Schmunzel-Ecke: Der Papst-Sekretär als „Kindsmagd“

Prälat Georg Gänswein ist auf Papstreisen eifrig und offenbar gutgelaunt damit zugange, dem Papst jene Babys und Kleinkinder herbeizuholen,  die ihm von Eltern hochgehalten werden  –  hierzu eine knuffige Bilder-Galerie auf folgender Webseite:

http://fudder.de/artikel/2011/09/25/der-wahre-job-von-georg-gaenswein/


Evangelikale planen Wort-Gottes-Bewegung

Deutliche Kritik am neuen evangelischen Pfarrdienstgesetz, das Pastoren homosexuelle „Partnerschaften“ erlaubt

Wie die evangelische Nachrichtenagentur „Idea“  aktuell berichtet, gab es auf mehreren Glaubenstagen des Gemeindehilfsbundes am 24. September 2011 scharfe Kritik am geistlichen Zustand der evangelischen Kirche. An den Veranstaltungen nahmen insgesamt rund 1.100 Christen teil.  –  Idea berichtet zudem Folgendes:

Widerspruch erfuhr vor allem das Pfarrdienstgesetz, das die EKD-Synode im vorigen November verabschiedet hatte. Es gibt den Landeskirchen die Möglichkeit zuzulassen, dass schwule oder lesbische Geistliche in eingetragenen Lebensgemeinschaften im Pfarrhaus zusammenleben.

Dies stehe im Widerspruch zum Wort Gottes, beklagte der Leiter des Gemeindehilfsbunds, Pastor Joachim Cochlovius, in einer Resolution, die an den Versammlungsorten mit großer Zustimmung aufgenommen wurde.

An die EKD richte sich die Frage, welche Autorität die evangelische Kirche noch der Heiligen Schrift beimesse, so Cochlovius.

Bei der mit 400 Teilnehmern größten Versammlung in Castell (Unterfranken) sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Bekennender Christen (ABC) in Bayern, Pfarrer Till Roth, jene Theologen, die die Bibel so verstünden, dass darin nur bestimmte missbräuchliche homosexuelle Praktiken abgelehnt und als Sünde bezeichnet würden, legten aus seiner Sicht die Bibel gegen ihren Wortsinn aus. Der historisch-kritische Umgang, in dem evangelische Geistliche ausgebildet würden, stelle das Wort Gottes in Frage.

Der Prior der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“, Dominik Klenk, sagte, Sexualität brauche die Ehe als Schutzraum. Wenn die Kirche Ehe in diesem Sinn aufgebe und lediglich  –  wie im Pfarrdienstgesetz  –  von „familiärem Zusammenleben“ rede, bleibe sie hinter ihrem Auftrag zurück.

Ja zum Sünder, aber Nein zur Sünde

Vor etwa 275 Zuhörern in Siegen wies der Bremer Pfarrer Olaf Latzel auf das allgemein in der evangelischen Kirche anerkannte Augsburger Bekenntnis von 1530 hin. Kirche sei da, wo das Wort Gottes rein verkündigt und die Sakramente richtig verwaltet werden. Das sei beim Pfarrdienstgesetz mit seiner Öffnung für homosexuelle Lebensgemeinschaften nicht mehr der Fall. „Da hört die Kirche auf, Kirche zu sein“, erklärte Latzel.

Homosexualität sei eine „fehlgeleitete“ und keine „zielführende“ Sexualität, die Leben schaffe. Dies treffe aber auch auf andere sexuelle Sünden zu, etwa auf den Konsum von Pornografie. Der Theologe rief Christen auf, Homosexuellen warmherzig zu begegnen. Gott sage Nein zur Sünde, aber Ja zum Sünder.

Kirche handelt gegen Gottes Wort

Die evangelische Kirche stecke in Deutschland seit Jahren in einer „tiefen Krise“, diagnostizierte der Theologe Bernhard Kaiser: „Es wird nicht nur gegen Gottes Wort geglaubt, sondern auch gehandelt; das nennt die Bibel Sünde“, sagte Kaiser. Er sagt eine wachsende Abwanderung von bibeltreuen Christen in Hausgemeinden voraus: „Wo Gottes Wort mit Füßen getreten wird, da werden Christen mit den Füßen abstimmen.“

Nach Ansicht des Berliner Religionspädagogen Rolf-Alexander Thieke macht sich die evangelische Kirche an Ehe und Familie schuldig, weil die Heilige Schrift nicht mehr durchgängig als bindende lebensdienliche Norm diene. So sähen manche Kirchenleiter Homosexualität als „Schöpfungsvariante“ an. Sträflich vernachlässigt werde die Seelsorge an Menschen, die unter ihrer Homo- oder Bi-Sexualität leiden.

Wort Gottes-Bewegung gründen

In Bielefeld forderte der Leiter der Ahldener Bruderschaft, Pastor Burghard Affeld, die Christen auf, sich auf ihre eigene Beziehung zu Jesus Christus zu besinnen. „Es könnte sonst sein, dass wir über alle Beschäftigung mit den Verirrungen unsere persönliche Nachfolge vernachlässigen“, sagte er vor 120 Zuhörern. „Wir sind es nicht, die die Kirche retten“, so Affeld. „Gott wird sich dieser Kirche immer wieder annehmen.“

Auch die Frage des Kirchenaustritts wurde in den Versammlungen angesprochen. Wie der Präses des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Siegerland-Wittgenstein, Manfred Gläser in Siegen berichtete, fragten ihn oft Gemeinschaftsmitglieder, ob sie angesichts des moralischen Verfalls noch in der Kirche bleiben sollten. Überwiegend wurde der Austritt auf den Glaubens- und Besinnungstagen abgelehnt. Fürst Albrecht zu Castell-Castell riet, eine Wort-Gottes-Bewegung innerhalb der Kirche zu bilden. In Siegen plädierten Latzel und Thieke ebenfalls dafür, den „geistlichen Kampf des Glaubens“ innerhalb der Kirche zu führen.


Erzbischöfliches Jugendamt Freiburg sorgte für skandalöses „Vorprogramm“ der Papstvigil

Der Gebetsabend zehntausender Jugendlicher mit dem Papst war ein großer Erfolg, doch das Vorprogramm dieser Jugendvigil, das vom Freiburger erzbischöflichen Jugendamt und dem BDKJ zu verantworten ist, gerät zunehmend in die Kritik glaubenskonservativer Katholiken.

Abgesehen von teils albernen Ansagen und banaler Musik beschweren sich kirchentreue Jugendliche vor allem über eine kirchenpolitisch links gesteuerte „Umfrage“-Aktion im Vorprogramm.

Dort wurden den jungen Leuten  keine Glaubensinformationen geboten, sondern typische Reizthemen zum Abstimmen serviert, wie man sie aus Schlagworten in diversen Medien zur Genüge kennt: Zölibat, Frauenpriestertum, Homosexualität, wiederverheiratete Geschiedene etc.

Wie manipulativ die Fragestellungen teilweise waren, zeigt folgendes Beispiel, das in der Tageszeitung „WELT-kompakt“ vom 26.9.2011 (S.5) geschildert wird:

„Bei der per Lautsprecher vorgetragenen Aussage „Alle Entscheidungen für die Kirche vor Ort sollen zentral in Rom getroffen werden“, gingen fast nur rote Stangen in die Luft.“

„Rote Stangen“ bedeutet ein „Nein“ bei der Abstimmung (grün hingegen ein Ja).

Daß bei einer derart suggestiv formulierten Frage fast nur Nein-Stimmen kamen, liegt auf der Hand.

Weder wurde in der Fragestellung geklärt, was mit „Kirche vor Ort“ genau gemeint ist (das Bistum, das Dekanat oder die Pfarrei?)  –  noch hat jemals ein Papst oder vatikanischer Würdenträger behauptet, „alle“ (!)  Entscheidungen für die Kirche „vor Ort“ sollten „zentral in Rom getroffen“ werden.

Hier wurde ein Popanz, ein irreführendes Schreckgespenst aufgebaut, um dadurch unterschwellig gegen den vermeintlichen „Zentralismus“ des Vatikan zu agitieren und antirömische Emotionen aufzubauen.

Einer der ehrenamtlichen Helfer (Arno Langkals) teilte uns mit, daß Jungen und Mädchen von  zuständigen  Mitarbeitern des erzbischöflichen Jugendamts mit aller Selbstverständlichkeit in gemischten Schlafräumen untergebracht wurden und er sich ausdrücklich einen Schlafzimmer nur für Männer erbat, den er dann wohl auch erhielt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ähnliche Eindrücke und Ansichten über das Vorprogramm der Jugendvigil schildert die kath. Webseite „Kath-info“ von P. Engelbert Recktenwald:

http://www.kath-info.de/


CDU-Politiker Wolfgang Bosbach kritisiert EU-Rettungsschirm als „Endlosspirale“

Auch CSU-Parlamentarier Peter Gauweiler kündigt „Nein“ an

CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach bestätigte gegenüber der „Neuen Westfälischen“ seine Absicht, dem erweiterten Euro-Rettungsfonds EFSF am Donnerstag im Bundestag nicht zuzustimmen.  Gleichwohl rechne er mit einer zustimmenden Mehrheit der Regierungsfraktionen.

Angesichts der zugestandenen Parlamentsbeteiligung werde es in der CDU/CSU-Fraktion wohl weniger als 12 Neinstimmen und sieben Enthaltungen geben, wie es noch bei einer Probeabstimmung in der Fraktion Anfang September der Fall gewesen war, meinte Bosbach.

Die aktuellen Gerüchte über eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF würden ihn in seiner ablehnenden Haltung bestärken, erklärte der CDU-Politiker: „Bisher hat jede Entscheidung zur Eurorettung eine weitere Kurskorrektur nach sich gezogen“, kritisierte er.  Es handle sich um eine „Endlosspirale“ mit immer neuen Milliardenverpflichtungen.

Bosbach plädiert dafür, zunächst ein Gesamtkonzept zu verabschieden, das auch Regeln für den Fall einer Staatspleite enthalte. Ohne ein solches Regelwerk, das Fragen des Austritts aus der Eurozone festlege, würden sich die Hilfsmaßnahmen „immer weiter addieren“.

In wenigen Wochen stünde man wieder mit leeren Händen dar, weil Griechenland die Sparauflagen unmöglich schaffen könne. Dabei fehle es Griechenland nicht am politischen Willen, so Wolfgang Bosbach, sondern an den wirtschaftlichen Möglichkeiten: „Was Griechenland jetzt braucht ist ein Marshallplan.“

Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler bekräftigte sein Nein zu einer Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF. Er werde  im Bundestag auf keinen Fall zustimmen, erklärte Gauweiler dem  Berliner „Tagesspiegel“.

Gauweiler kritisierte, daß in der Unions-Bundestagsfraktion sein Einwand „heruntergespielt“ worden sei, wonach sich der Anteil Deutschlands an den Staatsgarantien für den Rettungsschirm EFSF im schlimmsten Fall statt der geplanten 211 Milliarden Euro auf mehr als 420 Milliarden Euro summieren könne.


Positive Bilanz des Papstbesuchs von evangelikaler Seite

Wie die evangelische Nachrichtenagentur „idea“ berichtet, haben theologisch konservative Protestanten bzw. führende Evangelikale sich weitgehend positiv über den Papstbesuch in Deutschland geäußert.

Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), der Vorsitzende der „Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands,würdigte das „unerschütterliche Eintreten“ des Papstes für die Erneuerung des Glaubens und der Umkehr zu Gott.

Damit sei der Besuch für alle Christen in Deutschland bei aller konfessioneller Verschiedenheit Ermutigung und Gewinn gewesen. Kein Papst habe Martin Luther so gewürdigt wie Benedikt XVI., sagte Rüß zur Begegnung mit evangelischen Kirchenvertretern im Erfurter Augustinerkloster, wo Luther sechs Jahre als Mönch lebte. Pastor Rüß erklärte zudem: „In dem Maße, wie sich die evangelische Kirche im Sinne dieses christuszentrierten Glaubens gegen allen zeitgeistbestimmten Säkularisierungsdruck erneuert, gibt es Fortschritte in der Ökumene.“

Parzany: Wenig Erwartungen an „ökumenische Tarifverhandlungen“

Der Leiter der evangelistischen Aktion ProChrist, Ulrich Parzany (Kassel), begrüßte die Aussage des Papstes, dass angesichts des Säkularisierungsdrucks „nicht Verdünnung des Glaubens hilft“, sondern „tiefer und lebendiger zu glauben“.

Im Blick auf ausgebliebene Ergebnisse für die Ökumene schreibt Parzany: „Von ökumenisch-theologischen Tarifverhandlungen habe ich nie viel erwartet. Also konnte ich in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht werden.“

Der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Präses Ansgar Hörsting (Witten), würdigte die Ansprachen des Papstes als „intellektuell anspruchsvoll, geistlich anregend und zeitgeistig inkorrekt“.  –  Benedikt XVI. wolle die Welt nicht dem rein Funktionalen und dem „Diktat des Relativen“ überlassen.