Studie: Der Euro kam den Deutschen teuer zu stehen

Der Euro hat den Deutschen eine erhöhte Teuerung bewirkt.  Dies ist das Ergebnis einer Studie des Nachrichtenmagazins „Focus“ zum zehnten Jahrestag der Euro-Bargeldeinführung am 1. Januar 2002.

„Focus“ ließ dazu durch unabhängige Marktforscher bundesweit mehr als 10.000 Preise von Autos bis Zucker jeweils im September 2001 mit 2011 vergleichen.

Vor allem bei Lebensmitteln, Restaurants, Arzneimitteln oder Freizeitaktivitäten von Oper bis zur Eintrittskarte der Fußball-Bundesliga notierten die Forscher drastische Preisaufschläge.

Einige Sorten Obst und Gemüse sowie PCs und Drucker verbilligten sich hingegen laut der Studie binnen der ersten zehn Jahre mit dem neuen Geld. Auch der Staat gehörte laut der „Focus“-Aufstellung mit stark steigenden Steuern, Abgaben und Gebühren zu den großen Preistreibern nach der Euro-Einführung.

Das IFO-Institut verglich für „Focus“ auch die Kaufkraftentwicklung der ersten zehn Euro-Jahre mit den letzten zehn Jahren der D-Mark. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer hatte demzufolge nach den zehn letzten Jahren D-Mark monatlich 170 Euro mehr Kaufkraft zur Verfügung, nach zehn Euro-Jahren hingegen 21 Euro weniger.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Eurokritische Finanztagung am 2.12.2012 in Berlin

Die Ursache der Finanzkrise  – Die Manipulation der Geldmenge

Die Zivile Koalition eV lädt ein zur Finanztagung “Euro(pa) geht unter – Sanierer zeigen Auswege”.

Die Tagung findet am Freitag, den 2. Dezember 2011, von 9  –  17.30 Uhr im Hotel Adlon Kempinski (, 10117 Berlin, Unter den Linden 77) statt.

Kostenbeitrag: 45 Euro (inkl. Mittagessen und Erfrischungen) per Überweisung.

Zu Lösungswegen aus der Krise und deren politischer Umsetzung sprechen u.a.:

Prof. Dr. Wilhelm Hankel, Wirtschaftswissenschaftler und Währungsspezialist

Prof. Dr. Eberhard Hamer, Vorstand Mittelstandsinstitut Niedersachsen e.V., Vorsitzender Deutsche Mittelstandsstiftung e.V.

Dirk Müller, Bankkaufmann und Börsenhändler, “Mr. Dax”

Frank Schäffler, Bundestagsabgeordneter (FDP)

Prof. Dr. Thorsten Polleit, Frankfurt, School of Finance and Management

Prof. Dr. Dr. Markus C. Kerber, TU Berlin

Infos:  http://www.issberlin.info/?p=758

Anmeldungs-Coupon hier abrufen:
http://www.issberlin.info/wp-content/uploads/2011/11/anmeldung_europa_geht_unter.pdf

Zivile Koalition e.V.  /  Mail: info@zivilekoalition.de


CDL: „Entscheidungslösung“ führt zur Vergesellschaftung menschlicher Organe

Christdemokraten für das Leben (CDL) wenden sich gegen geplante „Entscheidungslösung“

Mechthild Löhr, die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) kritisiert scharf die vom Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr vorgetragene Einigung zur „Entscheidungslösung“ betreffs Organspende:

„Die Fraktionsvorsitzenden aller im Bundestag vertretenen Parteien haben sich am 24. November 2011 mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) darauf geeinigt, dass Mitarbeiter von Krankenkassen und Behörden künftig die Menschen in Deutschland regelmäßig auf ihre Bereitschaft ansprechen sollen, im Falle ihres Hirntods Organe zu spenden.

Diese Abfrage soll etwa bei der Übersendung einer Versichertenkarte „mit so viel Nachdruck wie möglich, ohne jedoch eine Antwort zu erzwingen oder Sanktionen auszuüben“ erfolgen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Bundestagsfraktionen. Die so genannte „Entscheidungslösung“ soll in der ersten Jahreshälfte 2012 vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden. Sie würde die bisher geltende „Zustimmungslösung“ ersetzen, wonach ein Mensch zu Lebzeiten aus eigenem Antrieb einer Organspende zugestimmt haben muss oder Angehörige eines Hirntoten dies stellvertretend für diesen tun.(…)

Es grenzt an Willkür, dass sich die Fraktionsvorsitzenden ohne eine vorausgegangene breite Debatte in der Öffentlichkeit geeinigt haben. Eine Entscheidung des Einzelnen über eine derart höchstpersönliche Frage darf den Bürgern vom Staat nicht aufgenötigt werden, erst recht nicht ohne eine vorherige Aufklärung über die strittigen ethischen und rechtlichen Probleme des so genannten „Hirntodes“, der einen lebenden Organismus bei irreversibel ausgefallener integrativer Funktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms beschreibt.

Bei einem „hirntoten“ Organspender liegen die typischen Merkmale eines Leichnams wie Atemstillstand, Leichenstarre oder Totenflecken gerade nicht vor, vielmehr ist der juristisch für tot Erklärte im biologischen und phänomenologischen Sinne durchaus noch am Leben.

Die jetzt politisch favorisierte „Entscheidungslösung“ läuft auf eine Vergesellschaftung der Organe des Einzelnen hinaus. Lediglich noch formal ist das Prinzip der Freiwilligkeit gewahrt, denn indirekt übt der Staat moralischen Druck auf die Bürger durch die Befragung aus. Besonders bei körperlich oder psychisch schwer kranken Menschen kann es äußert negative Konsequenzen haben, wenn sie mit der Frage nach einer möglichen Organentnahme konfrontiert werden.

Wie mag sich ein alter oder psychisch wie physisch schwer erkrankter Mensch fühlen, wenn er offiziell solche Post bekommt? Bedeutet diese Nachfrage nicht indirekt: „Wir hoffen auf Dein Ableben, denn dann kannst du noch Nutzen stiften?“

Was der Staat sich hiermit als neue, moralische höchste Instanz anmaßt, macht die Bürger zu Untertanen, die zum Dienst für die Allgemeinheit erzogen werden müssen.

So verständlich die patientenzentrierte Sichtweise auf das Thema Organtransplantation auch sein mag, so deutlich muss doch aus ethischer Perspektive vor einer Blickverengung gewarnt werden, bei der die Besonderheit dieses Therapieverfahrens nicht mehr beachtet wird: Menschliche Organe sind keine Heilmittel oder Medizinprodukte im üblichen Sinn, die industriell gefertigt und nach den Regeln von Angebot und Nachfrage in den Warenverkehr gebracht werden können.

Einen rechtlichen oder auch nur einen moralischen Anspruch auf die Überlassung von fremden Organen, die konstitutiver Teil einer anderen Person waren oder sind, kann es um der Würde des Menschen willen, die auch die Würde des Organspenders und unser aller Würde mit umfasst, nicht geben.

Insofern müssen sich Politik, Medizin und Gesellschaft bei allem Fortschrittsoptimismus auf diesem Feld auch künftig in eine gewisse Selbstbegrenzung ihrer Wünsche fügen.“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker


Kontakt-Daten:
CDL – Christdemokraten für das Leben
Odila Carbanje (Bundesgeschäftsstelle)
Schlesienstr. 20  /  48167 Münster
Tel.: 0251 / 6 28 51 60   /  Fax: 0251 / 6 28 51 63
info@cdl-online.de
http://www.cdl-online.de

8.12.: Weihnachten mit Chesterton (Erfinder des „Pater Brown“)

Adventsabend von „Raggs Domspatz“ mit Dr. Alexander Kissler und Uwe Postl in München

Der bekannte Kulturjournalist und FOCUS-Redakteur Dr. Alexander Kissler präsentiert am Donnerstag, den 8. Dezember 2011, „Weihnachten mit Chesterton“.

Der literarische Abend in der Reihe „Domspatz-Soirée“ beginnt um 19:30 Uhr im Kulturzentrum Movimento, Neuhauser-Straße 15, in der Münchner Fußgängerzone.

Gilbert Keith Chesterton, Essayist, Romancier und Erfinder von „Pater Brown“, hat den katholischen Glauben in vielen pointierten und originellen Schriften offensiv bezeugt. Papst Pius XI. verlieh dem Konvertiten den Ehrentitel „Defensor Fidei“ (Verteidiger des Glaubens). In der englischsprachigen Welt gilt der berühmte Autor als bedeutender Apologet des römischen Christentums und der Rechtgläubigkeit.

Besonders oft hat sich Chesterton mit dem Weihnachtsfest beschäftigt, für ihn ein „unsterbliches Abenteuer“ und ein Fest ausgelassener Freude. Er verteidigt das Fest gegen seine Feinde, etwa gegen die Behauptung, es sei heidnischen Ursprungs, würdigt die Bedeutung gesunder Traditionen und betont die prägende Kraft der Weihnacht für das Leben eines jeden Menschen.

„Wer dem Kalorienrausch und der Rührseligkeit entgehen will“, sagt Alexander Kissler, „der kann zu Gilbert Keith Chesterton greifen.“

Chestertons scharfsinnige und humorvolle Texte, viele erst kürzlich auf Deutsch erschienen,  sind mit ihrer Kritik am hohlen Konsum heute treffender denn je.

Gemeinsam mit dem Münchner Schauspieler und Theater-Regisseur Uwe Postl gestaltet Alexander Kissler mit Chestertons Betrachtungen und aktuellen Kommentaren eine nachdenklich-vergnügte Advents-Soirée, eine echte Alternative zu den allfälligen „Weihnachtsfeiern“.

Der Eintrittspreis beträgt 12,50 Euro. Jeder Interessierte ist eingeladen, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Das Kulturzentrum Movimento findet man in der Fußgängerzone, gegenüber Sankt Michael, Eingang durch die KULT-Passage.

Mehr unter www.raggs-domspatz.de
Agentur für christliche Kultur 
Michael und Vivian Ragg (Inhaber)
Hohenbrunner Weg 2, 82024 Taufkirchen
buero@raggs-domspatz.de
089 / 44 45 45 05
Handy: 01 73 / 5 62 16 20

Irrwege zu Lasten der Kinder gefährden unsere Zukunft

Kommentar von Christa Meves

Unsere Regierung ist nun wirklich auf Ordnung bedacht: Ein neues Gesetz hat sie erhoben, da an sie gedrungen ist, dass es in unseren Zirkussen bei den dort verwendeten Wildtieren nicht menschlich genug zugeht.

Medial als Supernachricht forciert, kann das bei besorgten Bundesbürgern nur bitteres Gelächter auslösen; denn wie viel unbekömmliche Missachtung haben oft bereits seit Jahrzehnten unsere Menschenkinder in staatlichen Institutionen  –  meist direkt von ihnen eingerichtet  –  zu ertragen:

  • Krippenschicksal für jeden Säugling bekommt den Kleinen laut wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen umso weniger, je früher, je länger, je ausschließlicher sie dort untergebracht sind (und zwar mit lebenslänglichen Beeinträchtigungen als Folge!).
  • Gender Mainstreaming in den Kitas als der Versuch, bei den Vorschulkindern in der Prägungsphase zur geschlechtlichen Identität daran Zweifel zu wecken, bereitet das spätere Abdriften in Perversionen vor.
  • Die langen Schulwege zu den immer mehr zentralisierten Schulen verschleißen die Kraft der Grundschüler ebenso wie ihre Lernlust in zu großen Klassen mit einem unerträglichen Lärmpegel.
  • Die Tendenz, individuelle unterschiedliche Begabungen in ideologisierten, auf Gleichheit getrimmten Schulen zu gleicher Höhe herabzustutzen, kann schwerlich weder einen Chagall noch einen Goethe hervorbringen.
  • Mit pornographisch geschwängerten Materialien in der Grundschule für den Sexualkundeunterricht wird die Anziehung für das andere Geschlecht später geradezu abgewürgt.
  • Und die Folgen all dieser Misshandlungen sind zum Teil lange schon als krankmachend, ja, als allgemeine Gefährdung der Zukunft bereits sichtbar! Wo bleiben denn bei diesen wichtigsten aller Ressourcen unserer Republik, bei unseren Kindern, die gesunderhaltenden Maßnahmen unserer Regierenden? Merken sie nicht, dass sie hier in der von ihren Landsleuten beauftragten Funktion in die Verantwortung gerufen sind? Wo driftet denn – um Himmels willen –   der Karren unserer Republik hin?

Volker Beck agitiert erneut gegen evangelikale Fachverbände

Dennis Riehle über den jüngsten Vorstoß des grünen Politikers:

Nicht zum ersten Mal macht der menschenrechtspolitische Sprecher der Bundestagfraktion von „Bündnis 90/Die Grünen“, Volker Beck MdB, als selbsternannter Vertreter der Schwulen- und Lesbenbewegung auf sich aufmerksam:

Schon in der Vergangenheit hatte er seine Funktion als Abgeordneter ausgenutzt, um sich hochoffiziell gegen „evangelikale“ Christen zu wenden. So hatte er unter anderem Finanzmittel an das „Christival“ kritisiert und entsprechende Anfragen an die Bundesregierung gestellt.

Nun tischt Beck einen neuen „Skandal“ auf: Getrieben von seiner Sehnsucht nach immer neuen Rechten von Homosexuellen, verurteilt er schon lange die Arbeit christlicher Beratungsorganisationen, die Hilfe suchenden Schwulen und Lesben Therapie zur Veränderung ihrer sexuellen Orientierung anbieten.

Dass Beck mit seinem Verständnis von Toleranz vielen Homosexuellen die Freiheit abspricht, selbst und aus eigener Entscheidung heraus Seelsorge oder therapeutische Begleitung in Anspruch zu nehmen, wenn innere Konflikte plagen, scheint der Menschenrechtler nicht zu bemerken.

Aktuell hat er sich an den Präsidenten des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewandt  –  und diesen aufgefordert, den Ausschluss der Kommunität „Offensive junger Christen“ (OJC), die das „Institut für Jugend und Gesellschaft“ (DIJG) betreibt und sich mit möglichen Formen von Therapie und Umgang mit Homosexuellen, die Schwierigkeiten mit ihrer sexuellen Ausrichtung haben, auseinandersetzt, aus dem Dachverband zu prüfen.

Gleichzeitig fordert er dies auch bezüglich des „Weißen Kreuzes e.V.“, des sexualethischen Fachvereins, der sich insbesondere mit Fragen von Selbstbefriedigung, Sex vor der Ehe oder Pornografiesucht beschäftigt.

Doch nicht alle fühlen sich vom „Verteidiger“ der Lesben- und Schwulenrechte vernünftig vertreten. Insbesondere ist zu beklagen, dass Herr Beck immer wieder neue Berechtigungen einfordert, die über die allen Bürgerinnen und Bürgern zustehenden Rechte hinausgehen  –  und damit zu einer Bevorteilung von Homosexuellen führen würden.

Deutschland hat in seiner Vergangenheit mit Nachdruck an der Abschaffung von Ungleichheiten gegenüber Schwulen und Lesben gearbeitet. Dass durch föderalistische Hürden noch nicht alles so optimal ist, wie man es sich wünschen würde, ist zweifelsohne zuzugestehen. Gleichwohl liegt in der Diskriminierung und Ausgrenzung mancher Homosexueller bis heute aber auch ein gesellschaftliches Problem vor.

Und gleichzeitig muss man Schwule und Lesben, die in aggressiver Weise stets weitere Rechte einfordern und Vorurteile durch „Demonstrationen“ gegen sich selbst bestärken, die mittlerweile eher freizügigen Partys zur Schaustellung gleichen, hierfür mitverantwortlich machen.

Insgesamt zeigen sich viele Schwulen und Lesben zufrieden damit, die gleichen Rechte zu genießen wie jeder andere Mensch. Dieser Umstand ist durch unsere Verfassung ohnehin gewährleistet  –  ein häufiger Aufschrei über mangelnde Berechtigungen von Homosexuellen geht deshalb häufig über das Ziel hinaus.

Und gleichzeitig muss anhand des derzeitigen Beispiels ausdrücklich festgehalten werden: Herr Beck sieht psychische Probleme von Homosexuellen allein im Zusammenhang mit Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung durch die Gesellschaft. Er reduziert damit seelische Schwierigkeiten von Homosexuellen auf exogene, also von außen einfließende Ursachen.

Viel häufiger sind endogene, von innen kommende Zerrüttungen Ausschlag gebend für das Bedürfnis nach Unterstützung. Die eigene Abneigung gegenüber homosexuellen Sexualpraktiken, der Wunsch nach heterosexueller Liebe sind ganz oft Auslöser für Zerrissenheit und die Sehnsucht nach Veränderung.

Noch offensichtlicher stellen sich die Probleme bei der „Ich-dystonen Persönlichkeitsentwicklung“ dar, bei der eine völlige innere Distanzierung von der eigenen Identität vorliegt – leider wirft Herr Beck den Organisationen immer wieder vor, alle homosexuellen Hilfesuchenden als unter dieser Störung leidende Patienten abzustempeln.

Die von Herrn Beck in diesem Zusammenhang genannten „reparativen Therapien“, in denen nach seiner Ansicht Homosexuelle zum Ablegen ihrer Homosexualität genötigt werden, stellen sich in Wirklichkeit als eine tief in die Psyche einblickende Form der Therapie dar, die mögliche  –  und mittlerweile auch nachgewiesene  – Zusammenhänge zwischen homosexueller Orientierung und frühkindlichen Entwicklungen, elterlichen Bindungen oder Rolleneinnahmen analysieren.

Im Gegensatz zu Herrn Beck empfinde ich die Aufdeckung solcher Kausalitäten nicht als verwerflich, sondern als überaus hilfreich, um die eigenen Empfindungen zu verstehen und sich selbst auf die Stufe der Entscheidungsfähigkeit nach Veränderung zu bringen.

Ganz besonders zu kritisieren ist die Vorhaltung des Herrn Beck, wonach den Betroffenen solche Therapien nahezu „aufgedrängt“ würden. Während viele Schwule und Lesben Menschen aus ihrer eigenen „Lobbybewegung“ nicht selten belächelt werden, wenn sie mit ihrer eigenen Sexualität ringen, und immer wieder die Anschuldigung „sexueller Verklemmtheit“ zu hören bekommen, gibt es glücklicherweise eben Organisationen, die solche Sorgen ernst nehmen  –  und die es unterstützen, wenn man sich nicht dem Mainstream nach „sexueller Lockerheit“ und einer Gender-Bewegung anschließt.

Die Freiheit, sich in Form seelsorgerischer Angebote Unterstützung zu suchen, obliegt jedem Einzelnen selbst. Damit wird deutlich, dass die von Herrn Beck kritisierte Arbeitsweise der Organisationen schon in der grundlegenden Argumentation allen Realitäten zuwider läuft.

Als Berater geht man nicht „auf die Suche“ nach Homosexuellen, um sie zu „verändern“; viel eher ist die Zahl derer, die aus ihren freien Stücken zu uns kommen und den Wunsch nach Hilfe suchen, stetig wachsend. Somit würdigen wir die freie Entscheidung weitaus mehr, als Herr Beck es vermutet. Viel eher sehe ich sein Herunterspielen von Problemen Homosexueller und den Aufruf, Hilfe zu meiden, als fahrlässig und verachtend – ja, sogar als verantwortungslos.

In jeder Beratung gelten die Würde und der Wille des Klienten am höchsten. Das Gebot der Nächstenliebe, zu dem sich jeder christlich arbeitende Therapeut oder Berater verpflichtet haben sollte, übersteigt jede Form der Einklassifizierung von Homosexuellen oder den Vorwurf, Veränderung um jeden Preis erzielen zu wollen.

Nicht der Berater oder der Therapeut entscheidet, wie die Begleitung aussieht  –  sondern allein der Klient selbst. Daher arbeite ich generell mit der Ergebnisoffenheit jeder Sitzung. Durch Aufklärung  –  die beide Organisationen nach meinen Erfahrungen in transparenter Weise durchführen  –  wird der Klient in die Lage versetzt, über den Weg der Hilfestellung bestimmen zu können. Die Wertschätzung gegenüber dem Hilfesuchenden, aber auch der Wunsch, dass die Person wieder mit sich selbst und der eigenen Identität in Einklang zurückfindet, ist elementar und prägt jede Beratung schon aus dem Grundsatz des christlichen Menschenbildes heraus.

Letztendlich wendet sich Herr Beck zudem mit einer Forderung an das Diakonische Werk, die dieses schon aus den Statuten gar nicht erfüllen kann. Das Diakonische Werk ist nicht berechtigt, in die Arbeits- und Handlungsweisen der einzelnen Mitgliedsorganisationen einzugreifen oder deren Denkweise zu beeinflussen.

Wieder einmal ist eine panische Aktion des Herrn Beck zum Ausgangspunkt für Diskussionen geworden, die gar nicht nötig sind. Über seine Gründe für dieses Verhalten mag man spekulieren.

Schließlich bleibt aber wohl nur das Mitleid, das man ihm entgegen bringen kann, wenn sich Herr Beck Probleme schaffen muss, um sie zu lösen. Ein Blick auf die Alltagspolitik würde zeigen, dass wirklich wichtige „heiße Eisen“ im Feuer liegen…

Daten zum Autor:
Dennis Riehle, geb. 31.5.1985 in Konstanz, ist Student der Bildungswissenschaften,  evang. Laienprediger und Vorsitzender der „Christlichen Lebensberatung e.V.“

Multikulti-Fan Armin Laschet: „Der Feind steht rechts!“

Warum ignoriert der CDU-Parlamentarier die Zunahme des Linksextremismus?

In der CDU ist er seit langem als Vertreter des linken Flügels und als Befürworter von „Multikulti“ bekannt: Armin Laschet, früherer Chefredakteur der Aachener Kirchenzeitung, der bereits in den 90er Jahren für eine weitgehend linke Berichterstattung im Bistumsblatt gesorgt hatte.

Vor 2 Jahren veröffentlichte der christdemokratische NRW-Landtagsabgeordnete ein Buch mit dem Titel „Die Aufsteigerrepublik: Zuwanderung als Chance“.

Wie sich aus dem aktuellen Bericht des NRW-Landtags (mehrheit rot-grün geprägt) ergibt, verbreitet der CDU-Parlamentarier nunmehr die Parole: „Der Feind steht rechts!“  – Das Zitat gefiel der Redaktion so gut, daß sie es als Titelzeile einsetzte:
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.1/Pressemitteilungen-Informationen-Aufmacher/Aufmacher/Aufmacher.jsp

Laschets entsprechender Debattenbeitrag ist dort ebenfalls nachlesbar  –  zudem hier unten (1).

Die Wirklichkeit, wie sie noch unlängst vom Bundes-Innenminister anläßlich der Vorstellung des „Verfassungsschutz-Berichts 2010“  verkündet wurde, sieht hingegen so aus:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/verfassungsschutzbericht-2010-zunahme-von-linksextremisten/

Die Linksextremen nehmen zu, aber Laschet fixiert sich einseitig auf die Parole „Der Feind steht rechts“.

Warum  – so fragt man sich  –  sagt er nicht klar, daß sich der freiheitliche Rechtsstaat konsequent gegen jeden Extremismus abgrenzen muß  –  ob braun oder rot, sonst ist die Demokratie bald tot.

 

(1)  „Wer hat mit den Familien der heutigen Opfer gebangt?“, zog Armin Laschet (CDU) eine Parallele zu den Opfern des linksextremistischen Terrors der siebziger Jahre. „Die Schicksale haben uns nicht erreicht“, meinte er mit Blick auf Demonstrationen der Opfer rechtsextremen Terrors: Auch hätte man bei den Ermittlungen nie da gesucht, wo man hätte suchen sollen. Notwendig sei vor allem, das Mitempfinden zu stärken. „Der Feind steht rechts“, zitierte der CDU-Sprecher den ehemaligen Reichskanzler Josef Wirth. Wenn es richtig sei, bei diesen Morden darauf zu verweisen, dass es Taten von Einzeltätern gewesen seien, dann müsse gleiches aber zum Beispiel auch bei Anschlägen mit islamistischem Hintergrund gelten, wandte er sich gegen Fremdenfeindlichkeit.“


Lebensrechtler kritisieren geplante Neuregelung der Organspende

Mechthild Löhr (CDL): „Das hat den Charakter einer Nötigung.“

Mit Kritik und mahnenden Worten haben Vertreter der Lebensrechtsbewegung auf die im Bundestag geplante Neuregelung der Organspende reagiert.

Die Fraktionschefs aller Bundestagsparteien hatten sich am 24. November mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) darauf geeinigt, dass zukünftig jeder Bürger nach seiner Bereitschaft zur Organspende gefragt werden soll – etwa bei der Übersendung der Versichertenkarte.

„Mit so viel Nachdruck wie möglich, ohne jedoch eine Antwort zu erzwingen oder Sanktionen auszuüben“, solle die Abfrage geschehen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Bundestagsfraktionen.

Diese sog. Entscheidungslösung soll in der ersten Jahreshälfte 2012 durch den Bundestag verabschiedet werden; sie tritt an die Stelle der bisher geltenden Zustimmungslösung, wonach ein Mensch zu Lebzeiten aus eigenem Antrieb einer Organspende zugestimmt haben muss oder Angehörige eines  sog. „Hirntoten“ dies stellvertretend tun.

„Vergesellschaftung der Organe“

Scharfe Kritik an dieser Entscheidung übte die Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Mechthild Löhr:

„Es grenzt an Willkür, dass sich die Chefs der Fraktionen ohne eine vorausgegangene breite Debatte in der Öffentlichkeit geeinigt haben“, sagte Löhr gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Der Antrag laufe auf eine „Vergesellschaftung der Organe“ des Einzelnen hinaus und sei damit eine „unglaubliche Hybris des Staates.“

Zwar werde bei der vorgeschlagenen Lösung formal das Prinzip der Freiwilligkeit gewahrt, doch indirekt übe der Staat Zwang auf die Bürger aus.

Löhr: „Das hat den Charakter einer Nötigung.“

Besonders bei körperlich oder psychisch schwer erkrankten Menschen könne dies äußert negative Konsequenzen haben. Unter Experten sei es zunehmend umstritten, ob die Organentnahme bei einem für Hirntod erklärten Menschen der Menschenwürde entspreche, so Löhr.

Kein „Recht auf Gesundheit“ um jeden Preis

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, erklärte gegenüber IDEA: „Zwar haben alle das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit; daher rührt auch das Recht auf bestmögliche medizinische Versorgung. Aber es muss auch klar bleiben: es gibt kein Recht auf Gesundheit.“

Weil die Selbstbestimmung über den eigenen Körper ein wesentlicher Bestandteil des Persönlichkeitsrechts sei, dürfe es keine Pflicht geben, diesen ganz oder teilweise zur Verfügung zu stellen.

Natürlich dürfe der Staat seine Bürger einladen, im Todesfall bedürftigen Menschen Organe zu spenden. Mit der Einladung zur Organspende müsse aber die Pflicht verbunden werden, „sachgerecht, aufrichtig und tabulos“ zu informieren.

„Es darf auch keinen Zwang zur Äußerung in einer solchen schwerwiegenden Frage geben.“   –  Steeb, der dem Vorstand des „Bundesverbandes Lebensrecht“ angehört, sagt weiter:

„Dann muss auch die Frage erlaubt sein, ob der Hirntod tatsächlich der richtige Aspekt für die Feststellung des Todes ist. Denn dass diese neue Todesdefinition ausgerechnet im zeitlichen Zusammenhang mit dem Beginn von Organtransplantationen erarbeitet wurde, führt zu Recht zum Verdacht, dass das nicht problemlos geglaubt werden muss.“

Der gemeinsame Vorschlag der Bundestagsfraktionen zur Organspende lasse noch manche Fragen offen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


Papst Benedikt: Was Joseph Ratzinger während der Konzilszeit schrieb

„Eine kopernikanische Wende für Christen“

Es war noch während des Konzils, als das Büchlein „Vom Sinn des Christseins“ 1965 im Kösel-Verlag erschien, das drei ausführliche Predigten enthält. Der Verfasser: Dr. Joseph Ratzinger, Priester und bekannter „Konzilstheologe“ [1].

Es ist gerade aus heutiger Sicht recht interessant, zu lesen, was unser Papst vor über 45 Jahren, als er noch der Theologe Joseph Ratzinger war, während des Zweiten Vatikanischen Konzils auf diesen 75 Seiten veröffentlicht hat. Vat_Flagge

So schreibt er über den Advent, daß diese Vorbereitung auf Weihnachten uns den Spiegel vorhalten soll, damit wir uns den Tatsachen unserer christlichen Existenz stellen, auch „daß wir zugeben das Ausmaß von Unerlöstheit, das nicht nur irgendwann über der Welt lag und irgendwo vielleicht noch liegt, sondern bei uns selbst und inmitten der Kirche Tatsache ist“ (S. 16).

Es handelt sich hier gewiß um keine liberale  Kirchenkritik heutiger Art bzw. Abart, sondern um einen Aufruf zur Selbstbesinnung und Erneuerung, so wie auch die Propheten des Alten Bundes nichts schöngeredet, sondern Tacheles gesprochen und eine klare, aufrüttelnde Zeitkritik aus dem Geist Gottes geäußert haben, wobei sie stets die Heiligkeit und Erhabenheit des Ewigen betonten; dies tut auch Joseph Ratzinger in dem erwähnten Buch: RadioVatikan

„Man kann Gott gar nicht anders finden als in diesem Exodus, in diesem Herausgehen aus der Behaglichkeit unserer Gegenwart in das Verborgene der kommenden Helligkeit Gottes hinein.

Das Bild von Moses, der auf den Berg hinaufsteigen und in die Wolke eintreten mußte, um Gott zu finden, bleibt gültig für alle Zeiten. Gott kann  –  auch in der Kirche  –  nicht anders gefunden werden, als indem wir den Berg hinaufgehen und in die Wolke des Inkognito Gottes eintreten, der in dieser Welt der Verborgene ist“ (S. 31).

„Wir starren auf die Mühsal des christlichen Alltags und vergessen darüber, daß der Glaube nicht nur eine Last ist, die uns drückt, sondern zugleich ein Licht, das uns Weisung gibt und Weg und Sinn.

Wir sehen in der Kirche nur die äußere Ordnung, die unsere Freiheit begrenzt, und wir übersehen darüber, daß sie uns eine geistige Heimat ist, in der wir geborgen sind im Leben und im Sterben“ (S. 40). Kölner Dom 12-2010

Der letzte Satz erinnert an die bekannte Aussage des Papstes: „Wer glaubt, ist nie allein, weder im Leben noch im Tod“, denn er ist geborgen in Gott und im Miteinander des Glaubens der Kirche und der Heiligen [2].

Aufschlußreich sind auch folgende Gedankengänge Ratzingers, die eindeutig theozentrisch sind  – und dies sehr geschickt mit der Aufforderung an jeden Einzelnen verknüpfen, eine „kopernikanische Wende“ zu vollziehen:

„In einem gewissen Sinne leben wir sozusagen alle noch vor Kopernikus. Nicht nur, daß wir dem Augenschein nach meinen, daß die Sonne auf-  und untergeht und sich um die Erde herumdreht, sondern in einem viel tieferen Sinne. Denn wir alle tragen jene angeborene Illusion mit uns, kraft deren ein jeder sein Ich als den Mittelpunkt nimmt, um den herum sich die Welt und die Menschen zu drehen haben.

Wir alle müssen uns immer wieder dabei entdecken, daß wir die anderen Dinge und Menschen nur in Beziehung zum eigenen Ich konstruieren und sehen,  sie gleichsam als Satelliten betrachten, die sich um den Mittelpunkt unseres Ichs herumdrehen.

Christwerden ist nach dem Gesagten etwas sehr Einfaches und dennoch sehr Umwälzendes. Es ist genau dieses, daß wir die kopernikanische Wende vollziehen und uns nicht mehr als den Weltenmittelpunkt betrachten, um den die anderen sich zu drehen haben, weil wir statt dessen anfangen, im vollen Ernst zu bejahen, daß wir eins von vielen Geschöpfen Gottes sind, die gemeinsam sich um GOTT als die Mitte bewegen“ (S. 58). P1020947

Hier steht nicht die sog. „Würde des Menschen“ im Mittelpunkt, sondern der fundamentale Anspruch Gottes an den Menschen, IHM zu dienen  –  und so auch dem Nächsten näher zu kommen.

Zum Abschluß eine marianische Meditation aus der letzten Seite dieses Büchleins, das uns weihnachtlich einzustimmen vermag:

„In der Advent-Liturgie begegnen wir diesem Geheimnis der Hoffnung. Die Kirche stellt es an diesem Tag vor uns hin in der Gestalt der Mutter des Herrn, der heiligen Jungfrau Maria.

Sie steht in diesem adventlichen Wochen vor als die Frau, die die Hoffnung der Welt unter ihrem Herzen trägt und so als das Zeichen der Hoffnung unseren Weg vorangeht. Sie steht da als die Frau, in der das menschlich Unmögliche durch Gottes rettendes Erbarmen möglich geworden ist.

Maria wird so zum Zeichen für uns alle. Denn wenn es auf uns ankommt, auf die armselige Flamme unseres guten Willens und auf die Armseligkeit unseres Tuns, richten wir das Heil nicht aus. Dazu reicht es nicht, wieviel wir auch vermögen. Es bleibt unmöglich. Aber Gott hat in seiner Erbarmung das Unmögliche möglich gemacht. Wir brauchen nur in aller Demut ja zu sagen: ‚Siehe, ich bin ein Knecht des Herrn’ (vgl. Lk 2,37f., Mk 10,27). Amen.“

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Jugerndverlags und des Christoferuswerks in Münster

Erstveröffentlichung dieses Artikels in „Theologisches“ (Nr. 11 – 12/2011)


[1] J. Ratzinger, Vom Sinn des Christseins, Kösel-Verlag: München 1965 (vgl. auch die Neuausgabe  –  mit anderer Seitenzählung  –   aus dem Jahre 2005).

[2] Benedikt XVI., Predigt zur Amtseinführung, 24. April 2005. Vgl. J. Ratzinger / Benedikt XVI., Wer glaubt, ist nie allein: Worte der Ermutigung, Herder-Verlag: Freiburg i.Br. 2005.


VIETNAM: Kommunistischer Feldzug gegen katholischen Orden

Das kommunistische Vietnam setzt seinen Feldzug gegen den Redemptoristen-Orden fort, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Am 9. November 2011 wurde ein Kirchengebäude der Redemptoristen in Ho-Chi-Minh-Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Bereits am 3. November war in Hanoi die Redemptoristen-Kirche Angriffsziel eines organisierten Mobs, kurz danach wurde deren aktives Gemeindemitglied, Louis Vu Tien Dung, von der Polizei verhaftet. Seit August 2011 kamen bereits 16 Katholiken in Haft, die mit dem Orden zusammengearbeitet hatten.

Louis Vu Tien Dung wurde am 8.11.2011 vor seinem Haus in Hanoi festgenommen und von der Polizei an einem unbekannten Ort festgehalten.

Zuvor hatte das Staatsfernsehen ihn als denjenigen „identifiziert“, der die „aufgebrachte Bevölkerung“ bei ihrer Attacke auf die Redemptoristen-Kirche „behindert“ habe.

Am 3.11.2011 drängte ein organisierter Mob von rund 100 Personen in die Kirche Thai Ha ein, zerstörte das Tor und griff Priester und Gemeindemitglieder an.

Als auf den Glockenalarm hin hilfsbereite Katholiken herbeieilten, zog sich der Mob ins Gebäude des „Volkskomitees“ zurück. Drei Augenzeugen berichteten der IGFM, daß der Mob gut organisiert war. Gemeindemitglieder haben unter den Randalierern auch Angehörige der Geheimpolizei erkannt, die seit Jahren die Kirche überwachen.

Derzeit befinden sich neben Vu Tien Dung noch weitere 15 Katholiken in Untersuchungshaft: Le Van Son, Ho Duc Hoa, Dang Xuan Dieu, Nguyen Van Oai, Tran Huu Duc, Dau Van Duong, Chu Manh Son, Nguyen Van Duyet, Nguyen Xuan Anh, Ho Van Oanh, Nong Hung Anh, Thai Van Dung, Nguyen Minh Nhat, Tran Vu Anh Binh, Ta Phong Tan.

Den meisten wurden „subversive Aktivitäten“ (Art. 79 des StGB Vietnams) oder „Propaganda gegen den sozialistischen Staat Vietnams“ (Art. 88 des StGB Vietnams) vorgeworfen. Viele von ihnen hatten Kurse über Media und Sozialkompetenzen bei den Redemptoristen absolviert.

Bei dem Streit geht es um eine Kirche auf dem Gelände der Redemptoristen in Hanoi, die von der kommunistischen Regierung willkürlich beschlagnahmt und in ein Krankenhaus umgewandelt wurde. Die Redemptoristen verlangen die Rückgabe ihrer Kirche und hatten unzählige Bitt- und Beschwerdebriefe an die Behörden geschickt.

Neulich brachten die Redemptoristen ein LED-Tableau auf dem Dach ihres Klosters an mit der laufenden Aufschrift: „Wir fordern die Hanoier Regierung auf, das ausgeliehene Krankenhaus Dong Da dem Redemptoristen-Orden und den Ba-Giang-See der Gemeinde Thai Ha zurückzugeben“.

Die Behörden erklärten das zur „unerlaubten Werbung“ und verordneten eine Geldstrafe. Seit Tagen führen die Staatsmedien eine Hetzkampagne gegen die Redemptoristen.