Apostolat im Supermarkt: „Schmuddelware – nein, danke!“

Unsere Leserin, die Familienmutter Cordula Mohr, schickte uns folgenden interessanten Erlebnisbericht, der hoffentlich viele Christen dazu anregt, auch selber für die Ideale von Glaube und Sittlichkeit einzutreten:

„Kürzlich betrat ich unseren Lebensmittel-Supermarkt. Bereits im letzten Jahr beschwerte ich mich dort über Sexkalender, die schamlos nackte Frauen darstellten.  –  und sich noch dazu genau in Augenhöhe der Kinder befanden. Der Geschäftsführer stimmte meiner Kritik zu und versprach, derartiges in Zukunft zu unterlassen.

Nun wurden in diesem Jahr tatsächlich keine „nackten“ Kalender mehr angeboten, allerdings Adventskalender mit ganz knapp bekleideten Damen und Herren, die bei den üblichen Kinder-Adventskalendern lagen.  Ich beschwerte mich erneut beim Geschäftsführer.

Doch er fand es nicht so schlimm, da die abgebildeten Leute ja etwas anhatten  –  gerade mal eine Mütze und einen Streifen in roten Plüsch über Brüste und Unterleiber.  Immerhin versicherte er mir: „Wir werden diese Kalender nach hinten verlagern.“

Danach fragte er mich, ob ich gläubig sei, was ich bejahte. Er fragte weiter: „Katholisch gläubig?“   – Auch hier stimmte ich zu. Nun wollte er es noch genauer wissen: „Streng katholisch?“ –  Dieses beantwortete ich mit „Richtig katholisch!“

Er erzählte mir sodann, daß er nicht gefirmt sei und deshalb aus der Kirche ausgeschlossen. Ich erwiderte ihm, er sei nicht ausgeschlossen, da er ja getauft sei. Nun erkundigte er sich nach dem Sinn der Firmung. Ich erklärte ihm kurz etwas über die Gaben und Früchte des Heiligen Geistes.

So kamen wir in ein intensives Glaubensgespräch. Zwischendurch wurde der Dauerbrenner „Mißbrauch“ diskutiert. Ich wies ihn darauf hin, daß in den Medien vieles, was die Kirche betrifft, aufgebauscht wird.  Ich hätte die Zeit lieber genutzt, um ihm noch einiges über Glaubenslehre und Sakramente nahezubringen.

Als ich den Laden verließ, dachte ich bei mir: „Bring ihm doch den Katechismus. Dort kann er alles Wichtige über die Sakramente lesen.“

Als ich ihm mittlerweile das Büchlein brachte, nahm er es gerne an. Es handelte sich um den kleinen Katechismus von Pater Martin Ramm (Petrusbruderschaft). Nun meinte er aber, man müsse die Kinder selber entscheiden lassen, ob sie die Sakramente empfangen wollen  – er hatte selber zwei Kinder im Schulalter.

Ich konterte, daß man doch nur über etwas entscheiden kann, was man kennt. Dieses notwendige Wissen sollen die Eltern ihren Kindern weitergeben.  Wenn dies unterlassen wird, können Sekten die Unwissenheit der jungen Leute für ihre Zwecke ausnutzen.  Ich hatte den Eindruck, daß er nachdenklich und ernsthaft zuhörte.

Es war sicherlich eine etwas außergewöhnliche Begegnung.

Ich meine, daß wir Christen die Kaufhäuser kritisch auf Schmuddelware aufmerksam machen müssen, erst recht, wenn Kinder sie sehen können. Gerade zur Adventszeit kommt viel seichter Mist in die Regale. Mich hat diese Begegnung ermutigt, weiterhin die Geschäftsführer anzusprechen, wenn es nötig ist.“


FAZ über V-Leute in der rechtsextremen Szene

„V-Männer betätigten sich als Scharfmacher und wurden dafür bezahlt“

Die Frankfurter Allgemeine vom 16.11.2011 befaßt sich in ihrem Leitartikel „Cliquen“ mit den jüngsten Enthüllungen um die Verwicklungen des Verfassungsschutzes in die Mordserie der „Zwickauer Zelle“.

FAZ-Autor Jasper von Altenbockum beginnt seinen Kommentar mit den Worten: „Der Schock sitzt tief. Zu Recht. Denn von Tag zu Tag mehren sich die Merkwürdigkeiten im Leben deutscher Verfassungsschützer.“

Sodann weist der Verfasser darauf hin, es sei „längst bekannt“, daß „V-Leute in führenden Funktionen der rechtsextremistischen Szene sich als Scharfmacher betätigten und dafür bezahlt wurden. Wer heute deshalb Emöprung zeigt, der möge das Urteil des Bundesverfassungsgeichts von 2003 über das Verbotsverfahren gegen die NPD nachlesen. (…) Schon damals wurde deshalb über Sinn und Unsinn der Verbindungsleute gestritten,wenn auch in der Hauptsache deshalb, weil sie so breit gestreut und so hoch gestiegen waren, dass ein Verbot der NPD an deren unfreiwilliger Staatsnähe scheiterte. Das Wort bleibt einem jetzt im Halse stecken.“

Allerdings, handelt es sich doch um „unfreiwillige Staatsnähe“ wegen gründlicher Durchdringung mit staatlichen U-Booten.

Der FAZ-Autor schreibt weiter:   „Denn es ist richtig zu fragen, warum eine terroristische Mordserie nicht einmal als solche erkannt wird, wenn es denn so viele und so gut positionierte V-Leute im Sumpf dieser Partei und in deren Umgebung gab oder noch gibt.“

Der zutage getretene Sachverhalt könne auch daran liegen, so die FAZ weiter, „dass es verrückte Klein-Cliquen im und um den Verfassungsschutz gibt.“