Angela Merkel, die CDL und der Lebensschutz

In dem soeben erschienenen Buch „Schluß mit dem Ausverkauf“, das sich sehr kritisch mit dem (linken) Zustand der CDU befaßt und das wir in unserem CHRISTLICHEN FORUM bereits ausführlich vorgestellt haben,  findet sich folgender Erlebnisbericht von Mechthild Löhr, der Mit-Autorin und Vorsitzenden der CDL (Christdemokraten für das Leben), wobei die CDL-Chefin ein Gespräch mit Angela Merkel aus dem Jahr 2001 schildert    –  gewiß eine aufschlußreiche Kontroverse, die keines weiteren Kommentars bedarf:

Wir sagten, dass die Parteiführung unser Anliegen des Lebensschutzes nicht angemessen unterstütze. Darauf antwortete Merkel sinngemäß: „Ach, wissen Sie, das mit der CDL ist wie mit der LSU, den Lesben und Schwulen in der Union. Sie sind eben beide gleichermaßen Sondergruppen, die zur Union gehören.“

Man muss wissen: Die LSU, von der wir bei diesem Gespräch zum ersten Mal hörten, war damals wohl recht klein und frisch gegründet. Da meinten wir: Moment bitte, wir vertreten den Lebensschutz jedes Einzelnen, das ist ein Menschenrecht, während die Vertreter der LSU im Grunde dafür kämpfen, dass die familienpolitisch nicht gerade relevante Homosexualität größtmögliche staatliche Unterstützung erfährt. Das sei doch ein gewaltiger Unterschied.

Da sagte sie: „Für mich besteht die Identität der Union in der Offenheit für die Pluralität der Meinungen.“ Man stelle sich vor: Die Identität besteht in der Pluralität! Und das bei so schicksalhaften Fragen wie dem Schutz ungeborenen Lebens, der für die Union höchste Priorität haben sollte.“


Nachrichtenagentur IDEA erhält den Stephanus-Preis

„Ein Herz für verfolgte Christen“ 

Für ihre Berichterstattung über Christenverfolgung hat die evangelikale Nachrichtenagentur IDEA aus Wetzlar den „Stephanus-Preis“ erhalten.  Die „Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen“ aus Frankfurt würdigt damit den „vorbildlichen Einsatz für Christen in Bedrängnis“.

Die Auszeichnung ist nach dem Diakon der christlichen Urgemeinde, Stephanus, benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde.

Der Gründer der Stiftung, Oberstudienrat i.R. Wolfgang Link, übergab die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung am Buß- und Bettag (16. November) in Wetzlar an den Vorsitzenden des idea-Trägervereins, Pastor Horst Marquardt  – und an IDEA-Leiter Helmut Matthies.

Wie Link erläuterte, sei das Schicksal der 100 Millionen verfolgten Christen in aller Welt ein Herzensanliegen der IDEA-Redaktion; sie beherzige damit die biblische Aufforderung „Denkt an die Gefangenen, als ob ihr Mitgefangene wäre  –  und an die Misshandelten …“

Die Stephanus-Stiftung steht der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) in Frankfurt nahe. Deren Geschäftsführer, Karl Hafen, hielt die Laudatio auf IDEA.

Er würdigte auch die Rubrik „Gefangener des Monats“ im Wochenmagazin „idea-Spektrum“. Darin wird jeweils auf Vorschlag der IGFM ein Christ vorgestellt, der wegen seines Glaubens inhaftiert ist. Die Leser werden aufgerufen, für den Betroffenen zu beten und sich in Briefen an die jeweilige Regierung für die Freilassung einzusetzen. Nach Hafens Worten wurden auf diese Weise seit 2001 bisher über 100 verfolgte Christen persönlich vorgestellt. Etliche von ihnen hätten aufgrund der Bittschreiben an die Regierungen und mit Gottes Hilfe Hafterleichterungen erhalten oder ihre Freiheit wiedererlangt.

Karl Hafen dankte auch für  die 2009 und 2011 veranstalteten IDEA-Kongresse „Gedenket der Märtyrer“ und für die jährlichen IDEA-Dokumentationen zur Christenverfolgung, die in Zusammenarbeit mit der IGFM herausgegeben werden.

In seiner Antwort erklärte IDEA-Leiter Helmut Matthies, die Auszeichnung motiviere die Redaktion, sich weiter engagiert für verfolgte Christen einzusetzen. Der IGFM und idea sei gemeinsam, daß sie seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts über die Christenverfolgung in der kommunistischen Welt informiert hätten, aber zunächst weithin auf taube Ohren gestoßen seien.  Heute könne es sich  –  mit Ausnahme der Partei „Die Linke“  –  keine politische Kraft im Deutschen Bundestag mehr leisten, diese Tatsache zu leugnen.

Der IDEA-Vorsitzende Horst Marquardt rief in einer Andacht zum Buß- und Bettag dazu auf, mutig das Wort Gottes als Maßstab zu beachten, auch wenn das persönliche Umfeld nicht danach lebe. Die Gesellschaft brauche klare Signale und Wegweisung.


Dr. Michael Kiworr: „Der §218 – ein juristischer Salto mortale“

Interview mit einem Gynäkologen über sein neues Buch „Abtreibung in Deutschland“

Soeben erschien „Abtreibung in Deutschland“. Autor ist der Oberarzt für Gynäkologie, Dr. Michael Kiworr. Die online-Publikation „Bonner Querschnitte“ befragte den Mediziner im folgenden Interview zu seinem Buch und zu aktuellen Lebensrechts-Themen:

Ist das Thema „Abtreibung“ nicht gesellschaftlich längst abgehakt? Warum dann ein neues Buch?

Dr. Kiworr: Vielfach erscheint das Thema tatsächlich „abgehakt“ und es ist erstaunlich „ruhig“ geworden diesbezüglich. Dabei sollte einen diese Thematik bei näherer Betrachtung vielmehr unruhig werden lassen! Abtreibungen wurden in die Hände von „Spezialisten“ wie Ärzten, Juristen und Beratungsgestellen gelegt  –  was somit bezüglich Abtreibungen tatsächlich geschieht, bekommt die Gesellschaft kaum noch mit oder will es nicht mitbekommen.

Daher dieses Buch  –  um die massive Abtreibung von Kindern öffentlich zu machen, die Folgen von Abtreibungen für die Betroffenen aufzuzeigen und Wege aus dieser Missachtung des Lebensrechtes ungeborener Kinder aufzuzeigen.

Auch unter Christen besteht viel Unwissenheit, was bezüglich Abtreibungen in ihrem nächstem Umkreis geschieht und welche klaren Aussagen sich in der Bibel hierzu finden. Zudem wird es Zeit für ein aktuelles Buch zu diesem Thema, denn die derzeitige Abtreibungsregelung mit Beratungsfrist sollte nur dann Bestand haben, wenn sie nachweislich zu einem Rückgang der Abtreibungszahlen führt – und dies ist nicht der Fall: Zwar sind die absoluten Abtreibungszahlen zeitweise leicht zurückgegangen, die Geburtenzahlen insgesamt aber auch. Die RATE an Abtreibungen ist somit unverändert hoch Die bisherige gesetzliche Regelung hat ihr Ziel klar verfehlt, das Lebensrecht ungeborener Kinder besser zu schützen.

Ist der Mutterleib in Deutschland ein rechtsfreier Raum? Immerhin gilt ja das Ungeborene dennoch als Mensch!?

Die diesbezügliche juristische Regelung ist ein Thema für sich. Zweifelsohne existieren klare Gesetze (wie der bekannte §218), die das Leben eines auch noch nicht geborenen Kindes im Mutterleib schützen sollen.

Es gibt auch Urteile selbst des Bundesverfassungsgerichtes, die das Lebensrecht und die Würde des Menschen, die im Grundgesetz verankert sind, eindeutig auch auf ungeborene Kinder beziehen.

Gleichzeitig gibt es aber zahlreiche Ausnahmeregelungen: Nach bestimmten Fristen (die sich weder medizinisch noch theologisch begründen lassen, sondern allenfalls willkürlich-historisch), nach Beratungen (deren Qualität jedoch nicht überprüft wird) oder bei bestimmten Indikationen (die nahezu beliebig ausdehnbar sind)  ist ein Schutz des Kindes praktisch nicht mehr gegeben und der Schwächere (das Kind) den Interessen des Stärkeren nahezu schutzlos ausgeliefert.

Namhafte Juristen bezeichnen diese widersprüchliche Gesetzgebung, die einerseits Abtreibung als Unrecht benennt und unter „Straftaten gegen das Leben“ auflistet, andererseits aber mit den zahlreichen Ausnahmeregelungen jeden Schutz praktisch verwehrt und eine Abtreibungen ohne Verfolgung der Straftat geschehen lässt, als einen juristischen Salto mortale, der nicht mehr vermittelbar ist.

Nun kann ja der Einzelne nicht einfach das Gesetz ändern? Was kann der Einzelne konkret tun? 

Eine ganze Menge! Jeder steht in der eigenen persönlichen Verantwortung!

Als erste konkrete Anregung sehe ich das Gebet – ist die Abtreibungsproblematik um uns herum ein Herzensanliegen, beten wir für das Leben von ungeborenen Kindern, aber auch für die Situation der Schwangeren, für die Verantwortlichen in Beratungsorganisationen und das medizinische Personal sowie die politischen Entscheidungsträger?

Es gibt noch weitere konkrete Möglichkeiten:

Machen wir in unserem jeweiligen Umfeld deutlich, das eine Abtreibung eine unwiderrufliche Tötung des ungeborenen Kindes bedeutet und stehen wir für den Schutz des Lebens ein?

Stehen wir einer Schwangeren in ihren Sorgen und Nöten konkret zur Seite? Erkennen wir, in welcher Verzweiflung und (auch zeitlichen) Bedrängnis sich die Schwangere oder das Paar womöglich befinden und wie sehr sie Unterstützung nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten benötigen? Sind wir bereit, ihnen persönlich zu helfen und machen wir ihnen Mut? Wissen Betroffene um uns herum, dass sie mit solchen Sorgen und Nöten zu uns kommen können, ohne verurteilt zu werden?

Zeigen wir den Betroffenen verbunden mit echter Unterstützung wirkliche Alternativen zur Abtreibung auf?

Brechen wir das Schweigen bezüglich Abtreibungen angesichts der Schutzlosigkeit und Hilfsbedürftigkeit ungeborener Kinder?

Klären wir Heranwachsende entsprechend auf, damit eine Schwangerschaft erst gar nicht zu einem Konflikt wird?

Falls eine Abtreibung geschehen ist – zeigen wir der betroffenen Frau gegenüber Hilfe und die Möglichkeit der Vergebung durch Jesus Christus auf?

Dies sind nur ein paar Anregungen – mehr dazu findet sich in dem Buch. Aber nur wenn Christen hier aktiv werden, werden Abtreibungen verhindert

Dann sprechen Sie die psychischen Folgen für Betroffene an.  Kann man das wirklich nachweisen? Oder werden hier Einzelfälle aufgebauscht?

Wenn man den meisten Abtreibungsbefürwortern, „pro“-familia oder auch Wikipedia Glauben schenken würde, so wären psychischen Folgen entweder kaum erwähnenswert oder nicht nachgewiesen bzw. umstritten. Solche Behauptungen widersprechen jedoch neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Dass Abtreibungen psychische Folgeschäden bei den Schwangeren hinterlassen, kann nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand nicht mehr in Frage gestellt werden (auch wenn es immer wieder fragwürdige Studien gibt, die versuchen, das Gegenteil zu beweisen).

Eine Studie des  –  in Fachkreisen hoch angesehen  –  „British Medical Journal“ wies eine um das 6-fache erhöhte Selbstmordquote nach Abtreibungen gegenüber ausgetragenen Schwangerschaften nach.

Selbst Krankenkassen berichten von behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen nach Abtreibungen in Höhe von 34%.  Insgesamt dürfte die tatsächliche Rate an psychischen Folgeerkrankungen bei bis zu 80% liegen.

Dennoch leugnen viele Abtreibungsbefürworter weiterhin das hohe Risiko für psychische Spätfolgen – und führen so Betroffene fahrlässig in die Irre.

Angesichts der so oft verschwiegenen psychischen Not, die durch Abtreibungen verursacht wird, muss klar gesagt werden: Wer die Gesundheit und das Wohl von Frauen tatsächlich und auch langfristig im Blick hat, der schützt Frauen vor Abtreibungen und deren Folgen …

Der Bundestag hat kürzlich – wenn auch eng begrenzt – die PID zugelassen. Ihr Kommentar?

Zunächst ist es erfreulich, dass hierzu eine öffentliche Diskussion stattfand und herkömmliche Parteigrenzen aufgebrochen wurden. Bedauerlicherweise wurde dem massiven Druck von Lobbyisten und einigen Reproduktionsmedizinern nachgegeben, die PID in gewissen Grenzen zuzulassen   – und damit den bisherigen Schutz von Embryonen aufzugeben.

Dies ist auch deshalb bedauerlich, da bei einer klaren Ablehnung der PID mit echter Berücksichtigung des Schutzes von Embryonen auch die derzeitige Abtreibungsregelung auf den Prüfstand gemusst hätte.

Letztendlich wirft die derzeitige Regelung zur PID viele Fragen auf: Wer soll den Ethikkommissionen angehören, die nun zu entscheiden haben, ob ein Kind mit einer bestimmten Erkrankung als lebensunwert angesehen wird?

Wer soll entscheiden, welche Erkrankungen „schwer“ sein sollen und welche nicht? Was ist mit der Fehlerquote der PID?

Und was ist mit den Risiken für den zu untersuchenden Embryo? (Eine niederländische Studie, die neurologische Spätschäden bei Kindern nach PID feststellte, wurde erst wenige Tage nach Entscheidung des Bundestages zur PID veröffentlicht …)

Ein leitender Gynäkologe hat es treffend formuliert: „Vorgeburtliche Diagnostik ist ein hochtrabender Begriff für eine Medizin, die eigentlich in vielen Fällen reine Selektion bedeutet.“

Und der ehemalige Chefredakteur des deutschen Ärzteblattes nahm zur PID folgendermaßen Stellung: „Wenn mit der PID die Grenze zur Selektion ungeborenen Lebens überschritten wird  –  und das wird sie, man mag noch so verhüllende Bezeichnungen wählen  – , dann wird diese Entwicklung von den wohlwollenden, wohlmeinenden Wissenschaftlern und Ärzten nicht mehr zu steuern sein.“

Buch-Daten:
Michael Kiworr. Abtreibung in Deutschland.
Schriftenreihe des Instituts für Lebens- und Familienwissenschaften. Band 7.  –  Verlag für Theologie und Religionswissenschaft: Nürnberg, 2011.  –  164 S., Pb., 14.80 €. –   ISBN 978-3-941750-31-9 (VTR)
 
Zur Person:
Dr. Michael Kiworr, geb. 1967, legte das Staatsexamen nach seinem Medizinstudium an der Universität Mainz ab und arbeitete als Student und Arzt zeitweise in England, Indien, Kenia und Sri Lanka. Nach seiner Dissertation in der Inneren Medizin und Ausbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Frankfurt schloss sich die Fachweiterbildung in spezieller Geburtshilfe und Gynäkologie sowie der operativen Gynäkologie und gynäkologischen Onkologie an. Als überzeugter Christ schloss er zudem eine mehrjährige berufsbegleitende theologische Ausbildung am Bibelseminar Königsfeld im Jahre 2009 ab. Er ist seit 2002 verheiratet und lebt zur Zeit in Baden-Württemberg, wo er Vortragstätigkeiten und verschiedenen Aufgaben in seiner dortigen Gemeinde und als Oberarzt in einer Klinik nachgeht.
 
Bestellung:
Das Buch kann über den Buchhandel oder online bezogen werden unter:http://www.vkwonline.de/Verlag-fuer-Kultur-und-Wissenschaft/Sozialethik/Schriftenreihe-des-Instituts-fuer-Lebens-und-Familienwissenschaften/Abtreibung-in-Deutschland.html?listtype=search&searchparam=kiworr 

Immer nur „Lobpreis-Musik“? – Nein danke!

Lobpreis-Chorleiter will musikalische Vielfalt erhalten

Heutzutage durchdringt die enthusiastische „Lobpreis“-Musik immer mehr christliche Kreise  – auch weit über die charismatische Szene hinaus; für viele Gläubige  – vor allem junge Leute  –   sind diese stark gefühlsorientierten Lieder eine Art „Einstieg“ in die pfingstlerische bzw. charismatische Bewegung.

Wie die evang. Nachrichtenagentur IDEA berichtet, gibt es nun sogar Kritik von Lobpreismusikern selbst am überhandnehmenden Einfluß dieser Musikrichtung.

So hat  sich jetzt der evang. Theologe Guido Baltes für eine größere musikalische Vielfalt in Gottesdiensten ausgesprochen. Der Lobpreisleiter der Gemeinde „Christus-Treff“ in Marburg bemängelt:

„Die Lobpreismusik ist heute fast überall der neue «Mainstream» (Hauptstrom) und hat andere Ausdrucksformen christlicher Musik  –  zumindest in der Jugendarbeit  –  fast vollständig verdrängt“.

Alle negativen Phänomene, die normalerweise mit dem Mainstream einhergingen, hätten inzwischen auch die Lobpreismusik schon fest im Griff: Banalisierung, Geschäftemacherei, Profil- und Qualitätsverlust, Ermüdungserscheinungen etc.

Baltes zufolge zeigte „Lobpreis“ in den vergangenen Jahren die Tendenz, alle anderen christlichen Musikformen „langsam, aber sicher aufzufressen“.

Die musikalische Energie und Kreativität, die früher in Jugendchöre, Bläserkreise, Gemeindebands, Konzerte, Musicals, Gospelchöre und Mundorgel-Romantik am Lagerfeuer geflossen sei, münde heute fast ausnahmslos in den Strom der Lobpreismusik ein.

Er könne die Klage aus anderen „musikalischen Lagern“, die sich zurückgesetzt fühlten, durchaus verstehen. Der Theologe erklärt: „Es ist schade, dass uns hier viel Gutes verlorengeht.“ –   Er plädiert dafür, in den Gemeinden und Jugendkreisen andere Formen der Musik wiederzuentdecken und zu fördern.

 

 


Geheimdienste/Verfassungschutz in „Neonazi-Morde“ verwickelt?

Daß die rechtsextreme Szene relativ stark von Agenten staatl.  Geheimdienste und des Verfassungsschutzes unterwandert ist, weiß man seit langem; dies wurde zudem durch BVG-Urteile zur Frage eines NPD-Verbotes bestätigt.

Nun berichtet die dts-Nachrichtenagentur hierzu aktuell Folgendes:

„Ein Mitarbeiter des Hessischen Verfassungsschutzes, der 2006 Zeuge eines der Neonazi-Morde in Kassel geworden war, hatte offenbar selbst enge Beziehungen zur Neonazi-Szene. Wie „Bild“ vom 16.11.2011 unter Berufung auf Ermittlungen des hessischen Landeskriminalamtes berichtet, trug der Mann in seinem hessischen Heimatdorf den Spitznamen „Kleiner Adolf“.

In der Wohnung des Mannes wurden neben anderen einschlägigen Druckerzeugnissen auch handschriftliche Kopien von Auszügen aus Hitlers „Mein Kampf“ gefunden. Zuvor hatte „Bild“ bereits berichtet, dass ein Verfassungsschützer bei sechs der neun Morde in der Nähe des Tatorts gewesen sein solle.“