„Schämt Euch, ihr Möchtegern-Saubermänner!“

Anmerkungen zur Debatte um Christian Wulff aus der Webseite „Bewusster leben“ :

„Was soll diese Scheinheiligkeit?  – Und vor allem: Warum in der Öffentlichkeit?!

Da nennen sich Politiker „sozial“, „christlich“, „demokratisch“ (zumindest  steht es im Namen der Partei) etc. und handeln komplett anders. Was ist daran sozial und christlich Menschen öffentlich bloß zu stellen, anzuklagen um aus ihren Fehlern persönlichen Gewinn schlagen zu wollen?! Das ist nicht christlich und erst recht nicht sozial: Es ist ASOZIAL, zeigt den Charakter desjenigen der sich so äußert und nicht von dem, der den angeblichen Fehler gemacht hat.

Wikipedia sagt hier zu „sozial“: In der Umgangssprache bedeutet „sozial“ den Bezug einer Person auf eine oder mehrere andere Personen; dies beinhaltet die Fähigkeit (zumeist) einer Person, sich für andere zu interessieren, sich einfühlen zu können, das Wohl Anderer im Auge zu behalten

DARUM geht es! Es geht nicht darum, begangene Fehler zu negieren  –  es geht darum, „das Wohl des Anderen im Auge zu behalten!“

Schämt Euch ihr sogenannten Vorbilder, ihr „Politiker“, die sich an solchen Kampagnen beteiligen, ihr Möchtegern-Saubermänner!

Seit ihr nicht alle davon überzeugt, dass man  –  wenn man tief genug graben würde  –  nicht auch in Eurem (wie in fast allen) Leben Verfehlungen finden würde?

Und würdet ihr dann auch wollen, so und immer wieder durch den Kakao gezogen zu werden und dem Thema keine Ruhe zu lassen?! Pfui!

Im übrigen nehme ich da den Chefredakteur der „BILD“ nicht aus, der auch nach der Entschuldigung keine Ruhe lässt und meint, jetzt sogar den Wortlaut veröffentlichen zu wollen.

Herrn Wulff vorher um seine „Genehmigung“ zu fragen, ist eine Farce, denn auch hier scheint es nur um Effekthascherei zu gehen!

Und „BILD“ mit Moral und Ethik in einem Atemzug zu nennen, verursacht bei mir eher Würgereize… “

Quelle und vollständiger Artikel hier:

http://4p2p.wordpress.com/2012/01/06/uber-die-verlogenheit/


Rot-China contra Tibet: Polizei erschlägt jungen Tibeter Chonjor

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der junge Tibeter Chonjor auf seinem Weg zum Kloster Labrang Tashikyil in der östlich von Tibet gelegenen Region Amdo am 9. Dezember 2011 von chinesischer Polizei erschlagen worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, war Chonjor mit seinem Motorrad unterwegs zum Kloster, um einen verwandten Mönch zu besuchen, als er von der chinesischen Militärpolizei wegen Führerscheinkontrolle angehalten wurde.

Man nahm ihn in Gewahrsam und folterte ihn. Als sich Chonjors Angehörige am 10. Dezember  –  dem internationalen Tag der Menschenrechte  –  auf der Polizeistation nach ihm erkundigten, war er bereits tot.

Nachdem Tibeter aus Chonjors Heimatdorf und höherrangige Mönche des Klosters Labrang bei der Polizeibehörde Beschwerde einlegten, erhielt die Familie des Verstorbenen eine finanzielle Entschädigung in Höhe von einer Million Yuan (etwa 120 Euro) als „Abfindung“.

Die IGFM sieht diese Geste als „pietätlose Panikreaktion der chinesischen Behörden, um einer Welle der Empörung in Tibet vorzubeugen.“

Wie die IGFM berichtet, wurden die Sicherheitsmaßnahmen in der gesamten Region Tibet im Vorfeld des 22. Jahrestags der Verleihung des Friedensnobelpreises an den Dalai Lama am 10. Dezember 1989 erheblich verstärkt.

Nach Aussage von Dolkar Kyab, eines Mitglieds des tibetischen Exil-Parlaments, wurden zahlreiche Tibeter kurzzeitig festgehalten und vernommen.

„Die Regierung hat in den letzten Wochen eine verstärkte Zahl an Polizeikräften auf den Straßen eingesetzt und Tibeter aufgegriffen, die auf Motorrädern, mit Autos oder auch nur zur Fuß unterwegs waren. Ziel war es, zu ermitteln, ob sie an den tibetischen Unruhen von 2008 beteiligt waren“, so Kyab.

Im März 2008 entwickelten sich die gewaltfreien Proteste buddhistischer Mönche in Lhasa gegen die Tibet-Politik Chinas zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen mindestens acht Menschen ermordet wurden.

Am 14. Dezember 2011 kam es in Chinas Technischer Universität Chengdu zu Angriffen auf tibetische Studenten. Chinesische Studenten brachen in die Schlafräume ihrer tibetischen Kommilitonen ein, schlugen auf sie ein und verwüsteten die Zimmer.

Nach Angabe der tibetischen Schriftstellerin und Bloggerin Tsering Woeser skandierten die Chinesen dabei: „Schlag einen Tibeter und Du bekommst Bonuspunkte!“

Die IGFM ist entsetzt, daß erneut von chinesischer Seite gewaltsame Angriffe auf Tibeter verübt werden und fordert die chinesischen Behörden dringend zum Schutz der tibetischen Minderheit auf.

Hintergrund TIBET:

Am 7. Oktober 1950 marschierte Chinas kommunistische „Volksbefreiungsarmee“ in den Nachbarstaat Tibet ein und setzte bis 1959 schrittweise die Souveränität Tibets außer Kraft.

Im März 1959 schlug die „Volksbefreiungsarmee“ einen Aufstand der Tibeter blutig nieder, nachdem diese gegen die chinesische Gewaltherrschaft und den Verlust ihrer Souveränität demonstriert hatten. Nach Ende der Militäraktion waren schätzungsweise 80.000 Tote auf tibetischer Seite zu beklagen.

Es folgten Jahrzehnte des Terrors, der bis heute anhält.

Während der maoistischen „Kulturrevolution“ von 1966 bis 1976 litt Tibet besonders hart: Bis zu 90% aller religiösen Einrichtungen wurden zerstört, sehr viele tibetische Mönche hingerichtet, mißhandelt oder schikaniert.

Die heutige „Autonome Region Tibet“ (TAR) ist nur ein Teil des von der rotchinesischen Diktatur annektierten Staates Tibet. Die übrigen Landesteile gliederte die kommunistische Regierung in andere Provinzen Chinas ein.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in China:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-der-VR-China.485.0.html


US-Sozialpsychologe Roy Baumeister empfiehlt Willenskraft und Selbstdisziplin

Die Fähigkeiten zur Selbstdisziplin werden nach Ansicht des US-Sozialpsychologen Roy Baumeister künftig mehr an Bedeutung gewinnen. „Wir müssen zwischen immer mehr Möglichkeiten entscheiden, wie wir leben wollen“, sagte der Forscher im Interview des Nachrichtenmagazins „Focus“.

Dies bedeute: „Wir müssen mit mehr Verlockungen klarkommen als je zuvor.“

Der US-amerikanische Wissenschaftler vergleicht die Willenskraft mit einem Muskel: „Unsere Disziplin schwindet, wenn wir innerhalb kurzer Zeit Reaktionen auf Impulse unterdrücken.“

Um dem Entgegenzuwirken empfiehlt der Forscher von der University of Florida ein gezieltes Training, mit dem sich die Willenskraft stärken lasse.

Sozialpsychologen wie Baumeister widmen sich verstärkt dem Phänomen der Zielstrebigkeit.

„Die Psychologie weiß, daß der Erfolg einer Person im Leben hauptsächlich von zwei Faktoren abhängt: Intelligenz und Willenskraft“, erklärte Baumeister gegenüber „Focus“.

Personen, die sich selbst steuern könnten, seien nachweislich glücklicher, gesünder und auch im Beruf  erfolgreicher.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Causa Wulff: CSU-Chef warnt Politiker vor „Kumpanei“ mit Journalisten

Wer sich auf BILD verläßt, ist verlassen!

Bekanntlich ist Christian Wulff mit der BILD-Zeitung zuerst nach oben gestiegen und dann nach unten gesunken.

Sein Wut-Anruf bei BILD-Chef Diekmann erklärt sich nicht zuletzt aus seinem zuvor wohl allzu positiven Verhältnis zu BILD, wobei das Straßenblatt ihn jahrelang mit freundlichen Jubelberichten und wohlwollenden Foto-Text-Storys über die Zweitgattin an seiner Seite verwöhnte etc.

Offenbar glaubte der Bundespräsident in naiver Ahnungslosigkeit an die „ewige Treue“ der BILDzeitung (abgesehen davon, daß er diese edle Tugend gegenüber seiner ersten Frau selber nicht einhielt).

Allerdings hat Wulff wahrscheinlich recht mit seiner Behauptung, er habe einen kritischen BILD-Artikel über sich keineswegs verhindern, sondern nur verschieben wollen. Derzeit steht Behauptung gegen Behauptung. Allerdings hat die „Süddeutsche Zeitung“, die Wulffs Wut-Anruf (eigenen Angaben zufolge)  kennt, insoweit den Standpunkt des Bundespräsidenten bestätigt.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer empfiehlt Politikern jedenfalls nicht ohne Grund ein „distanziertes Verhältnis“ zu  Medienleuten. Das erkärte der Parteichef  in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ in bezug auf die Auseinandersetzung zwischen Bundespräsident und BILD.

Er selber habe „in 30 Jahren eine Menge an Wellenbewegungen im Zusammenwirken mit den Medien erlebt“, erinnerte sich Seehofer. Er wolle aber „keine Kumpanei“. Diese Zurückhaltung sei „manchmal schwierig, weil das auch Freundschaften verbietet. Aber es ist notwendig.“  – Er fügte hinzu:  „Eine natürliche innere Distanz ist gut.“


Causa Wulff: Ex-SPIEGEL-Chefredakteur fordert Medien zu „mehr Gelassenheit“ auf

Hans Werner Kilz: Wut-Anrufe von Politikern sind „das Normalste von der Welt“

In der Debatte über eine versuchte Einflußnahme von Bundespräsident Christian Wulff auf Presseberichte hat der frühere Chefredakteur von „Spiegel“ und „Süddeutscher Zeitung“, Hans Werner Kilz, den Journalisten mehr Gelassenheit empfohlen.

Verärgerte Anrufe von Spitzenpolitikern bei Chefredakteuren seien „das Normalste von der Welt“, sagte Kilz dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Er empfiehlt Presseleuten weniger Wehleidigkeit: „Journalisten sollten nicht so larmoyant sein.“

Er verstehe zwar, „dass die Journalistenverbände jetzt Zeter und Mordio schreien müssen, weil angeblich die Pressefreiheit in Gefahr sei.“

Kilz betrachtet Wulffs Verhalten aber weniger als eine Gefahr denn als einzigartige Dummheit.

„Ich sehe den Kollegen Kai Diekmann ja förmlich zittern vor Angst“, so Kilz ironisch mit Blick auf Wulffs Anruf beim Chefredakteur der Bild-Zeitung:

„Ein so törichtes Vorgehen wie bei Wulff habe ich noch bei keinem Spitzenpolitiker erlebt. Spätestens als Diekmanns Mailbox ansprang, hätte er auflegen müssen. Stattdessen hat er ein Tondokument geliefert, mit dem er sich jetzt vorführen lassen muss. Das schadet dem Amt und gibt den Amtsinhaber der Lächerlichkeit preis.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Erstaunlich: Patriarch Kyrill kritisiert russische Regierung

Obwohl sich die russische Orthodoxie üblicherweise politisch sehr zurückhält und selten das Wort zu öffentlicher Kritik ergreift, hat Patriarch Kyrill I. die Staatsführung nun zum Dialog mit der Opposition aufgerufen.

Die Regierung solle ihren Kurs korrigieren und auf die Menschen hören, die freie Wahlen forderten, sagte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche in einem zum Weihnachtsfest der orthodoxen Kirchen ausgestrahlten TV-Interview. (In der Orthodoxie wird Weihnachten am 6. Januar   –  dem Hochfest der Erscheinung des HERRN  – gefeiert.)

Wenn dieser Dialog stattfinde, so Kyrill, „dann wird alles gut“. Weiter erklärte der Patriarch, wenn die Regierung taub sei, so sei dies sehr schlecht und ein Zeichen dafür, „dass sie unfähig zur Selbstregulierung ist“. Russland könne sich keine weitere Revolution leisten.

Die Kirche stellt sich laut Kyrill I. auf keine der beiden Seiten, weil ihr sowohl Demonstranten angehörigen wie auch jene an, gegen die demonstriert werde.

Nach den Parlamentswahlen von Anfang Dezember hatte es in Rußland Massenproteste gegen Wahlfälschung gegeben. Zehntausende Menschen forderten bei Demonstrationen baldige Neuwahlen.

Quelle: Radio Vatikan


Rom fordert Bischöfe zu besserer Katechese auf

Vatikanische Glaubenskongregation verlangt Überprüfung der Katechismen

Die Kongregation für die Glaubenslehre hat die Bischofskonferenzen zu einer Überprüfung der von ihnen herausgegebenen Katechismen aufgerufen, um etwaige Abweichungen von der offiziellen katholischen Glaubenslehre zu korrigieren.

Es gelte, die „volle Übereinstimmung mit dem Katechismus der Katholischen Kirche zu gewährleisten“, heißt es in der an diesem Samstag (7.1.2012)  veröffentlichten Erklärung der vatikanischen Glaubenskongregation zum bevorstehenden „Jahr des Glaubens“.

Die „Qualität“ der kirchlichen Glaubensunterweisungen müsse insgesamt verbessert werden.

Maßgeblich für die katholische Glaubenslehre ist der von der vatikanischen Glaubenskongregation herausgegebene Katechismus der Katholischen Kirche in seiner lateinischen Ausgabe von 1997.

Die einzelnen nationalen Bischofskonferenzen können auf dessen Grundlage eigene Glaubensunterweisungen für ihre jeweiligen Ortskirchen herausgeben.

Die vatikanische „Note mit pastoralen Hinweisen zum Jahr des Glaubens“ enthält Leitlinien für das von Papst Benedikt XVI. angekündigte Aktionsjahr. Es soll vom 11. Oktober 2012 bis zum 24. November 2013 stattfinden.

Quelle: Radio Vatikan