Berliner Kreis: Konservative CDU-Politiker formieren sich

Der sog. Berliner Kreis konservativer CDU-Politiker bekommt Zuwachs. Bei einem Treffen am 26.1.2012 verabredete eine Gruppe jüngerer Bundestagsabgeordneter um den Wirtschaftspolitiker Thomas Bareiß (CDU) aus Baden-Württemberg, sich künftig stärker in diesem Kreis zu engagieren, berichtet „Der Spiegel“.  An dem Treffen hatten unter anderem auch die CDU-Abgeordneten Carsten Linnemann und Thomas Dörflinger teilgenommen.
Gegründet wurde der konservative und zugleich wirtschaftsliberale Kreis vor gut zwei Jahren vom hessischen CDU-Fraktionschef Christian Wagner.

In einem ersten Entwurf des Gründungsaufrufs für den Kreis gehen die CDU-Konservativen mit der Ausrichtung ihrer Partei durch Angela Merkel hart ins Gericht.

„Konturlosigkeit und Relativismus gibt es genug“, heißt es in dem Entwurf. „Wenn wir als Union eine starke politische Kraft bleiben wollen, darf der Zeitgeist unser Handeln nicht bestimmen.“

Bareiß will das Papier mit konkreten Politikideen zum Beispiel in der Wirtschaftspolitik ergänzen. „Konservative Wirtschaftspolitik lehnt gesetzliche Mindestlöhne ab und vertraut auf die Tarifpartner“, sagt er. „Sie setzt bei der Energiewende auf Wettbewerb statt auf grenzenlose Subventionen.“

Die CDU-Zentrale zeigt sich besorgt über das Anwachsen des konservativen Kreises. Generalsekretär Hermann Gröhe will sich demnächst mit der Gruppe treffen. Für den 7. Februar ist ein Treffen im Konrad-Adenauer-Haus  angesetzt.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Liberales Gesetz zur Prostitution ist gescheitert – Menschenhandel hat zugenommen

Laut einer EU-Studie ist seit der Legalisierung der Prostitution der Menschenhandel stark angestiegen. „Es war ein Fehler, die Prostitution zu legalisieren“, schlußfolgert deshalb CSU-Rechtsexperte Stephan Mayer.

Die  gesetzliche Freigabe der Prostitution habe nur zu einer „Verbrechenszunahme im Rotlichtmilieu geführt“, sagte er gegenüber der „Bild-Zeitung“.  Mayer fordert daher eine strengere Regulierung der Prostitution.

Auch der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, hält das Prostitutionsgesetz in Deutschland für gescheitert: „Das Gesetz muss auf den Prüfstand. Es gibt heute nicht weniger Zuhälter als früher sondern mehr. Und die sonnen sich jetzt auch noch im Lichte der Legalität.“

Dem Problem des Menschenhandels und der Organisierten Kriminalität sei mit dem Prostitutionsgesetz überhaupt nicht beizukommen, so Witthaut weiter. Vor allem in Grenzregionen komme es immer zu Fällen brutaler Zwangsprostitution, die eher durch Zufall aufgedeckt würden.

Seit zehn Jahren gibt es in Deutschland das freizügige Prostitutionsgesetz. Seitdem gilt dieses Sex-Gewerbe nicht mehr als „sittenwidrig“  –  Prostituierte können sich behördlich anmelden und kranken-, renten- und arbeitslosenversichern.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


USA: Erzbischof Dolan protestiert gegen neues Gesundheitsgesetz

Der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Dolan, wandte sich jetzt scharf gegen die jüngsten US-Gesundheitsverordnungen:

„Wenn die Regierung ein Freiheitsrecht mit Füßen tritt, die so fundamental ist für das Leben unserer Nation, dann schaudert es uns bei dem Gedanken, was alles noch bevorsteht“.

Das schreibt der New Yorker Kirchenmann in einem Aufsatz im „Wall Street Journal“ über die neue Richtlinie, nach der Arbeitgeber auch Abtreibung, künstliche Verhütung und Sterilisation in ihre Gesundheitsfürsorge miteinschließen müssen.

Laut Erzbischof Dolan ist das Gesetz, das auch für Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft wie Schulen oder Krankenhäuser gilt, ein schwerwiegender Angriff auf die Religionsfreiheit und eine „Erosion unserer wichtigsten Freiheit“.

Das Gesetz sieht zwar eine gewisse Ausnahmeregelung für religiöse Arbeitgeber vor. Diese ist nach Erzbischof Dolans Worten jedoch „so eng, dass sogar Jesus und seine Jünger dafür nicht in Betracht gekommen wären“.

Quelle: Radio Vatikan

 


Rot-China verhaftete fünf katholische Priester der Untergrundkirche

Die kommunistische Polizei hat im Norden des Landes am Montag, den 30.1.2012,  fünf katholische Priester verhaftet und an einen bislang unbekannten Ort gebracht. Der Vorfall ereignete sich im Bistum Suiyuan in Erenhot nahe der Grenze zur Mongolei.

Nach Angaben der Kirche handelt es sich bei den Verschleppten um den Leiter der Diözese, Joseph Zhang, den Seminardirektor Joseph Ban und um drei weitere Priester. Alle Geistlichen gehören der vom Staat nicht anerkannten „Untergrundkirche“ an.

Die Behörden machten keine Angaben zum Grund der Verhaftungen. In den 80er Jahren war das Bistum Suiyuan von den chinesischen Behörden offiziell aufgelöst worden.

Quelle: Radio Vatikan / ucanews


Wirtschaftsexperten widersprechen europäischer Kritik an deutscher Wirtschaftskraft

Führende Wirtschaftsexperten haben die Kritik der EU-Staaten an Deutschlands ökonomischer Stärke und Führungskurs in Europa deutlich zurückgewiesen.
Der Wirtschaftsweise Lars Feld stellt hierzu fest: „Nicht Deutschland ist zu stark, sondern die anderen sind zu schwach. Darin liegt das Problem für Europa. Viele Länder haben es in den vergangenen Jahren versäumt, zum Beispiel ihre Arbeitsmärkte zu reformieren und damit zusätzliche Jobs und Wachstum zu schaffen.“  – Das räche sich jetzt, erklärte der Experte gegenüber „Bild“.

Lars Feld mahnt: „Statt mit den Fingern auf Deutschland zu zeigen und immer neue Hilfen zu fordern, sollten die Länder lieber Reformen im eigenen Land durchführen. Dann kommt Europa eher aus der Krise.“

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, bezeichnete Deutschlands Stärke als „gut für Europa“. Hüther wörtlich: „Je mehr unsere Wirtschaft wächst, umso größer sind die Impulse für die anderen. Wir sind die Einzigen, die den Laden derzeit in Gang halten.“

Der renommierte Ökonom Jim O`Neill sieht Chancen, daß sich die europäische Konjunktur besser hält als vielfach befürchtet:

„Die meisten Menschen gehen davon aus, daß Europa bereits in einer tiefen Rezession steckt und Deutschland ebenfalls in einen Abschwung hineinläuft. Die jüngsten Daten sprechen eine andere Sprache“, sagte der langjährige Chefvolkswirt von Goldman Sachs im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

Eine entscheidende Rolle kommt O`Neill zufolge Deutschland zu. Die positiven Konjunkturdaten aus Deutschland seien für ihn bisher die interessanteste Entwicklung in diesem Jahr  –  immerhin stehe Deutschland für ein Drittel der Wirtschaftskraft der Euro-Zone.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Charismatische Pfingstprediger in Nigeria schüren den Hexenglauben

Über 160 angeblich „verhexte“ Kinder in Nigeria nehmen derzeit die Hilfe des Verbands  „Child´s Right and Rehabilitation Network“ (CRARN) in Anspruch. Die 2003 gegründete Hilfsorganisation ist die einzige Anlaufstelle im Land, die sich speziell um vermeintlich „verhexte“ Kinder kümmert.

Aberglauben ist in Nigeria weit verbreitet, allerdings nicht nur bei animistischen Heiden, sondern auch in schwärmerisch-charismatischen Kreisen:

Viele Pfingstgemeinden schüren den Hexenglauben der Bevölkerung und reden den Eltern ein, ihre Kinder seien von „Dämonen“ besessen. Selbsternannte „Exorzisten“ lassen sich dann hoch bezahlen. Nicht selten werden die als „Hexen“ stigmatisierten Kinder von ihren eigenen Eltern  mißhandelt, ausgestoßen oder sogar getötet.

Quelle: Radio Vatikan / Fidesdienst


Ägypten: Angriff von 3000 Muslimen auf christliche Kopten

Erneut hat sich in Ägypten ein schwerer Angriff islamischer Extremisten auf Christen ereignet. Am 28. Januar 2012 überfielen mehr als 3000 Muslime christlich-orthodoxe Kopten im nordägyptischen Dorf Kobry el Sharbat (Gouvernement Alexandria). Sie plünderten Häuser und Läden und setzten sie dann in Brand. Zwei Kopten und ein Muslim wurden bei den Übergriffen verletzt.

Wie der assyrische Informationsdienst Aina berichtet, kamen Sicherheitskräfte zu spät, um die Brandschatzung und die Vertreibung christlicher Familien zu verhindern. Muslime hätten die Feuerwehr daran gehindert, die Brände zu löschen, und das Militär habe rund eine Stunde gebraucht, um zwei Kilometer bis zum Tatort zurückzulegen.

Nach Augenzeugenberichten waren viele der Täter islamische Extremisten, sog. Salafisten. Die Unruhen seien durch ein Gerücht ausgelöst worden, daß ein Kopte angeblich mit seinem Handy ein intimes Foto von einer muslimischen Frau aufgenommen habe. Der Verdächtige, Mourad Samy Guirgis, habe sich zum eigenen Schutz in Polizeigewahrsam begeben.

Nach Angaben des koptischen Priesters Boktor Nashed sollte am Abend eine Versammlung von Muslimen und Christen in dem Dorf stattfinden. Dies sei durch die Übergriffe verhindert worden.

Gewinnen Extremisten die Oberhand?

Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Christen, meist orthodoxe Kopten. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Angriffen auf die christliche Minderheit. Daran hat auch der politische Umschwung mit dem Rücktritt des Alleinherrschers Hosni Mubarak vor einem Jahr nichts geändert.

Manche Beobachter befürchten, daß Kopten und liberale Muslime das Land verlassen könnten, wenn radikal-islamische Kräfte künftig die Oberhand gewinnen sollten.

Bei den Parlamentswahlen bekamen die strikten Muslim-Bruderschaften 45,7 %; die radikal-islamischen Parteien (Salafisten) kamen auf 24,6 Prozent.   – Gemäßigt-islamische Parteien schnitten schlechter ab: Die Wafd-Partei erhielt 8,4 %, die Ägyptische Allianz 6,6 %. Insgesamt sind 15 Parteien im Parlament vertreten.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


Mutterliebe unterstützt Gehirnregion Hippocampus bei Kleinkindern

Mütterliche Zuwendung und Unterstützung beeinflußt das Wachstum bestimmter Gehirnregionen von Kleinkindern positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in den „Proceedings“ der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde.

Die Studie wurde an der Washington-Universität in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri durchgeführt. Den Forschern zufolge wird durch eine starke mütterliche Zuwendung die Hirnregion Hippocampus gefördert, die wichtig für die Entwicklung des Gedächtnisses, für Emotionen und für den Umgang mit Streß ist.

Dafür wurden 92 Kinder im Alter von drei Jahren unterschiedlichen psychologischen Tests unterzogen, die nach drei Jahren noch einmal wiederholt wurden.

Die Forscher stellten dabei einen Zusammenhang zwischen dem ermittelten sog. „Zuwendungs-Index“  –  der die Intensität der mütterlichen Zuwendung anzeigt  –  und der Größe des Hippocampus fest.

Allerdings schließen die Wissenschaftler nicht aus, daß evtl. auch andere Kriterien die Größe des kindlichen Hippocampus erklären könnten.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Interessante online-Umfrage zu Kitas und Disziplin bei Kindern

Die Apothekenzeitschrift „Baby und Familie“ führt regelmäßige online-Abstimmungen durch, darunter unlängst auch zur Frage:
„Wann sollten Eltern ihre Kinder in die Kita geben?“

Derzeit (Dienstagnachmittag, 31.1.2012) sieht der Umfragestand folgendermaßen aus:

54,14% sind grundsätzlich gegen Krippenerziehung und stimmen der Aussage zu: „Gar nicht. Mit drei Jahren in den Kindergarten zu gehen, reicht völlig. Vorher sollte ein Elternteil zuhause bleiben.“

41,29% votierten für folgenden „mittleren“ Standpunkt:  „Ab dem ersten Geburtstag. Vorher brauchen die Kleinen ihre Eltern, danach sind Kontakte zu anderen Kindern gut.“

Lediglich 4,56% sind der Ansicht: „So früh wie möglich. Das ist gut für die Kinder und die Eltern können beide arbeiten.“

Noch eindeutiger ist das Ergebnis  bei einer anderen Umfrage derselben Zeitschrift:  Auf die Frage „Sollen Kinder wieder mehr Disziplin lernen?“ stimmten 91,56% zu  – und nur 8,44% denken anders.

Hier können Sie sich den jeweils aktuellen Stand der Umfrage-Ergebnisse anschauen oder selber mit-abstimmen:

http://www.baby-und-familie.de/Medizin/Umfragen-79019.html


Universität Bonn: Tagung am 11. Februar zum Weltende-Mythos „2012“ des Maya-Kalenders

Universität Bonn

Image via Wikipedia

Obwohl das Jahr 2012 erst begonnen hat, blicken viele Zeitgenossen bereits gebannt auf das Ende: Für den 21. Dezember soll der Maya-Kalender angeblich den Weltuntergang vorhersagen. Wissenschaftler weisen diese abwegigen Auslegungen zurück.

Die Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie (Völkerkunde)  der Universität Bonn geht während ihrer Mesoamerikanisten-Tagung am Samstag, den 11. Februar 2012, auf die wissenschaftlichen Fakten zur angeblichen Apokalypse ein.

Eine rätselhafte Inschrift in einer Steintafel der Ausgrabungsstätte Tortuguero am Golf von Mexiko und der Maya-Kalender sollen angeblich Hinweise auf das Weltuntergangsdatum 21. Dezember 2012 geben.

Maya-Forscher Prof. Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn führt am Samstag, 11. Februar, ab 9.30 Uhr im Akademischen Kunstmuseum (Am Hofgarten 21)  in den Themenbereich „Mythos 2012“ ein.

Wissenschaftler aus Melbourne (Australien), von der Technischen Universität Berlin sowie den Universitäten Bonn und Hamburg unterziehen gängige Interpretationen einer kritischen Betrachtung.

Während die Forschung die aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Originaltexte der Maya als Zeugnisse antiker Zeit- und Weltvorstellungen betrachtet, werden sie inzwischen öffentlich als Quelle für zweifelhafte apokalyptische (endzeitliche) Szenarien genutzt.  In den Medien stößt das Thema auf großes Interesse.  Weitab von  wissenschaftlichen Erkenntnissen ist ein medialer Selbstläufer entstanden.

Die beteiligten Fachleute haben sich daher das Ziel gesetzt, die voreuropäischen und modernen Maya-Überlieferungen zu „2012“ in deren historischen und kulturellen Zusammenhang zu diskutieren. Weitere Beiträge befassen sich mit schein-wissenschaftlichen Auslegungen und der Vermarktung des Maya-Kalenders und der Texte.

Einblicke in laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte bieten auch die beiden anderen öffentlichen Termine der Fachtagung am 10. und 12. Februar 2012:

Am Freitagnachmittag stehen ethnologische und historische Beiträge aus der Erforschung mittelamerikanischer indigener Gesellschaften im Fokus   –  der Sonntagvormittag ist gänzlich der archäologischen Forschung auf der Halbinsel Yukatan gewidmet.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Wegen der begrenzten Zahl an Zuhörerplätzen wird um Anmeldung gebeten: per E-Mail iae@uni-bonn.de (Stichwort: „2012“) oder telefonisch von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr unter 0228/73-4412.

Quelle: Pressemitteilung der Universität Bonn

Kontaktdaten:
Dr. Antje Gunsenheimer
Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie
Tel.: 0228/73-4456
agunsenh@uni-bonn.de