Der Papst über Psalm 23: „Christus ist der gute Hirte!“

„Auf den Guten Hirten ist Verlass!“

Papst Benedikt erläuterte bei seiner Generalaudienz am Mittwoch, den 5.10.2011, den bekannten Psalm 23: „Der HERR ist mein Hirte.“  – Damit setzte der Papst seine katechetische Reihe über das Gebet fort; er sagte zu den Pilgern auf dem Petersplatz:

„Beten ist immer ein Akt des Vertrauens. Wir wissen, dass wir uns Gott anvertrauen dürfen, dass er gut ist, barmherzig, langmütig und reich an Liebe ist.

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“: So bringt der Psalmist gleich am Beginn seine Gewissheit zum Ausdruck, dass er sich auf Gott verlassen kann, dass Gott ihn auch in schwierigen Situationen führt und schützt.

Die Bilder des Psalms sind aus der Erfahrungswelt des Hirten genommen, der seine Schafe kennt und sich um sie kümmert. Sie sind ihm kostbar. Er ist bereit, sie zu verteidigen. Er garantiert ihnen Wohlergehen und inneren Frieden.“

Mit dem Bild vom guten Hirten, der sich um seine Herde kümmert, ließe sich das Verhältnis Gottes zu den Menschen beschreiben, so der Papst. Gottes Nähe verwandle die Wirklichkeit, das dunkle Tal verliere so das Gefahrenvolle:

„In Jesus Christus erhält das Bild vom Hirten seine volle Bedeutung: Er ist der Gute Hirt, der das verlorene Schaf sucht. Er kennt seine Herde und gibt das Leben für sie.. Er ist der Weg, der zum Leben führt, das Licht, das das dunkle Tal erleuchtet und alle menschlichen Ängste besiegt.

Er bietet uns verlässliche Sicherheit und bereitet uns den Tisch seines Leibes und Blutes und das endgültige messianische Hochzeitsmahl im Himmel.

Liebe Brüder und Schwestern, der Psalm 23 lädt uns ein, unser Vertrauen in Gott zu erneuern und uns ganz in seine Hände zu geben. Bitten wir ihn also mit Zuversicht, dass er uns nahe sei, unser Leben an „ruhige Wasser“ führe und wir aus der Quelle trinken dürfen, „deren Wasser ewiges Leben schenkt“. Jesus Christus, der Gute Hirt, segne und behüte euch alle.“


Hochkarätig besetzte Tagung zur Schul-Debatte am 15.10.2011 in Dortmund

Fundierte Veranstaltung mit CDU-Politiker Hans Jürgen Irmer, Prof. Dr. Dieter Neumann, Peter Silbernagel und Jürgen Liminski

Am Samstag, den 15. Oktober, findet eine vielseitig und kompetent besetzte Tagung im Kongreßzentrum Dortmund statt, veranstaltet vom Verein LDEZ (Lernen für die deutsche und europäische Zukunft eV). Vorsitzender ist Prof. Dr. Walter Schweidler (Eichstätt).

Unter dem Leitwort „Wohin nach der Grundschule?“ wird das seit Jahrzehnten bewährte dreigliedrige Schulsystem gewürdigt und gegen links-sozialistische Gesamt- und Einheits-Schulmodelle verteidigt.

Die Tagung beginnt um 9,30 Uhr mit ausgestellten Arbeitsergebnissen von Grund- und Hauptschülern, die sodann von Pädagogen erläutert werden.

Prof. Dr. Dieter Neumann (Universität Lüneburg) hält eine Rede über „Begabung und Lernen, Pädagogik und Schule“.

Nach der Mittagspause hält der CDU-Politiker Hans J. Irmer (stellv. Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Hessen) einen Vortrag zum Thema „Welche Schule ist für mein Kind die beste?“  – mit nachfolgender Diskussion.

Ab 14,45 Uhr beginnen Impulsreferate (Kurz-Vorträge) von Eltern- und Lehrervertretern, darunter Regine Schwarzhoff (Elternverein NRW), Dr. Uwe Maerz (Landeselternschaft der Gymnasien NRW), Peter Silbernagel (Philologenverband NRW) und Johannes Papst (Elternschaft der Realschulen NRW).

Die Moderation der Tagung übernimmt Jürgen Liminski, Autor und Journalist, bekannt u.a. durch seine „Deutschlandfunk“-Beiträge.

Das Resümee der Vorträge und Diskussionen zieht  sodann Wolfram Ellinghaus, der Geschäftsführer des LDEZ.

Tagungs-Ort: Westfallenhallen, Kongreßzentrum, 44139 Dortmund, Rheinlanddamm 200, Saal 9/10

Kontakt-Daten:
LDEZ eV
Wolfram Ellinghaus
Hesselteicher-Str. 66
33428 Harsewinkel
Tel. 05247 – 4502
Fax 05247 – 405449
Mail: idez.e.v.@web.de
http://www.schulbuchpreis.de
 
 

Kardinal Bagnasco warnt vor „demographischem Selbstmord“

Kardinal Angelo Bagnasco, der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, hat zu mehr Gemeinsinn und Verantwortungsbewußtsein zwischen den Generationen und innerhalb der Familie aufgerufen.

Der Kardinal äußerte sich bei Vorstellung eines Berichtes zu Italiens demographischer Entwicklung, an dessen Erstellung die italienische Bischofskonferenz beteiligt war.

Wenn dieser Generationenpakt nicht geschlossen würde, könne der Abstieg des italienischen Volkes als Ganzes nicht mehr aufgehalten werden, erklärte der Kardinal.

Bereits im Mai 2010 hatte Bagnasco mit der These für Aufmerksamkeit gesorgt, das Land steuere auf einen „demographischen Selbstmord“ zu. Tatsächlich ist Italien unter den großen Industrienationen eines der Länder mit den niedrigsten Geburtenraten: Neun Geburten kommen auf 1000 Einwohner. Nur in Deutschland sind es mit acht Geburten auf 1000 Einwohnern derzeit noch weniger.


Hormonelle Verhütungsspritzen erhöhen Aids-Risiko in Afrika

Hormonspritzen zur Verhütung, die in Afrika zum Einsatz kommen, erhöhen offenbar das Risiko einer HIV-Infektion. Das geht aus einer aktuellen Studie der „Washington University“ mit Sitz in Seattle hervor.

Betroffen sind vor allem Frauen des Subkontinents, welche die in Afrika beliebten Hormonspritzen verwenden. Die Methode ermöglicht es den Frauen, eine Schwangerschaft ohne tägliches Pillenschlucken zu verhindern. Rund zwölf Millionen Frauen – etwa sechs Prozent der 15- bis 49-Jährigen in den südlichen Ländern Afrikas – verhüten auf diese Art und Weise. Sie verwenden dafür zum Beispiel das Depotpräparat „DMPA“.

Nach der Studie verdoppelt dieses Präparat das Risiko einer HIV-Infektion. Die Untersuchung wurde an knapp 3.800 afrikanischen Paaren aus Botswana, Kenia, Ruanda, Südafrika, Tansania, Uganda und Simbabwe durchgeführt, bei denen jeweils ein Partner mit HIV infiziert war.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will nun ihre Empfehlungen zum Gebrauch von Verhütungsmitteln überarbeiten, sagte eine Sprecherin der Organisation gegenüber der „New York Times“.

Quelle: Radio Vatikan


Russischer Philosoph Michail Ryklin kritisiert bleibende Staatsnähe der orthodoxen Kirche

Aus einem Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ vom 6.10.2011:

Die Orthodoxie hat nach Ansicht von Michail Ryklin der autoritären Herrschaft unter Wladimir Putin nichts entgegenzusetzen. Vielmehr sei sie „ein Nährboden für Nationalisten“, erklärte der 63-Jährige in einem Interview mit der „Basler Zeitung“; die Orthodoxie wolle „Staatskirche“ sein und folge dabei einer langen Tradition.

Seit Zar Peter I. (1672-1725) sei die Kirche verstaatlicht gewesen. Ryklin: „Sie hat keine Erfahrung mit der Unabhängigkeit.“

Auch zu Sowjetzeiten habe die Kirche keinen Widerstand geleistet, sondern mit den kommunistischen Behörden zusammengearbeitet. Die wenigen Priester unter den Dissidenten seien von der Kirche ausgestoßen worden.

Ryklin: „Viele saßen jahrelang hinter Gittern  –  und das orthodoxe Patriarchat in Moskau hat geschwiegen.“  –  Dass die orthodoxe Kirche gegen die Sowjetmacht gekämpft habe, sei ein „Mythos“.

Zudem. In Russland gehört ein Viertel der 143 Millionen Einwohner zu einer Kirche. Neben 35 Millionen Orthodoxen gibt es 500.000 Katholiken, 250.000 Lutheraner, 150.000 Baptisten, 150.000 Charismatiker, 120.000 Pfingstler und 70.000 Adventisten.

Es gibt keine echten Wahlen in Russland

Laut Ryklin hat Russland keine Erfahrung mit Freiheit und Demokratie. Viele  Menschen seien enttäuscht  –  und Putin nutze dies aus. Er sei seit fast zwölf Jahren ununterbrochen am Ruder – zuerst als Präsident, dann als Ministerpräsident hinter Präsident Dimitri Medwedew.

Da Putin im kommenden Jahr erneut Präsident werden wolle, stünden den Russen weitere zwölf Jahre unter seiner Herrschaft bevor. Medwedew und Putin gingen davon aus, dass ihr Ämtertausch reibungslos vonstatten gehe. Ryklin: „Die Wahlen sind also eine Formalität. Das heißt, es gibt keine wirklichen Wahlen mehr in Russland.“


12.11.2011: Frauentag in Frankfurt jenseits des ideologischen Feminismus

Tagung „für die Wertschätzung des Weiblichen“

Ein Frauentag der „anderen Art“ wird am Samstag, dem 12. November 2011,  in Frankfurt am Main veranstaltet,  in den Räumen der Goethe-Universität, Campus Westend.

Mit dabei:
Pirjo Alajoki (Autorin von „Frausein in Echtzeit“)
Gabriele Kuby (kath. Schriftstellerin)
Birgit Kelle (Publizistin, Vorsitzende von „Frau 2000plus“ e.V.)
Christiane Simic (Trainerin und Coach, new frame)
Maria Steuer (Kinderärztin und Familientherapeutin, Vorsitzende „Familiennetzwerk“)
Andrea Müller (Fachreferentin für Familie und Erziehung)
Michaela Scherer (Pädagogin und Heilpraktikerin)
Petra Janitz (Hartnack Akademie)
Anna Záborská (Abgeordnete im Europäischen Parlament)

Nähere Infos hier:
http://www.ruhland-verlag.de/konferenz/index.htm

IRAN: kritischer islamischer Geistlicher zu Folter und Haft verurteilt

Auch namhafte andersdenkende Moslems werden systematisch verfolgt

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt kritisiert die Verurteilung des schiitischen Geistlichen und Hodschatoleslam Mohammad Sadegh Honarvar Shojai Khui.

Wie jetzt bekannt wurde, ist der islamische Geistliche, der mit bürgerlichem Namen Arash Honarvar Shojai heißt, am 2. Oktober 2011 in Teheran zu vier Jahren Gefängnis, 50 Peitschenhieben, einer Geldstrafe in Höhe von 8 Millionen Rial (umgerechnet rund 560 Euro) und dem Verlust seiner geistlichen Würde verurteilt worden. Das Urteil ist nach iranischem Gesetz unanfechtbar.

Honarvar Shojai ist ein entschiedener Kritiker der „Herrschaft der Geistlichkeit“ (Velayat-e Faghih) – der zentralen ideologischen Stütze des iranischen „Gottesstaates“.

Die IGFM weist darauf hin, daß durchaus nicht alle Vertreter des Islam die politische Herrschaft durch Geistliche befürworten. Vielmehr habe der schiitische Islam viele reformorientierte Theologen hervorgebracht. Die bedeutendsten von ihnen waren aber gezwungen, den Iran zu verlassen oder leiden in der iranischen Diktatur  unter Repressalien. Dazu gehörte auch Großayatollah Montazeri, der wegen seiner Kritik am exzessiven Gebrauch der Todesstrafe in Ungnade gefallene, ehemalige Weggefährte Khomeinis.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, kritisiert die Intoleranz des „Sondergerichts“ und der herrschenden Geistlichen um den „Führer“ Ayatollah Khamenei: „Der Iran ist eine menschenfeindliche Theokratie, die sich auch gegen Geistliche wendet, die nicht auf Linie sind. Wenn Peitschenhiebe ausgeteilt werden, weil das Tabu der „Herrschaft der Geistlichkeit“ in Frage gestellt wird, so ist das ein weiterer eklatanter Verstoß gegen völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge.“ 

Anklage wegen „Zusammenarbeit“ mit der Deutschen Botschaft

Honarvar Shojai soll bereits im November 2010 verhaftet und wegen „Spionage und Kollaboration mit der Deutschen Botschaft“ in Teheran angeklagt worden, sein, zudem wegen  Projekten zur Europäisierung des Islam, „Opposition gegen die theologischen Grundlagen des Islam, Propaganda und Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit und Verleumdung des Systems und der Geistlichkeit“.

Während seiner Haft mußte er über sechs Monate in Einzelhaft verbringen und wurde körperlich wie psychisch gefoltert. Er befindet sich im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis in der Abteilung 350 für politische Gefangene. Der Geistliche soll an Epilepsie leiden und Medikamente benötigen, die ihm in der Haft verweigert werden. Angeblich soll er stark unter Druck gesetzt werden, damit er im staatlichen Fernsehen ein öffentliches „Schuldgeständnis“ ablegt.

Weitere Infos zu Menschenrechtsverletzungen im Iran unter:
 
www.igfm.de/Menschenrechtsverletzungen-in-der-Islamischen-Republik-Iran.573.0.html

„Die Debatte um den Euro-Rettungsschirm steckt voller Sprengstoff.“

Das „Westfalenblatt“ aus Bielefeld kommentiert den Pofalla-Skandal folgendermaßen:

„Mehr als eine Woche hat der Kanzleramtsminister geschwiegen. Gestern bezog Ronald Pofalla (CDU) über die Bild-Zeitung zum ersten Mal öffentlich Stellung. Das war genau acht Tage zu spät.
Pofalla hat sich selbst disqualifiziert, als er nach der Sitzung der NRW-Landesgruppe am 26. September seinen Parteikollegen Wolfgang Bosbach übelst beschimpfte. Nun ist die Diskussion um Pofalla derart aus dem Ruder gelaufen, dass nur zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder die Bundeskanzlerin entlässt ihren engen Vertrauten, oder er geht von sich aus.

Mit dem Satz »Ich ärgere mich selbst über das, was vorgefallen ist, und es tut mir außerordentlich leid«, hat Pofalla gestern seinen Ausraster selbst bestätigt. Und was sagt die Bundeskanzlerin zu dem Umgangston ihres engen Vertrauten? Nichts.

Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hinze (CDU) versuchte zwar gestern, das Feuer um Pofalla auszutreten, aber seine Löschversuche kommen zu spät und zaghaft. Pofalla hat sich das falsche Thema und das falsche Opfer ausgesucht. Die Debatte um den Euro-Rettungsschirm steckt voller Sprengstoff. Jede Äußerung dazu kann in der nächsten Stunde von der Wirklichkeit überholt sein.

Ohne jede Häme können die Euro-Skeptiker im Parlament darauf hinweisen, dass die Lage möglicherweise noch schlechter ist als die Stimmung. Schneller, als der Bundesregierung lieb ist, könnte auch Italien um Hilfe rufen. Dafür ist aber der bisherige Rettungsschirm viel zu klein. Das befürchten auch die Abgeordneten aus der Regierungskoalition, die zu weiteren Krediten und Bürgschaften zugunsten notleidender Euro-Länder Nein sagen. Und nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung:

Die Schulden- und Eurokrise ist längst nicht ausgestanden. Der Bundestag wird noch mehr als einmal Beschlüsse fassen müssen, für die der deutsche Steuerzahler einstehen muss. Will der Kanzleramtsminister die Abweichler überzeugen oder verbal niedermachen?

Früheren Euro-Rettungsmaßnahmen hatte Wolfgang Bosbach zugestimmt. Für ihn war jetzt die rote Linie erreicht, die er nicht überschreiten konnte und wollte. Auch ein Kanzleramtsminister muss die Gewissensentscheidungen der Abgeordneten respektieren. Das schreibt ihm sogar das Grundgesetz vor.

Dass sich Pofalla als Ziel seiner Wutattacke ausgerechnet Bosbach ausgesucht hat, beweist, wie sehr seine Nerven blank liegen. Es ist doch Bosbach, der sich zu jeder Tages- und Nachtzeit vor die Mikrofone stellt und Schwarz-Gelb auch dann noch verteidigt, wenn andere sich längst weggeduckt haben.

Ganz Parteisoldat, verzichtet Bosbach darauf, Öl ins Feuer zu gießen. Für ihn sei Pofallas Ausraster nach der Entschuldigung erledigt – ein honoriges Verhalten. Einen besseren Politikverkäufer als Bosbach kann die Kanzlerin nicht vorweisen. Warum zeigt sie das nicht?“