Dr. Regina Breul: Offener Brief an die Bundeskanzlerin

Eine Münchner Ärztin kritisiert Hirntod-Kriterium und Organtransplantation bei Sterbenden

In einem Offenen Brief an Angela Merkel bemängelt Frau Dr. med. Regina Breul fehlende öffentliche Aufklärung über die wirklichen Vorgänge während einer Transplantation von Organen bei „Hirntoten“, die in Wirklichkeit Sterbende sind.

Besonders verhängnisvoll ist, daß gutmeinende Organspender oft nicht ausreichend informiert sind, auch nicht darüber, daß die Hirntod-Definition mittlerweile  in fachwissenschaftlichen Kreisen immer stärker kritisiert wird, was Frau Dr. Breul gründlich belegt.

Diese Petition „Kritische Fragen zu Hirntod und Organspende“ kann jeder Gleichgesinnte online unterschreiben.

Gehen Sie hierzu bitte auf diese Startseite  und dort dann auf die Rubrik „Offener Brief“:

http://www.organspende-aufklärung.de/

(Oder Sie kopieren diesen Link ins Suchfeld Ihres Internetprogramms, falls die Direktverbindung nicht klappt.)


Abschiedsworte des israelischen Botschafters Yoram Ben-Zeev

„Lehitraot und Shalom, Deutschland!“   ( = Auf Wiedersehen und Friede sei mir Dir)

Die israelische Botschaft in Berlin veröffentlichte jetzt die Abschiedsworte ihres scheidenden Botschafters Yoram Ben-Zeev, die wir hier vollständig wiedergeben:


Botschafter Yoram Ben-Zeev

„Am kommenden Montag verlasse ich  –   nach genau vier Jahren    –  Berlin und blicke auf eine spannende und interessante Zeit zurück.

Als ich am 15. November 2007 in Berlin-Schönefeld landete, war mir bewusst, dass ich eine Dienstzeit antrete, die für einen israelischen Diplomaten eine ausgesprochene Herausforderung darstellt. Eine Herausforderung angesichts der Bedeutung Berlins und Deutschlands in Europa, in den transatlantischen Beziehungen, als internationaler Wirtschaftspartner, als Vermittler und Brückenbauer.

Auch glaubte ich, auf die Begegnung mit dem Grauen der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands vorbereitet zu sein. Bereits am Tag meiner Akkreditierung besuchte ich das Berliner Mahnmal „Gleis 17“, von welchem vor siebzig Jahren die Deportationszüge mit Berliner Juden abfuhren. Danach habe ich kaum einen Schritt in Berlin und Deutschland tun können, ohne auf Zeugnisse der Geschichte zu treffen, die unsere beiden Völker und Staaten verbindet. Ich bin Zeitzeugen begegnet,  die im Land ihrer ehemaligen Peiniger leben oder hierher kommen, um eine lebendige Mahnung zur Verantwortung zu sein.

Doch das, worauf ich bei meiner Ankunft in Deutschland nicht vorbereitet war, begann gleich im Januar 2008: Das 60. Jubiläum der Staatsgründung Israels wurde mit über 500 beeindruckenden Veranstaltungen, Feierlichkeiten, Begegnungen und Projekten bundesweit und ganzjährig begangen. Der diplomatische Höhepunkt war die Aufnahme der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Sie fanden seither dreimal statt, und in ihrem Rahmen wurde eine engere Zusammenarbeit unter anderem auf wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene beschlossen.

In den vergangen Jahren habe ich bei Begegnungen mit den jeweiligen Präsidenten und Regierungschefs in Deutschland und in Israel, bei Jugendbegegnungen und vielen Austauschprojekten auf kultureller und zivilgesellschaftlicher Ebene miterlebt, wie die Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten auf allen Ebenen enger wurden und die Freundschaft und Verbundenheit nicht durch politische Dissonanzen ernsthaft getrübt wurde.

„Dafür bin ich Deutschland sehr dankbar!“

Kritik und Ratschläge gehören zu jeder guten Freundschaft, so wie auch der bedingungslose Beistand in grundsätzlichen Angelegenheiten. Dafür bin ich Deutschland sehr dankbar. Gerade in Tagen des Umbruchs im Nahen Osten und in Zeiten, in denen eine nukleare Gefahr vom Iran ausgeht, ist es wichtig, sich auf Freunde verlassen zu können, für die die Sicherheit Israels vor anderen Interessen steht.

Ich habe in meiner Amtszeit viele Freunde Israels getroffen, die sich als Einzelpersonen, in ihrem Umfeld und in Organisationen für unser Land einsetzen, Menschen, die ihre Solidarität zum Ausdruck bringen, helfen, über Israel aufzuklären und zu informieren, die die Verständigung zwischen unseren beiden Völkern fördern, unsere gemeinsame Geschichte pflegen und unsere gemeinsame Zukunft gestalten. Mein Dank dafür kann nicht groß genug sein.

„Bild Israels in der Öffentlichkeit beschädigt“

Andererseits stimmt es mich traurig, dass das Bild Israels in der Öffentlichkeit häufig vorsätzlich oder unachtsam beschädigt wird. Mit Sorge stelle ich fest, dass in den vergangenen Jahren oft schnell über Israels Handeln geurteilt wurde  –  manchmal noch bevor Fakten bekannt waren und bevor das Gesamtbild zu sehen war und häufig, ohne Israels komplexe geopolitische Bedrohungslage in die Betrachtung mit einzubeziehen.

„Ich glaube an die Stärke und Besonnenheit der Deutschen“

Doch ich glaube an die Stärke und die Besonnenheit der Deutschen, die ich in den vergangenen vier Jahren kennen gelernt habe. Und ich bin sicher, dass sich in Deutschland die zivilgesellschaftlichen und politischen Akteure und Institutionen effektiv und vereint gegen den Antisemitismus, Rassismus und Terror in ihrer eigenen Gesellschaft zur Wehr setzen werden – wie sie sich auch als Teil der westlichen Welt gemeinsam mit uns dem internationalen Terror, der sich gegen den jüdischen Staat, aber auch gegen die westliche Welt richtet, entgegen stellen werden.

Ganz besonders freut es mich, dass ich während meiner Amtszeit die Freilassung von Gilad Shalit miterleben durfte. Ich danke Ihnen für Ihre fortwährende Solidarität mit Gilad und die mit uns geteilte Freude über seine Freilassung nach fast fünf Jahren Geiselhaft.

Lehitraot und Shalom, Deutschland!“


Bischof Gerhard L. Müller: „Die Situation war für die Kirche immer konflikthaft“.

Regensburger Oberhirte ermutigt Vertreter der KEB auf Schloß Spindelhof

Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB)  organisiert jährlich über 8000 Veranstaltungen im Bistum Regensburg mit über 200.000 Teilnehmern; außerdem gibt es ca 600 Eltern-Kind-Gruppen.

In der kath. Bildungsstätte Schloß Spindlhof trafen sich die Vertreter der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) aus allen deutschen Bistümern zu  intensiven Gesprächen. Zum Abschluss der Konferenz feierte Bischof Gerhard L. Müller mit den Teilnehmern eine hl. Messe in der Kirche Albertus Magnus.

Er erinnerte die Gläubigen daran, daß jeder Mensch eines Tages nach Gottes Maß bewertet werde. Es sei wichtig, nicht nur gute Worte zu finden, sondern  Taten folgen zu lassen, denn jeder werde dereinst vor Gott bestehen müssen:  „Wir alle stehen in der Nachfolge Christi  –  in welcher Berufung auch immer!“

Gerade die KEB leiste in Sachen Dienst am Menschen „unvorstellbar viel Gutes“, so der Bischof.  Auch wenn die Kirche oft durch Medien miesgeredet werde, so dürfe man sich davon nicht entmutigen lassen.

„Die Kirche war nicht nur in den letzten Jahren das Ziel einer Anti-Propaganda. Auch Jesus Christus stieß auf Widerstand, obwohl er so viel Gutes getan hat. Mit der Kirche geht es nicht bergab. Die Situation war für die Kirche immer konflikthaft. Wir müssen standhaft bleiben und freudig in der Nachfolge Jesu Christi leben. Dann werden wir das Leben gewinnen“, schloß der Bischof seine Predigt.

Im Bistum Regensburg leben knapp 1,25 Millionen Katholiken. Der Katholikenanteil der Bewohner beträgt 88,5 Prozent, es gibt knapp 20 Prozent Kirchenbesucher (also deutlich über dem Bundesdurchschnitt von ca 14%).

Kontakt-Daten:
Dr. Veit Neumann
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
93047 Regensburg   –  Niedermünstergasse 1
Telefon (0941) 597-1065

 



Bischof H. Mussinghoff und seine anti-israelischen Vorurteile

Zwischen dem Jerusalemer Journalisten Ulrich Sahm und Heinrich Mussinghoff, dem Bischof von Aachen, gab es unlängst eine kontroverse Auseinandersetzung um die Frage, ob der Staat Israel junge Leute tatsächlich erst ab dem Alter von 20 Jahren studieren läßt.

Dies hatte der Aachener Oberhirte auf dem „NRW-Israel-Forum“ in Bochum vor 500 Gästen behauptet und gesagt, weil jüdische Israelis vorher den Wehrdienst absolvieren und auf daß Israelo-Araber nicht früher mit dem Studium beginnen könnten als Juden, würde es diese willkürliche Zurücksetzung der arabischen Einwohner in Israel geben.

Nunmehr stellte sich heraus, daß Bischof Mussinghoff einem unsinnigen Vorurteil aufgesessen ist, an dem er allerdings zunächst hartnäckig festgehalten hatte. Die erwähnte Jahresbeschränkung existiert in Israel nämlich nicht.

Mehr unter: www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_bischof1/


Organspende: Wieder am Eigentlichen vorbeigeredet

Pressemeldung der „Aktion Leben“ (Absteinach) zur Diskussion um Organspende

Von einem „monatelangen Tauziehen, das nun seinen Abschluß findet“, ist die Rede  –  und doch kommen unsere Politiker nicht zum Kern der Sache: Wissenschaftliche Fakten werden einfach verdrängt und dem Bürger vorenthalten.

„Man will die Bereitschaft der Bürger, nach dem Tode ihre Organe zu spenden, erhöhen“, erläutert Walter Ramm von Aktion Leben e.V:

„Angeblich sei eine Mehrheit der Bürger für Organspende, wird behauptet. Abgesehen davon, daß kaum eine dieser Umfragen repräsentativ ist, zeigt doch die Tatsache, daß tatsächlich nur wenige Bürger sich durch einen Organspendeausweis zur Spende bereit erklären, daß die Mehrheit der Bürger den Märchen der Organspendelobby nicht glaubt.

Insbesondere nach Bekanntwerden der wissenschaftlichen Fakten, die klar belegen, daß (abgesehen von der sog. Lebendspende, die aber in der Praxis kaum eine Rolle spielt) Organe nicht NACH dem Tod, sondern VOR dem Tod gespendet werden müssen, der Spender also an der Spende stirbt, läßt sich die sog. ‚Tote-Spender-Regel‘ eben nur noch schlecht verkaufen.“

Die Aktion Leben e.V. fordert die Bundesregierung auf, in der Frage der Organtransplantation die Bürger nicht länger mit Halb- und Unwahrheiten abzuspeisen.

„Keine Regierung, auch nicht die der Bundesrepublik Deutschland, hat das Recht, das Leben seiner Bürger, auch nicht kurz vor deren möglichen natürlichem Tod, in irgendeiner Weise preiszugeben, auch nicht, um den Begierlichkeiten und den Gewinnerwartungen der Transplantationsmedizin Rechnung zu tragen!“, begründet Walter Ramm.

Kontakt-Daten:
Aktion Leben e.V.
Klemens Lichter
Postfach 61
69518 Abtsteinach/Odw.
www.aktion-leben.de