Bochum-Wattenscheid: Katholischer Priester zusammengeschlagen

Am vorigen Montag, den 24. Oktober 2011,  schlugen drei ausländische Täter (zwei Männer, eine Frau) einen 81-jährigen Priester in Wattenscheid  –  einem Stadtteil von Bochum  –  brutal zusammen. Näheres berichtet der folgende Polizeibericht vom 25.10.2011, den wir im Wortlaut wiedergeben:

Gegen 16,45 Uhr klingelte es gestern (24. Oktober) an der Haustür des Pfarrers (81 J.) einer Kirchengemeinde in Wattenscheid am Sevinghauser Weg. Vor der Tür befanden sich zwei bislang unbekannte Männer und eine Frau. Diese sprachen in gebrochenem Deutsch und (mutmaßlich) jugoslawisch miteinander.

Sie gaben vor, ein Kind taufen lassen zu wollen. Der ältere Pfarrer verwies die Personen an eine andere Kirche und wollte ihnen den Weg auf einer Karte zeigen. Dazu führte er sie ins Pfarrbüro, wo die drei Personen plötzlich Handschuhe anzogen.

Unvermittelt wurde der 81-Jährige mit einer Eisenstange angegriffen und bedroht, mit Fäusten brutal zusammengeschlagen. Anschließend sperrten ihn die feigen Schläger in ein Bad im Erdgeschoss des Hauses ein.

Eine Nonne, welche zu einem späteren Zeitpunkt den Pfarrer aufsuchen wollte und den eingesperrten Mann bemerkte, verständigte die Polizei.

Gegen 19,50 Uhr erhielten die Beamten Kenntnis über den massiven Raubüberfall. Das Pfarrheim wurde komplett durchsucht, der 81-Jährige unter Einsatz einer Brechstange aus seinem „Gefängnis“ befreit.

Der Senior war bei Bewusstsein und geschockt. Er wies Verletzungen am Kopf und der rechten Hand auf. Daher wurde er unmittelbar mit einem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht, welches er glücklicherweise zwischenzeitlich wieder verlassen konnte.

Das gesamte Pfarrheim wurde durchwühlt vorgefunden, sämtliche Schränke und Behältnisse waren aufgebrochen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand entwendeten die Täter Bargeld, Laptops aber auch sakrale Gegenstände. Sie entkamen bislang unerkannt.

Personenbeschreibungen, der für diese verwerfliche Tat verantwortlichen Kriminellen, liegen wie folgt vor:

1. Mann: kurze schwarze, lockige Haare, dunkel gekleidet, ca. 170-180 groß, etwa 25-27 Jahre alt

2. Mann: dunkelblonde, leicht lichte Haare, dunkel gekleidet, ca. 170-180 groß, etwa 25-27 Jahre alt

3. Frau: dunkle, schwarze Haare, zu einem Pferdeschwanz (bis zum Kinn) gebunden, schlank, sie trug blaue Jeans, einen Anorak, ca. 160 cm groß, dunkler Teint, etwa 25- 27 Jahre alt.

Das zuständige Kriminalkommissariat 14 ermittelt in diesem Fall und bittet um sachdienliche Zeugenhinweise. Wer hat Verdächtiges beobachtet? Unter der Rufnummer 0234 / 909-4143 (-4441 außerhalb der Geschäftszeiten) werden die Hinweise entgegengenommen.

Kristina Räß
Pressestelle Polizei Bochum
Uhlandstr. 35
44791 Bochum
Tel.: 0234/909-1024
Fax.: 0234/909-1028

Ägypten: Unterdrückung der Christen nimmt zu

Christen in Ägypten erleben gegenwärtig die schlimmste Zeit der letzten Jahrhunderte. Dies erklärte der koptisch-orthodoxe Bischof Stephanos von Beba und Elfashn gegenüber dem kath.  Hilfswerk „Kirche in Not“.

Christen würden unter den Augen der internationalen Medien gewaltsam umgebracht. Zum ersten Mal seit langem würden auch systematisch Kirchen verbrannt und zerstört, ohne daß die Polizei eingreife oder jemand dafür bestraft werde.

In ägyptischen Medien würden „systematisch die Tatsachen verschleiert, um zu verhindern, daß die internationalen Medien die Wahrheit berichten und so Druck von außen kommt“, beklagte der Bischof.

Durch die drei von der koptischen Kirche betriebenen Fernsehsender seien jedoch Videoaufnahmen des Massakers an koptischen Demonstranten am 9. Oktober 2011 auch in die internationalen Medien gelangt. Damit seien die Übergriffe gegen Kopten immerhin  „dokumentiert“ worden.

Quelle: Radio Vatikan

Kommunistisches Vietnam: Brutaler Übergriff auf Christen

Der Vater von Pastor Pham Thien An wurde verletzt

Eine evangelisch-baptistische Hauskirche in der Provinz Quang Nam wurde am 23. Oktober 2011 zweimal von Randalierern, die offenkundig im Auftrag der vietnamesischen Behörden handelten, angegriffen, berichtet die Internationale Gesellschaft für
Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt.

Die Übergriffe ereigneten sich, nachdem bereits eine Gemeindeversammlung der Hauskirche von der Polizei gestört worden war. Vier Christen mußten nach den Angriffen im Krankenhaus behandelt werden, drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen am Kopf. Der IGFM liegen Beweise für die Komplizenschaft der kommunistischen Behörden vor.  .

Das Haus von Pastor Pham Thien An in der Stadt Tam Ky (Provinz Quang Nam) dient als Versammlungsort für die baptistische Gemeinde „Liebe“. Die Gemeinde gehört der Vietnamesischen Baptistischen Kirche (Südhemisphäre) an. Nach Angaben des
Regierungskomitees für Religionsangelegenheiten hat die Baptistische Kirche 18.000 Mitglieder in 409 Gemeinden.

Diese christliche Konfession ist eine der wenigen evangelischen Hauskirchen, die 2008 im Zuge des neuen Religionsgesetzes von 2004 eine Genehmigung von der Regierung erhielten. Dennoch muß sich jede ihrer Zweigstellen um eine zusätzliche Genehmigung bei den lokalen Behörden bemühen.

Pastor An hatte zwei Anträge gestellt, die jeweils abgelehnt wurden. Mitglieder seiner Gemeinde wurden vorgeladen und mit der Verweigerung von Polizeischutz bedroht, falls sie sich weiterhin versammeln und von Störern bedroht würden.

Am Vormittag des 23. Oktober 2011 erschien die Polizei im Haus von Pastor Pham Thien An und ordnete die Auflösung der Versammlung an. Als der Pastor dies verweigerte, störte die Polizei den Gottesdienst. Zwei Stunden später erschien eine Gruppe von 20 Randalierern, die in das Haus eindrangen und den Vater des Pastors angriffen, weil sie den Pastor selber nicht vorfanden.

Die Hilferufe des Pastors an die zuständigen Behörden der Kommune Tam Phu, der Stadt Tam Ky und der Provinz Quang Nam blieben unbeantwortet.

Stattdessen starteten die Aggressoren um 20,30 Uhr einen neuen Angriff auf sein Haus, demolierten Tor, Türe und Fenster, schlugen mit Eisen- und Holzstangen auf seine Angehörigen und Gemeindemitglieder ein und verletzten dabei vier seiner Familienangehörigen und einen Freund. Der Bruder des Pastors erlitt eine Gehirnerschütterung und wurde ohnmächtig.

„Die Mobilpolizei 113, die von einem Gemeindemitglieder angerufen worden war, brach ihren Einsatz nach einem Befehl von oben ab“, berichtete der Pastor der IGFM.

 
Weitere Infos zur besorgniserregenden Menschenrechtslage in Vietnam:
http://www.igfm.de/Vietnam.543.0.html

Palästinensischer Raketen-Terror: Israels Zivilbevölkerung unter Beschuß

Über 30 Raketen und Mörsergranaten wurden seit Samstag aus dem Gazastreifen auf israelische Städte abgefeuert. Ashdod (200.000 Einwohner), Ashkelon (113.000 Einwohner), Gan Yavne (19.000 Einwohner) und die Eshkol-Region wurden getroffen. Ein Mann wurde bei den Angriffen getötet, 20 weitere verletzt. Mehrere Gebäude, darunter eine Schule, wurden beschädigt.

Ashdod wurde am härtesten getroffen, mindestens drei Raketen schlugen in der Stadt ein. Die erste Grad-Rakete traf eine Schule, eine zweite die nahegelegene Stadtverwaltung, wo sie einen Mann verletzte, der seinen Sohn suchte. Eine dritte Rakete schlug auf einem Parkplatz zwischen zwei vielstöckigen Wohnhäusern ein. Mehrere Fahrzeuge wurden zerstört und in Brand gesetzt. Die Feuerwehr evakuierte die Anwohner und löschte den Brand.

In Ashkelon wurde der 56 Jahre alte Moshe Ami getötet, als ein Schrapnell sein Auto traf. Eine zweite Rakete traf eine Wohnung in Ashkelon und setzte einen Gaskanister in Brand.

Die Terrorgruppe „Islamischer Jihad“ und die „Al-Aqsa Brigaden“ haben sich für die Angriffe vom Samstag verantwortlich erklärt. Diverses Videomaterial, das von der Gruppe „Islamischer Jihad“ veröffentlicht wurde, zeigt, daß die Terroristen eine mobile Raketenabschußvorrichtung auf der Ladefläche eines Kleintransporters benutzen. Diese Angriffsmethode wurde bislang noch nicht im Gazastreifen benutzt.

Israel ergriff sofortige Abwehrmaßnamen:

In der Nacht zum Sonntag attackierte die israelische Luftwaffe im Norden des Gazastreifens drei Raketenabschußbasen und einen Terrortunnel, im Süden des Gazastreifens wurden zwei weitere Ziele angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen.

Außenminister Avigdor Lieberman erklärte dazu: „Wir wollen keine gewalttätige Auseinandersetzung mit den Palästinensern und wir wollen die Situation nicht weiter anheizen, doch wir werden den anhaltenden Raketenbeschuss nicht einfach hinnehmen.“

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Ägypten: Christlicher Schüler durch Lehrer ermordet

In Ägypten ist ein christlicher Schüler von muslimischen Klassenkameraden und einem Lehrer umgebracht worden, weil er ein tätowiertes Kreuz trug.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 16. Oktober in Mallawi (Mittelägypten). Doch erst am 30. Oktober hätten die Eltern des 17-jährigen Ayman Nabil Labib ihr Schweigen gebrochen und erklärt, daß ihr Sohn kaltblütig getötet worden sei, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt.

Der Anlaß: Der koptisch-orthodoxe Schüler hatte sich geweigert, ein tätowiertes Kreuz am Handgelenk zu bedecken, wie von seinem muslimischen Lehrer angeordnet. Ferner trug er ein Kreuz unter seinem T-Shirt.

Nach Aussage der Mutter sei der Lehrer auf Ayman losgegangen und habe ihn fast erstickt; einige muslimische Schulkameraden hätten ihn verprügelt. Zwei von ihnen  –  Mostapha Essam und Walid Mostafa Sayed  –  seien wegen Mordverdachts vorläufig festgenommen worden.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht das ägyptische Bildungsministerium in der Verantwortung. Es sei verpflichtet, jegliche Diskriminierung zu unterbinden. Ägyptische Medien hätten fälschlich berichtet, daß es sich bei dem Vorfall um einen nicht-religiös motivierten Streit um einen Sitzplatz gehandelt habe.

Aymans Vater bestehe darauf, daß gegen den Lehrer, den Direktor der Schule und die Aufseher ermittelt werde.

Der Gouverneur der Provinz Minya, Sarag Al-Rouby, sprach dem koptischen Bischof Dimitrious von Mallawi sein Beileid aus und entließ den Direktor der Schule, zwei Aufseher und zwei Sozialarbeiter.

In Ägypten kommt es immer wieder zu Ausschreitungen von Muslimen gegen Christen. Von den 83 Millionen Einwohnern sind 90% Muslime und etwa 10% Christen, die meisten sind orthodoxe Kopten.

Quelle: IGFM und IDEA


Prälat Wilhelm Imkamp: Wir brauchen Politiker mit Ecken und Kanten!

In einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ vom 27. Oktober 2011 äußerte sich Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, Leiter der bayerischen Pilgerstätte „Maria Vesperbild“, kritisch zu einigen Mißständen in unserem Land.

„Die größte Gefahr für unsere politische Landschaft ist ein vom dumpfen Misstrauen unterfüttertes politisches Desinteresse“, erklärte der Wallfahrtsdirektor:

„Immer weniger Wahlberechtigte gehen zur Wahl, großen Parteien gelingt es immer weniger, Menschen zum Wahlgang zu motivieren.“  –  Prälat Imkamp fügte etwas ironisch hinzu: „Da amüsiert es mich manchmal, wenn Politveteranen, statt sich um die sinkende Wahlbeteiligung zu sorgen, mehr Demokratie und damit auch Wahlen in der katholischen Kirche anmahnen.“

Auf die Frage „Die traditionelle „politische Willensbildung“ stößt im Zeitalter von „Social Media“ offensichtlich an Grenzen. Welche Schlüsse sollten die Politiker daraus ziehen?“ antwortet der couragierte Wallfahrtsleiter wie folgt:

„Was heißt traditionelle Willensbildung: Die besteht doch oft genug darin, dass ein Parteifunktionär einem Abgeordneten erklärt, wie sein Gewissen zu funktionieren hat, wenn er wieder aufgestellt werden will.

Hier sind wir ganz unabhängig von den neuen Medien bei einer weiteren Gefahr für die Demokratie: Der Entpersonalisierung des politischen Personals. Politiker mit Ecken und Kanten sind selten geworden und finden sich heute eher in der Generation 60 plus, wie das Beispiel von Ude und Gauweiler, aber auch Steinbrück, zeigt.

Gerade diese genannte Alterskohorte sollte uns sehr zu denken geben.Politiker müssen als Einzelpersönlichkeiten wahrgenommen werden und dürfen nicht in der Graugesichtigkeit einer politischen Klasse verschwimmen.“

Das vollständige Interview mit Prälat Imkamp können Sie hier lesen:

http://www.augsburger-allgemeine.de/krumbach/Die-Sehnsucht-nach-Personalisierung-id17291596.html

 


Russischer Professor Wladimir Gilmanov spricht am 11.11.2011 in Offenburg

Thema: „Die deutsche Sprache an der Kant-Universität  in Königsberg/Kaliningrad“

Der 1955 in Königsberg (Ostpreußen) geborene Prof. Dr. Wladimir Gilmanov hält am Freitag, den 11. November 2011, um 19,30 Uhr eine hochinteressante Rede im Hotel Palmengarten in Offenburg (Okenstraße 15-17), die vom „Verein Deutsche Sprache (VDS) bzw. der Regionalgruppe Ortenau veranstaltet wird.

Zur Person von Prof. Dr. Wladimir Gilmanov:

Sein Vater stammte aus Baschkirien auf der europäischen Seite des Ural, war Kriegsteilnehmer im zweiten Weltkrieg und nach Ende des Krieges mit seiner Familie nach Königsberg gekommen.

Seine Mutter, geboren in der Ukraine, wurde mit 14 Jahren zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert, wo sie drei Jahre bleiben mußte. Dennoch bewahrte sie sich gute Erinnerungen an diese Zeit.

Wladimir Gilmanov begann 1972 sein Philologiestudium an der Universität Kaliningrad (Königsberg).  Ab 1980 arbeitete er als Assistent für Germanistik an dieser Universität und promovierte 1988 in Leningrad.

Danach beginnt er seine Lehrtätigkeit  in den Fächern Kulturgeschichte, Sprachwissenschaft und Literatur. Er veröffentlichte mehrere  Bücher in russischer Sprache, einige seiner wissenschaftlichen Beiträge, in denen er das heutige Thema berührt und die in deutschsprachigen Publikationen erschienen sind, finden sich unten aufgeführt. Er ist also auch in deutschen Bibliotheken zu finden.

Im November 1991 nahm er an einer Studientagung des Pädagogischen Arbeitskreises Mittel- und Osteuropa in Homberg/Efze teil und überraschte alle Anwesenden durch seine mutigen Thesen und seine geschliffene Sprache.

Beseelt von einem echten Versöhnungsgedanken und der Wahrheit verpflichtet, entwickelte er schon 1992 neue Konzepte für seine Vaterstadt Stadt Königsberg, für die er sich auch heute noch einsetzt.  Seine Gedanken zum „Mythos Königsberg“ sind in dem Buch von Friedemann Kluge „Ein schicklicher Platz“ publiziert.

1995 begleitete er die Teilnehmer der PAMO während ihrer Studienfahrt ins nördliche Ostpreußen, war ein äußerst sachkundiger Reiseleiter und machte bereits damals die hessischen Gäste mit der jungen Intelligenz in diesem Oblast bekannt, die auf eine Zusammenarbeit mit dem Westen hofft.

Seit mehreren Jahren befaßt sich Prof. W. Gilmanov mit den kulturell-historischen Traditionen Königsbergs und ihrem deutschen Umfeld. Er gehört zu den Intellektuellen des Kaliningradskaja Oblast, die sich für bessere Beziehungen zwischen Deutschen und Russen einsetzen.

Mit seinen Studenten arbeitet er daran, die Brücke zur deutschen Vergangenheit herzustellen und ermuntert zu Studien über berühmte Ostpreußen wie Kant, Hamann, E. Th. A. Hoffmann, Agnes Miegel etc.

Zum Vortrag:

Im Rahmen seines Vortrages wird Prof. Gilmanov zunächst die Bedeutung der sprachlichen Traditionen der Albertina streifen und dabei auch auf die Sprache der Königsberger Philosophen eingehen.

Beschreiben wird er sodann den Niedergang und die völlige Zerstörung des Kriegsendes und der Nachkriegszeit, die im Königsberger Gebiet eine Stunde Null der Sprache Kants herbeiführten.

Er wird verdeutlichen, welche Fortschritte in Schule und Universität inzwischen gemacht wurden, zumal die deutsche Sprache am Anfang vor dem Nichts stand, sogar geächtet war.

Im Vergleich dazu läßt sich ein großer Fortschritt bilanzieren. Prof. Gilmanov wird erläutern, wie derselbe sogar auf dem Gebiet der Germanistik zu beobachten ist. Er wird aber auch aufzeigen, was noch zu tun ist.

Auch auf neueste Entwicklungen in Russland wird er eingehen und nach dem Vortrag auf die Fragen der Zuhörer bzw. Zuschauer.

Prof. Gilmanov wird seinen Vortrag durch Projektionen illustrieren. Er ist bei seinen Studenten dafür bekannt, daß er auch komplizierte geisteswissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und kurzweilig erklären kann. Diesem Ruf wird er sicherlich gerecht werden.

Neben seiner Lehrtätigkeit engagiert sich Prof. Gilamanov seit Jahren für Hilfsprojekte zur Förderung Jugendlicher in der Berufsbildung und für Straßenkinder. Auch darauf könnte er eingehen, wird das aber den Fragen der Teilnehmer überlassen.

Die Agora mit dem Grab Kants befindet sich an der Seite des inzwischen halbwegs restaurierten Doms. Hierzu sagte Prof. Gilmanov bereits 1992:

„In der Mitte der christlichen Welt steht die Kirche mit dem Friedhof. In der Mitte von Königsberg steht heute das halb zerstörte Gotteshaus, der Königsberger Dom, nahe dessen Türmen Agnes Miegel geboren wurde. Der Dom blieb stehen, inmitten des qualvollen Wahnsinns des 20. Jahrhunderts. Erklingt auf’s Neue irgendwann seine Glockenstimme? Ich glaube Ja.“

Dr. Gilmanovs Hoffnungen gehen inzwischen in Erfüllung.

Der russische Professor weilte in den letzten Jahren verschiedentlich in Deutschland, zum Beispiel in Münster (Westfalen) beim „Tag der Heimat“ des BdV (Bund der Vertriebenen).

Anläßlich einer Bildungswoche des PAMO hält er sich jetzt einige Tage in Hessen auf und kommt bei dieser Gelegenheit nach Offenburg.

Literaturtips:
1. Licht kommt in alles. Erkundungen und Ermittlungen über Königsberg und Kaliningrad. Hrsg. von A.Manthey GmbH, 58455 Witten. 1993 (1), 1997 (2).
2. Der Mythos Königsberg. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. In: Ein schicklicher Platz? Hrsg. von Friedemann Kluge. Osnabrück 1994. S.215-227.
3. Kant und Königsberg. In: Rotairer. Düsseldorf 1995. S. 17-32.
4. Kant und sein Sittengesetz. In: Mosaik. Zeitschrift für Kultur und Medizin 4 / 1997. Köln. S. 12-21.
5. Kant in Russland. In: Kant lebt. Sieben Reden und ein Kolloquium zum 200. Todestag des Aufklärers. Paderborn: mentis 2006. S. 184 – 196.
6. Hörst Du mich? Königsberg in den Erinnerungen. Kaliningrad, 2007. 296 S. (Auswahl der Texte, Zusammenstellung, Übersetzung, Vorwort). – Der Band ist eine zweisprachige Herausgabe (russisch und deutsch) in Königsberg/Kaliningrad.
7. Kaliningrad – Königsberg 1995 – 1997. Zweisprachiges Leseheft des Pädagogischen Arbeitskreises Mittel – und Osteuropa, hrsg. Gerolf Fritsche, Offenbach 1997
http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant#Geschichte.2C_Aufkl.C3.A4rung_und_Religion

Verfasser: Gerolf Fritsche, Offenbach

Kontakt-Daten:
Verein Deutsche Sprache VDS
Regionalgruppe Ortenau
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Sommerau 24
77815 Bühl
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