Warum der kirchlich überlieferte Rosenkranz der beste ist

Visionäre Varianten verdrängen den klassischen Rosenkranz

HERR, leite mich auf dem altbewährten Weg!“ (Ps 139,24)

Von Stefan Vucina

Es gibt mittlerweile eine Menge verschiedener Rosenkränze im Angebot; etwa 50 sind mir der Benennung nach bekannt, andere auch inhaltlich.

Darunter findet sich eine ganze Reihe „geoffenbarter“ Rosenkränze (die also auf angebliche Visionen bzw. „Privatoffenbarungen“ zurückgehen), z.B. der „Tränenrosenkranz“, der „Endzeitrosenkranz“, der „Heilig-Geist-Rosenkranz“, der „Rosenkranz für die Armen Seelen“ oder der „Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit“. media-372515-2

Alle diese „visionär“ entstandenen Rosenkränze bergen gewisse Gefahren in sich, die man bei oberflächlicher, unreflektierter Betrachtung nicht unbedingt erkennt.

Ein Problem liegt zunächst darin, dass man den klassischen Rosenkranz mit seinen Christus-Geheimnissen (das Evangelium!) letztlich verdrängt, wenn man sich den Sonder-Rosenkränzen widmet, die diese wichtigen Geheimnisse nicht oder nur geringfügig enthalten.

Wenn man z.B. in einer Offenbarung an die hl. Schwester Faustina über den „Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit“ liest: „Bete unablässig den Rosenkranz, den ich dich gelehrt habe“, dann stellt sich die Frage, wann dann überhaupt noch der klassische Rosenkranz gebetet werden soll, der doch wegen seiner erhabenen Glaubensgeheimnisse (eine Art Kurzform des Evangeliums) weit höher steht  –  und wenn man laut anderen Privatoffenbarungen weitere visionär 3068entstandene Rosenkränze beten soll, etwa den „Rosenkranz für die Armen Seelen“.

„Jede Seele, die diesen Rosenkranz betet, verteidige ich in der Stunde des Todes wie meine Ehre“ (ebenfalls offenbart an Sr. Faustina)  –  oder den „Heilig-Geist-Rosenkranz“, welcher der Seherin Katharina Vogl von Maria verkündet worden sein soll:  „Ich bin die Braut des Heiligen Geistes. Rufe mich, sooft es dir möglich ist, im Heilig-Geist-Rosenkranz an.“

Wo also bleibt bei so vielen „visionären“ Rosenkränzen noch Zeit und Raum für den klassischen, kirchlichen Rosenkranz mit dem Evangelium von Jesus Christus?

Wenn man nämlich alle diese Sonder-Rosenkränze beten wollte – und laut dieser Privatoffenbarungen sollen sie alle gebetet werden  –  der „Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit“ sogar unablässig und der „Heilig-Geist-Rosenkranz“ sooft wie möglich etc., dann bleibt für den bewährten, jahrhundertealten Rosenkranz schlicht  keine Zeit  übrig.

Es liegt also auf der Hand, was mit der Flut der geoffenbarten Rosenkränze erzielt wird: Der kirchlich überlieferte Rosenkranz wird verdrängt    –  stattdessen wird man gelockt und gebunden mit Aussagen wie etwa den folgenden:

„Jede Seele, die dieses Rosenkranzgebet betet, verteidige ich in der Stunde des Todes wie meine Ehre. Auch wenn andere bei einem Sterbenden so beten, erhält er den gleichen Ablass.“

„Ich bin die Braut des Heiligen Geistes. Rufe mich sooft es dir möglich ist im Heilig-Geist-Rosenkranz an. Diese Bitten, die darin enthalten sind, werden auf meine Fürbitte hin von der heiligen Dreifaltigkeit ganz besonders erhört.“

„Wer auch immer ihn beten wird, erfährt in seiner Todesstunde meine große Barmherzigkeit.“

Solche Versprechen bzw. Verheißungen sollen den Katholiken an diese visionären Rosenkränze binden, wobei  der klassische Rosenkranz, den der Heilige Geist seiner Kirche geschenkt hat, mehr oder weniger vernachlässigt wird.

Teil II

Im ersten Teil war die Rede von den geoffenbarten Rosenkränzen, die auf Kosten des kirchlichen Rosenkranzes verbreitet werden. Hier im zweiten Teil geht es um ein sehr wichtiges Detail, das mehr Licht darauf wirft.

Der klassische Rosenkranz ist wegen seiner erhabenen Glaubensgeheimnisse christuszentriert. Diese Geheimnisse über die wichtigsten Lebensstationen Christi sowie über Christi Wirken über seinen Tod hinaus stehen im Mittelpunkt und ziehen den Blick des Betenden auf das Evangelium, das Wort Gottes, das beim Beten und Betrachten die Seele mit seiner Kraft und Weisheit nährt (Röm 1,16), denn lebendig ist es, „kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens“ (Hebr 4,12).

In den visionären Rosenkränzen nehmen dagegen spezielle Anliegen bzw. Bitten im wesentlichen den Platz des Evangeliums ein, so dass der Betende sich nicht mehr auf das Evangelium konzentriert,  sondern auf diese speziellen Anrufungen.

Hier geschieht letztlich etwas Unerhörtes:

Diese Bitten verdrängen oder ersetzen gar das Evangelium. Für einen gläubigen Christen ist das eine Sackgasse, ist doch das Evangelium Gottes Wort, „das Wort der Wahrheit“, des Heils (Eph. 1,13), des Friedens (Eph. 6,15), der göttlichen Herrlichkeit (1 Tim. 1,11), des Lebens (2 Tim. 1,10), das für das Seelenheil von so großer Bedeutung ist (Röm. 1,16). Deshalb hat Christus seinen Aposteln aufgetragen, der ganzen Menschheit das Evangelium zu verkünden:

„Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet.“ (Mk. 16,15)

Das Evangelium rettet uns, denn es ist Gottes Kraft, göttliches Leben, das von keinem Christen verdrängt werden darf,  weil es so erhaben ist, dass man sogar sein Leben dafür geben muss, wenn es darauf ankommt:

„Wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.“ (Mk. 8,35)

Deshalb schreibt der hl. Paulus im Heiligen Geist an Timotheus: „Leide mit mir für das Evangelium.“ (2 Tim. 1,8)

Wenn also das Evangelium nach der Heiligen Schrift, dem größten göttlichen Offenbarungsbuch aller Zeiten, so groß ist und so viel höher steht als unser Leben, wie könnte es dann sein, dass Christus oder seine Mutter Maria in geoffenbarten Rosenkränzen das Evangelium durch spezielle Bitten ersetzen und so letztlich verdrängen?

Sagt uns doch der hl. Paulus, von Gott inspiriert:

„Halte Jesus Christus im Gedächtnis …, von den Toten auferstanden; so lautet mein Evangelium, für das ich zu leiden habe und sogar wie ein Verbrecher gefesselt bin; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt.“ (2 Tim. 2,8f.)

„Halte … im Gedächtnis“ heißt es, denke an das Evangelium – auch im Rosenkranzgebet!

Es darf auch aus dem Rosenkranz nicht verschwinden! Und wer es durch Bitten (welcher Art auch immer)  ersetzt, der bereitet dem Evangelium Christi ein Hindernis!

„Damit wir dem Evangelium Christi kein Hindernis bereiten“ (1 Kor. 9,12), sollen wir die Bitten, die meist in Form von Gesätzchen vorkommen, aus dem Rosenkranz verbannen bzw. uns eben an den überlieferten, klassischen Rosenkranz halten.

Wer also ist es, der hier durch Offenbarungen von Bitt-Rosenkränzen dem Evangelium Christi ein Hindernis bereitet? Ist es Christus selbst? Seine Mutter? Nach dem Urteil der Heiligen Schrift unmöglich! Deshalb hören wir auf die Warnung der Apostel:  „Seid nüchtern und wachsam!“ (2 Petr. 5,8)  –  „Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind“ (1 Joh. 4,1)  –  „Prüft alles und das Gute behaltet! Meidet das Böse in jeder Gestalt!“ (1 Thess. 5,21-22)

Deshalb: Jede „Erscheinung“, die auf welche Art und Weise auch immer das Evangelium verdrängt oder es zu verdrängen versucht, auch im Rosenkranz, ist ein Geist, der nicht aus Gott sein kann.

Das bestätigen nicht nur das fehlende Evangelium in den geoffenbarten Rosenkränzen und diese „Visionen“ solche, die zum beständigen Beten dieser Spezial-Rosenkränze auffordern, so dass für den echten Rosenkranz und sein Evangelium keine Zeit und kein Raum bleibt, sondern zudem meine eigenen Erfahrungen, die ich mit diesen „visonären“ Rosenkränzen gemacht habe: sie haben mich nicht nur vom Beten des kirchlichen Rosenkranzes abgehalten, sondern in mir kam auch ein schlechtes Gewissen auf, als ich sie dann doch nicht mehr beten wollte, weil mir der echte Rosenkranz fehlte.

Hinzu kam eine unterschwellige Angst, weil ich nun befürchtete, dass mir die entsprechenden Verheißungen nicht zuteil würden, die an diese geoffenbarten Rosenkränze gebunden sind. Mit Hilfe von Felizitas Küble bin ich  aus dieser Sackgasse herausgekommen!

In Anbetracht dieser Erfahrungen, die mich unter Druck setzten, und der Analysen, die ich gemacht habe, kann ich nur jedem raten, in aller Gelassenheit den kirchlichen Rosenkranz mit dem Evangelium zu beten und zu betrachten  –  und zwar so als ob es die geoffenbarten Rosenkränze gar nicht gäbe – denn was soll größer, stärker und mächtiger sein als Gottes Wort, das Evangelium von Jesus Christus?!

Lassen wir uns also nicht von irgendwelchen Privatoffenbarungen binden, gefangennehmen und in die Irre führen. Christus hat uns nämlich zur Freiheit der Kinder Gottes berufen  –  und nichts und niemand soll sie uns nehmen!

Teil III

Die Bitten, die in den geoffenbarten Rosenkränzen anstelle des Evangeliums im Mittelpunkt des Betrachtens stehen, können im echten Rosenkranz, den uns der Heilige Geist durch die Kirche geschenkt hat, ggf. vor dem jeweiligen Gesätz vorgetragen werden. Warum sollen sie nun ihren Platz im Gesätz haben  – also dort, wo sonst ein Glaubensgeheimnis aus dem Evangelium steht?

In diesem dritten Teil will ich an einigen Beispielen aufzeigen, dass die geoffenbarten Rosenkränze noch in einer anderen Hinsicht problematisch sein können, nämlich wenn sie durch die „Visionen“ mit Irrlehren bespickt sind; ob diese nun offensichtlich oder weniger offensichtlich sind.

So wird zB. im „Tränenrosenkranz“ hinsichtlich der Madonna zu Jesus gebetet:  „…die dich auf Erden am meisten geliebt und dich am innigsten liebt im Himmel“

Der zweite Teil des Gebets ist eine massive Irrlehre, die darauf abzielt, den Betenden zu dem Irrglauben zu führen, Mariens Liebe zu Christus sei inniger und damit größer und stärker als die des Vaters und des Heiligen Geistes.

Doch tatsächlich ist es so, dass im Himmel nicht etwa die Gottesmutter Jesus am innigsten liebt,  sondern der Vater und der Heilige Geist!

Durch diese Irrlehre, vermittelt durch einen Irrgeist, der sich als „Engel des Licht“ tarnte, wird Mariens Liebe über die Liebe Gottes gestellt  – und damit das Geschöpf über den Schöpfer!  – Eine Gotteslästerung, die von nicht wenigen Katholiken gebetet wird (bis vor kurzem auch von mir) und die vom Unterbewusstsein aufgenommen wird, auch dann, wenn sie einem nicht bewusst ist, was die Sache noch gefährlicher macht!

Als weiteres Beispiel nehme ich den „Heilig-Geist-Rosenkranz“ mit seinen fünf Bitt-Geheimnissen. Beim Lesen dieser Geheimnisse habe ich nicht nur den Eindruc, als wäre der Heilige Geist bloß eine unpersönliche Kraft, die Jesus Christus für uns erst erbitten und zum Wirken anregen müsse, sondern es wird durch den Gebetstext letztlich auch verhindert, dass man den Heiligen Geist, der die dritte göttliche Person ist, im Namen Jesu Christi selbst um seine Gnaden und sein Wirken bittet:

Erstes Anliegen-Geheimnis: Jesus, der unser Herz für die Gnadenfülle des Heiligen Geistes empfänglich machen wolle.

Zweites Anliegen-Geheimnis: Jesus, der uns den Heiligen Geist erbitten und in uns die drei göttlichen Tugenden vermehren und stärken wolle.

Drittes Anliegen-Geheimnis: Jesus, der uns durch den Heiligen Geist stärken, erleuchten, leiten, regieren, führen und heiligen wolle.

Viertes Anliegen-Geheimnis:  Jesus, der unser Herz, mit der Liebe des Heiligen Geistes entzünden und mit tiefster Demut, Sanftmut, Geduld, Ergebung, Hingabe, Kraft und Heiligkeit erfüllen wolle.

Fünftes Anliegen-Geheimnis:  Jesus, der uns die sieben Gaben und zwölf Früchte des Heiligen Geistes erflehen, alles Gute verleihen und alles Böse abhalten wolle.

Im zweiten Geheimnis wird indirekt gesagt, dass wir Katholiken den Heiligen Geist nicht hätten, also sollen wir darum bitten, dass Jesus ihn uns erbeten wolle. Die Lehre unserer Kirche lautet aber: Jeder empfängt den Heiligen Geist durch die Taufe!

Zudem werden in der fünften Heilig-Geist-Bitte die „Sieben Gaben“ des Heiligen Geistes erfleht, obwohl uns diese im Sakrament der Firmung verliehen werden.

Also Finger weg von geoffenbarten Rosenkränzen, die den überlieferten Rosenkranz verdrängen (der eine Kurzform des Evangeliums darstellt)   – und die mitunter sogar Irrlehren enthalten – unsere Seele soll aber auch beim Rosenkranzgebet von der Wahrheit, vom Wort Gottes genährt werden!

Also was bleibt uns nach all diesen Überlegungen?

Nicht mehr und nichts weniger als das, was uns der Heilige Geist über Jahrhunderte hinweg geschenkt hat: der klassische, der bewährte, der kirchlich verkündete Rosenkranz! So können wir mit dem von Gottes Geist inspirierten Psalmisten beten:

HERR, leite mich auf dem altbewährten Weg!“ (Ps 139,24)

ERGÄNZENDER HINWEIS auf einen ausgezeichneten Artikel der „Ankerperlenfrau“: http://rosenkranzbeten.info/rosenkranzbeten/falsche-anleitung-zum-rosenkranzbeten/


20 Kommentare on “Warum der kirchlich überlieferte Rosenkranz der beste ist”

  1. Johannes Müller-Frank sagt:

    Sehr geehrte Frau Felizitas Küble

    Ich bin voll auf Ihrer Linie. Es gibt zu viele verschiedene Rosenkränze. Wir Christen sollten uns an den „normalen“ Rosenkranz halten. Ich bin sowieso sehr skeptisch, wenn Menschen Privatoffenbarungen erhalten, sei es durch Channeling, mediales Schreiben oder Pendeln. Fast immer stecken dämonische Wesen dahinter, die sich als Engel oder höhere Wesen ausgeben. Auch Satan tarnt sich als Engel des Lichts, dabei ist er der Herr der Finsternis.

    Freundliche Grüsse

    Johannes Müller-Frank

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    • Guten Tag,
      besten Dank für Ihre zustimmenden Zeilen. Es freut mich, daß Sie einen nüchternen und bodenständigen Glauben vertreten.
      Auch ich halte mich an den überlieferten Rosenkranz und verwende keine „Extrawürste“ aus Privatoffenbarungen.
      Nun können Erscheinungen vereinzelt von „oben“ kommen, meist wohl von innen (psychogen) oder sie können betrügerisch sein oder bisweilen sogar von „unten“ stammen, wie Sie selbst erwähnen mit Hinweis auf Paulus, wonach der Satan als Engel des Lichtes erscheine.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. Ive sagt:

    Ich bin zu tiefst erschüttert, was man hier anprangert. Verzeihen Sie aber vor allem der Barmherzigkeitsrosenkranz und Heilig Geist Rosenkranz ist mit Kirchlicher Imprimatur ( Druckerlaubnis)!
    Wollen Sie das verneinen?
    Es ist ein Geschenk man kann es z.B in der Sterbestunde Jesu am Freitag um 15 Uhr beten.
    Ich bin sehr traurig was Sie hier für Argumentationen bringen…

    Liebe Grüße

    Ive

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    • Guten Tag,
      eine Imprimatur ist eine Druck-ERLAUBNIS, keine Leseverpflichtung, sondern lediglich eine Billigung.
      Keiner muß einem Imprimatur-Buch zustimmen, es ist aber kirchlich g e s t a t t e t , es zu lesen etc.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. Sandra Russo sagt:

    Vieken Dank für diesen Artikel! Auch ich haderte die letzte Zeit sehr damit, was den Barmherzigkeitsrosenkranz und die Offenbarung der Sr Faustina angeht…und liess ihn, jedoch mit schlechtem Gewissen beiseite… und halte mich nur noch an die klassischen Rosenkränze.
    Mir persönlich half das Buch:
    MARIA, ROSA MYSTICA
    auch sehr. Dadurch kam ich auch sehr ins überlegen, was die angeblichen Sehungen der Schwester Faustine angeht und kam für mich zum Entschluss, das ich Schwester Pierinas Sehungen doch mehr trauen kann und da ich gerade nur durch Zufall oder vom heiligen Geist geleitet auf diese Seite kam, bestätigt das nun meine Gefühle und meinen Entschluss.

    Mit freundlichem Gruß und Gottes Segen
    Sandra Russo

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    • Guten Tag,
      es ist sehr vernünftig, wenn sich sich an den klassischen Rosenkranz halten, der sich seit Jahrhunderten im Kirchenvolk bewährt hat. Wenn Sie stattdessen andere Extra-Rosenkränze aus „visionären“ Quellen beseitelassen, tun Sie gut daran und können dies mit besten Gewissen tun.
      Was allerdings Montichiaria bzw. „Rosa Mystica“ betrifft, so sind diese „Botschaften“ bzw. Erscheinungen mit einer Reihe von Irrtümern besetzt und zudem kirchlich nicht anerkannt. Näheres hier:
      https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/montichiari-und-die-%E2%80%9Eerscheinungen%E2%80%9C-der-%E2%80%9Erosa-mystica%E2%80%9C/
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Ive sagt:

        Sehr geehrte Frau Küble,

        wie sie vielleicht wissen ist die Ordensschwester Faustina Heiliggesprochen worden auch Ihr Tagebuch wurde genau unter die Lupe genommen und es ist sogar gut diesen zu Lesen um Gottes Barmherzigkeit zu Verstehen. Durch das fromme Beten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes kann der vollkommene Ablass gewährt werden. Und wo stört dieser Rosenkranz wenn man diesen um 15 Uhr z.B am Freitag betet?
        Und sonst des Tages den normalen Psalter? Selbst der Papst Johannes Paul II hat diesen Gebetet…Sehr geehrte Frau Küble, ich wünsche Ihnen Barmherzigkei. Die Welt hat genug Plagen !!!Wie dringend braucht die heutige Welt das Erbarmen Gottes! – sagte Johannes Paul II. im Jahre 2002 in Łagiewniki. Aus der Tiefe des menschlichen Leids erhebt sich auf allen Erdteilen der Ruf nach Erbarmen. Wo Hass und Rachsucht vorherrschen, wo Krieg das Leid und den Tod unschuldiger Menschen verursacht, überall dort ist die Gnade des Erbarmens notwendig, um den Geist und das Herz der Menschen zu versöhnen und Frieden herbeizuführen. Wo das Leben und die Würde des Menschen nicht geachtet werden, ist die erbarmende Liebe Gottes nötig, in deren Licht der unfassbare Wert jedes Menschen zum Ausdruck kommt. Wir bedürfen der Barmherzigkeit, damit jede Ungerechtigkeit in der Welt im Glanz der Wahrheit ein Ende findet. (…) Im Erbarmen Gottes wird die Welt Frieden und der Mensch Glückseligkeit finden! Denken Sie in diesem Jahr der Barmherzigkeit über die Gnade die Jesus durch seine Barmherzigkeit den Menschen schenken will die auf Ihn hören und sich sich bekehren.

        https://www.faustyna.pl/zmbm/de/barmherzigkeit/

        Gottes Segen Ihnen!

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  4. […] Es ist Katholiken  – und vor allem Priestern  –  nicht erlaubt, an derartige „Visionen“, „Botschaften“ etc. zu glauben, zumal diese in einem meist langwierigen Untersuchungsverfahren geprüft und für verwerflich oder zumindest unzuverlässig befunden wurden  –  mitunter wurde auch die Unglaubwürdigkeit der sog. „Seher“ festgestellt. Die Kirche wünscht nicht, daß man solchen „Privatoffenbarungen“ anhängt, zumal die christliche Botschaft  durch Aberglaube und wundersüchtige Leichtgläubigkeit der Lächerlichkeit ausgesetzt würde.” (Privatoffenbarungen und die Haltung der Kirche gut erklärt) […]

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  5. Christian Schenk sagt:

    Vergelt’s Gott für diesen Text. Er ist sehr hilfreich, um ein wahrhaft katholisches Leben führen zu können.

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  6. Georges H. Peters sagt:

    Ich bin Römisch Katholisch getauft, bin aber irritiert von den vielen Rosenkranzgebeten. Welchen Weg ich gehen soll weiß ich nicht, weil ich erst spät wieder innigst zum Glauben gefunden habe. Vielleicht erhalte ich eine Hilfestellung.
    Ich bin schwerkrank und kann meine Gottesdienste nur über das Medium Fernsehen erhalten.
    Früher habe ich schwer gearbeitet ( ich war Fernfahrer ) und habe Kirchen nur unterwegs besuchen können.
    Für ein Gutes Wort wäre ich sehr dankbar.

    Herbert Georg Peters

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    • Guten Tag, Herr Peters,
      zunächst herzlichen Glückwunsch, daß Sie zu einem innigeren Glauben gefunden haben. Das ist ja nicht selbstverständlich, sondern ein besonderer Gnadenerweis Gottes. Von den zahlreichen, herumkursierenden „Rosenkränzen“ (die meist auf kirchlich nicht anerkannte „Erscheinungen“ zurückgehen), brauchen Sie sich nicht verwirren zu lassen. Mein Rat ist daher, daß jeder bei dem überlieferten und bewährten Rosenkranz bleibt, wie ihn die Kirche seit Jahrhunderten empfiehlt. Wer zum Rosenkranzgebet weniger einen Zugang findet (niemand ist zu diesem Gebet verpflichtet), kann ähnliche Gebetsformen wählen, zB. täglich ein Gesetzchen, das zur eigenen Lebenssituation paßt – oder den „Engel des Herrn“ dreimal am Tag beten. Gott schaut weniger auf unsere „Gebetsleistungen“, sondern auf unsere guten Absichten und Bemühungen. Wichtig ist auch, daß wir das Gebet für die Verstorbenen nicht vergessen, vor allem für eigene Angehörige, Freunde, für verstorbene Priester etc.
      Freundlichen Gruß und segensreiche Adventszeit!
      Felizitas Küble

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  7. Herbert Georg sagt:

    Natürlich soll der „normale Rosenkranz“ durch keinen anderen Rosenkranz ersetzt werden. In diesen Punkt gebe ich Ihnen Recht.

    Hat Papst Johannes-Paul II im Jahr 2000 nicht den Barmherzigkeitssonntag, mit allen Privilegien die durch Schwester Faustina geoffenbart wurden, eingeführt.

    Weshalb gehen Sie dann in Ihrem Text gegen das Oberhaupt der Katholischen Kirche vor.
    Papst Johannes-Paul II war ein sehr großer Marienverehrer und Rosenkranzbeter. Glauben Sie ernsthaft, dass er gegen etwas zum Nachteil des „ normalen Rosenkranzes“ unternommen hätte.

    Auch andere Rosenkränze wurden von Bischöfen überprüft und für gut befunden.
    Beispiel: Heiliger-Geist-Rosenkranz von Mutter Vogl.
    Imprimatur; Regenburg, den 11. Februar 1961, Bischöfliches Ordinariat J, Baldauf, Generalvikar.

    Sie sollten es schon den mündigen Bürgern überlassen, was sie beten. Ich kann z.B. die Wunden Jesu mit einen langen Gebet, das ich nie auswendig lernen kann, oder einen Rosenkranz, in dem sich der Text immer wieder wiederholt und daher leicht zu merken ist, verherrlichen. Einen auswendig gelernten Text kann ich überall und zu jeder Gelegenheit beten. Dadurch wird der „normale Rosenkranz“ nicht verdrängt.

    Maria sprach zu den Kindern in Fatima:“ Betet täglich den Rosenkranz“ und nicht „Betet täglich nur diesen Rosenkranz“. Sie läst auch Platz für andere Gebete, egal in welcher Form (Litanei, Novenen, Rosenkränze …) gebet wird.

    Wenn es um die Zeit geht, so kann ich nur folgendes sagen. Pater Pio betete neben den Beichten und der heiligen Messe angeblich 50 und mehr Rosenkränze am Tag. Ich habe kein Problem damit, täglich den „normalen Rosenkranz“ und je nach Laune den Barmherzigkeitsrosenkranz, Rosenkranz für die Armen Seelen, Rosenkranz zu den Wunden Jesu, Heiligen-Geist-Rosenkranz usw. zu beten. Ich halte mich an die Katholische Kirche, die diese Rosenkränze erlaubt hat.

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    • Guten Tag,
      Sie halten unserem Autor S. Vucina vor, er gehe in seinem Text „gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche vor“. Der Vorwurf ist nicht richtig, weil niemand verpflichtet ist, an Privatoffenbarungen zu glauben, auch nicht an kirchlich anerkannte. Wenn die Kirche dergleichen genehmigt, bedeutet das nur eine Erlaubnis, keine Verpflichtung.
      Selbstverständlich darf also jeder Katholik den Faustine-Rosenkranz oder sonst einen „Sonder-Rosenkranz“ kritisieren und den klassischen, überlieferten Rosenkranz für das Beste halten – mit einem „Vorgehen“ gegen den Papst hat das nichts zu tun. Abgesehen davon sind die Päpste nur bei der Verkündigung eines Dogmas unfehlbar; nicht einmal der klassische Rosenkranz steht in einem dogmatischen Zusammenhang, erst recht nicht die Sonder-Rosenkränze aufgrund von Privatoffenbarungen.
      Daß es erlaubt ist, einen Teil dieser „Erscheinungs-Rosenkränze“ (die auf Visionen oder Erscheinungen zurückgehen) zu beten, ist unstrittig und wurde auch vom Autor nicht in Abrede gestellt.
      Es können hier insoweit unter Katholiken in aller Freiheit unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht werden – und zwar ohne daß Andersdenkenden die kirchlich-päpstliche Gesinnung abgesprochen wird.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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    • Anonymous sagt:

      Sehr geehrter Herbert Georg,

      statt sich mit Privatoffenbarungen zu befassen, die eh nicht zum christlichen Glaubensgut gehören, sollten Sie sich so langsam mit dem befassen, was uns Gott durch die Kirche sagt. Nun hat Felizitas Küble schon das Wesentliche gesagt.

      Zum Barmherzigkeitsrosenkranz: Woher wissen Sie, dass der Barmherzigkeitsrosenkranz von Jesus Christus geoffenbart wurde? Das weiß doch nichtenmal die Kirche! – Und ich habe nicht den Inhalt des Barmherzigkeitsrosenkranzes kritisiert (denn der ist theologisch richtig), sondern die Verdrängung des kirchlichen Rosenkranzes auch durch den Barmherzigkeitsrosenkranz. Wenn der Heilige Vater Johannes Paul II. den Barmherzigkeitssonntag eingeführt hat, dann wohl sicherlich, weil er gut ist und nichts verdrängt. Das aber besagt nichts darüber, dass die Privatoffenbarung an die hl. Schwester Faustyna tatsächlich von Jesus Christus stammt!

      Zum Hl.-Geist-Rosenkranz: Auch wenn dieser die Imprimatur haben soll, so ist er dennoch mit Irrlehren bespickt, mit Lehren, die der Lehre der Kirche widersprechen. Der Gebetstext dieses Rosenkranzes, der den kirchlichen mitverdrängt, leugnet nämlich die Wirksamkeit der Taufe und Firmung, was wir Gläubige einfach nicht hinnehmen können!

      Sie schreiben: „Sie sollten es schon den mündigen Bürgern überlassen, was sie beten.“ Seit wann sind (katholische) Bürger, die zwischen der Lehre der Kirche und Irrlehren von Privatoffenbarungen nicht unterscheiden können blind Privatoffenbarungen folgen statt der KIrche, und daher Irrlehren und Gotteslästerungen beten, mündig? Andererseits ist es unser demokratisches Recht, sachgemäße Kritik zu üben und irregefgeführte Geschwister, die einen pseudo-katholischen Glauben pflegen, weil sie auf dem Fundament von Privatoffenbarungen stehen statt auf dem soliden Fundament der Kirche Gottes. Und das ist sogar von Gott her unsere Pflicht, wie es uns der Brief des Judas offenbart (Jud. 22ff.).

      Noch was zum „mündigen Bürger“: Wäre der (katholische) Bürger wirklich mündig, so bedürfte es der Kirche nicht, die uns sagt, wo es lang geht. Oder wollen Sie der Kirche vorschreiben, sie solle uns, die Gläubigen, in Ruhe lassen, weil wir angeblich mündig wären? Wollen Sie die von Gott gegebene hierarchische Ordnung der Kirche bekämpfen? Wollen Sie eine demokratische Kirche, wo das „mündige“ Volk der Gläubigen demokratisch bestimmt, was Sache ist?

      Desweiteren sendet uns die Kirche nach jeder Heiligen Messe (ite missa est!), das Evangelium zu verkünden. Und das tun wir, auch Felizitas Küble und auch meine Wenigkeit! Unsere Aufklärungsarbeit ist also von der Kirche gedeckt, solange wir die Kirche, ihre Lehre und den Heiligen Vater angemessen verteidigen – auch gegen antichristliche Privatoffenbarungen, die von so vielen Katholiken verherrlicht werden. Wenn uns die Kirche also nach jeder Hl. Messe sendet, um Gottes Wort zu verkünden, wer sind dann Sie, der uns diesen Auftrag absprechen will?

      Weiter schreiben Sie:

      „Ich habe kein Problem damit, täglich den „normalen Rosenkranz“ und je nach Laune den Barmherzigkeitsrosenkranz, Rosenkranz für die Armen Seelen, Rosenkranz zu den Wunden Jesu, Heiligen-Geist-Rosenkranz usw. zu beten. Ich halte mich an die Katholische Kirche, die diese Rosenkränze erlaubt hat.“

      Wenn Sie den „Heilig-Geist-Rosenkranz“ und den „Tränenrosenkranz“ beten, dann halten Sie sich eben nicht an die katholische Kirche, weil Sie im Heilig-Geist-Rosenkranz die Wirksamkeit der Taufe und Firmung leugnen und im Tränenrosenkranz Mariens Liebe über die Liebe des Vaters und des Heiligen Geistes stellen und damit Gott lästern!

      Stjepan Vucina

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    • Heidi sagt:

      Ergänzend sei erwähnt, dass die Schwester Faustina heilig gesprochen ist – und das sicher nicht ohne Grund.
      Ebenso wurde Papst Johannes Paul II. vor kurzem heilig gesprochen. Er war ein großer Verkünder des Rosenkranzgebetes und sicher kein Irrlehrer, weil er den Barmherzigkeitssonntag eingeführt hat.
      Ich persönlich bete den ganzen Tag verteilt den großen Psalter (also alle 20 Geheimnisse) und bin dankbar für diese Zeit mit IHM im Gebet.

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      • Guten Tag,
        die Heiligsprechung einer Person bezieht sich auf den sog. heldenhaften Tugendgrad und nicht etwa darauf, daß alles an Ansichten oder gar Visionen zu Lebzeiten der betr. Person richtig ist. Selbstverständlich haben sich auch Heilige verschiedentlich geirrt, sogar der große Kirchenlehrer Thomas v. Aquin bei mehreren wichtigen Themen (zB. Spätbeseelung, Immaculata, Hexen).
        Jene Erscheinung der hl. Katharina von Siena (übrigens ebenfalls Kirchenlehrerin), wonach ihr die Madonna gesagt habe, sie sei n i c h t die makellos Empfangene, kann natürlich auch nicht himmlischen Ursprungs gewesen sein, sonst hätte die Gottesmutter einer Lehre widersprochen, die später sogar zum Dogma erklärt und damit als unfehlbar definiert wurde. Also bleiben Sie bitte auf dem Teppich: Heiligsprechung ist kein Beweis für die Richtigkeit auch nur einer einzigen Vision.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  8. Anonymous sagt:

    Sehr geehrte Frau Küble,
    zum diesjährigen Oktobermonat hat Papst Benedikt – wenn ich mich recht erinnere – in einer Ansprache sinngemäß gesagt: Im den Rosenkranzgebet werden wir von Maria zu Christus geführt.“ Da Sie immer alles herausfinden, finden Sie vielleicht auch den Originaltext.
    Diese knappe, klare und einprägsame Formulierung des Papstes sollte überall bekannt gemacht werden.
    Mit guten Wünschen grüßt
    Vincenz Reinhart

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