„Geh aus, mein Herz, und suche Freud´“

Erstaunlich fromm: Lieblingslieder von Prominenten

Die evangelische Nachrichtenagentur „Idea“ berichtet am 13.10.2011 über die Lieblingslieder namhafter Persönlichkeiten, wobei oftmals religiöse Titel auf Platz 1 landen.

Zu den beliebtesten Liedern von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gehört „Geh aus mein Herz und suche Freud“ von Paul Gerhardt (1607-1676).

Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann nennt als Lieblingslied „Befiehl du deine Wege“, dessen Text ebenfalls von Paul Gerhardt stammt.

Auch der Pianist Martin Helmchen, der unter anderem mit den Wiener Philharmonikern auftritt, nennt ein Werk des bekannten Liederdichters Paul Gerhardt: „Wie soll ich dich empfangen?“   –   Der 29-Jährige erklärt hierzu:  „Mich berührt die staunende Frage an den unnahbaren und doch unendlich nah gekommenen Ewigen.“

Auch andere Prominente schätzen vor allem adventliche und weihnachtliche Weisen. Altbundespräsident Richard von Weizsäcker (91 J.) singt und hört am liebsten das Lied „Herbei, o ihr Gläubigen.“

Die Schauspielerin Martina Gedeck, die 2004 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, führt das Adventslied „Macht hoch die Tür“ an. Dazu erläutert sie: „Würde, Größe, Freude, Einfachheit sind in diesem Liede – und deshalb mag ich es so.“

ARD-Wettermoderator Sven Plöger bekennt, daß er nicht gerne singt  –  mit Ausnahme der Kirchenlieder „O Du fröhliche“, „Alle Jahre wieder“ und dem geistlichen Song „Danke“.


Christliche Staatschefin erhielt Nobelpreis

Ellen Johnson-Sirleaf ist Präsidentin von Liberia und achtfache Großmutter

Drei Frauen erhielten kürzlich den Friedensnobelpreis, wobei die Ehrung zweier Muslimas umstritten ist, weil diese „islamistischen“ Gruppen nahestehen. Hingegen erscheint die Würdigung von Ellen Johnson-Sirleaf durchaus berechtigt:

Die 73-jährige Christin ist die erste demokratisch legitimierte Staatschefin eines afrikanischen Landes; sie wurde vor fünf Jahren als Präsidentin Liberias gewählt.

1999 wurde sie von der „Organisation für Afrikanische Einheit“ als eine von sieben Persönlichkeiten beauftragt, den Völkermord in Ruanda zu untersuchen.

Einer der Schwerpunkte der vierfachen Mutter und achtfachen Großmutter ist die Re-Integration ehemaliger Kindersoldaten.  Ähnlich wie Südafrika richtete Ellen Johnson-Sirleaf eine „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ ein; sie untersucht die Schrecken des Bürgerkrieges und soll Verständigung und Stabilität im Lande herstellen.

Im vergangenen Jahr bezeichnete die Zeitschrift „Newsweek“ Ellen Johnson-Sirleaf als eine der zehn besten Staatschefs der Welt; die „Neue Zürcher Zeitung“ würdigte die überzeugte Christin (Mitglied der evangelisch-methodischen Kirche) als „Vorbild für ganz Afrika“ und als „eine afrikanische Mama“.


Dinosaurier-Sensationsfund in Deutschland: Fossil zu 98% erhalten

Bei Kelheim in Bayern wurde ein wissenschaftlich hochinteressantes, fast vollstandig erhaltenes Dino-Fossil gefunden: von einem Team professioneller Fossilienausgräber entdeckt, erkannten die Besitzer rasch seinen hohen wissenschaftlichen und kulturellen Wert:  Anstatt den Sensationsfund für bares Geld zu verkaufen, meldeten sie den Fund in eigener Initiative als „Deutsches Kulturgut“ an.

„Ich denke, dass hier von Seiten der Eigentümer vorbildlich vorgegangen wurde: Die freiwillige Eintragung des Stückes als „Deutsches Kulturgut“ lässt nun auch Publikationen über diesen herausragenden Fund in höchstrangigen Journalen zu“, erklärte Prof. Dr. Haszprunar, Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlung Bayerns.

Er fügte hinzu:“Damit kommt es letztlich zu einer win-win-win-Situation für Eigentümer, Wissenschaft und Öffentlichkeit, die sich aus einem „Miteinander statt Gegeneinander“ speist“.

Am Donnerstag, den 27. Oktober 2011, um 18 Uhr wird bei der feierlichen Eröffnung der „Munich-Show  –  Mineralientage München 2011“ auch der neu aufgetauchte Sensationsfund unter Leitung von Prof. Dr. Haszprunar enthüllt und exklusiv zu sehen sein.

Das wertvolle Exponat ist dabei in bester Gesellschaft: Die „Fossilworld“ der Mineralientage präsentiert 2011 eine außergewöhnliche Sonderschau „European Dinosaurs“. Erstmals werden die bedeutendsten Original-Dinosaurierfunde Europas an einem Ort versammelt zu sehen sein, darunter der Europasaurus (Deutschland), Megalosaurus (England), Juravenator (Deutschland) und Balaur (Rumänien)

Mit seiner unglaublichen Vollständigkeit von 98 Prozent gilt das jetzt bei Kelheim entdeckte Fossil als einer der vollständigsten Raubsaurier (Theropoden) der Welt. Der noch namenlose Raubdinosaurier setzt sich damit an die europäische Spitze und reiht sich neben so legendäre Funde wie Compsognatus und Juravenator.

Theropoden, sprich Raubsaurier, gehören zu den seltensten Dinosaurierfunden. Ein großer Teil der bekannten Arten ist nur von unvollständigen bis fragmentarischen Resten bekannt. Einen nahezu vollständigen Raubsaurier zu finden gleicht daher einem wissenschaftlichen „Sechser“ im Lotto.

„Dieser Raubsaurier ist zu etwa 98 Prozent vollständig und repräsentiert somit sicherlich den vollständigsten je in Europa gefundenen Dinosaurier und einen der vollständigsten Theropoden weltweit“, erklärt Dr. Oliver Rauhut, Konservator an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Unter seiner Leitung erstellte ein internationales Team ein erstes Gutachten über den Sensationsfund.


Bentek-Studie: Windenergie wenig effektiv

Das „Europäische Institut für Klima und Energie“ (EIKE) veröffentlichte auf seiner Webseite www.eike-klima-energie-eu folgenden Artikel von Robert Bryce zum Thema Windräder und Windenergie, basierend auf der US-amerikanischen Bentek-Studie:

„Fakten sind ärgerliche Dinge, besonders wenn es um die Mythen der Windenergie geht. Seit Jahren glauben Befürworter von erneuerbaren Energie,  dass die steigende Nutzung von Windenergie eine kosteneffektive Methode sein kann, um CO2-Emissionen zu reduzieren.

Die Wirklichkeit: Die Vorteile der Windenergie hinsichtlich dieser Reduzierung werden weit überschätzt. Selbst wenn Windenergie wirklich helfen würde, Kohlenstoff-Emissionen zu senken, so sind diese Reduktionen viel zu teuer, um wirksam genutzt werden zu können.

Dies sind die Ergebnisse einer gründlichen neuen Studie, die heute von Bentek Energy veröffentlicht worden ist. Bentek Energy ist eine in Colorado ansässige Firma zur Analyse von Energie.

Anstatt sich auf Computermodelle zu verlassen, die lediglich theoretische Emissionsdaten benutzen, haben die Autoren Porter Bennett und Brannin McBee aktuelle Emissionen von Kraftwerken in vier Gebieten analysiert: Beim Electric Reliability Council of Texas, Bonnevielle Power Administration, California Independent System Operator und dem Midwest Independent System Operator. Diese vier Systemoperatoren beliefern 110 Millionen Verbraucher oder ein Drittel der US-Bevölkerung.

Bennet und McBee schauten sich mehr als 300.000 stündliche Aufzeichnungen von 2007 bis 2009 an. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die American Wind Energy Association (AWEA) und andere Windparks die Fähigkeit des Windes, Schwefeldioxid, Nitrooxid und Kohlendioxid zu reduzieren, weit überschätzt hatten.

Tatsächlich stellte sich in der Studie heraus, dass in einigen Regionen des Landes, z. B. in Kalifornien, die Nutzung der Windenergie die Schwefeldioxidemissionen kein bisschen reduziert.

Aber die wichtigste Schlussfolgerung aus der Studie ist, dass Windenergie „keine kosteneffektive Lösung zur Reduzierung von Kohlendioxid ist, wenn man Kohlenstoff mit weniger als 33 Dollar pro Tonne rechnet“.

Angesichts der nach wie vor in der Rezession steckenden US-Wirtschaft und der Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe kann und will der Kongress nicht versuchen, eine Kohlenstoffsteuer einzuführen, egal wie gering diese ausfallen soll.

Die AWEA behauptet, dass jede Megawattstunde durch Windturbinen erzeugten Stromes den Ausstoß von Kohlendioxid um 0,8 Tonnen verringert.

Aber die Bentek-Studie zeigt, dass die CO2-Reduktion durch Windenergie in Kalifornien, einem Staat, der stark abhängig von mit Erdgas erzeugtem Strom ist, nur etwa 0,3 Tonnen pro Megawattstunde betragen hatte.

Weiter ergab die Studie, dass im Gebiet, das von der Bonneville Power Administration bedient wird, die einen großen Anteil ihres Stromes aus Wasserkraft erzeugt, die CO2-Reduktion nur bei 0,1 Tonne pro Megawattstunde lag.

Um eines klarzustellen: die Bentek-Studie fand heraus, dass in der vom Midwest Independent System Operator bedienten Region, in der der meiste Strom in Kohlekraftwerken erzeugt wird, die Vorteile des Windes größer sind (etwa 1,0 Tonnen eingesparten CO2’) als die AWEA behauptet.

Betrachtet man jedoch die Reduktionen von Schwefeldioxid und Nitrooxiden im Mittleren Westen, zeigte sich laut der Bentek-Studie erneut, dass die Behauptungen der AWEA übertrieben waren.

Wie ist das in Texas, dem Bundesstaat mit einigen 10 000 Watt installierter Kapazität aus Windstrom, mehr als jeder andere Bundesstaat?

Auch hier stellte sich in der Bentek-Studie klar, dass die Behauptungen der AWEA übertrieben waren. Texas ist stark abhängig von der Stromerzeugung durch Erdgas. Bei der Anwendung von Windenergie im Bereich des Electric Reliability Council von Texas ergab sich aus der Bentek-Studie eine Reduktion von Schwefeldioxid um 1,2 Pfund pro Megawattstunde, deutlich weniger als die von AWEA behaupteten 5,7 Pfund.

Ähnlich war es mit der Reduktion von Nitrooxiden, fand man doch eine Reduktion um lediglich 0,7 Pfund anstatt der von der AWEA behaupteten2,3 Pfund, und die Reduktion von Kohlendioxid belief sich auf 0,5 Tonnen pro Megawattstunde und nicht auf die von AWEA behaupteten 0,8 Tonnen.

Aus der Bentek-Studie kommen weitere schlechte Nachrichten für die subventionsabhängige Windindustrie:

Niedrige Preise für Erdgas, der wirtschaftliche Abschwung und die Ungewissheit über die Fortsetzung föderaler Subventionen lassen die Windindustrie zittern. Im Jahre 2010 ist die gesamte Kapazität von winderzeugtem Strom in den USA um 5100 Megawatt gestiegen, etwa halb so viel wie im Jahre 2009. Im ersten Viertel dieses Jahres belief sich der Zuwachs gerade mal auf 1100 Megawatt, was darauf hindeutet, dass es in diesem Jahr noch schlimmer ist als 2010.

Die Aussichten für die Windindustrie sind so schlecht, dass T. Boone Pickens, lange Zeit einer der lautesten Befürworter der Windenergie, auf dem US-Markt aufgegeben hat. Der sich selbst vermarktende Milliardär, der mit lautem Getöse einmal Windturbinen im Wert von etwa 2 Milliarden Dollar im Jahre 2008 bestellt hatte, versucht inzwischen, in Kanada eine Heimstatt für diese Turbinen zu finden.

Zusätzlich zu diesen Schwierigkeiten erhebt sich in immer mehr Ländern der Welt Protest gegen die Windindustrie. In der Europäischen Plattform gegen Windfarmen haben sich derzeit 485 Organisationen aus 22 europäischen Staaten zusammen geschlossen.

In Großbritannien, wo Windprojekte in Wales, Schottland und anderswo bitter bekämpft werden, haben sich rund 250 Anti-Wind-Gruppen gebildet. In Kanada gibt es allein in der Provinz Ontario mehr als 50 Anti-Wind-Gruppen. In den USA gibt es etwa 170  solcher Gruppen.

Während viele Faktoren der Windindustrie arg zusetzen, nimmt der heute veröffentlichte Bentek-Bericht dieser Industrie auch noch die Hauptgrundlage für ihre Existenz. Der Global Wind Energy Council, eine der Hauptlobbygruppen der Windindustrie, behauptet,  dass die Reduktion des Eintrags von Kohlendioxid in die Atmosphäre „der wichtigste Vorteil der Windstromerzeugung für unsere Umwelt ist“. Die American Wind Energy Association beharrt ihrerseits auf der Feststellung, dass die Windindustrie „den Eintrag von Kohlendioxid bis zum Jahr 2030 um 825 Millionen Tonnen vermeiden kann“.

Aber wenn der Windenergie Kohlendioxid-Emissionen nicht signifikant reduziert, können die Kritiker die üppigen Subventionen der Branche in Frage stellen, einschließlich der Steuergutschrift von 0,022 $  für jede Kilowattstunde Strom. Zum Vergleich: im Jahr 2008, berichtete die Energy Information Administration, dass die Subventionen für den Öl-und Gassektor 1,9 Mrd. $ pro Jahr oder etwa USD 0,0001 je kwh betrug.

In anderen Worten, Subventionen für die Windenergie je kwh mehr als 200 mal so groß wie jene, die dem Öl-und Gassektor [auf der Basis [von pro-unit-of-Energie (BTU) – ] erzeugt]. Mit anderen Worten, die Subventionen für den Windsektor sind je kwh mehr als 200 mal größer als diejenigen für den Öl- und Gassektors.

Falls diese Subventionen einmal wegfallen sollten, wäre der Windsektor in den USA augenblicklich mausetot. Und für die Verbraucher wäre das eine hoch willkommene Nachricht.

Die Windenergieindustrie ist das Gegenstück zum Betrug mit Biodiesel aus Mais: es handelt sich um eine übermäßig subventionierte Industrie, die vollständig von fließenden Steuergeldern abhängt, um solvent zu bleiben. Außerdem wird dem Verbraucher ein Produkt angedreht, das unseren Bedarf an Erdgas kaum verringert oder CO2-Emissionen reduziert. Die jüngste Bentek-Studie sollte eine Pflichtlektüre für politische Entscheidungsträger sein. Es ist eine dringend notwendige Erinnerung an die ärgerlichen Fakten über die Windenergie, die durch den tsunamiartigen Hype um grüne Energie verschleiert worden sind.

Autor Robert Bryce

Robert Bryce ist beratendes Mitglied am Manhattan Institute.  –  Sein viertes Buch “Power Hungry: The Myths of „Green“ Energy and the Real Fuels of the Future” wurde kürzlich veröffentlicht.

Link: http://www.forbes.com/2011/07/19/wind-energy-carbon.html

Übersetzt von Chris Frey für EIKE.“