Wie sich die „Botschaften“ gleichen

Auch New-Age-Lichtwesen Aton verkündet „bevorstehendes Ende“

Nicht nur die Fans der Botschaft „Die Warnung“ sehen schwarz bzw rechnen demnächst mit weltgeschichtlich-spirituellen Umbrüchen („Seelenschau“ aller Menschen, Zeit der „Drangsal“, baldige Wiederkunft Christi)   –   auch im Esoterikbereich boomen ähnliche Meldungen nach der Devise „Das Ende naht“  – so auch bei der Webseite „Nebadon“.

Natürlich spricht bei diesen New-Age-Anhängern kein „Erlöser Jesus“ und keine Madonna zu einer begnadeten „Seherin“, wenngleich deren schillerndes „Foto“ eines göttlichen Lichtwesens namens „Aton“ gewissen kitschigen Jesusbildern zum Verwechseln ähnlich sieht, wovon sich  jeder hier überzeugen kann:

http://nebadonia.wordpress.com/2011/12/29/bevorstehendes-ende/

Auch dort wird jetzt aktuell das „bevorstehende Ende“ verkündet  – von keinem Geringerem als dem „lieben Aton“, dem „Souveränen Schöpfer von Nebadon“ (was immer das sein mag); vielleicht etwas nebelhafte Welten  –  oder doch die unsrige….?

(So ganz von ungefähr  kommt der Aton-Name freilich nicht: Aton ist bekanntlich die alte Sonnengottheit vieler heidnischer Religionen von der römischen bis zu den Azteken usw.)

Merkwürden Aton meldet sich (neben „Engel“ Uriel)  durch ein „Medium“ aus himmlischen Gefilden mit folgender „Botschaft“:

„Ich bin zu euch gekommen um euch mitzuteilen, dass die Glocke geläutet hat und der lang erwartete Druck auf den Knopf steht euch unmittelbar bevor, was bedeutet, dass Ich ihn in Kürze zu drücken habe – ja, das berühmte ‘bald’ (shortly) in eurem Zeitrahmen bedeutet genau das:  gleich   –  demnächst –   in Kürze. 

Mit Freude kündige Ich das Ende der ersten Hauptperiode meiner Korrekturzeit an  –  und wie ihr von Uriel gehört habt, ist die Zeit nun bei euch. Ich bin höchst zufrieden mit jenen, die unerschütterlich angesichts der enormen Herausforderungen ausgehalten und nie aufgegeben haben. Eure gerechte Belohnung erwartet euch und ihr habt sie so sehr verdient.

An jene, die sich nicht um die unzähligen Versuche gekümmert haben, sie in die richtige Richtung zu lenken, ist die Zeit nun abgelaufen und auch ihr werdet eure gerechte Belohnung ernten, außer, dass sie von einer Art ist, die sich von dem unterscheidet, was ihr erwartet habt. Ich freue mich, dass wir nichts zu bedauern haben hinsichtlich dessen, was wir erreicht haben, und alles ist restlos erledigt worden und nichts bleibt mehr übrig.

Ich werde mit offenen Armen auf viele von euch warten, die ihr tapfere und würdige Krieger seid. Ein Fest erwartet euch   und ihr werdet angenehm überrascht sein.

Dies ist der Moment, auf den ihr gewartet habt  –  und nichts wird das von diesem Tag an ändern. Ich werde mich von vielen von euch verabschieden, denn womit ihr von Angesicht zu Angesicht konfrontiert werdet , dort, wo ihr hingehen werdet, wird mit nichts vergleichbar sein, was ihr euch in euren schrecklichsten Träumen jemals vorgestellt habt, denn ihr seid so sehr berauscht von eurer Bosheit, Dummheit und wahrhaft falschem Gefühl für Wichtigkeit, die das Letzte ist, was ihr verdient. 

Viele Male bin Ich ernsthaft zu euch gekommen um zu sehen, ob euer Herz heilen würde und dass ihr eure Gewohnheiten zum Dienst an euren Brüdern ändert, aber ihr habt es nie anders gesehen und habt euch hartnäckig geweigert, euch meinem Willen zu beugen, der auch der eure sein sollte.

Der Machthunger hat euch unglaublich verrückt gemacht, so dass ihr glaubtet, ihr könntet tatsächlich diese Welt regieren, wie ihr es für angebracht haltet. Ihr armen Wahnsinnigen; mit Lichtgeschwindigkeit wird eure gerechte Belohnung und Beurteilung zu euch kommen. Genug von euch Bösartigen.

Meine Brüder und Kinder, kommt heim, damit wir diese lange Reise feiern können  –  und dann ruht euch aus, bevor ihr in den Dienst zurückkehrt.

Vielen Dank und wir sehen uns bald.
Euer Souveräner Schöpfersohn, Aton.“

Auch hier sieht man wieder das Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“: große Versprechungen auf baldige Belohnung für die Botschafts-Gläubigen  – und wüste Drohungen für Andersdenkende, also Einschüchterung per Panikmache, wie man dies aus vielen irrgeistigen „Privatoffefnbarungen“ bereits kennt.

Dies Beispiel zeigt einmal mehr, wie sich die „Botschaften“  –   im Grunde gleichen: die erscheinungs-„katholischen“  und die esoterischen. Nur das „Gewand“ ist andersfarbig, aber das Fundament durchaus dasselbe, die Kennzeichen der Falschmystik in beiden Fällen klar erkennbar.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Nigeria: Kardinal kritisiert Regierung

Der Kardinal von Lagos hat die nigerianische Regierung für ihre Laxheit im Vorgehen gegen antichristliche Terroristen kritisiert.

„Wenn die Regierung nicht dazu imstande ist, das Leben ihrer Bürger zu schützen, wozu haben wir dann überhaupt eine Regierung?“, fragte Kardinal Anthony Olubunmi Okogie am Rande einer Kirchweihe.

Mehrere Männer hätten sich als Mitglieder der islamischen Terrorgruppe „Boko Haram“ deklariert und die Verantwortung für die Bomben auf christliche Kirchen übernommen  –   und dennoch seien sie immer noch auf freiem Fuß, so der Kardinal.

Bei Anschlägen auf Kirchen in Nigeria waren zu Weihnachten 2011 ca. 200 Christen ermordet worden.

Quelle: Radio Vatikan


MdB Willsch (CDU): Griechenland bleibt Krisenland

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch glaubt nicht, daß Griechenland seine Schuldenkrise auf absehbare Zeit in den Griff bekommt.
Zugleich warnte der stellv. Vorsitzende der Arbeitsgruppe Haushalt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im „Handelsblatt“ davor, Griechenland weitere Hilfen in Aussicht zu stellen oder die Finanzpolitik des Landes unter EU-Aufsicht zu stellen.

Mit Blick auf die schleppende Reformpolitik in Griechenland sagte Willsch: „Es ist pure Illusion zu glauben, jahrhundertealte Traditionen und Gewohnheiten könnten innerhalb weniger Monate oder Jahre nachhaltig geändert werden. Die ökonomischen Daten aus Griechenland belegen es: allen Sparanstrengungen zum Trotz werden sie ständig schlechter, der Schuldenstand steigt unaufhaltsam.“

Quelle: Nachrichtenseite http://www.extremnews.com


Nina Hagen: „Eine Nacht mit Jesus“?

Die Punkerin und ihr „Nahtoderlebnis“

Nina Hagen ist heute 56 Jahre alt und will mit 17 Jahren eine Art übernatürliche Jesuserfahrung gemacht haben, genauer: ein Nahtoderlebnis.

In einem Gespräch mit dem „Kultur-SPIEGEL“ vom 29.12.2011 erzählt die Rocksängerin, wie sie als Teenager „Gott gefunden“ habe.

Auf die Frage des Interviewers Jörg Böckem Wie ist Ihnen das gelungen?“ gibt sie folgende Antwort:

“Durch ein Nahtod-Erlebnis. Ich bin gestorben, kurz mal im Heimatland der Seele aufgetaucht, habe Gott um Hilfe gerufen, und er hat geantwortet und mich gerettet. Diese eine Nacht mit Jesus Christus bestimmt mein ganzes Leben. Die Sängerin, der Mensch, der ich geworden bin, bin ich geworden, weil ich mich danach gesehnt habe, mit dem lieben Gott eine Beziehung einzugehen.“

Doch die Redaktion hakt nach: „Bei Ihrer Nahtod-Erfahrung ist auch LSD im Spiel gewesen.“

Nina Hagen räumt dies ein: „Stimmt. Da sieht man mal wieder, dass Gottes Wege mysteriös sind!“

Äh? „Gottes Wege“?  – Die Wege des HERRN mögen manchmal unergründlich sein, doch der Ewige wirkt sicher nicht durch LSD, Hasch oder Heroin usw.

GOTT handelt nicht gegen den menschlichen Verstand, den ER selber geschaffen hat  – zudem gehört zu den biblisch bezeugten  „Sieben Gaben des Heiligen Geistes“ auch die Gabe des Verstandes.

Drogen können freilich religiös erscheinende Pseudo-Erlebnisse vermitteln: aufregende Empfindungen,  schöne Gefühle, „himmlische“ Musik, herrliche Farben und-so-weiter, aber keine wirkliche übernatürliche, von Gott her bewirkte Erfahrung.

Das spätere Leben der Punkerin  –  nach ihrem jugendlichen „Nahtoderlebnis“   – war ohnehin alles andere als fromm und seriös.

Inzwischen ließ sie sich in einer evangelischen Gemeinde taufen und vertritt nach wie vor unreife und unbiblische Ansichten (zB. pro Homosexualität).  Auf solche exzentrischen „Wanderpredigerinnen“ können wir verzichten!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


Sonderaustellung über Magie/Aberglaube und „Volksfrömmigkeit“

Volkskundliche Ausstellung im Bauernhofmuseum Jexhof  bis 29.1.2011

Foto eines Amulettschächtelchen
Das Schlossberger Amulettschächtelchen
(Quelle: Bauernhofmuseum Jexhof)

Das Bauernhofmuseum Jexhof bei Schöngeising (Kreis Fürstenfeldbruck) bietet  zu dieser Ausstellung dreimal (am 8., 15. und 29. Januar 2012, jeweils um 14 Uhr) eine  kostenlose Führung  an.

Dr. Stephan Bachter, Kurator der Sonderausstellung, zeigt den Besuchern anhand von diversen Exponaten beispielhaft einiges zum Thema Aberglauben und Magie. Die zahlreichen Objekte, die vom Amulettschächtelchen bis zur Glückwunschkarte reichen, werden von ihm erläutert und in den entsprechenden volkskundlichen/kulturhistorischen Zusammenhang gerückt.

Die Sonderausstellung ist täglich  –  außer am Montag  –  geöffnet  und läuft noch bis zum 29. Januar 2012.

Quelle: Webseite und Pressemeldung des Bauernhofmuseums Jexhof


Medien-Info des Bistums Regensburg: TERMINE im JANUAR 2012

Sonntag, 1. Januar 2012 – NE’UJAHR
Regensburg–Dom, 10  Uhr: Pontifikalmesse zum Hochfest der Gottesmutter Maria
mit anschl. Eröffnung der Ewigen Anbetung
Weihbischof Reinhard Pappenberger
Regensburg–Dom, 17 Uhr: Eucharistische Andacht, Prozession und Segen
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Freitag, 6. Januar 2012
Regensburg–Dom, 10 Uhr: Pontifikalmesse zum Hochfest Erscheinung des Herrn
Weihbischof Reinhard Pappenberger
Regensburg-Dom, 15 Uhr: Zweite Vesper zum Hochfest Erscheinung des Herrn
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Sonntag, 8. Januar 2012
Regensburg–Niedermünster, 17.30 Uhr: Pontifikalmesse mit Erzbischof Haas Konzelebration
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Montag, 16. Januar 2012
RegensburgNiedermünsterkirche, 9.30 Uhr: Pontifikalamt mit Verabschiedung von
Diözesan-Caritasdirektor Msgr. Bernhard Piendl und Amtseinführung seines Nachfolgers
Msgr. Dr. Roland Batz mit anschl. Festakt
Bischof Dr. Gerhard L. Müller
Generalvikar Msgr. Michael Fuchs

 

Mittwoch, 18. Januar 2012
MÜNCHEN – Hochschule für Philosophie (Kaulbachstr.), 19.30 Uhr: Teilnahme am Dialogforum
„Glaube und Vernunft“ anläßlich 40 Jahre Hochschule für Philosophie in München
Bischof Dr. Gerhard L. Müller

 

Sonntag, 22. Januar 2012
ADLKOFEN, Pastoralbesuch in der Pfarrei Adlkofen
Pfarrkirche: 10 Uhr: Altarweihe
Pfarrkirche: 14 Uhr: Kindersegnung
Bischof Dr. Gerhard L. Müller
Dienstag, 24. Januar 2012
Fockenfeld, 10 Uhr: Pontifikalmesse zum Fest des hl. Franz von Sales
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Sonntag, 29. Januar 2012
Mallersdorf, 16 Uhr: Pontifikalamt anlässlich des 150. Todestages des sel. Paul Josef Nardini
Bischof Dr. Gerhard L. Müller
Regensburg–Don-Bosco-Zentrum, 10.30 Uhr: Pontifikalmesse
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Dienstag, 31. Januar 2012
Regensburg-Dom, 7 Uhr: Pontifikalmesse zum 20. Todestag von Bischof  Dr. Rudolf Graber
Weihbischof Reinhard Pappenberger
 

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Zur Situation arabischer Christen in Jerusalem, Bethlehem, Nazareth und Gaza

Aus einem aktuellen Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Die sich verschlechternde Situation der arabischen Christen im Heiligen Land ist der Weltöffentlichkeit an Weihnachten nicht verborgen geblieben.

Aus Bethlehem, Jerusalem, Nazareth und Gaza-City berichteten Kirchenmitglieder von ihrem Gefühl, eingesperrt und ohnmächtig zu sein.

So teilte der griechisch-orthodoxe Priester Vater Ibrahim Shomali der US-amerikanischen Zeitung „Christian Post“ mit, dass die Geburtsstadt Jesu von den Israelis zunehmend abgeriegelt werde: „Selbst wenn Jesus dieses Jahr wiederkommen sollte, bliebe ihm Bethlehem verschlossen.“ (…)

Viele Christen hätten Bethlehem bereits verlassen: „Wenn ich das Melderegister meiner Gemeinde ansehe, fällt auf, dass viele historische Familiennamen schon von hier fort sind.“

Früher war Bethlehem überwiegend christlich. Heute leben noch etwa 25.000 Christen in der Stadt, das sind etwa 40 Prozent der Einwohner. Shomali: „In 20 Jahren werden gar keine Christen mehr in Bethlehem sein.“

Ähnlich wie Shomali denkt auch der evangelische Pfarrer Mitri Raheb, der in Bethlehem die Weihnachtskirche betreut.   Gegenüber der Badischen Zeitung (Freiburg) sagte er, dass die Mauern um die Stadt für jeden Einwohner eine ungeheure Belastung seien. Gerade erst habe Israel 700 Hektar im Norden Bethlehems konfisziert. Das meiste Land habe Christen gehört. Laut Raheb fühlen sich Christen „wie in einer Sackgasse“. Dies würde sich auch nicht ändern, wenn Deutschland weitere fünf Millionen Euro gäbe, um den christlichen Charakter der Stadt zu erhalten. (…)

Im Gaza-Streifen leben nur rund 1.500 Christen. Der ehemalige Vorsitzende des Rats der Kirchen in Nahost, Konstantin Dabbagh, berichtete gegenüber der Badischen Zeitung, dass es auf offizieller Ebene keine Probleme mit der Hamas gebe: „Wir hätten auch emigrieren können. Aber in unserem Alter denkt man nicht mehr an Wegziehen. Das ist unser Platz, hier haben wir unsere Freunde.“

Selbst an Weihnachten bildeten Muslime die Mehrheit unter denen, die ihm ein frohes Fest wünschten. Doch das Verhältnis zwischen Christen und Islamisten sei nicht frei von Misstrauen.

Vor vier Jahren wurde ein junger Christ voll missionarischen Eifers, der Buchhändler Rami Ajad, vermutlich von Salafisten ermordet. Daraufhin flohen der Baptistenpastor in Gaza, Hanna Massad, und andere Mitglieder der Palästinensischen Bibelgesellschaft mit israelischer Hilfe nach Bethlehem. (…)

Auch auf israelischem Boden können arabische Christen nicht in Ruhe leben. Selbst in Jerusalem befänden sie sich in einer Identitätskrise, „eingequetscht von beiden Seiten, Moslems und Juden“, teilte der katholische Pater Abu Schanab ebenfalls der Badischen Zeitung mit: „Wir Jerusalemer Christen fühlen uns als Palästinenser. Aber nicht wenige versuchen, an einen israelischen Pass zu kommen, weil sie die Hoffnung aufgegeben haben, dass sich der Nahostkonflikt noch lösen lässt.“ (…)

Besonders viel Angst mache arabischen Chrisen das offensive Vorgehen der radikal islamistischen Salafisten. In Nazareth – der Stadt, wo Jesus aufwuchs – seien kürzlich auf dem Platz vor der katholischen Basilika Plakate mit der Aufschrift „Islam ist der einzige Weg in den Himmel“ aufgetaucht.

„Eine klare Provokation, bestimmt für die arabischen Christen“, erklärt der katholische Politikwissenschaftler Wadie Abunassar.

Unter den 70 000 Einwohnern des alten Nazareth gebe es fast noch genauso viele Christen wie Moslems. Doch wie lange noch?  –  Abunassa: „Wer wagt schon, Anzeige gegen die Salafisten zu erstatten? Die könnten einem am Ende gefährlich werden, weil die Polizei sie doch nie verhaftet“.


Vorab-Veröffentlichung: Silvester-Predigt von Bischof Gerhard L. Müller

Bischof Gerhard Ludwig Müller hält morgen (31.12.2011) folgende Predigt beim Silvester-Gottesdienst (17 Uhr) im Hohen Dom zu Regensburg:

Am Ende des Jahres kommen wir ins Sinnieren über das Phänomen der Zeit: Was ist das eigentlich die Zeit, die ständig hinter uns in der Vergangenheit versinkt, indem wir auf sie zugehen?

Heidnisch betrachtet gleicht die Zeit einem vollen Fass, das nach und nach ausläuft, bis es im Tod des Menschen leer ist und wir im Nichts versinken.

Christlich gesehen verhält es sich genau umgekehrt: Die Zeit ist mit einem leeren Fass zu vergleichen, das Gott mit seiner Gnade und wir mit unseren guten Werken der Nächstenliebe bis zum Rand füllen, sodass es überströmt und zum Wasser wird, das hinübersprudelt ins ewige Leben (vgl. Joh 6,38).

Nicht die Zeit vertun, sondern nutzen!  –  Das ist unser Leitwort für die Jahre, die uns von Gott geschenkt werden.

Unsere Lebenszeit  –  ob nach menschlichem Ermessen kurz oder lang  –  ist uns geschenkt, damit wir uns bewähren, wachsen und reifen hin zum Vollalter Christi, „bis wir mit der Erlösung unseres Leibes“ von Leid, Sünde und Tod „als Söhne“ Gottes „offenbar werden“ (Röm 8,23).

Das Leben ist Gabe und Aufgabe zugleich.

Alle Talente und Charismen sollen wir nutzen, um den Leib Christi aufzubauen, damit Gottes Reich komme. Dies tun wir in der Verantwortung, die uns in der Öffentlichkeit und zu Hause übertragen wurde.

Wir danken Gott für seinen Sohn, den er uns in der Fülle der Zeit gesandt hat  –  als Mensch geboren von einer Frau (vgl. Gal 4,4).  Wir danken Gott für die Gabe des Heiligen Geistes, der seine Liebe in unser Herz ausgegossen hat.

Und wir danken dem dreifaltigen Gott für die Stiftung seiner Kirche. In Gottes Volk sind wir hineinberufen. Durch die Taufe sind wir eingegliedert in den Leib Christi. In der Firmung werden wir zu lebendigen Steinen am Tempel des Heiligen Geistes. Im eucharistischen Opfer geben wir uns mit Christus Gott, dem Vater, hin in Liebe und empfangen im heiligen Mahl Speise und Trank für das ewige Leben.

Wer im Herzen dankbar ist, der ist auch wohlwollend dem Mitmenschen gegenüber, sieht zuerst das Gute im Anderen und tritt für ihn ein.

Einen besonderen Dank dürfen wir sagen für das Geschenk des Pastoralbesuches des Heiligen Vaters in Deutschland – der Höhepunkt des kirchlichen Lebens in diesem Jahr.

Der Papst ist der Nachfolger Petri, des Felsens, auf den der Herr seine Kirche gebaut hat (vgl. Mt 16,18).

Wer geschichtlich und theologisch die ganze Dramatik der Glaubens- und Kirchenspaltung in unserer deutschen Heimat kennt, dem leuchtet unmittelbar ein, dass die Botschaft des Heiligen Vaters im Erfurter Augustinerkoster eine historische Weichenstellung für die Ökumene war.

Die Hoffnung auf die Wiederherstellung der vollen Einheit der Kirche Christi in Verkündigung und Seelsorge, im liturgischen und sakramentalen Leben der Kirche hat einen mächtigen Impuls erhalten  –  voll des Geistes und der Wahrheit.

Der Heilige Vater setzte an bei der tiefsten menschlichen Frage, die auch die Frage des damals noch katholischen Luther war: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“

Katholiken und Protestanten sind also vom Ursprung her eins in der menschlichen Grundfrage nach der Erkenntnis Gottes und in der Hoffnung auf die Versöhnung durch Christus.

Aber sie sind auch eins in der Antwort auf diese Frage, die das Wesen des Menschen ausmacht. Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist schenkt sich uns als Wahrheit und Leben. Denn alle Menschen  –  ohne Ausnahme  –  sind nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen und zum ewigen Leben berufen.

Geeint in menschlicher Frage und göttlicher Antwort sind die Mühen und Anstrengungen der theologischen und pastoralen Ökumene niemals vergeblich.

Mein persönlicher Dank gilt am Ende dieses Jahres auch all den Priestern, Diakonen und Ordensleuten im Bistum Regensburg, die sich tagtäglich bewundernswert nach dem Vorbild des Guten Hirten Jesus Christus einsetzen.

Ebenso gilt mein Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pastoral, den Schulen und Bildungseinrichtungen und der Caritas.

Das Bistum Regensburg ist gesegnet mit einem 100.000-fachen ehrenamtlichen Engagement der Laien in den Pfarreien, Vereinen und Verbänden. Gott allein hat den Überblick über all das Gute, das hier getan wird im Dienst am Gemeinwohl der Kirche und der ganzen Gesellschaft.

Mein Dank gilt insgesamt allen über 1,2 Millionen Katholiken der Diözese Regensburg, die durch ihr Zeugnis und ihr christliches Leben die Sendung der Kirche mittragen.

Sowohl durch Spenden als auch durch den Kirchensteuerbeitrag wird das reichhaltige personelle und materielle Angebot der kirchlichen Dienste ermöglicht.

Denken wir beispielsweise an die Mitarbeiterinnen in den elf Schwangerschaftsberatungsstellen unseres Bistums. Aus Kirchensteuermitteln werden jährlich 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, so dass Beratung und Hilfe für das Kind, seine Mutter und seinen Vater geleistet werden können.

Die bischöfliche Finanzkammer und der gewählte Diözesansteuerausschuss konnten durch eine verantwortungsvolle und fachlich kenntnisreiche Arbeit schon seit Jahrzehnten einen ausgeglichenen Diözesanhaushalt vorgelegen.

Weil unser Bistum personell und finanziell so gut aufgestellt ist, konnte ich mit der begeisterten Zustimmung der gewählten Gremien des Priesterrats, des Diözesanpapstoralrats und vor allem des Diözesankomitees der Katholiken  –  hier werden die Aktivitäten des Laienapostolates koordiniert – den Katholikentag 2014 in die Bischofsstadt Regensburg eingeladen.

Unsere Markenzeichen sind Eintracht und die stetige Glaubenserneuerung in Jesus Christus. Darum nehmen wir als Katholiken unsere Weltverantwortung wahr. Statt die geistig-moralische Krise in Deutschland und Europa in die Kirche zu importieren, wollen wir zu Heilung und Versöhnung beitragen.

Mit den Worten des II. Vatikanischen Konzils kann das Programm des Katholikentages 2014 in Regensburg so formuliert werden:

„Die Menschheit wird in unseren Tagen oft ängstlich bedrückt durch die Fragen nach der heutigen Entwicklung der Welt, nach Stellung und Aufgabe des Menschen im Universum, nach dem Sinn seines individuellen und kollektiven Schaffens, schließlich nach dem letzten Ziel der Dinge und Menschen.

Als Zeuge und Künder des Glaubens des gesamten in Christus geeinten Volkes Gotte bekundet daher das Konzil seine Verbundenheit, Achtung und Liebe gegenüber der ganzen Menschheitsfamilie, der die Kirche ja selbst eingefügt ist, indem sie mit den Menschen von heute in einen Dialog eintritt über all diese verschiedenen Probleme.

Dabei bringt die Kirche das Licht des Evangeliums und bietet dem Menschengeschlecht jene Heilskräfte an, die die Kirche selbst, vom Heiligen Geist geleitet, von ihrem Gründer Jesus Christus empfängt. Es geht um die Rettung der menschlichen Person, es geht um den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft.“ (Gaudium et spes 3).

Im Blick auf das vergangene Jahr 2011 lade ich Sie alle ein zur Eucharistie: „Lasset uns danken dem HERRN, unserem Gott“!

An der Schwelle zum Neuen Jahr des Herrn 2012 rufe ich Ihnen zu: „Erhebet die Herzen!“

Und zu aller Zeit bekennen wir freudig: „Wir haben sie beim Herrn“.  – Amen.

Quelle und Kontakt-Daten:

Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2  –  93047 Regensburg
Tel.: 0941/597-1061         Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Wirtschaftsexperte Sinn über den Euro-Unsinn

Nach Auffassung  von Prof. Hans Werner Sinn,  dem Chef des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo),  ist das €uro-Experiment“ gescheitert. 

In Interviews mit deutschen Medien rechnet Sinn zwar mit einem technischen Überleben des Euro als wahrscheinlichstem Zukunftsszenario, gleichzeitig ist für ihn das Ausscheiden einzelner Euroländer wie Griechenland oder Portugal durchaus realistisch. In  Reuters-TV erklärte er: „Wir sind in einer wirklich existenziellen Krise des Euro. Solch eine Krise haben wir in der Nachkriegszeit noch nicht gesehen.“

Insgesamt ist die 10-jährige Euro-Bilanz aus Sicht des Ökonomen sehr bescheiden. Sinn hält die Befürchtungen der ursprünglichen Euro-Gegner für durchaus eingetreten. Deren Vorbehalte hätten sich  „in Schärfe und Intensität“ bewahrheitet. „Vorläufig“ hält Sinn den Euro als Gemeinschaftswährung noch für sicher. Aber ein Zerbrechen der Währungsunion sei durchaus möglich.

Quelle und weitere Infos hier:

http://www.unzensuriert.at/content/006513-Wirtschaftsforscher-Sinn-Deutschland-waere-ohne-Euro-besser-dran


Israel: Nationalpark zeigt Landwirtschaft wie zu biblischen Zeiten

 
Heute findet im Nationalpark Neot Kedumim eine Tour statt, bei der gezeigt wird, wie die Menschen in biblischen Zeiten landwirtschaftlich arbeiteten.

Die Besucher können dort zB. miterleben, wie vor 3000 Jahren Oliven geerntet wurden und wie man damals Essen zubereitete. Auch das Dezember-Lichterfest Chanukka spielt eine Rolle, denn Neot Kedumim liegt in jener Gegend, in der die jüdischen Makkabäer ansässig waren, die gegenüber heidnischen Unterdrückern für Gott und seine Gebote eintraten.


Ölpressen wie vor 3000 Jahren

Der Nationalpark Neot Kedumim liegt auf halber Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem und ist auch außerhalb der Touren eine Reise wert.

Nicht nur die besondere Vegetation zeigt, wie in Zeiten der Bibel gelebt und gewirtschaftet wurde, sondern die gesamte Landschaft soll zum Verständnis dieser Zeit beitragen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin