„Gender“? – Mann und Frau sind auch molekular verschieden

Molekular sind Männer und Frauen völlig unterschiedlich, berichtet die „Apotheken-Umschau“ unter Berufung auf eine Untersuchung von Forschern des Münchner Helmholtz-Zentrums.

Die Wissenschaftler fanden bei einer Analyse der Blutproben von 3000 Menschen bei 101 von 131 untersuchten Stoffwechselprodukten deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Daraus folgern die Forscher, daß wir je nach Geschlecht unterschiedliche Ansätze zur Behandlung von Krankheiten benötigen.

Quelle:   Apotheken-Umschau 


Gedankenaustausch: Der Papst besuchte Knastbrüder in Rom

Benedikt XVI. hat bei seinem Besuch in einem römischen Gefängnis  am Sonntag, den 18.12.2011,  auf einige Fragen von „Knastis“  geantwortet.  Hier Ausschnitte aus dem Gespräch:

Alberto:
„Ich heiße Alberto. Heiligkeit, Kommt es Ihnen gerecht vor, dass ich nach und nach alle meine Familienangehörigen verloren habe und dass mir nun, da ich ein neuer Mensch bin, denn ich bin seit zwei Monaten Vater eines wundervollen Mädchens, Gaia heißt sie, dass mir nicht die Möglichkeit eingeräumt wird, nach Hause zu gehen, obwohl ich doch reichlich meine Schuld gegenüber der Gesellschaft bezahlt habe?“

Papst Benedikt XVI.:
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich, dass Sie Vater sind und dass Sie sich als einen neuen Menschen bezeichnen und dass sie eine wundervolle Tochter haben. Das ist ein Geschenk Gottes.
Ich kenne natürlich nicht die Einzelheiten ihres Falls. Aber ich hoffe mit Ihnen, dass sie so bald wie möglich zu Ihrer Familie zurückkehren können. Sie wissen, für die Lehre der Kirche ist die Familie fundamental. Es ist wichtig, dass der Vater seine Tochter in seinen Armen halten kann. Und so bete ich darum, dass Sie bald ihre Tochter umarmen und mit Ihrer Frau zusammen sein können, um eine schöne Familie aufzubauen und so an der Zukunft Italiens mitzuwirken.“

Federico:
„Heiligkeit, ich bin Federico, ich spreche für die Gefangene auf G14, der Krankenabteilung. Was können Häftlinge, Kranke und Aidsinfizierte vom Papst erbitten? Dass er für sie betet? … Wir sind gefallen und haben dem Nächsten Schlechtes getan, aber wird sind dabei wieder aufzustehen. Man spricht zu wenig von uns, manchmal in einer so abschätzigen Weise, als wolle man uns aus der Gesellschaft eliminieren. Wir kommen uns dabei als Unmenschen vor. Sie sind Papst für alle, unser Papst, und wir bitten Sie, dass uns neben der Freiheit nicht auch noch die Würde geraubt wird; damit wir nicht einfach nur weggesperrt werden. Ihre Präsenz hier ist für uns eine große Ehre. Allen unsere herzlichsten Glückwünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest.“

Benedikt XVI.:
„Ja, sie haben wirklich denkwürdige Worte gesprochen. Wir sind gefallen und wir sind hier, um wieder aufzustehen: das ist wichtig, Mut haben wieder aufzustehen und weiterzugehen mit der Hilfe des HERRN und mit Hilfe der Freunde.

Sie haben auch gesagt, dass abschätzig über sie gesprochen wird. Leider ist das wahr. Aber ich würde sagen, es gibt auch andere Stimmen, die gut von euch denken und sprechen. Ich denke an meine kleine päpstliche Familie. Ich bin umgegeben von vier Laienschwestern  – und wir sprechen oft über dieses Problem; sie haben Freunde in verschiedenen Gefängnissen und wir bekommen auch Geschenke von ihnen und wir senden ihnen auch Geschenke. Diese Realität ist in meiner Familie sehr präsent  –  und ich denke auch in vielen anderen.

Wir müssen ertragen, dass andere schlecht von uns sprechen, man spricht auch sehr abschätzig über den Papst und doch, wir gehen weiter…

Mir scheint es wichtig, dazu zu animieren, dass man gut über euch denkt, dass man ein Gespür für euer Leid bekommt, dass man in diesem Prozess des Wiederaufstehens hilft. Und sagen wir: Ich werde meinen Teil dazu beitragen, dass alle in rechter Weise und nicht abschätzig denken, eben menschlich! Denn jeder kann fallen, aber Gott will, dass wir zu ihm kommen. (…)

Wenn wir daran glauben, dass Gott immer bei uns ist, dann gewinnen auch dunkle Seiten unseres Lebens ihren Sinn, damit wir mehr zu uns selber kommen, also zu Kindern Gottes werden, die von Gott geschaffen sind. Und dass wir  – auch wenn es schwierig ist   –  darüber glücklich sind. Der HERR wird Euch dazu helfen  –  und wir stehen an eurer Seite!“

Zum Abschluß der etwa einstündigen Begegnung betete der Papst gemeinsam mit den Häftlingen das Vaterunser und segnete einen Zypressenbaum, der zur Erinnerung an seinen Besuch gepflanzt worden war.

Ein Häftling überreichte ihm einen selbstgebackenen Weihnachtskuchen aus der Gefängnisbäckerei.

Es war der zweite Gefängnisbesuch des Papstes nach dem Besuch eines römischen Jugendgefängnisses im März 2007.

Quelle: Radio Vatikan


Saudi-Arabien: Auch ausländische Christen brutal verfolgt

Wie die ICC (International Christian Concern) in Erfahrung brachte, sind am Donnerstag vergangener Woche 42 äthiopische Christen bei einer Gebetsversammlung in Dscheddah verhaftet worden.

Am 15. Dezember 2011 drangen saudiarabische Polizisten in das Haus eines äthiopischen Christen im Bezirk Al-Safa von Dscheddah ein, wo eine Versammlung zum Abendgebet stattfand. Die Teilnehmer an der Versammlung wurden geschlagen und bedroht, bevor sie verhaftet wurden.

„Sicherheitsbeamte drangen in das Haus ein und nahmen die Leute gefangen… sie wurden geschlagen und mit dem Tod bedroht… Man trennte die Männer von den Frauen und brachte sie ins Gefängnis, wo sie gefoltert wurden“, schrieb eine in Europa lebende Einwanderergruppe von äthiopischen und eriträischen Christen am Freitag in einem dringenden Hilferuf an die Botschafter der europäischen Botschaften in Riyadh.

„Schon in der Vergangenheit kam es vor, dass Christen verhaftet wurden, aber es ist beispiellos, wenn 42 Christen auf einmal verhaftet werden“, erklärte ein Kirchenvertreter in Dscheddah, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden will, gegenüber ICC. „Wir sind besonders besorgt wegen der Kinder der inhaftierten Christen.“

Zwei äthiopische Stipendiaten-Organisationen in Saudi-Arabien informierten die ICC, daß Gebetsttreffen vorübergehend eingestellt werden, bis sich die Situation wieder beruhigt.

Christen in Saudi-Arabien, die zumeist als Gastarbeiter in das Land einreisen, ist es nicht erlaubt, ihren Glauben zu praktizieren. Die saudi-arabische Polizei ist dafür bekannt, daß sie sogar in private Häuser eindringt, um Gebetsversammlungen aufzulösen, wobei Teilnehmer häufig verhaftet und deportiert werden; ferner werden christliche Materialien wie etwa Bibeln beschlagnahmt.

Aidan Clay, Regionalmanager der ICC für den Nahen Osten, erklärt hierzu:

„In Saudi-Arabien gibt es kein einziges Kirchengebäude, in dem Christen ihre Religion ausüben können; die Saudi-Regierung lässt jetzt sogar Übergriffe auf die religiösen Freiheiten ihrer  Bürger und Gastarbeiter zu, wobei Christen, die sich privat in ihren eigenen Häusern zu Gebetsversammlungen treffen, gezielt gejagt und verhaftet werden. Wir fordern Saudi-Arabien als Unterzeichner der UN-Konvention gegen Folter auf, die gefangenen äthiopische Christen sofort freizulassen.“


Nordkorea: Der Diktator ist tot, aber keine Aussicht auf Demokratie

Christen gelten im kommunistischen Nordkorea als Staatsfeinde

Menschenrechtsverbände und Hilfswerke für verfolgte Christen äußern sich nach dem Tod des roten Tyrannen hinsichtlich eines demokratischen  Umschwungs sehr skeptisch, darunter auch „Open Doors“:

Es sei unwahrscheinlich, daß sich in dem abgeschotteten Land unter der jetzigen Führungsriege etwas verändere.  Laut Berichten nordkoreanischer Christen soll Kim Jong Un   –  der dritte Sohn von Kim Jong Il gilt als künftiger Machthaber  –   schon zu Lebzeiten seines Vaters Anstrengungen unternommen haben, verbotene religiöse Aktivitäten im Untergrund aufzudecken. Es sei zu verstärkten Hausdurchsuchungen bei Christen gekommen; Spione seien gezielt dazu ausgebildet worden, religiöse Netzwerke zu unterwandern.

Das christliche Hilfswerk „Open Doors“ führt Nordkorea seit Jahren auf Platz 1 seines Weltverfolgungsindex  – und damit als  derzeit schlimmster Christenverfolgerstaat auf dem Globus.

Unter dem verstorbenen „Führer“ Kim Jong Il wurden Menschenrechte massiv mit Füßen getreten, Andersdenkende sogleich mundtot gemacht.  Mehr als 30 Straf- und Arbeitslager stehen für die Grausamkeiten dieser roten Diktatur. Neben den großen Lagern in Yodok und Hoeryong gibt es mehrere kleinere Lager.

„In Nordkorea ging es immer um den Machterhalt der Kim-Familiendynastie. Unter Kim Jong Il und seinem Vater Kim Il Sung galten Christen als Staatsfeinde, die es auszurotten galt. Viele Christen haben ihr mutiges Bekenntnis zu Christus mit brutaler Folter oder mit ihrem Leben bezahlt“, erklärt Markus Rode, Leiter von Open Doors in Deutschland.

Derzeit sind nach Schätzungen von Open Doors etwa 50.000 bis 70.000 Christen in Arbeitslagern eingesperrt. Entweder wurden ihre heimlichen Treffen trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen aufgespürt oder sie wurden von Nachbarn oder gar Familienmitgliedern verraten.

Nach Schätzungen von Menschenrechtsverbänden leben rund 400.000 Christen in Nordkorea. Sie alle stehen mit ihren Familien unter großem Verfolgungsdruck, für Leiter von Untergrundgemeinden gilt dies erst recht; sie könnten jederzeit entdeckt werden, was sofort eine Einweisung in ein Arbeitslager nach sich ziehen würde.  Allein der Besitz einer Bibel ist gefährlich und kann die gesamte Familie ins Arbeitslager bringen.

Nach dem Tod seines Vater Kim Il Sung, der im Land noch immer als „Ewiger Präsident“ verehrt wird, übernahm sein Sohn Kim Jong Il 1994 die Führung des Landes. Der nach staatlichen Angaben 69-jährige Kim Jong Il ließ sich als „geliebter Führer“ verehren.

Sein dritter Sohn Kim Jong Un   – er ist Ende 20  –   gilt als designierter Nachfolger. Bereits im September 2010 wurde Kim Jong Un offiziell zum General ernannt und in das Zentralkomitee der Partei berufen sowie zum stellv. Vorsitzenden der Militärkommission befördert. Dies galt als Bestätigung dafür, daß Kim Jong Un die Nachfolger seines kranken Vaters Kim Jong Il antreten wird.

Kontakt-Daten:

Open Doors Deutschland e.V. , 65761 Kelkheim, Postfach 1142

TEL 06195 – 67 67 180  /  FAX 06195 – 67 67 181

Mail: pressebuero@opendoors-de.org

www.opendoors-de.org


Der Engel des HERRN brachte der JUNGFRAU die Botschaft

Der Papst über die christologische Bedeutung der Jungfräulichkeit Mariens

Diese Glaubenstatsache  hat Papst Benedikt XVI. beim traditionellen Gebet des Angelus („Engel des Herrn“) am vierten Adventssonntag, den 18.12.2011, vor zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz erläutert.

In seiner Ansprache ging der Pontifex vom liturgischen Sonntagsevangelium der Verkündigung  Jesu aus (Lk 1, 26-38). Bei der Betrachtung der „wunderbaren Ikone der heiligen Jungfrau in dem Augenblick, in dem sie die göttliche Botschaft empfängt und ihre Antwort gibt“, werde der Mensch vom Licht der Wahrheit erleuchtet, das von diesem Geheimnis ausstrahle.

Die Jungfräulichkeit der Gottesmutter sei wesentlich, um zu verstehen, wer Christus ist, denn sie „bezeugt, dass die Initiative von Gott kommt“; vor allem offenbare ihre Jungfrauschaft, „wer der Empfangene ist“, eben der göttliche Erlöser selbst.

Doch im geistlichen Sinne einer liebenden Offenheit und Hingabe an Gott sollten alle Christen jungfraulich sein:

„Die Jungfräulichkeit Mariens ist einzigartig und unwiederholbar; aber ihre geistliche Bedeutung betrifft jeden Christen und betrifft wesentlich den Glauben: Denn wer zutiefst an die Liebe Gottes glaubt, nimmt Jesus und sein göttliches Leben durch das Handeln des Heiligen Geistes in sich auf. Das ist das Geheimnis von Weihnachten! Ich wünsche euch allen, es mit inniglicher Freude zu leben.“

An die deutschsprachigen Pilger wandte sich der Papst mit folgendem Grußwort:

„Am heutigen vierten Advent hören wir das Evangelium der Verkündigung an Maria, das wir auch im Gebet des Angelus betrachten: „Der Engel brachte Maria die Botschaft.“

Wenige Tage vor Weihnachten blicken wir auf die Jungfrau Maria, die Gott dazu erwählt hat, die Mutter des Erlösers zu werden. Das Ja der demütigen Magd steht am Anfang der Menschwerdung. Maria möge uns in unserem Ja zu Gott bestärken, dass auch wir der Botschaft Gottes in unserem Leben Raum geben, dass auch wir bereit sind, den HERRN aufzunehmen und neue Menschen zu werden. Von Herzen wünsche ich euch ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest.“

 Quelle: Radio  Vatikan