Wird die Kirche „Santa Sophia“ in Istanbul bald eine Moschee?

Nachdem die in der Türkei gelegenen Kirche Hagia Sophia  von Nizäa, die bislang als Museum fungierte, in eine Moschee umgewandelt werden soll (wir berichteten: https://charismatismus.wordpress.com/?s=hagia+sophia), ist jetzt offenbar die Kirche Santa bzw. Hagia Sophia in Istanbul an der Reihe, wie die Zeitung „Sabah“ aus Baku in Aserbaidschan mutmaßt.

Dabei weist sie auf Besonderheiten derzeitiger Restaurierungen hin, aber auch darauf, daß  der stellv. türkische Ministerpräsident Bülent Arinc unlängst erklärte, das Gebäude würde grundlegende Änderungen erfahren.

Die „Kirche der heiligen Weisheit“ liegt in der Altstadt von Istanbul, dem früheren Konstantinopel bzw. Byzanz.

Quelle: Vatican inside


Nigeria: islamische Gewalt gegen Christen von Politikern unterstützt

Im Norden Nigerias nimmt die Gewalt gegen Christen zu. Etwa die Hälfte der Bevölkerung des afrikanischen Staates Nigeria bekennt sich zum christlichen Glauben. Während im Süden des Landes überwiegend Christen leben, bilden die Muslime im Norden eine deutliche Mehrheit. Zwölf Bundesstaaten in Nord-Nigeria haben die islamische Scharia als Quelle der Gesetzgebung eingeführt.

Die islamische Sekte „Boko Haram“, die seit Freitag bei Anschlägen im Norden Nigerias mindestens 150 Menschen getötet hat, erhält womöglich Unterstützung von gewählten Politikern.

Der Bischof von Maiduguri, Oliver Dashe Doeme, sagte gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“, nordnigerianische Politiker würden die Islamisten als Werkzeug benutzen, um die Region zu destabilisieren und ihren politischen Gegnern zu schaden.

Konkret kritisierte der Bischof die Regierung des nordnigerianischen Bundesstaates Borno, dessen Hauptstadt Maiduguri ist, sie habe „die Menschen im Stich gelassen“, indem sie die Sicherheit mutwillig nicht gewährleistet habe. „Es gibt mächtige Politiker, die es den Islamisten ermöglichen, vor Ort Waffen zu kaufen und herzustellen“, sagte Bischof Doeme. Religion sei in seiner Diözese ein heikles Thema, daher falle es den Politikern leicht, Haß und Mißtrauen unter den Menschen zu säen. Die Jugend der Region sei arm, schlecht ausgebildet und arbeitslos. „Sie sind eine leichte Beute für die Islamisten“, warnte der Bischof.

„Es ist ein Teil des Plans von ‚Boko Haram‘, die Christen aus Borno zu vertreiben“, erklärte das katholische Oberhaupt. In Borno ist die Scharia bereits eingeführt.  Dies gehe den Islamisten jedoch noch nicht weit genug. Sie hätten vor, „alle Menschen des Bundesstaates gewaltsam zum Islam zu bekehren“.

Bischof Doeme berichtete, die Islamisten hätten bereits Teile der Polizei und anderer Sicherheitskräfte unterwandert. Er bitte die Regierung in dieser Situation inständig um ihren Schutz für alle Bürger.

Bei der Anschlagsserie durch „Boko Haram“ wurden kürzlich mindestens 150 Menschen ermordet. Die Bombenanschläge und bewaffneten Angriffe richteten sich vor allem gegen Einrichtungen des Militärs, der Polizei und gegen Kirchen in den Städten Damaturu und Maiduguri.

Durch einen Bombenanschlag ist nach Aussage von Bischof Doeme eine der größten Kirchen in seiner Diözese komplett zerstört worden. Die bis auf die Grundmauern niedergebrannte Kirche „Unsere Liebe Frau“ in Damaturu hatte Platz für über 1000 Gottesdienstbesucher geboten. „Letzten Sonntag musste der Gottesdienst im Gemeindehaus gefeiert werden“, beklagte Bischof Doeme. „Die Regierung muss endlich dafür sorgen, dass wir unseren Glauben frei leben dürfen.“

Quelle: Kirche in Not (kath. Hilfswerk)


Evangelikale warnen vor Geistheilern, Spiritismus und Joao de Deus

Kritik an „Europäischen Geistheilertagen“ in Alsfeld

Evangelikale Christen haben mit einem Infostand, Veranstaltungen und einer Pressekampagne vor den Europäischen Geistheilertagen vom 10. bis 13. November 2011 im mittelhessischen Alsfeld gewarnt. Der Kongreß in den Hessenhallen sei purer „Spiritismus“. 

Auch das evang.  Dekanat Alsfeld der hessen-nassauischen Kirche ging auf Distanz und bot den Besuchern seelsorglichen Beistand und Beratung an.

An der Veranstaltung mit dem brasilianischen „Geistheiler“ Joao de Deus nahmen über 5000 Besucher aus ganz Europa teil. Die Ratsuchenden zogen nach Angaben des Veranstalters „Oasis Trust“ an dem „Medium Joao“ vorbei, der sie  –  unterstützt von 36 „Wesenheiten“   –   „mit Liebe und Hingabe“ behandelt habe.

Der Eintrittspreis lag bei stattlichen 108 Euro pro Tag.

Mitglieder der Christlichen Brüdergemeinde Grünberg hatten ihren Infostand mit Genehmigung der Stadtverwaltung direkt gegenüber den Hessenhallen aufgebaut.

Allein in den ersten zwei Tagen verteilten Mitarbeiter rund 2500 Faltblätter unter den Besuchern und anderen Interessenten, sagte der Initiator der Kampagne, der Kinderarzt Eduard Freitag, gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Darüber hinaus wurde das Infoblatt auch der Lokalzeitung beigelegt.

Trotz Kälte standen 30 Freiwillige an allen vier Tagen von 8 bis 17 Uhr am Stand für Gespräche zur Verfügung und wiesen auf den spiritistischen Charakter der „Geistheilertage“ hin.  Einige Besucher hätten das Angebot angenommen, für sich beten zu lassen. Sie hätten einer „sehr verzweifelten Eindruck“ gemacht.

In dem Faltblatt wurde einer Aussage des Geistheilers Joao widersprochen, wonach er „durch die Kraft Gottes“ heilen könne. Dies sei nicht der Fall, da die „Wesenheiten“, auf die er sich berufe, Verstorbene seien.  Spiritismus (Kontakt mit Geistern) könne zu Ängsten, Schlaflosigkeit und Verfolgungswahn führen.

Nach Angaben des ev. Dekans Jürgen Sauer (Alsfeld) haben Protestanten und Katholiken gemeinsam mit zwei Vortragsveranstaltungen die esoterischen Hintergründe des Kongresses aufgezeigt.

Den Besuchern habe man in den Pausen Gespräche, Beratung und Seelsorge angeboten. Dafür sei mit Handzetteln unter dem Motto „Heil ist mehr als gesund“ in allen Hotels in Alsfeld geworben worden.

Religionswissenschaftler Ralf Müller kritisierte ebenfalls den Kongreß. Der Veranstalter versuche, „hilfsbedürftige Menschen für die wirren Gedanken des Spiritismus zu gewinnen“.

Quelle: ev. Nachrichtenagentur IDEA

Hier INFOS aus der Regionalpresse über den Ablauf der „Geistheilertage“ :

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/aus-der-nachbarschaft/vogelsbergkreis/11351621.htm