Papst: „Eine Welt ohne Gott ist gefährlich!“

Eine Welt ohne Gott ist gefährlich, weil sich der Mensch dann selbst überschätzt. Davor warnte der Papst am Donnerstagabend (15.12.2011)  bei einer Vesper mit Studenten in Rom. Auch politische Ideologien könnten Gefahren bergen, fügte das Oberhaupt der kath. Kirche hinzu:

„In der Geschichte hat es immer wieder Versuche gegeben, eine Welt aus eigener Kraft ohne und gegen Gott aufzubauen. Das Ergebnis solcher Bestrebungen war das Drama der Ideologien. Diese richteten sich schließlich gegen den Menschen selbst. Die Botschaft des Weihnachtsfestes bietet hingegen einen wirksamen Schutz vor Ideologien.“

Von der Krippe in Bethlehem gehe keine Utopie aus, sondern die Gewißheit, dass der Mensch nicht unpersönlichen historischen und biologischen Prozessen ausgeliefert sei:

„Gott und Jesus Christus begleiten den Menschen in allen Lebenslagen. Auf dieser Gewißheit können Christen die Zukunft gemeinsam mit Gott gestalten und einer Vereinnahmung der Geschichte für ideologische Zwecke vorbeugen. Erforderlich ist hierfür eine Haltung der geduldigen Beharrlichkeit gegenüber dem Weltgeschehen.“

Die Grundlage dafür sei der Glaube an die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, so der Papst:

„Diese ist ein Zeichen für Gottes Geduld mit den Menschen. Gott ist eine Art Landwirt der Geschichte, der wartet, bis sein Wirken Frucht bringt.“

Der Papst feierte mit mehr als 10.000 Studenten und Professoren die traditionelle Adventsvesper der römischen Universitäten.

Quelle: Radio Vatikan

 


3 Kommentare on “Papst: „Eine Welt ohne Gott ist gefährlich!“”

  1. Ralf sagt:

    …das kann man nur teilen, denn der Glaube an Gott ist ein Teil der Sozialethik. Da der Mensch sich soweit vom Tier entfernt (evolviert – böses Wort…;-)) hat, braucht er eine Instanz, die er als moralische Hoheit (Gott) akzeptiert. Ein Tier handelt nach seinen Instinkten und für ihn gibt es kein Gut oder Böse; anders der Mensch, er hat die Freiheit zu urteilen über die Dinge (Stichwort: Frucht des Baumes der Erkenntnis). Wenn er aber keinen Gott als sich selbst anerkennt, ist er auch keiner anderen Legislative verpflichtet als der menschlichen. Wenn ihn die menschiliche Judikative, respektive Executive, nicht erwischt, kann er machen was er will; sollte es aber eine höhere Judikative (Jesus Christus, als Richter) geben, dann sieht es schon anders aus. Wer ist die göttlcihe Executive? Der Heilige Geist…

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    • Ralf sagt:

      …wenn man Gott, als moralische Hoheit, entfernt, dann gewinnen Ideologien, wie z.B. der Kommunismus eine neue Tragweite, sie werden sozusagen transzendiert…auf eine höhere Ebene gebracht…auf eine göttliche Ebene…aber Jesus Christus, unserer Lehrer, hat den Geist Gottes gesandt, der uns lehrt, was Richtig und Falsch ist…in ihm ist die Wahrheit…Deus est Veritats…die Wahrheit ist nicht zum Schaden des Menschen, aber der Zeitgeist (Spiritus Antichristi) ist schädlich…“Erforderlich ist hierfür eine Haltung der geduldigen Beharrlichkeit gegenüber dem Weltgeschehen.“, sowie der Papst sagt, eine Standhaftigkeit im Glauben und der Wahrheit der hl. röm. kath. Kirche, welche auf dem Fels Petri erbaut wurde.
      Danke, daß ich das Wort zum Sonntag halten durfte…;-)

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      • Ralf sagt:

        Verbesserungen:
        natürlich „Deus est Veritas“ und auf dem „Fels – Petrus erbaut“, denn Fels Petri ist Genitiv, das würde bedeuten, die Kirche ist auf den Fels vom Petrus gebaut…nein sie ist auf seinem Grab errichtet…;-)

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