Europa-Studie: 89% der Mütter wollen keine volle Erwerbstätigkeit

Aufschlußreiche Ergebnisse hat eine europäische Mütter-Studie hervorgebracht. Danach wünschen sich nur elf Prozent der Frauen mit Kindern eine Vollzeit-Erwerbstätigkeit.

63 Prozent würden gerne eine Teilzeitstelle mit der Erziehungsarbeit kombinieren und jede vierte Mutter bevorzugt es, sich vollzeitlich um die Familie zu kümmern.

Die Erhebung des europäischen Zweigs der Organisation „Mouvement Mondial des Mères“ (Weltbewegung der Mütter) basiert auf der Befragung von fast 12.000 Müttern und wurde im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt.

Die Studie wurde zwar bereits im Mai 2011 veröffentlicht, aber bisher in Deutschland weder von den Medien noch von der Politik zur Kenntnis genommen.

„Das könnte an den Ergebnissen liegen. Diese passen ganz und gar nicht in das Bild von der modernen Frau, das uns hierzulande propagiert wird“, erklärte die Vorsitzende der Vereinigung „Frau 2000plus“, Birgit Kelle (Tönisvorst). Diese Initiative, die sich für die Förderung von Müttern und der Familie einsetzt, hat vor kurzem eine deutsche Übersetzung der Studie vorgelegt.

Danach fordern Mütter über Ländergrenzen und Nationalitäten hinweg vor allem drei Dinge: mehr Zeit für die Familie, eine freiere Wahl zwischen Familie und Beruf und mehr Wertschätzung für die Tätigkeit der Mutter.

Von den Befragten wollen sich 78 Prozent der Mütter vollzeitlich um ihr Kind im ersten Lebensjahr kümmern. 61 Prozent möchten sich in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder ausschließlich der Familie widmen. Ab dem vierten Lebensjahr des Kindes sinkt der Anteil auf 37 Prozent.

Mütter wichtig für sozialen Zusammenhalt

Ein weiteres überraschendes Ergebnis: Je mehr Kinder eine Mutter hat, desto wahrscheinlicher ist sie ehrenamtlich aktiv. So geben 39 Prozent der Mütter mit einem Kind an, dass sie regelmäßig unentgeltlich für andere tätig sind. Bei Befragten mit zwei Kindern steigt dieser Anteil auf 48 Prozent und bei denen mit drei Kindern auf 59 Prozent. Bei den Müttern mit fünf Kindern üben sogar 77 Prozent Ehrenämter aus.

Dazu heißt es in der Studie: „Da sie aktiv ihre Eltern, andere Familienmitglieder, Nachbarn und auch Freunde unterstützen, und weil sie sich ehrenamtlich engagieren, sind Mütter ein wichtiger Faktor für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.“

Die Teilnehmerinnen der Umfrage konnten den Fragebogen in zehn Sprachen ausfüllen. Die meisten antworteten auf Französisch (47 Prozent), Spanisch (15 Prozent) und Deutsch (9 Prozent). Fast jede zweite Befragte (49 Prozent) gab an, über einen Studienabschluss zu verfügen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


4 Kommentare on “Europa-Studie: 89% der Mütter wollen keine volle Erwerbstätigkeit”

  1. Sehr gut. Das sollte weiter verbreitet werden. Diese umfassende – und sogar amtlich beauftragte – Studie wird fast überall totgeschwiegen, wohl weil die Ergebnisse weder dem Gender- noch dem Emanzenzirkus in ihren verkrampften ideologischen Kram passen.

    Man lese bitte auch diesen Beitrag von Christa Meves:
    http://zeltmacher-nachrichten.eu/content/empfehlung-von-wirtschaftsfachleuten-kein-betreuungsgeld

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  2. […] auch: https://charismatismus.wordpress.com/2012/01/05/europa-studie-89-der-mutter-wollen-keine-volle-erwerb… Bewerten: Share this:TwitterFacebookE-MailGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post […]

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    • jogibur sagt:

      Für mich ist es unbegreiflich, dass Feministinnen (besser ausgedrückt – „Mulieristinnnen“, weil „femina“ in lat. Übersetzung vorrangig „verheiratete Frau“ bedeutet) ignorieren wollen, dass die leibliche Mutter in aller Regel ihr Kind am besten erzieht. Krippenerziehung bedeutet Kollektiverziehung – und die hat man in der DDR mit größtem Misserfolg praktiziert. Kollektiverziehung bedeutet Wegreißen von der Bindung zu einer Beziehungsperson, da das Personal fast immer dauernd wechselt. Außerdem ist das Verhältnis Erzieherin zu Kleinkindern meistens ungünstig – z. B. 2:15. Ruhe gibt es wahrscheinlich bei der Erziehung auch nicht – von den Kleinkindern schreien immer ein oder zwei. Abhilfe: Hochnehmen – Schnuller – Ablegen – „ruhiggestellt“! Soll man annehmen, dass die Praxis wesentlich anders ist?
      Und wenn ein Krippenplatz je nach Einbeziehung verschiedener Kostenfaktoren monatlich 1200 bis 2000 Euro kostet: Man stelle sich vor, 700 Euro würden an die Mutter gezahlt – was würden die mit dem Geld alles zugunsten des Kindes organisieren! Nein – welch Risiko – lieber zahlen wir das Doppelte und Dreifache für einen Kollektiv-Krippenplatz! Unglaublich!

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