Schreibt Ex-Bundesbanker Sarrazin ein Buch über die Euro-Krise?

Der ehem. Berliner SPD-Finanzsenator und Bundesbank-Vorständler Thilo Sarrazin will sich offenbar mit einem Buch in die Debatte über die Euro-Krise zu Wort melden.
Nach seinem vieldiskutierten Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ gehe es in dem neuen Werk um eine kritische, ökonomische Analyse der europäischen Schuldenkrise und um die Zukunft des Euro, berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf  Sarrazins Umfeld. Das Buch soll angeblich im Sommer in der Deutschen-Verlags-Anstalt (DVA) erscheinen.

Sarrazin werde eine kritische Bestandsaufnahme des Krisenmanagements der Bundesregierung vornehmen und ökonomische Vorschläge für eine stabile Währungsunion unterbreiten.

Der Ex-Banker bestätigte auf Anfrage der Zeitung seine Buchpläne, gab aber keine Auskunft über den Inhalt. Es werde zu gegebener Zeit eine Presseankündigung geben.

 


Beatrice Weder di Mauro: Anleger stellen EU-Währungsunion infrage

Wirtschaftweise warnt vor Einführung von Eurobonds

Die Wirtschaftweise Beatrice Weder di Mauro hat vor der Einführung von gemeinsamen europäischen Staatsanleihen gewarnt. „Eurobonds würden die Währungsunion kurzfristig stabilisieren, langfristig aber destabilisieren“, sagte W. di Mauro auf dem „Welt“-Wirtschaftsgipfel.

EU-Währungskommissar Olli Rehn hatte am Dienstag im Europäischen Parlament erneut für die Einführung von Eurobonds plädiert. Die Bundesregierung wehrt sich weiter gegen gemeinsame Anleihen der Euro-Länder.

Die Wirtschaftsprofessorin di Mauro warnte davor, daß die Märkte das Vertrauen in die Währungsunion verlieren: „Die Risikoprämien für Italien und anderer Peripherieländer sind auch darauf zurückzuführen, daß die Anleger die Währungsunion in ihrer heutigen Form insgesamt in Frage stellen“, sagte Weder di Mauro.

Der Finanzinvestor Leonhard Fischer teilt diese Einschätzung: „Es gibt keinen funktionsfähigen Markt für Staatsanleihen. Da haben wir uns mit der Griechenland-Aufarbeitung selber ins Knie geschossen“, sagte Fischer auf der Veranstaltung.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Islamischer Terror in Somalia: Junge Christin blutig ausgepeitscht

In Somalia ist eine junge Christin wegen ihres Glaubens öffentlich ausgepeitscht worden. Die 28-jährige Sofia Osman sei am 22. Dezember 2011 in der Stadt Janale mit 40 Hieben vor einer jubelnden Menschenmenge blutig und bewußtlos geschlagen worden, berichtet jetzt der Informationsdienst „Compass Direct“.

Im November ist Sofia Osman von der radikal-islamischen Shabab-Miliz gefangen genommen worden. Mit der Auspeitschung hatten die Extremisten ihre Freilassung abgeschlossen.

Die junge Christin ist traumatisiert und schweigt über ihre Erlebnisse während der Haft in einem Shabab-Lager.

Die militante Gruppe steht mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung und will Somalia von Christen „säubern“; sie bekämpft die Übergangsregierung und strebt danach, die Scharia, das islamische Religionsgesetz im ganzen Land durchzusetzen. Es bedroht zB. den „Abfall“ vom Islam mit dem Tode.

Im Jahr 2011 hat die Miliz bereits drei Christen umgebracht; im Vorjahr waren es mindestens 15. In den vergangenen vier Jahren haben die schätzungsweise bis zu 7000 Shabab-Kämpfer insgesamt mehr als 18.000 Zivilisten ermordet. Weniger als ein Prozent der 8,7 Millionen Einwohner des Landes am Horn von Afrika sind Christen, die übrigen meist Muslime.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


„Spiegel“-Redakteur Jan Fleischhauer kritisiert Medienkampagne gegen Wulff

Das linksorientierte Magazin „Der Spiegel“ (vor allem deren Online-Ausgabe) beteiligt sich seit Wochen massiv am Kesseltreiben gegen den Bundespräsidenten, wobei die Kampagne offenbar darauf abzielt, Christian Wulff durch ständig neue Attacken zu zermürben und so zum Rücktritt zu drängen, was bislang freilich nicht gelang (insofern zeigt der Angegriffene erstaunlich starke Nerven).

Dabei steht natürlich fest:  Sachkritik, auch scharfe Sachkritik am Staatsoberhaupt ist nicht nur zulässig, sondern gehört wie selbstverständlich zur Demokratie und zum freiheitlichen Rechtsstaat.

Allerdings ist die Ebene argumentativer und fairer „Sachkritik“ größtenteils verlassen worden, spätestens jedenfalls seit der sog. Mailbox-BILD-Affäre.

Immerhin läßt nun die Hamburger-Spiegel-Zentrale mit ihrem nicht-linken Redakteur Jan Fleischhauer (bekannt durch sein humorvoll-satirisches Buch „Unter Linken“)  jemandem zu Wort kommen, der einen gegenteiligen Standpunkt einnimmt und die Medienkampagne gegen Wulff deutlich kritisiert.

Der Autor schrieb in „Spiegel“-online vom 9.1.2012 unter anderem Folgendes zur längst hysterisch gewordenen Schlammschlacht um Wulff:

„Jeder Chefredakteur eines mittelmäßigen Provinzblatts in Deutschland kann jetzt einmal den furchtlosen Ankläger spielen. Selbst im „Schwarzwälder Boten“ findet man in diesen Tagen donnernde Leitartikel, die den Bundespräsidenten aufs Korn nehmen. Das hat viel mit dem menschlichen Rudeltrieb zu tun, der auf Schwäche reagiert, weniger mit der heiligen Pflicht zur Aufklärung, die viele aus diesem Anlass beschwören.

Es wäre jedenfalls in der augenblicklichen Lage tausendmal mutiger, ein gutes Wort für Wulff einzulegen, als über ihn nun auch noch den Stab zu brechen. In jedem normalen Gerichtsverfahren gibt es aus gutem Grund die Instanz der Verteidigung.

Wer glaubt, das Volk stünde geschlossen hinter der „vierten Gewalt“, unterliegt einem gravierenden Irrtum. Tatsächlich drückt sich in den Umfragen neben Mitleid für den Verfolgten auch ein Unbehagen über die Macht der Verfolger aus.“


Prof. Obiora Ike warnt vor Folgen des „arabischen Frühlings“

Vor Illusionen im Blick auf den „arabischen Frühling“ warnt der nigerianische Priester und Menschenrechtler Prof. Obiora Ike (Enugu). In den Umbruchstaaten Nordafrikas entstehe eine „anti-christliche, anti-westliche“ Bewegung, sagte er am 9. Januar 2012 im Deutschlandradio (Köln).

Länder wie Ägypten, Libyen und Tunesien führten eine islamische Staatsordnung ein. Der Arabische Frühling führe nicht zur Verwestlichung, sondern zur Arabisierung und Islamisierung, so Ike, der das katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden in Nigeria leitet. Aber auch etwa im Iran oder Irak würden Kampagnen gegen Christen geführt.

Im Blick auf die anhaltenden Anschläge der radikal-islamischen Gruppe Boko Haram a in Nigeria wünscht sich Ike einen stärkeren Menschenrechtseinsatz Europas. Die erwähnte Terrorgruppe droht Christen mit Vernichtung und Vertreibung.

Quelle: DLF, Idea


Kommunistisches Kuba: Christlicher Gedenkmarsch niedergeknüppelt

Am 8. Januar 2012 wurde im Dorf Pedro Betancourt (Provinz Matanzas) der Gedenkmarsch von über 20 Dissidenten zum Grab der kubanischen Bürgerrechtlerin Gloria Amaya González von Sicherheitskräften niedergeknüppelt, einige der Teilnehmer wurden verhaftet.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wollten die Teilnehmer am zweiten Todestag der Menschenrechtlerin Blumen auf ihr Grab legen. Teilnehmer waren unter anderem Mitglieder der Gefangenenhilfsorganisation „Damas de Blanco“ (Damen in Weiß), Menschenrechtler sowie Freunde und Familienangehörige.

Gloria A. González (1928 – 2010) war die Mutter der drei ehem. politischen Gefangenen Ariel, Guido und Miguel Sigler Amaya, die während des kubanischen „Schwarzen Frühlings“ im März 2003 inhaftiert, zu horrenden Haftstrafen verurteilt und auf internationalen Druck vor einem Jahr ins Exil abgeschoben wurden. Sie war aktives Mitglied der „Damen in Weiß“ und nahm, an den Rollstuhl gefesselt, bis zu ihrem Tod vor zwei Jahren an den Protestmärschen der Gefangenenhilfsorganisation teil.

Nach Angabe ihres Sohnes Juan F. Sigler Amaya griffen die mit Stöcken, Steinen und Stichwaffen bewaffneten Sicherheitskräfte den Gedenkmarsch an, ohne Rücksicht auf Kinder und ältere Menschen zu nehmen.

Mobiltelefone und Videokameras wurden den Dissidenten gewaltsam entrissen, um Beweismaterial des brutalen Übergriffs zu vernichten. „Während wir geschlagen wurden, skandierten wir regimekritische Parolen wie „Nieder mit der Diktatur“, „Freiheit“, „Es leben die Menschenrechte“ etc.

Die meisten Bewohner des Dorfes solidarisierten sich mit uns und schritten ein, da sie diesen Angriff auf friedliche und hilflose Personen nicht tatenlos mit ansehen konnten“, so Sigler Amaya.

Die IGFM berichtet, dass sich Juan Sigler Amaya, Präsident der Oppositionsbewegung „Movimiento Independiente Opción Alternativa“, seit längerem im Visier des Castro-Regimes befindet. Bereits am vergangenen Samstag wurde er in seinem Haus von fünf Polizisten festgenommen. Auf dem Revier drohte man ihm harte Konsequenzen an, sollte er es wagen, Blumen auf das Grab seiner Mutter zu legen. Danach ließ man ihn frei.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba: http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


England: Hohe Kriminalitätsrate vor allem junger Muslime steigt weiter

In Großbritannien hat sich die Zahl der muslimischen Strafgefangenen in den vergangenen 20 Jahren mehr als verfünffacht. 1991 saßen 1.957 Muslime in Gefängnissen ein; jetzt sind es 10.600.  Sie stellen 12,6 Prozent aller Inhaftierten. Der Bevölkerungsanteil der Muslime beträgt jedoch nur 3,2 Prozent.

Die hohe Kriminalitätsrate ist der Londoner Zeitung „Times“ zufolge unter anderem darauf zurückzuführen, daß etwa die Hälfte der zwei Millionen Muslime unter 25 Jahre alt sei; kriminelles Verhalten sei aber am häufigsten in der Altersgruppe unter 30 Jahren anzutreffen.

Der muslimische Berater des britischen Strafvollzugs, Ahtsham Ali, macht auch den Zerfall der Familienstrukturen für die Kriminalitätsanfälligkeit junger Muslime verantwortlich. Arrangierte Ehen führten immer wieder zu Konflikten und ließen die Scheidungsrate steigen. Auch fehle es an männlichen Vorbildern.

Alis Hauptkritik richtet sich gegen die Moscheegemeinden. Vielen gelinge es nicht, die zweite und dritte Generation der Einwanderer etwa aus Pakistan oder Bangladesch zu integrieren. Oft könnten ausländische Imame kaum Englisch sprechen. Sie konzentrierten sich auf religiöse Traditionen und berieten etwa über die richtige Gebetshaltung oder die korrekte Bartlänge.

Quelle: evangelisches Nachrichtenmagazin IDEA


EKD-Protestanten: Sonntagskirchgang weiter rückläufig

Die Unlust der landeskirchlichen Protestanten am Kirchgang hat sich verstärkt. 2010 besuchten durchschnittlich 862.504 Personen die Gottesdienste; das sind 3,6 % der Mitglieder. Im Jahr davor waren es noch 922.388 Personen (3,8 %).

Das geht aus der neuen Statistik zum kirchlichen Leben hervor, die die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland)  im Internet veröffentlicht hat.

Den höchsten Anteil an Gottesdienstbesuchern haben danach die Landeskirchen in Sachsen (6,5 %), Württemberg (5 %) und Anhalt (4,8 %). Letztere ist mit knapp 43.000 Mitgliedern die kleinste der 22 EKD-Mitgliedskirchen.

Die größten Gottesdienstmuffel leben in Norddeutschland, vor allem in den Kirchen Oldenburg (2,5 % der Mitglieder), Bremen (2,3 %) und Nordelbien (2,2 %).

Die Kirchenmitglieder in den „neuen Bundesländern“ zieht es mehr in die Kirchen (4,3 %) als die im Westen (3,5 %).

Nach wie vor den größten Zulauf hatten 2010 die Christvespern und Metten an Heiligabend mit fast acht Millionen Besuchern. Diese Zahl entspricht einem Drittel der Kirchenmitglieder.

Dagegen kamen zu den Karfreitagsgottesdiensten, in denen des Kreuzestodes Jesu Christi gedacht wird, lediglich knapp 1,1 Millionen Personen (4,4 % der Mitglieder). Höher war der Anteil am Erntedankfest (7,8 %) und am 1. Advent (4,8 %).

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


BKU und KKV pro „Rente mit 67“

Angesichts der demografischen Entwicklung (Geburtenrückgang)  ist die „Rente mit 67“ unumgänglich. Das hat der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Bernd Wehner, betont.

Er reagiert damit auf die Infragestellung der Rente mit 67 durch den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Dieser hatte gefordert, daß zuerst die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 Jahre verbessert werden müssten. Auch der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) bezeichnete Seehofers Einwände gegenüber den beschlossenen Maßnahmen als verheerend.

Nach Elisabeth Schulte, Leiterin des BKU-Arbeitskreises „Soziale Ordnung“, dürfen junge Menschen nicht mit immer größeren Sozialkosten belastet werden. Gerade als Christen müsse man sich in dieser Hinsicht verantwortlich zeigen, so Schulte.

Quelle: Radio Vatikan