Katholikentag 2014 findet in Regensburg statt

Erklärung des bischöflichen Ordinariats:

Das Bistum Regensburg begrüßt den Beschluss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, den Katholikentag 2014 gemeinsam mit dem Bistum in Regensburg zu organisieren.

Bischof Gerhard Ludwig Müller unterstreicht seine Einladung an alle Katholikinnen und Katholiken, 2014 nach Regensburg zu kommen:

„Es soll ein Fest des Glaubens werden und des gemeinsamen Bekennens mit Christus in unserer Mitte. Wir sollten dabei unsere christlichen Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit zum Ausdruck bringen. Deshalb freue ich mich, wenn sich Christen aus Tschechien und aus Österreich sowie protestantische und orthodoxe Christen beteiligen.“

Schon am kommenden Montag wird Bischof Gerhard Ludwig Müller nächste Schritte im ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz zur Sprache bringen. Das Gremium tagt am 21. und 22. November 2011 in Würzburg.


US-Studie: Junge Amerikaner haben weniger Sex – und später

Die Zahl der US-Teenager mit Sex-Erfahrungen vor dem 19. Lebensjahr ist deutlich rückläufig; auch die Geburtenrate sank.

Wie aus einer Studie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hervorgeht, hatten im Zeitraum 2006 bis 2010 rund 43% der ledigen Mädchen und 42% der unverheirateten Jungen im Alter von 15 bis 19 mindestens einmal Geschlechtsverkehr. In einer Studie aus dem Jahr 2002 waren es noch 51 beziehungsweise 60% gewesen.

Auch die Geburtenrate bei den 15- bis 19-Jährigen sank mit 39 auf 1000 Geburten auf den tiefsten jemals gemessenen Stand in den USA.

Hauptursache für die Teenager, keinen Geschlechtsverkehr zu praktizieren, sindlaut Studie religiöse oder moralische Gründe. Auch würden immer mehr Jugendliche warten, bis sie den richtigen Partner gefunden haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


Vorstellung einer Neuerscheinung: “Medjugorje verstehen“

Kritisches Buch von Donal A. Foley aus dem Augsburger Dominus-Verlag

Das gründliche, umfassende Werk „Medjugorje verstehen: Himmlische Visionen oder fromme Illusion? untersucht die angeblichen Marienerscheinungen in Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) und behandelt ihren historischen Hintergrund, ihre Anfänge vor 30 Jahren, die folgenden Entwicklungen und ihre Auswirkungen bis heute. Millionen von Menschen haben Medjugorje besucht, obgleich die dortigen Phänomene keine kirchliche Anerkennung erhalten haben.

Die vorliegende deutsche Übersetzung des englischen Buches basiert auf einer im Jahr 2011 vom Verfasser stark erweiterten, überarbeiteten und aktualisierten Fassung der Erstausgabe aus dem Jahr 2006. Seitdem haben sich wichtige neue Entwicklungen ergeben. Seit 2010 werden die Vorgänge in Medjugorje durch eine von Kardinal Camillo Ruini geleitete Untersuchungskommission geprüft.

Das wissenschaftlich fundierte Werk „Medjugorje verstehen“ konzentriert sich auf die Tonband-Protokolle, die von den ersten Gesprächen mit den „Sehern“ im Juni 1981 angefertigt wurden, zudem auf die Glaubwürdigkeit der Visionen sowie der Seher.  Dabei werden schwerwiegende Probleme deutlich, die mit einer Anerkennung der Echtheit von Medjugorje verbunden wären.

Das gründlich recherchierende Buch untersucht auch die Rolle von Theologen und Franziskanern in der Herzegowina bei der Verbreitung der Botschaften und Erscheinungen von Medjugorje, deren verwickelten historischen und religiösen Hintergrund sowie Verbindungen mit der Charismatischen Bewegung.

Kurzum: Der Autor untersucht alles relevante Beweismaterial über Medjugorje. Das Ergebnis ist eindeutig: zwar gibt es durchaus einige „gute Früchte“, doch insgesamt weist Medjugorje alle Merkmale eines gewaltigen religiösen Betruges auf.

Buch-Daten:

Donal Anthony Foley 
Medjugorje verstehen 
Himmlische Visionen oder fromme Illusion?
Übersetzt von Volker J. Jordan
Dominus-Verlag, Augsburg 2011.
576 Seiten. Paperback.
ISBN 978-3-940879-16-5
Preis 29,80 €

Sie können das Buch gern portofrei über uns beziehen: Tel: 0251-616768  /  Mail: felizitas.kueble@web.de


„Bruder Ephraim“ (Gerard Croissant) gibt vielfachen Ehebruch zu

„Gemeinschaft der Seligpreisungen“: Gründer praktizierte Sex mit einer Minderjährigen

Bereits am 7. Juni 2011 haben wir darüber berichtet, daß es bei der 1973 gegründeten katholisch-charismatischen „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ zu schwerwiegenden sexuellen Verfehlungen in der Führungsspitze gekommen ist, darunter zahlreiche Ehebrüche und sogar Mißbrauch von Kindern aus der eigenen Gemeinschaft.

Die Gruppierung nannte sich zunächst etwas verstiegen „Der Löwe von Juda und das geopferte Lamm“; sie wuchs in den letzten Jahrzehnten immer mehr  –  und verfügt über 70 Niederlassungen auf allen fünf Kontinenten und in 35 Lnädern.

Es gab stets gemeinschaftliches Leben zwischen Priestern, ordensähnlich geweihten Brüdern und Schwestern, Familien sowie Ledigen; diese „gemischte“ Struktur wurde vom Vatikan mittlerweile untersagt und „getrennte Lebensstände“ angeordnet.

In unserem Artikel vom 7. Juni 2011 kritisierten wir diese schwarmgeistige und erscheinungsfixierte Bewegung nicht allein wegen der Mißbrauchs-Vorfälle, sondern auch inhaltlich und strukturell:

https://charismatismus.wordpress.com/category/charismatik-und-visionen/gemeinschaft-der-seligpreisungen/

Inzwischen machen weitere Negativ-Meldungen die Medienrunde, wobei nunmehr kein Geringerer als der Gründer der Kommunität,  Gerard Croissant, sexuelle Kontakte zu Mitgliedern seiner ordensähnlichen Gemeinschaft zugab (dazu gehörte auch eine Minderjährige).

Daß der als „Bruder Ephraim“ bekannte Diakon seit 2007 von seiner Ehefrau Josette (eine Mitgründerin der „Seligpreisungen“) getrennt lebt, ist schon länger bekannt. Er wirkt heute als „Psychotherapeut“ in Frankreich.

Beileibe nicht besser steht es um seinen Schwager und Nachfolger als Generaloberer, den verheirateten Diakon Philippe Madre: er wurde mittlerweile von einem Berufungsgericht wegen schwerwiegender sexueller Vergehen verurteilt.

Noch schlimmer steht es um die Vergangenheit von „Bruder Etienne“, einem ehem. führenden Mitglied, gegen den am 30. November 2011 in der südfranzösischen Stadt Rodez ein Prozeß läuft. Die Anklage lautet, daß er über 50 Jungen und Mädchen der Seligpreisungs-Gemeinschaft mißbraucht habe: im Alter von 5 bis 13 Jahren!

Die „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ erklärte in einer Stellungnahme ihren Willen zu „Buße und Umkehr“  – und stellte zugleich fest, die schlimmen Verfehlungen seien lediglich von einer „kleinen Gruppe“ von Mitgliedern begangen worden. Dies trifft zweifellos rein zahlenmäßig zu, doch handelt es sich hierbei immerhin um führende „Mitglieder“ der Kommunität, die außerdem zum Gründungsteam gehören.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


CDU/CSU: Streit über gesetzlichen Mindestlohn

Michael Fuchs (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU)  widersprechen Ministerin von der Leyen (CDU)

Die Diskussion darüber, wieweit ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland eingeführt werden soll, geht in der Union auch nach dem CDU-Parteitagsbeschluß weiter.

Dort war keineswegs  –  wie mitunter behauptet wurde  –  ein allgemeiner Mindestlohn beschlossen worden; vielmehr sind solche Lohn-Untergrenzen nur regional und branchenbezogen vorgesehen, woran Michael Fuchs, der stellv. Vorsitzende der Unionsfraktion, in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ erinnerte. Zugleich betonte er:  „Einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn wird es nicht geben.“

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hatte hingegen angekündigt, es werde einen Mindestlohn mit nur einer Handvoll Ausnahmen geben; zudem führe sie mit der FDP bereits Gespräche über die gesetzliche Ausgestaltung. Fuchs kritisiert dies deutlich: „Was Frau von der Leyen sagt, hat die CDU nicht beschlossen  –  und das wird auch nicht Gesetz.“

Auch der Generalsekretär der CSU, Alexander Dobrindt, spricht sich gegen einen bundesweiten pauschalen Mindestlohn aus: „So lange Lebenshaltungskosten und Arbeitsmarktsituationen überall vor Ort in Deutschland sehr schwierig sind, wird es auch Unterschiede in der Lohnfindung geben.“, erklärte er gegenüber der „Welt“.

Kritik gibt es auch an der Regie des kürzlichen CDU-Parteitages: „Es ärgert mich schon sehr, dass die Sicht des Wirtschaftsflügels auf den gefundenen Kompromiss nicht angemessen artikuliert werden durfte“, meint Fraktionsvize Fuchs: „Die Debatte ist unglücklich verlaufen.“