„Missio“: Antichristlicher Mob in Ägypten aktiv

Nach Einschätzung von Otmar Oehring, dem Menschenrechtsbeauftragten von „Missio“, hat die ägyptische Armee die Unterstützung eines anti-christlichen Mobs gesucht, der „ohne jede Zurückhaltung“ christliche Demonstrationsteilnehmer angriff.

Oehring sieht die blutigen Ereignisse vom Sonntag auch als Indiz für die Zuspitzung der Lage in Ägypten im Vorfeld der für November angesetzten Parlamentswahlen.

Er sehe das Risiko, „dass die Islamisten aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft eine so starke Position erringen könnten, daß sie künftig den weiteren Weg Ägyptens und damit auch das Schicksal der Christen bestimmen könnten“, so Oehring.

Aus Ägypten werde ihm allerdings auch die Sorge übermittelt, daß die Militärs nach den Parlamentswahlen wieder die Macht übernähmen.

Oehring hierzu: „Vor dem Hintergrund solcher Überlegungen sind den Militärs gewalttätige Ausschreitungen, wie die vom Sonntag, zwar einerseits lästig, weil sie das Bild Ägyptens und insbesondere auch des Militärs im Ausland belasten. Andererseits hilft es, die eigene Macht und Pfründe dauerhaft zu sichern.“

Quelle: Radio Vatikan


Mißbrauchsopfer: „Der Papst war sehr bewegt“

Das süddeutsche Zeitungs-Portal www.ovb-online.de berichtet unter dem Titel  „Der Papst entschuldigt sich persönlich“ über die Geschichte von Alois Reichgruber, der vor 52 Jahren als 15-Jähriger vom Dorfpfarrer in Unterwössen systematisch sexuell mißbraucht wurde.

Nachdem voriges Jahr das Thema Mißbrauch in aller Munde war,  kam ein Kontakt zur Deutschen Bischofskonferenz zustande, die den 67-Jährigen zum Papstbesuch nach Erfurt einlud.  „Die Begegnung mit Papst Benedikt XVI. war für ihn ein Schlußpunkt nach 52 Jahren“, schreibt die OVB-Webseite.

Zudem heißt es über das Treffen mit dem Papst:

„Zusammen mit vier weiteren Missbrauchsopfern  –  zwei Frauen und zwei Männer, zwei davon schwer traumatisiert – trifft er das Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Begegnung empfindet er 52 Jahre nach dem ersten Missbrauch als beeindruckend. Einige von ihnen seien in Tränen ausgebrochen, als sie von ihrer Vergangenheit erzählten.

„Bestimmt eine Minute lang hat mir der Heilige Vater die Hand gehalten und sich für das Vergehen des Pfarrers entschuldigt“, erzählt Reichgruber. Der Papst sei sehr bewegt gewesen und habe um Verzeihung gebeten: Die Geschehnisse täten ihm in der Seele weh.

Für Alois Reichgruber ist im Priesterseminar von Erfurt eine Geschichte zu Ende gegangen. Papst Benedikt XVI. entschuldigte sich in aller Form, Reichgruber nahm die Entschuldigung an. Das Opfer, das zum Täter gemacht wurde, sagt: „Ich trage jetzt viel leichter daran.“

 


Bischof Gerhard L. Müller: „Vertrauen wir auf die Fürsprache der Madonna!“

„Wir dürfen uns selber an das Herz Christi drücken!“

Seit jeher wird im Bistum Regensburg eine tiefe Marienfrömmigkeit gepflegt. Dies gilt vor allem für den Marienmonat Mai, aber auch für den Rosenkranzmonat Oktober.

Einer der Höhepunkte der Marienverehrung im Oktober ist das Rosenkranzfest, das am 7.10.2011 im Dom St. Peter zu Regensburg mit einem liturgisch anspruchsvoll gestalteten Rosenkranzgebet begangen wurde.

Bischof Gerhard Ludwig Müller leitete das Gebet; an dem hunderte Gläubige teilnahmen; ihm zur Seite standen Prälat Johann Strunz und Prälat Alois Möstl.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Maria  –  Zeichen der Hoffnung. Unter deinen Schutz und Schirm“.

Im Dom beteten jeweils drei Männer und Frauen aus Regensburger Pfarreien ein Gesätzchen des Rosenkranzes (je zehn Ave Maria) vor. Höhepunkt der Andacht war das anschließende Weihegebet, mit dem die Weihe des Bistums an Maria, die große Fürsprecherin, erneuert wurde.

Das Rosenkranzfest wurde 1571 kirchlich eingeführt anläßlich der Seeschlacht von Lepanto, in der der Angriff des Osmanisch-türkischen Reichs auf Europa abgewehrt wurde.

Bischof Gerhard L. Müller erklärte, heute sei das Bewußtsein entscheidend, daß wir auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria vertrauen können. Das Glaubensbekenntnis der Kirche, das auch die Rolle der Jungfrau Maria im Heilsplan umfaßt, sei „keine Last auf unseren Schultern“. Vielmehr schenke uns dieser Glaube Flügel, „so daß wir mit der Leichtigkeit der Liebe Gottes durch die Zeit gehen können“, so der Regensburger Oberhirte.

In seiner Ansprache erinnerte der Bischof an die froh stimmenden Eindrücke der kürzlichen Papstreise. Er erwähnte, daß 3500 der über 6000 Teilnehmer aus dem Bistum Regensburg Jugendliche waren:  „Wir haben eine Stärkung des Glaubens erfahren. Unser Heiliger Vater hat uns in die Tiefe des Glaubensgeheimnisses eingeführt.“

Im Marienwallfahrtsort Etzelsbach im Eichsfeld habe der Papst die katholische Marienverehrung erläutert. Das Etzelsbacher Wallfahrtsbild zeige Jesus, der seiner Mutter Maria zugekehrt sei, so daß sie ihr Herz an das geöffnete Herz ihres Sohnes drückt: „Maria ist ein Bild unseres Glaubens und wir dürfen uns selber an dieses Herz Christi drücken“, so Bischof Müller.