Siehe hierzu Abbildung unten: „Entkonfessionalisierungstrends in Deutschland“.

(6) Zur Konfessionszugehörigkeit in Deutschland und den Niederlanden: Thomas Sternberg: Veränderungen der religiösen Landkarte Deutschlands, in: Soziales Seminar – Informationen 1/2004. Zum Stand der Säkularisierung in Europa aus Sicht der Werteforschung: Loek Halman/Thorleif Petterson: A decline of religios values? S. 31-59, in: Peter Ester/Michael Braun/Peter Mohler (Editor): Globalization, Value Change and Generations, A cross-National and intergenerational perspective, Brill – Leiden – Boston 2006, S. 45-46.

(7) Hobsbawm wörtlich: „Hier ging es um eine Welt, in der ein sich selbst bespiegelnder Individualismus bis an seine Grenzen gedehnt werden sollte. […] Stillschweigend ging man davon aus, dass die Welt aus Milliarden von Menschen bestehe, die sich über ihren Drang nach der Erfüllung individueller Wünsche definierten.“ Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme – Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, München 1995, S. 418. Die Institutionen, „die am tiefgreifendsten von der neuen Individualitätsmoral untergraben wurden“, waren nach Hobsbawm die „traditionelle Familie“ und die „traditionell organisierten westlichen Kirchen“, die katholische Kirche ebenso wie die protestantischen Glaubensgemeinschaften (Ebenda, S. 423-424).

(8) Ebenda, S. 425.

(9) Vgl.:  Joseph Ratzinger/Benedikt XVI: Zur Lage des Glaubens: Ein Gespräch mit Vittorio Messori, Freiburg im Breisgau 2007 (Deutsche Erstausgabe 1985), S. 83.

 

 


Evangelische Ministerpräsidentin von Thüringen (CDU) will den Papst mit „Heiliger Vater“ begrüßen

Christine Lieberknecht: „Ich schätze die dogmatische Klarheit des Papstes.“

Aus einem Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA vom 19.9.2011:

Mit „Heiliger Vater“ wird Thüringens Regierungschefin Christine Lieberknecht (CDU) den Papst bei seinem Besuch im Freistaat anreden. Zur Begründung sagte die evangelische Theologin der Tageszeitung „Die Welt“:

„Als Ministerpräsidentin halte ich mich streng an die protokollarischen Regeln. Ich tue es aber auch aus tiefem Respekt vor dem Gast, der mit der Kraft seiner Autorität und seines Wortes für die Bewahrung der Schöpfung, soziale Gerechtigkeit und Religionsfreiheit eintritt. Und dabei bleibe ich doch Protestantin.“

Die seit 2009 amtierende Ministerpräsidentin wurde 1984 als Pfarrerin ordiniert. Im „Welt“-Interview weist die 53-Jährige die Einschätzung zurück, der Papst wolle ein Zeichen katholischer Machtdemonstration setzen. Diese Erwartung sei völlig fern der Realität: „Der Heilige Vater kommt, um mit den Menschen zu beten, das Gotteslob anzustimmen.“  –  In einer hochkomplizierten Welt sehnten sich viele Menschen nach Orientierung.

Benedikt XVI. kommt am 23. und 24. September nach Thüringen, das historisch als Kernland der Reformation gilt. Er besucht das traditionell katholische Eichsfeld und die Landeshauptstadt Erfurt. Im Augustinerkloster, wo Reformator Martin Luther (1483-1546) von 1505 bis 1512 als Mönch lebte, trifft der Papst mit Vertretern der EKD zusammen.

Als „Riesenchance für den ökumenischen Dialog“ bezeichnet Lieberknecht gegenüber der „Welt“ theologische Bestrebungen, den „katholischen Luther“ zu entdecken. Als Geschenk will sie dem Papst ihre theologische Examensarbeit überreichen. Darin hatte sie sich 1981 mit dem Dialog der evangelisch-lutherischen Kirche und der römisch-katholischen Kirche über das Thema Rechtfertigung beschäftigt.

„Mir ging es darum, zu zeigen, wie nahe sich beide Seiten theologisch gesehen eigentlich sind“, sagte Lieberknecht; sie schätze die dogmatische Klarheit des Papstes: „Es ist wichtig, dass beide ehrlich miteinander umgehen. Ökumene lebt vom Verständnis für den anderen.“


Einstige Rebellen aus Nigeria lernen Landwirtschaft in Israel

Eine Gruppe ehem. Aufständischer aus Nigeria ist im israelischen „Galilee-Institute“ eingetroffen, um dort eine Ausbildung in moderner Landwirtschaft zu erhalten. Dies ist Teil eines Programms zur Wiedereingliederung einstiger Rebellen.

Das Projekt steht unter Schirmherrschaft des nigerianischen Präsidenten. Die dortige Regierung beschloß, jedem Teilnehmer ein Stück Land zur selbstständigen Bewirtschaftung zuzuweisen; vorher sollte aber eine Ausbildung am „Galilee Institute“ in Nordisrael stattfinden.

Die Gruppe, die nun ihren Kurs begann, ist die zweite aus diesem Regierungsprogramm. Die erste Gruppe hat Anfang August Israel wieder verlassen.

Jeder Ausbildungsgang beinhaltet die Vermittlung theoretischer Kenntnisse und zugleich Abstecher in landwirtschaftliche Betriebe. Am Ende des Kurses werden die angehenden Bauern zwecks Praktikum einem bestimmten landwirtschaftlichen Betrieb zugewiesen.

Der erste Kurs befaßte sich hauptsächlich mit Geflügelzucht und der Bewirtschaftung von Getreidefeldern. Die folgenden Ausbildungsgänge sollen sich ebenfalls jeweils mit bestimmten Arbeitsfeldern beschäftigen, so z.B. der Fisch- oder Rinderzucht.

Quelle: Botschaft des Staates Israel, Berlin


Der Papst – Stein des Anstoßes

Aktuelle Pressemitteilung des ZPV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Wer dieser Tage die „Berichterstattung“ zum Papstbesuch in Deutschland durch das „Medien-Establishment“ verfolgt, gewinnt den Eindruck, daß niemand mehr an der Misere der heutigen Gesellschaft schuld ist als eben der Papst. Wenn es möglich wäre, würde man ihn sogar für das EURO-Desaster verantwortlich machen. Im Kern geht es aber um einen Generalangriff gegen die katholische Kirche.

Die Medien-Schaffenden, die sich gern informiert und „aufgeklärt“ geben, werden nicht müde, alle Vorurteile aufzutischen, die längst durch die historische Wissenschaft widerlegt sind. Da hört man z.B. in diversen Radio-/Fernseh-Beiträgen, daß die Kirche „eine Blutspur“ in der Geschichte hinterlassen habe. Oder man fällt über den Papst her, weil er wissenschaftlich exakt in Regensburg ein Zitat verwendet hatte, das manchen muslimischen Ohren eben nicht schmeichelt.

Die ökumenische Gesprächsbasis wird von niemandem mehr verletzt als von denjenigen, die auf ihre Anerkennung durch die katholische Kirche pochen. Die evangelischen Schwestern und Brüder sollten endlich zur Kenntnis nehmen, daß Luther ein abgefallener katholischer Priester war, der den Satz: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ nie gesprochen hat. Hans Preuß überliefert in seinem Buch „Martin Luther – Der Prophet“ das Diktum Luthers in Schmalkalden: „Hoc unum me mortuo servate: odium in Pontificem Romanum“ (Nach meinem Tod bewahret dies eine: den Haß auf den römischen Papst).  – Von solcher historischer Wahrheit hört und liest man in den Medien nichts.

Es bleibt für den treu und fest zu seiner Kirche stehenden Katholiken der Eindruck zurück, daß die Medien ihrer seit vielen Jahren andauernden anti-katholischen Propaganda derzeit die Krone aufsetzen wollen. Die evangelische kirchliche Gemeinschaft ist zu einem „Christentum light“ verflacht. Wer sich aber von den Ursprüngen entfernt hat, legt begreiflicherweise Wert darauf, daß dieses anspruchslose Glaubenssystem anerkannt wird, weil eine Kirche, die sich der Offenbarung Jesu Christi verpflichtet fühlt, in den Augen der Menschen immer ein Ärgernis bleibt. Wer sich daran nicht ärgern will, kann jederzeit das Plagiat wählen, sollte aber so tolerant sein, der katholischen Kirche nicht seine eigenen (Vor-)Urteile zu unterstellen und von ihr die eigenen Fehlentscheidungen doktrinärer und struktureller Art als notwendige „Reformen“ zu verlangen.

Reinhard Dörner, Vorsitzender

Kontakt-Daten des ZPV:
Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen e.V.
Bataverweg 21, D-53117 Bonn
Fax (+49) [0]2563 905269
www.papsttreue-vereinigungen.de
zpv@papsttreue-vereinigungen.de
 

Bischof Gerhard L. Müller: „Keine Ökumene mit der Brechstange!“

„Der Bundespräsident hat als Katholik keine besonderen Vorrechte“

Bischof Gerhard L.  Müller wandte sich gegen voreilige und unsinnige Formen der Ökumene, besonders gegen „pauschale Zugeständnisse, die lehrmäßig nicht in Ordnung sind“. 

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Der Regensburger Oberhirte, der in der Dt. Bischofskonferenz für Ökumene zuständig ist, erklärte im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ vom 19.9.2011: „Wir Katholiken können nicht evangelisch werden in dem Sinne: Die Evangelischen haben zwei Sakramente, wir haben sieben, also einigen wir uns auf fünf. So funktioniert Ökumene nicht.“  

Man dürfe, so der Bischof, die Ökumene „nicht mir der Brechstange“ betreiben.

Das gelte auch für das Problem, Katholiken in kirchlich ungültiger Ehe (wiederverheiratete Geschiedene) zum Tisch des HERRN zuzulassen:

„Wir Katholiken gehen von dem hohen Gut, ja, dem Geschenk der Unauflöslichkeit der Ehe aus“, erläuterte der Bischof: „Wir müssen pastoral jeden Einzelfall betrachten, aber wir können nicht generell und augenzwinkernd sagen: Wiederverheiratete Geschiedene können einfach zur heiligen Kommunion gehen, und dann ist alles in Ordnung.“

Zu dem hierbei oft erwähnten Bundespräsidenten Christian Wulff (katholisch, wiederverheiratet geschieden) äußerte der Regensburger Oberhirte: „Als Bundespräsident hat Christian Wulff im staatlichen Sektor Anspruch auf besondere Achtung. Als Katholik hat er keine besonderen Vorrechte.“

Foto: Bistum Regensburg

 
 

Protestantismus soll Papstamt neu bewerten

Christan Schad, Kirchenpräsident der pfälzischen evangelischen Landeskirche,  erhofft sich vom Papstbesuch nichts weniger als eine „Neubewertung“ der Reformation durch die katholische Kirche.

Ökumene ist aber keine Einbahnstraße!

Wir erinnern uns: Der katholische Bischof Gerhard L. Müller (Regensburg) forderte im Frühjahr 2011  die evangelischen Kirchen dazu auf, sich offiziell von der Behauptung Martin Luthers zu distanzieren, wonach der Papst der Antichrist sei. (So veröffentlichte Luther zB. die Schmähschrift „Wider das Papsttum zu Rom, vom Teufel gestiftet“).

Für die „Süddeutsche Zeitung“ war dieser  – an sich selbstverständliche   –  Wunsch des Bischofs von Regensburg gleich ein Anlaß zum entsetzten Aufschrei. Unter dem Titel   „Herrgott, was soll das?“ regte sich die SZ am  27.4.2011 mächtig über Bischof Gerhard Ludwig Müller auf, der für das linksliberale Blatt ohnehin ein rotes bzw. schwarzes Tuch ist.

Felizitas Küble