Kritik an DGB-Chef Sommer wegen geplanter SPD-Amtstätigkeit

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE)   – selbst eine Unterorganisation des DGB  – hat das Vorhaben kritisiert, DGB-Chef Michael Sommer als kooptiertes Mitglied in den neuen SPD-Parteivorstand zu berufen. SPD-Chef Sigmar Gabriel will den DGB-Vorsitzenden  nach dem Parteitag im Dezember in den neuen Parteivorstand kooptieren.

„Die parteipolitische Unabhängigkeit der Gewerkschaften muß gewahrt bleiben“, sagte Christian Hülsmeier von der IGBCE dem jüngsten „Handelsblatt“.  Mit DGB-Sommer im SPD-Vorstand sei dies aber fraglich: „Das ist kein Ehrenamt, sondern eine politische Entscheidung“, warnte Hülsmeier.

Zugleich beanstandete die Chemiegewerkschaft, daß  IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis nicht an dieser Entscheidung beteiligt wurde: „Der DGB-Bundesvorstand sollte über solch wichtige Personalien entscheiden“, sagte Hülsmeier.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur

NACHTRAG:

Inzwischen hat DGB-Chef Sommer sein anfängliches JA zur SPD-Einladung zurückgezogen.

 


13. November 2011: Gebetstag für verfolgte Christen

Am 13. November ist der weltweite Gebetstag für verfolgte Christen (diesmal am Sonntag, dem Volkstrauertag).

Hierzu veröffentlichte der evangelikale Dachverband „Evangelische Allianz“ folgenden Aufruf:

„Wir fühlen uns angesichts der täglichen Nachrichten von Verfolgungssituationen oft hilflos. Aber wir können das wichtigste tun: Beten.  –  Einmal im Jahr einen Sonntag speziell diesem Thema zu widmen, in örtlichen Allianzen, in Gemeinden, in Gemeinschaftsstunden, in Hauskreisen  –  das wäre gewiss nicht zuviel.

Wir stellen das Material bereit. Jetzt sind Sie dran. Beten Sie mit. Wir schicken gern genügend Exemplare, damit jedes Ihrer Gemeindemitglieder und Veranstaltungsteilnehmer ein Heft erhalten kann.“

Hier können Sie kostenloses Material anfordern:

http://www.ead.de/gebet/gebetstag-fuer-verfolgte-christen/downloads.html

Ebenso beim katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT:

http://www.kirche-in-not.de/shop/

 

 

 

 


TOP gefragt: Deutsche Sprache im Ausland

Laut Goethe-Institut wollen immer mehr Menschen in Europa deutsch lernen, vor allem in Spanien. Dieses Jahr verzeichnet das Institut 70% mehr Teilnehmer als im Vorjahr in ihren Sprachkursen.

Auch in Irland steigen die Zahlen: Bis 2009 waren fast die Hälfte der Kurs-Besucher Einwanderer aus Osteuropa, doch mittlerweile sitzen jetzt fast nur noch Iren in den Kursen – zudem gab es einen Zuwachs von zehn Prozent.

Vor allem in Griechenland investieren immer mehr Menschen in einen Deutschkurs. Aber auch im Schulunterricht hat sich die Zahl der Schüler, die als zweite Fremdsprache Deutsch statt Französisch beleben, in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Auch in Ungarn ist die deutsche Sprache populär, wobei viele Landsleute sie bereits beherrschen. Von den ca. 20 Millionen Menschen, die weltweit Deutsch als Fremdsprache sprechen, leben etwa zwei Drittel in Osteuropa.

Besonders populär ist Deutsch auf dem Territorium der früheren Sowjetunion. Alexei Kisselow, der stellv. Bildungsminister in Rußland, erklärte kürzlich, daß Deutsch sofort nach Englisch die beliebteste Fremdsprache sei.

 


Arabische Welt: juden- und christenfreie Zone?

Faktenstarkes Jahrbuch „Märtyrer 2011“ von IDEA und IGFM erschienen

Droht die arabische Welt zu einer christenfreien Zone zu werden? Aufgrund von Diskriminierungen durch radikale Muslime verlassen immer mehr Angehörige christlicher Minderheiten den Nahen und Mittleren Osten.

Darüber wird im Jahrbuch zur Christenverfolgung „Märtyrer 2011“ informiert, das jetzt zum elften Mal als Dokumentation der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA erschienen ist. Das Jahrbuch können Sie für 9,90 € per Mail aboservice@idea.de oder telefonisch unter 06441-915-122 bestellen.

Die „Entchristlichung“ der arabischen Welt sei „die derzeit quantitativ schwerwiegendste Verletzung der Religionsfreiheit weltweit“ und habe in den letzten Jahren einen „dramatischen Höhepunkt“ erreicht, schreibt der Sprecher für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn):

„Während die meisten arabischen Landstriche bereits frei von Juden sind, zeichnet sich für die viel zahlreicheren Christen der Region eine ähnliche Entwicklung ab.“

Unterdrückung der Christen in Ägypten schlimmer geworden

Die Umstürze in mehreren arabischen Ländern führten nicht automatisch dazu, daß religiöse Minderheiten besser behandelt würden. So unternehme die Übergangsregierung in Ägypten oft noch weniger, um islamische Gewalt gegen Kirchen einzudämmen, als der zuvor herrschende Staatspräsident Husni Mubarak:

„De facto werden heute in Ägypten mehr Kirchen angezündet, mehr Christen getötet, mehr christliche Mädchen entführt und mit Muslimen zwangsverheiratet als in früheren Jahren“, erläutert Schirrmacher.

Es sei ein Irrtum islamischer Länder, zu meinen, daß große Religionsfreiheit Unruhe und Gewalt hervorbringe. Der Zwang zu einer einheitlichen Religion schaffe nicht Frieden und Ruhe im Land, sondern sorge für ständige Spannungen der Mehrheitsbevölkerung mit ethnischen, sozialen oder religiösen Minderheiten.

Was Volker Kauder (CDU) von Muslimen erwartet

Zu den Autoren des idea-Jahrbuchs gehört der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Deutschen Bundestag, Volker Kauder. Nach seinen Worten beinhaltet die freie Religionsausübung auch die Freiheit, den eigenen Glauben weitergeben zu dürfen:

„Unsere wertegeleitete Außenpolitik muss dafür eintreten, dass das friedliche Werben für die eigene Religion auch in der muslimischen Welt als Recht anerkannt wird“, schreibt der Politiker. Auch ein Religionswechsel müsse möglich sein.

Bei beiden Themen  –  dem Werben für den eigenen Glauben und dem Wechsel der Religion  –  erwartet Kauder einen Beitrag der in Deutschland lebenden Muslime: „Sie haben in unserem Land Religionsfreiheit kennengelernt. Gerade weil sie in unserem Staat ihren Glauben frei leben können, haben sie eine Verantwortung, in ihren Herkunftsländern für Veränderungen zu werben.“

Christen sind größte Gruppe religiös Verfolgter

Nach Schätzungen des Hilfswerks Open Doors werden weltweit rund 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Sie bilden damit die größte Gruppe von Opfern religiöser Unterdrückung.

Von den zehn Staaten, die laut „Weltverfolgungsindex“  Christen am meisten drangsalieren, sind acht islamisch geprägt. Diese Länder belegen die Ränge zwei bis neun: Iran, Afghanistan, Saudi-Arabien, Somalia, Malediven, Jemen, Irak und Usbekistan.

Schlimmster Christenverfolger ist demnach das kommunistisch regierte Nordkorea. Gläubigen, die sich dort im Untergrund versammelten, drohten Gefängnis, Arbeitslager oder die Hinrichtung, heißt es im Jahrbuch. 2010/2011 seien Hunderte von Christen verhaftet worden. Einige habe das Regime ermordet, andere in Straflager deportiert.

Auf Platz zehn der Liste rangiert das ebenfalls kommunistische Laos (Südostasien). Dort würden Christen als Agenten der USA betrachtet, die eine Demokratisierung des Landes betrieben. Auf viele inhaftierte Gläubige werde Druck ausgeübt, ihren christlichen Glauben zu widerrufen.

Indien: Hindu-Extremisten überfallen christliche Gemeinden

Im Blick auf Indien (Platz 32) heißt es, dort habe es auch in diesem Jahr viele Übergriffe extremistischer Hindus auf Christen gegeben. Sie liefen meist nach dem gleichen Schema ab: „Ortsansässige Hindu-Extremisten stürmen in einen Gottesdienst, verprügeln und beschimpfen die anwesenden Christen samt Kindern, zerstören die Einrichtung, schänden Bibeln und Kreuze und werfen den Christen vor, Konversionen zu erzwingen.“ – Oft gebe es bei den Angriffen Schwerverletzte.

Herausgeber des Jahrbuchs zur Christenverfolgung sind im Auftrag von idea die Arbeitskreise für Religionsfreiheit der Evangelischen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt.


CDU zur Volksabstimmung am 27.11.2011 in Baden-Württemberg

Christdemokraten: „Wer für Stuttgart 21 ist, muß gegen das Kündigungsgesetz sein.“

Erklärung der Landes- bzw. Ländle-CDU:

„Am 27.11.2011 haben die  Bürger das Wort. An diesem Sonntag gibt es in Baden-Württemberg eine Volksabstimmung darüber, ob das Land die Finanzierungsverträge zu Stuttgart 21 „kündigen“ und damit aus dem Projekt aussteigen soll.

Die CDU Baden-Württemberg fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Volksabstimmung zu beteiligen und mit NEIN zu stimmen.

Wer für Stuttgart 21 ist, muss NEIN zum Kündigungsgesetz sagen.“

Auf dieser Webseite hat die CDU alle wichtigen Infos und Argumente zur Volksabstimmung zusammengetragen:

http://www.cdu-bw.de/volksabstimmung.htm

 


Evangelikale in der Pfalz kritisieren evang. Landeskirche

Gnadau: Pietistischer Verband gegen homosexueller Partnerschaften im Pfarrhaus

Evangelikale aus der Pfalz warnen ihre Landeskirche davor, daß theologisch konservative Mitglieder ihr nicht mehr vertrauen könnten. Anlaß ist, daß das Zusammenleben homosexueller Pastoren im Pfarrhaus erlaubt werden könnte. Darüber wird die Landessynode im nächsten Jahr entscheiden.

Nach Ansicht des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Pfalz bedeutet eine Zustimmung, „dass wieder gewachsene Brücken des Vertrauens, die nach dem Synodalbeschluss im Jahre 2002 zur gottesdienstlichen Begleitung gleichgeschlechtlicher Paare mühsam aufgebaut wurden, wieder eingerissen werden könnten“.

Vor neun Jahren hatte die Synode mit großer Mehrheit für eine „öffentliche gottesdienstliche Begleitung mit Verkündigung, Fürbitte und Segen“ gestimmt. Damit löste sie einen Proteststurm bei Christen aus, „die in ihrem Gewissen an die Heilige Schrift als Autorität für Glauben und Leben gebunden sind“.

Aus Sorge um den theologischen Kurs der ev. Landeskirche entstand ein Netzwerk Bekennender Christen, nach deren Überzeugung die Bibel homosexuelle Praktiken als Greuel vor Gott bezeichnet.

In seiner am 29. Oktober 2011 beschlossenen Erklärung fordert die Leitung des evangelikalen Gemeinschafts-verbandes die Verantwortlichen in der pfälzischen Kirche auf, „das vertrauensvolle Miteinander zwischen Landeskirche und den Gliedern des Gemeinschaftsverbandes nicht zu belasten bzw erneut zu gefährden“.

Dem Zusammenleben homosexueller „Partnerschaften“ im Pfarrhaus müsse entgegengewirkt werden. Der Verbandsvorsitzende, Pfarrer Tilo Brach übergab die Stellungnahme an Kirchenpräsident Christian Schad am 2. November in Speyer. Nach Angaben von Kirchensprecher Wolfgang Schumacher sieht die Kirchenleitung derzeit keinen Handlungsbedarf. Zunächst würden mögliche Änderungen des Pfarrdienstrechts mit allen Betroffenen erörtert. Erst danach werde ein Gesetzentwurf erarbeitet, über den die Synode voraussichtlich im November 2012 abstimme.

Quelle: evang. Nachrichtenagentur IDEA


TÜRKEI: Unionsparteien kritisieren mangelnde Pressefreiheit

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich tief besorgt über die unzureichende Presse- und Medienfreiheit in der Türkei geäußert.

„Das Land, für das wir eine privilegierte Partnerschaft mit der EU anstreben, muss den EU-Standards der Medienfreiheit entsprechen”, sagte der kultur- und medienpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, Wolfgang Börnsen.

Derzeit seien nach Auskunft der Menschenrechtsorganisation `Reporter ohne Grenzen` mehr als 60 Journalisten im Gefängnis. Erst am vergangenen Wochenende wurde der Verleger und Bürgerrechtler Ragip Zarakoglu verhaftet. Ermittlungs- und Strafverfahren gegen Journalisten sollen hundertfach stattfinden.

Zuvor hatte die AG Kultur und Medien der CDU/CSU-Fraktion zahlreiche kritische Eingaben aus dem Medienbereich anläßlich des Besuchs von Ministerpräsident Erdogan in Deutschland erhalten.


TÜRKEI: Kirche „Hagia Sophia“ wird als Moschee vereinnahmt

Türkische Behörden provozieren: Die Hagia Sophia in der Stadt Nizäa wurde zur Moschee erklärt.

Wie die türkische Presse am Donnerstag, den 3.11.2011 meldete, ertönte dort am Vorabend  –   erstmals seit Ausrufung der Türkischen Republik 1923   –  der Ruf des Muezzin.

Nunmehr soll die frühere christliche Kirche für islamische „Gebetszeiten“  freigegeben werden. Diese Entscheidung des Stiftungsamtes als zuständiger Behörde löste eine heftige Debatte aus.

Umstritten ist auch, ob es dem Amt überhaupt zusteht, die bisher als Museum genutzte Kirche zur Moschee zu erklären.

In der Hagia Sophia von Nizäa versammelten sich die Bischöfe des oströmischen Reiches im Jahr 787 zum Konzil. Die Ruine wurde seit 2007 restauriert und zog vor allem christliche Touristen an.

Quelle: Radio Vatikan


ISRAEL: Yad Vashem ehrt katholische Nonne als „Gerechte unter den Völkern“

Sr. Marie-Véronique (Philomène Smeers) versteckte Juden unter Lebensgefahr

Eine belgische Ordensfrau wurde am Donnerstag, den 3.11.2011, in Israel in die Schar der „Gerechten unter den Völkern“ eingereiht: Schwester Marie-Véronique, mit bürgerlichem Namen Philomène Smeers, versteckte während des Krieges jüdische Mädchen und rettete sie so vor der Deportation.

Als Superiorin der „Schwestern des Heiligen Herzens Mariens“ in La Hulpe öffnete sie den verfolgten Kindern das Haus, erklärt Schwester Noémie Haussmann, die der Kongregation angehört:

„Während des Kriegs seit 1942 hat Schwester Marie-Véronique in unserem Pensionat, wo hundert Mädchen lebten, jüdische Kinder aufgenommen. Sie waren zwischen sieben und 18 Jahre alt, es waren ziemlich viele, auch wenn es darüber keine Aufzeichnungen gibt, das wäre gefährlich gewesen. Sie versteckte diese Kinder, gab ihnen einen neuen Namen und bat sie, niemandem etwas zu sagen, so dass auch die anderen Mädchen nicht wussten, dass sie alle in derselben Lage waren. Das verlangte Mut. Nicht nur sie selbst war in Gefahr, sondern auch Mitschwestern, die sie eingeweiht hatte, und natürlich die Mädchen selbst. Aber sie war Christin. Und sie fand, dass sie das wenige, das sie tun konnte, tun musste.“

Die von der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem vergebene Ehrung als „Gerechter unter den Völkern“ ist die höchste Auszeichnung des Landes für Nicht-Juden.

Quelle: Radio Vatikan