Gold und Geld: Hickhack um die Währungsreserven der Deutschen Bundesbank

„Das Spiel mit der Sonderziehung“

Es geht nicht um die Lottoziehung –  vielmehr veröffentlichte der Nachrichtensender „n-tv“ am  7.11.2011 unter diesem Titel einen ausführlichen Artikel von Martin Morcinek über die Gründe und Hintergründe deutscher Besorgnisse um den europäischen „Griff nach den Goldreserven“  – der Bundesbank nämlich.

Die letzten Kapitel des aufschlußreichen Beitrags, der sich auch mit dem IWF (Internationalen Währungsfond) befaßt,  seien hier zitiert:

„Vor allem die Bundesbank ist besorgt, dass der IWF durch eine starke Erhöhung seiner Liquidität zu einem „globalen Kreditgeber der letzten Instanz“ werden könnte. Damit, so die Befürchtung, würden die Zentralbanken das Monopol der Geldschöpfung und die Kontrolle über die Inflationsentwicklung verlieren.

Und genau hier liegt das größte Risiko: Es geht letztendlich um die Unabhängigkeit der Bundesbank – und um die Wirksamkeit der europäischen Geldpolitik insgesamt. Der traditionell starke Einfluss deutschen Stabililtätsdenkens scheint dabei immer weiter an Boden zu verlieren.

Die Idee, die Sonderziehungsrechte der Euro-Staaten zu bündeln und in den EFSF zu stecken, sollen Experten der Europäischen Zentralbank (EZB) entwickelt haben. In einem Rechtsguthaben hätten hauseigene Juristen die Machbarkeit eines solches Vorhabens untersucht, berichtete die „Financial Times Deutschland“.

In der Bundesbank habe dies Befürchtungen ausgelöst, „die Euro-Notenbank wolle die Zuständigkeit der deutschen Zentralbank für die nationalen Währungsreserven ‚aushebeln'“, der Streit habe das Vertrauensverhältnis zwischen beiden Seiten erschüttert. Die Auseinandersetzung zeige, „wie stark die ungelöste Euro-Krise in der EZB – der einzigen föderalen Institution der Währungsunion – als Spaltpilz wirkt“.

Die Folge: Mitten in der schwersten Bewährungsprobe der europäischen Währungsgemeinschaft erscheint das Lager der Währungshüter so tief zerstritten wie nie zuvor. Das ist keine gute Ausgangslage für einen erfolgreichen Kampf für Stabilität und gegen die Inflation.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Das-Spiel-mit-der-Sonderziehung-article4705291.html


„Bundesbank-Präsident ist letzter Garant einer wirklichen Stabilitätspolitik“

CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch stärkt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann den Rücken

Pressemeldung des Parlamentariers vom 7. November 2011

Klaus Peter Willsch würdigt den Bundespank-Präsidenten, der sich deutlich dagegen ausgesprochen hat, den Euro-Rettungsschirm mit einem Teil der Gold- und Währungsreserven der €uro-Notenbanken aufzufüllen. „Glücklicherweise hat auch die Bundesregierung solchen Plänen eine Abfuhr erteilt“, sagt Willsch.

Dennoch müsse man wachsam bleiben, so der CDU-Abgeordnete.  Zu oft in der traurigen Geschichte der vermeintlichen Euro-Rettung sei erst versprochen und dann das gegebene Wort gebrochen worden.

„Herr Weidmann ist für mich einer der letzten Garanten für eine wirkliche Stabilitätspolitik. Er tritt entschieden gegen die Defizit-Finanzierung mit der Notenpresse auf“, lobt Willsch den Bundesbankchef.

„Not macht bekanntlich erfinderisch. Die Kreativitätssteigerung sollte sich aber nicht darin ausdrücken, wie man möglichst leicht noch mehr neue Schulden aufnehmen kann“, mahnt Willsch: „Erst zeitlich begrenzt, dann für immer und ewig. Dann eine Ermächtigung, wenige Wochen später die Hebelung. Alles wird zunächst dementiert und dann am Ende doch durchgepeitscht. Mit den Währungsreserven darf sich das gleiche Spiel nicht wiederholen“, mahnt Willsch.

Wie er von Anfang an befürchtet habe, entwickle sich die „Euro-Rettung“ zum Fass ohne Boden.

Um weitere Gelder für die Stützung von Schuldenstaaten aufzutreiben, sollen laut EZB-Kreisen die sog. Sonderziehungsrechte der Euro-Staaten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in einem speziellen Fonds gebündelt werden. Bei Sonderziehungsrechten handelt es um eine künstliche Währung beim IWF, die wie Devisen und Goldbestände zu den nationalen Währungsreserven gehören. Insgesamt würden auf diese Weise 60 Milliarden Euro in dem Fonds zusammenkommen.

Der deutsche Anteil würde bei 15 Milliarden €uro liegen. So könnte der Euro-Rettungsschirm, der trotz Ertüchtigung und Hebelung auf mehr als eine Billionen Euro vielen Rettungspolitikern immer noch zu klein scheint, abermals ausgeweitet werden:

„Damit würde die Bundesbank die Kontrolle über die deutschen Währungsreserven verlieren. Die Sonderziehungsrechte sind erst der Anfang. Wenn die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet ist, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zu unseren Goldreserven“, erklärt Willsch.

Kontaktdaten:

Klaus-Peter Willsch, CDU-MdB
Mitglied des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon 030 227 – 73 124
Fax 030 227 – 76 124
E-Mail: klaus-peter.willsch@bundestag.de
 

 


Leonhardi-Ritt in Inchenhofen mit Bischof Konrad Zdarsa

Brauchtumspflege: „Auf die christlichen Wurzeln kommt es an!“

Am Sonntag, den 6. November 2011, wurde im südbayerischen Inchenhofen wieder der jährliche Leonhardi-Ritt durchgeführt, der an den großen Bauernheiligen St. Leonhard erinnert, der mancherorts zu den „Nothelfern“ gezählt wird.

Die von zahlreichen Festwagen geprägte Reiterprozession mit zweihundert Pferden ist eine Kombination von überliefertem Brauchtum und katholischer Volksfrömmigkeit. borMedia1742201

Der Augsburger Bischof Dr. Konrad Zdarsa wurde mit großer Anteilnahme durch Dekan, Landrat, Bürgermeister und Kirchenvolk auf dem Pfarrhof empfangen, das sich z.T.  in schmucken Trachten präsentierte, wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet.

Danach zog der Oberhirte mit den Gläubigen gemeinsam zur altehrwürdigen Wallfahrtskirche und zelebrierte ein feierliches Pontifikalamt.

Bürgermeister, Landrat und weitere Ehrengäste betonten, daß das bewährte Brauchtum beim Leonhardi-Ritt weiter eifrig gepflegt werde.  Dekan Stefan Gast erklärte: „Unsere Wallfahrt hat Tradition  –  heute ist bereits am Morgen ein ganzer Bus mit Pilgern aus Franken angereist.“

Bischof Zdarsa würdigte in seiner Festpredigt die bayerische Brauchtumspflege, erinnerte aber auch daran, daß es auf die christliches Wurzeln ankommt: „Wichtig ist es auch, daß man nicht nur pflegt, sondern auch auf die Wurzeln hinweist.“  

Deshalb erläuterte er das Leben des Bauernheiligen Sankt Leonhard, dessen Name althochdeutsch ist und übersetzt „Der Löwenstarke“ heißt.

Der Heilige aus dem 5. Jahrhundert ist zwar Patron der Bauern und wird in Bayern hochverehrt, stammt aber aus Frankreich und war Abt eines Klosters. Er kümmerte sich sehr um Arme, Kranke und Gefangene.

Der Geistliche sprach oft am fränkischen Königshof vor, um Gnade für Eingekerkerte zu erlangen. Deshalb gilt er auch als Patron der Gefangenen.

Hier eine FOTO-Show zum prächtigen Leonhardi-Ritt:
http://www.augsburger-allgemeine.de/incoming/Leonhardiritt-in-Inchenhofen-id17428376.html?view=single&sectionRef=&article=&pg=1&bild=4