12 Uhr Mittag: Gibt es eine jährliche „Gnadenstunde“ am 8. Dezember ?

Irreführung durch „Botschaften“ der Rosa Mystica

In vielen erscheinungsfrommen Webseiten und Blättchen wird derzeit auf die sog. „Gnadenstunde“ von 12 bis 13 Uhr hingewiesen, die sich auf den heutigen 8. Dezember bezieht. Diese Zeit soll besonders dem Gebet gewidmet sein. media-3n7VU3xjgKb-2

Beten ist immer gut, doch warum  –  so fragt man sich  –  gerade dieser Zeitpunkt? Und weshalb der Name „Gnadenstunde“? Ist nicht jede Stunde für die Gläubigen eine Zeit der Gnade?

Diese Spezial-Andacht geht in Wahrheit zurück auf die kirchlich nicht anerkannten „Marienerscheinungen“ im italienischen Städtchen Montichiari, konkret auf die Vision vom 8. Dezember 1947, in der die „Madonna“ (die sich dort „Rosa Mystica“ nennt) gesagt haben soll:

„Ich wünsche, daß alljährlich am 8. Dezember zur Mittagszeit die „Gnadenstunde für die Welt“ begangen werde. Durch diese Andachtsübung werden viele geistliche und leibliche Gnaden empfangen. 

Ich wünsche, daß die Gnadenstunde in der ganzen Welt verbreitet werde. In Bälde wird man die Größe dieser Gnadenstunde erkennen. Für alle Kinder, die meinen Worten Gehör schenken, habe ich schon eine Fülle von Gnaden bereitet.“

Merkwürdig: hier werden „leibliche Gnaden“ zugesagt, was immer dies bedeuten mag: die kirchliche Lehre kennt weder diesen Begriff noch den Inhalt.

Überdies kann die Gottesmutter keine „Fülle von Gnaden“ bereiten, da GOTT selbst es ist, der Gnaden „bereitet“   –  die Madonna  kann diese Gnaden durch ihre Fürsprache an die Gläubigen vermitteln, doch sie ist als Geschöpf nicht selber die Quelle der Gnaden.

Alter Aberglaube: Mittagsstunde ist Geisterstunde

Warum gilt gerade die Mittagszeit als „Gnadenstunde“?

Ist das nicht etwas merkwürdig angesichts der Tatsache, daß genau diese „Mittagsstunde“ im alten germanischen Heidentum ebenso wie in der griechischen Göttermythologie (siehe PAN-Mythos) bereits als „heilig“ galt und in okkulten Kreisen heute noch in Ehren gehalten wird?
Foto von Felix

Diese Mittagsstunde wird als spiritistische Ergänzung zur „Geisterstunde“ nachts zwischen 24 Uhr und 1 Uhr angesehen.

Hierzu heißt es im „Lexikon des Aberglaubens“ (Heyne-Verlag) auf S. 163 unter dem Stichwort „Mittag“:    

„Nicht nur die Mitternacht wurde als Geisterzeit angesehen, sondern auch der Mittag“  – und zwar deshalb:

„Ruhelose Tote kehrten besondes am Mittag wieder, am Johannistag konnte einem sogar der Teufel erscheinen. Mittags sollte man sich hüten, das Haus zu säubern, da man sonst das Glück hinauskehrte. Ebenso vermied man es zu arbeiten, da sonst die Mittagsgeister ausfgeschreckt würden.“

In dem Buch „Magie leben – der spirituelle Weg der modernen Hexe“ wird ähnliches berichtet. Dort heißt es ausdrücklich, die Mittagsstunde sei ebenso wie die Mitternachtsstunde eine „Geisterstunde“  –  und in ländlichen Gegenden gäbe es seit jeher viele Schauergeschichten über die Zeit von 12 bis 1 Uhr. Angeblich würde z.B. die „Mittagsfrau umgehen, um Kinder zu entführen“ und dergl.; auch dürfe man um diese Zeit auf keinen Fall arbeiten.

Weiteres dazu siehe hier „Die Mittagsstunde als Geisterstunde“: http://digi.evifa.de/viewer/image/DE-11-001661149/322/LOG_0035/

Wird das Immaculata-Hochfest  v e r d r ä n g t ?

Zu klären ist außerdem folgender Aspekt: Warum bezieht sich die Forderung nach einer „Gnadenstunde“ gerade auf den 8. Dezember, das Hochfest der Erwählung Mariens, der makellosen Empfängnis der Gottesmutter?!

Findet hier eine  –  auf den ersten Blick  fromm-erscheinende  –  „Verdrängung“ statt?

Soll hier das Immaculata-Dogma überlagert werden durch eine Konzentration auf die „Rosa Mystica“? Warum soll diese spezielle Andacht ausgerechnet an diesem Hochfest stattfinden? 

Steht hier nun eine Erscheinungs-Maria im Mittelpunkt oder das kirchliche Hochfest der makellosen Empfängnis Mariens?!

Zudem soll das Erscheinungs-Phänomen an jenem 8.12.1947 noch Folgendes verkündet haben:

„Es sind immer noch die stillen, verborgenen Beter-, Opfer- und Sühneseelen, die das Erbarmen des Herrn auf die Welt herabziehen. Jetzt ist die Stunde des Gebetes, die Stunde des guten Beispiels, die Stunde des Opfers, der Treue und des mutigen Einsatzes! Das Gebet, die Opfer und die Sühne so vieler Seelen verhindern, daß das wahre Strafgericht Gottes über die Menschheit kommt. Ich brenne vor Liebe und Verlangen, die Welt zu retten!“

Hierzu ist aufgrund biblischer und kirchlicher Lehre festzuhalten:

1. Die Madonna kann die Welt nicht retten, sondern GOTT allein durch unseren HERRN Jesus Christus. Die Gottesmutter kann freilich durch ihre mächtige Fürsprache Gottes Gnaden für uns erbitten, aber diese nicht selber hervorbringen.

2. Die Erscheinungs-Behauptung ist falsch, wonach die sogenannten „Sühneseelen“ es seien, die „das Erbarmen des HERRN auf die Welt herabziehen“. Vielmehr wird das Erbarmen des HERRN durch das Erlösungswerk Christi und die hieraus entstandenen Sakramente der Kirche für die Welt wirksam.

3.  Falsch ist auch die Aussage, wonach „das Gebet, die Opfer und die Sühne so vieler Seelen“ es  sogar „verhindern“ könne, daß das „wahre Strafgericht Gottes über die Menschheit“ komme. 

Die Heilige Schrift bzw. unser göttlicher Erlöser selbst hat endzeitliche Plagen angekündigt, die durch nichts „verhindert“ werden können, sondern sicher eintreffen werden, denn Gottes Wort ist die Wahrheit!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

AUSFÜHRLICHER ARTIKEL zur „Rosa Mystica“ siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/montichiari-und-die-%E2%80%9Eerscheinungen%E2%80%9C-der-%E2%80%9Erosa-mystica%E2%80%9C/


55 Kommentare on “12 Uhr Mittag: Gibt es eine jährliche „Gnadenstunde“ am 8. Dezember ?”

  1. konnersreuther sagt:

    Ich hätte hier eine allgemeine Frage zum Thema? Welche Zeitmessung ist für die Gnadenstunde mittags angesetzt? Mitteleuropäische Zeit? Gilt da die Zeitverschiebung oder ist es nur eine Angelegenheit vorort in Italien?
    Die Seherin hat dies sicher nicht bedacht. Obwohl- für die Seher von Medjugorje, die jeden Tag pünktlich ihre Erscheinung haben, gilt immer die Ortszeit des Landes, in dem sie sich gerade befinden. Man muss sich ja auch an etwas orientieren können.

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  2. Alex sagt:

    Zu 13:57, ohne Freischaltung:

    In weltlichen Büchern werden Sie sämtliche Lügen der Kommunisten,
    Freimaurer und Illuminaten finden, die den Gelüsten und
    Fabeln der Welt bestens entsprechen. Für weltliche Bücher
    ist es meist geradezu selbstverständlich, dass Mystiker
    als Spinner oder sonstwas hingestellt werden.

    Weisheit findet sich nur in weisheitlichen Büchern, z.B.
    im Buch der Weisheit.
    Dass die Mystische Stadt Gottes von Agreda weit über
    viele menschliche Geister hinaussteigt und dazu an
    Genialität nicht zu übertreffen ist, muss jeder sofort neidlos
    anerkennen, der nur 1 Seite daraus liest, aber wo kein Wille,
    da ist auch kein Weg, denn der Herr tastet den freien Willen
    der Menschen nicht an. Jeder entscheidet selbst über sein Schicksal.

    Hochmütige fühlen sich durch Agreda erniedrigt, Freimaurer entlarvt,
    Toren befremdet und daher versteigt man sich zur Kritik
    sogar eines solch erhabenen Werkes!

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    • Mara sagt:

      Also ich habe Agreda auch gelesen und bin da schwankend,wie ich gestehen muß.
      Und solange die Kirche kein abschließendes Urteil fällt,halte ich mich da zurück.
      Ich halte mich dann lieber an die Visionärinnen,die selig oder heilig gesprochen wurden,wie Anna Maria Taigi,Anna-Katharina Emmerick oder Elisabeth Canori-Mora.
      Die Selig-oder Heiligsprechung ist für mich ein Garant der Echtheit der Visionen.
      Übrigens sprechen alle drei Visionärinnen von einem nichtabwendbaren Strafgericht Gottes,es wurde nur immer wieder aufgeschoben.
      Danach kommt eine Erneuerung der Kirche und des Glaubens und dann erst der Antichrist und der Endkampf.
      Wie es aussieht,sind wir dieser Zeit nun sehr nahe gekommen.

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      • Guten Tag,
        es ist vernünftig, daß Sie sich bei Büchern von Visionären zurückhalten, die sich in der kirchlichen Schwebe befinden. Allerdings bedeutet die Selig- oder Heiligsprechung eines Visionärs noch lange nicht, daß seine Privatoffenbarungen damit als echt erwiesen sind. Die Kanonisation bezieht sich allein auf den Tugendgrad, nicht auf Visionen oder sonstige außergewöhnliche religiöse Phänomene. Gerade die Seligsprechung der Anna-K. Emmerick war nur möglich, indem ausdrücklich betont wurde, daß damit ihre „Schauungen“ keineswegs kirchlich bestätigt werden.
        Es gab auch Heilige, die sich in ihren Erscheinungen geirrt haben, zB. die hl. Katharina von Siena (die gesagt hatte, Maria sei ihr erschienen mit der Behauptung, nicht unbefleckt empfangen zu sein) oder der hl. Vinzenz Verrer, der Endzeitvisionen (Kommen des Antichristen, Weltuntergang) predigte, die nicht eintrafen.
        Vor dem Kommen des Antichristen bzw. vor der danach folgenden Wiederkunft Christi wird es übrigens kein christliches Weltreich oder ähnliches geben, auch keine allgemeine gläubige Erweckung, sondern vielmehr einen zunehmenden Glaubensabfall. Dies ist biblisch klar angekündigt, zB. von Paulus im 2. Thess.-Brief.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  3. "GsJC" sagt:

    Eine besondere „Gnadenstunde“ um die Mittagszeit (nur gut für Rentner und Pensionäre) zählt zum gleichen Unsinn wie „nächtliche Versteckspiele“ und akrobatische Verrenkungen vor und mit der angeblichen „Gottesmutter“ in Garabandal.

    Fehlt nur noch das durch Privatoffenbarungen verbindlich im Sinne der Buße zu absolvierende „katholische Sackhüpfen“ um 03.00 Uhr in der Nacht. 😉

    Manchmal frage ich mich, wie viel Blödsinn Katholiken bereit sind, sich ungefiltert und unkritisch in das Hirn zu ziehen, nur weil ein „krankenpflegendes Mägdelein“ aus Norditalien ein paar süß tönende Klänge von sich gab.

    Zitat „Alex“
    Eine Bitte hätte ich: Wenn Sie schon die Muttergottes-
    Anweisungen in unzähligen “Privatoffenbarungen” wie hier der Rosa Mystica,
    die zu den sicherlich bekanntesten und auch von Priestern meistgeschätzten
    “Privatoffenbarungen” gehört,
    nicht glauben wollen, dann belasten Sie bitte die Gläubigen nicht weiter
    mit Ihrem Unglauben!

    Gut gemeinter Rat! Nehmen Sie’s bitte ernst.
    Gesegneten Advent
    Zitat Ende „Alex“

    Danke für Ihre Zeilen.
    Solche „gut gemeinten Ratschläge“, die distanzlos und hochmütig sind, zeigen nur immer wieder, dass man sehr gut beraten ist, sich weit von diesen Kreisen der Privatoffenbarungsfanatiker fern zu halten.

    Und selbst – wenn es Frau Küble möglich wäre, die Gläubigen (!) mit ihrem Unglauben (!) zu belasten, gibt es doch besonders eingeweihte und feinsinnige Seelen und Gläubige wie Sie, die mit einem besonderen Gespür für die Wahrheit ausgestattet sind und das alles wieder in Ordnung bringen, was Frau Küble mit ihrem Unglauben (!) so anrichtet 🙂

    Dass Sie Ihr distanzloses Geschreibsel abschließend mit einem „Gesegneten Advent“ garnieren, setzt dem Ganzen nur noch das Sahnehäubchen auf.
    Sie wollen aber ernst genommen werden? Das wird nur nach solchen albernen Sprüchen von Ihnen nicht mehr möglich sein.

    mfg

    P.S.
    Ich habe Pierina Gilli noch kennengelernt, kenne den sehr schönen Dom in Montichiari, die Quelle usw. ….

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  4. Alex sagt:

    Ich habe Ihnen genauestens geschrieben, dass ein
    berühmtes Werk Agredas von vielen Päpsten approbiert
    wurde (Dekret) und ich könnte Ihnen viele Urteile von Gelehrten
    der Universitäten früherer Zeit und persönliche Urteile
    von hochrangigen Theologen hinschreiben, aber
    obiges reicht völlig aus. Wenn Sie sich lieber der Lüge
    hingeben wollen, es sei nicht approbiert,
    dann ist für mich alles klar.

    Sie sagten, Sie sind nicht in einem sog. Service-Club? Diese
    arbeiten nämlich auch mit Lüge.

    Sie können sich sicher sein, dass von mir nichts mehr dazu
    geschrieben wird.

    Reichsten Segen

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    • Guten Tag,
      das Werk Agredas ist von Päpsten verschieden beurteilt worden, weshalb Ihre Pro-Statements unterm Strich nicht von Bedeutung sind. Papst Benedikt XIV. war sehr kritisch, unter den Päpsten Julius III. und Alexander VIII. wurde es sogar verboten. Ende der Durchsage.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Alex sagt:

        Zum Thema nichts mehr, aber eine Richtigstellung:
        Im Agreda-Werk, dessen Herausgeber der Priester und
        Prof. Dr.Dr.Dr. Albert Drexel war, steht:

        „Endlich erklärte Papst Benedikt XIV. und … , kraft eigener
        Dekrete … vom 8. Mai 1757 und 11. März 1771, dass die
        Mystische Stadt Gottes nicht nur eigenhändig von der ehrw.
        Maria von Agreda im Original geschrieben, sondern auch…
        Diese letzteren beiden Dekrete liefern den unwiderlegbaren Beweis,
        ….“
        Und der von Ihnen genannte Alexander VIII. „gab im Jahre 1690
        mündlich (vivae vocis oraculo) dieselbe Erklärung [nämlich, dass
        dieses Werk (die mystische Stadt Gottes) von allen Chistgläubigen
        gelesen werden dürfe.

        Die Wahrheit ist immer von Bedeutung!

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      • Guten Tag,
        gerade weil die Wahrheit immer von Bedeutung ist, frage ich mich nach der Bedeutung der vielen Pünktchen in Ihrem ersten Zitat.
        Nehmen Sie abschließend folgendes zur Kenntnis:
        In der „Geschichte Bayerns von den Anfängen bis zur Gegenwart“ heißt es über den katholischen Theologen Eusebius Amort: „Seine Kritik der Offenbarungen der Maria von Agreda mit Hilfe außertheologischer Kriterien aus Naturwissenschaft und Geschichte schuf ihm zahlreiche Feinde wie Bewunderer, darunter Papst Benedikt XIV.“ (S. 322). – Daß dieser Papst den Agreda-Visionen kritisch gegenüberstand, können Sie auch im „Handwörterbuch der christlichen Religions- und Kirchengeschichte“ (1. Band) von Wilhelm Fuhrmann nachlesen (S. 55).
        Angebliche mündliche (!) Erklärungen eines Papstes sind doch kein Beweis, vor allem wenn schriftliche Dekrete ihnen entgegenstehen.
        Weitere Auslassungen von Ihnen hierzu werden nicht mehr veröffentlicht, Sie haben meine knappe Zeit schon mehr als genug in Anspruch genommen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  5. Alex sagt:

    An Frau Küble von 19:19 Uhr:

    Wieder mal 1 und 1 zusammenzählen:

    1.) Das Dogma sagt, das Ganze wurde von Gott geoffenbart, d.h.
    unmissverständlich, Er selbst hat es sinngemäß genauso
    offenbart. “ O Maria, ohne Sünde empfangen, …“ ist ja
    sinngemäß exakt dasselbe.

    2.) Jetzt werde ich Ihnen genauestens erklären, inwiefern die
    Gottesmutter die Vorerlöste genannt werden kann und inwiefern
    da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist:
    Hinsichtlich ihres Einpfropfens in das Volk Israel kann sie die
    Vorerlöste genannt werden. Joachim und Anna sind die Eltern
    Mariens gewesen. Sie sind zusammengekommen. Aber nicht so
    wie es für Menschen gewöhnlich ist. Es geschah unter der Goldenen
    Pforte, wenn Ihnen der Begriff etwas sagt. Die Eltern fielen in Ekstase.
    In dieser Situation hat die hl. Anna, welche vor der Empfängnis in einem
    sehr hohen Grade geheiligt wurde, empfangen und es waren gewisse
    Anteile des hl. Joachim dabei, aber nicht so wie üblich, sondern der
    Erbsündenmakel wurde vollkommen zurückgehalten mittels einer
    außergewöhnlichen Gnadenwirkung. Somit hat Anna einen Leib in
    ihr empfangen, der den Eltern ähnlich sah, jedoch wurde die Seele
    der Gottesmutter so höchstbegnadet erschaffen, dass man sagen
    kann, dass diese mit Erlösungsbedürftigkeit nichts zu tun hat.

    Fazit: Der Leib der Immaculata musste mit gewissen irdischen Gebrechlichkeiten
    genau wie bei Jesus ausgestattet sein, damit die Menschen miterlöst
    werden können (hinsichtlich: damit Jesus die Menschen erlösen kann).
    Im ersten Augenblick der Empfängnis wurde die Sünde vom Leib
    zurückgehalten. Das steht im Dogma. Jesu Seele war göttlich rein.
    Mariae Seele war makellos rein. Jesu Leib hat wie Mariae Leib gewisse
    Gebrechlichkeiten angenommen wegen der Erlösung. Weder Jesu Seele,
    was klar ist, noch auch Mariae Seele musste erlöst werden.

    Außerdem: Bei der Gottesmutter sind sowieso alle Gnadenvorzüge
    hinsichtlich des Erlösers zu denken. Ihr ganzes Sein hängt vom
    Erlöser ab. Aber auch vom Schöpfer-Vater. Das ist derselbe Eine
    Gott, aber der Schöpfer erschafft nicht erlösungsbedürftig, sondern
    vollkommen makellos, perfekt und unanfechtbar heilig. Nochmal:
    Was also den Leib Mariae angeht, hätte sie nicht Tochter Adams
    heißen können, wenn nicht irgendein minimaler Adamsanteil aus
    Joachim vorhanden wäre. Ich habe es so gelesen.

    Das Dogma sagt, die Gottesmutter blieb „rein bewahrt“ vor jedem Makel
    der Erbsünde, weil sie einerseits absolut rein erschaffen war, andererseits
    als Tochter Joachims vor der Erbsünde völlig bewahrt.

    Dies entspricht exakt dem Dogma! Die Erlösungsbedürftigkeit der
    Gottesmutter ist und kann im Dogma nicht ausgesprochen sein!
    Warum? Weil das Dogma, wie es sagt, … von Gott offenbart wurde.
    Man muss hier differenzieren. Die Dogma ist nicht Ursprung der
    Wahrheit, sondern die Wahrheit (der Allwissende) ist Ursprung des
    Dogmas, d.h. Er weiß noch viel mehr, was hinter dem Dogma steckt.

    Gesegnete Oktav der Unbefleckten Empfängnis!

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    • Guten Tag,
      wenn Sie 1 + 1 theologisch zusammenzählen könnten, wüßten Sie, daß das Dogma über die unbefleckt empfangene Gottesmutter rein gar nichts mit den Eltern Mariens bzw. dem Zeugungsvorgang zu tun hat. Es gelten hier keine apokryphen Legenden, sondern Heilige Schrift und Lehre der Kirche. Da Sie mir wohl ohnehin nicht glauben, zitiere ich hier aus der sicherlich auch für Sie unverdächtigen Webseite PRO IMMACULATA – noch dazu aus einer Predigt von Prof. Georg May, dem traditionsorientierten Priester und Kirchenrechtler:
      „Es scheint ein unaus­rott­ba­res Miß­ver­ständ­nis zu sein, daß man die Unbe­fleckte Emp­fäng­nis auf ihre Eltern bezieht, daß man meint, die Emp­fäng­nis Mari­ens durch die Eltern sei unbe­fleckt gewe­sen. Wäh­rend alle ande­ren Kin­der befleckt wür­den durch die Emp­fäng­nis, sei sie nicht befleckt wor­den. Das ist ein Miß­ver­ständ­nis, ein gera­dezu ver­füh­re­ri­scher Unsinn. Über die Eltern Mari­ens sagt die Unbe­fleckte Emp­fäng­nis nichts aus, in wel­chem geis­ti­gen, in wel­chem reli­giö­sen, in wel­chem sitt­li­chen Zustand sie sich befan­den, als Maria emp­fan­gen wurde. Davon spricht das Dogma nicht. Es bezieht sich allein und nur auf die Emp­fan­gene, auf Maria, und von ihr sagt es, daß sie vom ers­ten Augen­blick ihres irdi­schen Daseins an durch eine beson­dere Gnade des all­mäch­ti­gen Got­tes um der Erlö­sungs­ver­dienste Christi, ihres Soh­nes, wil­len von dem Makel der Erb­sünde ver­schont blieb.
      Maria ist die Erster­löste ihres Soh­nes. Auch sie war erlö­sungs­be­dürf­tig. Auch Maria mußte, weil sie in der Kette der Nach­kom­men Adams stand, erlöst wer­den. Aber wäh­rend alle ande­ren durch die Gnade, die in der Taufe gewährt wird, nach­träg­lich erlöst wer­den, war sie die Vor­er­löste. Andere wer­den von der Erb­sünde befreit, Maria blieb vor der Erb­sünde bewahrt.
      Also die Erlö­sungs­be­dürf­tig­keit Mari­ens steht fest, aber sie wurde in einer beson­de­ren Weise erlöst, in einer ein­zig­ar­ti­gen Weise, um ihrer ein­ma­li­gen Stel­lung im Heils­werk wegen.“
      Quelle: http://www.pro-immaculata.de/predigten/hw-prof-dr-may/predigt-i/
      Damit ist dieses Thema beendet.
      Mit freundlichem Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Alex sagt:

        Der Fairness halber mein letztes Wort dazu:
        Natürlich sagt das Dogma nichts über die Eltern der Gottesmutter,
        aber das Dogma schließt wohl nicht aus, dass sie Eltern hatte, oder?

        Ist sie nicht im Leib der Anna empfangen worden? Konnte die Mutter
        Anna daher ein sündiges Weib sein? Nein! Das sei ferne. Sie wurde
        vor der Schwangerschaft sehr weitgehend geheiligt. Aber Gedanken,
        die über den Buchstaben eines geschriebenen Wortes hinausgehen,
        verbieten sich anscheinend oft bei Ihnen, obwohl diese Gedanken
        doch genauestens das Dogma verständlich machen und das Dogma
        wiederum bestätigt diese Gedanken. Wenn man keinen Respekt davor
        hat, dass z.B. eine Maria v. Agreda die Gnade der „eingegossenen
        Wissenschaft“ besaß und Päpste und Kirchenfürsten ebenso wie das Volk
        erstaunen ließ, wie z.B. Erzbischof Franz Albert (Salzburg) mit den Worten:
        „Gestützt auf die päpstlichen Dekrete, bischöflichen Approbationen und
        auf das Urteil der gelehrten und urteilsfähigen sowie frommen und edlen
        Männer nehmen Wir keinen Anstand, der aus dem Spanischen ins Deutsche
        übertragenen […] von der ehrwürdigen Dienerin Gottes Maria von Jesus
        Unsere oberhirtliche Approbation zu erteilen und dieses Buch Unseren
        Gläubigen, vor allem aber Unserem hochwürdigen Klerus zu empfehlen,
        umso mehr, als die dieser Übersetzung angefügten Anmerkungen in allem [!]
        die Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche und der hl. Väter nach-
        weisen.“, dann tun Sie mir Leid. Was eine solche Übereinstimmung mit
        Dogmen bedeutet, haben Sie leider noch nicht verstanden!
        Dann hab ich hier eine ganze Reihe von Papstnamen, die mittels
        Dekret Agredas bekanntes Werk wärmstens empfohlen haben wie Innozenz
        XI., Klemens XI., … Benedikt XIII., usw..

        Wissen Sie: Eigentlich ist das peinlich: Denn wenn man nur 5 Minuten
        eine kurze Bibelstelle betrachtet, dann werden einem vom Herrn
        Erkenntnisse geschenkt und ob Sie’s glauben oder nicht: Die Erkenntnisse
        nehmen im Laufe der Jahre zu. Es gibt immer neue Entdeckungen. Der
        Herr schenkt immer neue Gnaden, neue Einsichten, neue Geheimnisse
        zu entdecken. Und das geht ewig weiter so. Warum steht schon alles in
        der Schrift? Weil man sie betrachten soll, was die Erkenntnisse ins
        Unendliche treibt. Ich werde Sie allerdings nicht zwingen, für 5 Minuten
        das Dogma zu betrachten.

        Offensichtlich haben Sie den Geschmack an der Betrachtung noch nicht
        gefunden, denn dann wüssten Sie, dass unser Glaube keine Ansammlung
        von auswendig gelernten Abstrakta ist, sondern dass hinter diesen
        dogmatisch genialen Kurzformeln mit Geist erfülltes Leben steckt.

        Eine Bitte hätte ich: Wenn Sie schon die Muttergottes-
        Anweisungen in unzähligen „Privatoffenbarungen“ wie hier der Rosa Mystica,
        die zu den sicherlich bekanntesten und auch von Priestern meistgeschätzten
        „Privatoffenbarungen“ gehört,
        nicht glauben wollen, dann belasten Sie bitte die Gläubigen nicht weiter
        mit Ihrem Unglauben!

        Gut gemeinter Rat! Nehmen Sie’s bitte ernst.
        Gesegneten Advent

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      • Guten Tag,
        erstens stehen Visonen von wem auch immer in ihrer Bedeutung grundsätzlich unter dem Dogma – und nicht über ihm. Zweitens waren die Bücher Agredas kirchlich stets umstritten, es handelt sich nicht um anerkannte Privatoffenbarungen, eine von Anhängern angestrebte Seligsprechung kam auch nie zustande. Besonders dreist ist es, mir vorzuhalten, daß ich die kirchlich nicht anerkannten „Erscheinungen“ der Rosa Mystica kritisiere und mir sogar „Unglauben“ vorzuwerfen, mit dem ich die „Gläubigen“ nicht weiter „belasten“ solle.
        Ihr Rat ist weder „gut“ gemeint, noch nehme ich ihn ernst.
        Mit freundlichen Abschiedsgrüßen!
        Felizitas Küble

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  6. Alex sagt:

    An Frau Küble von 10:44 Uhr:

    Den inkarnierten Jesus haben Sie wohl schön erklärt.
    Deswegen hab ich auch „wandelnd“ auf der Erde
    geschrieben, um eine Erklärung von Ihnen zu umgehen…
    Dass die Gottesmutter „ohne Erbsünde empfangen wurde“
    und daher „mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde“,
    steht aber nicht in der Heiligen Schrift und aus den zugänglichen
    Apostelschriften geht dies wohl kaum hervor, wenn ein hl. Albertus
    Magnus noch rätselt, ob Ihr der Erbsündenmakel kurz nach der Empfängnis
    genommen wurde.
    Ist es göttliche Offenbarung, wenn Duns Scotus das Problem löst?

    Hätte sich die Gottesmutter nicht als „ohne Erbsünde empfangen“
    offenbart, dann würde sich kaum einer drum scheren, was Duns
    Scotus gesagt hat.

    Die Kirche denkt in der Analogie des Glaubens. Kurz: Der Gottesmutter
    müsse aufgrund der Gottesmutterschaft angesprochenes Privileg zukommen.
    Aber es ist nicht offenbart, solange es nicht offenbart ist. Das nennt
    man Betrachtung der hl. Schrift. Das kann eine relativ sichere Erkenntnis liefern,
    aber erst die Offenbarung bringt endgültige Sicherheit.

    Ist es nicht so?

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    • Guten Tag,
      die göttliche Offenbarung ist in Christus und den Aposteln grundgelegt und vollendet, doch sie entfaltet sich bisweilen im Laufe der Zeit und ist der Kirche zur Bewahrung und Auslegung anvertraut; tatsächlich war es Duns Scotus, der die scheinbare theologische Schwierigkeit von der Universalität der Erbsünde philosophisch mit seiner Begründung der Vor- oder Voraus-Erlösung Mariens gelöst hat.
      Gerade der Immaculata-Glaube setzt ja die Erlösungsbedürftigkeit Mariens voraus, denn auch für sie ist Christus der Retter gewesen, allerdings wirkten seine Verdienste im voraus, was bei der Allmacht und Allwissenheit Gottes kein Problem darstellt.
      Schon ab dem Spätmittelalter war der Immaculata-Glaube allgemein geläufig (auch durch kirchliche Feste und Verehrungen gefördert), so daß das Dogma danach lediglich den Schlußpunkt unter eine lange Vor-Entwicklung setzte. (Es bedurfte hierzu nicht der Erscheinungen von Paris!)
      Tatsächlich gibt es für dieses Dogma sehr wohl biblische Anhaltspunkte (z.B. der Engelsgruß „Du bist voll der Gnade“), wenngleich sie in der Auslegung nicht zwingend, aber naheliegend sind; auch der bedeutende frühchristliche Kirchenlehrer Augustinus hat sich dahingehend geäußert, er wolle die Madonna mit Sünde in keinerlei Zusammenhang bringen; dabei gilt er als der eigentliche Systematiker der Erbsündenlehre. Übrigens beschränkt sich die „apostolische Überlieferung“ als Zweitquelle neben der Hl. Schrift nicht auf „Apostelschriften“, sondern bezieht die mündliche Tradition mit ein, meint diese sogar in erster Linie.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Alex sagt:

        Dann sind wir ja mal relativ weitgehend einer Meinung,
        auch was die Tradition angeht: Hl. Schrift + Heilige Überlieferung.
        Über die Hl. Überlieferung bei Bonaventura hat ehemals Benedikt XVI. als
        Priester seine Habilitation geschrieben. Sehr interessant. Er zeigt
        auf, wie völlig normalgebräuchlich das Wort „Offenbarung“ bei großen
        Heiligen wie z.B. Benedikt v. Nursia gewesen ist und dass man heute
        nicht mehr gern von „Offenbarung“ spricht, wenn es um nachapostolische
        Begebenheiten handelt. Jedoch geht Benedikt sehr offen damit um.
        Bezüglich dem Begriff „Hl. Überlieferung“ scheint noch nicht das letzte
        Wort gesprochen worden zu sein. Das kommt in seiner Habil. ganz
        deutlich zum Ausdruck. Dies nur als Einleitungsgedanke.

        Wenn also Duns Scotus von der Vorerlösten sprach, dann dürfte das
        ein willkommenes Denkschema für die damalige Zeit gewesen sein,
        um das Problem zu lösen. Es ist natürlich nicht falsch, von „vorerlöst“
        zu sprechen. Auch da dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen
        worden sein, denn die Muttergottes brauchte in Wahrheit nicht erlöst zu
        werden. Sie war zwar eingepfropft ins Volk Israel und als solche zurecht
        eine Tochter Adams, jedoch wenn man genau hinschaut:
        Wovor hätte sie erlöst werden sollen? Den Plan, dass die Muttergottes
        einmal Jesus gebären sollte, den gab es schon vor dem Garten Eden,
        siehe z.B. Thomas v. Aquin oder andere Mystiker. Nicht die Gottesmutter
        musste erlöst werden, auch nicht vorerlöst, sondern die Sünder.

        Sie ist ein frei im Willen des Dreieinigen Gottes geschaffenes, völlig
        makelloses Wesen, das der Erlösung nicht bedarf. Sie hat den
        gebrechlichen Leib (außer der Sünde) nur angenommen. Dies nur zum
        Nachdenken. Wenn man sie also als „Vorerlöste“ bezeichnet, dann
        nur hinsichtlich des Gedankens, dass sie ins Volk Israel eingepfropft
        wurde, also von der Erlösungsdramatik her gedacht, in welcher sie
        zweifellos eine gewichtige Rolle spielen sollte.

        Die ganze Wahrheit über die Muttergottes wurde keineswegs schon
        voll offenbart in den ersten 2000 Jahren. Da werden wir im Himmel
        und auch auf der Erde noch viele neue Einsichten bekommen.

        Eine Seligkeit im Himmel besteht darin, dass wir immer neue
        Einsichten über die Gottheit und andere Geheimnisse erfahren werden,
        aber jeder nur, wie er es verdient hat.

        Gesegneten Tag!

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      • Guten Tag,
        zum Thema „Vor-Erlöste“ ist sehr wohl das letzte Wort gesprochen, denn aus dem Wortlaut des Dogmas geht klar hervor, daß auch Maria eine Erlöste ist:
        „Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechts, von jedem Fehl der Erbsünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart….“
        Die Bewahrung vor jedem Makel der Erbsünde war ein einzigartiges GNADEN-Geschenk Gottes und zwar im „Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers des Menschengeschlechtes“, wie es ausdrücklich heißt.
        Da auch Maria zum Menschengeschlecht gehört und ein Geschöpf Gottes ist, gehört sie nach Adams Fall zur erlösungsbedürftigen Menschheit, doch sie wurde durch ein „Gnadengeschenk“ Gottes voraus-erlöst.
        Auch eine Vor-Erlösung ist eine Erlösung, sogar eine Voll-Erlösung, die Höchstform der Erlösung!
        Wie kommen Sie zu der merkwürdigen Frage: „Wovor hätte sie erlöst werden sollen?“
        Wollen Sie aus Maria etwa eine Halbgöttin machen, die der Erlösung durch Christus nicht bedarf?!
        Sie sind nicht der erste Erscheinungsbewegte, der sich mit der kirchlichen Lehre von der (Vor-)ERLÖSUNG der Gottesmutter nicht so recht anzufreunden vermag.
        Ich habe dergleichen schon öfter erlebt, weshalb ich in meiner vorigen Antwort den Aspekt der ERLÖSUNG hervorhob.
        Wir werden diesbezüglich sicherlich keine „neuen Einsichten“ bekommen, weder im Himmel noch auf Erden.
        Die Seligkeit im Himmel besteht nicht so sehr im Erfahren von Geheimnissen, sondern in der liebenden Anschauung Gottes und der völligen Übereinstimmung mit seinem Willen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  7. Alex sagt:

    Gesegnetes Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens,

    welche 1830 in Paris und 1858 in Lourdes erschienen ist, um
    mitzuteilen, dass sie (die Muttergottes) die Unbefleckte Empfängnis
    ist.
    Dies ist für alle Katholiken zu glauben und nicht zu hinterfragen.
    Das Dogma kam nämlich hauptsächlich als Folge durch die Erscheinung
    der Muttergottes zustande und nicht durch Betrachtung der Heiligen
    Schrift durch Kirchenlehrer, denn nicht einmal diese konnten vor
    der Hochscholastik die ganze Wahrheit um die Empfängnis der
    Muttergottes enträtseln (danach der ein oder andere schon).
    Die Erscheinung aber brachte erst Gewissheit und den Anstoß
    für die Verkündigung des Dogmas durch Pius IX. 1854.

    Heute also um 12 Uhr ist diese Gnadenstunde und sie bereitet
    den Gläubigen viele Gnaden. Die Gnadenvermittlerin wird ihr
    Versprechen wie jedes Jahr einlösen. Es handelt sich hier um
    ein lebendiges, stilles, gläubiges Inkontakttreten mit Jesus, mit der
    Immaculata. Wer nicht will, will eben nicht. Aber das Angebot
    gilt, weil die Muttergottes absolut treu und verlässlich ist.

    Zu den angeführten Kritikpunkten:
    zu 2.: Wenn es ausreichen würde, die Menschen ihrem freien
    Willen zu überlassen ohne zusätzliche Hilfe der Muttergottes,
    warum kann sich dann das Böse in unserer Zeit immer mehr
    entfesseln? Die Erlösungstat Christi müsste doch ausreichen,
    um dauerhaft Frieden zu schaffen, oder? Es liegt am freien
    Willen der Menschen und die Muttergottes hilft dem freien
    Willen der Menschen, um die richtige Entscheidung zu treffen,
    nämlich mehr zu Jesus zu beten. Es ist ein Faktum, dass die
    Immaculata die Schlangenzertreterin ist. Der Allmächtige hat
    es nicht nötig, gegen Satan in den Kampf zu ziehen. Das sieht
    man schon am Kreuz. Jesus hat sich einfach ergeben in das
    Leid. Die Muttergottes schickt er aber nun, um den Sieg
    endgültig einzufahren und wenn sie gewonnen hat, erst dann
    wird sich der Böse auf Erden nie wieder so entfesseln können,
    wie es in dieser apokalyptischen Zeit der Fall ist.

    zu 3.: Die Gottesmutter sagt nicht, dass das Strafgericht nie kommen wird.
    Das liegt im Vorauswissen Gottes beschlossen. Die Hl. Schrift ist
    Zeuge und auch die Gottesmutter weiß das, oder denkt Frau Küble,
    sie wüsste mehr als die Gottesmutter?
    Die Gottesmutter sagt, durch Gebet wird das wahre Strafgericht
    verhindert. Was bedeutet denn Verhinderung? Es bedeutet, dass
    bei wenig Gebet das Strafgericht hinausgeschoben wird oder die
    Strafe milder wird. Es bedeutet, dass bei sehr vielem Gebet und Opfer
    das Strafgericht sogar völlig verhindert werden würde und zwar in
    der Zeit, wo viele Menschen beten. In einer anderen Zeit, wo sie
    nicht beten, kommt das Strafgericht. Es hängt immer vom Gebet ab.

    Es spricht doch Jesus davon, dass das Böse kommen muss, aber
    wehe, wer es verursacht. Das heißt doch, dass es für jeden den
    Auftrag gibt, das Böse zu verhindern. Und genau diesen Auftrag
    verkündet die Gottesmutter. Natürlich würde viel Gebet zu jeder Zeit
    das Strafgericht verhindern, aber es ist nunmal die Stärke des Bösen,
    die die Menschheit dazu bringt, nicht zu jeder Zeit viel zu beten.
    Lösung dieses Problems: Solange die Menschheit ihren freien Willen
    nicht vollständig dem Herrn durch die Muttergottes übergibt, solange
    wird der Böse Einfallstüren im freien Willen des Menschen finden.
    Dies ist eine Tatsache! Ist dann der Mensch unfrei? Nein, weil er dem
    Herrn den freien Willen freiwillig übergeben hat. Oder kommt etwa
    der Friede durch ständiges Friedensgeschrei? Die Bibel sagt: Nein!
    Wenn die Menschen am lautesten „Frieden“ schreien, wird das größte
    Chaos sein und genau das haben wir jetzt.

    Gesegneten Advent!

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    • Guten Tag,
      nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß erst das Immaculata-Dogma kam, erst danach die Erscheinung von Lourdes.
      Das Dogma wurde mit keiner einzigen Privatoffenbarung begründet (auch nicht mit jener von 1830 in Paris), es wurde auch keine Erscheinung erwähnt, nicht einmal beiläufig.
      Es wurde noch niemals in der Kirchengeschichte ein Dogma auf eine Erscheinung gegründet. Dies wäre auch theologisch gar nicht möglich, weil die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letztes Apostels abgeschlossen ist, weshalb Erscheinungen kein Bestandteil der göttlichen Offenbarung sind. Dies ist nicht meine Privatansicht, sondern Lehre der Kirche seit jeher.
      Natürlich ist jedes Dogma verpflichtend, nicht jedoch Privatoffenbarungen – auch nicht die anerkannten; diese gehören zudem nicht zum Glaubensgut der Kirche.
      Lesen Sie diesbezüglich einmal den Weltkatechismus (Stichwort „Privatoffenbarungen“).
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Alex sagt:

        Zu Ihrer Antwort:

        In Paris wurde offenbart: „ohne Sünde empfangen“. Es handelt
        sich hierbei wohlgemerkt um eine Offenbarung durch die
        Muttergottes selbst, sogenannt „Privatoffenbarung“.

        Ich möchte Sie nicht beleidigen, aber es scheint wie
        ein immer wiederkehrendes Mantra zu sein, wenn
        Sie behaupten: “ … weil die göttliche Offen-
        barung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen
        ist …“ (Hat jetzt der Herr kein Recht mehr, sich zu melden,
        oder was?)
        Sie haben zwar selbstverständlich korrekt aus dem
        KKK abgelesen, allerdings schreiben Sie auch:
        „Dies wäre auch theologisch gar nicht möglich …“

        Wollen Sie damit sagen, dass es „Privatoffenbarungen“
        theologisch nicht gibt? Genau in demselben KKK steht,
        dass es „Privatoffenbarungen“ gibt. Wenn es auch heißt,
        dass sie nicht zum verpflichtenden Glaubensgut gehören,
        ist es klar, dass es sie gibt. Darum geht es. Paris und Lourdes sind
        offiziell anerkannt. Die Wunderbare Medaille gibt es überall.

        Fazit: Der KKK lehrt beides: Die Abgeschlossenheit der Offen-
        barung Gottes und die Tatsache, dass es „Privatoffenbarungen“
        gibt. Was bedeutet das für uns?

        Dass man 1 und 1 zusammenzählen muss, christliche Mathematik!
        Das Ergebnis davon ist, dass es Erscheinungen der Gottesmutter
        gibt („Privatoffenbarung“ genannt) und dass die Offenbarung Gottes
        in der Inkarnation des Sohnes abgeschlossen ist. Es besteht eine
        offensichtliche Faktizität, dass Jesus oder die Gottesmutter vom
        Himmel her sich offenbaren können. Das ist ein zigtausendfach
        belegtes Faktum. Der KKK schreibt, es ist keine weitere Offenbarung
        Gottes vor der Wiederkunft Christi zu erwarten. Wenn aber die
        Wiederkunft Christi kommt? Darf Er dann kommen oder muss
        Er „daheim bleiben“ (im Himmel), weil im KKK steht, die Offenbarung
        Gottes ist abgeschlossen? Was wird das Zeichen sein, dass man
        erkennt, dass Er wiederkommt? Wird es zuvor einen KKK-Eintrag
        geben müssen, dass es alle erkennen?
        Nein! Wie der Dieb in der Nacht wird das geschehen.
        Jeder muss jederzeit bereit sein.

        Die Wahrheit ist: Es ist wichtig, zu wissen, dass Jesus nicht mehr
        im Fleisch auf Erden wandeln wird, weil der Antichrist in Person
        im Fleisch auf Erden sein wird und so tun wird, wie wenn er Jesus
        sei. Wegen den falschen Propheten also dürfte dieser KKK-Eintrag
        gemacht worden sein, aber nicht die katholischen „Privatoffenbarungen“
        sind die falschen Propheten! Der Heilige Geist oder die Gottesmutter
        können himmlische Botschaften und Offenbarungen geben, wann und
        wo sie wollen: Der Geist weht, wo Er will, sagt Jesus. Der erste große
        Mystiker nach dem hl. Paulus ist der hl. Dionyius v. Areopag. Er hat über
        die 9 hl. Engelchöre geschrieben und vieles, vieles mehr. Nichts davon
        steht in der Bibel, außer wenige Dinge. Das wurde ihm offenbart. Hat
        er sich das selber offenbart? Wer hat es ihm also offenbart?
        Nicht der inkarnierte Jesus auf Erden wandelnd, sondern der himmlische
        Geist Gottes bzw. Jesus im Himmel.
        Die Offenbarung Gottes selbst als inkarnierter Mensch ist abgeschlossen!
        Das sagt der KKK und nichts anderes! Der KKK hat doch einen Sinn,
        eine Bedeutung. Er ist kein Buch bestehend aus toten Buchstaben,
        die man halsstarrig runterschlucken soll. Der KKK drückt die Gottesbeziehung
        in Lehrform aus. Glaube ist eine lebendige Beziehung, keine
        Buchstabensuppe. Verzeihen Sie bitte den Ausdruck…
        Gesegneten Advent

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      • Guten Tag,
        daß die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist, das ist nicht etwa mein „immer wiederkehrendes Mantra“, sondern ein kirchliches Dogma, sogar mehr als das: ein theologisches Axiom, also eine grundlegende Denkvoraussetzung für viele Einzel-Dogmen, quasi ein Superdogma.
        Ihre ironische Bemerkung, ob Gott jetzt kein Recht mehr habe, sich zu melden, geht am Thema vorbei, weil GOTT selber beschlossen hat, seine göttliche Offenbarung in CHRISTUS zu vollenden! Lesen Sie z.B. mal im Hebräerbrief, worin es heißt, Gott habe (im Alten Bund) durch seine Propheten gesprochen, zuletzt aber habe ER gesprochen durch seinen SOHN.
        Aus diesen und anderen Bibelstellen, aber auch mittels der apostolischen Überlieferung leitet die Kirche ihr fundamentales Axiom ab, wonach die Offenbarung Gottes mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist.
        Ich habe nicht geschrieben, eine Privatoffenbaruntg sei theologisch nicht möglich, sondern vielmehr, eine Dogmen-Begründung der Kirche mittels einer Privatoffenbarung sei nicht möglich. Das ist doch klar, weil Dogmen sich auf göttliche Offenbarung beziehen, nicht auf Privatoffenbarungen. Ich habe damit also lediglich die kirchliche Lehre wiedergegeben.
        Natürlich sind Privatoffenbarungen möglich; es gibt auch einige, an die ich glaube (welche es sind, geht Sie aber nichts an). Die „Wunderbare Medaille“ verbreite ich übrigens seit Jahrzehnten. Das von mir geführte Christoferuswerk hat sogar Info-Zettel über diese Medaille herausgebracht.
        Christus ist übrigens auch im Himmel „inkarnierter Mensch“, nämlich GOTT-MENSCH mit seinem verklärtem Auferstehungs-Leib. ER hat also die menschliche Natur nicht abgelegt. Vom Ende der apostolischen Zeit bis zur Wiederkunft Christi ist keine göttliche Offenbarung zu erwarten, weil Christus vor ca 2000 Jahren alles gesagt und getan hat (vgl. Bibel und apostolische Tradition), was zum Heil notwendig ist.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  8. Mat sagt:

    Frau Küble.
    Die Elberfeldbibel 1905 und Texbibel 1899 haben „nur“ in ihrer Übersetzung, da müssen sie sich an diese Übersetzer wenden und ausserdem macht das nicht wirklich einen Unterschied in der Klarheit des Satzes.
    Jüdische Gebote und Gesetze sind ein Unterschied, ja. Aber das Gesetzeswerke nichts mit dem Gesetz zu tun haben ist Auslegungssache, denn es steht ja wie sie sehr schön geschrieben haben im Neuen Testament nicht im Alten.

    …Da Christus die endgültige Offenbarung Gottes vermittelt…

    Sehr gut erläutern haben sie das die endgültige Offenabarung abgeschlossen ist, aber die Eingaben an uns Menschen an die verschiedenen Seher und Werkzeuge sind Botschaften des Herrn und nicht Offenbarungen. Vielleicht verstehen sie den Unterschied nicht, denn dann hätten sie die Erkenntnis, das wenn die Kirche es anerkennt Botschaften des Himmels sind, wenn aber diese abgeschlossen wären, dann wäre Gott ein Lügner oder die Kirche, wenn dies nicht geht dann müssen es Botschaften sein. Sonst hätte Pater Pio wohl nicht soviel den Menschen mitteilen können, meinen sie nicht.

    Gottes Segne Frau Küble.

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    • Guten Tag,
      die Elberfelder Übersetzung ist nicht „nur“ protestantisch, sondern kommt aus der tendenziell sektiererischen Brüderbewegung (die sogar innerevangelisch umstritten ist). Im übrigen ist bekannt, daß schon Luther beim Pauluswort („gerechtfertigt durch den Glauben“) das Wörtchen „allein“ (…“allein durch den Glauben“) hinzugefügt hat, um damit die spezielle protestantische Rechtfertigungslehre zu „untermauern“, wonach der Glaube allein selig macht (ohne gute Werke, ohne Einhaltung der Gebote). Offenbar hat sich dies nicht bis zu Ihnen herumgesprochen.
      Ihre „Erläuterungen“ zur amtlichen kirchlichen Lehre, wonach die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist, erwecken den Eindruck von ziemlich unlogischem Geschreibsel. Die Kirche spricht ausdrücklich von „Privatoffenbarungen“ hinsichtlich der anerkannten Erscheinungen, um damit den grundlegenden Unterschied zur göttlichen bzw. öffentlichen Offenbarung zu betonen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  9. "GsJC" sagt:

    Anonym schrieb am 08. Dezember um 11.13 Uhr:

    Zitat

    Stimme H. Wilkes zu!
    Mache mich gerade auf, die Gnadenstunde würdig zu verbringen.
    Was F. Küble meint oder sagt, ist nicht wichtig!

    https://charismatismus.wordpress.com/2011/12/08/8-dezember-gnadenstunde-zur-mittagszeit/comment-page-1/#comment-30193

    Zitat Ende

    Was dürfen wir aus diesem Kommentar schließen? Es genügen 47 Minuten um sich „würdig“ vorzubereiten!

    Naja – an sich sollte der Christ ja immer und auf jede Stunde gut vorbereitet sein. Bei den „besonders Gottgeführten“ ist dies aufgrund „besonderer und diverser Privatoffenbarungen“ wahrscheinlich etwas anders.

    Gelegentlich kann man sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass diejenigen, die vorgegeben einen besonders heißen Draht nach „oben“ zu haben, sich daran nicht nur die Finger verbrennen. Ein wenig überhitzt erscheinen da auch andere Organe, die weiter oben angesiedelt sind, soweit vorhanden.

    mfg

    P.S.

    Ich habe diese „besondere Gnadenstunde um 12.00 Uhr“ verschlafen. Bin dann aber „ersatzweise“ in die Abendmesse gegangen. Hoffe da sind auch einige Gnaden geflossen, zumal der liebe Gott im Sakrament persönlich zugegen war.

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  10. Mat sagt:

    Liebe Dorotte. Du argumentierst hier vollkommen unchristlich. Wenn die Menschen damals auf die Pharisäer gehört hätten, was sie auch zum Teil getan haben dann hätte sie Jesus niemals anerkannt. Die Juden die an Jesus glaubten haben im Vergleich zu heute ungerhorsam gelebt.

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    • Guten Tag,
      schreiben Sie bitte in Zukunft den Namen anderer Kommentatoren richtig – und unterlassen Sie unbegründete Vorhaltungen („…vollkommen unchristlich“). Auch Ihre weiteren Zeilen sind sachfremd und haben mit der Argumentation von Dorrotee nichts zu tun. Weder hat sie sich über Pharisäer(tum) geäußert noch über jesusgläubige Juden etc. (erst recht ist nicht erkennbar, warum diese damals „ungehorsam“ gelebt haben sollen). Weitere inhaltlich sinnlose Kommentare von Ihnen werden nicht mehr freigeschaltet.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Mat sagt:

        Gerne Dorrotee und Frau Küble.
        Frau Dorrotee hat hier über verschiedene Erscheinungsorte( und damit auch deren Werkzeug/Seher) sich geäußert, das diese falsch sind und nur richtig sind wenn die Kirche sie anerkennt.
        Vollkommen unchristlich ist diese Verhalten und Argumentation, weil die Menschen die damals an Christus geglaubt haben in den Augen der Pharisäer Verräter und Gotteslästerer gewesen sind, die sich gegen den wahren Gott der Juden stellen. So wie heute wenn ein Seher/Prophet Botschaften von Jesus oder der Mutter Maria erhält dann sind sie und alle die daran glauben Fanatiker, Schwarmgeistige und Fanatiker. Wenn aber niemand daran glaubt und gegen die Anweisungen der Kirche die oft lieblos und falsch sind stellt würde die Wahrheit nie ans Licht kommen. Was sind den diese Leute, wenn die Kirche aufeinmal sagt: Ja das ist doch richtig. Sind sie nun Fanatiker und Schwarmgeister oder haben sie den Geist Gottes erkannt? Wären alle so wie sie beide hätten wir keinen christlichen Glauben, weil niemand an Christus geglaubt hätte.

        Vergessen sie nicht:
        „Wir wissen, dass diese Erlösung nicht durch die Beachtung des Gesetzes kommt,
        sondern durch den Glauben an die Rettung die von Gott gegeben wird!“

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      • Guten Tag,
        die Rettung, die von Gott gegeben wird, erfahren wir nicht durch Seher und angeblich speziell „Begnadete“, sondern seit 2000 Jahren durch die Heilige Schrift und die kirchliche Verkündigung. Im Neuen Testament wird mehrfach vor falschen Propheten gewarnt, die sich als „Engel des Lichtes“ ausgeben. Die (Sehn-)Sucht nach Visionen und Erscheinungen ist nicht neu, schon im 2. Jahrhundert gab es die „christliche“ Sekte der Montanisten, die sich hierauf berufen hat. Doch die katholische Kirche widerstand dieser schwarmgeistigen Versuchung und baute den Glauben weiterhin auf Bibel und Tradition (apostolischer Überlieferung) auf. Menschenwort ist fehlbar (auch das von „Sehern“), unfehlbar aber ist das Wort Gottes, die Selbstoffenbarung des Ewigen in der Heiligen Schrift und im Dogma der Kirche.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Mat sagt:

        Frau Küble nur kurz zu ihrer Antwort.
        Ich habe mich auf den Galaterbrief 2 bezogen:
        15 Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Nationen, 16 aber da wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus5, haben wir auch an Christus Jesus geglaubt, damit wir aus Glauben an Christus6 gerechtfertigt werden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.

        …NUR DURCH DEN GLAUBEN AN JESUS CHRISTUS…

        Es darum sehr interessant, weil dies Paulus verfasst hat der, wie wir wissen, Jesus nie persönlich begegnet ist, aber trotzdem die gleiche Berufung erhalten hat wie die Apostel. Und dazu noch hat er Petrus öffentlich kritisiert und korrigiert. Wie kann dies alles geschehen wenn er nicht durch den Heiligen Geist geführt wurde? Wie führt den der Heilige Geist wenn nicht durch innere Einsprechung im Glauben an Christi, denn durch das Gesetzt werden wir alle nicht gerecht und somit auch nicht heilig.
        Somit haben Privatoffenbarungen immer ihre Berechtigung, wer kann den wissen ob sie richtig sind oder nicht? Der Heilige Geist kann einem dies offenbaren mit der Unterscheidung der Geister. Gesetzte können ausgelegt werden wie man sie haben will.Die Zeit wird es zeigen und deren Früchte ob es wahr ist oder nicht. Bis dahin hat niemand ein Recht einen Propheten zu verurteilen, da dies, wenn es ein Prophet ist, jeder zu verantworten hätte und ein falsches Urteil gegen Gottes Boten wiegt sehr schwer.
        mfg

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      • Guten Tag,
        unterlassen Sie bitte FALSCH-Zitierungen – noch dazu an entscheidender Stelle. In Gal 3,16 heißt es nicht, „nur durch den Glauben“ – das Wörtchen „nur“ fehlt nämlich im NT. (Sie zitieren es sogar zweimal falsch, bei der Wiederholung in Großbuchstaben erneut!)
        Sodann geht es hier bei Paulus ersichtlich um „Gesetzeswerke„, also um die Frage der Einhaltung jüdischer Sondergesetze (Ritual- und Speisevorschriften etc), die selbstverständlich nicht notwendig für Christen sind – sehr wohl aber die allgemeinen guten Werke (Taten der Nächstenliebe etc).
        Eben weil Paulus durch den Heiligen Geist geführt wurde, betont er immer wieder, daß die Einhaltung der göttlichen Gebote notwendig ist für das ewige Heil (oder kennen Sie seine „Lasterkataloge“ nicht?!).
        Sie können offenbar nicht unterscheiden zwischen dem „Gesetz“ (Judentum) einerseits und den guten Werken und göttlichen Geboten andererseits.
        Noch unsinniger ist Ihre verdrehte Auffassung über Privatoffenbarungen; diese haben keineswegs „immer ihre Berechtigung“. Im Hebräerbrief (oder kennen Sie nur den Galaterbrief, den Sie zudem noch falsch zitieren?!) heißt es, daß Gott zunächst durch die Propheten, zuletzt aber gesprochen hat durch seinen Sohn. Da Christus die endgültige Offenbarung Gottes vermittelt, bedarf es keiner Privatoffenbarungen, weil der vollständigen Wahrheit Christi nichts hinzufügen ist.
        Deshalb lehrt die katholische Kirche, daß die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist.
        Privatoffenbarungen sind daher für Katholiken nicht verbindlich – das gilt auch für die kirchlich anerkannten Erscheinungen!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  11. Dorrotee sagt:

    Lieber Hr. Wilkes,
    die „Gnadenstunde“, von der hier im Artikel die Rede ist, geht sehr wohl auf eine nicht anerkannte Erscheinung zurück: Montchiari, Rosa Mystica.
    Da diese Erscheinungsstätte nicht von der Kirche anerkannt wurde, erübrigt sich auch diese sogenannte Gnadenstunde.

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    • Anonymous sagt:

      Wenn es so weiter geht, wie z.Zt., erübrigt sich bald die Kirche!

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      • Dorrotee sagt:

        Nochmal möchte ich deutlich betonen, dass wir Christen an kirchlich nicht anerkannte Erscheinungen und die dort abgegebenen Botschaften weder glauben sollen noch danach leben müssen.
        Ich kann zu jeder Zeit mich an Gott und an seine hl. Kirche wenden.
        Wieso sind hier einige Schreiber so erscheinungsgläubig?
        Wenn die katholische Kirche sich doch ablehnend zu Montichiari und den dortigen Botschaften äußert, dann begnügt euch doch mit den Orten, die von der Kirche anerkannt sind.
        Oder braucht Ihr immer mehr wirre Botschaften? Sowas ist der Einstieg in die „Falschmystik“.

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  12. hermann wilkes sagt:

    grüss gott noch einmal ganz kurz

    also liebe frau Küble sie sind ja vieleicht eine intelligente person aber die weisheit haben sie
    wohl nicht mit den löffeln gegessen.
    „Falsch ist auch die Aussage, wonach “das Gebet, die Opfer und die Sühne so vieler Seelen” es sogar “verhindern” könne, daß das “wahre Strafgericht Gottes über die Menschheit” komme.
    Die Heilige Schrift bzw. unser göttlicher Erlöser selbst hat endzeitliche Plagen angekündigt, die durch nichts “verhindert” werden können, sondern sicher eintreffen werden, denn Gottes Wort ist die Wahrheit!“

    sie wollen doch wohl nicht allen ernstes behaupten das wenn sich die menschen umtun würden und sich jeder in sack und asche setzt das dann noch das strafgericht über uns kommt.gott hat die große stadt auch nicht zerstört weil sich alle einwohner in sack und asche gesetzt haben und das war auch „Sühne Gebet und Opfer“ oder wollen sie da vielleicht was anderes behaupten.nur durch diese sühne und das opfer wurde gottes hand davon abgehalten die stadt zu vernichten.da lissen sich noch andere beispiele ähnlicher art anführen
    nur alleine im alten testament.aber von sühne und busse will ja keiner was wissen.solche und viele andere falschen behauptungen findet man auf dieser internet seite zu hauf ,sie ist genauso irreführend wie die seite mit der grossen warnung.das sind alles dinge die unserem großen Gott vollkommen mißfallen.

    ich will damit nicht sagen das es hier nicht auch viel gutes gibt aber die mehrzahl derer die diese seite besuchen sind wohl leider nicht in der lage das richtige vom falschen zu unterscheiden.somit ist schon eine falsche behauptung eine zuviel und deshalb lasst die finger von dieser seite denn sie führt garantiert früher oder später in die irre und nicht zur wahren nachfolge unseres Herrn Jesus Christus.ich glaube nicht das es da noch mehr zu sagen gibt jedes weitere wort ist zeitverschwendung und wie hat unser Heiland klar und deutlich gesagt
    „für jedes unnütz gesprochene wort müsst ihr euch einst verantworten“also das gericht so mancher menschen möchte ich schon allein deshalb nicht haben.aber diese aussagen scheint man wohl nicht so ganz ernst nehmen zu müssen?????????????????????

    mfg. und Gottes reichem Segen

    h.wilkes

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    • Guten Tag,
      es wäre sicher sinnvoll, wenn Sie sich weniger mit allerlei „Botschaften“, sondern mit der einen Botschaft des Himmels befassen würden, die in der Heiligen Schrift bezeugt wird. Dort ist klar ersichtlich, daß die angekündigten Ereignisse der Endzeit in jedem Fall eintreffen. Das geht zB. aus dem 2. Thessalonicher-Brief des Apostels Paulus hervor, den Sie vielleicht einmal durchstudieren sollten. Dort heißt es klar, daß der allgemeine Abfall kommen „muß“ und daß er dem Kommen des Antichristen vorausgeht.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  13. hermann wilkes sagt:

    grüss gott liebe frau küble

    es tut mir leid wenn ich alles in kleinschreibung und ohne grosses punkt und komma niederschreibe aber anders ist es mir nicht möglich.

    also ich möchte hier auf die opfer-und sühneseelen zu sprechen kommen die es für sie ja wohl so nicht gibt.also so menschen wie anna katharina emmerich,martha robin,therese von konnersreuth,alexandrina maria da costa ein sühnopfer der eucharistie,terese musco,katharina philipp, anna schäfer und viele andere bekannte und weniger bekannte personen wozu waren diese menschen von Gott berufen wenn nicht dazu das sie unter anderem sühne und opferseelen waren die das erbarmen gottes auf die menschheit herab gerufen haben durch die annahmen ihrer körperlichen bzw.geistlichen leiden.

    ich denke es wird zeit für Sie das sie selber mal anfangen sich zu fragen wozu wir eigentlich auf dieser welt sind denn sie scheinen mir wirklich zu viel zeit mit unwichtigen dingen zu verbringen und für das wesentliche nur wenig interresse zu haben nämlich z.b. die arbeit an der eigenen heiligung.ihr seid dazu berufen heilig zu sein wie mein vater im himmel heilig ist.
    dazu sind wir alle berufen auch sie.
    wüßtest du du die ganze bibel auswendig, samt den lehren aller denker was hülfe es dir ohne gottesliebe und gnade?
    „o eitelkeit der eitelkeiten,und alles ist eitelkeit“ außer Gott lieben und ihm allein dienen!!!!!!!!
    usw. usw. usw.

    mfg.hermann wilkes

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    • Dorrotee sagt:

      Lieber Hr. Wilkes,
      Fr. Küble klärt in ihrem Artikel über die Falschmystik auf. Ich denke, es wird Zeit, dass diese Erscheinungen hinterfragt werden – und ebenfalls diese sogenannten Sühneseelen. Manche dieser Menschen steigern sich meines Erachtens in gewisse schwere Leiden hinein. Die Psyche lässt einiges zu.
      Deshalb können diese Menschen durchaus ein gut katholisches Leben geführt haben.

      Wenn es Sühne für andere gibt, glaube ich, wird diese im Verborgenen stattfinden.
      Außerdem haben wir alle die Möglichkeit, füreinander zu beten und gute Werke zu tun.
      Die Sakramente der Kirche dürfen nicht durch das Bewundern von sogenannten „Opferseelen“ unterschätzt werden. Christus ist das wahre Lamm Gottes, das geopfert wurde.

      Vielen Dank, Fr. Küble, für Ihre guten Beiträge zum Thema „Falschmystik“.
      Ich selber bin mehrere Jahre auf diese „Gnadenstunde“ heingefallen. An diesem Tag konnte dann das Tagewerk und die Pflichten kaum bewältigt werden. Ebenfalls meinte man, die Gnadenstunde reiche an diesem Tag aus. Die hl. Messe wird somit indirekt verdrängt.

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      • Anonymous sagt:

        Stimme H. Wilkes zu!
        Mache mich gerade auf, die Gnadenstunde würdig zu verbringen.
        Was F. Küble meint oder sagt, ist nicht wichtig!

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      • hermann wilkes sagt:

        gelobt sei Jesus Christus…………

        liebe frau Dorrotee hier geht es doch gar nicht um irgend welche erscheinungen aus neuerer zeit ,das interresiert mich doch überhaupt nicht.das haben wir doch ehrlich gesagt garnicht nötig und es geht auch garnicht darum irgend welche sühneseelen so in der art zu bewundern das man sie über die sakramente der kirche stellt,also alles quatsch was sie da schreiben.hier geht es lediglich darum ob es sühneseelen gab bzw. geben kann.sie wollen doch wohl nicht allen ernstes behaupten das die heilige schwester faustine und ihre botschaften unecht sind und das ich sie mir nicht z.b. als vorbilder nehmen darf.aber was Jesus durch diese menschen von uns fordert oder uns als beispiel gibt das passt den meisten menschen einfach nicht in den kram,genausowenig wie die forderung „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“
        das ist es doch was von uns verlangt wird christen nicht mehr und nicht weniger.aber was machen wir mit unserer zeit wir vergeuden sie mit unwesentlichen dingen. würde der mensch sich ausschließchen damit beschäftigen würden wir alle wahrheit und weisheit so nach und nach vom Heiligen Geist selbst offenbart bekommen. je mehr wir uns selbst und der welt absterben je mehr ist es unserem Himmlischen Vater möglich sich uns zu offenbaren.aber das will so gut wie keiner hören.“die summe aller weisheit heißt weltverachtung und streben nach dem himmelreich“ alles andere ist dummheit und hat mit wahrer nachfolge unseres Herrn Jesus Christus nichts gemeinsam.

        ob sie oder ich nun die gnadenstunde gehalten haben oder nicht hat ebenfalls nichts mit dieser thematik zu tun.

        für mich ist es übrigens unwichtig ob ich heute eine gnadenstunde halten sollte oder nicht.
        besser ist es doch wohl wir halten täglich mindestens 1ne gnadenstunde denn jede stunde jede minute die ich im gebet in der gegenwart gottes verbringe ist eine gnadenstunde denn unser Lieber Heiland beschenkt uns jedes mal mit gnaden wenn wir bei ihm verweilen und je mehr ich beim ihm verweile desto mehr zeit, gnaden und inneren frieden usw.schenkt er mir.

        hoffentlich kann man das alles halbwegs entziffern bzw. verstehen

        die heiligste Dreifaltigkeit Gottvater Gottsohn und Gottheiliger Geist möge sie und alle anderen die das hier lesen reichlich Segnen

        mfg.h.wilkes

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  14. Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

    „Gnadenstunde auch von 15.00 – 16.00 Uhr möglich!“

    Aus einer besonders glaubwürdigen Quelle ist ersichtlich, dass diese Zeitverschiebung möglich ist – aber nur für die Berufenen 😉

    Zitat
    Haltet ihr in eurer modernistischen Kirche die Gnadenstunde? Kennt ihr sie überhaupt? Nein! Bei euch wird es gar nicht zur Erkenntnis kommen, dass am heutigen Tag die Gnadenstunde von 12.00 bis 13.00 Uhr stattfindet. Bei euch, Meine geliebte kleine Schar, ist sie um 15.00 Uhr, weil es wegen des Zönakels und der Heiligen Opfermesse nicht möglich ist. Ihr seid von 15.00 bis 16.00 Uhr dazu berufen.

    http://www.anne-botschaften.de/body/WorteJesu/2012/121208Goettingen.html
    Zitat Ende

    Was mich in diesem Zusammenhang sehr wundert, – was selten vorkommt, – dass bei „Schwaetzlieselchen“ diese „besondere Gnadenstunde“ mit keinem Wort erwähnt wird. Die Bedeutung dieser Stunde für die Welt sollte es verdient haben von der auserwählten und letzten Endzeitprophetin wenigstens in einem Nebensatz genannt zu werden, – zumal die „Warnung“ ja wie immer nah ist und es die letzte „besondere Gnadenstunde“ gewesen sein kann.

    Wie viele Seelen mögen erst erlöst werden, – wenn Gebete in der „Gnadenstunde“ verrichtet werden, wie es „Anna aus Ohlau“ verheißen wurde:

    Zitat „Ohlau“
    “Für jedes andächtige, aus offenem Herzen kommende Stoßgebet erlöst mein Sohn tausend Seelen aus dem Fegefeuer.”
    Zitat Ende

    Da werden die gewöhnlichen Anbetungen mit Dank und Bitten vor dem ausgesetzten Allerheiligsten nicht ansatzweise herankommen, – an solche Gnadenstunden!. 😉

    Das verhält sich ähnlich wie mit der Beichte in Medjugorje, – die auch etwas Besonderes sein soll. Selbst ein verstorbener Papst hätte es bevorzugt dort die Lossprechung zu empfangen, soll er gesagt haben! 🙂

    mfg

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  15. Diener Christi sagt:

    II. Vatikanisches Konzil über Privatoffenbarungen:

    «Solche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, müssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den Nöten der Kirche besonders angepaßt und nützlich sind . . . Das Urteil über ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten.»

    Dogm. Konstitution über die Kirche, z. Kap., Nr. 12

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    • Guten Tag,
      nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß es in dem von Ihnen zitierten Kapitel vor allem um allgemeine Gnadengaben des Heiligen Geistes geht, nicht um Erscheinungen bzw. Privatoffenbarungen – und daß es an jener Stelle, die Sie mit drei Pünktchen gestrichen haben, sogar ausdrücklich heißt, man solle nicht etwa leichthin “außerordentliche” Gnadengaben erstreben; zudem stehe das Urteil über deren Echtheit der Kirchenführung zu.

      Gewürdigt werden hier vom Konzil also die eher “unscheinbaren” Gaben des Heiligen Geistes, die zum Dienst in der Kirche führen, wohingegen die “außerordentlichen” Phänomene eher nicht erstrebt werden sollen!

      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Hier der Abschnitt aus Kapitel 12 von Lumen Gentium, der Dogm. Konstitution über die Kirche, im Zusammenhang und ganz ohne Pünktchen:

      “Derselbe Heilige Geist heiligt außerdem nicht nur das Gottesvolk durch die Sakramente und die Dienstleistungen, er führt es nicht nur und bereichert es mit Tugenden, sondern “teilt den Einzelnen, wie er will” (1 Kor 12,11), seine Gaben aus und verteilt unter den Gläubigen jeglichen Standes auch besondere Gnaden.

      Durch diese macht er sie geeignet und bereit, für die Erneuerung und den vollen Aufbau der Kirche verschiedene Werke und Dienste zu übernehmen gemäß dem Wort: “Jedem wird der Erweis des Geistes zum Nutzen gegeben” (1 Kor 12,7).

      Solche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, müssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den Nöten der Kirche besonders angepaßt und nützlich sind.
      Außerordentliche Gaben soll man aber nicht leichthin erstreben. Man darf auch nicht vermessentlich Früchte für die apostolische Tätigkeit von ihnen erwarten. Das Urteil über ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten (vgl. 1 Thess 5,12.19-21).”

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      • Diener Christi sagt:

        Es geht auch um Erscheinungen bzw. Privatoffenbarungen auch wenn ihnen das nicht behagt!!!

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  16. Aber irgendwann konnte die Kirche diese Wahrheit nicht mehr leugnen und ist doch nicht untergegangen.

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  17. Anonymous sagt:

    Keine Sorge um mich, lieber Anonymous (= Kommentar von 13,25 Uhr). Es ist alles in bester Ordnung. Wie gesagt, wenn man mit Jesus/Maria in Verbindung steht, wird man geführt. Den Teil, das die Kirche letztendlich vieles „vergeigt“ hat, scheinen Sie nicht mitbekommen zu haben. Schade!!
    Verweise abermals auf Gebet Nr. 12 der „Warnung“. Nur wird der Hochmut nicht zulassen, dass Sie und ähnlich Denkende es im tiefem Glauben beten.
    Apropos:
    Ich kenne u.a. auch Priester, die das von mir Geschriebene voll bekräftigen. Ich bin Gott sei Dank nicht menschenhörig und tue das, was mir in Herz gelegt wird. Und stehe mit Leib und Seele hinter Heroldsbach, Medjugorje, Vassula, Frau aller Völker, Alan Ames, Rosenkranz der Ungeborenen….(tja, zu fast allem was bei Ihnen verworfen ist).
    LG, Gaby

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  18. Norbert Jansen sagt:

    Hallo liebe Frau Küble,
    Sie geben hier Ihre auch aus anderen Foren (u.a. Kath.Net) bekannten Vorbehalte gegen die Privatoffenbarungen wieder. Sie sind ja nicht verpflichtet, diese anzunehmen, aber ich frage mich, warum Sie diese so hartneckig verfolgen. Es gibt in unserer Kirche heute soviel Glaubensabfall und Streit, dass es m.E. Wichtigeres zu tun gibt, als gläubige Beter miß zu machen!

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    • Hallo, lieber Herr Jansen,
      abgesehen davon, daß ich auf „kath.net“ seit über einem halben Jahr kein Sterbenswörtchen mehr gepostet bzw keinen einzigen Leserkommentar veröffentlicht habe, halte ich es für meine Gewissensverpflichtung, zur „Unterscheidung der Geister“ beizutragen und gläubige Beter (die ich keineswegs „miß mache“) vor irrgeistigen „Botschaften“ (die nebst allerlei Unfug zum Teil sogar Häresien enthalten) zu warnen.
      Es ist niemand verpflichtet, meine Artikel anzunehmen, aber ich frage mich, warum Sie nicht erkennen wollen, daß Aberglaube auch ein Bestandteil des von Ihnen mit Recht beklagten Glaubensabfalles ist, noch dazu der gefährlichste Teil, weil er am wenigsten erkannt wird, da er nämlich im frommen Gewande einhergeht. Aber schon die Heilige Schrift warnt uns davor, daß Satan als „Engel des Lichts“ erscheint, sie warnt vor „falschen Propheten“, die sich als „Diener der Gerechtigkeit“ ausgeben etc.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Norbert Jansen sagt:

        Tatsache bleibt aber doch wohl – wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere – dass Sie, liebe Frau Küble, in Kath.Net Ihren Unmut über die Erscheinungen in Heroldsbach sowie über die Vorgänge in Wigratzbad um die Ablösung von Pfarrer Rimmel geäußert haben sowie Ihre Aversion gegen die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche. Vielleicht sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass die Katholische Kirche dazu wohl eine andere Position einnimmt. Lesen Sie doch einmal nach, was Kardinal Cordes, der ja früher der zuständige Bischof für die CE in Deutschland war, dazu schreibt und sagt.
        Mit freundlichem Gruß
        N. Jansen

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      • Guten Tag,
        tatsächlich habe ich mich im Frühjahr – also vor über einem halben Jahr – auf „kath.net“ kritisch über die „Erscheinungen“ in Heroldsbach geäußert, die vom kirchlichen Lehramt (einschließlich Papst Pius XII.) strikt verworfen wurden. Dafür muß ich mich gewiß nicht rechtfertigen, im Gegenteil: Wenn Sie „Heroldsbach“ für echt halten, widersprechen Sie der kirchlichen Entscheidung in dieser Causa.
        Auch hier im CHRISTLICHEN FORUM findet man mehrere Artikel gegen die Visionen von Heroldsbach, auch einen Beitrag des Priesters und Psychologie-Professors Dr. Albert Mock.
        Sie schreiben zudem, ich hätte „über die Vorgänge in Wigratzbad um die Ablösung von Pfarrer Rimmel“ meinen „Unmut“ geäußert. Das Gegenteil stimmt: ich habe meine Zustimmung zu dieser Entscheidung des Augsburger Bischofs geäußert, was den gesammelten, 7 Tage anhaltenden Unmut vieler Erscheinungsgläubiger und Charismatiker hervorrief. Auch dieses Thema (Wigratzbad/Pfr. Rimmel) kann hier im CHRISTLICHEN FORUM nachgelesen werden, ebenso kritische Stellungnahmen von Papstsekretär Gänswein und der Glaubenskongregation zu charismatischen Phänomenen. Sofern Kardinal Cordes hierüber anders denkt, muß ich ihm nicht zustimmen – ebenso wenig wie etwa einem Kardinal Lehmann hinsichtlich anderer Themen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Mat sagt:

        Das finde ich toll das sie hier den falschen Propheten erwähnen. Er sitzt schon auf dem Stuhl Petri und erfüllt die Weissagungen vieler Heiligen und die Bibel gemäß dem Jünger Johannes. Denn wie sie ja wissen MUSS es einen großen Glaubensabfall in der Kirche geben, zum Ende der Zeiten, weil es so geschrieben steht. Dieser Abfall geht von vielen Priestern aus und von eben diesem leider nicht kanonisch gewählten und auch von einem überspitzt formulierten „Team Bergoglio“ auf den Stuhl gesetzt worden, was laut Wahlrecht nicht zulässig ist.
        Toll das man hier auch von der Apokalypse lesen kann. Danke.

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      • Guten Tag,
        offenbar sind Sie den irrgeistigen Botschaften der „Warnung“ (die hier im CHRITLICHEN FORUM seit über drei Jahren widerlegt werden) auf den Leim gegangen.
        Über die Causa „Team Bergoglio“ wurde hier ebenfalls bereits berichtet, da erzählen Sie uns nichts Neues. Natürlich kann man Aussagen oder Entscheidungen eines Papstes kritisieren sowie Fragen hinsichtlich eines Konklaves stellen – bloß ergibt sich hieraus noch lange nicht der sog. „falsche Prophet“ der Endzeit, quasi der „Goebbels“ des Antichristen.
        Ihre Verschwörungstheorie ist schon deshalb unsinnig, weil Papst Franziskus bereits recht betagt und der Antichrist bislang nicht in Erscheinung getreten ist. Laut biblischer Prophetie treten Antichrist und „falscher Prophet“ aber gemeinsam auf. Doch Ihre biblischen Kenntnisse sind ohnehin recht karg. Statt der Botschaft Gottes lesen Sie offenbar lieber alle möglichen „Botschaften“.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  19. Anonymous sagt:

    Schlage vor, Sie lesen einmal in Nyriam-van-Nazareth nach.
    Viel Spaß und Erkenntnis dabei.
    LG, Gaby

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    • Die kirchlich nicht anerkannte „Seherin“ Myriam v. Nazareth ist für mich keine Autorität.
      LG
      Felizitas

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      • Anonymous sagt:

        Für mich und Andere schon!!
        Wie schon des Öfteren von mir erwähnt, braucht man, so man die Verbindung mit Jesus/Maria pflegt, keinen, der für einen denkt. Ich bin außerordentlich dankbar dafür (für Heroldsbach, MvN, die „Warnung“, Medjugorje, Vassula). Da man dort die wahre Liebe Gottes spüren kann. Wie steht schon in der Bibel: Eure Söhne und Töchter werden weissagen!
        Genau das geschieht dort!!Das dieses angegriffen wird (und zwar im Auftrag von unten) ist ja auch klar.
        Ich habe jetzt lange genug Ihre Seite verfolgt und weiß, welcher Wind dort weht.
        Hochmut kommt vor dem Fall!!
        Hätte die Kirche nicht gefeht, hätten die Priester diesen Part übernehmen können – oder müssen. Jetzt sind die Laien dazu berufen. Jesus wird seine Kirche erneuern. Vielleicht beten Sie das Gebet Nr. 12 vom Gebetskreuzzug der „Warnung“.
        LG, Gaby

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      • Anonymous sagt:

        Grüß Gott Gaby,

        wenn für sie und andere Myriam von Nazareth eine Autorität darstellt, dann stehen sie außerhalb der katholischen Lehre, die besagt, dass Seher/innen für den Katholiken keine Autorität darstellen, sondern ausschließlich die Kirche! Vgl. 1 Tim 3,15 u. 2 Joh. 8-10!

        Vor lauter Privatoffenbarungen haben Sie keine Ahnung von biblischer Theologie! Wenn Sie „Eure Söhne und Töchter werden weissagen“ aus der Bibel zitieren und den Rest weg lassen, der anzeigt, dass sich diese Joel-Prophezeiung auf Israel bzw. die Juden bezieht, dann ist das eine Verfälschung des Wortes Gottes und man legt dem Heiligen geist Dinge in den Mund, die er nie geäußert hat! Das ist ein sehr gefährliches Spiel für Sie, das Sie da treiben! Denn Gottes Wort in der Bibel warnt ausdrücklich vor der Bibelfälschung!

        Geht man so mit Gottes heiligem Wort um? Ist das die Liebe zu Gott, die Sie IHM entgegen bringen, indem Sie SEIN Wort verfälschen? Ist auch das eines der „guten Früchte“, die Ihre Dämonen in Lichtgestalt, deren Offenbarungen und falschen Propheten mit sich bringen?

        Sie verherrlichen z.B. Heroldsbach, was die Kirche Gottes verboten hat! Sie lehnen sich gegen die Kirche auf, widersetzen sich ihr und bezichtigen sie, z.B. über Heroldsbach ein falsches Urteil gefällt zu haben!

        Besonders Felizitas Küble hat Ihnen und anderen Irrlehren aufgezeigt, die Ihre vielen Erscheinungen (Dämonen in Lichtgestalt) und ihre falschen Propheten verbreiten, und doch verteidigen sie das, statt die Wahrheit Gottes, die die Kirche verkündet!

        Ihre Liebe ist nicht auf Gott, die< Kirche und die Wahrheit ausgerichtet, sondern auf die Erscheinungen und ihre antichristlichen Lehren, die Sie verteidigen! Was das<für einen bedeutet, ist in 2 Joh. 8-9 nachzulesen!

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