Medien-Info des Bistums Regensburg: TERMINE im JANUAR 2012

Sonntag, 1. Januar 2012 – NE’UJAHR
Regensburg–Dom, 10  Uhr: Pontifikalmesse zum Hochfest der Gottesmutter Maria
mit anschl. Eröffnung der Ewigen Anbetung
Weihbischof Reinhard Pappenberger
Regensburg–Dom, 17 Uhr: Eucharistische Andacht, Prozession und Segen
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Freitag, 6. Januar 2012
Regensburg–Dom, 10 Uhr: Pontifikalmesse zum Hochfest Erscheinung des Herrn
Weihbischof Reinhard Pappenberger
Regensburg-Dom, 15 Uhr: Zweite Vesper zum Hochfest Erscheinung des Herrn
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Sonntag, 8. Januar 2012
Regensburg–Niedermünster, 17.30 Uhr: Pontifikalmesse mit Erzbischof Haas Konzelebration
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Montag, 16. Januar 2012
RegensburgNiedermünsterkirche, 9.30 Uhr: Pontifikalamt mit Verabschiedung von
Diözesan-Caritasdirektor Msgr. Bernhard Piendl und Amtseinführung seines Nachfolgers
Msgr. Dr. Roland Batz mit anschl. Festakt
Bischof Dr. Gerhard L. Müller
Generalvikar Msgr. Michael Fuchs

 

Mittwoch, 18. Januar 2012
MÜNCHEN – Hochschule für Philosophie (Kaulbachstr.), 19.30 Uhr: Teilnahme am Dialogforum
„Glaube und Vernunft“ anläßlich 40 Jahre Hochschule für Philosophie in München
Bischof Dr. Gerhard L. Müller

 

Sonntag, 22. Januar 2012
ADLKOFEN, Pastoralbesuch in der Pfarrei Adlkofen
Pfarrkirche: 10 Uhr: Altarweihe
Pfarrkirche: 14 Uhr: Kindersegnung
Bischof Dr. Gerhard L. Müller
Dienstag, 24. Januar 2012
Fockenfeld, 10 Uhr: Pontifikalmesse zum Fest des hl. Franz von Sales
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Sonntag, 29. Januar 2012
Mallersdorf, 16 Uhr: Pontifikalamt anlässlich des 150. Todestages des sel. Paul Josef Nardini
Bischof Dr. Gerhard L. Müller
Regensburg–Don-Bosco-Zentrum, 10.30 Uhr: Pontifikalmesse
Weihbischof Reinhard Pappenberger

 

Dienstag, 31. Januar 2012
Regensburg-Dom, 7 Uhr: Pontifikalmesse zum 20. Todestag von Bischof  Dr. Rudolf Graber
Weihbischof Reinhard Pappenberger
 

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Zur Situation arabischer Christen in Jerusalem, Bethlehem, Nazareth und Gaza

Aus einem aktuellen Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Die sich verschlechternde Situation der arabischen Christen im Heiligen Land ist der Weltöffentlichkeit an Weihnachten nicht verborgen geblieben.

Aus Bethlehem, Jerusalem, Nazareth und Gaza-City berichteten Kirchenmitglieder von ihrem Gefühl, eingesperrt und ohnmächtig zu sein.

So teilte der griechisch-orthodoxe Priester Vater Ibrahim Shomali der US-amerikanischen Zeitung „Christian Post“ mit, dass die Geburtsstadt Jesu von den Israelis zunehmend abgeriegelt werde: „Selbst wenn Jesus dieses Jahr wiederkommen sollte, bliebe ihm Bethlehem verschlossen.“ (…)

Viele Christen hätten Bethlehem bereits verlassen: „Wenn ich das Melderegister meiner Gemeinde ansehe, fällt auf, dass viele historische Familiennamen schon von hier fort sind.“

Früher war Bethlehem überwiegend christlich. Heute leben noch etwa 25.000 Christen in der Stadt, das sind etwa 40 Prozent der Einwohner. Shomali: „In 20 Jahren werden gar keine Christen mehr in Bethlehem sein.“

Ähnlich wie Shomali denkt auch der evangelische Pfarrer Mitri Raheb, der in Bethlehem die Weihnachtskirche betreut.   Gegenüber der Badischen Zeitung (Freiburg) sagte er, dass die Mauern um die Stadt für jeden Einwohner eine ungeheure Belastung seien. Gerade erst habe Israel 700 Hektar im Norden Bethlehems konfisziert. Das meiste Land habe Christen gehört. Laut Raheb fühlen sich Christen „wie in einer Sackgasse“. Dies würde sich auch nicht ändern, wenn Deutschland weitere fünf Millionen Euro gäbe, um den christlichen Charakter der Stadt zu erhalten. (…)

Im Gaza-Streifen leben nur rund 1.500 Christen. Der ehemalige Vorsitzende des Rats der Kirchen in Nahost, Konstantin Dabbagh, berichtete gegenüber der Badischen Zeitung, dass es auf offizieller Ebene keine Probleme mit der Hamas gebe: „Wir hätten auch emigrieren können. Aber in unserem Alter denkt man nicht mehr an Wegziehen. Das ist unser Platz, hier haben wir unsere Freunde.“

Selbst an Weihnachten bildeten Muslime die Mehrheit unter denen, die ihm ein frohes Fest wünschten. Doch das Verhältnis zwischen Christen und Islamisten sei nicht frei von Misstrauen.

Vor vier Jahren wurde ein junger Christ voll missionarischen Eifers, der Buchhändler Rami Ajad, vermutlich von Salafisten ermordet. Daraufhin flohen der Baptistenpastor in Gaza, Hanna Massad, und andere Mitglieder der Palästinensischen Bibelgesellschaft mit israelischer Hilfe nach Bethlehem. (…)

Auch auf israelischem Boden können arabische Christen nicht in Ruhe leben. Selbst in Jerusalem befänden sie sich in einer Identitätskrise, „eingequetscht von beiden Seiten, Moslems und Juden“, teilte der katholische Pater Abu Schanab ebenfalls der Badischen Zeitung mit: „Wir Jerusalemer Christen fühlen uns als Palästinenser. Aber nicht wenige versuchen, an einen israelischen Pass zu kommen, weil sie die Hoffnung aufgegeben haben, dass sich der Nahostkonflikt noch lösen lässt.“ (…)

Besonders viel Angst mache arabischen Chrisen das offensive Vorgehen der radikal islamistischen Salafisten. In Nazareth – der Stadt, wo Jesus aufwuchs – seien kürzlich auf dem Platz vor der katholischen Basilika Plakate mit der Aufschrift „Islam ist der einzige Weg in den Himmel“ aufgetaucht.

„Eine klare Provokation, bestimmt für die arabischen Christen“, erklärt der katholische Politikwissenschaftler Wadie Abunassar.

Unter den 70 000 Einwohnern des alten Nazareth gebe es fast noch genauso viele Christen wie Moslems. Doch wie lange noch?  –  Abunassa: „Wer wagt schon, Anzeige gegen die Salafisten zu erstatten? Die könnten einem am Ende gefährlich werden, weil die Polizei sie doch nie verhaftet“.


Vorab-Veröffentlichung: Silvester-Predigt von Bischof Gerhard L. Müller

Bischof Gerhard Ludwig Müller hält morgen (31.12.2011) folgende Predigt beim Silvester-Gottesdienst (17 Uhr) im Hohen Dom zu Regensburg:

Am Ende des Jahres kommen wir ins Sinnieren über das Phänomen der Zeit: Was ist das eigentlich die Zeit, die ständig hinter uns in der Vergangenheit versinkt, indem wir auf sie zugehen?

Heidnisch betrachtet gleicht die Zeit einem vollen Fass, das nach und nach ausläuft, bis es im Tod des Menschen leer ist und wir im Nichts versinken.

Christlich gesehen verhält es sich genau umgekehrt: Die Zeit ist mit einem leeren Fass zu vergleichen, das Gott mit seiner Gnade und wir mit unseren guten Werken der Nächstenliebe bis zum Rand füllen, sodass es überströmt und zum Wasser wird, das hinübersprudelt ins ewige Leben (vgl. Joh 6,38).

Nicht die Zeit vertun, sondern nutzen!  –  Das ist unser Leitwort für die Jahre, die uns von Gott geschenkt werden.

Unsere Lebenszeit  –  ob nach menschlichem Ermessen kurz oder lang  –  ist uns geschenkt, damit wir uns bewähren, wachsen und reifen hin zum Vollalter Christi, „bis wir mit der Erlösung unseres Leibes“ von Leid, Sünde und Tod „als Söhne“ Gottes „offenbar werden“ (Röm 8,23).

Das Leben ist Gabe und Aufgabe zugleich.

Alle Talente und Charismen sollen wir nutzen, um den Leib Christi aufzubauen, damit Gottes Reich komme. Dies tun wir in der Verantwortung, die uns in der Öffentlichkeit und zu Hause übertragen wurde.

Wir danken Gott für seinen Sohn, den er uns in der Fülle der Zeit gesandt hat  –  als Mensch geboren von einer Frau (vgl. Gal 4,4).  Wir danken Gott für die Gabe des Heiligen Geistes, der seine Liebe in unser Herz ausgegossen hat.

Und wir danken dem dreifaltigen Gott für die Stiftung seiner Kirche. In Gottes Volk sind wir hineinberufen. Durch die Taufe sind wir eingegliedert in den Leib Christi. In der Firmung werden wir zu lebendigen Steinen am Tempel des Heiligen Geistes. Im eucharistischen Opfer geben wir uns mit Christus Gott, dem Vater, hin in Liebe und empfangen im heiligen Mahl Speise und Trank für das ewige Leben.

Wer im Herzen dankbar ist, der ist auch wohlwollend dem Mitmenschen gegenüber, sieht zuerst das Gute im Anderen und tritt für ihn ein.

Einen besonderen Dank dürfen wir sagen für das Geschenk des Pastoralbesuches des Heiligen Vaters in Deutschland – der Höhepunkt des kirchlichen Lebens in diesem Jahr.

Der Papst ist der Nachfolger Petri, des Felsens, auf den der Herr seine Kirche gebaut hat (vgl. Mt 16,18).

Wer geschichtlich und theologisch die ganze Dramatik der Glaubens- und Kirchenspaltung in unserer deutschen Heimat kennt, dem leuchtet unmittelbar ein, dass die Botschaft des Heiligen Vaters im Erfurter Augustinerkoster eine historische Weichenstellung für die Ökumene war.

Die Hoffnung auf die Wiederherstellung der vollen Einheit der Kirche Christi in Verkündigung und Seelsorge, im liturgischen und sakramentalen Leben der Kirche hat einen mächtigen Impuls erhalten  –  voll des Geistes und der Wahrheit.

Der Heilige Vater setzte an bei der tiefsten menschlichen Frage, die auch die Frage des damals noch katholischen Luther war: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“

Katholiken und Protestanten sind also vom Ursprung her eins in der menschlichen Grundfrage nach der Erkenntnis Gottes und in der Hoffnung auf die Versöhnung durch Christus.

Aber sie sind auch eins in der Antwort auf diese Frage, die das Wesen des Menschen ausmacht. Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist schenkt sich uns als Wahrheit und Leben. Denn alle Menschen  –  ohne Ausnahme  –  sind nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen und zum ewigen Leben berufen.

Geeint in menschlicher Frage und göttlicher Antwort sind die Mühen und Anstrengungen der theologischen und pastoralen Ökumene niemals vergeblich.

Mein persönlicher Dank gilt am Ende dieses Jahres auch all den Priestern, Diakonen und Ordensleuten im Bistum Regensburg, die sich tagtäglich bewundernswert nach dem Vorbild des Guten Hirten Jesus Christus einsetzen.

Ebenso gilt mein Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pastoral, den Schulen und Bildungseinrichtungen und der Caritas.

Das Bistum Regensburg ist gesegnet mit einem 100.000-fachen ehrenamtlichen Engagement der Laien in den Pfarreien, Vereinen und Verbänden. Gott allein hat den Überblick über all das Gute, das hier getan wird im Dienst am Gemeinwohl der Kirche und der ganzen Gesellschaft.

Mein Dank gilt insgesamt allen über 1,2 Millionen Katholiken der Diözese Regensburg, die durch ihr Zeugnis und ihr christliches Leben die Sendung der Kirche mittragen.

Sowohl durch Spenden als auch durch den Kirchensteuerbeitrag wird das reichhaltige personelle und materielle Angebot der kirchlichen Dienste ermöglicht.

Denken wir beispielsweise an die Mitarbeiterinnen in den elf Schwangerschaftsberatungsstellen unseres Bistums. Aus Kirchensteuermitteln werden jährlich 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, so dass Beratung und Hilfe für das Kind, seine Mutter und seinen Vater geleistet werden können.

Die bischöfliche Finanzkammer und der gewählte Diözesansteuerausschuss konnten durch eine verantwortungsvolle und fachlich kenntnisreiche Arbeit schon seit Jahrzehnten einen ausgeglichenen Diözesanhaushalt vorgelegen.

Weil unser Bistum personell und finanziell so gut aufgestellt ist, konnte ich mit der begeisterten Zustimmung der gewählten Gremien des Priesterrats, des Diözesanpapstoralrats und vor allem des Diözesankomitees der Katholiken  –  hier werden die Aktivitäten des Laienapostolates koordiniert – den Katholikentag 2014 in die Bischofsstadt Regensburg eingeladen.

Unsere Markenzeichen sind Eintracht und die stetige Glaubenserneuerung in Jesus Christus. Darum nehmen wir als Katholiken unsere Weltverantwortung wahr. Statt die geistig-moralische Krise in Deutschland und Europa in die Kirche zu importieren, wollen wir zu Heilung und Versöhnung beitragen.

Mit den Worten des II. Vatikanischen Konzils kann das Programm des Katholikentages 2014 in Regensburg so formuliert werden:

„Die Menschheit wird in unseren Tagen oft ängstlich bedrückt durch die Fragen nach der heutigen Entwicklung der Welt, nach Stellung und Aufgabe des Menschen im Universum, nach dem Sinn seines individuellen und kollektiven Schaffens, schließlich nach dem letzten Ziel der Dinge und Menschen.

Als Zeuge und Künder des Glaubens des gesamten in Christus geeinten Volkes Gotte bekundet daher das Konzil seine Verbundenheit, Achtung und Liebe gegenüber der ganzen Menschheitsfamilie, der die Kirche ja selbst eingefügt ist, indem sie mit den Menschen von heute in einen Dialog eintritt über all diese verschiedenen Probleme.

Dabei bringt die Kirche das Licht des Evangeliums und bietet dem Menschengeschlecht jene Heilskräfte an, die die Kirche selbst, vom Heiligen Geist geleitet, von ihrem Gründer Jesus Christus empfängt. Es geht um die Rettung der menschlichen Person, es geht um den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft.“ (Gaudium et spes 3).

Im Blick auf das vergangene Jahr 2011 lade ich Sie alle ein zur Eucharistie: „Lasset uns danken dem HERRN, unserem Gott“!

An der Schwelle zum Neuen Jahr des Herrn 2012 rufe ich Ihnen zu: „Erhebet die Herzen!“

Und zu aller Zeit bekennen wir freudig: „Wir haben sie beim Herrn“.  – Amen.

Quelle und Kontakt-Daten:

Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2  –  93047 Regensburg
Tel.: 0941/597-1061         Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Wirtschaftsexperte Sinn über den Euro-Unsinn

Nach Auffassung  von Prof. Hans Werner Sinn,  dem Chef des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo),  ist das €uro-Experiment“ gescheitert. 

In Interviews mit deutschen Medien rechnet Sinn zwar mit einem technischen Überleben des Euro als wahrscheinlichstem Zukunftsszenario, gleichzeitig ist für ihn das Ausscheiden einzelner Euroländer wie Griechenland oder Portugal durchaus realistisch. In  Reuters-TV erklärte er: „Wir sind in einer wirklich existenziellen Krise des Euro. Solch eine Krise haben wir in der Nachkriegszeit noch nicht gesehen.“

Insgesamt ist die 10-jährige Euro-Bilanz aus Sicht des Ökonomen sehr bescheiden. Sinn hält die Befürchtungen der ursprünglichen Euro-Gegner für durchaus eingetreten. Deren Vorbehalte hätten sich  „in Schärfe und Intensität“ bewahrheitet. „Vorläufig“ hält Sinn den Euro als Gemeinschaftswährung noch für sicher. Aber ein Zerbrechen der Währungsunion sei durchaus möglich.

Quelle und weitere Infos hier:

http://www.unzensuriert.at/content/006513-Wirtschaftsforscher-Sinn-Deutschland-waere-ohne-Euro-besser-dran


Israel: Nationalpark zeigt Landwirtschaft wie zu biblischen Zeiten

 
Heute findet im Nationalpark Neot Kedumim eine Tour statt, bei der gezeigt wird, wie die Menschen in biblischen Zeiten landwirtschaftlich arbeiteten.

Die Besucher können dort zB. miterleben, wie vor 3000 Jahren Oliven geerntet wurden und wie man damals Essen zubereitete. Auch das Dezember-Lichterfest Chanukka spielt eine Rolle, denn Neot Kedumim liegt in jener Gegend, in der die jüdischen Makkabäer ansässig waren, die gegenüber heidnischen Unterdrückern für Gott und seine Gebote eintraten.


Ölpressen wie vor 3000 Jahren

Der Nationalpark Neot Kedumim liegt auf halber Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem und ist auch außerhalb der Touren eine Reise wert.

Nicht nur die besondere Vegetation zeigt, wie in Zeiten der Bibel gelebt und gewirtschaftet wurde, sondern die gesamte Landschaft soll zum Verständnis dieser Zeit beitragen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Kommunistisches Vietnam: hohe Haftstrafen für Pastor und Christin

Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurden Pastor Nguyen Trung Ton und die evangelische Christin Ho Thi Bich Khuong wegen angeblicher „Propaganda gegen die Sozialistische Republik Vietnam“ von einem „Volksgericht“ der nordvietnamesischen Provinz Nghe An zu hohen Haftstrafen verurteilt.

Die engagierten Christen haben sich für  Menschenrechte in Vietnam eingesetzt und wurden dafür bestraft, kommentierte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)  in Frankfurt das Urteil.

Pastor Ton war von der evang. Nachrichtenagentur IDEA und der IGFM zum „Gefangenen des Monats März 2011“ benannt worden. Der Menschenrechtsrechtsverband fordert Vietnam auf, das Recht auf Meinungsfreiheit zu respektieren und die beiden Christen sofort freizulassen.

Der 40-jährige Pastor Nguyen Trung Ton und die 44-jährige Ho Thi Bich Khuong wurden am 15.1.2011 in der Provinz Nghe An verhaftet. Beide gehören der evangelischen Hauskirche „Full Gospel Church“ an, der trotz mehrerer Anträge die Zulassung verweigert wird. Da diese Hauskirche daher als „illegal“ gilt, werden ihre Gottesdienste von der Polizei und Miliz gewaltsam aufgelöst oder massiv gestört, wie zuletzt bei der diesjährigen Weihnachtsfeier am 24.12.2011.

Pastor Ton setzte sich nicht nur für seine Kirche und die Rechte der Christen ein, sondern auch für andere Randgruppen und Opfer des Unrechtssystems.

Als Mitglieder der Bewegung „Block 8406“ des katholischen Pfarrers Nguyen Van Ly berichteten er und seine Glaubensschwester Ho Thi Bich Khuong über die Lage der Menschenrechte, der Freiheiten und Demokratie in ihrem Land.

Am 29. Dezember 2011 wurden Pastor Tom zu 2 Jahren Haft und anschließenden 2 Jahren Hausarrest, Frau Khuong zu 5 Jahren Haft und 5 Jahren Hausarrest verurteilt.

Während des Schnellprozesses durfte Pastor Toms Rechtanwalt Ha Huy Son nur beschränkt sein Mandat wahrnehmen. In der Klageschrift, die der IGFM in Kopie vorliegt, wurde beiden Angeklagten vorgeworfen, die regierende Kommunistische Partei Vietnams (KPV), die Volksregierung und deren Politik kritisiert und verleumdet zu haben.

Beide hätten das Ziel verfolgt, Gleichgesinnte zu finden, um einen „Regierungssturz“ herbeizuführen, die KPV zu entmachten und den sozialistischen Staat durch ein pluralistisches Mehrparteiensystem zu ersetzen“, so die Anklage.

Die IGFM stellt eine wachsende Intoleranz gegenüber Andersdenkenden in Vietnam fest. Die Verurteilung der beiden Menschenrechtsverteidiger sieht die IGFM als eklatanten Verstoß gegen Artikel 19 (Recht auf Meinungsäußerung) des „Internationalen Pakts über Politische und Bürgerliche Rechte“, dessen Mitgliedsstaat Vietnam seit 1982 ist.

Quelle: IGFM


Die Kirche und das Lebensrecht des ungeborenen Kindes

Dr. Gero Weishaupt,  kath. Kirchenrechtler und Radio-Vatikan-Mitarbeiter, über die moraltheologische Beurteilung der Abtreibung:

Die Katholische Kirche geht, gestützt von den Wissenschaften der Humanembryologie und Humanbiologie, davon aus, daß vom Augenblick der Empfängnis an, also bei der Vereinigung der mütterlichen Chromosomen der Eizelle und der väterlichen Chromosomen der Samenzelle, ein Mensch, eine menschliche Person existiert.

Dabei ist es nicht so, daß sich im Mutterleib während der neunmonatigen Schwangerschaft der Mensch erst zum Menschen entwickelt, sondern er ist es schon vom Moment der Zeugung an, wenn er auch noch nicht ganz funktionsfähig ist. Im ersten Augenblick seiner Existenz verfügt er über die Anlagen, durch die er sich kontinuierlich entwickelt und lebens- und funktionsfähig wird.

So stellen etwa die Entwicklung des Gehirns, des Zentralnervensystems, das Ichbewußtsein oder die Fähigkeit zur Kommunikation spätere Abschnitte der Entwicklung der menschlichen Person dar.

Das Personsein, d.h. der Mensch als Einheit von Leib und Seele, ist dagegen bereits im Augenblick der Zeugung gegeben. Als Person ist der Mensch darum auch von Anfang an zugleich Rechtsperson, d.h. Träger der wesentlichen Menschenrechte, wozu auch das Recht auf Leben und der leiblichen Integrität gehört. (…)

Entsprechend sagt der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) in Nr. 2270, daß, ausgehend von der Tatsache, daß im Augenblick der Empfängnis der Mensch als Person existiert, dem menschlichen Wesen „im ersten Augenblick seines Daseins“ „die Rechte der Person zuzuerkennen“ sind, „darunter das unveränderliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben“.

Daraus erklärt sich die moralische Verwerflichkeit der Abtreibung (KKK, Nr. 2271): „Eine direkte, das heißt als Ziel oder Mittel gewollte Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar.“

Das Zweite Vatikanische Konzil (GS 51, 3) bezeichnet darum Abtreibung und Tötung des Kindes als “verabscheuenswürdige Verbrechen” (nefanda crimina).

Die Katholische Kirche glaubt, daß jeder einzelne Mensch von Gott erschaffen ist. Jeder Mensch ist Bild und Gleichnis Gottes, insofern er, von Anfang an mit Verstand und Wille ausgestattet, ein freies Wesen ist, fähig zur Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen sowie zur Gotteskindschaft berufen. Jeder Mensch nimmt darum in den Plänen Gottes einen besonderen Platz ein. Wer das Kind im Mutteschoß abtreibt, nimmt ihm die Möglichkeit zur Verwirklichung dieses Planes.

Die direkte Tötung eines Kindes ist immer unerlaubt. Die Handlung ist in sich selbst schlecht (intrinsice malum: vgl. die deontologische Begründung des Sittlichen durch das Lehramt der Kirche auf der Grundlage des Naturrechts), also unabhängig von der jeweiligen Situation (vgl. Situationsethik) oder den abzusehenden Folgen (vgl. teleologische Begründung des Sittlichen).

Eine Güterabwägung ist bei intrinsisch schlechten Handlungen darum immer ausgeschlossen.

Direkt ist die Tötung, wenn die Abtreibung als Mittel und Ziel angewandt wird. Hierzu können Situationen, Umstände, tragische Verwicklungen, in denen die Mutter oder auch das Kind sich befinden, Anlaß geben. Man spricht in diesem Zusammenhang von Indikationen. Es können sich medizinische, humanitäre, ethische oder kriminologische Indikationen ergeben.

So ist z.B. die Zeugung eines Kindes aufgrund einer Vergewaltigung eine Indikation, da sie für die Mutter schwere seelische Konflikte mit sich bringt. Dabei ist jedoch zu beachten, daß das Unrecht gegenüber der Mutter nicht durch ein weiteres Unrecht, nämlich die Tötung eines unschuldigen Menschen, beseitigt wird. Im Gegenteil, man fügt dem einen Unrecht ein anderes hinzu.

Darüber hinaus gibt es die eugenische, genetische und embryopathische Indikation. Sie bezeichenen den Fall, daß das Kind im Mutterleib unheilbar gesundheitlich geschädigt oder behindert ist. Wenngleich dies für die Mutter und die Angehörigen sehr belastend sein kann, rechtfertigt eine solche Indikation niemals eine Abtreibung.

Schon die Unterscheidung zwischen lebenswertem und lebenunwertem Menschen ist moralisch verwerflich, geschweige denn einem gesundheitlich geschädigtem und behindertem Kind das Lebensrecht zu verweigern.

Auch die häufig angeführte soziale Indikation, etwa die finazielle Notlage der Mutter, die Verhinderung der beruflichen Ausbildung und Karriere der Mutter, das durch die Schwangerschaft gespannte Verhältnis der Eltern untereinander oder zum sozialen Umfeld rechtfertigt keine Abteibung.

Die einzige Ausnahme ist die sogenannten indirekte Tötung des Kindes. Diese Situation kann vorkommen, wenn eine derartige ernsthafte Komplikation während der Schwangerschaft aufgetreten ist, daß das Leben der Mutter oder von Mutter und Kind bedroht ist.

Dabei ist es medizinisch nur möglich, daß das Leben des einen der beiden durch einen Eingriff gerettet wird, wobei dieser Eingriff für den anderen den Tod zur Folge hat. Dank der medizinischen Fortschritte ist dies jedoch ein selten vorkommendes Problem.

Für die moralisch-ethische Bewertung des Handlung ist nun folgendes zu beachten: Bei dem Eingriff darf das Tun des Arztes nicht unmittelbar auf das Töten des Kindes gerichtet sein, sondern auf die Rettung der Mutter. Die Operation bezweckt nicht die Tötung, sondern die Rettung der Mutter. Jedoch hat dieser lebensrettende Eingriff zur Folge, daß das Kind getötet wird. Der Tod des Kindes ist nicht Mittel zur Rettung der Mutter, sondern eine Nebenfolge.

Man spricht in diesem Zusammenhang in der Moraltheologie von einem actus cum duplici effectu (= Handlung mit zweifacher Wirkung): eine und dieselbe Handlung hat zwei Wirkungen: die eine wird angestrebt [hier die Rettung des Lebens der Mutter], die andere [Tötung des Kindes] wird nicht angestrebt, sondern ist eine ungewünschte, aber notwendig mit eintretende weitere Folge aus der Handlung [hier dem operativen Eingriff]).

Was die Beihilfe zur Abtreibung betrifft, also der Mitwirkung an der Sünde der Abtreibung (etwa durch den Arzt, den Vater des Kinders, die Eltern der Mutter etc.) muß man moralttheologisch unterschieden zwischen der formalen und der materialen Mittäterschaft. Bei der formalen oder formellen Mitwirkung (cooperatio formalis) wird die Abtreibung gebilligt. Derjenige, der Beihilfe leistet, stimmt der sündigen Handlung zu und will ihr zum Erfolg verhelfen. Die formale Mittäterschaft setzt zudem Zurechnungsfähigkeit und innere wie äußere Freiheit voraus.

Bei der materialen oder materiellen Mithilfe (cooperatio materialis) ist entweder die Absicht des Tötens nicht vorhanden oder der Mittäter ist nicht zurechnungsfähig bzw. unfrei. Sowohl für die moralisch-ethische als auch für die strafrechtlich-kanonische Bewertung der Abtreibung ist die Unterscheidung zwischen formeller und materieller Mittäterschaft ausschlaggebend. Nur die formelle Mitwirkung ist moralisch und strafrechtlich relevant. (…)

Quelle: Radio Vatikan vom 24.2.2007


Kardinal Malcolm Ranjith für eine liturgische „Reform der Reform“

Kardinal Ranjith, Erzbischof von Colombo (Sri Lanka), sandte dies aufschlußreiche Grußwort an die Generalversammlung der traditions-orientierten internat. Föderation „Una Voce“, die ab 5.11.2011 in Rom tagte:

Grüße und brüderliche gute Wünsche aus Colombo, Sri Lanka.

Zuallererst möchte ich Ihnen allen meine Dankbarkeit ausdrücken für den Eifer und die Begeisterung, mit der Sie sich für das Anliegen der Wiederherstellung der wahren liturgischen Traditionen der Kirche einsetzen.

Wie Sie wissen, ist es die Anbetung, die den Glauben und seine heroische Umsetzung im Leben fördert. Sie ist das Mittel, mit dem Menschen auf die Ebene des Transzendenten und Ewigen hinaufgehoben werden: Der Ort einer tiefen Begegnung zwischen Gott und Mensch.

Liturgie kann aus diesem Grund nie etwas sein, was der Mensch macht. Denn wenn wir auf die Weise anbeten, die wir wollen, und wenn wir die Regeln selbst festlegen, dann laufen wir Gefahr, Aarons Goldenes Kalb wieder zu erschaffen.

Wir sollten ununterbrochen auf der Anbetung als Teilhabe an dem, was Gott selbst tut, bestehen, andernfalls laufen wir Gefahr, Götzendienst zu betreiben.

Liturgische Zeichen helfen uns, über das Menschliche hinaus aufzusteigen zu dem, was göttlich ist.

Es ist meine feste Überzeugung, daß der Alte Ritus in einem großen Ausmaß und auf die bestmögliche Weise den mystischen und überweltlichen Ruf zu einer Begegnung mit Gott in der Liturgie darstellt.

Darum ist für uns die Zeit gekommen, in der wir nicht nur den Inhalt der Neuen Liturgie durch grundlegende Änderungen erneuern, sondern mehr und mehr auch die Rückkehr des Alten Ritus fördern müssen  –  als einen Weg zur wahren Erneuerung der Kirche, also das, was die Konzilsväter im Zweiten Vaticanum so ersehnten.

Die sorgfältige Lektüre der Konzilskonstitution über die Heilige Liturgie, Sacrosanctum Concilium, zeigt, daß die hastigen Änderungen, die in der Liturgie eingeführt wurden, niemals im Sinne der Konzilsväter waren.

Darum ist für uns die Zeit gekommen, mutig für eine wahre Reform der Reform und auch für eine Rückkehr zur wahren Liturgie der Kirche zu arbeiten, die sich in ihrer mehr als zweitausendjährigen Geschichte in einer ununterbrochenen Bewegung entwickelt hat.

Ich wünsche und bete, daß dies geschieht. Möge Gott Eure Bemühungen mit Erfolg segnen.

+Malcolm Kardinal Ranjith
Erzbischof von
Colombo
24.8.2011

Hier der Link zum englischsprachigen Original-Dokument:

Klicke, um auf ranjithletter_tofiuv_ga2011.pdf zuzugreifen

Die Übersetzung des Grußworts ins Deutsche erfolgte durch Monika Rheinschmitt, Vorsitzende der kath. Laienvereinigung „Pro Missa Tridentina“ (PMT)

Kontaktdaten:
Monika Rheinschmitt, PMT
70825 Korntal  – Fraschstr. 6
Tel.: 0711 – 8387877

Spanien: Kirche offensiv für Familie und Lebensrecht

30. Dezember 2011: Erneut eine große  Kundgebung in Madrid

Zum fünften Mal demonstriert die spanische Kirche  am 30. Dezember für eine stärkere Würdigung der Familie in Volk und Staat.  Eingeladen hat erneut die spanische Bischofskonferenz.

Im letzten Jahr  –  damals regierten noch die Sozialisten unter Joseluis Zapatero  –  nahmen 60 Bischöfe an der Kundgebung im Zentrum Madrids teil.

Jetzt hoffen die spanische Kirche auf eine Initiative der neuen konservativen Regierung unter Mariano Rajoy gegen Abtreibung. „Wir müssen Schwangere und kinderreiche Familien unterstützen“, fordert Bischof Demetrio Fernandez von Cordoba:  Eine Gesellschaft, die das menschliche Leben nicht weitergebe, sei „zum Scheitern verurteilt“

Quelle: Radio Vatikan

 


Volker Kauder – Chef der Unionsfraktion – will nach Nigeria reisen

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, fordert ein muslimisches Zeichen nach den Anschlägen in Nigeria. Laut Kauder darf der Islam nicht schweigen, sondern muß sich überall in der Welt als friedliche Religion darstellen.

Um sich ein eigenes Bild der Lage zu verschaffen, will der Christdemokrat im kommenden Jahr selbst nach Nigeria reisen. Ebenso kündigte er seinen Einsatz dafür an, daß das Thema Christenverfolgung in der UNO-Vollversammlung und auch vom Europarat behandelt wird.

Aber auch in den nordafrikanischen Ländern, in denen nach den Umstürzen muslimisch geprägte Parteien ein stärkeres Gewicht bekommen haben, muß laut Kauder die Lage der Christen beobachtet werden.

Quelle: Radio Vatikan