Koptischer Bischof Damian spricht am 28. Oktober in München

„Die Erben der Pharaonen  –  Was uns Ägyptens Christen zu sagen haben.“

Der höchste Repräsentant des Koptisch-orthodoxen Patriarchen in Deutschland, Generalbischof Anba Damian, spricht am Freitag, 28. Oktober, in München.

Unter dem Titel „Erben der Pharaonen – Was uns Ägyptens Christen zu sagen haben“, klärt Bischof Damian darüber auf, warum seit der ägyptischen Rebellion mehr als hunderttausend Christen geflohen sind, was hinter den aktuellen Ausschreitungen gegen Kopten steckt und welche Erfahrungen die ägyptischen Christen im Zusammenleben mit der muslimischen Mehrheitsbevölkerung gemacht haben.

Auch die reiche Tradition der schon im 1. Jahrhundert nach Christus durch den Evangelisten Markus gegründeten Kirche soll zur Sprache kommen.

Diese Veranstaltung in der Reihe „Domspatz-Soirée“ im Kulturzentrum Movimento, Neuhauser Straße 15, beginnt um 19:30 Uhr. Das Movimento findet man in der Fußgängerzone    – gegenüber der Kirche St. Michael  –  Eingang durch die KULT-Passage.

Jeder Interessierte ist eingeladen. Eintritt: 12,50 €.

Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Veranstalter empfiehlt aber eine unverbindliche Platzreservierung unter: buero@raggs-domspatz.de oder Telefon: 089  / 44 45 45 05.

Nähere Infos gibt es unter http://www.raggs-domspatz.de.


Koptischer Bischof Damian: Christen sind in Ägypten bedroht

Ägyptische Kopten sind zunehmend in Gefahr. Seit Ende des Mubarak-Regimes habe sich die Lage der Christen in Ägypten verschlechtert, erklärte der Bischof der koptisch-orthodoxen Christen in Deutschland, Anba Damian, am 11. Oktober gegenüber dem Deutschlandfunk.

Deutschland müsse eine deutliche Sprache gegenüber den aktuellen Machthabern finden, so der orthodoxe Oberhirte weiter. Die Übergangsregierung sei nicht mächtig genug, um Frieden im Land zu garantieren.

Gleichzeitig erläuterte der Bischof, daß es auch viele „moderate und vernünftige Muslime“ gebe, die diese Gewalt gegen Kopten kritisierten.

Tausende Menschen hatten am Montag an der Trauerfeier für die getöteten Christen teilgenommen. Bei dem Zusammenstoß zwischen Kopten, Muslimen und Sicherheitskräften waren mindestens 25 Menschen umgekommen, mehr als 300 wurden verletzt.

Quelle: Radio Vatikan


Bundesregierung verlangt Aufklärung von ägyptischer Regierung

Die Bundesregierung erwartet eine umfassende Aufklärung der jüngsten blutigen Übergriffe auf koptisch-orthodoxe Christen in Kairo (Ägypten). Das erklärte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bei einer Pressekonferenz der CDU und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zum Thema „Christenverfolgung“ am 11. Oktober 2011 in Berlin.

Nach einer friedlichen Demonstration gegen Anfang Oktober verübte Anschläge islamischer Extremisten auf eine Kirche in Oberägypten war die Gewalt am 9. Oktober in der ägyptischen Hauptstadt eskaliert. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften kamen mindestens 26 Personen ums Leben; etwa 200 wurden verletzt.

„Wir brauchen eine umfassende Aufklärung dieser Vorgänge“, sagte Gröhe. So müsse geklärt werden, inwieweit Schlägertrupps, von denen Augenzeugen berichteten, mit den Sicherheitskräften kooperierten.

Von der ägyptischen Regierung verlange man, dass sie ihrer Schutzpflicht gegenüber friedlichen Demonstranten gerecht werde:„Und wir erwarten, dass sich die Regierung klar positioniert in Fragen der Menschenrechte.“  –  Dazu gehöre auch die Religionsfreiheit.

Auf die Frage, ob deutsche und europäische Hilfen für Länder wie Ägypten an Fortschritte etwa bei der Religionsfreiheit geknüpft werden sollten, erklärte Gröhe: „Wir helfen beim Wiederaufbau. Wenn es in Fragen der Menschenrechte zu dramatischen Rückschlägen käme, würde das den Boden für Hilfen entziehen.“

Gröhe betonte, dass der Einsatz für verfolgte Christen eingebunden sei in den Einsatz für Religionsfreiheit insgesamt. Man dürfe sich in Deutschland nicht damit abfinden, wenn Menschen in vielen Teilen der Welt um ihres Glaubens willen leiden müssten: „Wer da schweigt, macht sich mitschuldig.“

Quelle: evang. Nachrichtenagentur IDEA


Brandanschlag auf Berliner Hauptbahnhof verhindert

Kurz nach einem – leider erfolgreichen  –  linksextremen Anschlag auf die Bahnstrecke Berlin-Hamburg konnte ein Brandanschlag auf den Berliner Hauptbahnhof verhindert werden.

Wie die Berliner Polizei mitteilte, hatte ein aufmerksamer Bahn-Mitarbeiter mehrerer verdächtige Gegenstände gemeldet. Die Bundespolizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und sicherte die Brandsätze. Diese waren zum Teil mit flüssigen Brandbeschleuniger gefüllt.

Bisher ist noch nicht sicher,  ob es sich erneut um eine linksextreme Attacke handelt. Nach Angaben der Bundespolizei ähneln sich die Vorgehensweisen der beiden Anschläge sehr stark.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


Papst in Kalabrien: In der Stille finden wir den Ewigen

„Möge Gott uns helfen, nach dem Maßstab Christi zu wachsen.“

Papst Benedikt hat den Sonntag in Kalabrien verbracht, der ärmsten Region auf der italienischen Halbinsel. Am Abend besuchte er das Kartäuserkloster San Bruno; es steht an jener Stelle der Einsiedelei, in der der heilige Bruno von Köln, geistiger Vater der Kartäuser, 1101 starb.

Bei seinem Treffen mit den Mönchen erinnerte Papst Benedikt an die Bedeutung der Stille in unserer hektischen Welt:

„Unsere Städte sind fast immer laut: Selten herrscht Stille, auch nachts bleibt immer ein Hintergrundgeräusch… Die jungen Leute scheinen jeden leeren Moment mit Musik und Bildern füllen zu wollen, als hätten sie Angst vor dieser Leere. Diese Tendenz hat es zwar immer schon gegeben, aber heute erreicht sie ein Niveau, dass einige schon von einer anthropologischen Mutation sprechen. Einige Menschen können Stille und Einsamkeit schlechthin nicht mehr ertragen.“

Die strenge Radikalität des Ordenslebens der Kartäuser könne den Menschen von heute helfen, sich selbst und vor allem Gott wiederzuentdecken, so der Papst:

„Wenn sich der Mönch zurückzieht, stellt er sich sozusagen der nackten Wirklichkeit, stellt er sich der scheinbaren Leere, um stattdessen die Fülle Gottes, der realsten Wirklichkeit überhaupt, die jenseits des Fühlbaren liegt, zu erforschen.

Gott, der Schöpfer, ist in allen Dingen, aber ist gleichzeitig jenseits von ihnen, und gerade darum ist er der Grund von allem. Der Mönch, der alles verlässt, geht ein Risiko ein: Er will nur vom Wesentlichen leben, und gerade dadurch findet er auch zu einer tiefe Gemeinschaft mit den Brüdern, mit jedem Menschen.”

Gleichwohl hatte Benedikt XVI. für die Kartäuser auch eine Mahnung bereit: der Rückzug in die Stille alleine genügt nicht, diese Berufung ist vielmehr ein lebenslanger Auftrag:

„Es reicht nicht, sich an einen Ort wie diesen zurückzuziehen – so wie es auch bei der Hochzeit nicht reicht, das Sakrament der Ehe einmal einzugehen. Nötig ist vielmehr, die Gnade Gottes wirken zu lassen und sich auf einen täglichen Weg zu machen.

Mönche brauchen Zeit, Übung, Geduld, und gerade darin besteht die Schönheit jeder Berufung: Gott Zeit zum Handeln an uns zu geben, mit der Zeit nach dem Maßstab Christi zu wachsen…

In den Augen der Welt scheint es manchmal unmöglich, ein Leben lang in einem Kloster zu bleiben. Aber in Wirklichkeit ist ein Menschenleben kaum ausreichend, um in die tiefe Einheit mit Gott einzutreten, in diese wesentliche und tiefe Wirklichkeit, die Jesus Christus ist.“

Auszüge aus einem Bericht von Radio Vatikan


ISRAEL: Staatsführung verurteilt jeden Vandalismus gegen religiöse Stätten

Netanjahu: „Der Staat Israel ist beides: sehr tolerant und sehr intolerant….“

Staatspräsident Shimon Peres verurteilte am 9.Oktober den Vandalismus gegen religiöse Stätten in Israel; in einer Stellungnahme erklärte er:

„Unabhängig davon, ob er sich gegen Muslime, Christen oder Juden richtet, handelt es sich hierbei um einen Akt des Vandalismus, um ein Verbrechen. Die Tat steht in Gegensatz zu allem, wofür das jüdische Volk als Land und als Demokratie steht.

Wir müssen sicherstellen, dass jeder Bürger und jedes Heim sicher ist, doch wir haben auch eine spirituelle und historische Verantwortung. Diese bedeutet, dass jeder zu Gott in seiner eigenen Sprache beten kann, aus seinem eigenen Gebetsbuch und dass jede heilige Stätte uns allen heilig ist. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Stätten sicher sind und respektiert werden.

Ich möchte all unseren Bürgern, Muslimen und Juden (denn es gab auch einige Versuche, Synagogen anzugreifen) und Christen sagen, dass die israelische Regierung zu der Verantwortung steht, ihre Heiligkeit sicherzustellen, sicherzustellen, dass die Bürger Zugang zu diesen Stätten haben, den Respekt für jede heilige Stätte sicherzustellen. Ich bin sicher, dass unsere Polizei diese kriminellen Täter fassen wird und dass sie nicht auf freiem Fuß bleiben.“

Zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu:

„Wir sind kürzlich Zeugen von Angriffen auf islamische Stätten, eine christliche Stätte und eine jüdische Stätte geworden – auch eine Synagoge wurde angegriffen. Wir sind nicht bereit, jegliche Art von Vandalismus zu tolerieren, besonders, wenn er sich gegen religiöse Gefühle richtet.

Der Staat Israel ist beides, sehr tolerant und sehr intolerant. Unsere Toleranz besteht gegenüber religiösen Gefühlen und der Notwendigkeit, weiterhin in Koexistenz und gegenseitigem Respekt miteinander zu leben, ohne Gewalt, in Ruhe und Frieden. Unsere Intoleranz richtet sich gegen jene, die diese Praktiken und diese Art zu leben nicht akzeptieren wollen. Wir werden mit aller Macht vorgehen, um sie zu finden. Ich habe die Sicherheitskräfte angewiesen, die Verantwortlichen der Gerechtigkeit zuzuführen. Wir werden gegen sie vorgehen und das Gesetz bis zum letzten ausschöpfen.“