Erika Steinbach (CDU) verlangt Religionsfreiheit in arabischen Ländern

Der „Arabische Frühling“ wird ohne Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit nicht zu rechtsstaatlichen Demokratien führen. Das erklärte Erika Steinbach, Menschenrechts-Beauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, am 8. Dezember 2011 in Frankfurt.

Die CDU-Abgeordnete sprach bei der Eröffnung der „Palmen-Aktion“ von mehr als 20 christlichen Hilfswerken; diese wollen in den nächsten Wochen Führungskräfte in Politik, Kirche, Wirtschaft und Menschenrechtsverbänden mit einer kleinen Palme an ihre Mitverantwortung für die politische Entwicklung in Nordafrika und Nahost erinnern.

Steinbach zufolge haben die politischen Umwälzungen zwar die Hoffnung geweckt, daß sich die arabischen Völker ihrer autokratischen Herrscher entledigen und   – rein formal betrachtet –  die Demokratie Einzug hält.

Es zeige sich jedoch immer mehr, daß freie Wahlen nicht mit der Verwirklichung von Menschenrechten und rechtsstaatlichen Verhältnissen gleichzusetzen seien. So gehe es den Christen im arabischen Raum heute deutlich schlechter als vor diesen Revolutionen. Äußerst besorgniserregend seien die Situation der Kopten in Ägypten, der christlichen Flüchtlinge aus dem Irak in Syrien oder von anderen kleineren Religionsgruppen, etwa den Bahai. Steinbach rief zu Hilfsmaßnahmen für die Verfolgten auf, damit sie in ihrer Heimat weiterleben können.

Deutlichstes Zeichen für fehlenden Rechtsstaat

Die „Palmen-Aktion“ war Ende Oktober Kongreß über Christenverfolgung beschlossen worden, der von der evang. Nachrichtenagentur IDEA mitorganisiert wurde.

In einer Resolution warnten die Teilnehmer, daß der „arabische Frühling“ zu erfrieren drohe, wenn er nicht mit umfassender Religionsfreiheit verbunden sei. Bei den derzeitigen Umbrüchen müsse deshalb besonderes Augenmerk auf den Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten gelegt werden.  Deshalb vereinbarten die Kongreßteilnehmer, diese Erklärung diversen Führungskräften persönlich zusammen mit der für die arabische Welt typischen Palme zu überreichen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


Intolerantes Europaparlament: Kroatien muß Homosexualität öffentlich fördern

Das Europäische Parlament hat am 1. Dezember 2011 eine Resolution (P7_TA(2011)0539) verabschiedet, in der es um die Bedingungen für eine Aufnahme Kroatiens in die EU geht.

So soll das Land einen „Aktionsplan gegen Homophobie“ entwerfen und umsetzen. Derartige „Aktionspläne“ sind nichts anderes als ein Instrument zur Durchsetzung der Homo-Agenda – hier über den Umweg durch EU-Institutionen.

Linke Kreise benutzen vereinzelte Feindseligkeiten gegen Homosexuelle  als Vorwand,  um Vertreter professioneller Homosex-Gruppen in die Schulen zu schicken. Außerdem versucht man zunehmend,  ein Klima der Angst zu schaffen, damit sich keiner mehr traut, irgendeine Kritik an der Homosexualität oder an politischen Forderungen der Homosex-Lobby zu äußern. Hier sind  sowohl die Religionsfreiheit wie die Meinungsfreiheit in Gefahr.

„Kroatien wird im Jahr 2013 in der Europäischen Union Willkommen geheißen. Aber bis dorthin – und wenn es einmal ein Mitgliedsland geworden ist – muss es sich ernsthaft mit den Rechten von Minderheiten auseinandersetzen“, sagte die niederländische Europaabgeordnete Marije Cornelissen, die den entsprechenden Absatz der Resolution verfaßt hat, wie  der Nachrichtendienst GGG.at vom 2.12.2011 berichtet.

Quelle: Kultur und Medien online (Mathias von Gersdorff)


12 Uhr Mittag: Gibt es eine jährliche „Gnadenstunde“ am 8. Dezember ?

Irreführung durch „Botschaften“ der Rosa Mystica

In vielen erscheinungsfrommen Webseiten und Blättchen wird derzeit auf die sog. „Gnadenstunde“ von 12 bis 13 Uhr hingewiesen, die sich auf den heutigen 8. Dezember bezieht. Diese Zeit soll besonders dem Gebet gewidmet sein. media-3n7VU3xjgKb-2

Beten ist immer gut, doch warum  –  so fragt man sich  –  gerade dieser Zeitpunkt? Und weshalb der Name „Gnadenstunde“? Ist nicht jede Stunde für die Gläubigen eine Zeit der Gnade?

Diese Spezial-Andacht geht in Wahrheit zurück auf die kirchlich nicht anerkannten „Marienerscheinungen“ im italienischen Städtchen Montichiari, konkret auf die Vision vom 8. Dezember 1947, in der die „Madonna“ (die sich dort „Rosa Mystica“ nennt) gesagt haben soll:

„Ich wünsche, daß alljährlich am 8. Dezember zur Mittagszeit die „Gnadenstunde für die Welt“ begangen werde. Durch diese Andachtsübung werden viele geistliche und leibliche Gnaden empfangen. 

Ich wünsche, daß die Gnadenstunde in der ganzen Welt verbreitet werde. In Bälde wird man die Größe dieser Gnadenstunde erkennen. Für alle Kinder, die meinen Worten Gehör schenken, habe ich schon eine Fülle von Gnaden bereitet.“

Merkwürdig: hier werden „leibliche Gnaden“ zugesagt, was immer dies bedeuten mag: die kirchliche Lehre kennt weder diesen Begriff noch den Inhalt.

Überdies kann die Gottesmutter keine „Fülle von Gnaden“ bereiten, da GOTT selbst es ist, der Gnaden „bereitet“   –  die Madonna  kann diese Gnaden durch ihre Fürsprache an die Gläubigen vermitteln, doch sie ist als Geschöpf nicht selber die Quelle der Gnaden.

Alter Aberglaube: Mittagsstunde ist Geisterstunde

Warum gilt gerade die Mittagszeit als „Gnadenstunde“?

Ist das nicht etwas merkwürdig angesichts der Tatsache, daß genau diese „Mittagsstunde“ im alten germanischen Heidentum ebenso wie in der griechischen Göttermythologie (siehe PAN-Mythos) bereits als „heilig“ galt und in okkulten Kreisen heute noch in Ehren gehalten wird?
Foto von Felix

Diese Mittagsstunde wird als spiritistische Ergänzung zur „Geisterstunde“ nachts zwischen 24 Uhr und 1 Uhr angesehen.

Hierzu heißt es im „Lexikon des Aberglaubens“ (Heyne-Verlag) auf S. 163 unter dem Stichwort „Mittag“:    

„Nicht nur die Mitternacht wurde als Geisterzeit angesehen, sondern auch der Mittag“  – und zwar deshalb:

„Ruhelose Tote kehrten besondes am Mittag wieder, am Johannistag konnte einem sogar der Teufel erscheinen. Mittags sollte man sich hüten, das Haus zu säubern, da man sonst das Glück hinauskehrte. Ebenso vermied man es zu arbeiten, da sonst die Mittagsgeister ausfgeschreckt würden.“

In dem Buch „Magie leben – der spirituelle Weg der modernen Hexe“ wird ähnliches berichtet. Dort heißt es ausdrücklich, die Mittagsstunde sei ebenso wie die Mitternachtsstunde eine „Geisterstunde“  –  und in ländlichen Gegenden gäbe es seit jeher viele Schauergeschichten über die Zeit von 12 bis 1 Uhr. Angeblich würde z.B. die „Mittagsfrau umgehen, um Kinder zu entführen“ und dergl.; auch dürfe man um diese Zeit auf keinen Fall arbeiten.

Weiteres dazu siehe hier „Die Mittagsstunde als Geisterstunde“: http://digi.evifa.de/viewer/image/DE-11-001661149/322/LOG_0035/

Wird das Immaculata-Hochfest  v e r d r ä n g t ?

Zu klären ist außerdem folgender Aspekt: Warum bezieht sich die Forderung nach einer „Gnadenstunde“ gerade auf den 8. Dezember, das Hochfest der Erwählung Mariens, der makellosen Empfängnis der Gottesmutter?!

Findet hier eine  –  auf den ersten Blick  fromm-erscheinende  –  „Verdrängung“ statt?

Soll hier das Immaculata-Dogma überlagert werden durch eine Konzentration auf die „Rosa Mystica“? Warum soll diese spezielle Andacht ausgerechnet an diesem Hochfest stattfinden? 

Steht hier nun eine Erscheinungs-Maria im Mittelpunkt oder das kirchliche Hochfest der makellosen Empfängnis Mariens?!

Zudem soll das Erscheinungs-Phänomen an jenem 8.12.1947 noch Folgendes verkündet haben:

„Es sind immer noch die stillen, verborgenen Beter-, Opfer- und Sühneseelen, die das Erbarmen des Herrn auf die Welt herabziehen. Jetzt ist die Stunde des Gebetes, die Stunde des guten Beispiels, die Stunde des Opfers, der Treue und des mutigen Einsatzes! Das Gebet, die Opfer und die Sühne so vieler Seelen verhindern, daß das wahre Strafgericht Gottes über die Menschheit kommt. Ich brenne vor Liebe und Verlangen, die Welt zu retten!“

Hierzu ist aufgrund biblischer und kirchlicher Lehre festzuhalten:

1. Die Madonna kann die Welt nicht retten, sondern GOTT allein durch unseren HERRN Jesus Christus. Die Gottesmutter kann freilich durch ihre mächtige Fürsprache Gottes Gnaden für uns erbitten, aber diese nicht selber hervorbringen.

2. Die Erscheinungs-Behauptung ist falsch, wonach die sogenannten „Sühneseelen“ es seien, die „das Erbarmen des HERRN auf die Welt herabziehen“. Vielmehr wird das Erbarmen des HERRN durch das Erlösungswerk Christi und die hieraus entstandenen Sakramente der Kirche für die Welt wirksam.

3.  Falsch ist auch die Aussage, wonach „das Gebet, die Opfer und die Sühne so vieler Seelen“ es  sogar „verhindern“ könne, daß das „wahre Strafgericht Gottes über die Menschheit“ komme. 

Die Heilige Schrift bzw. unser göttlicher Erlöser selbst hat endzeitliche Plagen angekündigt, die durch nichts „verhindert“ werden können, sondern sicher eintreffen werden, denn Gottes Wort ist die Wahrheit!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

AUSFÜHRLICHER ARTIKEL zur „Rosa Mystica“ siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/montichiari-und-die-%E2%80%9Eerscheinungen%E2%80%9C-der-%E2%80%9Erosa-mystica%E2%80%9C/


PID-Gesetz ausgerechnet am hohen Marienfeiertag (8. Dezember) in Kraft getreten

Pressemitteilung des BVL (Bundesverband Lebensrecht) zum PID-Gesetz

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, erklärt zum Inkrafttreten des PID-Gesetzes am 8. Dezember:

„Es ist in höchstem Maße fraglich und rechtlich problematisch, dass die vom Gesetzgeber beschlossene Selektion menschlichen Lebens mit Hilfe der Präimplantationsdiagnostik (PID) nunmehr in Kraft tritt. Und das ausgerechnet an einem hohen christlichen Marienfeiertag, der auch für die Unantastbarkeit des Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Ende steht und auf die an Gott rückgebundene Menschenwürde erinnert. Die gesetzgebenden Organe setzen insofern ein widersprüchliches Gegenzeichen zu dem, wozu der Artikel Eins des Grundgesetzes verpflichtet.

Der 8. Dezember 2011 ist so gesehen ein Tag des Anschlags auf die unantastbare Würde des Menschen. Denn es geht  –  das gilt es immer wieder zu betonen und festzuhalten  –  um bereits entstandene, ungeborene Menschen, die künftig unter derzeitig noch völlig unbestimmten Umständen, durch die PID selektiert und danach beseitigt werden können.

Das Recht auf Leben im einzelnen Fall zu entscheiden, wird zukünftig der Beliebigkeit von noch neu zu gründenden Ethikkommissionen überlassen. Hier schleicht sich auch die verbrauchende Embryonenforschung durch die Hintertür in den Alltag.

Denn bald werden in höherem Maße sogenannte überzählige “Embryonen“ produziert, um aus ihnen jeweils eine am Maßstab der Gesundheit orientierte „Auswahl der Besten“ vornehmen zu können. Und am Ende bleiben nur noch „PID-geprüfte“ Kinder übrig, während die „Aussortierten“ getötet werden. Die wirkliche Ehrfurcht vor dem Leben und die Annahme jedes Menschen, ob behindert oder gesund, bleibt auf der Strecke.

Dem Staat ist aber aufgetragen, für den Schutz jedes menschlichen Lebens durch die Rechtsordnung Sorge zu tragen und nicht die Voraussetzungen für die Selektion von menschlichen Embryonen nach Qualitätskriterien zu schaffen. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes formulierten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dies ist und bleibt nicht nur Christen aufgetragen ist, sondern liegt im Interesse aller, die eine menschenfreundliche und humane Gesellschaft bewahren wollen.

Die PID setzt daher ethisch gefährliche und völlig falsche Signale. Sie ermöglicht direkt und indirekt eine neue und tödlich wirksame Form der Diskriminierung Behinderter, die sich überaus negativ auf die Humanität und Toleranz unserer Gesellschaft auswirken wird.“

Kontakt-Daten:
Bundesverband Lebensrecht e. V.
Fehrbelliner Straße 99 · 10119 Berlin
Telefon (030) 644 940 39
Fax (030) 440 588 67
berlin@bv-lebensrecht.de
Martin Lohmann, Vorsitzender
Telefon 0228-378218 · 0178-7735777
lohmann@bv-lebensrecht.de
Verbands-Mitglieder: Aktion Lebensrecht für Alle e. V. (ALfA) · Arbeitskreis „Lebensrecht und Familie“ der AUF-Partei · Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL) · Durchblick e. V. · Europäische Ärzteaktion in den deutschsprachigen Ländern e. V. · Hilfe für Mutter und Kind e. V. (HMK) · Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V. (JVL) · Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren e. V. (KALEB) · Pro Conscientia e. V. · pro mundis e. V. · Rahel e. V. · Stiftung Ja zum Leben · Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen e. V. (TCLG) · Weißes Kreuz e. V.

NABU-Report: Verheißungen der Gentechnik nicht eingetroffen

Gentechnisch verändertes Saatgut kein „Wundermittel gegen Welthunger“

Angepriesen als Wundermittel für Ertragssteigerungen und Waffe gegen den Welthunger, hat sich die Gentechnik in der Landwirtschaft nach Erkenntnissen der neuen Studie „The GMO emperor has no clothes“ als das genaue Gegenteil erwiesen. Der NABU hat den Report am 7.12.2011 in Berlin vorgestellt.

„Tatsächlich steigert gentechnisch verändertes Saatgut weder die Ernteerträge, noch bekämpft es den Welthunger oder reduziert den Einsatz von Pestiziden“, faßt Vandana Shiva, die prominenteste  Autorin der Studie und Trägerin des alternativen Nobelpreises das Ergebnis zusammen.

Stattdessen habe die Gentechnik weltweit zu einer Konzentration und Monopolisierung des Saatgutmarktes in nie gekanntem Ausmaß beigetragen und trotz 30 Jahre Forschung und 13 Jahre kommerziellen Anbaus keine signifikanten Ertragssteigerungen gebracht.

Im Gegenteil: Beikräuter, die gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat resistent sind, nehmen zu. Diese Mittel werden zusammen mit herbizidresistenten Pflanzen eingesetzt und führen zu „Superunkräutern“, die erhebliche ökonomische Schäden in den USA verursachen. Die betroffene Fläche hat sich in den letzten vier Jahren verfünffacht. Neun neue resistente Beikräuter traten in Brasilien in den letzten Jahren auf. Als Folge wird nicht nur die Dosierung von Glyphosat erhöht, es werden auch zunehmend giftigere Pestizide in unübersichtlichen Mischungen eingesetzt.

Nach den Pflanzen entwickeln sich zunehmend auch Resistenzen bei Schadinsekten wie dem Baumwollkapselbohrer, der eigentlich mit gentechnisch veränderter Baumwolle bekämpft werden sollte.

„Um millionenschwere Forschungs- und Entwicklungsförderungen gentechnisch veränderter Pflanzen zu begründen, wird immer wieder die Sicherung der Welternährung herangezogen. Dabei sind sich fast alle einig, dass viel mehr robuste, regional angepasste und bodenerhaltende Landnutzungskonzepte nötig sind“, sagte NABU-Gentechnikexpertin Steffi Ober.

Gentechnik trage heute nicht zur Welternährung bei, sondern fließe als Genmais oder Gensoja in den Tank oder Futtertrog. Über 80 Prozent der Welternährung werde tatsächlich durch Kleinbauern geleistet, die auf günstige low input-Systeme statt auf teures Saatgut, Pestizide und Dünger angewiesen sind.

Die vollständige Studie auf Englisch finden Sie unter www.navdanyainternational.it.

Quelle: http://www.extremnews.de