Rot-China: Gefolteter Bürgerrechtler Gao Zhisheng erneut verhaftet

Folter-Terror im kommunistischen China: „Du mußt vergessen, daß Du ein Mensch bist. Du bist eine Bestie!“

Erstmals seit fast 20 Monaten gibt es einen Hinweis auf den aktuellen Aufenthaltsort des seit Jahren verfolgten Bürgerrechts-Anwalts Gao Zhisheng.

Die kommunistische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, daß Gao Zhisheng am 16. Dezember 2011 vom ersten mittleren Volksgericht in Peking zu einer neuen Haftstrafe von drei Jahren verurteilt wurde.

Am 22. Dezember 2006 war Gao Zhisheng wegen „Anstiftung zur Subversion“ zu zunächst drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Aufgrund internationalen Drucks war das Urteil in eine fünfjährige Bewährungsstrafe umgewandelt worden, dennoch mußte der Menschenrechtsverteidiger die meiste Zeit in Gefangenschaft – oft an geheimen Orten – verbringen.

Die Nachrichtenagentur Xinhua teilte nun mit, daß die neuerliche Verurteilung wegen der mehrmaligen ernsthaften Verletzung von Bewährungsauflagen erfolgt sei, ohne dies näher zu erläutern.

Inzwischen hat der Bruder des Rechtsanwalts von den Behörden einen offiziellen Brief erhalten, in dem es heißt, Gao werde im Shaya-Gefängnis im Westen der chinesischen Provinz Xinjiang inhaftiert.

Bemerkenswert ist, daß die Behörden nun offen eingestehen, daß sich der Menschenrechtler in ihrer Gewalt befindet. Zuvor hatten sogar Regierungsvertreter auf höchster Ebene das Gegenteil behauptet und damit die Weltöffentlichkeit getäuscht. Die Polizei hatte zudem Gaos Bruder verweigert, den Menschenrechtsverteidiger als vermißt zu melden und ihn wegen seiner Suche nach dem Verschwundenen bedroht.

Während die Meldungen über Gaos erneute Inhaftierung annehmen lassen, daß der Rechtsanwalt noch lebt, gibt es andererseits Anlaß zu höchster Besorgnis, da dies bisher nicht von unabhängiger Seite bestätigt wird und ihm in Gefangenschaft weiterhin Folter drohen kann.

Die früheren Mißhandlungen haben seine Gesundheit massiv beeinträchtigt. 2007 war er tagelang u.a. mit Elektroschocks am ganzen Körper gefoltert worden, teilweise mit vier Elektroschockstäben gleichzeitig.

Nach seiner Freilassung berichtete er, dass nicht ein Quadratzentimeter seiner Haut frei von Verletzungen und Blutergüssen sei.

Laut Einschätzung eines berühmten chinesischen Dissidenten im kanadischen Exil, Guo Guoting, ist Chinas Staatspräsident direkt für das Leid von Gao Zhisheng und seiner Familie verantwortlich: „Solche brutalen Folterungen hätten ohne die Zustimmung des Diktators Hu Jintao nicht stattfinden können“.

Wegen der Flucht seiner Ehefrau mit den beiden Kindern in die USA wurde Gao am 4. Februar 2009 erneut entführt.

Erst im März 2010 gab es ein Lebenszeichen von ihm, bevor er einen Monat später schon wieder verschwand.

Es gelang ihm allerdings in der Zwischenzeit, ein Interview über seine Gefangenschaft zu geben. Darin berichtete Gao, daß die während seiner Entführung 2009 erlittene Folter noch schlimmer gewesen sei als jene im Jahr 2007.

Die Polizei habe ihm gesagt: „Du mußt vergessen, daß Du ein Mensch bist. Du bist eine Bestie.“  – Vermutlich aus Angst, abgehört zu werden, vermied er es, weitere Details zu nennen.

Als Rechtsanwalt hatte sich Gao Zhisheng ohne Honorar für zahlreiche entrechtete Menschen in China engagiert. Zu seinen Mandanten gehörten insbesondere verfolgte Christen, Falun-Gong-Anhänger, Arbeiter in Kohlebergwerken, Opfer der staatlichen Ein-Kind-Politik (Zwangsabtreibungen sind an der Tagesordnung) und Behinderte.

Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung Folter –  ACAThttp://www.acat-deutschland.de

Aktionstips für verfolgte Christen und Bürgerrechtler gibt es hier:  www.akm-online.info


Aktionskünstler Martin Zet will Sarrazin-Buch einstampfen – Proteste sogar von links

„Wesentlich besorgniserregender als die Betriebsblindheit eines einzelnen Künstlers aber ist die institutionelle Förderung von Zets Projekt.“

Da muß sich ein Multikulti-„Künstler“ schon sehr weit ins Abseits begeben haben, wenn er  – wie jetzt geschehen – selbst von Genossen aus dem linken Rand mit herber Kritik eingedeckt wird.

So geschieht es derzeit dem Tschechen Martin Zet, der das Buch „Deutschland schafft sich ab“ des sozialdemokratischen Ex-Bundesbankers Thilo Sarrazin erst in „Sammelstellen“ (!) einkassieren und dann öffentlich vernichten will – wobei er sich gern ökodeutsch gebärdet und dieses geplante Vorgehen als „Recycling“ schönredet.

Bei soviel unverhohlener Anlehnung an die nationalsozialistische Bücherverbrennung wird es selbst der ultralinken Tageszeitung „Neues Deutschland“ unseligen Angedenkens (Untertitel „Sozialistische Zeitung“)  politisch ganz mulmig zumute, so daß die Genossen  – genauer: deren Feuilleton-Redakteur Martin Hatzius  – dem „Künstler“ am 14.1.2012 unter dem Titel „Kultur schafft sich ab“ ein deutliches „Halt ein!“ zugerufen haben.

Der Artkel beginnt bereits mit den sarkastischen Worten:

„Geredet wurde genug, jetzt wird vernichtet.“

Sodann heißt es:

„60 000 Exemplare des Buches möchte Zet einsammeln, um ihnen am Ende den Garaus zu machen. Die Bühne dafür stellt ihm ein u.a. durch die Kulturstiftung des Bundes gefördertes Festival zur Verfügung, die Berlin Biennale.

Auf deren Homepage lässt sich erfahren: »Die Bücher werden in einer Installation in der 7. Berlin Biennale (27.4.-1.7.) gezeigt; nach Ende der Ausstellung werden sie für einen guten Zweck recycelt.«

Da kommen selbst dem ultalinken Blatt  unliebsame Vergleiche in den Sinn:

„Wenn aber, stellvertretend für unliebsame Inhalte und deren Urheber, Schriften eingestampft werden, erinnert das fatal an die Bücherverbrennung anno 1933 auf dem Berliner Bebelplatz.“

Dabei ist der Redakteur nicht grundsätzlich gegen Provokationen:

„Kunst muss provozieren dürfen. Aber nicht jede Provokation ist Kunst.(…) Wo Kultur meint, gefährliche Thesen einfach auslöschen zu können, wird sie selber zur Gefahr. Indem sie das Missliebige abschaffen will, schafft sie sich selber ab.“

Außerdem stellt der Autor zu Recht fest:

„Wesentlich besorgniserregender als die Betriebsblindheit eines einzelnen Künstlers aber ist die institutionelle Förderung von Zets Projekt.

Die Homepage der staatlich gestützten Berlin Biennale appelliert: »Bitte geben Sie Ihr Exemplar in einer der teilnehmenden Sammelstellen ab oder schicken Sie es uns per Post und lassen Sie es Teil der Installation werden!«

Als »Sammelstellen« – warum denkt man bei diesem Wort an Viehwaggons Richtung Auschwitz? – haben sich unter anderem das Berliner Haus der Kulturen der Welt, die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und die Stiftung Bauhaus Dessau eingetragen.“


Hans Heckel: Über die „Moralpose“ in der Causa Wulff

In der jüngsten Ausgabe der „Preußischen Allgemeinen“ schreibt deren Redakteur Hans Heckel in einem Wochenrückblick unter dem Titel „Komplette Idioten“ eine köstliche Satire über das derzeitige Durcheinander auch innerhalb der Berliner Regierung, über die Koalitions-„Partner“ im Saarland und im Bund –  sowie über den Fall des Bundespräsidenten und seine  ihn jagende Presse- und Fernsehmeute:

„Wulff reiht kleine Fehltritte aneinander wie Perlen auf eine Schnur. Keiner wäre für sich betrachtet eine echte Katastrophe, zusammengenommen aber hat sich die Kette zum Strick ausgewachsen.

Und wenn sich die Medien erst mal eingeschossen haben, dann holen sie sogar Sachen raus, die wir nur als „Skandal“ identifizieren, weil „Wulff“ draufsteht.

So meldet die ARD voller Empörung, dass Wulff als damaliger niedersächsischer Ministerpräsident freundlichen Kontakt zu einem Unternehmer gehabt habe, der heute vor Gericht stehe.

Alle Wetter! Müssen jetzt alle noch lebenden Altkanzler rück­wirkend zurücktreten, weil man sie mit dem jeweiligen Chef der Firma Siemens gesehen hat, wo   es doch später diese klebrige Affäre mit den angeblichen Schmiergeldern gab?

Wir fordern Aufklärung! Rückhaltlose Aufklärung! Das Geniale an dieser Forderung ist, dass man sie immer weiter stellen kann. Denn wir wissen ja jetzt schon, dass wir jede Aufklärung hinterher als „lückenhaft“ oder „zu spät gekommen“ abtun werden.

Dabei können wir uns so wunderbar in Moralpose werfen, dass wir uns vor unserer eigenen Erhabenheit verneigen mögen.“

Quelle und vollständiger Artikel hier:

http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/komplette-idioten.html


Medjugorje: Irrungen und Wirrungen von Pater Tomislav Vlasic

Pater Tomislav Vlasic war von August 1981 bis 1984 Ortspfarrer von Medjugorje und geistlicher Leiter der dortigen „Seher“.

Vlasic ist ebenso wie sein Amtsvorgänger P.  Jozo Zovko Franziskaner und Anhänger der Charismatischen Bewegung; er leitete schon vor Beginn der „Erscheinungen“ entsprechende „Gebetsgruppen“ und Treffen.

Am 28.2.1982 bestätigte die „Gospa“ (Name der Marienerscheinung) genau diesen Geistlichen, indem sie zu den „Sehern“ sagte:  „Ihr habt Tomislav viel zu verdanken, weil er euch so gut führt.“  (Quelle: „Medjugorje verstehen“ von D. Foley, S. 172 und S. 481)

Damals war der Franziskaner bereits seit 5 Jahren Vater eines Sohnes, den er mit einer Nonne 1976 gezeugt hatte. Er wollte sich aber nicht um Mutter und Sohn kümmern, sondern blieb weiterhin im Orden.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

1985 setzt ihn der zuständige Bischof Zanic als Pfarrer der Pfarrgemeinde Medjugorje ab und verbietet ihm das Predigen und das Zelebrieren der hl. Messe.

Seit 1985 behauptet P. Vlasic, besondere Botschaften von Christus und der Madonna zu erhalten, wobei es um die Gründung einer männlich-weiblich gemischten Ordensgemeinschaft gehe.

1988 gründet er in Italien eine Kommunität aus Männern und Frauen, die sich „Königin des Friedens“ nennt (einer der Ehrentitel für die Gospa).

Mit der deutschen Medju-Anhängerin Agnes Heupel lebt er in „mystischer Ehe“, die freilich sexuelle Intimitäten einschließt.

Zunächst behauptet die Medju-Seherin Marija, daß diese „geistliche“ Gemeinschaft der „Plan der Madonna“ sei, widerruft dies aber später, als die für einen Orden wenig angemessenen Vorgänge immer offensichtlicher werden; sie erklärt nunmehr, daß sie von Pater Vlasic zu ihrer ersten unwahren Erklärung gedrängt worden sei.

Anfang 2008 reißt auch dem Vatikan der Geduldsfaden:

Der Generalminister der Franziskaner, Pater J.R. Cargallo, und der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal W. Levada, unterzeichnen ein Dokument, das den ungehorsamen Franziskaner verpflichtet, jede Verbindung zur  Gemeinschaft „Königin des Friedens“ aufzugeben. Das Predigten und die Spendung des Bußsakramentes werden ihm strikt untersagt.

Pater Vlasic verweigert jedoch den Gehorsam und hält sich nicht an die kirchlichen Auflagen.

Im Juli 2009 wird öffentlich bekannt, daß Pater Vlasic „in den Laienstand zurückversetzt“ und aus dem Franziskanerorden entlassen wurde.

Papst Benedikt XVI. untersagt P.  Vlasic unter Androhung der Exkommunikation jede Ausübung einer seelsorglichen oder apostolatischen Tätigkeit, verfügt zudem ein striktes Verbot, Erklärungen zu religiösen Sachverhalten  – insbesondere zu den Vorgängen in Medjugorje  – abzugeben.  (Vgl. Foley, S. 480 f.)

Quelle: Sachbuch „Medjugorje verstehen“ von Donal A. Foley (Dominus-Verlag 2011)


Freiheits-Demos im kommunistischen Kuba am 9.1.2012

Polizei reagiert mit Drohungen und Festnahmen

Die kubanischen Oppositionsbewegungen verstärkten in den letzten Tagen ihre Aktionen für die Freilassung der politischen Gefangenen Ivonne Malleza Galano, Ignacio Martinez Montero und Isabel Haydee Álvarez Mosquera.

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) gingen am 9. Januar2012 zahlreiche Bürgerrechtler in Baracoa (Provinz Guantánamo) auf die Straße und forderten mit Plakaten und Fotos auf öffentlichen Plätzen die Freilassung dieser Regimekritiker.

Am selben Tag veranstalteten etwa 20 Mitglieder der Oppositionsbewegung „Patriotische Union Kubas“ in Palma Soriano einen Protestmarsch und skandierten „Freiheit für die politischen Gefangenen“. Auf Aktionen der Gefangenenhilfsorganisation „Damen in Weiß“ am 8. Januar 2012 reagierten die kubanischen Behörden mit Drohungen und Festnahmen.

Der Protestmarsch in der kubanischen Gemeinde Palma Soriano (Provinz Santiago de Cuba) wurde von José Daniel Ferrer García, dem Vorsitzenden der Dachorganisation „Patriotische Union Kubas“, organisiert.

„Wir können sagen, dass der Marsch ein voller Erfolg war. Viele Menschen haben sich uns angeschlossen und niemand hat uns angegriffen“, so Ferrer García.

Er selbst ist ein ehemaliger politischer Gefangener und Angehöriger der Gruppe jener 75 kubanischen Dissidenten, die während des kubanischen „Schwarzen Frühlings“ im März 2003 verhaftet und zu Gefängnisstrafen zwischen sechs und 28 Jahren verurteilt wurden.

Quelle: IGFM in Frankfurt


Josef Joffe kritisiert die Jagd auf den „bösen kleinen Wulff“

Der ZEIT-Mitherausgeber über den „nationalen Auftrag, den Wulff zu jagen“

Der bekannte  jüdische Journalist Josef Joffe, Mitherausgeber der eher linksliberalen Wochenzeitung „Die Zeit“, veröffentlichte in der Freitagsausgabe der ZEIT (12.1.2012) eine ironische Glosse auf das derzeit immer noch anhaltende Kesseltreiben gegen den Bundespräsidenten, eine Kampagne, die weit aus über das hinausgeht, was man üblicherweise unter einer fairen „Sachkritik“ versteht.

Unter dem Titel „Der kleine böse Wulff“ schildert Joffe die merkwürdige „Familienzusammenführung“ im Blätterwald,  eine – so wörtlich  – „große Koalition unter Führung der Bild , die weder links noch rechts kennt, sondern nur noch den nationalen Auftrag, den Wulff zu jagen. “  

Fast alle sind sie mit dabei, Straßenblätter und seriöse Zeitungen  –  der Autor zählt einige auf:

„Süddeutsche Zeitung und FAZ , Spiegel und Focus , Frankfurter Rundschau und Welt , halb links und halb rechts. Wann hätten die je das politische Bett miteinander geteilt – die Qualitätszeitungen und der Boulevard?  –  »Die Zeit ist aus den Fugen«, murmelt Hamlet  –   und die alte Schlachtordnung mit dazu.“

Der Journalist Joffe staunt nicht schlecht über diese umfassende Pressefront vereint im Kampf gegen Wulff:

„Wann hätten sich die Elite-Blätter je von Bild mit Brandbeschleunigern aus der Mailbox füttern lassen, damit, wie Macbeths Hexen singen, das »Feuer sprühe«, der »Kessel glühe«?

Wie konnte diese merkwürdige Einheitsfront entstehen?   – Die Erklärung liefert Christian Wulff selber, der Präsident des bürgerlichen Lagers, der auch dem linken gefallen wollte.

Er hat mit der »bunten Republik«, mit »Der Islam gehört auch zu Deutschland« und mit milder Kapitalismuskritik (»verwilderte Märkte«) »nach links geblinkt«, wie ein aufmerksamer Leser schreibt, aber die Bürgerlichen verstört. Dann  –  als die Affäre ruchbar wurde – die kleinen Vorteile, die Winkelzüge, das Bitten und Drohen –, hat er seine Konservativen verschreckt. Denn deren Ethos heischt Wohlanständigkeit, Selbstdisziplin, Redlichkeit, kurz: »Das tut man nicht.«

So geriet der Bundespräsident noch stärker zwischen die Fronten, als dies durch seine mitunter merkwürdig anmutenden Wortmeldungen ohnehin schon der Fall war.

Der Verfasser weiß, daß  man Wulff zum Rücktritt veranlassen will, auch wenn es nicht immer direkt gesagt wird:

„Verdruckst vermeiden alle zwar das R-Wort, lassen ihn aber zappeln, während sie Hohn und Moralin über ihn ausgießen. Nur die Parteiräson der Kanzlerin und eine dahinschmelzende Mehrheit des Volkes stehen noch zwischen Bellevue und Frühverrentung.“

Sodann beschreibt Joffe zutreffend die zunehmende politische Langeweile, die dadurch entsteht, daß die parteipolitischen Lager sich immer mehr angleichen, so daß der Wunsch nach dem „Drama“ entsteht  – und sei es durch Skandale:

„Doch widerspiegelt die mediale Großkoalition einen bedeutsameren Wandel, nämlich in der Politik. Was früher links oder respektabel-rechts war, ist in der Ära Merkel zum neuen rot-schwarz-grünen Konsens verschmolzen. In der großen Brache rechts von der Union siecht denn auch die FDP mit zwei Prozent ihrem Ende entgegen. Die Widersprüche haben sich Hegel-gemäß aufgehoben  –  ein denkwürdiges Novum in der Demokratie.

Es bleibt der Streit über ein bisschen mehr oder weniger, was zwar theoretisch ein Idealzustand, aber in der Praxis langweilig ist. Deshalb die Suche nach dem verlorenen Drama. Die einen finden es in DSDS, die anderen im politischen Skandal.“

Abschließend schreibt der Mitherausgeber der ZEIT, daß man dem Bundespräsidenten im Grunde nicht verzeiht, keine perfekte Lichtgestalt zu sein:

„Können wir Wulff keinen Gesetzesbruch nachweisen, müssen wir seine Moral, Wahrhaftigkeit oder Amtseignung anzweifeln. Seine Entschuldigungen nehmen wir nicht an. Denn wir können ihm nicht verzeihen, dass er so ist wie wir.“


Fraktionschef der Union besorgt über weltweite Christenverfolgung

Volker Kauder spricht am 13. Februar mit UN-Generalsekretär Ban Ki Mu darüber

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Volker Kauder, will die Christenverfolgung bei einer Begegnung mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki Mun ansprechen. Das kündigte der Politiker bei einer Veranstaltung während der Allianzgebetswoche am 12. Januar 2012 in Wuppertal-Ronsdorf an.

Kauder und Ban Ki Mun werden am 13. Februar 2012 in New York zusammentreffen. Der Fraktionschef sprach vor 250 Besuchern u.a.  über die Lage in Ägypten. Kauder steht dem Pietismus nahe, also dem evangelikalen, theologisch konservativen protestantischen Christentum.

Ein Religionswechsel von Muslimen zum Christentum führe in Ägypten häufig zu gewalttätigen Konflikten, erklärte Kauder. Ihn beschäftige die Sorge, „dass für die koptischen Christen der arabische Frühling eine Eiszeit werden könnte“.   Staatsbürgerliche und persönliche Freiheit ohne freie Religionsausübung gebe es nicht. Religionsfreiheit sei ein existentielles Menschenrecht.

Kauder weiter: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Regionen in der Welt zu christenfreien Zonen gemacht werden.“ – Es gehöre außerdem zum christlichen Bekenntnis, verfolgten Mitchristen beizustehen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


Medjugorje und das fehlende „Zeichen“

Am 2. Tag der „Marienerscheinungen“ von Medjugorje  – also am 25. Juni 1981  – bitten die sechs Seher die  angebliche Madonna (dort „Gospa“ genannt) um ein himmlisches Zeichen, das die Echtheit ihrer „Botschaften“ beweisen soll.

Die „Gospa“ verspricht nun, ein sichtbares Zeichen auf dem Berg Podbrdo (nahe Medjugorje) zu hinterlassen und erklärt, daß es unzerstörbar und dauerhaft zu sehen sei  – und zudem für alle Menschen erkennbar.

Am 30. Juni 1981 meldet die Visionärin Mirjana ihre Zweifel an: „Jedesmal, wenn wir sie bitten, verschwindet sie. Vielleicht will sie uns kein Zeichen geben.“

Am 15. August 1981 erklärt Pater Jozo Zovko vor 25.000 Menschen, daß die Gospa das angekündigte Zeichen für den 17. August 1981 versprochen habe.

Am 27.8.1991 schreibt die „Seherin“ Vicka in ihr Tagebuch, die Gospa habe auf ihre Frage nach dem Zeichen geantwortet: „Es wird bald geschehen, denn ich habe es euch versprochen.“

Zwei Tage später fragt Ivanka die Erscheinung erneut nach dem Zeichen; sie antwortet: „Habe noch ein bißchen Geduld.“  –  Diese Antwort erfolgt im selben Jahr mehrfach.

Auf das große Wunderzeichen von Medjugorje wartet die Welt bis heute, über 30 Jahre danach.

Quelle: „Hintergrund-Informationen zu Medjugorje“ (Sonderdruck von Adelgrunde Mertensacker)


Dr. J. Klautke: „Homosexualität ist gegen die Schöpfung Gottes gerichtet“

Der evangelische Ethiker Dr. Jürgen-Burkhard Klautke wendet sich in seiner Publikation „Homosexualität – Orientierung oder Desorientierung?„, die 2003 im evangelikalen Logos-Verlag erschien, eindeutig gegen jede kirchliche Anerkennung der Homosexualität.

Dabei argumentiert er teils durchaus mit katholischer „Begrifflichkeit“, wenn er etwa schreibt: „Gemäß der Lehre der Bibel gibt es in sich schlechte Handlungen. Dies sind Handlungen, die aufgrund ihres Objektes schlecht sind, unabhängig von der Frage, mit welcher Absicht oder aus welcher Motivation sie erfolgen“. (S. 77)

Die Rede von den „in sich schlechten Handlungen“, die unter keinen Umständen erlaubt sind, woran also keine „Situationsethik“ etwas ändern kann, ist eine  klassische Definition in der katholischen Moraltheologie.

Es ist erfreulich, wenn sich ein evangelischer Ethiker wie Dr. Klautke dieser klaren, systematischen Denkweise so deutlich annähert.

Sodann schreibt der Autor in seiner Schrift außerdem Folgendes zur praktizierten Homosexualität:

Die Homosexualität ist ihrem Wesen nach gegen die Schöpfung Gottes gerichtet und damit pervers; sie ist eine Verirrung und damit unter keinen Umständen mit der Ehe als gleichrangig zu bewerten.“ (S. 77)

Hinsichtlich gewisser Thesen, zumal aus der Homosex-Lobby,  in denen die Ehe zwischen Mann und Frau verunglimpft,  als vom „Besitzdenken“ geprägt abgewertet,  schwule Beziehungen hingegen als „vielgestaltiger“ gepriesen werden, erklärt Dr. Klautke:

„Im Licht der Heiligen Schrift sind derartige Äußerungen über Ehe und Homosexualität nichts anderes als schamloser Ausdruck einer von Gott und seinen Normen abgeirrten Gesellschaft und Kirche.

Derartige Aussagen stehen im Rahmen eines Gesamtbildes, das  man heute „Postmoderne“ nennt und als deren Charakteristikum die geradezu grenzenlose Beliebigkeit gilt; sie sind Ausdruck des Hasses gegen den Schöpfer und Zeichen des Widerwillens gegen die von ihm gesetzten Ordnungen.“