Juden und Christen unter dem Druck des Islam

Treffsichere Analyse des „Jerusalem Post Magazine“: „Es gibt doppelt so viele Kopten wie Palästinenser!“

Der jüdische Publizist Lyn Julius rückt im bekannten englischsprachigen „Jerusalem Post Magazine“ vom 12. Januar 2012 einige Stühle gerade hinsichtlich Islam, Judentum und Christentum gestern und heute.

Dabei erkennt der Autor nüchtern, daß beim dem Streben nach einer Respektierung Israels kein Weg daran vorbei führt, das linke Lager zu überzeugen: „Der Streit wird in der liberalen Linken gewonnen oder verloren, denn diese beherrscht die meinungsbildende Klasse des Westens.“  – So ist es (leider)!

Die israelfeindliche Haltung im linken Spektrum hat u. a. damit zu tun, daß die dort verhaßten USA  als Schutzmacht Israels agieren,  die Palästinenser pauschal als „unterdrücktes Volk“ gelten und man sich daher mit dem arabischen Islam solidarisiert.

Der Autor weist aber darauf hin, daß der Islam sich von Anfang an durch militärische Gewalt ausbreitete:

„Juden lebten in dieser Region 1000 Jahre vor der islamischen Eroberung als Eingeborene, nicht nur in Palästina ununterbrochen ansässig, sondern überall in der „arabischen“ Welt.

Die arabische Invasion machte die einheimischen Juden und Christen zu Minderheiten im eigenen Land, „bekehrten“ sie zum Islam, beschlagnahmten ihre Heiligtümer und löschten ihre Geschichte aus. (…)

Den Juden in zehn arabischen Staaten wurden ihre Rechte aberkannt und in den meisten Fällen wurde ihnen ihr Besitz geraubt. (…)

Wir müssen in der Diskussion einen entscheidenden Zusammenhang wieder herstellen:  Der Konflikt besteht nicht zwischen dem israelischen Goliath und dem palästinensischen David. Er stellt vielmehr sechs Millionen Israelis gegen 300 Millionen Araber.

Auf der Ebene der Werte gesehen findet der Kampf zwischen dem pluralistischen, demokratischen Israel und den Jihadisten des Islam statt.“

Zudem übersehen die vielen linken Freunde der Palästinenser, daß diese nicht selten nur der Spielball gesamt-arabischer und radikal-islamischer Interessen sind, von denen sie vereinnahmt werden; diese Tatsache bringt der Verfasser wie folgt auf den Punkt:

„Die Palästinenser sind keine unabhängig Agierenden. Ökonomisch werden sie von internationaler Hilfe gestützt; strategisch repräsentieren sie eine panarabische und zunehmend panislamische Sache; politisch werden sie von regionalen Kräfte von außen kontrolliert.“

Außerdem weist Lyn Julius darauf hin:

Wir müssen betonen, dass die Hälfte der jüdischen Israelis die Region nie verlassen hatten – sie wurden aus der arabischen und muslimischen Welt in ein winziges Stückchen Land am Mittelmeer vertrieben. Dass diese Juden jetzt freie israelische Bürger sind, liegt größtenteils daran, dass Israel ihnen bedingungslose Zuflucht vor arabischen und muslimischem Antisemitismus bot.

Es besteht eine offene Rechnung zwischen Israel und den von Juden gesäuberten arabischen Staaten. Auf Schritt und Tritt sollte Israel Gerechtigkeit für das seinen Flüchtlingen angetane Unrecht verlangen.

Palästinensische Verluste und jegliche territorialen Anpassungen könnten in der Zukunft im Vergleich zum urkundlich übertragenen Land und Besitz verblassen, die die Juden einbüßten, die gezwungen waren, die arabischen Länder zu verlassen.“

Sodann erinnert der Autor daran, daß der Islam im arabischen Raum andere Minderheiten und Religionen nicht gelten läßt:

Man muss nur Zeuge der traurigen Lage der verfolgten und entwurzelten nicht-muslimischen und nicht-arabischen Völker der Region sein, um zu begreifen, dass die sog. „arabische Welt“ keinen Raum für eine Vielzahl von Völkern und Religionen lässt.

Alle haben unter den Händen der Diktaturen gelitten, ob diese nun nationalistisch oder islamistisch waren. Bedauerlicherweise kündigt der „arabische Frühling“ nun noch mehr davon an.“

Zudem  weist der Verfasser auf den entscheidenden Gesichtspunkt hin, daß weltweit große Aufmerksamkeit für Palästinenser und ihre Rechte besteht.  Wer aber interessiert sich für die viel zahlreicheren christlichen Kopten in Ägypten? Wer für die von der Türkei unterdrückten Kurden?  –  Wo bleibt die weltweite Lobby für diese diskriminierten Minderheiten?

Der Autor schreibt hierzu:

„Es gibt zweimal so viele Kopten wie Palästinenser, doch gegen welche Menschenrechtsverletzungen protestieren die Linken?

Es gibt dreimal so viele Kurden wie Palästinenser, doch wo sind die Forderungen nach ihren kulturellen und politischen Rechten?

Als eine der wenigen Minderheiten im Nahen Osten, die ihre Souveränität ausübt, muss Israel die Flagge für Minderheitenrechte hochhalten. Als eine der einzigen Demokratien muss es mit den säkularen Liberalen des Nahen Ostens und Nordafrikas gemeinsame Sache machen.“

Der Verfasser sucht nach den Ursachen dieser weltweit verbreiteten Doppelmoral und erinnert daran, daß Juden und Christen aus islamischer Sicht bestenfalls Bürger zweiter Klasse sind (Dhimmis):

Die Ablehnung Israels wurzelt in einer religiösen und kulturellen Sicht der „Dhimmi“-Juden und „Dhimmi“–Christen als minderwertig, die gezwungen sind, ihre Rechte dem muslimischen Oberherren abzutreten.

Dass ein nicht-muslimisches Volk  (wie die Juden in Israel) sich selbst regiert, ist ein Gräuel – noch mehr, wenn es sich um ein nicht arabisch-muslimisches Volk handelt.

Indem sie den palästinensischen Feldzug gegen Israel unterstützen  –  trügerisch in die Sprache der Menschenrechte gekleidet  –  sind westliche Liberale und Linke unabsichtlich zu Agenten der Wiedererrichtung arabischer und muslimischer Vorherrschaft über ein „Dhimmi“-Volk geworden.“

Vollständiger Artikel (englisch) von Lyn Julius siehe hier:

http://calevbenyefuneh.blogspot.com/2012/01/julius-lets-reframe-israel-debate.html

Übersetzung ins Deutsche: http://heplev.wordpress.com/


One Comment on “Juden und Christen unter dem Druck des Islam”

  1. Ein sehr spannendes Thema. Danke, dass in dem Artikel gute Informationen strukturiert aufgearbeitet wurden.

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